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  • „Überwältigende“ Impfkampagne geplant

    Zwei Unis erforschen, welche Propaganda-Botschaften uns am ehesten dazu verleiten, uns gegen Covid-19 impfen zu lassen - und Mitmenschen dazu zu drängen. Manipulieren statt Informieren: darum geht es offenbar. Die aggressivste Impfkampagne aller Zeiten steht womöglich kurz bevor. „Überwältigend“ werde sie sein, wie ein ungenannter „leitender Mitarbeiter im Stab des Weißen Hauses“ gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte. (1) Die Kampagne werde „wahrscheinlich auf einen kurzen Zeitraum, etwa vier bis sechs Wochen, verdichtet“. Sie werde auf bestimmte Untergruppen der Bevölkerung zugeschnitten sein, je nachdem, welchen Menschen der Impfstoff voraussichtlich den größten Nutzen bringen wird. Letztlich sollen aber ALLE Bürger dazu „ermutigt“ werden, sich impfen zu lassen. Ob und wie viel Zwang dabei ausgeübt werden soll, ließ der Informant offen. Beginnen werde die Kampagne, sobald der erste Covid-19-Impfstoff zugelassen ist. Dies könnte bereits im Oktober der Fall sein, vielleicht aber auch erst Anfang kommenden Jahres. DASS die zuständige US-Aufsichtsbehörde, die FDA, in Kürze für mindestens einen Covid-19-Impfstoff grünes Licht geben wird, steht für die Reuters-Quelle aus dem Weißen Haus offenbar ganz außer Frage. Immerhin haben Moderna und Pfizer bereits Phase III erreicht, die letzte Hürde des Zulassungsverfahrens: großangelegte Studien mit jeweils 30.000 Versuchspersonen. (2) Auch der britisch-schwedische Pharmagigant AstraZeneca ist mit seinem Kandidaten AZD1222 inzwischen so weit. (3) „Nachdem der frühere FDA-Chef Scott Gottlieb inzwischen Vorstandsmitglied von Pfizer geworden ist, dürfte zumindest der Zulassung des Pfizer-Impfstoffs nichts mehr im Wege stehen“, kommentiert der amerikanische Arzt Dr. Joseph Mercola. (4) Und dann? Selbst in der erfolgreich verängstigten Bevölkerung hält sich die freudige Erwartung eines Covid-Impfstoffs in Grenzen. In den USA, wie auch in Deutschland, wollen ihn sich höchstens zwei Drittel verabreichen lassen (5), nach anderen Umfragen sogar nur jeder Zweite. (6) Und mit jeder weiteren Woche, in der die sogenannte Pandemie eher Nachrichtensendungen und Zeitungsseiten füllt als Arztpraxen, Intensivstationen und Friedhöfe, schwindet die Zustimmung. Wie kippt man diesen Trend? Wie bringt man möglichst viele von uns dazu, sich impfen zu lassen? Der seriöse, wahrhaftige Weg bestünde im sachlichen INFORMIEREN: Man bemüht sich, uns mit guten Argumenten zu überzeugen. Wie schlimm ist es überhaupt, bloß „infiziert“ zu sein? Wie viele Infizierte erkranken tatsächlich schwer, wie viele sterben? Wie riskant sind „Risikogebiete“ denn wirklich, wie heiß „Hotspots“, wie todbringend „Cluster“? Mit welcher Wahrscheinlichkeit ereilt uns eine schwere Krankheit oder gar der Tod, falls wir uns nicht impfen lassen? Sind alle gefährdet oder hauptsächlich bestimmte Risikogruppen? Sind die Infektionsrisiken tatsächlich größer als die Impfrisiken? Was genau bewirkt die Impfung in unserem Körper? Was ist alles drin im Vakzin? Ist jeder Inhaltsstoff unbedenklich? Wie zuverlässig, wie nachhaltig schützt die Impfung? Welche Nebenwirkungen hat sie, kurzfristig und auf längere Sicht? Wie aussagekräftig sind die Zulassungsstudien? Wo können wir sie nachlesen, einschließlich aller erhobenen Rohdaten? Wie unabhängig waren die Forscher, die sie durchführten? Sind die Behördenvertreter, die grünes Licht gaben, frei von Interessenkonflikten? Können wir uns auf Tests verlassen, die von Leuten bezahlt werden, deren Profit von positiven Ergebnissen abhängt? Wozu bedarf es eines zweifelhaften „Schutzes“ gegen ein angebliches Killervirus, das 99,99 % der Bevölkerung und mindestens 99,7 % aller Infizierten verschont? Ist Impfen wirklich der einzige Weg, uns gegen SARS-CoV-2 zu wappnen, oder zumindest der beste? Welche Alternativen hätten wir, etwa durch Stärkung unseres Immunsystems? Auf Überzeugungsarbeit, die solche drängenden Fragen beantwortet, dürfte die geplante Kampagne wohl kaum aus sein. „Überwältigen“ soll sie die Bevölkerung vielmehr, indem sie, am kritischen Verstand vorbei, gewisse emotionale Buttons drückt, die geradezu reflexhaft die gewünschten Einstellungen und Verhaltensweisen auslösen. Tief ins Hirn einsickern soll simple Schwarz/weiß-Malerei. Impfwillige = gut, aufgeklärt, verantwortungsbewusst, gemeinwohlorientiert; Impfverweigerer = böse, selbstsüchtig, asozial, dumm. Mit anderen Worten, es geht um PROPAGANDA – um Werkzeuge zur Massenmanipulation, derer sich kein seriöser Journalist, keine um Aufklärung bemühte Behörde bedient, wohl aber ein Werbetrommler, ein PR-Profi, ein Volksverhetzer. Einen Vorgeschmack darauf, was uns blüht, vermittelt eine brandneue Studie der Elite-Universität Yale in New Haven, Connecticut – der drittältesten Hochschule der Vereinigten Staaten und einer der renommiertesten. Abgeschlossen wurde die Untersuchung Anfang Juli. Sie soll herausfinden, welches „Vaccine Messaging“ am wirkungsvollsten ist – welche „Botschaften“ am ehesten dazu bewegen, sich impfen zu lassen und andere dazu zu drängen. (7) „Persuasive“ sollen sie sein – zum Überreden geeignet. Dazu wurden 4.000 Teilnehmer über 18 Jahren per Zufall („randomisiert“) auf 12 Gruppen verteilt. Eine davon wurde über die Vorzüge des Impfens „aufgeklärt“, nichts weiter. Zehn weitere Gruppen erhielten ebenfalls diese „Baseline message“ – und zusätzlich jeweils eine suggestive „Botschaft“: 1. Covid-19 schränkt unser aller Freiheit ein. Indem wir uns gemeinsam darum bemühen, dass genügend Leute geimpft werden, können wir unsere persönliche Freiheit wiedererlangen. 2. Covid-19 schadet uns beruflich/finanziell. 3. Covid-19 stellt eine echte Gefahr für jeden von uns dar, selbst wenn wir jung und gesund sind. Eine Impfung schützt uns am besten davor, krank zu werden. 4. Covid-19 gefährdet Leib und Leben unserer Liebsten. 5. Covid-19 hat unserer Volkswirtschaft einen riesigen Schaden zugefügt. Der einzige Weg, unserer Ökonomie wieder auf die Beine zu helfen, besteht in massenhaften Impfungen. 6. Stell dir vor, wie schuldig du dich fühlen würdest, falls du dich nicht impfen lässt und deshalb die Krankheit verbreitest. 7. Stell dir vor, wie peinlich dir das wäre. 8. Stell dir vor, wie wütend du und andere Leute darüber wären. 9. Dass Impfungen uns am wirkungsvollsten schützen, bestätigt die Wissenschaft. Falls du dich nicht impfen lässt, so würde das bedeuten, dass du nicht verstanden hast, wie sich Infektionen ausbreiten. Du würdest wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren. 10. Feuerwehrleute, Ärzte, Pflegekräfte setzen sich an vorderster Front mutig und tapfer für uns ein. Wer sich nicht impfen lässt, ist feige. Eine zwölfte Gruppe erhielt keine spezielle „Botschaft“ zum Impfthema, sondern lediglich einen irrelevanten Text über Kosten und Nutzen des Fütterns von Vögeln. Vorrangig soll die Studie herausfinden, wie diese verschiedenen Testbedingungen die Bereitschaft beeinflussen, sich selbst impfen zu lassen. „Sekundär“ misst sie darüber hinaus: Wie sehr vertrauen die Teilnehmer darauf, dass der Impfstoff sicher und wirksam ist? Wie bereit sind sie dazu, andere davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen? Wie groß ist ihre Angst vor jenen, die nicht geimpft worden sind? Wie urteilen sie über Impfverweigerer? Obwohl die Yale-Studie bereits am 8. Juli abgeschlossen wurde, bleiben ihre Ergebnisse bis jetzt unter Verschluss. (8) Zudem handelt es sich erst um „Part 1“. Worum es in weiteren Teilen gehen wird, bleibt bislang im Dunkeln. Die wirkungsvollsten der oben aufgelisteten „Botschaften“ werden uns mit Sicherheit in den nächsten Monaten auf jedem Fernsehkanal, aus jeder Zeitung in Dauerschleife entgegenspringen. Sie lassen erahnen, wie heimtückisch derartige Kampagnen daherkommen können. In Wirklichkeit geht es ihnen nicht um sachliche, ausgewogene Aufklärung, sondern offenkundig um MANIPULATION – darum, Emotionen zu wecken, denen das gewünschte Verhalten folgen soll, ohne nachzudenken, lästige Fragen aufzuwerfen und eigene Nachforschungen anzustellen. Mit aktivierter Großhirnrinde stieße man nämlich auf zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler, die sich aus vielen guten Gründen GEGEN Covid-19-Impfungen aussprechen, erst recht, wenn dabei neuartige, unerprobte, hastig durchgewinkte Vakzine zum Einsatz kommen, deren womöglich monströse Langzeitwirkungen niemand kennen kann. Davon soll die Kampagne ablenken, darüber soll sie hinwegtäuschen. Wer bestellte diese Studie? Wer finanzierte sie? Wie verwendet er ihre Ergebnisse? Darüber schweigen die Autoren. Als offiziellen „Sponsor“ nennen sie lediglich die Universität Yale. (9) Auftraggeber scheint die US-Regierung zu sein. (10) Wer sich auf der Yale-Homepage umsieht, stößt auf viele weitere Geldgeber der Uni mit offenkundigem Bezug zur gegenwärtigen Krise: - der Pharmagigant Pfizer. Dessen Covid-19-Impfstoffkandidaten testen Yales „New Haven Hospital“ und sein „Center for Clinical Investigation“ seit August (11) - gewiss nicht rein ehrenamtlich. Wohl ebensowenig hat Yale in jüngster Zeit mehrere Medikamente daraufhin geprüft, ob sie bei Covid-19 nützen, sich also Geld mit ihnen verdienen lässt: von Tofacitinib (Pfizer; 12) über Remdesivir (Gilead; 13) bis LAM-002A (AI Therapeutics, ein Biotech-Unternehmen; 14). - Mehrere Dutzend mal (!) seit 2001 taucht auf Yales Sponsorenliste die Gates-Foundation des reichsten Impffetischisten der Welt auf, mit Beträgen bis zu 7,3 Millionen US-Dollar. (15) - die Rockefeller Foundation. (16) Schon 2010 entwickelte sie das berüchtigte „Lock Step“ (Gleichschritt“)-Szenario einer Schönen neuen Überwachungswelt, als Zukunftsvision für die Zeit nach einer Pandemie. - Deloitte, mit 312.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro das weltgrößte Unternehmen für Wirtschaftsprüfung und Beratung. (17) Im April 2020 veröffentlichte es eine bezeichnende Analyse mit dem Titel „The world remade by COVID-19: Planning scenarios for resilient leaders“. Darin entwickelt Deloitte „Szenarien für Gesellschaft und Wirtschaft“, welche den „möglichen Auswirkungen der globalen Pandemie“ nachgehen. (18) Mitautor ist der wohl einflussreichste Futurologe auf diesem Planeten, Peter Schwartz, der bereits für das Pentagon und das Weltwirtschaftsforum aktiv war. Er war es, der im Auftrag der Rockefeller Foundation die „Lock Step“-Vision entwickelte. (19) „Wir werden nach und nach sehr viel mehr Überwachung akzeptieren. Und am Ende wird es uns nicht stören, weil es — für die meisten Menschen in den meisten Situationen — mehr nützt als schadet“, so ließ Schwartz kürzlich in einem Interview seinen totalitären Fantasien freien Lauf. (20) - die Boston Consulting Group (BCG), eine der weltweit größten Unternehmens- und Strategieberatungen, mit 21.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden US-Dollar. (21) Im Juni 2015 erarbeitete sie für das World Economic Forum eine „Industrie-Agenda“ für den Fall einer künftigen Pandemie. (22) - das „Jackson Laboratory“ (23), ein riesiges biomedizinisches Forschungszentrum mit 2100 Mitarbeitern, das „zu einer Zukunft mit besserer Gesundheitsversorgung auf der Grundlage der einzigartigen genetischen Ausstattung jedes Einzelnen beitragen“ will. Seine Aufgabe sieht es darin, „präzise genomische Lösungen für Krankheiten zu finden und die globale biomedizinische Gemeinschaft in ihrem gemeinsamen Streben nach einer Verbesserung der menschlichen Gesundheit zu stärken“. (24) Wie könnte sich Yale da noch den Zumutungen der Hygienediktatur verweigern? Statt AHA-Regeln aus wissenschaftlicher Distanz auf den Prüfstand zu stellen, wirbt die Elite-Uni dafür auf ihrer Homepage atemberaubend kritiklos, mit einem filmischen „Together!“-Appell. Uni-Personal und Studenten posieren maskiert; in die Kamera halten sie Tafeln, auf denen sie stichwortartig angeben, wozu sie ihr Gesicht verhüllen („My wife Cindy“. „My Auntie and Loved Ones“, „My dining Family“, „Our amazing staff“, „My baby brother“. „Espana“ usw.) (25) An der Suche nach der verführerischsten Propagandaformel beteiligt sich ebenfalls die Universität Vanderbilt in Nashville, Tennessee. Im März startete die dortige Psychologie-Professorin Jennifer Trueblood – sie heißt wirklich so – hierzu eine landesweite Repräsentativbefragung. Herausfinden wollte sie, „welche Botschaften risikoscheue Menschen davon überzeugen könnten, einen Covid-19-Impfstoff zu nehmen“. (26) Am wirkungsvollsten erwies sich, „die soziale Pflicht und den gesellschaftlichen Nutzen zu betonen, eine Herdenimmunität aufzubauen“. Sie erhöhte die „Risikobereitschaft“ deutlich mehr als eine Botschaft, die sich „auf die hohe Wirksamkeit eines Impfstoffs, seine begrenzten Nebenwirkungen und ein standardisiertes, strenges Zulassungsverfahren konzentrierte“. Warum forscht ausgerechnet die Uni Vanderbilt daran? An Truebloods Erkennnissen dürfte ein zahlungskräftiger Auftraggeber interessiert sein: Moderna, Hersteller eines hochumstrittenen mRNA-Impfstoffs, der das Erbgut unserer Zellen umprogrammiert. Im August begann Vanderbilt nach 1000 Freiwilligen zu suchen, die sich das Vakzin zweimal verabreichen lassen, anschließend zwei Jahre lang unter Beobachtung stehen. (27) Auf Vanderbilts Sponsorenliste taucht am häufigsten die Gates-Stiftung auf: Nicht weniger als zwei Dutzend Mal seit 2010 ließ sie der Uni Geld zukommen. (28) Geradezu unverschämt findet Amerikas prominentester Impfkritiker, der Anwalt Robert Kennedy jr., auf welchen Voraussetzungen das üble „Persuasion Game“ sowohl der Yale- als auch der Vanderbilt-Studie beruht. „Beide gehen von der beleidigenden Prämisse aus, dass Personen, die sich gegen einen Impfstoff entscheiden, feige, egoistisch und unwissenschaftlich sind. Ebenso beleidigend ist die Annahme, dass die unwissenden Massen zu einer anderen Denkweise manipuliert werden können, wenn sie den richtigen Botschaften ausgesetzt werden.“ (29) Erste Ausläufer der wissenschaftlich optimierten Propagandawelle, die nicht nur über die USA, sondern über den gesamten Planeten hereinbrechen wird, machen sich bereits bemerkbar. Ein Musterbeispiel lieferte kürzlich USA Today, die auflagenstärkste Tageszeitung der Vereinigten Staaten. Am 10. August veröffentlichte sie einen Artikel mit der Überschrift „Besiegt Covid-19 durch die Forderung einer Impfung für alle. Das ist nicht unamerikanisch. Es ist patriotisch.“ (30) Verfasst haben ihn drei US-Professoren für Medizin, Recht und Bioethik. Ihr Text kommt so erschütternd undifferenziert daher, dass ihn ohne weiteres eine von der Impflobby angeheuerte PR-Agentur ausgeheckt haben könnte. „Um den Krieg gegen das neuartige Coronavirus zu gewinnen“, so macht das Autorentrio weis, „ ist die einzige Antwort die Zwangsimpfung - für uns alle“. (Schließen sie dabei auch ihre eigenen Kinder und Enkel ein?) Damit verbundene „Opfer“ seien „vernachlässigbar im Vergleich zu den Kosten, Todesfällen und sozialen Umwälzungen, die eine anhaltende Pandemie für unser Land mit sich bringt. (…) Eine Weigerung, sich impfen zu lassen, bedroht das Leben anderer.“ Und so appellieren die drei Profs: „Schafft negative Anreize (disincentives) für Impfgegner!“ In dieselbe Kerbe haut Macleans, ein einflussreiches Politmagazin mit 2,4 Millionen Lesern weltweit. „Impfgegner könnten die Heilung der Covid-19-Pandemie stören“, so überschreibt das angeblich „investigative“ Portal einen Gesinnungsartikel. „Sobald es einen Impfstoff gibt, wird er augenblicklich zur wertvollsten Ressource auf dem Planeten werden. Aber es wäre alles umsonst, wenn Regierungen die Menschen nicht davon überzeugen können, ihn zu nehmen.“ Zuviele Verweigerer würden „die Rückkehr zur ‚alten Normalität‘ verhindern“ – zu „einem Leben, wo die Menschen wieder in Sportarenen sitzen und in überfüllten Flugzeugen um die Welt reisen können, ohne ständige Tests und Überwachung.“ (31) Das haben die Architekten der Corona-Plandemie clever ausgeheckt: Erst lassen sie brutalstmöglichen, völlig unverhältnismäßígen Hygieneterrorismus stattfinden – dann schieben sie denjenigen, die sich dagegen wehren, den Schwarzen Peter dafür zu, dass der Terror nicht aufhört. Es ist genau diese Art von Propaganda, die auf uns so absehbar zukommen wird wie das Amen in der Kirche. Sie wird verführen, drohen, erpressen, anprangern, diffamieren, spalten. So will sie Widerrede im Keim ersticken, soweit Facebook, Google & Co. sie nicht ohnehin wegzensieren. Wie viele von uns werden die Masche durchschauen? Angesichts der beinahe schon nordkoreanischen Mehrheitsverhältnisse, welche eine erfolgreich verängstigte Bevölkerung einem verfassungswidrigen Hygiene-Regime weiterhin beschert, sehe ich rabenschwarz. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-trump-vaccine-idUSKCN24V3KY (2) https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines; file:///C:/Users/Besitzer/AppData/Local/Temp/novel-coronavirus-landscape-covid-19-(3).pdf (3) https://www.fiercebiotech.com/biotech/astrazeneca-starts-30-000-subject-u-s-phase-3-covid-19-vaccine-trial?mkt_tok=eyJpIjoiWWpWalpXTXpPRGc0TXpZdyIsInQiOiJNVGFnYnZCVW1oWVRlV2ZKblwvYXJ3V2VlenlQWmVROGZvb1B4Y3hCdFN5MDRpOUpvOGZ5bVNTM1pzSVNMM0hNbWpcLzNDRlF5TkFHam85N3lVdVwvaEZydGJXZDFVcU1VMTZyRmZmNjJcL0NvdzQwOFhyVk9tMUEyU2phYlN1cVdGUGxiRk1YRE9xTmtoVThqcGR3SVRneXFBPT0ifQ%3D%3D&mrkid=97685990 (4) https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2020/08/13/coronavirus-vaccination-campaign.aspx?cid_source=dnl&cid_medium=email&cid_content=art1HL&cid=20200813Z1&mid=DM621205&rid=939340338, abgerufen am 20.8.2020, neuerdings spurlos verschwunden. (5) https://www.welt.de/wirtschaft/article214826898/WEF-Umfrage-Jeder-dritte-Deutsche-ist-gegen-Covid-19-Impfung.html (6) https://www.theguardian.com/world/2020/aug/09/only-half-of-britons-would-definitely-have-covid-19-vaccination?utm_term=4dca71910ef76c0eb4ea4b93ecd07846&utm_campaign=GuardianTodayUK&utm_source=esp&utm_medium=Email&CMP=GTUK_emailc (7) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2, abgerufen am 2.9.2020 (8) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2 (9) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2, abgerufen am 2.9.2020. (10) https://www.corona-stocks.com/us-government-and-yale-hold-trials-on-how-best-to-persuade-americans-to-take-covid-19-vaccine/ (11) https://news.yale.edu/2020/08/17/yale-and-yale-new-haven-hospital-begin-phase-3-trial-covid-19-vaccine; https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/covid-trials/ (12) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/7858/ (13) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/7771/ (14) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/8444/ (15) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Yale%20University; https://yins.yale.edu/partners-and-sponsors (16) https://law.yale.edu/isp/about/sponsors (17) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/; https://de.wikipedia.org/wiki/Deloitte#Gro%C3%9Fkunden_(Auswahl); https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/big-four-analyse-consulting-deloitte-ist-die-neue-nummer-1-2053741/ (18) https://www2.deloitte.com/global/en/pages/about-deloitte/articles/covid-19/covid-19-scenarios-and-impacts-for-business-and-society-world-remade.html (19) https://www.rubikon.news/artikel/schone-neue-welt-2 (20) https://www.sfchronicle.com/culture/article/More-surveillance-is-coming-Why-that-might-not-15481965.php (21) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/; https://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Consulting_Group; http://www.bcg.com/ (22) http://www3.weforum.org/docs/WEF_Managing_Risk_Epidemics_report_2015.pdf (23) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/ (24) https://www.jax.org/about-us; https://en.wikipedia.org/wiki/Jackson_Laboratory (25) https://www.vanderbilt.edu/; https://www.vanderbilt.edu/coronavirus/fall-2020/fall-2020-resources/anchordown-stepup/ (26) https://news.vanderbilt.edu/2020/08/28/new-psychology-research-reveals-factors-that-may-affect-covid-19-vaccine-adoption/ (27) https://news.vumc.org/2020/07/15/vanderbilt-university-medical-center-to-recruit-up-to-1000-volunteers-for-covid-19-vaccine-trial/; https://news.vanderbilt.edu/2020/08/28/new-psychology-research-reveals-factors-that-may-affect-covid-19-vaccine-adoption/ (28) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Vanderbilt; https://news.vanderbilt.edu/tag/bill-melinda-gates-foundation/; https://news.vumc.org/tag/bill-melinda-gates-foundation/ (29) https://childrenshealthdefense.org/news/the-persuasion-game-manipulating-intention-to-get-a-covid-19-vaccine/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=3c1e5ff0-d5bf-4d1e-ac41-e527d3448ea2 (30) https://eu.usatoday.com/story/opinion/2020/08/06/stop-coronavirus-compulsory-universal-vaccination-column/3289948001/ (31) https://www.macleans.ca/society/health/how-anti-vaxxers-could-disrupt-the-cure-for-the-covid-19-pandemic/

  • 36 feiernde Polizisten verletzen Corona-Regeln. Na und?

    Mainzer Polizisten bekommen zu spüren, was ihre Kollegen bei unsereinem vollstrecken: den Irrwitz eines Hygienestaats, der keinen Notstand mehr braucht, um Seuchenschutz zu treiben, auf Teufel komm raus. Montag, 18. Mai: Anlässlich von Beförderungen feiern 36 Polizisten in einer Mainzer Altstadtkneipe feucht-fröhlich Party. Keiner trägt Maske, keiner hält Sicherheitsabstand. Obendrein ignorieren sie kaltblütig die „Corona-Sperrstunde“ von 22 Uhr. Vier wachsame Anwohner alarmieren daraufhin: die Polizei. Diese löst die vergnügte Runde kurz vor Mitternacht auf. Prompt wurde daraus ein Skandal, der bundesweit Wellen schlug. Bis in TV-Nachrichtensendungen schaffte er es. Landauf, landab druckte die Tagespresse einen alarmistischen Text der Deutschen Presse-Agentur ab. Selbst „Zeit“ und „Spiegel“, die „Welt“, „Süddeutsche“ und „Frankfurter Allgemeine“ berichteten. Worüber? Alle, wirklich alle beschränkten sich darauf, drei Feststellungen zu treffen: Die Beamten verstießen gegen geltende Hygieneauflagen. Zuständige Behörden ermitteln. Bußgelder drohen. KEINE EINZIGE Redaktion hielt es für nötig, seither die naheliegendste Frage zu stellen: Was ist da eigentlich Schlimmes passiert? Wurde jemand ernstlich krank, der mitfeierte? Oder jemand, der mit einem Partygast hinterher Kontakt hatte? Starb deswegen irgendwer? Es gehört zu den Merkwürdigkeiten dieser Pandemie, dass niemanden mehr zu interessieren scheint, was sie tatsächlich anrichtet. Zumindest mich interessierte es. Und deshalb fragte ich am 24. und 25. August nach: beim Polizeipräsidium Mainz, bei der ermittelnden Bußgeldbehörde im Rechts- und Ordnungsamt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, beim Amt für Veterinär- und Gesundheitswesen. Hat sich die verantwortungslose Kneipenfete mittlerweile, über ein Vierteljahr später, denn verheerend auf die Gesundheit der Mainzer Bevölkerung ausgewirkt? Müsste das schändliche Event nicht an zahlreichen schweren Erkrankungen schuld sein, an überfüllten Intensivstationen in Mainzer Krankenhäusern, an Platznot auf Mainzer Friedhöfen? Folgendes kam zum Vorschein: Wurden alle beteiligten Polizisten auf SARS-CoV-2 getestet? Wenn ja, wie viele positiv? Verblüffenderweise nein. Wie viele erkrankten? Kein einziger. Wie viele mussten intensivmedizinisch versorgt werden? Folglich niemand. Wie viele liegen Covid-19-bedingt im Sterben oder sind bereits tot? Keiner. Wurden Infektionsketten nachverfolgt? Nein. Wie viele Kontaktpersonen der feiernden Polizisten erkrankten oder verstarben gar? Davon ist nichts bekannt. Hätte sich nicht umgehend das Mainzer Gesundheitsamt einschalten müssen, wegen des offenkundigen „Hotspot“-Risikos? „Da es bei keinem der Beteiligten irgendwelche Anzeichen einer Erkrankung oder Hinweise auf mögliche Infektionen gab, gab es für das Gesundheitsamt keinen Grund, aktiv zu werden“, so teilte mir der Pressesprecher des Landkreises Mainz-Bingen mit. Müsste sich die skandalöse Polizistenparty nicht in amtlichen Gesundheitsstatistiken niedergeschlagen haben – mit einem signifikanten Anstieg von covid-19-bedingten Einlieferungen ins Krankenhaus, von Verlegungen auf die Intensivstation, von Todesfällen? Keine Spur davon, nicht die geringste. (Anm. 1, s. beiliegende Tabelle) Der letzte Mainzer, der mit positivem SARS-CoV-2-Test verstarb, wurde VOR ZWEI MONATEN aktenkundig, am 8. Juli – seither wissen die Behörden von NIEMANDEM unter den rund 220.000 Einwohnern der Landeshauptstadt, der dem „Killerkeim“ noch zum Opfer fiel. KEINER. NULL. Und der vorletzte Fall? Festgestellt am 21. Mai. Wie sieht es im gesamten Landkreis Mainz-Bingen aus? Da fiel der letzte „Corona-Tote“ am 23. Mai auf – VOR DREIEINHALB MONATEN. Was ist also aus den vorliegenden Daten zu schließen? Dass am 18. Mai in einer Kneipe etwas ganz und gar Schreckliches, Brandgefährliches, Unverantwortliches, Folgenschweres passierte – darüber waren sich Politik und Medien irritierend rasch einig. Weil das eh schon für sie feststand, prüfte niemand nach. DAS ist schrecklich, brandgefährlich, unverantwortlich, folgenschwer: für die geistige Hygiene im Land, für das Vertrauen in Institutionen, für die Bewältigung der Krise, für die Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wenn sich ein ganzes Land wie von Sinnen einer Virusangst hingibt, deren empirische Grundlage ihm schnurz ist, dann driftet es in kollektive Paranoia ab. Wäre ich einer der bedauernswerten Mainzer Partypolizisten: Ich würde mich gegen die Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz juristisch zur Wehr setzen. Wäre ich einer jener Berliner Polizisten, die am 1. und 29. August gegen Hunderttausende von friedlichen Demonstranten vorgingen: Ich würde mich bei meinen Mainzer Kollegen schlau machen, ob stundenlange Verstöße gegen das AHA-Diktat denn irgendetwas anrichten, was den Beteiligten, ihren Kontaktpersonen, der Volksgesundheit insgesamt erwiesenen Schaden zufügt. Wo bleiben die Beweise? Darüber hinaus würde ich als Polizist darüber nachdenken, was mein Amtseid auf das Grundgesetz bedeutet: Muss ich ihn im offenkundigen Konfliktfall nicht über meine Gehorsamspflicht gegenüber meinem Dienstherrn stellen? Muss ich mich Anordnungen nicht widersetzen, wenn sie unverhältnismäßig, ohne Not, elementare Freiheitsrechte verfassungswidrig einschränken? Ja, auch für Polizisten gilt Artikel 20 Absatz 4 GG. Gesundheitsschutz zählt zu den wichtigsten Aufgaben des Staates; von Infektionsschutz hingegen steht nichts im Grundgesetz. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) Nach Statistiken des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz (https://lua.rlp.de), des Gesundheitsamts Mainz-Bingen (https://www.mainz-bingen.de), des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums (https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/gesundheit-und-pflege/gesundheitliche-versorgung/oeffentlicher-gesundheitsdienst-hygiene-und-infektionsschutz/infektionsschutz/informationen-zum-coronavirus-sars-cov-2/) sowie des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/)

  • Nicht ansteckend, trotzdem „positiv“

    US-Mediziner prangert Skandal an: Die meisten Menschen, deren PCR-Test positiv ausfällt, sind NICHT infektiös. Ihre Freiheitsrechte werden grundlos eingeschränkt. Unfassbar: Bis zu 90 % aller Personen, die der gängige PCR-Test als corona-„positiv“ abstempelt, sind in Wahrheit nicht ansteckend. Also werden sie ohne Not Opfer von verfassungswidrigen Einschränkungen ihrer Grundrechte. Nicht einmal das Infektionsschutzgesetz rechtfertigt ihre Freiheitsberaubung. Allein schon deswegen müssten Gerichte längst einschreiten. Diesen Schluss legt eine vernichtende Kritik der bisherigen PCR-Testpraxis nahe, mit denen die New York Times soeben US-amerikanische Epidemiologen zu Wort kommen lässt. (1) Um das ganze Ausmaß des Skandals zu begreifen, der da gerade auffliegt, muss man verstehen, was der Ct-Wert bedeutet: Er ist ein Maß für die Menge der Virus-RNA, die ein PCR-Test im Rachenabstrich oder sonstigem Probenmaterial findet. (2) „C“ steht für „Zyklus“, „t“ für „threshold“, Schwelle oder Schwellenwert. Der Ct-Wert ist eine Zahl, die angibt, nach wie vielen Zyklen der PCR-Prozess der Vervielfältigung („Amplifikation“) des Ausgangsmaterials eine Schwelle erreicht: jene, ab welcher das Messsignal, meist eine Fluoreszenz, exponentiell ansteigt, über den unauffälligen „Hintergrundwert“ hinaus. (Näheres im folgenden Schaubild, entnommen der ExpressZeitung.) Je höher der Ct-Wert, desto niedriger ist die Viruskonzentration in der untersuchten Probe. Um so geringer ist die Ansteckungsgefahr, die vom Getesteten ausgeht. Denn je weniger Viren-RNA ursprünglich vorliegt, desto mehr Messzyklen sind nötig, um sie nachzuweisen. Die weltweit vorherrschende Corona-Testerei lasse diesen Aspekt völlig außer acht, so bemängelt der Epidemiologe Prof. Michael Mina von der Elite-Universität Harvard. Im Prinzip gebe es bei ihr bloß ein „ja“ oder „nein“: Virusmaterial liegt vor oder nicht. Dabei, so Mina, werden scharenweise Personen positiv getestet und in Quarantäne gezwungen, obwohl sie NIEMANDEN ANSTECKEN KÖNNEN - die Virusmenge in ihrem Körper ist dafür viel zu gering. Mina fordert deshalb, schleunigst zu einer anderen Teststrategie überzugehen: Die INFEKTIOSITÄT einer Person sei es, die ermittelt werden müsse. Von welchem Ct-Wert müsste dabei ausgegangen werden? Einen Wert von „30 oder sogar weniger“ erachtet Prof. Mina als vernünftige Obergrenze. Diese Veränderung würde bedeuten, dass die Menge an Virus-RNA in Proben von Getesteten hundert- bis tausendmal größer sein müsste, als der gegenwärtige Standard vorsieht. Einen noch niedrigeren Schwellenwert legt die Studie eines 15-köpfigen kanadischen Forscherteams nahe. Abstriche von 90 Covid-19-Patienten, zwischen 30 und 59 Jahren alt, untersuchte es daraufhin, wie hoch die Viruskonzentration sein musste, um spezielle lebende Zelllinien zu infizieren. Das geschah nur bei Ct-Werten UNTER 24. (3) In Deutschland und anderswo schlagen PCR-Tests aber noch bei Ct-Werten über 40 „positiv“ an. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt einen Grenzwert von 30 bis 35 (4) und rät dazu, positiv Getestete bei Werten über 30 aus der Quarantäne zu entlassen. Eintreffende Fallmeldungen überprüft es anscheinend aber nicht daraufhin. In die offiziellen Infektionszahlen, mit denen das RKI täglich aufs neue Angst und Schrecken verbreiten hilft, geht offenbar JEDES „positive“ Testergebnis ein, das ihm Labore und Gesundheitsämter anzeigen – unabhängig davon, welchen Ct-Wert sie bzw. der Hersteller des verwendeten Testkits dabei zugrundegelegt haben. Beim Laborverbund LADR mit Sitz in Schleswig-Holstein beispielsweise hatten 49 Prozent der 963 positiven Testergebnisse seit Ende Juli einen Ct-Wert über 30, wie dessen Geschäftsführer Jan Kramer mitteilt. (5) Dass die Labore ihre PCR-Analysen nicht bei einem Ct-Wert von 30 stoppen, sondern in der Regel erst bei 37 oder 40, bestätigt Uwe Dittmer, Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie und Leiter der Virologie am Universitätsklinikum Essen. Dadurch erhalten zahlreiche Infizierte ein positives Testergebnis, obwohl die Virenzahl in ihrem Körper vernachlässigbar ist. (6) Wie Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung bestätigen, erfahren Deutschlands Gesundheitsämter von den Ct-Werten in der Regel nichts – und kümmern sich auch nicht darum. Folglich wissen sie im allgemeinen überhaupt nicht, ob und wie ansteckend jemand ist, der „positiv“ getestet wurde. So erfährt das Gesundheitsamt Köln den Ct-Wert "nur in Einzelfällen nach medizinischer Indikation". Auch Dortmund und Leipzig bekommen keine Ct-Werte. Dem Münchner Gesundheitsamt teilen manche Labore den Wert mit, andere nicht. (7) Nicht anders verhält es sich mit den Horrorstatistiken der Johns-Hopkins-University, die weltweit Panikmache und Hygieneterror anheizen. Zu welch extremen Verzerrungen dieser haarsträubende Diagnosepfusch führt, rechnet die „New York Times“ ihren Lesern vor. 794 „positive“ Tests habe ein staatliches Labor in New York, das Wadsworth Center, im Juli durchgeführt. Dabei ging es von einem Schwellenwert von 40 Zyklen aus. Hätte es die Ct-Schwelle auf 35 gesenkt, so hätte es bloß halb so viele „Fälle“ melden können. Bei einem Grenzwert von 30 wären sogar rund 70 % der „positiven“ Testergebnisse weggefallen. Im US-Bundesstaat Massachusetts hätte man 85 bis 90 % (!) der Personen, die im Juli bei einem Schwellenwert von 40 „positiv“ getestet wurden, als negativ einstufen müssen, wenn die Obergrenze bei 30 Messzyklen gelegen hätte. „Meines Erachtens hätte KEINER dieser Menschen von Behörden kontaktiert werden dürfen, NICHT EIN EINZIGER“, erklärt Professor Mina. Andere Experten, welche die New York Times mit diesen Zahlen konfrontierte, äußerten sich fassungslos. „Ich bin wirklich schockiert“, sagte Dr. Ashish Jha, Direktor des Harvard Global Health Institute. "Junge, Junge, das verändert wirklich die Art und Weise, wie wir über PCR-Tests nachdenken müssen.“ Dass so viele Menschen mit positiven Ergebnissen NICHT ANSTECKEND sind, sei äußerst besorgniserregend, erklärte Scott Becker, Geschäftsführer der Association of Public Health Laboratories. "Das beunruhigt mich sehr.“ Den amerikanischen Aufsichtsbehörden scheint das Problem durchaus bekannt – bloß Abhilfe mochten sie keine schaffen. Die FDA (Food and Drug Administration) gibt zu, dass sie keinen Schwellenwert vorgibt, die bei der Ermittlung „positiver“ Testergebnisse verwendet werden sollten; "kommerzielle Hersteller und Labors legen ihre eigenen fest". (8) Zum Beispiel verwendet das staatliche Labor in North Carolina den Thermo-Fisher-Coronavirus-Test, der die Ergebnisse auf der Grundlage eines Grenzwertes von 37 Zyklen automatisch klassifiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) erklärt, sie „prüfe“, was Ct-Werte "für politische Entscheidungen" bedeuten. Wie sie in der „New York Times“ einräumte, sei es „äußerst schwierig, ein lebendes Virus in einer Probe oberhalb einer Schwelle von 33 Zyklen nachzuweisen“. (9) Mitarbeiter mehrerer staatlicher Labore gaben an, die CDC habe sie nicht gebeten, zugrunde gelegte Schwellenwerte zu protokollieren oder sie an Einrichtungen weiterzugeben, die Kontaktpersonen von vermeintlich Infizierten ermitteln. Für Professor Mina steht somit der Einsatz von PCR-Tests als ausschlaggebendes diagnostisches Instrument GRUNDSÄTZLICH IN FRAGE. Wie die FDA zu bedenken gibt, können Menschen eine niedrige Viruslast aufweisen, wenn sie neu infiziert sind. Ein Test mit geringerer Empfindlichkeit würde diese Infektionen übersehen. Dieses Problem sei jedoch leicht zu lösen, erklärt Prof. Mina: "Testen Sie die Betreffenden erneut, sechs Stunden später oder 15 Stunden später oder wann auch immer.“ Ein Schnelltest würde diese Leute umgehend identifizieren, auch wenn er weniger empfindlich wäre; denn ihre Viruslast würde rasch ansteigen. Jedes Opfer von hyperaktiven Infektionsschützern, das sich juristisch zur Wehr setzen will, sollte fortan nicht versäumen, seinen Anwalt auf den New York Times-Artikel hinzuweisen. Die Chancen stehen gut: So erreichten zwei Patienten in Schwerin, dass das dortige Gesundheitsamt „eine Befreiung aus der Quarantäne“ vornahm – aufgrund niedriger Ct-Werte. (10) Gäbe es so etwas wie eine Weltstaatsanwaltschaft: Allein schon aufgrund des Ct-Skandals müsste sie so gut wie alle Regierungen wegen grundloser Freiheitsberaubung in Abermillionen Fällen verklagen. Agieren sie fahrlässig oder vorsätzlich? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) New York Times: „Your Coronavirus Test Is Positive. Maybe It Shouldn’t Be“, 29.8.2020, https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html (2) Siehe z.B. MVZ Labor Ravensburg: „Laborwissen konkret: Was bedeutet der Ct-Wert? Nachweis von SARS-Cov_2-RNA mittels PCR“, https://www.labor-gaertner.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/pdf/Aktuelles/LaborwissenKonrekt_SARS-CoV-2_Ct-Wert.pdf; https://de.wikipedia.org/wiki/Ct-Wert (3) https://academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/cid/ciaa638/5842165; https://dgn.org/rubrik-themen/4022-vorhersage-der-infektiositaet-von-sars-cov-2-bei-positiver-pcr (4) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html;jsessionid=34CD6950D61B21A3504E8DD2A5B2FF77.internet072, abgerufen am 1.9.2020. (5) Zit. nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (6) Zit. nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (7) https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (8) https://www.fda.gov/media/135900/download, abgerufen am 1.9.2020. (9) https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/duration-isolation.html, abgerufen am 1.9.2020. (10) Nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 Bildnachweis: Abb. Abstrich: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=88810687; Abb. „Was ist der PCR-Test?“: ExpressZeitung, Ausgabe 32, Mai 2020, S. 48.

  • Besser einmal als nie: „Bild“ sorgt für Aha-Erlebnis

    Fällt der Groschen nun auch bei einigen der 8,6 Millionen Leser von „Bild“? Das Blatt mit den übergroßen Buchstaben machte am 7. September mit einer Schlagzeile auf der Titelseite auf, die dem politischen Berlin ganz und gar nicht passen dürfte: „Die Corona-Zahlen, die Sie WIRKLICH kennen müssen“. Und auf welche Corona-Zahlen kommt es Deutschlands auflagenstärkster Tageszeitung zufolge an? „Immer weniger Schwerkranke, Todesfälle und belegte Intensivbetten.“ So ist es. Im Innenteil folgt, besser spät als nie, die kluge Frage: „Sind die Infektionszahlen wirklich der einzige Gradmesser für die Corona-Gefahrenlage?“ Nein, sagt Bild. Wieso? Erstaunlicherweise traut die Redaktion ihren Lesern zu, vier Kurven in zwei Grafiken zu kapieren - siehe unten - und daraus naheliegende Schlüsse zu ziehen. Auf heftigen Konfrontationskurs zu Bangemachern geht Bild auch im Kommentar des Tages. „Es ist die wichtigste Frage für Deutschland“, so beginnt er: „Wie gefährlich ist die Corona-Lage in unserem Land wirklich? (…) Lässt sich noch von einer Notlage sprechen, wenn die Intensivstationen leer sind und – zum Glück – kaum jemand noch an Corona stirbt? Wenn die Bundesregierung sich weiterhin an den Infektionszahlen festbeißt, erweckt sie vor allem den Eindruck: dass sie nur die Zahlen benutzt, die gerade zur politischen Agenda passen.“ Wie die Faust aufs Auge passt da die Kernaussage von Gesundheitsminister Jens Spahn im Interview derselben Bild-Ausgabe: „Das VIRUS ist der Spielverderber – nicht ich!“ Wahrlich, aberwitzige Zeiten sind angebrochen. Dass ich mir jemals eine Ausgabe der Bild kaufen und ihr sämtliche Mitbürger als Leser wünschen würde, hätte ich mir noch Anfang dieses Jahres nicht träumen lassen. Harald Wiesendanger

  • Gibt es noch Bielefelder?

    Am 29. Juni 2020 scherten sich 3000 Bielefelder Fußballfans nicht um Hygieneregeln, als sie den Aufstieg ihrer Arminia in die 1. Bundesliga feierten. Prompt ging ein Sturm der Entrüstung durch die panikvirusverseuchte Republik. Zurecht? Gibt es überhaupt noch Bielefelder? Müssten sie inzwischen nicht ausgestorben sein, dahingerafft vom Killerkeim? Die schrillen Schlagzeilen vom 29. Juni 2020 ließen jedenfalls das Allerschlimmste befürchten. Tags zuvor hatten rund 3000 euphorisierte Anhänger der Arminia-Kicker stundenlang den Aufstieg in die Erste Bundesliga gefeiert – im Freien, vor der Schüco-Arena. Lachend, gröhlend, singend, einander selig umarmend. Die brave Aufforderung der Vereinsführung, nicht zur Bielefelder „Alm“ zu kommen, ignorierten sie. Maske trug keiner, eine Alkoholfahne fast jeder. Die Sicherheitsabstände lagen eher im Millimeterbereich. Prompt brach über die Vereinsführung ein Tsunami der Empörung herein. Da sei eine Party „eskaliert“, so las man. „Jetzt drohen Konsequenzen.“ (1) Beim Ordnungsamt ging eine Anzeige gegen die Vereinsführung ein, wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen. Kleinlaut entschuldigte sich die Arminia: Ein solches „Fehlverhalten“, so räumte sie in einer Pressemitteilung zerknirscht ein, „hätte in keinem Fall passieren dürfen“. Wieso eigentlich nicht? Welchen gesundheitlichen Schaden nahm Bielefeld denn? Bis 1. Juli, fünf Monate nach Beginn der „ersten Welle“, waren in der 335.000-Einwohner-Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens nicht 5000, nicht 500, nicht einmal 50, sondern ganze FÜNF Patienten mit positivem Corona-Test verstorben – womöglich aber kein einziger WEGEN des Virus. Bis Anfang August kamen wie viele Tote hinzu? NULL. Bis Anfang September? ZWEI. „In der Stadt Bielefeld gibt es seit Beginn der Pandemie sieben Corona-Tote“, bestätigt das dortige Gesundheitsamt (https://www.bielefeld.de/de/covi/). (3) Im Schnitt EIN Opfer pro Seuchenmonat. Im Ernst: EINES. So „wütet“ ein Killervirus? Auf den Intensivstationen der Bielefelder Krankenhäuser mussten Anfang August wie viel Corona-Infizierte behandelt werden? EINER. Und bei Redaktionsschluss dieses Artikels, am 9. September? Ebenfalls EINER. (1) Nicht einmal die Ansteckungsrate veränderte sich nennenswert. Bis 30. Juni registrierten die örtlichen Behörden insgesamt 431 Infektionen, davon 19 aktive. Und anderthalb Wochen später, am 9. Juli? Da waren es immer noch 431, aktiv Infizierte gab es 6 weniger (2). Stand 11. August ließen sich gerade mal 57 infizierte Bielefelder ausfindig machen, und das trotz massiver Ausweitung der Tests. Und aktuell? 56. (1) Am 10. September meldet das Robert-Koch-Institut für 7,8 Neuinfektionen pro 100.000 Bielefelder. (2) Viel Lärm um nichts: Auch anderswo füllten „Superspreader-Events“ eher Titelseiten als Arztpraxen und Krankenhäuser, Intensivstationen und Massengräber. Weiterhin zeigt uns niemand den faktischen Schaden auf, den beispielsweise die Berliner Großdemos vom 1. und 29. August, mit jeweils wohl Hunderttausenden von unmaskierten, dicht an dicht stehenden „Covidioten“, Deutschlands Volksgesundheit zugefügt haben sollen. Wo bleibt der Beweis? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) http://www.radiobielefeld.de/nachrichten/infos-zum-coronavirus.html, zuletzt abgerufen am 10.9.2020. (2) Gemäß der laufend aktualisierten „Interaktiven Karte“ von Deutschlands größtem Internet-Nachrichtendienst t-online, https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87823462/deutschland-diese-landkreise-gelten-als-corona-frei-interaktive-karte.html, zuletzt abgerufen am 10.9.2020. (3) https://www.bielefeld.de/de/covi/

  • Der gekaufte Planet

    Von Chile über Nigeria bis Myanmar: Warum Seuchenschutz 2020 fast überall gleich aussieht. Seltsam: Beinahe überall auf diesem Planeten findet die gleiche aberwitzige Art von „Infektionsschutz“ statt. Wieso definieren, messen und behandeln die meisten Staaten, selbst im tiefsten Afrika, die Corona-Seuche genau so, wie die Weltgesundheitsorganisation es für notwendig hält? Warum schert kaum ein Land aus? Internationaler Währungsfonds und Weltbank spielen die Schlüsselrolle bei einer globalen Erpressung. Ihr simpler Kern: „Spielt gefälligst mit bei unserer Plandemie – oder wir drehen euch den Geldhahn zu.“ Ist der Norden erkältet, so liegt der Süden auf der Intensivstation: Diese Faustregel galt für die Weltwirtschaft bereits vor 2020. Die Coronakrise vertieft diese Kluft. Zwar haben sich die reichen Länder der nördlichen Hemisphäre ohne Not, bei Sterberaten im Bereich von Grippewellen, selber einen historisch beispiellosen Schaden zugefügt, der mittlerweile selbst die Große Depression von 1929/30 in den Schatten stellt. Allein die US-Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2020 um annualisierte 32,9 % - der höchste Wert seit 1947. Betriebsschließungen, die Unterbrechung von Lieferketten, der Absturz des Welthandels, die Beeinträchtigung des Transportwesens, der dramatische Rückgang von Nachfrage und Produktion, der vollständige Zusammenbruch des Ferntourismus, eine Bankrottwelle treffen selbst Wohlstandsinseln wie Deutschland schwer. Doch zumindest verhindern hier soziale Sicherungssysteme das Allerschlimmste. Zwischen Berlin und Belfast, Lissabon und Wien verhungert niemand. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen arme Länder, die überwiegend auf der Südhalbkugel liegen. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln oder sind obdachlos. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte deshalb mit voller Wucht. Große Teile der Bevölkerung vegetieren dort nun erst recht in bitterster Armut, können ihrem Elend nicht entkommen, sind verzweifelt, hungern und verhungern. Bereits am 22. April zitierte die New York Times unter der Schlagzeile „Instead of Coronavirus, the Hunger Will Kill Us“ Expertenschätzungen, denen zufolge die Anzahl der Hungernden bis zum Jahresende weltweit um 130 Millionen ansteigen wird. Gar von 225 Millionen geht eine neuere Studie der Universität Oxford aus. Laut UNO droht coronabedingt weltweit 1,6 Milliarden Menschen akut ein Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Länder wie Indien und Pakistan verzeichnen sprunghaft angestiegene Selbstmordraten – nachdem Infektionsschutz massenhaft Lebensgrundlagen zerstörte, sehen viele Leidtragende keinen anderen Ausweg, als sich umzubringen. Wie kann es sein, dass nahezu sämtliche Entwicklungsländer dennoch wie von Sinnen dem martialisch-selbstzerstörerischen Krisenmanagement der Reichen nacheifern – wohlwissend, dass sie damit die himmelschreiende Not ihrer Bevölkerung noch verschlimmern? In Quarantäne zu müssen, bedeutet südlich des Äquators für hunderte Millionen, mit einem halben Dutzend Verwandter auf ein paar Quadratmetern in einer schäbigen Hütte zusammengepfercht zu sein – oder im Dreck auszuharren, ohne ein Dach über dem Kopf. Weshalb favorisieren so gut wie alle Staaten eine kontrollsüchtige Hygienediktatur, die skrupellos Grundrechte außer Kraft setzt, so als gälte es, die Volksrepublik China schleunigst auf den gesamten Globus auszudehnen? Warum bemühen sich manche, den Terror sogar noch zu steigern – etwa durch „Quarantäne-Camps“ genannte Konzentrationslager, wie in Vietnam und Nepal? Weshalb tun sie es, obwohl sich auch bei ihnen das „Wüten“ des angeblichen Killerkeims eher auf Titelseiten und in Fernsehnachrichten bemerkbar macht als in Arztpraxen, auf Intensivstationen, auf Friedhöfen? In Wahrheit liegt die Corona-Sterblichkeit in den meisten Ländern Südamerikas und Afrikas bisher deutlich niedriger als in Europa und den USA, vermutlich aufgrund der jüngeren Bevölkerung und dank klimatischer Faktoren. Warum verbreiten trotzdem auch dort politisch Verantwortliche mit Statistiken, deren Wissenschaftsferne schon Schulkinder durchschauen können, auf Teufel komm raus Angst und Schrecken? Obwohl die Covid-19-Sterbefallkurve überall auf der Welt längst mit der Nulllinie flirtet, nimmt der Hygieneterror so gut wie nirgendwo ein Ende. Weiterhin drangsalieren Regierungen im Panikmodus ihre Bevölkerung, sperren sie ein, überwachen sie mit geradezu orwellianischer Unerbittlichkeit, ruinieren millionenfach Existenzen, schotten sich ab. Stand 8. September 2020 lassen über 70 Staaten Ausländer gar nicht oder bloß ausnahmsweise ins Land. Wieso propagiert einer wie der andere weiterhin faktenwidrig Notstand, setzt auf PCR-Tests, verwendet dieselben Infektionskriterien, zählt angebliche „Opfer“ auf dieselbe Weise, übernimmt AHA-Hygiene, baut auf Medikamente und Impfstoffe der westlichen Schulmedizin, ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse, zensiert abweichende Meinungen nach WHO-Vorgaben? Weshalb dauert von Lima bis Hanoi, von Kiew bis Khatmandu, von Santiago de Chile bis Islamabad eine Corona-Quarantäne exakt 14 Tage, wo „Infizierte“ im Schnitt doch bloß acht bis neun Tage lang ansteckend bleiben, in Einzelfällen aber bis zu 20? Warum scheinen fast überall Drosten-, Wieler- und Söder-Klone ihr Unwesen zu treiben? Zur Antwort gehört, dass sie demselben Club angehören. Der Weltgesundheitsorganisation beitreten kann jeder Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen; mit Ausnahme des Fürstentums Liechtenstein haben sich 193 UN-Staaten dazu entschlossen. Damit ließen sie sich auf ein hochgradig reglementiertes Krisenmanagement einschwören, schon seit der Jahrtausendwende vorgegeben in ausgefeilten Strategiepapieren, eingeübt bei gemeinsamen Konferenzen und Planspielen, von „Dark Winter“ (2001), „Global Mercury“ (2003) und „Atlantic Storm“ (2005) über „Clade X“ (2018) bis zum berüchtigten „Event 201“ im Oktober 2019 . Ausgeklügelte Automatismen setzen ein, sobald die WHO Pandemie-Alarm schlägt. Aber wieso beugen sich so gut wie alle Regierungen diesem Diktat überhaupt noch, koste es, was es wolle? Weshalb schmeißen sie ihre Clubkarte nicht in den Müll, nachdem sich immer deutlicher abzeichnet, dass die WHO jenes von übermächtigen Industrien und milliardenschweren Pseudo-Philanthropen dirigierte Panikorchester geblieben ist, als das es sich spätestens beim haarsträubenden Schweinegrippe-Fehlalarm 2009 entpuppte? Bei einem Autohändler, der schamlos log und betrog, kauft kein vernünftiger Mensch auch seinen nächsten Wagen. Wieso kauft die Weltgemeinschaft der WHO ein zweites Mal unbesehen die wohl folgenschwerste Gefahrenmeldung ab, die auf diesem Planeten jemals die Runde gemacht hat? Verdächtig milde Gaben aus Washington Im Zeitalter des Faktenchecks müssen des Rätsels naheliegender Lösung ein paar ironische Klarstellungen vorausgehen, um das Zensurrisiko zu verringern: 1. Korruption gibt es nicht. 2. Falls doch, dann zumindest nicht im Zusammenhang mit der Corona-Seuche. 3. Falls doch, so wären allenfalls Einzelpersonen dafür anfällig, nicht aber ganze Staaten. 4. Falls doch, dann zumindest nicht für Beträge unterhalb von 24 Milliarden. 5. Falls doch, hätten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank nicht das Geringste damit zu tun. 6. Dass IWF und Weltbank mit den Vereinten Nationen, unter deren Dach die WHO wirkt, eng zusammenarbeiten, täte folglich nichts zur Sache. 7. Ebenso belanglos wäre, dass ein Direktor der Weltbank mit am Tisch saß, als sich im Oktober 2019, auf Einladung der Gates-Foundation, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien zu „Event 201“ trafen: der „Simulation“ eines Pandemieausbruchs, die das Geschehen 2020 geradezu prophetisch, aber selbstverständlich rein zufällig vorwegnahm, und das atemberaubend präzise. Somit ist glasklar, dass bloß ein doofer Verschwörungstheoretiker auf die Schnapsidee kommen kann, sich neugierig auf der Homepage des IWF umzusehen. Dort würde ihm auffallen: Bereits im ersten halben Jahr ab Pandemiebeginn ließ der Internationale Währungsfonds ACHTZIG Staaten Finanzhilfen von insgesamt 87,8 Milliarden US-Dollar zukommen – ausdrücklich deklariert als „COVID-19 Financial Assistance and Debt Service Relief“ – teils als Kredite, teils in Form eines Schuldenerlasses. (1) Dabei wurden keineswegs „Peanuts“ verteilt. Es flossen stattliche bis gigantische Summen. Allein Chile erhielt 23,9 Milliarden US-Dollar, Peru 11 Milliarden, Kolumbien 10,8, Ägypten acht, die Ukraine fünf, Südafrika 4,3, Nigeria 3,4, Jordanien 1,7, Pakistan 1,4. Seine großzügigen Gaben begründet der IWF denkbar fürsorglich: Ärmere Länder sollen in die Lage versetzt werden, mit den schlimmen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besser zurechtzukommen. Bloß Verschwörungstheoretiker stören sich daran, dass der IWF hierbei zu erwähnen vergisst: Den ökonomischen Totalschaden richtete nicht das „Wüten“ eines apokalyptischen Killerkeims an, sondern erst ein hyperaktives, der tatsächlichen Gefahr unangemessenes Krisenmanagement, das vergessen hat, wann es aufhören muss. In Wahrheit fließen die IWF-Gelder keineswegs bedingungslos, allein ausgerichtet an der Bedürftigkeit der zu Beglückenden. Das Präsent ist vergiftet, nämlich an eine Bedingung geknüpft: Wer es kriegen will, muss die Seuche so bekämpfen, wie sich die WHO das vorstellt. Denn zu den „Voraussetzungen für eine Unterstützung“ zählt der IWF, dass „eine angemessene Politik zur Bewältigung der Krise verfolgt“. (2) IWF-Geld gibt es erst nach positiver „Bewertung der kausalen Wirkung von Eindämmungsmaßnahmen auf Infektionen“. Dabei „deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Länder, die strenge Massnahmen eingeführt haben, wie z.B. in Wuhan, China (…) die Zahl der bestätigten (Infektions- und Todes-)Fälle um mehr als 90 Prozent (…) reduziert haben, verglichen mit Ländern, die keine Massnahmen getroffen haben. Eindämmungsmaßnahmen hatten stärkere Auswirkungen in Ländern, in denen die Maßnahmen schneller umgesetzt wurden und zu einer geringeren Mobilität führten - de facto zu mehr sozialer Distanzierung (…) Interne und internationale Reisebeschränkungen waren am wirksamsten. (…) Eine Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen führt zu einem Anstieg der Zahl der Fälle.“ Kurzum: Wenn ihr unsere Kohle wollt - verfahrt gefälligst so wie Peking. Das ist ganz im Sinne des WHO-Generaldirektors Tedros Ghebreyesus. Das ehemalige Politbüro-Mitglied einer marxistischen „Volksbefreiungsfront“ in Äthiopien, der seinen Genfer Chefsessel Chinas nachdrücklicher Empfehlung verdankt, lässt kaum eine Gelegenheit aus, den chinesischen Lockdown überschwänglich zu loben: „Gratulieren“ müsse er der chinesischen Regierung „zu den außerordentlichen Maßnahmen, die sie ergriffen hat, um den Ausbruch einzudämmen, trotz der schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Volk. (…) In vielerlei Hinsicht setzt China tatsächlich einen neuen Standard bei der Reaktion auf Krankheitsausbrüche. Das ist keine Übertreibung.“ (3) Die Lektion besonders gut kapiert hat beispielsweise die Ukraine. Als bewerbe sie sich um Aufnahme als 23. Provinz in die Volksrepublik China, gehören die Zwangsinstallation einer Überwachungs-App, biometrische Datenabgleiche, im positiven Testfall ständige Kontrollanrufe und unangekündigte Inspektionen durch Beamte seit längerem zum Seuchenschutzalltag der ehemaligen, chronisch heruntergewirtschafteten Sowjetrepublik. „Infolge des Coronavirus“, so hatte Staatschef Selenskij bereits am 9. März geklagt, „ist unser Land an einem Scheideweg angekommen und zwei Wege stehen ihm offen. Der erste besteht darin, (…) Gesetze zu verabschieden, (…) mit denen wir von unseren internationalen Finanzpartnern Unterstützung in Höhe von mindestens 10 Milliarden USD erhalten würden. Das ist notwendig, um die Ökonomie des Landes zu stabilisieren und die Krise zu überwinden. Andernfalls (…) käme es zum Verfall der Ökonomie und sogar zur Gefahr eines Staatsbankrotts.“ Am 18. April sah Selenskij sein Land kurz vor dem Exitus: „Jetzt brauchen wir sie [die Unterstützung des IWF] wie Blut für den menschlichen Körper.“ (4) Wer könnte in solch höchster Not schon Nein sagen, wenn ein möglicher Lebensretter seine Blutspende lediglich von braver WHO-Gefolgschaft abhängig macht? Ausgerechnet der Wiege der Demokratie entsteigt der europaweit schlimmste Hygieneterror Für ein besonders „effizientes“ Abflachen ominöser Kurven heimst Griechenland international viel Lob ein. (5) Tatsächlich gibt sich Athen größte Mühe, sich in puncto knallhartem Krisenmanagement von niemandem überbieten zu lassen. Die Corona-Pandemie zu leugnen, entsprechende „Verschwörungstheorien“ zu verbreiten und dazu aufzurufen, Hygieneregeln zu brechen, gilt dort inzwischen als Straftat. Ab Anfang August 2020 verfolgte die Staatsanwaltschaft in Athen solche kriminellen Delikte intensiv. Eine entsprechende Anordnung erließ ein sogenannter „Bürgerschutzminister“, bei dem allein schon der Amtstitel ahnen lässt, dass Bürger dringend vor ihm geschützt werden müssen. Michalis Chrysochoidis heißt er. Auf seine Weisung hin überwacht eine „Cyber Crime“-Einheit der griechischen Polizei namens ELAS Blogs, Internetmagazine und soziale Netzwerke. „Wir werden alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, damit die öffentliche Gesundheit nicht durch Fehlinformationen oder Verschwörungstheorien bedroht wird, die im Internet in Umlauf gebracht werden“, so erklärte Bürgerschutzminister Chrysochoidis. (6) „Das Coronavirus ist nicht für Aufrufe zum Ungehorsam oder Verschwörungsszenarien geeignet. Bei jeder Tat, bei jeder unserer Handlungen müssen die Verantwortung und das Bewusstsein über die Konsequenzen für unsere Mitbürger überwiegen. Der Staat wird die Schaffung von Brutstätten für die öffentliche Gesundheit durch sozial unverantwortliche Verhaltensweisen nicht zulassen.“ Wie Griechenlands Einheit für „Cyberverbrechen“ am 21. August meldete, verfolgt die Staatsanwaltschaft bereits 21 Fälle von „Corona-Leugnung“ in sozialen Netzwerken. Davon betroffen ist unter anderem eine Elterninitiative, die gegen die Maskenpflicht für Schulkinder protestieren wollte. Weitere Straftaten sollen die Urheber von neun Internet-Artikeln und einem Video zum selben Thema begangen haben. Darüber hinaus prüft die Staatsanwaltschaft in Athen zehn Berichte in sozialen Medien und Blogs, die dazu „aufwiegeln“, staatliche Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Pandemie zu missachten. Wie ein Griechenland-Korrespondent des Informationsdiensts heise.de berichtet, werden Verstöße gegen Corona-Regeln landesweit besonders streng verfolgt und geahndet: „Die Polizei stoppt Busse, zum Beispiel in Athen, und kontrolliert jeden Fahrgast. Personen, die ohne Maske erwischt werden, müssen 150 Euro Strafe zahlen. Die Strafe ist auch fällig, wenn jemand einen Supermarkt ohne Maske verlässt. Sich darauf zu berufen, dass im Laden die Maske getragen wurde, ist nicht möglich. Taxifahrer, bei denen die Maske unter der Nase sitzt, zahlen ebenso Strafe wie Fahrgäste der Taxen, wenn sie keine aufgesetzt haben.“ In einer amtlichen „Risikoregion“ sind selbst private Feiern verboten. Versammlungen von mehr als neun Personen in der Öffentlichkeit oder privat „führen zu einem Bußgeld von 150 Euro pro Person. Bei mehr als vier nicht miteinander verwandten Personen an einem Tisch in einem Restaurant sind ebenfalls pro Person 150 Euro fällig.“ Wer „Kontakt“ zu einer „nachweislich infizierten“ Person hatte und seiner Verpflichtung zur „Selbstisolierung“ nicht nachkommt, wird notfalls gewaltsam in eine Quarantäneunterkunft außerhalb seiner eigenen Wohnung geschafft. Der Chef der Corona-Expertenkommission des griechischen Gesundheitsministeriums, Sotiris Tsiodras, empfiehlt der Bevölkerung, dass „sich ALLE (!) gegenüber ihrer Umwelt so verhalten sollen, als seien sie bereits infiziert“. Gibt es europaweit irgendein Volk, dessen Mentalität es wesensfremder ist als der griechischen, ängstlich, übervorsichtig, chronisch besorgt zu sein? Wie beklemmend die Coronakrise das Land trotzdem verändert hat, berichtete mir kürzlich Michail G.: „Ich arbeite normalerweise mit meiner Familie in unserem Tourismusgeschäft auf Kreta. Doch die Corona-Politik hat alles kaputtgemacht, wir haben 70 % weniger Fremdenverkehr als letztes Jahr. Staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld gibt es bei uns nicht. Man steht komplett ohne Versorgung da, wenn man keine Arbeit hat. Anfang Juli bin ich nach Deutschland gekommen. Hier arbeite ich momentan, sozusagen als Gastarbeiter, in meinem ursprünglichen Beruf als Lkw-Fahrer. Ich versuche Rücklagen zu bilden, damit wir im nächsten Jahr in Griechenland alles bezahlen können. Auf Kreta hatten wir keinen einzigen Corona-Fall. Trotzdem riegelte die Regierung in den ersten Monaten die ganze Insel ab und erließ strenge Ausgehverbote. Verstöße bestraft sie mit sehr hohen Bußgeldern. Fast anderthalb Monate lang waren wir eingesperrt. Das Haus verlassen durften wir nur, wenn wir vorher per SMS an eine Behördennummer um Erlaubnis gebeten haben. Die Polizei kontrolliert überall. Das Schlimmste ist, dass man kaum mit jemanden reden kann, Selbst meine engste Familie in Deutschland ist gegen meine Kritik am System und betrachtet mich als Gefahr. Es gibt keine herzlichen Umarmung mehr und kein bisschen Persönlichkeit, es ist einfach nur traurig.“ Worin besteht denn nun der entsetzliche Notstand, der die verfassungswidrige Vorgehensweise angeblich rechtfertigt? Nach Angaben der Johns-Hopkins-University verzeichnet Griechenland, seit am 26. Februar dort die erste SARS-CoV-2-„Infektion“ auffiel, bis jetzt 262 „Corona-Opfer“. Bei einer Gesamtbevölkerung von knapp elf Millionen entspricht dies einer Mortalität von 0,002 % - im Ernst, NULL-KOMMA-NULL-NULL-ZWEI. So „wütet“ ein Killerkeim? Dabei starb von den 262 ein Großteil zwar MIT, aber nicht AN dem Virus. (7) Im gesamten August 2020 wurden 56 „Corona-Tote“ gezählt – im Schnitt zwei pro Tag. Solche Zahlen rechtfertigen es allen Ernstes, das Land in eine Haftanstalt zu verwandeln und die ohnehin gebeutelte Wirtschaft zu sabotieren? Ist es purer Zufall, dass es sich bei Europas gnadenlosestem Hygieneterroristen zugleich um den bemitleidenswertesten Hungertuchnager handelt? Kein anderes EU-Mitglied ist jemals einem Staatsbankrott näher gekommen. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist Griechenland das am höchsten verschuldete Mitgliedsland der Europäischen Union. Nur mit Megakrediten und Aufkäufen von Staatsanleihen im dreistelligen Milliardenbereich verhinderten EU und Internationaler Währungsfonds das Schlimmste. Solche Abhängigkeiten machen anfällig für Erpressung und Korruption. Bedingungslose Almosen bekommt allenfalls der obdachlose Bettler in der Fußgängerzone – aber kein ganzer Staat auf den internationalen Finanzmärkten. Kann bloß ein Covidiot von Bestechung und Nötigung ausgehen? Selbstverständlich würde nur ein Covidiot von „Bestechung“ reden und den abwegigen Vorwurf einer Nötigung konstruieren. Und deshalb verdient wohl keinerlei Beachtung, dass Weißrusslands Präsident Lukaschenko dem IWF eben dies vorwirft: einen Korruptionsversuch. Wie er auf einer Pressekonferenz berichtete, hätte er von der WHO „Hilfen“ in Höhe von 92 Millionen Dollar erhalten können, falls er in seinem Land Corona-Maßnahmen nach dem Muster Italiens durchführt. Das lehnte er ab. Die Weltbank habe ihm das Zehnfache in Aussicht gestellt, 940 Millionen Dollar, sofern er seinem Land einen strengen „Lockdown“ verordne. Auch diesen Deal habe er ausgeschlagen. „Auf keinen Fall werden wir das machen. Um Covid-19 entgegenzutreten, sind die normalen Gesundheitsmaßnahmen, die ohne Ausgangssperre und ohne selbstmörderische Blockade der Wirtschaft ergriffen wurden, ausreichend und weit fortgeschritten.“ (8) „An Arbeitslosigkeit und Hunger sterben mehr Menschen als am Coronavirus.“ (9) Ginge es ausschließlich um milde Gaben in höchster Not, so hätte es für den IWF nahegelegen, am großzügigsten jene Länder zu beschenken, in denen die ärgste Not herrscht. Demnach hätte er die höchsten Beträge auf den Schwarzen Kontinent überweisen müssen. Von Nigeria und Südafrika abgesehen, bewegen sich die Zuwendungen für afrikanische Länder aber im ein- bis dreistelligen Millionenbereich. Ganz und gar covidiotisch wäre selbstverständlich der Verdacht, dass politisch Verantwortliche in Afrika eben leichter zu bestechen und zu erpressen sind als anderswo. Ein paar weitere Länder schlugen die verlockende IWF-Offerte ebenfalls empört aus – zunächst jedenfalls. Am 8. April gab der Präsident von Madagaskar, Andry Rajoelina, im Staatsfernsehen bekannt: Bei der Vorbeugung und Behandlung von Corona-Erkrankungen, wie zuvor schon im Kampf gegen Malaria, habe sich ein Extrakt aus Artemisia annua, dem Einjährigen Beifuß, und anderen einheimischen Kräutern hervorragend bewährt – es heile Covid-19-Patienten innerhalb von zehn Tagen. (10) Mehrere andere afrikanische Länder - darunter Tansania, Guinea-Bissau, Äquatoria-Guinea, Niger, Tschad, Senegal, Liberia, die Komoren und die Demokatische Republik Kongo – importierten das „Covid-Organics“ genannte Mittel daraufhin, manche orderten ganze Flugzeugladungen. (11) Laut einem Bericht der Zeitung „Tanzania Perspective“ vom 14. Mai soll Rajoelina erklärt haben, die WHO habe ihm 20 Millionen Dollar angeboten, wenn er seine Empfehlung von „Covid-Organics“ widerruft – „Bestechungsgeld“ soll er es genannt haben. Alle afrikanischen Nationen rief Madagaskars Präsident dazu auf, aus der WHO auszutreten. Zu Madagaskars Erfahrungen mit der WHO passt das Gerücht, die Gates-Stiftung habe Parlamentariern in Nigeria zehn Millionen Dollar geboten, falls sie dafür sorgen, dass dort ein Corona-Zwangsimpfungsprogramm verabschiedet wird. (12) Eine italienische Abgeordnete forderte im Parlament deswegen, Gates als „Vakzin-Kriminellen“ zu verhaften – dieser philanthropische Spritzenfetischist gehöre vor den Internationalen Strafgerichtshof, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Noch am 6. Mai 2020 hatte der Präsident von Tansania, John Magafuli, für Aufsehen gesorgt, als er bekanntgab, die weltweite PCR-Testerei sei ad absurdum geführt: Das nationale Labor habe im Blindversuch sogar eine Papaya, eine Ziege und eine Wachtel als corona-positiv identifiziert. Auch er verwies die WHO daraufhin des Landes. (13) Anschließend hielt sich das Staatsoberhaupt mit Äußerungen zu Corona-Maßnahmen allerdings seltsam zurück. Am 10. Juni 2020 kam Tansania in den Genuss eines Schuldenerlasses von 14,3 Millionen Dollar. Zur Begründung führte IWF-Direktor Tao Zhang aus: „Die (tansanischen) Behörden haben Eindämmungsmaßnahmen (gegen Covid-19) ergriffen und einen wirtschaftlichen Lockdown vermieden. Sie bleiben wachsam gegenüber dem Risiko einer Infektionsspirale und der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie.“ Kurioser geht es kaum. Denn gerade mal zwei Tage zuvor hatte Präsident Magufuli das gesamte Land für „coronavirus-frei“ erklärt – „dank der Gebete unserer Bürger“. Ob der IWF tatsächlich auch die Einschaltung Gottes als „Eindämmungsmaßnahme“ durchgehen lässt? Nicht einmal Madagaskars Präsident wollte es sich mit dem IWF völlig verscherzen. Nachdem der Fonds seinem Land schon am 3. April eine „Rapid Credit Facility“ von 166 Millionen US-Dollar bewilligt hatte, folgte Ende Juli eine weitere in Höhe von 171,9 Millionen. (14) Zuvor hatte Rajoelina eine sonderbare Kehrtwende vollzogen. Bereits mit einem ersten Lockdown ab Ende März 2020 hatte er für Befremden gesorgt. Wenige Wochen später verhängte er über die Region rund um die Hauptstadt vom 6. bis zum 26. Juli einen zweiten Lockdown; pro Haushalt war es bloß noch einer Person gestattet, die Wohnung zu verlassen – und dies auch nur, um Nahrungsmittel und Medikamente zu besorgen. (15) Wozu eigentlich, wenn „Covid-Organics“ wirklich dem Coronavirus beikommt, wie neben früheren Studien mittlerweile sogar das Max-Planck-Institut bestätigt fand? (16) Immerhin war das Staatsoberhaupt noch Mitte August in den Armenvierteln der Hauptstadt Antananarivo unterwegs, um den Artemisia-Kräutersud zu verteilen, zusammen mit Reis, Öl und Zucker. Und weiterhin lassen sich Madagaskars tägliche „Covid-19-Todesfälle“ an den Fingern einer Hand abzählen. Abgesehen vom 17. Juli starben an KEINEM EINZIGEN Tag zwischen Mitte März, als auf der Insel der erste SARS-CoV-2-Infizierte auffiel, und September 2020 mehr als sieben Madagassen; kumuliert waren es bis dahin 206 (17) – nicht gerade entsetzlich viel, bei einer Einwohnerzahl von über 26 Millionen. Waren die beiden Lockdowns Rajoelinas infektiologisch überflüssige, aber politisch ratsame Gegenleistung für reichlich IWF-Knete? Schließlich zählt Madagaskar nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt; jeder zweite Einwohner verdient weniger als einen Dollar pro Tag. Da schadete es Rajoelinas Popularität gewiss nicht, als er vom IWF im April 166 Millionen US-Dollar annahm, Ende Juli weitere 172 Millionen. Im August bettelte Madagaskar beim IWF um zusätzliche 122 Millionen US-Dollar. Dass sie flossen, war klar; schließlich „erfüllt das Land die Qualifikationskriterien“ für Corona-Nothilfen, wie der IWF lobte. (18) Das heißt, es spurte. Geld gegen Gehorsam – Wie IWF und Weltbank den Planeten an die kurze Leine legen Geld gegen Folgsamkeit: Könnte dieses Junktim auch in weiteren Fällen gegolten haben? die offiziell nicht Teil des IWF-Hilfsprogramms sind? Spanien, in puncto Corona-Wahnsinn europaweit in der Spitzengruppe, durfte sich über eine EU-Konjunkturspritze über 140 Milliarden Euro freuen. Noch großzügiger bedacht wurde der Lockdown-Masochist Italien: 173 Milliarden Pandemie-Euros flossen aus Brüssel nach Rom. Darüber hinaus verteilt auch die IWF-Schwester Weltbank Covid-19-Hilfsgelder – jedoch ebenfalls wohl kaum an dreiste Abweichler von der WHO-Linie, sondern nur im Fall einer „effektiven Krisenantwort“. Bis Mitte August 2020 sponserte die Weltbank bereits 143 „Covid-19-„Preparedness“-, „Response“- und „Education“-Projekte rund um den Globus, darunter 42 in Afrika. Allein im August ließ sie Afghanistan 155 Millionen US-Dollar zukommen; 100 Millionen flossen nach Nigeria, 80 Millionen nach Guinea, 70 Millionen nach Mauretanien. In den Vormonaten überwies die Weltbank eine Dreiviertelmilliarde US-Dollar nach Indien, 550 Millionen nach Indonesien, eine halbe Milliarde auf die Philippinen, 400 Millionen nach Uruguay, 350 Millionen nach Jordanien, 300 Millionen nach Uganda, 250 Millionen nach Äthiopien, 100 Millionen nach Serbien. Hingegen stecken eine Milliarde Dollar für Brasilien damals noch in der „Pipeline“ der Weltbank fest (19) – Bolsonaro musste wohl erst noch etwas kriseneinsichtiger werden. Wie der IWF, so stellt auch die Weltbank allen hungertuchnagenden Nationen in der Coronakrise in Aussicht, angehäufte Schulden zu erlassen, zu reduzieren, zu stunden. Dazu hatte sie, gemeinsam mit den Finanzministern der G20-Staaten, im April eine „Debt Service Suspension Initiative (DSSI)“ gestartet. Wer von DSSI profitieren will, sollte es tunlichst unterlassen, der Krise nach dem Vorbild Schwedens zu begegnen. Wie die Weltbank im Mai 2020 verlauten ließ, hätten ihre Soforthilfemaßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 bereits 100 Entwicklungsländer erreicht, in denen 70 Prozent der Weltbevölkerung leben; sie erhielten Darlehen oder „Hilfszuschüsse“ von insgesamt über 160 Milliarden US-Dollar. Von reichen Industriestaaten abgesehen, scheint es auf diesem coronaverseuchten Planeten demnach kaum einen Flecken Erde mehr zu geben, auf den nicht IWF- und Weltbank-Dollars in Hülle und Fülle herabregnen. Eine Plandemie hat eben ihren Preis. Und was sind schon Covid-Kredite von zusammengerechnet rund hundert Milliarden Dollar, die man mangels Solvenz der Kreditnehmer größtenteils von vornherein abschreiben muss, gemessen an der rosigen Aussicht, mit ihrer Hilfe Billionenmärkte der Zukunft zu sichern? Nepal beispielsweise, eines der ärmsten Länder der Welt, bedachte der IWF am 6. Mai 2020 mit 214 Millionen US-Dollar, im Rahmen seines „COVID-19 Financial Assistance and Debt Service Relief“-Programms. Zusätzliche 18,8 Millionen machte die Weltbank am 20. Mai locker. Zudem greift sie Nepal seit längerem bei vielerlei weiteren Entwicklungsprojekten unter die Arme. Dies dürfte der Regierung in Kathmandu die Entscheidung gewiss nicht erschwert haben, „Quarantäne-Camps“ genannte Konzentrationslager einzurichten. Dort werden angeblich „Infizierte“ mit Verdachtsfällen unter erbärmlichsten Bedingungen zusammengepfercht – und kommen erst frei, wenn sie sich Hygieneauflagen fügen, einsichtig und vollumfänglich. Auch Vietnam richtete solche KZs ein (20) – gefolgt von einem Millionenkredit der Weltbank, im Rahmen einer „Notfalloperation“. Am 30. Juli 2020 unterzeichneten beide Seiten in Hanoi einen Vertrag, der „nicht nur die (vietnamesische) Regierung bei der raschen Überwachung und Reaktion auf COVID-19 unterstützen, sondern auch zum Aufbau eines widerstandsfähigen Gesundheitssystems für künftige gesundheitliche Notfälle beitragen" soll, wie eine Direktorin der Weltbank erklärte. Der Deal lautet: Kohle gegen Beihilfe zur Hygienetyrannei nach WHO-Vorgaben, jetzt und künftig. Besonders leicht erpressen lassen sich Länder, bei denen die Corona-Stütze einen schon bestehenden Berg von Verbindlichkeiten aufstockt. Nach IWF-Schätzungen hat zum Beispiel die Ukraine im Jahr 2019 1,4 Billionen Hriwna Kreditschulden angehäuft – umgerechnet rund 42 Milliarden Euro. Da ziert man sich nicht lange, sobald der Gläubiger Druck macht. Man fügt sich, zumal der Hygieneterror auch die eigene Machtposition im Land stärkt. Fuhren die Wenigen schlecht, die eigenwillig auf den Geldsegen der UN-Banken verzichteten, obwohl auch sie ihn nötig gehabt hätten? Türmen sich bei ihnen seit Monaten Leichenberge von Corona-Positiven? Ein König sorgt für Durchblick Wer Seelenfrieden und geruhsamen Schlaf einer verstörenden Desillusionierung vorzieht, sollte es tunlichst vermeiden, Peter König zu begegnen: einem Schweizer Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischen Analytiker, der rund 30 Jahre lang für die Weltbank tätig war, in Südamerika, im Nahen Osten, in Afrika. Seit 2004, nach seiner Pensionierung, bemüht er sich unermüdlich, die Weltöffentlichkeit über die wahren Ziele, Funktionen und Machenschaften seines früheren Arbeitgebers aufzuklären. Seine Erfahrungen flossen ein in seinen Roman Implosion – ein Wirtschaftskrimi über Krieg, Umweltzerstörung und die Habgier der Konzerne (2008). Dass die von Lobbyisten notorisch unterwanderte Internet-Enzyklopädie Wikipedia Peter König beharrlich ignoriert, lässt ahnen: Dieser Mann verfügt über hochbrisantes Insiderwissen. Auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs errichtet, sollten die beiden Schwesternorganisation IWF und Weltbank, beide in Washington angesiedelt und mit den Vereinten Nationen eng verbunden, eine bessere Welt mitfinanzieren. Mit günstigen Großkrediten sollten sie armen Ländern helfen, Hunger, Massenarbeitslosigkeit und andere Notlagen zu bekämpfen, ihnen bei Zahlungsschwierigkeiten beistehen, langfristige Aufbau- und Entwicklungsprojekte ermöglichen. Doch längst bröckelt die humanitäre Fassade. Ein Dreivierteljahrhundert später agieren sie vornehmlich als Beihelfer eines entfesselten Raubtierkapitalismus, der zielstrebig auf eine neue Weltordnung hinarbeitet. König nimmt kein Blatt vor den Mund: „Weltbank und IWF haben sich zu korrupten Werkzeugen der Finanz-Elite entwickelt. Sie sind Oligarchen-Tools und werden konsequent eingesetzt, um ganze Kontinente auszubeuten und zu versklaven.“ Eine Pandemie eignet sich so vorzüglich dafür, dass spätestens die nächste vorsätzlich herbeigeführt werden könnte. Sie passt zum „Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“, den die kanadische Aktivistin Naomi Klein in ihrem Bestseller The Shock Doctrine 2007 brandmarkte. (21) Erst ein schlimmstmöglicher Schock durch Krieg oder ein verheerendes Unglück, dann der sogenannte Wiederaufbau: Diese perfide, menschenverachtende Strategie zur Marktbereinigung, Konzentration und Profitmaximierung funktioniert seit Jahrzehnten immer nach dem gleichen Muster – und immer spektakulär erfolgreich. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts. Im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wildwest-Kapitalismus der reinsten Sorte. Wo vor der Seuche einheimische Volksmedizin vorherrschte, hat hinterher Big Pharma freie Bahn. Wo vorher eher ein ungezügeltes Durcheinander überwog, sorgt jetzt eiskalte Überwachungstechnik für Ordnung. Der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten Jahrzehnten, so klagt Naomi Klein an, beruht auf hemmungsloser Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt durchzusetzen, von Lateinamerika über Osteuropa bis ins tiefste Afrika und den fernsten Osten. „Economic Hit Men“: Auftragskiller sind weltweit unterwegs Wie legt man Länder rund um den Erdball an die kurze Leine? Eine Schlüsselrolle dabei spielen verdeckte „Economic Hit Men“ (EHM), wie Insider sie martialisch nennen, „ökonomische Auftragskiller“: rhetorisch bestens geschulte, hochbezahlte Manipulationsprofis, welche die Führungseliten ganzer Staaten dazu bringen sollen, enorme Kredite aufzunehmen, in einer Höhe, die ihre Volkswirtschaften nicht verkraften können. Belastet mit einem riesigen Schuldenberg, den sie nie abtragen können, bleibt den Ländern nichts anderes übrig, als sich bei verschiedensten Gelegenheiten den Auflagen der Kreditgeber zu beugen – und deren Agenda zu dienen. Ein solcher „Hit Man“ war John Perkins. Sein Job bestand darin, Dritte-Welt-Staaten zu ruinieren, um sie politisch gefügig zu machen. Wie er dazu vorging, schilderte er 2004 in einem autobiografischen Buch (22), das drei Jahre später verfilmt wurde; sieben Wochen lang belegte es Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. „Vor allem das schlechte Gewissen von der Seele schreiben“ wollte er sich dabei. Dass er 25 Jahre damit wartete, erklärt er mit Feigheit und Bestechung. Als Chefökonom einer Beraterfirma widmete sich Perkins, nach bestandener Sicherheitsüberprüfung durch den US-Geheimdienst NSA, einem billionenschweren Projekt: Im Auftrag von Regierungen, Banken und Unternehmen war es sein Job, politisch Verantwortliche in aller Welt von einem gewaltigen Kreditbedarf zu überzeugen, indem er ihnen überdimensionierte Investitionen schmackhaft machte. Ein Stab von mehreren Dutzend hochkarätigen Finanz- und Wirtschaftsexperten unterstützte ihn dabei. Mit geschönten Statistiken, scheinbar wissenschaftlich fundierten Machbarkeitsstudien und Wirtschaftsprognosen schwatzte er Machthabern von Caracas bis Djakarta riesige Infrastrukturprojekte auf – von Kraftwerken über Häfen und Autobahnen bis zu Kanälen. Letztlich schleusen „Hit Men“ dabei „Geld von der Weltbank und anderen ‚Hilfs‘-Organisationen in die Kassen großer Konzerne und die Taschen einiger reicher Familien. (…) Ihre Werkzeuge schließen gefälschte Bilanzen, gefälschte Wahlen, Provisionen, Erpressung, Sex und Mord ein. Sie spielen ein Spiel, das so alt ist wie der Imperialismus, das jedoch in Zeiten der Globalisierung neue und furchtbare Dimensionen angenommen hat.“ (23) „Natürlich trafen unsere Prognosen nicht zu, so dass die geldleihenden Länder schon bald mit der Rückzahlung ihrer Kreditsumme plus Zinsen in Verzug gerieten. Sie steckten in der Schuldenfalle. Dann verlangen wir wie die Mafia unseren Anteil. Dazu gehören vor allem: die Kontrolle über die Stimmen in der UNO, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Öl oder die Kontrolle über den Panamakanal. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden – und haben uns so wieder ein Land dauerhaft unterworfen.“ Staatschefs, die sich auf solche Deals nicht einlassen wollten, seien von Geheimdiensten aus dem Weg geräumt worden, so enthüllt Perkins. Explizit nennt er die früheren Präsidenten Panamas und Ecuadors, Omar Torrijos und Jaime Roldós; beide kamen 1981 bei rätselhaften Flugzeugabstürzen ums Leben. In diesem Zusammenhang kann es bestimmt nur ein Verschwörungstheoretiker seltsam finden, dass der Präsident von Burundi, Pierre Nkurunziza, im Alter von 55 Jahren, bis dahin kerngesund, am 8. Juni plötzlich einem Herzinfarkt erlag - kurz nachdem er sich dem Corona-Diktat verweigert und die WHO aus dem ostafrikanischen Land geworfen hatte. Seither spekulieren viele Burunder über einen Mord. Nur wenige Wochen später verhängte Nkurunzizas Nachfolger einen Lockdown. Daraufhin erließ der IWF dem Land am 20. Juli Rückzahlungsverpflichtungen von 7,63 Millionen US-Dollar für das darauffolgende Vierteljahr, sowie von 25 Millionen für die kommenden 21 Monate. In noblen „Schuldenerlassen“ für die Dritte Welt sieht Perkins, ebenso wie Peter König, ein Danaergeschenk. Die vorgeschlagenen Bedingungen dafür zwingen die vermeintlich beglückten Länder, die lukrativsten Teile ihrer Infrastruktur letztlich an Privatkonzerne zu verscherbeln – von der Energieversorgung über die Rohstoffförderung, das Kommunikations- und Transportwesen bis zum Gesundheitssystem. (24) „Im Grunde verlässt das meiste Geld die USA nie", sagt Perkins. "Es wird bloß von den Banken in Washington zu den Konzernzentralen in Houston, New York oder San Francisco umgeleitet." Weltbank und IWF fungieren in diesem System bloß als „Werkzeuge der ‚Economic Hit Men‘“, stellt Perkins klar. „Wir haben sie benutzt, um Geld zu den Firmen zu transferieren. Die Leute, die davon am meisten profitiert haben, waren die Besitzer dieser Unternehmen in den USA und Europa und ein paar reiche und korrupte Familien in den Entwicklungsländern.“ Perkins´ Vorwürfe unterstreicht James Garrison, Gründer und Präsident State of the World Forum, eines weltweiten Netzwerks von Führungspersönlichkeiten, die sich dem „Einsatz bei globalen Problemen“ verschrieben haben: „Jeder, der weiß, wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfond arbeiten, könnte bestätigen, dass das, was John Perkins beschreibt, grundsätzlich stimmt. Es gibt einen Grund, warum unsere Entwicklungshilfe und der ganze Einsatz von Weltbank und Währungsfonds die Lage verschlimmert und nicht verbessert: Alles ist so konstruiert, nicht den Ärmsten zu helfen, sondern diese Länder einfach zu benutzen, um westliche Unternehmen weiter zu bereichern. So läuft der Hase.“ (25) So läuft der Corona-Hase Nicht anders hoppelt der Corona-Hase. Zuerst sorgen die Drahtzieher dieser unsäglichen Plandemie für eine weltweite Massenpanik und verleiten Regierungen der führenden Industrienationen zu überzogenen Maßnahmen, die sich ökonomisch verheerend auswirken. In historisch beispiellosem Ausmaß gehen Jobs verloren, werden kleine und mittlere Unternehmen ruiniert, zur Schadenfreude der großen. Davon am ärgsten betroffen sind Zweite und Dritte Welt, wo zuvor schon Armut, Hunger, Massenarbeitslosigkeit herrschten. Ihr Geldbedarf wächst, IWF und Weltbank stillen ihn – vorausgesetzt, die Kreditnehmer folgen brav den Regeln des Plandemie-Spiels. Wer mitmacht, nutzt westlichen Großkonzernen auf vielfache Weise. Er schafft ihnen Märkte: für Arzneimittel und Impfstoffe, für Testverfahren, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung, für Kommunikations- und Überwachungstechnik aller Art. Zudem räumt er lästige Konkurrenz beiseite: Wozu an einer jahrhundertelang bewährten Natur- und Erfahrungsheilkunde festhalten, wo es doch die westliche Schulmedizin gibt, die „evidenzbasiert“ pharmalastig daherkommt? Nebenbei dient der kooperative Kreditnehmer längerfristigen Zielen auf einem Spielfeld, das über das Gesundheitswesen weit hinausreicht: Er hilft mit, Widerstand gegen jenen weltweiten „Great Reset“ entgegenzuwirken, von dem im Weltwirtschaftsforum, bei der Rockefeller Foundation, von Bill Gates seit langem schwadroniert wird. Von Chile über Nigeria bis Myanmar sind IWF- und Weltbankschuldner wohl oder übel dabei, im Namen des Seuchenschutzes soziale Kontrolle zu verschärfen, Propagandabotschaften ungefiltert weiterzuverbreiten, Presse- und Meinungsfreiheit einzuschränken, Kritiker mundtot zu machen, Massenproteste im Keim zu ersticken. Dabei importieren sie Zensurmechanismen, die den Big Playern der Weltwirtschaft fortan auch auf jedem anderen Geschäftsfeld dienlich sein können: seien es Ernährung und Landwirtschaft, Mobilfunk und Geo Engineering, Robotik und Künstliche Intelligenz, Bio- und Nanotechnologie, Eugenik und Gene Editing, Kybernetik und Brain Tech. Warum dagegen ankämpfen? „Ich weiß eines“, so sagt der geläuterte „Hit Man“ Perkins inzwischen: „Ich will auf meinem Totenbett – egal ob morgen oder in 30 Jahren – zurückblicken können und sagen: Ich habe bis zuletzt alles mir Mögliche getan, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.“ Wie freikaufen? 50 Euro könnten reichen. Wenn nicht gar 4,60 Euro. Eine bessere Welt wäre spottbillig zu haben. Auf rund 36 Milliarden Euro schätzte UN-Generalsekretär Antonio Guterres im Frühjahr 2020 „die weltweit für den Kampf gegen die Pandemie benötigten Mittel“. Mittel wofür? „Impfstoffe und wirksame Arzneien gegen das Coronavirus“. Einen garantiert zielführenden Ausweg aus der Corona-Falle hätte die UNO aber schon voll finanziert, wenn jeder ihrer 193 Mitgliedsstaaten 26 Eurocent locker machen würde. Der Kostenvoranschlag hierfür müsste zumindest Friedrich Merz imponieren, weil er auf einen Bierdeckel passt. Gegenüber Guterres´ Schätzung weist er sechs nobelpreiswürdige Vorzüge auf: (1.) Er reduziert die erforderlichen Ausgaben um geschätzte 99,9999999999 %. (2.) Er ist GARANTIERT wirksam, sicher und gut verträglich. (3.) Er ist SCHON HEUTE umsetzbar. (4.) Er führt SOFORT zum Ziel. (5.) Er verhindert künftigen Fehlalarm. (6.) Die chronisch unterfinanzierte WHO kriegt ihn honorarfrei. Pi mal Daumen hätten nämlich ungefähr 50 Euro ausgereicht, um die Coronakrise umgehend zu beenden. So viel kostet im Schnitt die halbe Arbeitsstunde eines gut bezahlten Online-Redakteurs. Mehr Zeit dürfte er nicht benötigen, um auf der UN-Website ein paar Zeilen auszutauschen: nämlich die Definition des Pandemiebegriffs. Neu getextet werden muss sie nicht. Es genügt, per Copy&Paste jene Version wiederherzustellen, die vor Mai 2009 galt. Bis dahin sah die WHO eine wesentliche Bedingung einer Pandemie darin, dass es zu einer „enormen Anzahl von Todesfällen und Erkrankungen“ in mehreren Staaten kommt. Erst seit Mai 2009 kann sie eine Pandemie bereits dann ausrufen, wenn sich ein Erreger schnell und massiv in mindestens zwei der sechs WHO-Regionen AUSBREITET. Die Passage, in der eine „beträchtliche Zahl von Toten“ vorausgesetzt wird, fiel kurzerhand weg – veranlasst von einem pharmalastigen Expertenkomitee. (26) Der entscheidende Unterschied: Die alte Definition lenkte den Blick auf den TATSÄCHLICHEN gesundheitlichen Schaden, den ein Erreger anrichtet – darauf, wie viele Menschen weltweit erkranken und sterben, statt darauf, wie viele ihn bloß mit sich herumtragen, selbst wenn sie dabei putzmunter, topfit und kerngesund bleiben. Bangemache mit klinisch bedeutungslosen Infektionszahlen, bei insgesamt mildem Verlauf, könnte erst gar nicht stattfinden. Noch billiger wäre ein sofortiger Austritt aus der WHO – ein Standardbrief per „Einschreiben international“ von Berlin nach Genf kostet 4,60 Euro. Was spricht dagegen, einer Organisation den Rücken zu kehren, die im Grunde nicht weniger Elend über die Welt gebracht hat als NSDAP, die kommunistischen Parteien der Sowjets und Rotchinesen zusammengenommen? Größeres Unheil hat in der Menschheitsgeschichte wohl nur noch ein zweiter scheinheiliger Weltbeglücker mit Sendungsbewusstsein und Absolutheitsanspruch angerichtet: die römisch-katholische Kirche. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Stand: 19. August 2020; https://www.imf.org/en/Topics/imf-and-covid19/COVID-Lending-Tracker (2) https://www.imf.org/en/About/FAQ/imf-response-to-covid-19#Q1, Abschnitt „What do countries need to do to qualify for emergency assistance?“ (3) „WHO Director-General´s statement on IHR Emergency Committee on Novel Coronavirus (2019-nCoV)“, 30.1.2020, https://www.who.int/dg/speeches/detail/who-director-general-s-statement-on-ihr-emergency-committee-on-novel-coronavirus-(2019-ncov (4) Zit. nach https://www.heise.de/tp/features/Die-Forderungen-des-IWF-Respekt-vor-den-Regeln-der-Marktwirtschaft-erzwingen-4789632.html?seite=all (5) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-02/world-s-virus-crisis-fighters-can-learn-from-greek-tales-of-woe; https://www.aljazeera.com/news/2020/04/greece-flattened-coronavirus-curve-200407191043404.html (6) Zitiert nach heise.de, 30.8.2020, https://www.heise.de/tp/features/Corona-Leugnung-in-Griechenland-strafbar-4881977.html (7) https://coronavirus.jhu.edu/region/greece, abgerufen am 31.8.2020. (8) Zit. nach https://nichtohneuns-freiburg.de/bezahlten-die-who-oms-fuer-einen-lockdown-in-italien/ (9) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/hier-sind-keine-viren-weissrussland-ignoriert-die-pandemie,RvJ2ZWx (10) https://www.theafricareport.com/26599/coronavirus-the-miracle-remedy-touted-by-madagasars-rajoelina/; https://www.sciencemag.org/news/2020/05/unproven-herbal-remedy-against-covid-19-could-fuel-drug-resistant-malaria-scientists (11) Abdur Rahman Alfa Shaban: „Chad takes delivery of Madagascar virus cure, COVID-Organics“, Africa News, 10. Mai 2020, https://www.africanews.com/2020/05/14/covid-organics-tanzania-comoros-opt-for-madagascar-virus-cure/; Abdur Rahman Alfa Shaban: „Congo receives COVID-Organics donation from Madagascar“, Africa News, 6. Mai 2020, https://www.africanews.com/2020/05/06/congo-orders-covid-organics-the-madagascar-herbal-cure/; https://www.aa.com.tr/en/africa/who-commends-madagascars-fight-against-covid-19/1848550 (12) https://theeagleonline.com.ng/reps-accused-of-receiving-10m-bribe-from-bill-gates-to-pass-bill-speaker-kicks/; https://www.premiumtimesng.com/news/more-news/391573-reps-investigate-10-million-bribery-allegation.html; https://conserer.com/en/2020/05/06/gates-stiftung-10-mio-bestechungsgeld-fuer-impfzwang-in-nigeria/; https://www.naturalnews.com/2020-05-20-bill-gates-10-million-bribe-nigerian-children-coronavirus-vaccine-experiments.html; https://greatgameindia.com/bill-gates-offered-10-million-bribe-for-forced-vaccination-in-nigeria/ (13) https://greatgameindia.com/tanzania-kicks-out-who-after-goat-papaya-samples-came-covid-19-positive/; https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-tanzania-idUSKBN22F0KF; https://deutsch.rt.com/afrika/102207-hier-geht-etwas-vor-sich/ (14) https://www.imf.org/en/Topics/imf-and-covid19/COVID-Lending-Tracker, Abschnitt „Sub-Saharan Africa“. (15) https://africa.cgtn.com/2020/07/23/madagascar-split-after-health-minister-requests-international-help-to-fight-covid-19/; https://www.bbc.com/news/world-africa-53499803; https://www.aa.com.tr/en/africa/madagascar-imposes-lockdown-amid-rise-in-covid-19-cases/1900940; https://www.theafricareport.com/33119/coronavirus-why-madagascar-is-back-under-lockdown/ (16) https://www.anamed-edition.com/de/neuigkeiten-anzeigen/a-3-gegen-corona-pro-und-contra.html, Punkte 5/4, 5/5, 6 und die dort angegebenen Quellen. (17) Stand: 10. September 2020; https://covid19.who.int (18) file:///C:/Users/Besitzer/AppData/Local/Temp/1MDGEA2020004.pdf (19) https://projects.worldbank.org/en/projects-operations/projects-list?searchTerm=covid-19, Seite 7. (20) https://tienphongnews.com/145-hotels-in-vietnam-register-to-serve-as-quarantine-camps-15140.html; https://vovworld.vn/en-US/sunday-show/life-inside-vietnams-armyrun-quarantine-camps-854748.vov; https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-vietnam-quarantine/vietnam-quarantines-tens-of-thousands-in-camps-amid-vigorous-attack-on-coronavirus-idUSKBN21D0ZU (21) The Shock Doctrine: The Rise of Disaster Capitalism (2007); deutsch: Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus (2009) (22) John Perkins: Bekenntnisse eines Economic Hit Man – Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia, München 2005. (23) https://www.deutschlandfunkkultur.de/bekenntnisse-eines-economic-hit-man.950.de.html?dram:article_id=132801; https://www.allmystery.de/themen/pr11877 (24) Zit. nach https://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisse_eines_Economic_Hit_Man (25) Zit. nach Dominique Gradenwitz: „Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers“, 3sat/Kulturzeit, 22. März 2005. (26) World Health Organization: „Pandemic preparedness“, 2006; http://web.archive.org/web/20061230201645/www.who.int/csr/disease/influenza/pandemic/en/print.html; https://www.youtube.com/watch?v=1--c2SBYlMY; https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/wp-content/uploads/2020/04/2020-03-25-Wodarg-Die-Schweinegrippe.pdf, S. 13.

  • „Sie wissen nicht, was sie tun“

    Die Nase voll vom Berliner „Infektionsschutz“: Auch Stefan Aust, Welt-Herausgeber und Ex-Chefredakteur des Spiegel, rechnet nun mit dem absurden Krisenmanagement unserer übereifrigen Seuchenschützer ab. Warum erst jetzt? „Sie wissen nicht, was sie tun“: So überschreibt einer der angesehensten Journalisten Deutschlands, der ehemalige Spiegel-Chefredakteur und jetzige Welt-Herausgeber Stefan Aust, einen bemerkenswerten Essay über das Krisenmanagement deutscher Behörden in der Corona-Pandemie. Auch ihm scheinen Angela, Jens Co. im Blindflug unterwegs. Wie gefährlich ist das SARS-CoV-2-Virus tatsächlich? Wie viele Menschen sind denn bislang an Covid-19 gestorben? Wie erfolgreich waren die ergriffenen Maßnahmen? Dies und mehr wollte Aust von jenen drei Institutionen wissen, die hierzulande hauptzuständig für die Seuchenbekämpfung sind. In gleichlautenden Briefen stellte er ihnen neun konkrete Fragen. Was weiß das Bundesministerium für Gesundheit darüber? „Leider“ habe es „keine eigenen Zahlen“, so antwortete es. Aust möge sich doch bitte an das Statistische Bundesamt wenden. Und das Bundesinnenministerium? Jegliche Auskunft blieb es Aust schuldig. Bloß das Robert-Koch-Institut (RKI) ging auf Austs Fragen im einzelnen ein – allerdings auf eher blamable Weise. Wie viele Sterbefälle gab es von Januar bis Juni 2020 in Deutschland? Wie hoch waren die Sterberaten 2016 bis 2019 jeweils im ersten Halbjahr? Was waren die Todesursachen? „Hier kann sicher das Statistische Bundesamt weiterhelfen“, bekam Aust jedesmal zu lesen. Wie sehen die Vergleichszahlen aus anderen Ländern aus? Auch da verwies das RKI auf fremde Quellen wie Eurostat. Wie viele Obduktionen fanden an mutmaßlichen Corona-Opfern statt, und was kam dabei heraus? Hier, so das RKI, „kann vielleicht der Bundesverband der Pathologen weiterhelfen“. Aus der ziemlich unergiebigen Korrespondenz, bei der er „immer nur auf andere Stellen verwiesen wurde“, schließt ein frustrierter Stefan Aust: „Die Annahme, das Robert-Koch-Institut, das Bundesinnenministerium sowie das Bundesministerium für Gesundheit hätten die Vergleichszahlen parat, würden ihre Einschätzungen und Entscheidungen darauf stützen und auch keine Scheu haben, diese Zahlen der Öffentlichkeit mitzuteilen, war offenbar eine Fehlprognose.“ „SEHR AUSGEPRÄGTES NICHTWISSEN(-WOLLEN)“ „Ich bekomme den Eindruck“, so Aust, „dass in den Behörden das Nichtwissen oder auch das Nichtwissen-Wollen sehr ausgeprägt ist.“ Die vergeblich erfragten Zahlen ließ Aust sein Redaktionsteam nun selber recherchieren. Die zusammengestellten Daten legte er einem „höheren Beamten eines Bundesministeriums“ vor, der „seit Jahren mit den betreffenden Themen befasst ist“. Mit dem Vorbehalt, sein Name dürfe keinesfalls genannt werden, fand er gegenüber Stefan Aust deutliche Worte: „Von einer Übersterblichkeit kann keine Rede sein! Das wird von manchen Menschen als Erfolg der Regierungsmaßnahmen gesehen. Die Sterbezahlen wären in Deutschland voraussichtlich auch dann nicht anders ausgefallen, wenn weniger radikale Maßnahmen gegen die Pandemie getroffen worden wären, wie das schwedische Beispiel anschaulich belegt. (…) Es ist eher davon auszugehen, dass durch die Maßnahmen (Lockdown, …) teilweise andere Menschen gestorben sind als in den Vorjahren.“ Letztlich habe die Bundesregierung „also eine Umverteilung der Sterblichkeit vorgenommen“. Nach Austs Einschätzung „ist es noch nicht gelungen, aus dem Panikmodus zur Rationalität zu kommen. Nach einer kurzen Sommerpause werden jetzt wieder die unterschiedlichsten Ansichten und Empfehlungen laut, dabei würde sich doch vor allem ein Blick auf die Zahlen lohnen. (…) Wir müssen sehr aufpassen, dass die Schutzmaßnahmen nicht schlimmere Folgen haben als die eigentliche Ursache.“ „DAS VERSTEHE, WER WILL“ Auch den Maskenzwang hinterfragt Aust. „Auf dem Höhepunkt der Corona-Welle wurden alle Läden außer Lebensmittelgeschäften geschlossen. Doch eine Maskenpflicht gab es dort nicht. (…) Erst mit der Öffnung der Möbelgeschäfte und Autohäuser galt plötzlich die Maskenpflicht auch in Supermärkten. Das verstehe, wer will. Vielleicht hatte Richard Wagner recht, als er sagte, es sei deutsch, ‚die Sache, die man treibt, um ihrer selbst willen‘ zu treiben. Die Maske muss der Maske wegen getragen werden. Als Symbol für Gehorsam den Maßnahmen der Regierenden gegenüber.“ Die Debatte, ob Demonstrationen von „Corona-Leugnern“ gar nicht erst zugelassen werden sollten, empört Aust: „Es geht nicht, dass wir darüber befinden, warum jemand demonstriert – es ist ein Recht an sich, die Inhalte kann man grundfalsch oder richtig finden. Dann also kann es bei Verboten nur um die Gefährdungslage gehen, und hier wäre interessant zu wissen, ob in Berlin die Zahl der Infektionen nun nach oben gegangen ist, weil diese Demo stattfand. Auch hier würde ich gern mehr Rationalität auf allen Seiten sehen.“ „SELBSTMORD AUS ANGST VOR DEM TODE“ „Irgendwann“, so der Welt-Herausgeber, „muss der Blick vom Panik-Modus in den Realitäts-Modus zurückfinden. Die von manchen berühmt gewordenen Virologen vorausgesagten apokalyptischen Zahlen sollten langsam mit den tatsächlichen verglichen werden. Und es muss die Frage erlaubt sein, ob die Maßnahmen noch im angemessenen Verhältnis zu den Ursachen stehen, ob der Kollateralschaden nicht inzwischen höher ist als der Nutzen.“ (War er denn irgendwann niedriger, Herr Aust?) „Es gibt ja auch Selbstmord aus Angst vor dem Tode.“ „VOM HORRORTRIP HERUNTERKOMMEN“ Austs essayistische Ohrfeige für das Berliner Panikorchester endet mit der Mahnung: „Der Blick auf die Realität sollte der Maßstab für Handlungen sein. Nicht die Angst und die Vernebelung der Tatsachen. Und je mehr Horrorszenarien von Wissenschaft und Politik verbreitet werden – umso schwerer wird es, von diesem Trip wieder herunterzukommen.“ Mit Verlaub, auf welchem Trip befand sich Stefan Aust bis Anfang September? Weshalb ließ er sich über ein halbes Jahr Zeit damit, auf Abstand zu einem hyperaktiven, wissenschaftsfernen Hygieneregime zu gehen? Reichlich Anlass dazu, die Vierte Gewalt aus ihrem Pandemie-Koma herausholen zu helfen, hätte der vielfach preisgekrönte Journalist schon seit März gehabt. Dürfen wir davon ausgehen, dass ab sofort zumindest Austs „Welt“ endlich aufhört, ihre Leser täglich aufs Neue mit unseriöser Horror-Arithmetik zu verstören: mit „Infizierten“-Statistik, die nicht ins Verhältnis gesetzt wird zur Anzahl der durchgeführten Tests; mit PCR-Befunden, die zur Krankheitsdiagnostik gar nicht taugen; mit „Genesenen“, die niemals krank waren; mit „Corona-Toten“, bei denen SARS-CoV-2 kaum je die alleinige oder auch nur die ausschlaggebende Ursache war; mit kumulierten Zahlen angeblicher Opfer, die bis in alle Ewigkeit im Abertausenderbereich bleiben werden? Stefan Aust, Jg. 1946, war von 1994 bis 2008 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Seit 2014 ist er Herausgeber der Tageszeitung Die Welt, bis September 2016 war er auch ihr Chefredakteur. Für seine journalistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Adolf-Grimme-Preis (1989), die Goldene Feder (2003) und die „Goldene Kamera“ (2005) sowie den Niedersächsischen Staatspreis (2018). Als Vorsitzender der Jury vergab er den Deutschen Medienpreis, der „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ehrt“, 2009 an Angela Merkel. Ob er sich dazu auch noch 2020 hinreißen ließe? Harald Wiesendanger Porträtfoto Aust: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33317717

  • Herdenimmunität? Womöglich längst erreicht.

    Unsere Infektionsschützer übersehen die „zweite Säule“ unseres Immunsystems. Dem medizinischen Sachverstand seiner Berater – und dem eigenen sowieso - hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz in Berlin am 14. September ungewollt ein weiteres Armutszeugnis ausgestellt. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland 55 bis 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen, so erklärte er dort. "Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel freiwillig erreichen." (1) Das Bundesgesundheitsministerium hat rund 700 Mitarbeiter, das Robert-Koch-Institut 1100; die Charité beschäftigt 4.500 Wissenschaftler und Ärzte. Gibt es dort denn keinen einzigen, der Spahn endlich darüber aufklärt?: Sein Ziel dürfte längst erreicht, ja weit übertroffen sein - ganz ohne Spritze. Darauf weist das Professoren-Ehepaar Sucharit Bhakdi und Karina Reiss in einer soeben nachgereichten Ergänzung seines Bestsellers „Corona-Fehlalarm“ hin. (2) Die erfreuliche Immunität verdanken wir der zweiten Säule unseres körpereigenen Abwehrsystems, über Antikörper hinaus: den T-Helfer- und T-Killerzellen, zwei Arten von Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. (Das „T“ steht für Thymus, einen zentralen Ort des Immunsystems, an den T-Zellen gelangen, nachdem sie im Knochenmark gebildet wurden.) (3) Mittels „Sensoren“, die im ausgelagerten Zellmüll „Antigene“, körperfremde Proteinfragmente aufspüren, erkennen T-Lymphozyten infizierte Zellen, welche sie daraufhin zerstören. Dabei nutzen sie biochemische „Erinnerungen“: Gedächtniszellen „merken“ sich frühere Kontakte mit Coronaviren bei harmlosen Erkältungen. Solche „Kreuzreaktionen“ könnten erklären, warum 85 bis 90 % aller Infizierten nicht schwer erkranken, sondern gar keine oder bloß schwache Symptome entwickeln. Während die T-Zellen das neue Virus abfangen, kommt es zu keiner merklichen Bildung von neuen, spezifischen Antikörpern. Wieso? Weil das Maß an Immunität, das wir alle bereits gegen verschiedene andere Corona-Viren erworben haben, offenbar meistens ausreicht. Mehrere Forschungsergebnisse sprechen inzwischen für dieses segensreiche Phänomen. (4) Eine Studie der Universitätsklinik Tübingen untersuchte Helfer- und Killer-Lymphozyten aus 185 Blutproben, die zwischen 2007 und 2019 entnommen wurden, auf Kreuzerkennung von SARS-CoV-2. Bei Personen, die vorher an Covid-19 erkrankt waren, zeigte sie sich zu 100 % - und bei nicht weniger als 81 % derer, die sich noch nicht angesteckt hatten. (5) Dies bestätigt Berechnungen des britischen Statistikers Karl Friston vom Londoner Imperial College, eines weltweit hochgeachteten Experten für mathematische Modelle von biologischen Systemen mit komplexer Dynamik: Bereits im Mai schloss er aus den bis dahin vorliegenden Fallzahlen, dass vier von fünf Deutschen – und jeder zweite Brite - gegen Covid-19 resistent sind. (6) Ein US-amerikanisches Forscherteam wies bei 20 nie SARS-CoV-2-infizierten Versuchspersonen Lymphozyten nach, die auf das neue Coronavirus kreuzreaktiv ansprachen. (7) Wie eine weitere Untersuchung aus Schweden (8), so belegte auch die US-Studie, dass SARS-CoV-2- Infektionen die zuständigen T-Lymphozyten bemerkenswert stark anregen, auch bei milden und asymptomatischen Verläufen. Warum sind die meisten Menschen in der Lage, auf eine SARS-CoV-2-Infektion hin eine robuste T-Zell-Antwort zu geben, eine Minderheit hingegen nicht? Des Rätsels Lösung könnte schon vor zehn Jahren eine dänische Studie unter der Leitung von Carsten Geisler gefunden haben. (9) Geisler, der an der Universität Kopenhagen die Abteilung für Internationale Gesundheit, Immunologie und Mikrobiologie leitet, stellte fest: "Wenn eine T-Zelle einem fremden Krankheitserreger ausgesetzt wird, streckt sie einen als Vitamin-D-Rezeptor bekannten Signalapparat - eine 'Antenne' - aus, mit dem sie nach Vitamin D sucht". Wenn ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel vorliegt, "werden sie sich nicht einmal ansatzweise mobilisieren". Bei stark Übergewichtigen und Diabetikern, zwei Hauptrisikogruppen, liegt häufig ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel vor. Bei Männern, dem für Covid-19 anfälligeren Geschlecht, ist der Vitamin-D-Spiegel in der Regel niedriger als bei Frauen. (10) Besonders gefährdet sieht das Robert-Koch-Institut darüber hinaus „Menschen, die an chronischen Magen-Darm, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder Medikamente einnehmen, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen (z.B. Antiepileptika oder Zytostatika)“. (11) Ende August legten spanische Forscher der Universität Córdoba spektakuläre Ergebnisse der ersten Doppelblindstudie über Vitamin-D-Gaben bei Covid-19 vor: Die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Versorgung verringerte sich dadurch um 96 %, sie erübrigte sich also fast immer. (12) „Vitamin D könnte als essentieller Modulator des Immunsystems präventiv das preiswerteste und bisher beste Mittel gegen schwere Krankheitsverläufe (bei Covid-19) sein“, heißt es in einer Pressemitteilung des Dr. Jacobs Instituts für komplementärmedizinische Forschung in Heidenheim. (13) Es weist auf eine indonesischen Studie mit 780 SARS-CoV-2-Infizierten hin, in der „das Risiko für einen tödlichen Verlauf bei einem Vitamin-D-Mangel im Vergleich zu normalen Vitamin-D-Spiegeln um das 19-Fache erhöht war“. In einer weiteren Studie mit 212 Covid-19-Patienten zeigte sich sogar ein 23-fach erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Zuspitzung. Ausgerechnet Anthony Fauci, als jahrzehntelanger Berater der Weißen Hauses der wohl einflussreichste Immunologe der Welt und unermüdlicher Werbetrommler für Covid-19-Impfungen, fühlt sich dem Killerkeim keineswegs schutzlos ausgeliefert, solange es kein Vakzin gibt. Wie er bei mehreren Fernsehauftritten bestätigte, nimmt er prophylaktisch täglich 6.000 IU Vitamin D ein. (14) („IU“, die Abkürzung für „International Unit“, ist eine wenig gebräuchliche Maßeinheit für Stoffmengen; sie drückt die biologische Aktivität der fettlöslichen Vitamine A, D und E aus.) Das entspricht 150 Mikrogramm – eine Dosis, die um das Sechs- bis Zehnfache über den Referenzwerten medizinischer Fachgesellschaften in aller Welt liegt. US-Behörden empfehlen offiziell bloß 600 bis 800 IU, das britische Gesundheitsamt sogar nur 400 IU. (15) Eine ganz andere Art von Herdenimmunität liegt seit Pandemiebeginn leider ebenfalls bei über 80 %: So viele Mitbürger sind, wie Umfragen zeigen, nach wie vor resistent gegen jegliche wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ihre Virenpanik dämpfen könnten. Weiterhin gegen 100 % geht diese Immunität offenbar bei politisch Verantwortlichen. Womöglich sind Hirnmasken schuld daran. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-09/corona-impfstoff-forschung-jens-spahn-anja-karliczek-foerderprogramm-pressekonferenz (2) https://www.goldegg-verlag.com/goldegg-verlag/wp-content/uploads/corona-fehlalarm_anhang-immunitaet_2020-08-24.pdf (3) Siehe https://www.lymphozyten-info.de/t-killerzellen-und-t-helferzellen.html (4) Peter Doshi: „Covid-19: Do many people have pre-existing immunity?“, British Medical Journal 2020;370:m3563, https://doi.org/10.1136/bmj.m3563; https://m.apotheke-adhoc.de/nc/nachrichten/detail/coronavirus/t-zellen-sollen-virus-attackieren-neue-impfstoff-strategie/ (5) www.researchsquare.com/article/rs-35331/v1; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115217/T-Zellen-gegen-saisonale-Coronaviren-erkennen-auch-SARS-CoV-2 (6) https://unherd.com/2020/06/karl-friston-up-to-80-not-even-susceptible-to-covid-19/ (7) www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3 (8) www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.06.29.174888v1; doi: 10.1016/j.cell.2020.08.017 (9) https://www.nature.com/articles/ni.1851 (10) https://childrenshealthdefense.org/news/t-cells-are-the-superstars-in-fighting-covid-19-but-why-are-some-people-so-poor-at-making-them/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=c93b0298-63e5-4177-b6cc-ccb6dd3e0f28 (11) https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html (12) https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764?via%3Dihub (13) https://www.presseportal.de/pm/113214/4643519 (14) Siehe z.B. https://www.insider.com/fauci-takes-recommends-vitamin-d-and-c-supplements-immunity-boost-2020-9; https://www.youtube.com/watch?v=g9rGOLurgmY; https://www.cnbc.com/2020/09/18/dr-fauci-how-to-help-keep-your-immune-system-healthy.html (15) https://childrenshealthdefense.org/news/t-cells-are-the-superstars-in-fighting-covid-19-but-why-are-some-people-so-poor-at-making-them/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=c93b0298-63e5-4177-b6cc-ccb6dd3e0f28

  • "Corona-Gedenktag"? Tolle Idee!

    Unser Bundespräsident will uns um die Opfer der Coronakrise trauern lassen – allerdings in merkwürdigen Grenzen. Einen „Corona-Gedenktag“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angeregt. Zumindest aber eine offizielle Trauerveranstaltung halte er für angebracht. Einen entsprechenden Vorschlag werde er mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht besprechen. (1) GANZ TOLL ist, dass Steinmeier ein solches Gedenken den „Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen“ widmen will, die „meist ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben“ sind. „Und auch die Hinterbliebenen hatten keine Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Das ist eine Seelenqual, davon haben mir viele Angehörige berichtet. Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.“ WENIGER TOLL ist, dass Steinmeier zu erwähnen vergaß, wer den Alten und Kranken ihr einsames Sterben beschert und die Angehörigen am Abschiednehmen gehindert hat: unverhältnismäßiger, überstürzter, ineffizienter, verfassungswidriger staatlicher Infektionsschutz vor einem „Killerkeim“, der von Anfang an zwischen Anführungszeichen gehörte. Weniger an Covid-19 als an Virusangst, Stress und Vereinsamung starben in Alten- und Pflegeheimen vermutlich Tausende. Als Hinterbliebener, den das Hygieneregime zwang, einen geliebten Menschen in den letzten Stunden seines Lebens allein zu lassen, würde ich Steinmeiers „Gedenken“ eher als blanken Hohn empfinden. EBENSOWENIG TOLL ist, dass unser Staatsoberhaupt bloß den Angehörigen von „Corona-Toten“ die Trauerarbeit erleichtern will. Warum übergeht er dabei viele weitere Betroffene der Pandemiekrise, die unser aller Mitgefühl nicht minder verdienen? Deshalb schlage ich vor, den Steinmeierschen Trauerradius erheblich zu erweitern: - auf geschätzte 5.000 bis zu 125.000 Patienten, die im Frühjahr in Deutschland sterben mussten, weil Operationen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben wurden – in Erwartung einer „Überlastung des Gesundheitswesens“ durch Corona-Infizierte, zu der es nie auch nur annäherungsweise kam. (2) In Deutschland fielen in 12 Frühjahrswochen über 900.000 OPs aus – darunter 52.000 an Tumorpatienten -, weltweit 28,4 Millionen. - auf mehrere tausend weitere Patienten, die hierzulande starben, weil mit derselben Begründung notwendige Untersuchungen und Folgebehandlungen unterblieben, etwa bei Krebs. (3) - auf Abertausende, die in einer lebensbedrohlichen Notlage nicht rechtzeitig versorgt wurden. In den Lockdown-Monaten März und April wurden 31 % weniger Herzinfarkte und 18 % weniger Schlaganfälle behandelt, wie die Bundesregierung einräumt. In Großbritannien sank die Quote sogar um 40 %, in manchen US-Kliniken um bis zu 60 %. - auf alle Opfer von vermehrten nosokomialen Infekten - durch Krankenhauskeime - in gedrängten Aufnahmesituationen; von riskanter und überflüssiger Medikation; von nicht indizierter Intubation, invasiver künstlicher Beatmung. Allein in Großbritannien rechnen Experten inzwischen mit fast 200.000 „Kollateral“-Toten infolge der politisch erzwungenen Unterversorgung im Gesundheitswesen – das übersteigt bei weitem die Zahl der bis heute rund 42.000 britischen „Covid-Opfer“. - auf alle Opfer von vermehrter häuslicher Gewalt, Kindesmissbrauch und Drogenkonsum während des verspäteten, überzogenen, unergiebigen Lockdowns. - auf ungezählte zusätzliche psychisch Kranke, die infolge der allgegenwärtigen Panikmache, im Gefühl der Hilflosigkeit, in erzwungener Distanz zu Mitmenschen Ängste und Depressionen entwickelten. (4) - auf alle Selbstmörder, die an der „neuen Normalität“ verzweifelten – wegen Angst, wegen sozialer Isolation, wegen der Vernichtung ihrer beruflichen Existenz. Australien beispielsweise meldet mehr Suizide als Covid-19-Todesfälle. - auf Abermillionen, die Lockdowns arbeitslos machten. Weltweit sind schon jetzt 400 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, 22 Millionen allein in den USA. (5) - auf alle Betroffenen von Unternehmenspleiten, die weltweit um 35 % zunehmen dürften, in Deutschland um 12 %. (6) Eine Corona-Pleitewelle sehen Experten erst noch auf uns zukommen, vor allem im Einzelhandel, bei Hotels und Gaststätten, im Touristikbereich, bei Veranstaltern und Messebauern. Wer bemitleidet all die ruinierten Existenzen? - auf unzählige Menschen, die aufgrund der Corona-Lockdowns ihr Heim verloren und obdachlos wurden. Allein in den USA könnten es bis zu 28 Millionen sein. - auf 130 Millionen Menschen, wenn nicht gar 225 Millionen weltweit, die infolge unverhältnismäßiger Infektionsschutzpolitik bis zum Jahresende 2020 zusätzlich hungerten und verhungerten. - auf 1,6 Milliarden Menschen, denen nach UN-Schätzungen deswegen der Verlust ihrer Lebensgrundlagen droht. (7) In den reichen Industrienationen verhindern soziale Sicherungssysteme das Allerschlimmste. Zwischen Berlin und Belfast, Lissabon und Wien verhungert niemand. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen arme Länder, die überwiegend auf der Südhalbkugel liegen. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte mit voller Wucht. - auf sieben Mal mehr Lebensjahre, die Lockdowns einer US-Studie zufolge zerstört als gerettet haben. (8) - auf alle Ärzte und Wissenschaftler, denen üble Nachrede bis zum Rufmord widerfuhr, weil sie dem offiziellen Seuchennarrativ zu widersprechen wagten. - auf alle Journalisten, die in China und anderswo verfolgt werden, im Gefängnis sitzen oder spurlos verschwinden, weil sie eigenständig recherchieren, manipulierte Berichterstattung aufdecken, unabhängig Informationen verbreiten. - auf künftige Generationen, denen der Hygienestaat einen noch gigantischeren Schuldenberg und Hyperinflation beschert, indem er die Gelddruckmaschine heißlaufen lässt, um die Bevölkerung mit Corona-Nothilfen ruhigzustellen. Lassen Sie uns all dieser „Corona-Opfer“ mitgedenken, werter Herr Steinmeier! Und was spräche eigentlich dagegen, ins andächtige Rückerinnern die 25.000 Grippetoten 2017/18 einzubeziehen? Als Termin drängt sich der 14. Mai auf. Zumindest fromme Katholiken vergegenwärtigen sich an diesem Datum ohnehin bereits, dass es Corona wirklich gegeben hat: Es ist der Gedenktag der heiligen Corona, einer frühchristlichen Märtyrerin, die im ersten oder zweiten Jahrhundert in Syrien wirkte, womöglich auch in Ägypten. Sie gilt als Patronin des Geldes, der Metzger, der Schatzgräber, vielen Gläubigen darüber hinaus – oh Wunder – als Schutzheilige gegen Seuchen aller Art. Diese erstaunliche Gemengelage von Zuständigkeiten sorgt in AHA-Zeiten für ein echtes Aha-Erlebnis: Beschert die Pandemie 2020 nicht so manchem Schatzgräber eine Geldquelle ohnegleichen, die selbst dann sprudeln würde, wenn man sämtliche zoonotisch veranlagten Fledermäuse längst eingesammelt und zum Metzger geschafft hätte? Im österreichischen Örtchen St. Corona am Schöpfl, wo Gläubige der Märtyrerin in einer barocken Wallfahrtskirche gedenken, erzählt man sich: Ihre Verfolger hätten befohlen, „zwei Palmen gegenseitig niederzubeugen und Corona mit Seilen daran zu binden, je eine Hand und ein Fuß an jedem Baum, und dann die Bäume in die Höhe schnellen lassen. Als dies geschah, wurde ihr Leib zerrissen, ihre Seele aber ging ein in die ewigen Freuden“. So ein jämmerliches Ende wünscht man ja nicht einmal Spahn, Drosten und Wieler, zumal faktengecheckte Geschichtsbücher künftiger Generationen deren Heiligkeit gewiss auch auf andere Weise sicherstellen können. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.rnd.de/politik/bundesprasident-steinmeier-zu-corona-das-virus-wird-uns-die-zukunft-nicht-nehmen-LEUELOI23BGH5FLIOZQNCPUCW4.html; https://www.welt.de/politik/deutschland/article215086918/Frank-Walter-Steinmeier-Der-Corona-Tod-ist-ein-einsamer-Tod.html (2) Nach der internen Lageeinschätzung eines leitenden Mitarbeiters im Bundesinnenministerium, die ihm seinen Job kostete: https://behoerden.blog/wp-content/uploads/2020/05/Bericht-KM4-Corona-1_geschw%C3%A4rzt.pdf; https://www.gefahrgutshop.de/fileadmin/user_upload/Corona-Vorbemerkungen.pdf; dort S. 6 f.; https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-politik-und-ihre-kollateralschaeden-das-sterben-der-anderen-a-00000000-0002-0001-0000-000171426687 (3) https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/krebs/id_87907380/expertin-warnt-corona-angst-koennte-krebswelle-ins-rollen-bringen.html; https://www.dailymail.co.uk/news/article-8593327/Doctors-warn-devastating-toll-non-virus-patients-face-delays-diagnosis-care.html?eType=EmailBlastContent&eId=2011da54-312b-41dc-85d8-8e1d50c86e28; https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/berlin-direkt-clip-3-386.html (4) https://www.presseportal.de/pm/119575/4619293; https://www.abendblatt.de/podcast/die-digitale-sprechstunde/article230100628/Wir-sehen-taeglich-die-Kollateralschaeden-von-Corona.html (5) https://swprs.org/fakten-zu-covid-19/#latest; https://www.deutschlandfunk.de/corona-und-arbeitslosigkeit-in-den-usa-krank-werden-ist.769.de.html?dram:article_id=482575 (6) https://www.merkur.de/wirtschaft/coronavirus-deutschland-wirtschaft-insolvenz-pleite-unternehmen-krise-folgen-zr-13839759.html, Erstmeldung vom 21. Juli. (7) https://www.theguardian.com/world/2020/apr/29/half-of-worlds-workers-at-immediate-risk-of-losing-livelihood-due-to-coronavirus; https://www.handelsblatt.com/politik/international/pandemie-hunger-armut-vernachlaessigte-gesundheitsvorsorge-so-schlimm-sind-die-kollateralschaeden-der-corona-bekaempfung/26196874.html?ticket=ST-522537-1Vb4teFamZA7YJ0NuRDs-ap3 (8) https://www.infowars.com/study-lockdown-will-destroy-at-least-seven-times-more-years-of-human-life-than-it-saves/; https://www.justfacts.com/news_covid-19_anxiety_lockdowns_life_destroyed_saved; https://www.nytimes.com/2020/03/20/opinion/coronavirus-pandemic-social-distancing.html

  • Ärztechef: Daueralarm macht uns krank

    Hamburger Ärztechef warnt vor Virus-Panikmachern, welche „die Gesellschaft krank machen“. Mit Kritik an übereifrigen Seuchenschützern halten sich ärztliche Standesvertretungen weiterhin seltsam zurück. Umso bemerkenswerter ist, mit welch deutlichen Worten jetzt einer ausschert, der offenkundig die Nase voll hat: Walter Plassmann, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH). Die ständigen Hiobsbotschaften von Panikmachern „machen die Menschen krank“, so erklärt Plassmann in einem Gastbeitrag für das Hamburger Abendblatt. (1) Eindringlich ruft er zu „mehr Gelassenheit“ auf. Die Corona-Pandemie müsse endlich realistisch eingeschätzt werden, anstatt sie unentwegt zu dramatisieren. Unverblümt kritisiert Plassmann (65), ehemaliger Journalist und seit sieben Jahren Vorstandsvorsitzender der KVH, alle Virus-Panikmacher dieser Republik. Namentlich erwähnt er dabei Deutschlands Viruspapst Christian Drosten, den sogenannnten Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun, wie auch Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, der soeben erst vor der „großen Gefahr des exponentiellen Sprungs, der Unkontrollierbarkeit des Geschehens“ und einer drohenden „Corona-Schockwelle“ gewarnt hat. „Gewohnt martialisch“ zeige sich da wieder mal ein „Söder´sches Muster“, kommentiert Plassmann. „Unter mehreren Möglichkeiten wird immer die dramatischste genommen“: nämlich ein schlimmstmögliches Zusammentreffen der alljährlichen Grippewelle „mit der x-ten Corona-Welle. Notwendige Relativierungen werden als ‚Verharmlosung‘ verunglimpft und der ‚Schlag auf die Zwölf‘ gilt so lange als probates politisches Mittel, wie die Bevölkerung ihn mit guten Umfragewerten belohnt". Dies, so warnt Plassmann, habe fatale Folgen für die Gesellschaft. „Permanenter Stress, ununterbrochene Aufgeregtheit und Angst schädigen Körper und Seele eines Menschen. (…) Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer höhere Bäume treibt, der macht sie krank." „Bezeichnend“ findet es Plassmann, „dass die Debatte um das Sars-CoV-2-Virus von Medizinern bestimmt wird, die nicht mit dem ganzheitlichen Menschen arbeiten. Virologen sehen nur sehr kleine Teile des Menschen, Epidemiologen nur Zahlenreihen und Statistikmodelle, Anästhesisten sedierte Menschen. Das wirklich wahre Leben kommt im beruflichen Alltag der Drostens, Lauterbachs und Brauns nicht vor." Vielen Ärzten sei "schon im April aufgefallen, dass es eine Diskrepanz gibt zwischen der politisch-medialen Aufgeregtheit und dem, was sie erleben. Es ist ja bezeichnend, dass unter denjenigen, die zur Mäßigung aufrufen, überdurchschnittlich viele Ärzte sind." Tödliche Folgen, wie sie Corona-Infektionen in seltenen Fällen nach sich ziehen, "können bei jeder Krankheit auftreten, selbst bei denen, die wir gerne als ‚harmlos‘ bezeichnen", merkt Plassmann an. Natürlich seien Schutzmaßnahmen sinnvoll. Doch speziell bei Corona sei "die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, sehr gering, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, hoch gering und die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken oder gar zu sterben, äußerst gering. (…) DAS sind die Botschaften, die Politik und Medien aussenden sollten, anstatt die Ausnahme zur Norm zu machen.“ Und so folgert Plassmann: „Es ist kein ,Killervirus', das uns zwingt, im aseptischen ,Panikraum' zu zittern, bis der Spuk vorbei ist." Vielmehr sei „Gelassenheit angebracht und angezeigt. Auch wenn das eine Schockwelle für Söder sein sollte." Seit den achtziger Jahren ist Walter Plassmann im deutschen Gesundheitswesen aktiv, das erste Jahrzehnt davon journalistisch. Anfang der Neunziger spezialisierte er sich auf neue Versorgungsformen und beriet u.a. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen. Von 1999 bis Ende 2004 leitete er den Bereich „Versorgungsmanagement und Qualität“ in der KV Hamburg; Mitte 2004 wurde er zu deren stellvertretendem Hauptgeschäftsführer ernannt. Ab 2005 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVH, seit Juli 2013 ist er ihr Chef. Hoffentlich noch ein Weilchen länger. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.abendblatt.de/meinung/article230410736/corona-walter-plassmann-kassenaerztliche-vereinigung-chef-gelassenheit-pandemie-arztruf-gastbeitrag.html; s. auch https://www.focus.de/regional/hamburg/wegen-dramatisierung-von-corona-hamburger-aerztechef-greift-soeder-und-drosten-an-sie-machen-die-gesellschaft-krank_id_12427921.html Bildausschnitte Plassmann: KVH; Lauterbach: Von Martin Kraft - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=87166942; Söder: Von Mueller /MSC - https://securityconference.org/mediathek/asset/markus-soeder-1930-15-02-2019/, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79298649; Braun: Von Tobias Koch, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68454910.

  • Selbst Methusalems pfeifen auf Corona

    Was lernen wir über Covid-19, wenn sogar Hundertjährige es überleben? So mörderisch „wütet“ der Killerkeim, dass ihm sogar manche Hundertjährige trotzen. Rund um den Globus schafften das viele Dutzend, von Argentinien bis Vietnam, von Indien bis Mexiko. Die nachfolgenden Tabellen listen Fälle auf, die in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen sorgten. Dunkelziffer? Nicht einmal vage Schätzungen liegen hierüber vor. Medien machen daraus „Wunder“, spekulieren über ein „Geheimnis“ – so als wäre es ein geradezu übernatürliches Phänomen, dass selbst Hochbetagte mit einer Virusinfektion klarkommen. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge stehen die Chancen eines über 85-Jährigen, Covid-19 zu überleben, 630 Mal schlechter als die eines jungen Erwachsenen. Trotzdem schaffen es bemerkenswert viele. Allein Mexiko meldete bis Ende Juli mindestens 53 Corona-Überlebende über 100 Jahren – bei 53.000 offiziellen „Corona-Opfern“. Wie kann es sein, dass sich unsere übereifrigen, pharmafixierten Seuchenschützer DAFÜR nicht die Bohne interessieren? Wenn man Covid-19 erst mit durchschittllich 80 Jahren erliegt, vollauf im Rahmen der statistischen Lebenserwartung, und vereinzelt sogar Methusalems mit dieser Pandemie ganz gut klarkommen: Deutet das nicht darauf hin, dass die Menschheit dem neuen Coronavirus keineswegs „schutzlos ausgeliefert“ ist (O-Ton Söder), solange es keinen Impfstoff gibt? Dass wir gegen Infektionen bis ins hohe Alter gewappnet sein können? Kurzum, dass uns Politiker, Leitmedien und sogenannte Experten haarsträubenden Quatsch ins Ohr blasen? Des Rätsels Lösung liegt in unserem Immunsystem: in einer atemberaubend komplexen, hochentwickelten, grandios wirksamen Abwehr, die sich über Jahrtausende entwickelt hat, um uns vor einer Welt zu schützen, in der es von Billionen Krankheitserregern wimmelt. Pflegen wir diesen natürlichen Schutz, so stehen die Chancen verblüffend gut, dass er uns nicht zwangsläufig im Stich lässt, wenn unser Lebensalter dreistellig wird. Dass die Natur uns alle mit so etwas Großartigem beschenkt hat, scheint sich im politischen Berlin noch nicht herumgesprochen zu haben. Wie beharrlich haben Angela, Jens & Co. den Biologieunterricht geschwänzt? In Wahrheit ist das „Geheimnis“ der corona-resistenten Methusalems ebenso uralt wie banal. Wie erreichst du bei guter Gesundheit ein hohes Alter? Iss weniger, iss vollwertig, iss Frisches, mit Chemikalien geringstmöglich Belastetes. Trink gutes Wasser. Finger weg von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Bewege dich viel an frischer Luft. Meide Genussgifte. Greif zu Pharmaprodukten nur notfalls. Gib deinem Leben Sinn. Pflege Sozialkontakte. Suche Gemeinschaft, in der du dich angenommen, geborgen und gebraucht fühlst. Achte auf dein psychisches Gleichgewicht. All diese Tipps bedürfen nicht erst randomisierter, placebokontrollierter Doppelblindstudien, ehe feststeht, dass es das Immunsystem stärkt, sie zu befolgen – hochwirksam, absolut sicher und bestens verträglich. Harald Wiesendanger

  • Ein Kreuz für Drosten

    Drei Dutzend allerbeste Gründe, warum unser virologischer Halbgott das Ding verdient hat. Am 3. Oktober 2020, dem Tag der Deutschen Einheit, verlieh der Bundespräsident der Lichtgestalt des Hygieneregimes die höchste Auszeichnung, die unser Land zu vergeben hat: das Bundesverdienstkreuz. Nur ekelhafte Hater können daran herummeckern. Über „ekelhafte Hater“ klagte Christian Drosten, hochverehrter Chefvirologe der Berliner Charité, unlängst. Diese gemeinen Kerle gönnen ihm womöglich nicht einmal das Verdienstkreuz, das ihm Frank-Walter Steinmeier am 3. Oktober 2020, dem Tag der Deutschen Einheit, im Schloss Bellevue um den Hals hängte. Dabei sprechen doch mindestens drei Dutzend glänzende Argumente glasklar dafür, dass seit Menschengedenken niemand diese Auszeichnung mehr verdient hat als Drosten. 1. Dafür verbürgt sich kein Geringerer als Medizin-Nobelpreisträger Jens Spahn. Er zählt Drosten zu jenen „besten Experten der Welt, auf die Deutschland sich stützen kann“. Na also. 2. Drosten hat das Ding schon einmal gekriegt, vor 15 Jahren. Da wurde es höchste Zeit, seine unvergängliche Ordenswürdigkeit nochmals dick zu unterstreichen. 3. Drosten kriegt es irgendwie hin, ein stattliches Viertel „der“ Wissenschaft zu verkörpern, auf welche Berliner Seuchenschützer ihr hyperaktives Krisenmanagement stützen. Die drei übrigen Viertel steuern der gewiss nicht minder verdienstvolle, zutiefst dauerbesorgte Lothar Wieler, der fliegenhalsige Hyper-Panikologe Karl Lauterbach sowie die notorisch auf Alarm gebürsteten Emergency-Experten der Weltgesundheitsorganisation bei. Der Rest? Verschwörungstheoretiker. 4. Bei Faktenchecks ist Drosten noch nie durchgefallen. Welcher Hater kann das schon von sich behaupten? 5. Er gilt als begnadeter Erklärer. Dank seiner unzähligen öffentlichen Auftritte verstand das Volk von Krisenbeginn an mühelos, dass es nichts zu verstehen braucht, weil es völlig ausreicht, wenn Drosten das tut. Drei Jahrzehnte nach Klaus Brinkmann aus der „Schwarzwaldklinik“ genießt endlich mal wieder ein Medizinprofessor das grenzenlose Vertrauen der gesamten Fernsehnation – jetzt sogar ein echter. 6. Als Vater des PCR-Tests für SARS-CoV-2 gebührt Drosten ein Copyright auf den größten Intelligenztest in der Geschichte der Menschheit: Wie viele durchschauen die Plandemie, die sich somit herbeitesten ließ? Die hocherfreuliche Antwort, demoskopisch gesichert: Jeder Zwanzigste fällt nicht durch. 7. Drosten leistet Pionierarbeit auf dem Gebiet des statistischen Konstruktivismus. Die Positivenrate – der Anteil positiver an der Gesamtzahl durchgeführter Tests – schrumpfte 2020 in der wärmeren Jahreszeit monatelang. Anfang April noch auf einem Höchststand von über 9 %, liegt sie zeitweilig bei 0,8 %. (1) Demnach sanken die Fallzahlen stetig, jedenfalls jene, auf die es ankommt. Bloß nicht für Drosten. Seit Frühsommer sieht er beharrlich eine „zweite Welle“ kommen. „Alle Alarmsensoren“ wollte er uns schon damals „wieder einschalten“ lassen. (2) Für ihn ging "die Pandemie jetzt erst richtig los“ - notfalls mit Test-Exzessen an Kerngesunden, phantasievollen Neudefinitionen ("Infizierte", "Corona-Tote") und kreativer Buchführung. 8. Eine Plandemie hat viele Väter. Aber keiner war potenter als Drosten – er trug zum Zeugungsakt sozusagen den unerlässlichen Zweitkoitus bei. Wie bläst man eine heftige Grippewelle, wie sie seit der Jahrtausendwende schon ein halbes Dutzend Mal um den Globus fegte, zur apokalyptischen Seuche auf? Man muss der Menschheit zu einem virologischen Tunnelblick verhelfen: Zählt nicht bloß Patienten und Leichen. Konzentriert euch auf die Infizierten. Diese Sichtweise durchzusetzen, erforderte zwei Schritte. Der erste war im Frühjahr 2009 getan: Da verhunzte die WHO, irregeleitet durch Pharmalobbyisten in ihren Beratergremien, die Definition der Pandemie derart, dass sie leichter auszurufen ist als je zuvor: nicht erst, wenn weltweit viele Menschen krank werden und sterben, sondern bereits dann, wenn sich viele anstecken. Den zweiten Schritt half der ebenso findige wie flinke Drosten sicherzustellen: Ansteckungen müssen in möglichst vielen Fällen nachgewiesen werden – zumindest aber gilt es den Anschein eines Nachweises zu erwecken, Validierung hin oder her. Was eignet sich dazu besser als ein hyperempfindlicher molekularer Test, der bereits dann anschlägt, wenn er in Abstrichen winzigste Mengen von Erreger-RNA ausfindig macht – wurschtegal, ob die Viruslast überhaupt ausreicht, krank und infektiös zu machen? Ohne die „präzisen Testungen“ mittels PCR, wie eine sogenannte Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen lobend hervorhob, gäbe es keine Coronoia, keine unbefristete „epidemische Lage“ ohne Notlage. 9. Drosten gelang ein Geniestreich, der in der Geschichte medizinischer Diagnostik seinesgleichen sucht: der erste Test, der unvalidiert sein eigener Goldstandard sein darf, weil ja eh bloß Covidioten bezweifeln können, dass er funktioniert. 10. Als einziger Wissenschaftler weltweit verfügt Drosten über spektakuläre außersinnliche Fähigkeiten. Wie sonst hätte er einen Virentest aushecken können, der Teile des Genoms von SARS-CoV-2 erspürte, ehe es offiziell überhaupt sequenziert war? Wie sonst hätte er vor jeglicher Unter­suchung vor Ort definitiv ausschließen können, dass SARS-CoV-2 ein Laborkonstrukt ist? Im Nu „verurteilte“ er „nachdrücklich Verschwörungstheorien, die darauf hindeuten, dass Covid-19 keinen natürlichen Ursprung hat.“ Um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei „Gain-of-Function“-Labors wie in Wuhan, deren biowaffenfähige Spitzenprodukte selbst Ebola, Pest und Spanische Grippe locker toppen würden, hat sich Drosten somit bleibende Verdienste erworben. Wozu forschenden Virologen ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen, solange es Wildtiermärkte zu schließen gibt? 11. Weil Psi-Talente eher übermenschlich sind, lassen sie die wahre Herkunft dieses Halbgotts erahnen. Für Kenner der griechischen Mythologie steht außer Frage: Vor 49 Jahren muss sich Athene - Göttin der Weisheit und Wissenschaft, Schutzpatronin aller kämpfenden Helden - für ein kurzes Weilchen ins Emsland gewagt haben, ein irdisches Risikogebiet mit immer schon bedenklicher Infektionsrate, um sich der Fleischeslust hinzugeben. Womöglich tat sie das sogar maskenfrei und ohne Sicherheitsabstand. (3) 12. Auch um die Pflege gedeihlicher Beziehungen zur demnächst führenden Wirtschaftsnation der Welt hat sich Drosten verdient gemacht. Gemeinsam mit 26 Kollegen bekundete er schon Mitte Februar seine uneingeschränkte „Solidarität“ mit „den Wissenschaftlern, Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens und insbesondere den Medizinern Chinas“. „Fleißig und effektiv“ habe Peking „daran gearbeitet, den Erreger dieses Ausbruchs rasch zu identifizieren, bedeutende Maßnahmen zur Verringerung seiner Auswirkungen zu ergreifen und ihre Ergebnisse auf transparente Weise der globalen Gesundheitsgemeinschaft mitzuteilen.“ Daten seien „rasch, offen und transparent“ ausgetauscht worden. Kein Wort über Sicherheitsmängel, verspätete Reaktionen, Versteckspiele. Kein Wort darüber, dass Peking Informationen zurückhielt, Infektionsverdächtige brutalstmöglich drangsalierte, die Weltgemeinschaft hinters Licht führte, bis heute internationale Untersuchungen vor Ort verhindert. Kein Wort über chinesische Ärzte, Wissenschaftler und Journalisten, die plötzlich verschwanden und nie wieder auftauchten, weil sie der offiziellen Propaganda widersprachen. (4) Pekings Krisenmanagement: „rasch, offen, transparent“? Mit einem solch üblen Aprilscherz bewirbt sich Drosten nachdrücklich um die höchste Auszeichnung, den die KP Chinas an ausländische Experten zu vergeben hat: den „Freundschaftspreis“. 13. Niemand schweigt souveräner als Drosten zu dem Schindluder, das mit seinem PCR-Geniestreich getrieben wird. Da ist das semantische Unding der symptomfreien Krankheit, einer engen Verwandten von eckigen Kreisen und eisiger Hitze, trockenem Wasser und weißem Schwarz. Da ist die Panikmache mit Infektionsraten, welche die bekannte Quote falsch-positiver Testergebnisse sogar noch unterbieten – also im Bereich statistischen Rauschens verharren. Da finden Menschenrechtsverletzungen am Fließband statt aufgrund von Diagnosen, die sich mittels PCR überhaupt nicht stellen lassen - nachzulesen in den Gebrauchsanleitungen, mit Nachdruck betont vom Erfinder, dem Chemie-Nobelpreisträger Kary Mullis. Da werden am Fließband „Fälle“ produziert, von denen bei 90 % aller positiven Tests gar keine Ansteckungsgefahr ausgehen kann, weil die Viruslast dafür viel zu gering ist. (5) All dies hinzunehmen, ohne vor Scham und Zorn rot zu werden, qualifiziert zweifellos für höchste Ehrungen seitens derer, denen Drostens Schweigen vortrefflich in die Karten spielt. 14. Bei Pandemiebeginn schaffte es Drosten, mit seinen smarten Schreckensprognosen deutlich besser zu liegen als die berüchtigt apokalyptisch gestimmten Kaffeesatzleser vom Imperial College in London. Weltweit weissagten sie 40 Millionen Covid-19-Tote, für Deutschland 1,1 Millionen Intensivpatienten. (6) Da lobt man sich die prophetische Zurückhaltung, die Drosten an den Tag legt: Einem Szenario zufolge, das er Mitte März 2020 bei einer Pressekonferenz vortrug, könnten dem neuen Coronavirus bloß 278.000 Deutsche zum Opfer fallen. (7) Das beruhigt ungemein - also dürfte Deutschland bloß noch weitere 268.000 Corona-Tote zu bestatten haben. Ohne PCR-Tests „hätten wir in Deutschland jetzt 50.000 bis 100.000 Tote mehr“, so verbreitete Drosten Mitte Juli 2020. Klingt eine „Stimme der Vernunft“ nicht genau so? 15. Nebenbei erfand Drosten einen bestechend zuverlässigen Demenztest: Wer erkennt die Pandemie 2020 als Schweinegrippe 2.0 wieder? Wem ist noch jener haarsträubende Fehlalarm präsent, den die Weltgesundheitsorganisation vor elf Jahren schlug, und dessen lobbyistische Hintergründe? Wen erinnert „Remdesivir“ irgendwie an „Tamiflu“, die Corona-Vakzine an „Pandemrix“? Wem fällt auf, dass die gewieften Geschäftemacher von damals, die mit einer der mildesten Grippewellen des dritten Jahrtausends dank gutgläubiger Regierungen Milliarden einsackten, auch heute wieder in vorderster Reihe die Hand aufhalten: von Gilead über Roche bis GlaxoSmithKline? Und wer erinnert sich noch an die maßgebliche Rolle, die Drosten bei ausnahmslos jeder Pandemie, einschließlich aller vermeintlichen, seit der Jahrtausendwende spielte? Je mehr „Fälle“, desto schlimmer die Seuche, desto panischer die Angst davor, desto legitimer Grundrechtsverletzungen durch Infektionsschützer, desto größer eine auf Medikamente und Impfstoffe fixierte Heilserwartung. Fälle zuhauf bringt der PCR-Test bei, unübertroffen produktiv. Erstmals einsatzbereit machte Drosten ihn 2003, als SARS, das „schwere akute Atemwegssyndrom“, von Vietnam aus um sich griff. Der verunsicherten, besorgten Weltgemeinschaft bescherte er damit eine „sensitive und effiziente Methode zur Diagnose und Überwachung“, wie ein führendes Fachjournal schon damals lobte. Seither war Drosten stets der Erste, der grassierenden Viren auf den Leib rückte: bei Vogelgrippe (2005) und Schweinegrippe (2009) – den beiden hanebüchensten Fakes der Covid-19-Vorgeschichte -, bei Chikungunya (2009), MERS (2012), Zika (2016) und dem brasilianischen Gelbfieber (2017). Allerdings gab es Zeiten, in denen Drosten selbst noch davor warnte, positive PCR-Testergebnisse überzubewerten. Schon vergessen? Als Gedächtnisstütze sollte ihm und all seinen Fans ein Ausriss aus der Wirtschaftswoche am 16. Mai 2014 überreicht werden, mit einem Interview, das anlässlich der MERS-Epidemie auf der arabischen Halbinsel stattfand. Wörtlich erklärte Drosten darin: „Die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“ Für die Corona-Explosion 2020 gilt das etwa nicht? 16. Spektakulär beweiskräftig verteidigte Drosten die Seuchenschutzmaßnahmen der Bundesregierung. „Mit vergleichsweise milden Maßnahmen“ sei „eine Pandemiewelle gestoppt“ worden, lobte er am 14. Juli 2020. Gerüchten zufolge stand Christian, als er noch ein Dreikäsehoch war, einmal gemeinsam mit Jens und Angela am Nordseestrand, kurz bevor Ebbe einsetzte. Mit vollen Backen pusteten sie Richtung Meer. Kaum begann sich das Wasser zurückzuziehen, da riefen sie begeistert aus: „Ha! Unsere Maßnahme beginnt zu greifen!“ (8) 17. Dank Drostens unwiderstehlicher Aura fällt niemandem auf, dass außer einem Virologen auch Immunologen, Epidemiologen und Rechtsmediziner, Statistiker und Medizinhistoriker, Psychologen und Soziologen mit am Tisch sitzen sollten, wenn es darum geht, eine neue Infektionswelle einzuschätzen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und Kollateralschäden mitzubedenken. 18. Mittelbar machte der PCR-Vater das Land endlich wieder regierungsfähig. In Vor-Coronazeiten drohte die Parteienlandschaft immer unübersichtlicher zu werden; Koalitionen zu bilden, erschwerten schrumpfsüchtige Volksparteien. Sobald es aber „um Leben und Tod geht“, wie Möchtegernkanzler Laschet frühzeitig erkannte, versammelt sich das verängstigte Volk schutzsuchend hinter ihrer politischen Führung. Aus immer neuen Umfragetiefs erhob sich die Merkel-CDU, Corona sei Dank, wie Phönix aus der Asche, schnellte von 25 auf zeitweilig über 40 % empor, ein Spitzenwert wie seit 2017 nicht mehr. Plötzlich waren zwei Drittel der Bevölkerung mit der Arbeit ihrer Regierung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ – mehr als je zuvor. Drosten half mit, das ramponierte Vertrauen des deutschen Volkes in seine politischen Führer wiederherzustellen. Die Seuchenschutzmaßnahmen, die er teils beredt, teils stillschweigend, teils vieldeutig murmelnd mittrug, ernteten geradezu nordkoreanische Zustimmungsquoten. Staatsverdrossenheit war gestern. Seit Sepp Herberger, dem Vater des legendären „Wunders von Bern“, hat sich niemand um die Einheit der Nation verdienter gemacht als Drosten: Das Panikvirus, das er pandemisch verbreiten half, hat die Volksgemeinschaft endlich wieder aufs Innigste zusammengeschweißt. 19. Hätte Drosten nicht das Zeug zum ersten Quereinsteiger, der es von einem Laborstuhl schnurstracks auf den Chefsessel des Bundeskabinetts schafft? „Kann Drosten Kanzler?“ fragten sich sogar schon die Zeit und der WDR, das Handelsblatt und die Hamburger Morgenpost. (9) Bloß der Süddeutschen Zeitung fiel ein noch verlockenderer Karrieresprung ein: als „Sex-Symbol“ und „Posterboy“, nicht nur wegen seiner „sinnlichen Lippen“. Dafür spräche, dass Christian dann zumindest um regelmäßige Sitzungen mit Jens, Andreas und Peter herumkäme. 20. Drostens Preiswürdigkeit haben bereits drei namhafte Medizinkonzerne erkannt. Selbstverständlich ohne die geringsten Hintergedanken verlieh ihm im Jahr 2004 der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline - Umsatz 2019: 33,8 Milliarden US-Dollar - seinen „Förderpreis für Klinische Infektiologie“. Der US-Pharmakonzern Abbott - Umsatz 2019: 32 Milliarden US-Dollar - sponserte den „Diagnostics Award“ der European Society for Clinical Virology, den Drosten im selben Jahr erhielt. Ebenfalls 2004 errang er den „Diagnostics Award“ der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, mit freundlicher Unterstützung von bioMérieux - Umsatz 2017: 2,3 Milliarden Euro -, einem börsennotierten französischen Anbieter von Reagenzien, Geräten, Software und Service für die In-vitro-Diagnostik. Warum sollten bewährte „Public/Private Partnerships“ bei Preisverleihungen enden? 21. Als unbeirrbarer Frontkämpfer für die Freiheit der Wissenschaft lehnt Professor Drosten Drittmittel-Prostitution und sonstige finanzielle Verstrickungen selbstverständlich ab – wobei klitzekleine Ausnahmen die Regel bestätigen dürfen: „Zum Glück werden wir“, die Charité, „neuerdings unterstützt von der Bill und Melinda Gates Foundation.“ (10) 249.550 US-Dollar flossen von dort im März 2020. 22. Die Scientific Community verdankt Drosten ein leuchtendes Vorbild, wie man Einschätzungen flexibel an Erfordernisse politischer Korrektheit anpasst, anstatt das Gebot der Evidenzbasierung halsstarrig überzubewerten. 30. Januar: „Mit der Maske hält man das Virus nicht auf. Die technischen Daten dazu sehen nicht gut aus.“ 23. März: „Es gibt in der Literatur fast keine Evidenz dafür, dass das helfen könnte." 6. April: „Wirklich jeder, jeder, jeder in der Gesellschaft, im öffentlichen Leben muss diese Masken tragen.“ 6. September: „Wir wissen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt des Krankheitsverlauf auch weniger schädlich sein könnte, aber das ist eine reine Spekulation. Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege.“ 27. September: „Wir können damit rechnen, dass wir bis Ende 2021 Masken tragen werden. (…) Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen, wird der größte Teil der Bevölkerung weiter Masken tragen müssen“. 23. Mit seinem Bekenntnis zu AHA-Zumutungen trägt Drosten auf Umwegen hocheffektiv dazu bei, hygienisch bedenkliche Phänomene wie Umarmungen und Küsse, Parties und Demonstrationen, Seitensprünge und Prostitution einzudämmen. 24. Uns allen verhalf Drosten zu wundervollen Einsichten, wie wir unsere lockdown-kollateralgeschädigte Haushaltskasse schonen können: Friseure sind entbehrlich, verwuschelt wie frisch aus dem Bett ist telegen und sexy, wie uns seine regelmäßigen TV-Auftritte vor Augen führen. Abos von Leitmedien können wir uns sparen, denn als es drauf ankam, verwandelten sich drostenisierte Qualitätsjournalisten in Hofberichterstatter, Schleimspuren hinterlassend, die ohne weiteres für Arbeitsplätze beim Zentralorgan der coronistischen Einheitspartei qualifizieren. Und wer braucht noch Lippenstift, Rasierapparat, Zahncreme und Taschentuch, seit man elegant hinter Drosten-gesegneten Schutzmasken verstecken kann, dass das Geld dafür nicht gereicht hat? 25. Dass sich Drosten „besondere Verdienste für das Gemeinwohl“ erworben hat, können Hunderttausende von Heimbewohnern, Reiserückkehrern und Hotspottern bestätigen, die dem PCR-Test die wertvolle neue Lebenserfahrung des verfassungswidrigen Eingesperrtseins verdanken. 26. Drosten trug dazu, reichlich Leben zu retten: Während des PCR-gestützten Lockdowns fanden erheblich weniger Impfungen von Schwangeren und Säuglingen statt. Daraufhin fiel die Zahl der Frühgeburten und plötzlichen Kindstode signifikant. (11) 27. Niemandem mehr als Drosten verdanken wir sozusagen eine auf Wochen und Monate verlängerte Sonntagsruhe. Lasst uns endlich das Positive sämtlicher Lockdowns "light" und "hard" würdigen, zu denen es ohne PCR-Alarmismus nie gekommen wäre: Für eine Weile ersparten sie Millionen eine stressige Erwerbstätigkeit, verschafften ihnen Zeit zur Pflege des Ehe- und Familienlebens, wie auch zur Austragung von unaufgearbeiteten Beziehungskonflikten sowie zu überfälligen Züchtigungen des missratenen Nachwuchses. Sie verhalfen zu mehr Schlaf. Heimwerkern boten sie Gelegenheit zur Verschönerung der eigenen vier Wände, Hobbygärtnern zur Rasen- und Rosenpflege. Wie schwer wiegt demgegenüber schon das kleine bisschen Grundrechtsverletzung? Bewegungsfreiheit und Menschenwürde werden überbewertet. 28. Einen ebenso unschätzbaren Beitrag leistete ein drostenisiertes PCR-Regime zum Umweltschutz. Schlagartig wurde die Luft reiner, die Gewässer ebenfalls. Deutlich weniger Treibhausgase wurden ausgestoßen. Und wann haben wir den Himmel zuletzt so blau gesehen wie in Lockdown-Monaten, als ihn so gut wie keine Flugzeuge mehr mit ihren chemtrailverdächtigen Kondensstreifen milchig-grau einfärben konnten? Für moderne Klimapolitik eröffnen sich da ganz neue Zukunftsperspektiven. Wer vermisst eigentlich noch Greta? 29. Irgendwie hat Drosten sogar seinen Teil dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft einen fulminanten Aufschwung erlebt wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Zwischen Mai und Juni 2020 verzeichnete das Statistische Bundesamt fast ein Drittel mehr Aufträge, für die Autoindustrie sogar zwei Drittel, verglichen mit den zwei düsteren Vormonaten. Die Nachfrage zog um 35,3 Prozent an. Pharmakonzerne fanden Abnehmer für über eine Milliarde Impfdosen, schon Monate vor der Zulassung. Als fabelhafte Konjunkturspritze erweist sich die Pandemie obendrein für Hersteller von Schutzmasken, Schutzanzügen und Schutzbrillen, von Handschuhen und Desinfektionsmitteln, wie auch von Überwachungstechnik aller Art. Zwar dümpelt der Ferntourismus vor sich hin. Aber wer braucht schon Haiti, Bali oder die Malediven, wo es doch den Bodensee, den Harz und die Mecklenburgische Seenplatte gibt? 30. Drosten half mit, städtische Straßenreinigungen zu entlasten, insbesondere in Berlin. Wenn Großdemonstrationen gegen die Hygienediktatur verhindert werden, die er legitimieren hilft, so fällt auf der Straße des 17. Juni und umliegenden Örtlichkeiten erheblich weniger Müll an. 31. Drosten ist „der Habeck der Medizin“, wie selbst das „faktenfaktenfakten“-versessene Nachrichtenmagazin Focus schwärmt. Und die bloße Seinsnähe zu Habeck ist ja an sich schon schwer verdienstordenswürdig. „Alles an ihm stößt auf Wohlgefallen. Das Erscheinungsbild (‚diese süßen schwarzen Locken!‘). Das verschmitzte Lächeln, das ihm etwas Jugendliches gibt.“ Falsch getippt, der Focus-Autor war keine Frau. 32. Drosten half mit, das notorisch dauergestresste Klinikpersonal ein Weilchen zu entlasten, insbesondere auf Intensivstationen. (12) Einer nicht abzuflachenden „Kurve“ harrend, konnten unterbeschäftigte Ärzte und Krankenschwestern eine Neuinszenierung von „Warten auf Godot“ in Angriff nehmen: endlich mal wieder gemeinsam meditieren, singen, Karten spielen, Däumchen drehen und ungestörte Pausenschläfchen einlegen. 33. Dank Drosten erklomm das deutsche Liedgut ein ganz neues Niveau: Er inspirierte eine Berliner Punk-Band dazu, ihm einen fetzigen Song mit verdienstkreuzwürdigem Text zu widmen. Refrain: „Ich habe besseres zu tun / Lasst mich bitte mit dem Scheiß in Ruhe.“ 34. Auch zur anhaltenden Debatte um eine Erhöhung des Renteneintrittsalters hat der Direktor des Instituts für Virologie der Charité aufs Wertvollste beigetragen: Von Herzen wünscht man sich, sein Amtsvorgänger Prof. Detlev Krüger hätte sich nicht schon 2016, mit gerade mal 66 Lenzen, in den Ruhestand verabschieden lassen. Mit einer „zweiten Welle“ Panik zu schüren, wäre mit Krüger nicht zu machen gewesen. „Dass wir auch in Zukunft mit dem neuen Coronavirus leben müssten, wird von Politik und Medien meist wie eine Drohung kolportiert. Aber alle Viren beschäftigen uns ein Leben lang“, stellte Krüger frühzeitig klar. „Vieles wird jetzt plötzlich so dargestellt, als ob das alles Neuland wäre. Natürlich wird das Virus wahrscheinlich nicht mehr aus unserer Umwelt verschwinden. Aber es gibt viele andere gefährliche und sogar noch gefährlichere Viren, mit denen wir auch zu leben gelernt haben oder die wir erfolgreich bekämpfen können. (…) In vieler Hinsicht kann man Corona- und Grippewellen durchaus vergleichen, sowohl bei der Übertragungsweise der Viren als auch bei den Risikogruppen. (…) Man sollte eine Abwägung treffen zwischen den möglichen Schäden durch die Infektion und den möglichen Schäden durch die Maßnahmen, die gerade laufen.“ 35. Gleich nach Bill Gates dürfte Christian Drosten der großherzigste Philanthrop seit Menschengedenken sein. Obwohl ihm das Patent auf einen der größten Verkaufsschlager der Medizingeschichte gebührt – auf einen Virentest, der schon jetzt mehrere hundert Millionen Mal zur Anwendung kam -, will er „daran keinen Cent verdienen. Ich habe nichts davon!“ Davor verneigen wir uns voller Hochachtung, solange uns der Einblick in seine Steuererklärung 2020 verwehrt bleibt. Aber wer profitiert denn nun eigentlich von Drostens Pionierleistung? Auch die Charité hat angeblich nullkommanichts davon, zumal eine „gewinnorientierte Betrachtungsweise im Zusammenhang mit der Pandemie aus unserer Sicht (...) nicht geboten ist“. Angeblich kassiert ausschließlich die Berliner Firma TIB Molbiol, mit dessen Geschäftsführer Olfert Landt der erfinderische Drosten seit sage und schreibe 17 Jahren „aus rein humanitären Gründen“ innigst zusammenarbeitet – bei sämtlichen größeren Infektionswellen seit dem ersten SARS-Ausbruch 2003. (13) TIB Molbiol scheffelt Unsummen, während Drosten leer ausgeht? Wie kann er auf riesige Vermögenswerte verzichten, einfach so? Ginge es bloß darum, Gutes tun: Wieso hat sich Drosten nicht seine Verwertungsrechte gesichert, vermarktet seinen Geniestreich selber und führt die Erlöse einer gemeinnützigen Stiftung zu? Pecunia olet: Einem 101%-igen Humanisten, der am liebsten jede freie Minute dem Dienste an der Menschheit widmet, fehlt vermutlich schlicht die Zeit, obendrein auch noch geschäftstüchtig zu sein. Ob Drosten das nicht in Kürze bereuen wird? Dummerweise ist der Bundesverdienstorden reine Ehrensache, kein Preisgeld fließt. Gerade jetzt könnte Drosten es gut gebrauchen, angesichts einer Sammelklage in Milliardenhöhe, welche momentan eine Gruppe von Anwälten gegen ihn vor US-Gerichten vorbereitet – wegen Betrugs. „PCR-Tests können und dürfen Infektionen nicht feststellen“, so erklärt Initiator RA Dr. Reiner Füllmich. „Ohne PCR-Test keine Pandemie.“ Aber vielleicht leistet TIB Molbiol ja Prozesskostenhilfe? Aus rein humanitären Beweggründen, versteht sich. Gerüchten zufolge weigerten sich Bundespräsident und Chefvirologe, sich prophylaktisch PCR-testen zu lassen und eine zweiwöchige Quarantäne anzutreten, ehe sie Berlin anlässlich ihrer Zusammenrottung mit 14 weiteren zu Bekreuzigenden, reichlich Presse und Ehrengästen womöglich in den nächsten Hotspot verwandeln. Dass Drosten zuvor ein wenig hüstelte und Steinmeier sogar nieste, wie anonyme Informanten aus ihrem Umfeld versichern, wurde angeblich vertuscht. Immerhin soll in Schloss Bellevue mit fremdbelüfteten Vollschutzanzügen samt angeschweißten Stiefeln, ABC-Schutzmasken sowie einer Schleusenkammer mit Chemikaliendusche vorgesorgt worden sein. Eine Sondergenehmigung des Berliner Innensenators erlaubte den Zutritt auch bei einer thermosensorisch ermittelten Körpertemperatur über 37,2 Grad. Im unmittelbaren Anschluss an die Zeremonie wurde ganz Berlin-Tiergarten dekontaminiert. Straßensperren verhinderten unbefugtes Verkrümeln in umliegende Bezirke. Den Tanks von Wasserwerfern wurden Desinfektionsmittel beigemengt. Sicher ist sicher. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Robert Koch Institut: „Epidemiologisches Bulletin Nr. 38/2020, Stand 16. September, S. 15: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/38_20.pdf?__blob=publicationFile. (2) https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-06/covid-19-christian-drosten-zweite-infektionswelle-warnung-corona-ausbrueche; https://rp-online.de/panorama/coronavirus/christian-drosten-warnung-vor-zweiter-welle-des-virologen_aid-51816085; https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88109938/drosten-warnt-vor-zweiter-corona-welle-alle-alarmsensoren-anschalten.html (3) Für alle Leser mit blamabler Wissenslücke: Drosten kam am 12. Juni 1972 in Lingen im Emsland zur Welt. (4) https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/warum-die-corona-krise-auch-eine-gefahr-fuer-die-menschenrechte-ist, https://www.inkstonenews.com/politics/chinese-activists-detained-after-posting-censored-covid-19-news-github/article/3081668; https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/coronavirus-whistleblower-li-wenliang-ist-tot-trauer-um-arzt-aus-wuhan-wird-zur-gefahr-fuer-die-regierung/25522914.html; https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/coronavirus-arzt-china-li-wenliang-100.html; https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/china-covid-lockdown-propaganda (5) New York Times: „Your Coronavirus Test Is Positive. Maybe It Shouldn’t Be“, 29.8.2020, https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html (6) taz, 10.8.2020, S. 12. (7) https://www.welt.de/vermischtes/article206479693/Lanz-zu-Coronavirus-Moegliche-Todesfaelle-Kekule-widerspricht-Drosten.html; https://www.bz-berlin.de/deutschland/arzt-haelt-278-000-corona-tote-in-deutschland-fuer-moeglich (8) Siehe „Auswege Infos“ Nr. 66, Mai 2020, https://www.stiftung-auswege.de/images/downloads/auswege-newsl66.pdf, PDF S. 20. (9) https://www.zeit.de/2020/13/coronavirus-wissenschaft-auswirkung-auf-politik-virologen-christian-drosten-alexander-kekule; https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-zugabe/audio-drosten-for-kanzler---das-satire-update-100.html; https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-neue-macht-der-virologen/25684390.html?ticket=ST-3232813-GejEOgtJeIy1a2oJWZKE-ap4; https://www.mopo.de/hamburg/er-lebte-auch-schon-in-hamburg-das-ist-super-virologe-drosten-36445408 (10) ndr.de, Coronavirus-Update: Brauchen Abkürzungen bei der Impfstoffzulassung, 18.3.2020 (11) Siehe „Auswege Infos“ Nr. 67, Oktober 2020, https://www.stiftung-auswege.de/infos/newsletter.html, und die dort genannten Quellen. (12) https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/trotz-corona-pandemie-warum-kliniken-jetzt-kurzarbeit-anmelden-a-3dc61bc9-fb12-4298-8022-bb4c2be39d7d; https://www.20min.ch/story/jetzige-kurzarbeit-von-spitaelern-klingt-paradox-519453057614 (13) http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-1/; http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-2/; http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-3/

  • „Es gibt kein Zurück zur Normalität“

    Der Nachrichtensender CNN schwört uns auf die schöne neue Welt ein. Man müsse akzeptieren, dass obligatorische Einschränkungen wie das Tragen von Gesichtsmasken "dauerhaft" werden - ein selbstverständlicher „Teil des Lebens". „Wir werden niemals zur ‚Normalität‘ zurückkehren“: Diese Prophezeiung hat CNN, der zweitgrößte Nachrichtensender der Vereinigten Staaten, soeben seinem Millionenpublikum nähergebracht. „Es gibt kein ‚Zurück zur Normalität‘“, überschreibt CNN-Redakteur Nick Paton Walsh, immerhin Emmy-Preisträger, einen am 30. September veröffentlichten Artikel. „Je früher wir das hinnehmen, desto besser.“ Man müsse akzeptieren, dass obligatorische Einschränkungen wie das Tragen von Gesichtsmasken "dauerhaft" werden - ein selbstverständlicher „Teil des Lebens". Wer weiterhin „die Pandemie leugnet“, sei unfähig, „die Realitäten von Covid-19 zu akzeptieren“. Die Welt vor Corona sei jetzt nur noch Nostalgie, sie „kommt nicht zurück“. Damit müsse die Öffentlichkeit sich „abfinden". Dies sei „nicht unbedingt etwas Schlechtes, sagen Psychologen. Die Gefahr besteht eher darin, dass man sich wieder nach Normalität sehnt, als dass man weiter daran arbeitet, mit dem umzugehen, was vor einem liegt. (…) Die menschliche Neigung zu glauben, dass Veränderungen vorübergehend sind und dass die Zukunft wieder der Vergangenheit ähneln wird“, zeuge von einer "Normalitätsverzerrung" – für CNN anscheinend eine gemeingefährliche, dringend therapiebedürftige Form von psychischer Störung. Unter Berufung auf Thomas Davenport, Professor für Informationstechnologie und Management am Babson College in Wellesley, Massachusetts, schreibt CNN: Wer sich weigert, Masken zu tragen, sei blind für die neue Wirklichkeit. Er missverstehe sie als „vorübergehende Modeerscheinung, die er sich nicht zu eigen machen muss“. In dieselbe Kerbe schlug CNN bereits Anfang Juli. In der Überschrift eines längeren Beitrags zitierte der Sender den Präsidenten der britischen Royal Society, Venki Ramakrishnan: „Die Weigerung, Gesichtsmasken zu tragen, sollte genauso tabu sein wie Trunkenheit am Steuer oder Autofahren ohne Sicherheitsgurt.“ (https://edition.cnn.com/2020/07/07/health/mask-wearing-uk-intl-scli-gbr-wellness/index.html) Beides sei früher ganz normal gewesen. Heute jedoch „würde man beides als unsozial betrachten.“ CNN beruft sich auf „viele Gesundheitsbeamte auf der ganzen Welt“, die „sagen, dass wir Masken tragen müssen, wenn wir die Wirtschaft offen halten und Zehntausende von Leben retten wollen“. Unfassbar. Beklemmend. „Mit dem neuen Paradigma der ‚Biosicherheit‘ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten“, schreibt der italienische Philosoph Giorgio Agamben, Professor an der Universität Venedig. „Wie beraubt man die Menschen ihrer grundlegenden Rechte und greift in nie dagewesener Weise selbst in ihre intimsten Beziehungen zueinander ein? Wie digitalisiert man den sozialen Kontakt, zerstört Solidarität und atomisiert funktionierende Gesellschaften? Wie schafft man das so, dass sich selbst sonst sehr kritische Kräfte wie Grüne und Linke in dieses totalitäre Umgestaltungsprojekt einbinden lassen?" "Die Lösung liegt darin, eine Bedrohung von ungeahntem Ausmaß zu kreieren, die alle Bürger zu disziplinieren imstande ist — stärker noch als bei angeblicher terroristischer Gefahr. Das Thema Gesundheit aktiviert nicht nur unweigerlich archaische Ängste bei fast allen Menschen, es tarnt die Anpassung an die Diktatur als Altruismus und delegitimiert selbständiges Denken. Die geniale Konstruktion der Architekten dieser neuen Weltordnung lautet: Wir ersetzen das bisherige Recht auf Gesundheit durch eine Gesundheitspflicht.“ Dieser Pflicht überall, jederzeit nachzukommen, gilt als edelste Form von staatsbürgerlicher Teilhabe. So kann es kommen, dass selbst „wie linke Organisationen, traditionell gewohnt, Rechte einzufordern und Verfassungsbrüche anzuprangern, vorbehaltlos Freiheitsbeschränkungen akzeptieren, die durch Regierungsdekrete bar jeder Legalität beschlossen wurden“. Von einer „Covid-Nazifizierung des Gesundheitswesens“ spricht der britische Mediziner Kevin P. Corbett. Geradezu prophetisch vorweggenommen hat diese Entwicklung der französische Historiker und Soziologe Patrick Zylberman in seinem Buch „Tempêtes microbiennes“ von 2013. Darin beschreibt er einen Prozess, durch den Sicherheit in Gesundheitsfragen, die bislang in politischen Kalkülen nur am Rande auftauchte, zu einem wesentlichen Bestandteil staatlicher und internationaler politischer Strategien wird: Gesundheitsterror als Instrument, um ein „worst case szenario“ zu managen. Dazu werden Daten in einer Weise präsentiert, die ein Notstandsregime zu rechtfertigen scheint. So entsteht „eine Art Gemeinsinn der Superlative“, bei dem es als Ausweis von Altruismus gilt, auferlegte Pflichten zu erfüllen. Der Bürger hat nicht bloß ein Recht auf Gesundheit – er wird von Gesetzes wegen zum Gesundheitsschutz verpflichtet. Wie viele Mahnungen davor sind bereits ungehört verhallt? Bereits Anfang April 2020 warnten über 100 Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen davor, dass die Menschheit durch die „Corona-Krise“ in einen Überwachungsstaat schlafwandelt. Hatten vor eben dieser Entwicklung nicht zwölf Kardinäle und Bischöfe schon Anfang Mai gewarnt – wofür sie sich als „Verschwörungstheoretiker“ verhöhnen lassen mussten? In einem aufsehenerregenden „Aufruf für die Kirche und für die Welt“ beklagten sie damals, dass "unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt“ werden. Die öffentliche Gesundheit dürfe "kein Alibi werden, um die Rechte von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu verletzen". Zum "Kampf gegen einen unsichtbaren Feind" riefen sie auf: "Wir lassen nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation unter dem Vorwand eines Virus ausgelöscht werden, um eine (…) technokratische Tyrannei zu begründen." (1) Ebenso eindringlich klang der Weckruf, den 13 Nobelpreisträger, 70 internationale Organisationen und über 400 weitere prominente Unterzeichner, unter ihnen knapp 60 frühere Staats- und Regierungschefs, Ende Juni an die Welt richteten. Die Coronavirus-Pandemie sei auch eine politische Krise, welche die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in offenen Brief. „Die von uns wertgeschätzten Freiheiten sind in Gefahr, wir dürfen sie nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen.“ Autoritäre Regime nutzen die Lage, um Kritiker zum Schweigen zu bringen und ihre Macht zu festigen – ja, AUCH MIT EUCH als Handlangern, all ihr anonymen Faktenchecker, die ihr euch ohne demokratisches Mandat anmaßt, in sozialen Medien über Beiträge wie diesen hier den Daumen zu senken und über ihre Autoren einen „Schattenbann“ zu verhängen, der das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen tritt. Schande über euch. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) https://katholisches.info/2020/05/07/die-warnung-der-kardinaele-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/; https://opposition24.com/kardinaele-warnen-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/

  • Über die Schleimhaut gehuscht

    „Plötzlich enthält die Meldestatistik Kerngesunde. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen erklären“: So warnte Christian Drosten 2014 davor, die Ergebnisse seines PCR-Tests überzubewerten. Lassen wir Herrn Drosten, neuerdings im Besitz eines zweiten Bundesverdienstkreuzes, unkommentiert zu Wort kommen. Da muss kein Covidiot noch seinen Extra-Senf dazugeben. Im Frühjahr 2014 grassierte auf der arabischen Halbinsel eine SARS-ähnliche Atemwegserkrankung, das Middle East Respiratory Syndrome (MERS). Um Infizierte aufzuspüren, kam schon damals Drostens PCR-Test zum Einsatz. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche vom 16. Mai 2014 warnte Drosten davor, die PCR-Ergebnisse überzubewerten. Wörtlich sagte er; "... aber die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“ „Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hochgekocht haben." Die Wirtschaftswoche hakte nach: „Sie meinen, dass die Medien einen Einfluss auf die Meldezahlen haben?“ Drosten: "In der Region gibt es kaum noch ein anderes Thema in den TV-Nachrichten oder Tageszeitungen. Und auch Ärzte in Krankenhäusern sind Konsumenten dieser Nachrichten. Die überlegen sich dann ebenfalls, dass sie mal ein Auge auf diese bisher auch in Saudi-Arabien sehr seltene Erkrankung werfen müssten. Die Medizin ist nicht frei von Modewellen." Sechs Jahre später gilt all dies nicht mehr, Herr Drosten? Harald Wiesendanger

  • WHO: Schluss mit Lockdowns !

    Kein Covidiot, sondern ein Top-Repräsentant der Weltgesundheitsorganisation warnt nun plötzlich: Lockdowns haben weltweit „zu einer ganz schrecklichen Katastrophe geführt“. Er appelliert, auf „bessere Systeme“ zur Seuchenkontrolle zu setzen. Späte Reue? Ist es zu fassen? Ein führender Vertreter der Weltgesundheitsorganisation stellt soeben fest, dass Lockdowns „weltweit zu einer schrecklichen Katastrophe geführt haben“. Im Namen der WHO appelliert er an „alle führenden Politiker der Welt“, auf „bessere Systeme“ zur Seuchenkontrolle zu vertrauen. Eindringlich warnt er davor, Lockdowns „als primäres Kontrollinstrument“ einzusetzen. So äußerte sich kein Geringerer als David Nabarro, vom WHO-Generalsekretär zu einem von sechs Sonderbeauftragten für die Reaktion auf die Corona-Pandemie ernannt, am 8. Oktober in einem Video-Interview mit dem britischen Wochenmagazin The Spectator. (1) Wörtlich sagte Nabarro: „Wir in der Weltgesundheitsorganisation befürworten keinen Lockdown als primäres Mittel zur Kontrolle dieses Virus.“ "Wir glauben, dass ein Lockdown nur gerechtfertigt ist, um Ihnen“ (d.h. Regierungen in aller Welt) „Zeit zu verschaffen, damit Sie sich neu organisieren, neu gruppieren, Ihre Ressourcen neu ausbalancieren und Ihre Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die erschöpft sind, schützen können. Aber im Großen und Ganzen würden wir das lieber nicht tun.“ „Schauen Sie sich nur an, was zum Beispiel in der Karibik oder im Pazifik mit der Tourismusindustrie passiert ist, weil die Leute ihren Urlaub nicht mehr dort verbringen.“ „Schauen Sie sich an, was mit Kleinbauern auf der ganzen Welt passiert ist, weil ihre Märkte zusammengebrochen sind.“ „Schauen Sie sich an, was mit dem Armutsniveau passiert - es scheint, dass wir bis zum nächsten Jahr eine Verdopplung der weltweiten Armut haben könnten.“ „Es ist gut möglich, dass sich die Unterernährung von Kindern mindestens verdoppelt, weil die Kinder in der Schule keine Mahlzeiten bekommen und ihre Eltern in armen Familien nicht in der Lage sind, sich das zu leisten.“ „ Dies ist eigentlich eine ganz, ganz schreckliche globale Katastrophe.“ „Und deshalb appellieren wir wirklich an alle führenden Politiker der Welt: Hören Sie auf, den Lockdown als Ihr primäres Kontrollinstrument einzusetzen. Entwickeln Sie bessere Systeme, um dies zu erreichen. Arbeiten Sie zusammen und lernen Sie voneinander. Denken Sie daran, dass der Lockdown nur eine Konsequenz hat, die Sie niemals kleinreden dürfen: Er macht arme Menschen um ein Vielfaches ärmer.“ Ehe wir vor Rührung in einem Meer von Tränen versinken, die uns ein solch wunderbarer Akt der Empathie und Fürsorge in die Augen treibt, sollten wir uns letztere verwundert reiben. Wieso schlägt Nabarro solche Töne erst jetzt an? Wieso bedauert er bei dieser Gelegenheit nicht gleich auch die Leichenberge, die Gesundheitssysteme im WHO-Panikmodus auftürmten, indem Abermillionen OPs, Behandlungen und Untersuchungen abgesagt oder verschoben wurden? Warum teilt nicht der WHO-Generalsekretär höchstselbst Navarros Bedauern? Weshalb appelliert die WHO nicht offiziell? Und wäre es nicht angebracht, zerknirscht Reue zu zeigen, sich bei der Weltgemeinschaft zu entschuldigen und Posten zu räumen? Hat der WHO-Generalsekretär nicht von Anfang an Chinas härtestmögliche Reaktion auf den SARS-CoV-2-Ausbruch bei jeder Gelegenheit als vorbildlich gelobt? Pries er „Konsequenz und Effizienz“ des Wuhan/Hubei-Lockdowns nicht als leuchtendes Vorbild für den Rest der Corona-Welt? (2) Haben Internationaler Währungsfonds und Weltbank, zwei Sondereinrichtungen der Vereinten Nationen, Kreditvergaben im Gesamtvolumen von knapp 90 Milliarden US-Dollar an 80 Staaten nicht an die Bedingung geknüpft, dass die Schuldner totalitären Infektionsschutz à la Peking nachahmen? (3) Hat die WHO Schwedens lockdownfreien Sonderweg nicht wiederholt als „unverantwortlich“ angeprangert? Ignoriert die WHO nicht seit Krisenbeginn wissenschaftliche Studien, die Lockdowns für nutzlos erklärt haben? (4) Wo bleibt das Medienecho auf die verblüffende Kehrtwende der WHO? Wo bleiben Stellungnahmen der politisch Verantwortlichen? Warum steuern Regierungen nicht spätestens jetzt um? David Nabarro, ein britischer Mediziner, ist seit 1999 für die Vereinten Nationen in hohen Ämtern tätig. Unter anderem war er Leitender UN-Koordinator von Maßnahmen gegen die Vogelgrippe (2005-2014), für Globale Ernährungssicherheit (2008-2014), für nachhaltige Entwicklung und Klimawandel (2016/17). Bei der Neuwahl des WHO-Generalsekretärs zog er am 23. Mai 2017 gegen den Favoriten Chinas, den Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus, erst im dritten Wahlgang den kürzeren. Ist nicht seit über einem halben Jahr offenkundig, was diesem WHO-Repräsentanten seltsamerweise erst jetzt auffällt? In wohlhabenden Industrienationen verhindern soziale Sicherungssysteme zumindest das Allerschlimmste. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen Entwicklungs- und Schwellenländer. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln, mit einem halben Dutzend Verwandter auf ein paar Quadratmetern zusammengepfercht, wo sie einander während wochenlanger Ausgangssperren erst recht infizieren. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte deshalb mit voller Wucht. Große Teile der Bevölkerung vegetieren dort nun erst recht in bitterster Armut, können ihrem Elend nicht entkommen, sind verzweifelt, hungern und verhungern. Beispiel Peru: Obwohl kein Land einen früheren, längeren und härteren Lockdown verhängte – mit Ausgangssperren ab der ersten Märzhälfte bis Ende Juni -, beklagt der Andenstaat die weltweit höchste Zahl von Corona-Infizierten und -Toten. (5) Bereits am 22. April zitierte die New York Times unter der Schlagzeile „Instead of Coronavirus, the Hunger Will Kill Us“ Expertenschätzungen, denen zufolge die Anzahl der Hungernden bis zum Jahresende weltweit um 130 Millionen ansteigen wird. Gar von 225 Millionen geht eine neuere Studie der Universität Oxford aus. Laut UNO droht coronabedingt weltweit 1,6 Milliarden Menschen akut ein Verlust ihrer Lebensgrund­lagen. Länder wie Indien und Pakistan verzeichnen sprunghaft angestiegene Selbstmord­raten – nachdem Infektionsschutz massenhaft Lebensgrundlagen zerstörte, sehen viele Leidtragende keinen anderen Ausweg mehr, als sich umzubringen. (6) Werden sich die politisch Verantwortlichen dafür jemals vor irdischen Richtern verantworten müssen? Oder bleibt bloß die Hoffnung aufs Jüngste Gericht? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.youtube.com/watch?v=x8oH7cBxgwE&feature=youtu.be&t=915; Ausschnitt: https://twitter.com/i/status/1314573157827858434) (2) https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-china-who-1.4844104; https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-china-quarantaene-reisebeschraenkung-1.4827927M; https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-who-china-101.html (3) https://www.stiftung-auswege.de/images/downloads/der_gekaufte_planet.pdf; https://kurier.at/politik/ausland/coronavirus-schweden-hat-tragweite-nicht-begriffen/400813571 (4) https://www.nber.org/papers/w27719.pdf; https://www.timesofisrael.com/the-end-of-exponential-growth-the-decline-in-the-spread-of-coronavirus. (5) https://www.welt.de/politik/ausland/plus215424760/Peru-Das-toedlichste-Corona-Land-der-Welt.html; https://web.de/magazine/news/coronavirus/corona-katastrophe-peru-weltweit-hoechste-sterberate-trotz-lockdown-35093490; https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/peru-hat-jetzt-weltweit-die-hoechste-corona-sterberate-16932597.html (6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7212955/; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7274089/; https://www.aa.com.tr/en/asia-pacific/covid-19-financial-crisisindian-family-commits-suicide/1963021 Foto Hausfassade: Free-Photos/Pixabay; Porträt Nabarro: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres - DIALOG Entwicklung, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48456204

  • Die Epidemie, die nie eine war

    Was 2006 in einer Klinik in New Hampshire geschah, hat selbstverständlich rein gar nichts mit der Corona-Welt 2020 ff. zu tun. Eine Seuche herbeitesten? Unmöglich. Ein Hirngespinst von wodargisierten, bhaktifizierten Covidioten. Unmöglich? Fragen wir nach bei der Ärztin Dr. Brooke Herndon, Internistin am Dartmouth-Hitchcock Medical Center in Lebanon, US-Bundesstaat New Hampshire. „Hitchcock“? Der Name passt auf die Ereigniskette, deren erstes Glied sie war. Und das kam folgendermaßen. Mitte April 2006 begann Dr. Herndon, eine Spezialistin für Infektionskrankheiten, zu husten. Sie hustete und hustete unentwegt, zwei Wochen lang. Anschließend tat sie es sporadisch eine weitere Woche lang. Ende April fingen weitere Mitarbeiter der Klinik zu husten an. Schwerer, hartnäckiger Husten ist ein Merkmal von Keuchhusten. Lag er tatsächlich vor, so musste die beginnende Epidemie sofort eingedämmt werden. Denn für Babies im Krankenhaus ist die Krankheit potentiell tödlich. Bei älteren, immunschwachen und vorerkrankten Patienten kann sie zu Lungenentzündung führen. So begann die bizarrste Episode in der 127-jährigen Geschichte des Dartmouth-Hitchcock Center: das vermeintliche Wüten einer Epidemie, die es nie gab. Monatelang waren alle Beteiligten der festen Überzeugung, die Klinik sei Epizentrum eines bedrohlichen Keuchhustenausbruchs, der außer Kontrolle zu geraten droht, mit schlimmen Folgen für die 14.000 Einwohner von Lebanon, für die Bevölkerung in der näheren Umgebung und womöglich weit darüber hinaus. Fast 1000 Mitarbeiter der Klinik mussten sich einem PCR-Test unterziehen. Bis die Ergebnisse vorlagen, wurden sie beurlaubt. 142 Personen, darunter auch Dr. Herndon, erhielten schließlich die Nachricht: Der Test bestätige, dass sie sich tatsächlich Keuchhusten eingefangen haben. 1.445 Beschäftigte erhielten daraufhin Antibiotika, 4.524 einen Impfstoff. Krankenhausbetten wurden außer Betrieb genommen, einige davon auf der Intensivstation. „Hätten wir an diesem Punkt aufgehört, so wären wir uns wohl alle einig gewesen, dass wir hier einen Ausbruch von Keuchhusten hatten - und dass wir ihn unter Kontrolle gebracht haben", sagt Dr. Kathryn Kirkland, eine Infektiologin am Dartmouth-Hitchcock Center. Aber die Geschichte geht noch weiter. „Wir dachten: Warum überprüfen wir die Sache nicht mit serologischen Tests?“, so Dr. Kirkland. „Nach einer Pertussis-Infektion sollte eine Person auf jeden Fall Antikörper gegen das Bakterium entwickeln." Blutproben von 39 mutmaßlich Infizierten sandte die Klinik an die US-Gesundheitsbehörde CDC, die Centers for Disease Control and Prevention. (Alle übrigen positiv PCR-Getesteten hatten bereits den Impfstoff erhalten, der die Bildung von Pertussis-Antikörper auslöst.) Acht weitere Monate vergingen. Dann endlich bekamen die Mitarbeiter Post von der Klinikverwaltung: Oops, ähm, sorry - das Ganze habe sich als Fehlalarm herausgestellt. In keinem einzigen Fall bestätigte sich ein Keuchhustenverdacht, nachdem die eingesammelten Proben daraufhin untersucht wurden, ob sich aus ihnen der vermutete Erreger anzüchten ließ: das Bakterium Bordetella pertussis. Aber was war dann im Frühjahr 2006 mit dem Klinikpersonal los gewesen? Alle angeblich Infizierten hatten sich wohl eine hartnäckige Erkältung oder eine sonstige gewöhnliche Atemwegserkrankung zugezogen. Am 22. Januar 2007 ließ die New York Times Epidemiologen und Infektiologen auf die Pseudo-Pandemie von Lebanon zurückblicken. Die Experten erklärten: Das Problem habe darin bestanden, dass die Verantwortlichen blind auf den schnellen, hochempfindlichen PCR-Test vertrauten. Er führte sie wohin? In die Irre. „Es gibt keine nationalen Daten über Pseudoepidemien, die durch eine übermäßige Abhängigkeit von solchen molekularen Tests verursacht werden“, räumte Dr. Trish M. Perl ein, Epidemiologin an der Johns-Hopkins-University und frühere Präsidentin der Society of Health Care Epidemiologists of America. „Aber Pseudoepidemien kommen immer wieder vor. Der Fall von Dartmouth mag einer der größten gewesen sein, er ist jedoch keineswegs eine Ausnahme.“ Im Herbst 2006 sei nach PCR-Tests eine ähnliche Keuchhusten-Angst im Children's Hospital in Boston aufgekommen. Beteiligt waren damals 36 Erwachsene und 2 Kinder. Bei endgültigen Tests wurde jedoch keine Keuchhustenerkrankung festgestellt. "Es ist ein Problem. Wir wissen, dass es ein Problem ist", sagt Dr. Perl. "Meine Vermutung ist, dass das, was in Dartmouth passiert ist, häufiger vorkommt." „Viele der neuen molekularen Tests sind schnell, aber technisch anspruchsvoll, und jedes Labor kann sie auf seine eigene Weise durchführen“, kommentiert die New York Times. „Gerade ihre Empfindlichkeit macht falsch-positive Ergebnisse wahrscheinlich, und wenn Hunderte oder Tausende von Menschen getestet werden, wie in Dartmouth geschehen, können falsch-positive Ergebnisse den Anschein einer Epidemie erwecken.“ Warum verlässt man sich dann überhaupt auf sie? "Für bare Münze nehmen sollte man sie offenkundig nicht", sagt Dr. Perl. „Aber wenn rasche Antworten benötigt werden und ein Erreger wie das Keuchhustenbakterium schwer in einem Labor zu züchten ist, hat man oft keine großen Möglichkeiten.“ Die Dartmouth-Hitchcock-Episode „verstörend“ zu nennen, sei noch eine Untertreibung, so meint Dr. Elizabeth Talbot, Epidemiologin beim New Hampshire Department of Health and Human Services. Die Vorfälle geben uns „den Hauch einer Ahnung“ davon, wie eine Fake-Seuche in Gang kommen könnte. „Einer der beunruhigendsten Aspekte der Pseudoepidemie von Dartmouth war es, dass alle Entscheidungen damals so vernünftig erschienen.“ Und die Moral von der Geschichte: Es kann nicht schaden, Zeitungsausschnitte aufzubewahren, selbst wenn sie über 13 Jahre alt sind. Man kann ja nie wissen, welche Déjà-vus sie einem irgendwann womöglich noch verschaffen. Harald Wiesendanger Bildausschnitt Dartmouth-Hitchcock Medical Center: By Jared C. Benedict - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=89501025

  • „Nationale Schande“

    In Australien starben vier herzkranke Neugeborene, nachdem Corona-Regeln ihre Operation verhinderten. Von einer "nationalen Schande" spricht die Vorsitzende eines Parlamentsausschusses. Ein Umdenken setzt unter Seuchenschützern Down Under trotzdem nicht ein. Vier herzkranke Neugeborene mussten in Australien im September 2020 sterben, nachdem Corona-Verordnungen eine lebensrettende Operation verhinderten. Weil die Frauen- und Kinderklinik von Adelaide, einer Küstenstadt im Süden Australiens, Kindern keine Herzchirurgie anbieten kann, müssen pro Jahr rund hundert Babies ins über 700 km entfernte Melbourne im benachbarten Bundesstaat Victoria verlegt werden. Doch ein Corona-Lockdown verhinderte den Transport der vier Säuglinge, wie der Nachrichtensender 9News berichtet. (1) „Von der kardiologischen Versorgung in Melbourne hätten diese Babies mit ziemlicher Sicherheit profitiert“, erklärte John Svigos, Professor für Gynökologie und Geburtshilfe an der Universität Adelaide, vor dem Gesundheitsausschuss des südaustralischen Regionalparlaments. Von einer „nationalen Schande“ sprach die Ausschussvorsitzende Connie Bonaros. In sozialen Medien machen viele Australier ihrer Empörung Luft. „Es gibt wirklich kein anderes Wort dafür: BÖSE“, schreibt ein gewisser „Phil“. Ein „Peter Pham“ weist darauf hin: „Es ist nicht nur Australien. Das passiert überall.“ Dan Wootton merkt an: „Das ist wirklich krank und unmenschlich. Australien, was tut ihr euch da an? Ihr seid ein Land. Lasst euch nicht von einem Virus auseinanderreißen." Nach über 100 Tagen im Lockdown, besonders strikt im Großraum Melbourne, beschloss der Bundesstaat Victoria erst Mitte Oktober 2020 eine leichte Lockerung von Corona-Beschränkungen. (2) In Sachen Seuchenschutz verfolgt Australiens Regierung einen besonders drakonischen Kurs – der fünfte Kontinent hat sich in eine Gefängnisinsel verwandelt. Wie überall auf der Welt, schweigen Leitmedien auch dort zu übelsten Exzessen; Betroffene und Zeugen, die darüber in sozialen Medien zu berichten versuchen, sehen sich immer häufiger zensiert. So zeigte schockierendes Videomaterial aus Melbourne eine schwangere Frau, die Anfang September 2020 vor ihren Kindern in ihrem eigenen Haus verhaftet wird, weil sie das "Verbrechen" begangen hat, mittels Facebook in einer vermeintlichen Demokratie einen Anti-Blockade-Protest organisieren. Der Clip belegt, wie die Polizei in das Haus der Frau eindringt, wo sie ihr und ihrem Mann einen Durchsuchungsbefehl vorlegt; dieser autorisiert die Beamten, "alle Computer, alle mobilen Geräte, die Sie haben, zu beschlagnahmen". Bevor der Frau Handschellen angelegt werden, wird ihr mitgeteilt, sie werde wegen "Aufwiegelung" verhaftet. Sie weist darauf hin, dass sie schwanger ist und in einer Stunde einen Termin zur Ultraschall-Untersuchung wahrnehmen muss. Doch die Beamten lässt dies kalt. Die Beschuldigte erklärt, dass sie den Post gerne löschen würde. Doch die Polizei bleibt unerbittlich: "Sie haben die Straftat bereits begangen." Ein anderes Video zeigt die Festnahme eines Mannes, der es wagte, sich im Garten seines Nachbarn aufzuhalten, und sich weigerte, seinen Ausweis vorzuzeigen. In weiteren Filmaufnahmen misshandeln und würgen Polizisten Menschen, die im Freien keine Maske tragen. Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit werden an Kontrollpunkten angehalten und aufgefordert, ihre Papiere vorzuzeigen. Wie die Polizei des Bundesstaats Tasmanien auf ihrer Facebook-Seite drohte, „werden verdeckte und gekennzeichnete Polizeifahrzeuge und Rettungshubschrauber Patrouillen im ganzen Bundesstaat durchführen, so dass Sie, wenn Sie sich von Ihrem Hauptwohnsitz entfernt haben, damit rechnen können, dass die Polizei Sie anhalten und mit Ihnen über Ihre Bewegungen sprechen wird". Ein User kommentierte zustimmend: „Sie werden tun, was Ihnen befohlen wird, auch wenn Sie es bereits im Wald tun. Regelbefolgung ist nicht optional. Der Staat weiß, was das Beste ist, Bürger.“ Um Leute aufzuspüren, die gegen Ausgangssperren verstoßen, indem sie auf entlegenen Campingplätzen zelten, kommen Überwachungshubschrauber zum Einsatz. Ist eine Landung unmöglich, werden Polizisten zu Fuß dorthin geschickt. Ein Einsatzleiter bezeichnete die Camper als "egoistisch", weil sie während der Covid-19-Pandemie Mitbürger gefährden - obwohl sich weit und breit keine weiteren Menschen aufhielten. In Melbourne kommen Überwachungsdrohnen zum Einsatz, um Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufzuspüren und um Autos zu verfolgen, deren Insassen sich weiter als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Darüber hinaus hat die australische Polizei die Befugnis, ohne Durchsuchungsbefehl in Privatwohnungen von einzudringen und stichprobenweise Quarantänekontrollen durchzuführen. Um die Einhaltung von Corona-Regeln zu erzwingen, dürfen Beamte auch Minderjährige, selbst Kleinkinder, aus ihrem Elternhaus zerren und fortschaffen. Die Rechtsgrundlage dafür schuf die australische Regierung im August 2020, indem sie den „Emergency Response Act“ von 2004 drastisch verschärfte. Gemäß Paragraph 25 dieses Gesetzes „kann ein bevollmächtigter Beamter, um die Befolgung einer Anweisung zu gewährleisten, ein Kind von jedem Gelände, Ort, Fahrzeug oder Schiff in ein Krankenhaus oder eine Quarantäneeinrichtung bringen, wie es der bevollmächtigte Beamte für angebracht hält. Dabei kann er die Gewalt anwenden, die vernünftigerweise notwendig ist.“ Staatlicher Infektionsschutz stürzte Australien in seine erste Rezession seit 1991. Im zweiten Quartal 2020 brach seine Wirtschaft stärker ein als je zuvor. Welcher nationale Notstand rechtfertigt die zerstörerische Hygienediktatur? Auch in Australien verängstigen Politiker, Gesundheitsexperten und Leitmedien die Bevölkerung mit „explodierenden“ Infektionszahlen, ermittelt durch eine explodierende Anzahl von PCR-Tests. Wie überall setzen sie „positiv getestet“ mit „infiziert“ gleich, „infiziert“ mit „krank“; und „an Covid-19 erkrankt“ bedeutet für sie „in akuter Lebensgefahr“. Dabei hat Australien bis September 2020 gerade mal 905 „Covid-19-Opfer“ zu beklagen, durchschnittlich drei pro Tag. Ein Großteil von ihnen dürfte zwar MIT SARS-CoV-2 von uns gegangen sein, aber nicht deswegen. Demgegenüber sterben im Schnitt täglich rund hundert Australier an einer der sieben häufigsten Krebsarten, 50 an koronarer Herzkrankheit, 24 an den Folgen von Diabetes. (3) Insgesamt registriert Australien pro Jahr rund 160.000 Todesfälle – der Corona-Anteil liegt unter einem Hundertstel, derzeit bei knapp 0,6 %. Das Risiko für einen Australier, dem vermeintlichen Corona-Killerkeim zu erliegen, betrug im Jahr 2020 bis zum Herbst durchschnittlich 0,0036 %. Weniger als NULL-KOMMA-NULL-NULL-VIER. Längst warnen Gesundheitsexperten, dass sich die weltweite Coronoia medizinisch verheerend auswirkt, weil unzählige Schwerkranke unbehandelt bleiben. Einer durchgesickerten Analyse aus dem Bundesinnenministerium zufolge könnte die Zahl solcher „Kollateral-Toten“ in Deutschland die aller Covid-19-Opfer, tatsächlicher und vermeintlicher, um ein Vielfaches übersteigen. Nach einer US-Studie kosten die Lockdowns sieben Mal mehr Lebensjahre, als sie retten. Peter Nilsson, ein schwedischer Professor für Innere Medizin und Epidemiologie an der Universität Lund, betont: "Es ist überaus wichtig zu verstehen, dass die Zahl der Toten durch Covid-19 weitaus niedriger sein wird als jene, die der gesellschaftliche Lockdown verursacht, wenn die Wirtschaft ruiniert ist.“ Im September 2020 sah sich selbst ein Kabinettskollege von Spahn und Merkel, der deutsche Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller, dazu veranlasst, Alarm zu schlagen: Sperrmaßnahmen auf der ganzen Welt werden am Ende mehr Menschen töten als das Coronavirus selbst. „Allein auf dem afrikanischen Kontinent rechnen wir dieses Jahr mit zusätzlich 400.000 Malaria-Toten und HIV-Opfern sowie eine halbe Million mehr, die an Tuberkulose sterben werden.“ Die Pandemie – genauer gesagt: ihre blindwütige Bekämpfung - habe auch „eine der größten Armuts- und Hungerkrisen ausgelöst. (…) An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus.” (4) Andere Schätzungen liegen erheblich höher: Weltweit dürften 1,4 Millionen Tuberkulose-Kranke sterben, weil Seuchenschutz ihre Behandlung verhindert. Eine britische Studie geht davon aus, dass in Großbritannien allein die Zahl der Krebspatienten, die wegen unterlassener Vorsorgeuntersuchungen, Therapien und Operationen sterben mussten, weitaus höher liegt als die Corona-Sterberate. Datenanalytiker aus Südafrika schätzen, dass wegen des Lockdowns dort 29 Mal mehr Menschen sterben werden als am Coronavirus. Ihr fleißigen Fallzähler von der Johns-Hopkins-Universität: Wie wäre es mit einem zweiten Dashboard, zu Ehren der kollateralen Corona-Opfer? Immerhin ist den vier toten Neugeborenen ein positives PCR-Testergebnis erspart geblieben, und der Großraum Melbourne blieb von vier potenziellen Spreadern verschont – Glückwunsch an alle eifrigen Infektionsschützer Down Under! Weiter so, auf dem Weg zur hygienisch unbedenklichen neuen Normalität! Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.9news.com.au/national/baby-health-cardiac-services-adelaide-push-after-several-deaths/9f16f6cc-35c4-4491-b50b-382b2febbbf3; https://youtu.be/AaSHU1q8ns4 (2) https://www.tagesschau.de/ausland/corona-australien-107.html; https://www.bbc.com/news/world-australia-54592122; https://www.theguardian.com/australia-news/2020/oct/20/australia-covid-19-lockdown-rules-coronavirus-restrictions-by-state-how-far-can-travel-interstate-border-social-distancing-nsw-victoria-vic-queensland-qld-wa-sa-act-how-many-people-over-house (3) https://www.finder.com.au/what-are-the-top-20-causes-of-death-in-australia; https://www.abs.gov.au/statistics/health/causes-death/causes-death-australia/latest-release (4) https://fr.reuters.com/article/afrika-virus-m-ller-idDEKCN26E0MN; https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/coronakrise-entwicklungsminister-mueller-an-den-folgen-der-lockdowns-werden-weit-mehr-menschen-sterben-als-am-virus/26209144.html?ticket=ST-747025-WsRNcAWCsNpnrcRiR0NB-ap4

  • Bahnbrechendes Urteil aus Portugal

    Zum Nachlesen für Karlsruher Verfassungsrichter: Ein Berufungsgericht in Lissabon erklärt PCR-Tests für unzuverlässig, eine damit begründete Quarantäne zur Freiheitsberaubung. Unter Zeugen Coronas für schlaflose Nächte sorgen dürfte ein Urteil aus Portugal – womöglich ein entscheidender juristischer Wendepunkt in der unsäglichen Krise. Ein Berufungsgericht in Lissabon erklärte am 11. November eine Quarantäne, die lediglich auf einem positiven PCR-Testergebnis beruht, zur „Freiheitsberaubung“. Es hob die entsprechende Entscheidung eines Gesundheitsamts als unrechtmäßig auf. Der PCR-Test sei ungeeignet, eine Infektion nachzuweisen. Zu einer medizinischen Diagnose sei im übrigen allein ein Arzt befugt, keine Behörde; er müsse Patienten untersuchen, Symptome feststellen und einordnen. Und kein Arzt, kein Amt, sondern nur ein Gericht dürfe die Freiheit von Bürgern einschränken. (1) Wie die Urteilsbegründung deutlich macht, befassten sich die portugiesischen Richter eingehend mit den wissenschaftlichen Grundlagen des PCR-Tests. Sie zitieren mehrere aktuelle Studien. Ihre deutschen Kollegen hingegen folgen bislang überwiegend – unkritisch, fahrlässig, pflichtvergessen, voreingenommen, vom Panikvirus mitinfiziert – den Einschätzungen von Gesundheitsbehörden, allen voran des Robert-Koch-Instituts. Die Lissaboner Entscheidung lässt hoffen, dass auch deutsche Gerichte den Hygieneterror beenden, sobald sie in den längst überfälligen Hauptverfahren endlich den wissenschaftlichen Erkenntnisstand berücksichtigen und Sachverständige zu Wort kommen lassen, die von Leitmedien seit Krisenbeginn ignoriert und herabgewürdigt werden. Wann beenden die Verfassungsrichter in Karlsruhe ihren skandalösen Tiefschlaf? Ein halbes Jahr ist mehr als genug. Wie nicht anders zu erwarten: Das System schlägt zurück - mit ihrer mutigen Entscheidung handelten sich die beiden Lissabonner Richter prompt Scherereien ein. Wenige Tage später schaltete sich Portugals „Oberster Justizrat“ ein, das Conselho Superior da Magistratura (CSM). Er führt regelmäßige „Inspektionen“ von Gerichten durch. Anschließend stuft er die Richter „ihren Leistungen entsprechend“ ein; dabei vergibt er die Noten sehr gut, gut mit Auszeichnung, gut, ausreichend und mangelhaft. Erhält ein Richter die Note „mangelhaft“, so wird er vom Dienst suspendiert und muss sich einer Überprüfung unterziehen, ob er für seinen Beruf geeignet ist. Diese Demütigung blüht nun den zwei couragierten Richtern des Berufungsgerichts. Gegen sie hat das CSM nämlich ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Sie seien „weiter gegangen, als sie es hätten tun sollen“ – indem sie eine INHALTLICHE Bewertung abgaben. In der offenen wissenschaftlichen Debatte über die Zuverlässigkeit der verwendeten Tests hätten sie „Partei ergriffen“. Das Plenum des CSM wollte sich am 2. Dezember damit befassen. Dieser „Oberste Justizrat“ setzt sich wie zusammen? Von seinen 17 Mitgliedern werden zwei vom Staatspräsidenten ernannt, sieben vom Parlament gewählt. Hier endet auch in Portugal die Unabhängigkeit des Rechtswesens. Applaus dafür spendet das ZDF gebührenfinanziert: Das „Falschurteil“ liefere „eine Steilvorlage für Corona-Verharmloser“. Doch als sich das CSM am 2. Dezember mit dem heißumstrittenen Corona-Urteil befasste, vermochte es bemerkenswerterweise kein „Falschurteil“ festzustellen. Zwar seien die Lissaboner Berufungsrichter in „einige überflüssige Exzesse verfallen“, sie hätten sich zu „unnötigen Übertreibungen“ hinreißen lassen, die "im aktuellen Kontext wahrscheinlich zu Kontroversen führen werden". Doch seien ihnen keine Fehler „von disziplinarischer Relevanz“ unterlaufen, so verlautbarte das CSM in einer Pressemitteilung. Folglich müssen die beiden Richter "keine Konsequenzen" befürchten. Vielmehr mochte das CSM "das Vertrauen ausdrücken, dass die Richter weiterhin unabhängig und in Übereinstimmung mit der Verfassung und dem Gesetz urteilen werden." Ja, weiterhin. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) Näheres hier: https://tkp.at/2020/11/17/portugiesisches-berufungsgericht-haelt-pcr-tests-fuer-unzuverlaessig-und-hebt-quarantaene-auf/ https://www.corodok.de/portugiesisches-berufungsgericht-pcr/ Das Urteil im Original ist hier einsehbar: https://drive.google.com/file/d/1t1b01H0Jd4hsMU7V1vy70yr8s3jlBedr/view, eine ausschnittweise englische Übersetzung durch einen portugiesischen Professor hier: https://lockdownsceptics.org/?s=Portugal. Beim Übersetzen hilft DeepL (https://www.deepl.com/translator).

  • "Schande über euch!"

    Ein entsetzter Arzt kann nicht fassen, was die Hygienediktatur unseren Kindern antut. "Schande über euch!": So deutliche Worte richtet ein sichtlich erschütterter Arzt an die Adresse von Eltern und Lehrern, die in der Coronakrise Kindern psychische Gewalt antun. Während er schildert, was er in seiner Praxis mit verängstigten, traumatisierten Kleinen erlebt, kämpft er mit den Tränen. Unverantwortlich findet es dieser Arzt, „ohne jeden medizinischen Hintergrund“ Kindern Masken aufzuzwingen, ihnen überzogene Angst vor einem schrecklichen Killerkeim einzujagen und ihnen zu suggerieren, ohne Lappen im Gesicht könnten sie Oma umbringen. Sein Appell hier. Unverantwortlich findet es dieser Arzt, „ohne jeden medizinischen Hintergrund“ Kindern Masken aufzuzwingen, ihnen überzogene Angst vor einem schrecklichen Killerkeim einzujagen und ihnen zu suggerieren, ohne Lappen im Gesicht könnten sie Oma umbringen. Ist dieser Arzt ein Covidiot? Immerhin kann er sich auf wissenschaftliche Studien berufen: In Island ergab eine landesweite Studie, die 360.000 Menschen einbezog - 12 % der gesamten Bevölkerung –„KEINEN EINZIGEN Fall, in dem ein Kind unter zehn Jahren seine Eltern angesteckt hat“. Auch gibt es bisher weltweit KEINEN EINZIGEN bestätigten Fall, in dem sich ein Lehrer bei einem Schüler ansteckte, wie der britische Epidemiologe Mark Woolhouse feststellt. Wie steht es mit älteren Schülern? Im Juli 2020 hatte eine südkoreanische Studie Besorgnisse geschürt: Angeblich verbreiten 10- bis 19-Jährige das Coronavirus häufiger als Erwachsene. Doch soeben kommt Entwarnung: Zusätzliche Daten, so mussten die Forscher nun kleinlaut eingestehen, hätten die Frage aufgeworfen, wer wen angesteckt hat. Einige Mitglieder des gleichen Haushalts, in dem infizierte Kinder lebten, waren dem Virus zur selben Zeit ausgesetzt gewesen wie der Nachwuchs. Nun stießen sie bloß auf einen einzigen Fall, bei dem ein 16-jähriges Mädchen vermutlich ihre 14-jährige Schwester angesteckt hatte. Die 40 Infektionen von 40 weiteren Kontaktpersonen älterer Kinder ließen sich allesamt durch eine gemeinsame Virus-Exposition erklären. Insgesamt ist das Erkrankungs- und Übertragungs­risiko bei Kindern minimal. Die Volksgesundheit in Ländern wie Schweden und den Niederlanden, ohne jeglichen Maskenzwang in Schulen oder sonstwo, bietet deutschen Kultuspolitikern keinerlei empirischen Anlass zur Bangemache. Insbesondere für Maskenzwang in Kitas, Kindergärten und Schulen bei unter Zehnjährigen gibt es keinen medizinischen Grund. Vier medizinische Fachgesellschaften warnen in einer gemeinsamen Erklärung eindringlich davor. (1) Der Anteil dieser Altersgruppe an allen positiv Getesteten liegt gerade mal bei 1 bis 2 %. Dass „kleine Kinder das Virus verbreiten und Schulen Covid-Hotspots sind“, erklärte Ende Oktober auch Nature für „unwahrscheinlich“ – immerhin neben Science die weltweit angesehenste Zeitschrift für Naturwissenschaften. Sie verweist auf „weltweit gesammelte Daten. (…) Entgegen aller Befürchtungen stieg die Zahl der Covid-19-Infektionen nicht sprunghaft an, als Schulen und Kindertagesstätten nach dem Abklingen der Pandemie wieder geöffnet wurden. (…) Mehr als 65.000 Schulen in Italien wurden im September 2020 wiedereröffnet, obwohl die Fallzahlen stiegen. Aber nur 1.212 Schulstandorte hatten vier Wochen später Ausbrüche erlebt. In 93 % der Fälle wurde nur eine Infektion gemeldet, und nur an einer höheren Schule gab es einen Cluster von mehr als 10 Infizierten.“ Aus dem australischen Bundesstaat Victoria, wo im Juli 2020 eine zweite Welle von COVID-19-Infektionen auftrat, vermeldete Nature „ebenfalls keine großen Ausbrüche im Zusammenhang mit Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, obwohl die Schulen nur teilweise geöffnet waren. Zwei Drittel der 1.635 COVID-19-Infektionen in Schulen beschränkten sich auf einen einzigen Fall, und 91 % betrafen weniger als 10 Personen.“ „Wissenschaft verlangt: ‚Öffnet die Schulen!‘“: So überschreiben ein Arzt und Senior Fellow der US-Eliteuniversität Stanford, der Arzt Dr. Scott W. Atlas, und der Harvard-Professor Paul E. Peterson einen gemeinsamen Forschungsüberblick im Online-Magazin The Hill. „Um Covid-19 zu stoppen, drohen viele Gouverneure, Bürgermeister und Superintendenten damit, die Schulen geschlossen zu halten, ohne den größeren Schaden zu bedenken, der entsteht, wenn man sich weigert, sie zu öffnen.“ So erklärte der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio: "Wir müssen sicherstellen, dass die Kinder sicher sind.“ - „Die Ironie dabei ist, dass Kinder in der Schule bereits sicher sind“, erwidert das Autorenteam. „Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) geben an, dass von den ersten 68.998 US-Todesfällen durch COVID-19 nur 12 bei Kindern unter 14 Jahren aufgetreten sind - weniger als 0,02 Prozent. Auch tötet das Coronavirus keine Teenager. Bei der letzten Zählung lag die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter 18 Jahren ohne Grunderkrankung bei einem; nur zehn der 16.469 bestätigten Coronavirus-Todesfälle in New York City waren bei Kindern unter 18 Jahren. Das ist vergleichbar mit der Sterblichkeitsrate bei den unter 20-Jährigen in Frankreich, die auf 0,001 Prozent geschätzt wird, und in Spanien.“ „Der Tod auch nur eines Kindes ist natürlich tragisch“, räumen Atlas und Peterson ein. „Dennoch muss man bedenken, dass nach Schätzungen der CDC in den Jahren 2017-18 bis zu 600 Kinder in den USA an der saisonalen Grippe starben, während die Schätzung der CDC für COVID-19-Todesfälle nur 12 beträgt.“ „Leider wird es schnell zur konventionellen Weisheit, dass die Schüler an Halbtagen teilnehmen, Masken tragen, die Pausen auslassen, sich einen halben Meter voneinander entfernen und die Hälfte ihrer Zeit vor dem Computer verbringen sollen - alles im Namen der sozialen Distanzierung. (…) Wie kann man sich sozial und emotional entwickeln, wenn man in der Pause auf Distanz zu seinen Freunden bleiben muss? Wie können Lehrer mit Masken im Gesicht unterrichten? All das grenzt ans Absurde, wo wir doch inzwischen wissen, dass soziale Distanzierung und Gesichtsverhüllung für Kinder völlig unnötig sind. Noch nie wurden Kinder in der Schule einer so ungesunden, unangenehmen und bildungsfeindlichen Umgebung ausgesetzt, und die Wissenschaft kann den Gesamtschaden, der dadurch entsteht, nicht genau definieren. Aber die Wissenschaft sagt uns, dass die Risiken von COVID-19 zu minimal sind, um das erzieherische, soziale, emotionale und körperliche Wohlbefinden - ganz zu schweigen von der Gesundheit - unserer jungen Menschen zu opfern.“ Welcher Propaganda Kinder in Schulen mittlerweile ausgesetzt sind, lässt dieses Video erahnen. Hier schildert ein kleines Mädchen, wie es den coronoiden Schulalltag erlebt. Eine entsetzte Heilpraktikerin, selbst Mutter, kann die „bittere Wahrheit“ nicht fassen: „Auf Kinder, die die rigiden Hygieneregeln an Schulen nicht einhalten können oder wollen, wird massiver Psychoterror ausgeübt“, so schreibt sie in einem Magazinbeitrag über „Behördliche Kindesmisshandlung“. „Isolation von den Mitschülern, Wegsperren in der Wohnung und Besinnungsaufsätze, die ihnen das offizielle Narrativ einimpfen sollen, sind Usus. Dies gilt auch für Kinder, die von ihren Eltern zu Demos für die Grundrechte mitgenommen wurden. Selbst vor Vorschulkindern, für deren noch nicht gefestigte Psyche die Erfahrung des Ausgegrenztseins extrem traumatisierend sein muss, machen die Tugendwächter nicht halt.“ Und kein Verfassungsgericht stoppt sie. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) https://www.krankenhaushygiene.de/ccUpload/upload/files/2020_05_19_Stellungnahme_DGKH_Covid-19_Kinder.pdf; https://www.welt.de/politik/deutschland/article208075525/Corona-Kitas-und-Grundschulen-vollstaendig-oeffnen-uneingeschraenkt.html; https://www.springermedizin.de/covid-19/gesundheitspolitik/kitas-und-schulen-zeitnah-oeffnen-/17999084; http://www.zwd.info/vier-medizinische-fachgesellschaften-kitas-und-schulen-sollen-wieder-uneingeschraenkt-oeffnen-1.html; https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-krise-mediziner-fordern-komplette-schul-und-kita-oeffnung-a-4d1a0336-680d-4259-818e-7a263732f811.

  • Infiziert? Schweden verwirft PCR-Test als nutzlos

    Schwedens oberste Gesundheitsbehörde setzt nicht länger auf PCR-Tests, um festzustellen, ob jemand SARS-CoV-2-infiziert und ansteckend ist. Die offizielle Begründung der schwedischen Regierungsbehörde für öffentliche Gesundheit, Folkhälsomyndigheten, liest sich, als hätten berüchtigte Covidioten wie Dr. Wodarg und Prof. Bhakdi sie verfasst: „Die in Tests zum Nachweis von Viren verwendete PCR-Technologie kann nicht zwischen Viren, die Zellen infizieren können, und Viren, die vom Immunsystem neutralisiert wurden, unterscheiden. Daher können diese Tests nicht verwendet werden, um festzustellen, ob jemand ansteckend ist oder nicht. RNA aus dem Virus kann oft wochenlang nach der Krankheit nachgewiesen werden, bedeutet jedoch nicht, dass Sie immer noch ansteckend sind.“ Zur Beurteilung, ob jemand infiziert ist, legt die Behörde „nationale Kriterien“ fest, die auf tatsächliche Anzeichen einer Erkrankung ausgerichtet sind: Der Betreffende muss seit mindestens zwei Tagen fieberfrei sein und seit mindestens einer Woche keine Covid-19-typischen Symptome aufweisen. Diese Kriterien entwickelte die Behörde in Zusammenarbeit mit Vertretern der schwedischen Fachverbände für Infektionsmedizin, klinische Mikrobiologie, Hygiene und Infektionskontrolle. Eine beglaubigte Übersetzung geht von Stockholm hoffentlich umgehend nach Berlin – ins Robert-Koch-Institut, das Kanzleramt, das Bundesgesundheitsministerium und die Charité. Quelle: https://www.folkhalsomyndigheten.se/publicerat-material/publikationsarkiv/v/vagledning-om-kriterier-for-bedomning-av-smittfrihet-vid-covid-19 Harald Wiesendanger

  • Frohe Weihnachten, soweit möglich!

    „Oh du fröhliche, oh du selige …“: Wie stimmungsvoll feiert eine gnadenlos infektionsgeschützte Christenheit das Fest der Geburt Jesu? Der PCR-getestete Weihnachtsmann desinfiziert seine Geschenke. Maria und Josef stecken in Ganzkörper-Schutzanzügen. Von den Heiligen Drei Königen bleiben zwei im Morgenland, weil Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen dürfen; der dritte unterwirft sich einer zweiwöchigen Vorquarantäne und hält zwei Meter Sicherheitsabstand zur Krippe. Der Stern von Bethlehem trägt Corona-Spikes. Der Engel des Herrn hält sich an die nächtliche Ausgangssperre, 2021 will er sich erst nach empfangener Covid-19-Impfung blicken lassen. Keiner singt, zwecks Verzicht auf Aerosolabsonderungen voller Killerkeime. Sicherheitskräfte umzingeln den Stall, halten Wasserwerfer und Tränengas bereit, für den Fall, dass gegen AHA-Regeln verstoßen wird. Oh, du fröhliche … Wahrlich, der „Knallhart-Lockdown“ beschert uns ein weltgeschichtlich einmaliges Weihnachten 2020. Dass diese schöne Bescherung alternativlos ist, können nur Covidioten bezweifeln, nicht wahr? Anscheinend versäumen sie es, aus „verlässlichen Quellen“ zu schöpfen. Falls sie es täten: Was könnten sie daraus lernen? Näheres zur „zweiten Welle“ hier: https://archive.newsletter2go.com/?n2g=3ld6f61z-49c7pgjm-sbz Harald Wiesendanger

  • Du sollst nicht wissen.

    Facebook will nicht, dass du davon erfährst. Es zensierte meine Artikelserie “Corona-Rätsel“ – angeblich verstößt sie gegen „Gemeinschaftsstandards“. Also habe ich daraus ein Buch gemacht - Danke für den Anstoß dazu, liebe „Faktenchecker“! „CORONA-RÄTSEL“ hieß eine Artikelserie, in der ich Ende Mai/Anfang Juni 2020 den Verdacht begründete: Dieses Virus ist nicht natürlich entstanden, es stammt aus einem Labor. Mächtige Interessengruppen versuchen uns darüber hinwegzutäuschen. Daraufhin schlug Facebooks Zensur zu: Angeblich verstieß die Serie gegen "Gemeinschaftsstandards". Wie von Geisterhand verschwanden einzelne Folgen aus fast allen Gruppen, deren Admins sie bereits angenommen hatten. Die Reichweite meiner Beiträge wurde um 90 % abgesenkt, selbst feste Abonnenten erreichte ich kaum noch. Also habe ich daraus jetzt ein Buch gemacht: 335 Seiten für 12,99 € (PDF, EPUB oder MOBI für Kindle). Infos/Bestellung hier. Die ursprünglich 12 Folgen habe ich aktualisiert und erweitert. Fünf neue sind hinzugekommen – unter anderem über den Irrsinn biologischer Hochrisikoforschung; über die Nutznießer der Pandemie; über die globale Propagandamaschine, derer sie sich bedienen. Harald Wiesendanger

  • Wo bleiben Faktenchecks von Faktencheckern?

    Böse Zungen behaupten, „Faktenchecker“ würden dafür bezahlt, unliebsame Systemkritik auszuschalten. Selbstverständlich lassen sich solche ehrenrührigen Anschuldigungen ohne weiteres widerlegen. KLARTEXT weiß, wie. Lassen sich sogenannte „Faktenchecker“ und sonstige Wahrheitswächter von privaten Medienkonzernen, staatlichen und internationalen Organisationen anheuern, um Widerrede zu diskreditieren? Covidiotische Verschwörungstheoretiker verbreiten die üble Nachrede: Nicht bloß hungertuchnagende Trolle, sondern gestandene Journalisten von solch verdienstkreuzwürdigen Einrichtungen wie der Deutschen Presseagentur und dem sogenannten „Recherchezentrum Correctiv“ lassen sich dafür kaufen. Skrupellos geben sie sich dafür her, Querdenker zu Fake-News-Verbreitern zu stempeln: beispielsweise Kritiker von coronoiden Regierungen, von politisch korrekten Experten wie dem wirrologischen Säulenheiligen Drosten, der alarmistischen WHO, des chronisch besorgten Robert-Koch-Instituts, des Spritzenfetischisten Bill Gates, der Pharmaindustrie. Glücklicherweise lassen sich solche ehrenrührigen Anschuldigungen ohne weiteres widerlegen. Wie wäre es, werte Faktenchecker, wenn ihr abwechslungsweise einmal den Wahrheitsgehalt der folgenden Behauptungen unter die Lupe nehmt: Auch Deutschlands zweiter Lockdown ist „geeignet, erforderlich und verhältnismäßig.“ (Angela Merkel am 29.10.2020) Die Kanzlerin „glaubt daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind, und an die man sich besser halten sollte.“ (Merkels Pressesprecherin Ulrike Demmer beio der Bundespressekonferenz am 13.1.2021.) „Um uns herum explodieren die Zahlen.“ (Markus Söder, 7.10.2020) „PCR-Tests stellen Infektionen fest.“ „Kein einziger Arbeitsplatz geht wegen Corona verloren.“ (Peter Altmaier bei „Hart aber fair“, 16.3.2020) „Es geht um Leben und Tod.“ (Armin Laschet, 1.4.2020) „Ohne Impfung sind wir dem Virus schutzlos ausgeliefert.“ (Markus Söder) „9 von 10 Menschen können durch die Impfung vor einer Infektion geschützt werden.“ (Bayerischer Rundfunk und Berliner Zeitung.) Der Impfstoff von Pfizer und BioNTech „erwies sich als mehr als 90 % wirksam im Schutz vor COVID-19-Erkrankung“. (Presseerklärung von Pfizer/BioNTech, „Schwedens Sonderweg in der Corona-Krise ist gescheitert.“ „Die Situation ist sehr ernst.“ (Lothar Wieler, 22.10.2020) „1244 Corona-Tote in 24 Stunden.“ (tagesschau.de, 14.1.2021.) „Deutschland gehört mittlerweile zu den am schlimmsten betroffenen Ländern weltweit, wenn es um Corona-Tote geht.“ (Tagesspiegel, 14.1.2021) „Corona ist viel gefährlicher als angenommen.“ (Markus Söder, August 2020) „Corona ist die Katastrophe unserer Zeit. Wir müssen die Notbremse ziehen. Wenn wir jetzt nicht alle gemeinsam das Virus bekämpfen, werden wir größten Schaden nehmen. Die Zeit der Ausnahmen ist vorbei. Was für alle gilt, ist auch gerecht.“ (Ein Katastrophenfall namens Söder, Regierungserklärung am 15.12.2020 im Bayerischen Landtag.) „Die Pandemie wird nicht verschwinden, bis wir einen Impfstoff haben.“ (Angela Merkel am 8.4.2020) „Covid-19 ist viel gefährlicher als die Grippe.“ „Querdenken richtet sich gegen die freiheitliche Grundordnung.“ (Bayerns Innenminister Thomas Strobl am 9.12.2020) „Der Lockdown hat in Europa 3 Millionen Leben gerettet.“ (Imperial College London, Juni 2020) „Jens Spahn war ein Pharmalobbyist – und agiert so, als sei er es weiterhin.“ „Die Gates-Stiftung spendete dem Robert-Koch-Institut im November 2019 253.000 US-Dollar, der Charité Berlin im Dezember 2019 und März 2020 zusammengerechnet 336.000 US-Dollar.“ „Jens Spahn war von vornherein eine völlige Fehlbesetzung als Gesundheitsminister. Angela Merkel hat ihn nur aus politischen Gründen in dieses Amt befördert, für das er keinerlei fachliche Kompetenz besitzt.“ (AfD Bayern, März 2020) „Das Virus kann zurecht als Killerkeim bezeichnet werden.“ (Fuldaer Zeitung, 20.5.2020) „Wir haben seit Beginn der harten Maßnahmen und der Kontaktbeschränkungen insgesamt sehr viel erreicht.“ (Angela Merkel, 20.4.2020) „Mit Masken hält man das Virus nicht auf.“ (Christian Drosten, 30.1.2020) „Es muss verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen über (…) Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie von Covid-19 zu verbreiten.“ (Boris Pistorius, Niedersachsens Innenminister, am 17.3.2020 auf spiegel.de) „Die Zahl der Corona-Todesopfer ist weltweit auf mehr als eine Million gestiegen. (…) Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen.“ (Tagesschau, 29.9.2020.) „Die (PCR-)Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen erklären.“ (Christian Drosten im Mai 2014, anlässlich eines MERS-Ausbruchs auf der arabischen Halbinsel) „Permanenter Stress, ununterbrochene Aufgeregtheit und Angst schädigen Körper und Seele eines Menschen. (…) Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer höhere Bäume treibt, der macht sie krank." (Walter Plassmann, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), September 2020) „Beiträge in Wikipedia entsprechen dem Grundsatz des neutralen Standpunkts.“ (Beitrag „Wikipedia“ bei Wikipedia) „Inzwischen werden 80 % des Etats der WHO von Spenden und von Stiftungen wie der Gates-Stiftung bestritten. Erst wenn man ganz genau hinschaut, kommt das eigentlich perfide System der neuen WHO zum Vorschein. Woher kommt eigentlich das immer neue viele Geld der Gates-Stiftung? Es kommt aus Anlagevermögen. Die Gates-Stiftung hält Aktien von Coca-Cola, PepsiCo, Unilever, Kraft-Heinz und von vielen anderen Alkohol- und Pharmakonzernen. Je besser es diesen Konzernen geht, desto höher sind die Profite, desto mehr Geld hat die Gates-Stiftung. Würde aber die WHO entsprechend ihrem ursprünglichen Auftrag einen Beitrag zur Weltgesundheit leisten wollen, müsste sie mit Entschiedenheit gegen das aggressive Marketing all dieser Hersteller von Junkfood voller Zucker, Fett und Salz vorgehen. Der ursprüngliche Auftrag der WHO von 1948 lautete, Krankheiten zu definieren, Standards für deren Behandlung zu erarbeiten und weltweit zu verbreiten. Er ist endgültig pervertiert. Zuerst sorgen die Nahrungsmittelkonzerne dafür, dass sich Übergewicht, Gefäßkrankheiten und Diabetes auf der ganzen Welt immer mehr ausbreiten, um anschließend mit der Pharmaindustrie die Lösungen dafür gewinnbringend zu verkaufen. Die Eroberung der WHO durch Konzerne und Stiftungen ermöglicht ihnen also doppelten Profit, einmal bei der Verursachung von Krankheiten und dann an deren Behandlung.“ (Dr. med. Bernd Hontschik, Chirurg und Publizist, am 18.4.2020 in der Frankfurter Rundschau.) „Der Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums begrüßt die Corona-Pandemie als historisch einmalige Gelegenheit für einen „Großen Umbruch“ (Great Reset), der das Ende westlicher Demokratien bedeuten, Grundrechte massiv und dauerhaft beseitigen, weltweit ein totalitäres Überwachungsregime schaffen würde. Als Vorbild betrachtet er die Volksrepublik China, der er eine Führungsrolle in dieser globalen Transformation zubilligt.“ „Es ist nicht das Recht eines Privatunternehmens in einer Demokratie, (…) Nachrichten zu zensieren." (Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Oktober 2019 in einer Rede über Meinungsfreiheit) „Faktenchecker sind finanziell unabhängig. Ihre Auftrag- und Geldgeber verfolgen keinerlei politische und wirtschaftliche Interessen.“ Harald Wiesendanger

  • Mit Kanonen auf Spatzen

    Soeben hat Peking wieder einen „Krieg“ gegen das neue Coronavirus ausgerufen. Wie Anfang 2020 in Wuhan, so drangsaliert die kommunistische Staatsführung erneut Millionen Bürger mit einem gnadenlosen Lockdown und Massentests. Der Anlass ist so nichtig, dass grundsätzliche Zweifel an Chinas guten Absichten wachsen. Der erneute Corona-Ausbruch in China wirft Fragen auf, die bereits im Frühjahr 2020 dringendst hätten gestellt werden müssen. Ist die Kommunistische Partei tatsächlich darauf aus, die Menschheit vorbildlich konsequent vor einem Killervirus zu retten? Oder inszeniert sie ein perfides Spektakel, das Demokratien zu selbstzerstörerischem „Gesundheitsschutz“ verleiten soll? Eine US-amerikanische Anwaltsgruppe ruft westliche Geheimdienste dazu auf, den „Lockdown-Betrug“ aufzuklären, den sie Peking unterstellt. Um Himmels Willen, nicht schon wieder! Seit der zweiten Januarwoche schrecken neue Horrormeldungen aus China die panikvirusinfizierte Weltgemeinschaft auf. Von einem „neuen Corona-Ausbruch“ in der Provinz Hebei, die den Großraum Peking umschließt, weiß die Frankfurter Rundschau; wegen des „wohl größten Infektionsgeschehens, das sich seit Monaten im Land ereignet hat“, hege die Regierung eine „schlimme Befürchtung“. (1) „Groß“ sei der Ausbruch und dabei, sich „auszuweiten“, meldet Deutschlands größter Internet-Nachrichtendienst t-online.de; die Behörden seien „höchst alarmiert“. (2) Laut ARD-Tagesschau handle es sich um den „größten Ausbruch seit Monaten in China“. (3) Weil „eine neue Welle droht“, liegen „im Nordosten der Volksrepublik die Nerven blank“, so lautet die phrasendreschende neurologische Ferndiagnose der Deutschen Welle. (4) „Kommt die Seuche zurück?“, sorgt sich die Bild-Zeitung und vermeldet „erste Corona-Tote in China seit acht Monaten“ (5), während die Zeit „den schwersten Ausbruch seit März“ konstatiert. (6) CBS sieht China „zurück im Notfall-Modus“. (7) Schon wieder ein „totaler Krieg“ So ganz arg schlimm sei die Lage, dass Behörden sogar den „Kriegszustand“ im Kampf gegen das Virus ausgerufen haben, so vermeldet das GMX-Onlinemagazin. (8) Wie die Frankfurter Allgemeine die Provinzverwaltung von Hebei zitiert, müsse schleunigst ein „Festungsgraben“ um Peking gezogen werden. (9) Binnen fünf Tagen nach Beginn des „Ausbruchs“ habe China für Coronafälle eine 1500-Betten-Klinik gebaut, so weiß die Deutsche Welle (10); fünf weitere seien geplant (11), mit einer Gesamtkapazität von 9500 Krankenzimmern. (12) Im Krieg geht es nicht zimperlich zu, schon gar nicht, wenn China ihn führt. Erneut, wie schon ab Ende Januar 2020 in Wuhan, griff Peking zum Hammer. Ab 11. Januar durften sämtliche 11 Millionen Einwohner von Shijazhuang, der 300 Kilometer südwestlich von Peking gelegenen Hauptstadt der Provinz Hebei, eine Woche lang nicht vor die Tür, ebensowenig wie weitere 7 Millionen im 125 Kilometer entfernten Xingtai. Kurz darauf wurden auch noch fünf Millionen im Verwaltungsbezirk von Langfang eingesperrt. Alle Flugverbindungen wurden gestrichen, sämtliche Hauptzufahrtsstraßen einschließlich zehn Autobahnen blockiert, Wohngebiete abgeriegelt, Schulen und Kindergärten geschlossen. An Straßensperren kontrollierte die Polizei, zwang Autofahrer zur Umkehr. Sicherheitskräfte mit Gasmasken, in weißen Schutzanzügen steckend, versprühten Desinfektionsmittel auf gespenstisch leeren Straßen, Parkplätzen und Gehsteigen, so als gälte es zwanghaftem Ablecken von Asphalt vorzubeugen. Von Tür zu Tür ziehend, nahmen Ordnungskräfte Abstriche bei sämtlichen Bewohnern – Widerstand zwecklos. Bereits am dritten Lockdown-Tag, dem 13. Januar, begannen Chinas gnadenlose Seuchenschützer im „Hotspot“ Shijazhuang mit Bauarbeiten für ein Großprojekt: Auf 34 Hektar Fläche soll ein Quarantäne-Lager entstehen, mit Räumen für mehr als 4000 Menschen. Die dortige Unterbringung blüht nicht etwa bloß SARS-CoV-2-„Infizierten“, sondern schon Leuten, bei denen ein Ansteckungsverdacht besteht, wie auch Personen, die aus sogenannten „Risikogebieten“ in der Provinz Hebei eintreffen. (13) Verhältnismäßig? Westliche Medien hinterfragen nichts Wie monströs, so wundert man sich, ist denn eigentlich der Spatz, auf den Pekings Kanonen da schießen? Kein westliches Leitmedium, nicht ein einziges, hinterfragte Anlass und Verhältnismäßigkeit dieses totalen „Krieges“. Diesen rechtfertigen welche Zahlen? Über ganz Shijazhuang wurden am 6. Januar drakonische Maßnahmen verhängt – nach gerade mal 63 registrierten Neuinfektionen. DREIUNDSECHZIG! „Fälle“ von positiv Getesteten wohlgemerkt, nicht etwa Patienten oder gar Tote! (14) In der gesamten Provinz Hebei hatten die Behörden zuvor 54 Corona-Neuinfektionen festgestellt, bis zum 6. Januar waren es 117. (15) Bei 78 dieser insgesamt 117 Fälle, also bei über Dreiviertel, waren keinerlei Beschwerden aufgetreten. Bis 7. Januar stieg Hebeis Fallzahl auf 234, bei 90 Erkrankten und 144 Asymptomatischen. (16) Am 8. Januar meldeten die Behörden aus der gesamten Volksrepublik 110 neue Ansteckungen – davon 53 mit, 57 ohne Symptome. (17) Am 9. Januar kamen landesweit 71 hinzu; in 33 Fällen traten Erkrankungsanzeichen auf, 38 Fälle blieben asymptomatisch. (18) In ganz Hebei wurden 48 Neuinfektionen gemeldet. (19) Am 11. Januar fielen in der Provinz Hebei 82 Infektionen auf, landesweit 103 – „die höchste Tageszahl in China seit Juli“. (20) Am 12. Januar wurden aus Hebei 40 neue Fälle gemeldet. (21) Einen Tag später, am 13. Januar, begannen die Bauarbeiten am Corona-KZ in Shijazhuang. Chinas Corona-Bilanz seit Jahresanfang bis zum 16. Januar: 688 Fälle in ganz Hebei seit dem 2. Januar – davon 646 in Shijazhuang, 41 in Xingtai, ein einziger weiterer in Langfang. Von diesen 688 starben wie viele? EIN EINZIGER. Im übrigen Land fielen bis dahin 130 weitere neue „Fälle“ auf, 79 davon verliefen asymptomatisch. (22) Daraus errechnen sich 7-Tage-Inzidenzen pro 100.000 Einwohner, die allenfalls noch einem Lauterbach schlaflose Nächte bereiten dürften. Gemessen an den 10,9 Millionen Einwohnern von Shihazjuang, den 74,7 Millionen der Hebei-Provinz, den 1,4 Milliarden in ganz China ergeben sich Werte von 2,96, von 0,46 bzw. von 0,03. Sieht so ein „Kriegszustand“ aus? Dabei kann nicht oft genug betont werden: Es handelt sich nicht um Schwerkranke oder Tote, sondern schlicht um positiv Getestete, ungeachtet der notorischen Fehlerquote der gängigen PCR-Verfahren. Was verdient hier größere Bewunderung: die bollywoodeske Inszenierungskunst von rotchinesischen Seuchenschützern? Oder die unübertreffliche Souveränität, mit der westliche Journalisten in der Pandemie über naheliegendste Fragen hinwegschweigen? Wozu will die Kommunistische Partei Chinas allein in Shijazhuang demnächst bis zu 4000 kerngesunde, symptomfreie Menschen in ein Quarantänelager sperren – auf den unbelegten Verdacht hin, dass sie infektiös sein könnten, weil sie womöglich irgendwo irgendetwas Bedenkliches aufgeschnappt haben? Wie hoch ist denn momentan für jeden der 75 Millionen Bewohner der Hebei-Provinz die statistische Wahrscheinlichkeit, irgendeinem der paar hundert aktenkundig gewordenen Testpositiven auch nur über den Weg zu laufen, geschweige denn sich bei ihm einen aktiven Corona-Killerkeim einzufangen? Weshalb tut das KP-Regime so, als wisse es nichts von einer kürzlich veröffentlichten Mega-Studie, die es im eigenen Land stattfinden ließ? Zwischen Mitte Mai und Anfang Juni 2020 traten in Wuhan sämtliche 9,9 Millionen Einwohner über sechs Jahren, die bis zur ersten Aprilwoche einen sechswöchigen Lockdown mitmachen mussten, zum Massenscreening an; PCR- und Antigentests führten zu 300 asymptomatischen „Fällen“, mit 1174 engeren Kontaktpersonen. KEIN EINZIGER dieser 1174 erwies sich als infiziert. (23) Laut Weltgesundheitsorganisation verzeichnete die gesamte Volksrepublik in der Woche vom 12. bis 19. Januar 2021 gerade mal 232 neue „Fälle“. (24) Wie tödlich war der „Killerkeim“ in China zuletzt? In den ersten 19 Januartagen dieses Jahres kamen offiziell sage und schreibe 15 Rotchinesen „an oder mit“ SARS-CoV-2 um – an acht Tagen NULL, an acht weiteren Tagen bloß EINER. Im selben Zeitraum verstarben aus anderen Gründen rund 500.000 Chinesen; bis Jahresende werden rund 10 Millionen weitere das Zeitliche segnen, ob mit oder ohne Corona. (25) Würde es Peking tatsächlich darum gehen, eine neue schreckliche „Welle“ einzudämmen – wieso muss dann bloß aus Hebei ein riesiges Gefängnis werden, während der Rest des Riesenreichs vom dortigen Hygieneterror weitgehend verschont bleiben darf? (Bis 18. Januar wurde der Lockdown lediglich auf eine Handvoll weiterer Regionen in zwei Nachbarprovinzen von Hebei ausgedehnt.) Hätte sich dort tatsächlich ein besorgniserregender Ausbruch zugetragen, zumal von einer neuen, noch viel ansteckenderen Mutante ausgehend, so wäre sie längst in ganz China unterwegs. Zum Vergleich: Was wäre von einem Merkel-Lockdown zu halten, der mit Söder´scher Gnadenlosigkeit ausschließlich in Bayern gilt, jedoch in keinem anderen Bundesland? Hirnrissiger Hyperaktivismus Solch hirnrissiger Hyperaktivismus erinnert an die dubiosen Anfänge der Corona-Pandemie: Zwar verwandelte sich die Provinz Hubei, in der Wuhan liegt, ab Ende Januar 2020 ein paar Wochen lang in eine 188.000 Quadratkilometer große Haftanstalt – doch im gesamten Rest der Volksrepublik ging das Leben weitgehend unbeeinträchtigt weiter. Schon damals wirkte vieles oberfaul an derartigem Infektionsschutz. Spätestens seit Anfang Dezember 2019, also knapp zwei Monate vor den allerersten Eindämmungsmaßnahmen, hatte SARS-CoV-2 in China die Runde gemacht. Wenn, wie inzwischen feststeht, erste Infektionsfälle im übrigen Asien, in Europa, in Amerika schon vor dem Jahreswechsel 2020/21 auftraten: Müsste sich das neue Coronavirus dann nicht erst recht schon in ganz China verbreitet haben? Und falls dem so war: Wie konnte China bereits knapp sechs Wochen nach Lockdown-Beginn triumphierend vermelden, es habe die Seuche vollständig besiegt? Wenn nicht zu Schutzzwecken: Wozu sonst erfand Xi den „Lockdown“ - eine bis dahin historisch beispiellose, völlig unerprobte Strategie, gegen eine Epidemie vorzugehen? Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte war irgendwo auf diesem Planeten ein solches Vorgehen auch nur erwogen, geschweige denn praktiziert worden, nicht einmal bei der berüchtigten Spanischen Grippe 1918. In den Katastrophenplänen keiner einzigen Seuchenschutzbehörde weltweit, einschließlich der amerikanischen CDC und des Robert-Koch-Instituts, fand sich vor 2020 auch nur eine Zeile darüber. Verdächtig rasch in den höchsten Tönen gepriesen von der WHO, mit luftigen Rechenmodellen unterstützt von sinophilen Einrichtungen wie dem Imperial College und gelobt von alarmistischen Regierungsberatern wie Drosten, kreierte die Kommunistische Partei Chinas für den Rest der Welt ein verhängnisvolles Vorbild: „Macht es wie wir. Greift durch. Nur dann werdet ihr der Seuche Herr!“ Was Xi dabei in Szene setzen ließ, hat mit dem Schutz der Volksgesundheit herzlich wenig zu tun. Auf diese müsste er vielmehr stolz sein, solange unter 1,4 Milliarden binnen zweieinhalb Wochen bloß ein einziger Corona-Toter aktenkundig wird. Nein, Pekings Inszenierung trägt den Titel „totale Vernichtung“. Die Welt soll begreifen, dass das Virus ganz und gar eliminiert werden muss; schon eine einzige Infektion wäre eine zuviel. „Solange ihr weiterhin Fälle feststellt“, so lautet Pekings Botschaft, „beweist das, dass ihr nicht konsequent genug vorgegangen seid.“ Dass zumindest China selbst dies glorreich bewerkstelligt, führt es der staunenden, weiterhin virusverseuchten Staatengemeinschaft seit Monaten genüsslich vor Augen. Anfang August öffnete im Pekinger Nationalmuseum eine Sonderausstellung anlässlich des „Sieges über das Virus“. (26) Im Internet lässt das Regime Fotos und Videos von von geöffneten Schulen und Kinos; von vollen Restaurants und Clubs kursieren, wie auch von Poolparties mit Tausenden von Unmaskierten, die ausgelassen feiern, dicht an dicht – so als habe es nie eine Pandemie gegeben. (27) Die Wirtschaft boomt, während anderswo abgrundtiefe Rezession eingekehrt ist. Keine Frage, auch der „Krieg“ in Hebei wird mit einem glorreichen, blitzschnellen Sieg enden. Für den 22. Januar, gerade mal anderthalb Wochen nach Lockdown-Beginn, vermeldete Chinas größte englischsprachige Tageszeitung, China Daily, gerade mal 15 neue „Fälle“ in ganz Hebei, plus 92 im restlichen Land. (28) Aber wer füllt denn nun das Corona-KZ in Shijazhuang, an dem über 4000 Bauarbeiter „Tag und Nacht“ werkelten? Reichlich Platz wäre dort noch für ideologische Verdachtsfälle, die mit dem Kritikvirus infiziert sind. Fangkong in Hongkong Kaum lässt das mediale Bohei um den „Ausbruch“ von Hebei nach, da folgt sogleich das nächste. Im Morgengrauen des 23. Januar, 4:45 Uhr Ortszeit, verwandelte die KP einen besonders dicht besiedelten Stadtteil von Hongkong zur Sperrzone und ließ ihn abriegeln – „aus Furcht vor einer sprunghaften Verbreitung des Coronavirus“, wie Nachrichtenagenturen melden. (Zit. bei Sat1.de, VT 111, 12:40: „Hongkong schottet Stadtteil ab“.) Es müssten „Übertragungsketten durchbrochen“ und „das Ziel von null Fällen erreicht“ werden. (https://hongkongfp.com/2021/01/23/just-in-hong-kong-imposes-first-lockdown-in-covid-hit-jordan-10000-residents-affected-3000-personnel-deployed/; https://www.channelnewsasia.com/news/asia/hong-kong-orders-2-day-covid-19-lockdown-jordan-kowloon-14025376; https://www.straitstimes.com/asia/east-asia/hong-kong-govt-puts-district-on-lockdown-for-mandatory-testing-to-curb-covid-19) Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Einwanderungsbehörden testeten nach und nach sämtliche rund 10.000 Bewohner des Jordan-Armenviertels auf den SARS-CoV-2-Erreger. Zu diesem Zweck schotteten sie das betroffene Gebiet mit 150 Wohnblöcken für mindestens zwei Tage hermetisch ab. Niemand darf es verlassen. Bis die Testergebnisse vorliegen, muss jeder in häuslicher Quarantäne bleiben. Lokale Medien präsentieren Schreckensbilder wie aus einer Kino-Apokalypse: Gruppen von Einsatzkräften, von Kopf bis Fuß in weiße Schutzanzüge wie aus einem Hochsicherheitslabor gehüllt, durchkämmen das Viertel, auf der Jagd nach Infizierten ziehen sie von Tür zu Tür. Der Anlass? Am Vortag waren aus dem Jordan-Viertel zwei Dutzend „Neuansteckungen“ gemeldet worden. Das restliche Hongkong, mit 7,5 Millionen Einwohnern, verzeichnete rund 30 weitere. Somit belegte amtliche Statistik, dass sich das Virus bereits über die Sperrzone hinaus verbreitet hatte. Wozu dann die begrenzte Abriegelung? War unter den paar „Infizierten“ auch nur ein einziger erkrankt? Lag irgendwer bereits in einer städtischen Klinik, oder gar im Leichenhaus? Darüber schweigen die Behörden. Zumindest eine psychologische Wirkung verfehlen sie aber gewiss nicht: In Festlandchinas aufmüpfigster Metropole, dem letzten Hotspot des inländischen Demokratievirus, erteilt die lächerliche Seuchenschutzaktion der gesamten Bevölkerung eine Lektion. Sie lautet: Wenn Peking will, kann es im Nu jegliche Freiheitsrechte außer Kraft setzen. So demonstriert man Macht, schürt Angst vor Repression und lässt Gehorsam gegenüber strikter sozialer Kontrolle einüben. „Fangkong“ nennt China eine solche verlogene Mischung von Gesundheits- und Sicherheitspolitik. Ethnische Minderheiten wie Uiguren und Tibeter knechtet es schon längst auf diese Weise. Nach Xis Pfeife Für „Zero-Covid“ warben 20 Wissenschaftler im Dezember in einem gemeinsamen Positionspapier (29) – nach der Devise „Crush the Curve“ statt „Flatten the Curve“. Damit spielen sie Pekings Propagandisten vortrefflich in die Karten. Gleiches tun jene 13 „führenden Wissenschaftler und Forscher“ (Focus) (30), die das Bundeskanzleramt und Ministerpräsidenten am Vortag der jüngsten Lockdown-Verlängerung auf das Ziel einzuschwören trachteten, „das Virus gemeinsam vollständig niederzuringen“. (31) Ihnen müsste ebenso klar sein wie Xi: Dieses Virus wird bleiben, gänzlich ausmerzen lässt es sich ebensowenig wie Influenza, obwohl gegen sie seit Jahrzehnten eifrig geimpft wird. Immer wieder werden neue Mutanten unterwegs sein, verstärkt in der kühleren Jahreszeit. Selbst wenn es gelänge, die gesamte Republik auf Null-Inzidenz einzufrieren, käme aus dem Ausland laufend neuer Nachschub – es sei denn, man riegelt die Grenzen zu Land, zu Wasser, in der Luft für immer hermetisch ab. Wer die Illusion nährt, dies sei praktikabel, zielführend und erstrebenswert, der plädiert letztlich für Endlosserien von Lockdowns, mit kurzen Verschnaufpausen in Sommermonaten – mit anderen Worten, für den Abschied von einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Jeder Tag, an dem Merkel & Co. ihren zutiefst verfassungswidrigen Hygieneterror fortsetzen, ist ein weiterer Tag, an dem sie wie von Sinnen nach Xis Pfeife tanzen. Ein weiterer Tag, an dem ihr Amtseid auf unsere Verfassung zum Meineid wird. Gleiches gilt für die Befürworter von Zwangseinweisungen widerspenstiger Quarantänebrecher in Haftanstalten wie jenen „Corona-Knast“, in den Sachsens Landesregierung momentan eine ehemalige Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge in Dresden verwandeln lässt. (32) Aber belegen Chinas glänzende Statistiken nicht, dass „Zero Covid“ durchaus erreichbar ist? Wie kann es sein, dass millionenfache Tests monatelang so gut wie keine Neuinfektionen zutage förderten? (33) Wäre der Drosten-Test auch in China flächendeckend im Einsatz: Allein schon dessen stattliche Falsch-Positivenrate würde für konstante Infektionsraten im zweistelligen Millionenbereich sorgen. Verblüffenderweise lassen Chinas Zentrum für Seuchenkontrolle und –prävention (CDC) und die ihm übergeordnete Behörde, die Nationale Gesundheitskommission (NHC), aber die Finger davon. Stattdessen vergaben sie frühzeitig Lizenzen an drei Shanghaier Biotech-Unternehmen - GeneoDx Biotech, Huirui Biotechnology und BioGerm Medical Technology -, die exklusiv für China eigene PCR-Testkits entwickelten. Nur diese Kits dürfen zum Einsatz kommen. Die Testauswertung erfolgt ausschließlich in NHC-Laboren. (34) Unter Fachleuten gelten Chinas Kits Marke Eigenbau als minderwertig. (34) Einen unbestreitbaren Vorteil haben sie jedoch: Anscheinend vermitteln sie ein weitaus nervenschonenderes Bild davon, wie bedrohlich diese Pandemie wirklich ist,womit sie der heimischen Wirtschaft und Gesellschaft eine flächendeckende Selbstzerstörungsorgie open end ersparen. Ist ein Test, der aus jedermann, bei dem ein totes Schnipselchen Virusgenom mal so eben „über die Schleimhaut huscht“ (Zitat Drosten), einen zu verfolgenden und isolierenden Fall macht, wirklich besser als einer, der über den Daumen gepeilt 99 Prozent solcher Fälle übergeht? Wie relativ schadlos und rasant erholt China durch die Krise gekommen ist, zeigt die Antwort: Hoch lebe mindere Qualität, zumindest manchmal! Wieso befällt das Virus mit Vorliebe westliche Demokratien? Das Charité-Produkt überließ Peking, mit wärmsten Empfehlungen der WHO, dem Rest der Welt – in Erinnerung daran, dass sich dieser wuschelköpfige Wirrologe aus Berlin schon bei der Vogel- und Schweinegrippe als unübertrefflicher Alarmist bewährt hatte. Wer auf „Fälle“ zuhauf aus ist, um Pandemiegrusel zu schüren, und Kerngesunde am Fließband zu Quarantänebedürftigen stempeln will, der engagiert Drosten, keine Frage. So kam es, dass ein durch und durch totalitäres, Menschenrechte mit Füßen tretendes Regime den gesamten freiheitlich-demokratischen Westen dazu anstacheln konnte, sich im Nu in Rotchina-Imitate zu verwandeln. Während dort seither ein Lockdown den nächsten jagt, mehrt China, gelassen und gewiss nicht frei von klammheimlicher Schadenfreude, sein internationales Ansehen, schwächt Konkurrenten – allen voran den Erzfeind USA -, unterstreicht seinen globalen Führungsanspruch, bringt Regimekritik zum Verstummen. Ob SARS-CoV-2 ein gentechnisches Laborprodukt war, ist weiterhin umstritten. Aber gleichgültig, ob konstruiert oder natürlich entstanden: Jedenfalls kam dieses Virus für Peking wie gerufen. Es ermöglichte einen fabelhaften geopolitischen Schachzug, dem in jedem künftigen Lehrbuch zur verdeckten biologischen Kriegsführung ein Ehrenplatz gebührt. Je überwältigender die Gewinnchancen, desto größer die Versuchung dazu. Welchen Grund hätte Peking, ihr nicht zu erliegen, entgegen eigener Interessen? US-Anwälte wittern „Lockdown-Betrug“ „Globalen Lockdown-Betrug“: Genau dies wirft eine Gruppe von US-Anwälten nun der chinesischen Staatsführung vor. In einem 26-seitigen Appell, belegt mit über 250 Quellenabgaben, fordert sie das FBI, das US-Justizministerium und mehrere westliche Geheimdienste dazu auf, Chinas Corona-Manöver unter die Lupe zu nehmen. (35) „Wir können nicht die Möglichkeit ignorieren“, so heißt es in dem Papier vom 10. Januar, „dass die gesamte ‚Wissenschaft‘ der Covid-19-Sperren ein Betrug von beispiellosem Ausmaß war, absichtlich verbreitet von der Kommunistischen Partei Chinas und ihren Kollaborateuren, um die Nationen zu verarmen, die sie umsetzen.“ Die Initiative der streitbaren Anwälte ist eher einäugig als grundverkehrt. Der Schwarze Peter liegt nicht bei China allein. Es macht sich bloß eine nie dagewesene Interessenkonvergenz unter den mächtigsten Global Players zunutze. Von Rockefeller bis Gates, Soros und weiteren multimillardenschweren Weltverbesserern, von UNO und WHO über das Weltwirtschaftsforum bis zum drittmittelprostituierten Wissenschaftsbetrieb, zu Big Pharma, Big Data, Big Money und Big Tech: Ihnen allen spielen Lockdown-Regimes vortrefflich in die Karten. Denn sie schaffen eine historisch einmalige Gelegenheit, im Handumdrehen revolutionäre Ziele zu erreichen, Marktpositionen zu verbessern, größenwahnsinnige Visionen umzusetzen. Lockdowns schaffen Alibis, politische Macht zu zentralisieren. Sie generieren Fördermittel und lenken sie um, weg von unkooperativen Instituten und querdenkenden Forschern, in die Kassen derer, die nützliche Erkenntnisse liefern. Lockdowns fördern Auflagen und Einschaltquoten von Medien, die bei der Panikmache Sie rechtfertigen die Zensur politisch subversiver und geschäftsschädigender Meinungen. Sie schaffen Notlagen, die Abhängigkeiten von Kreditgebern erzeugen und vertiefen. Märkte lassen sich bereinigen: Branchengrößen vernichten oder schlucken kleinere Konkurrenten; während mitten in der Jahrhundertkrise Aktienindizes immer neue Höchststände erklimmen, gehen Kleingewerbler und Mittelstand kaputt, rollt eine Insolvenzwelle ohnegleichen heran. Und Lockdowns ermöglichen Erpressung: Ohne den Einsatz von Medikamenten und Impfstoffen, von Überwachungs- und Kontrolltechnik, ohne Aushöhlung des Datenschutzes gibt es keine Rückkehr zur Normalität, keine Freiheitsrechte, keine wirtschaftliche Erholung. Um einen „Great Reset“ einzuleiten, kommt eine Seuche wie gerufen, ebenso wie Xi Jinpings maximal rücksichtslose, Menschenrechte verhöhnende Strategie, sie einzudämmen. Wie die Welt auf die nächste Pandemie reagieren würde, erfuhren Vertreter Chinas zwei Jahrzehnte lang aus erster Hand. Sie lernten aus WHO-Notfallplänen, an denen sie mitschrieben. Sie spitzten bei internationalen Konferenzen die Ohren. Bei Krisenübungen wie „Event 201“ saßen sie mit am Tisch. Peking war im voraus bestens im Bilde darüber, welche Automatismen in Gang kommen würden, sobald der nächste hochinfektiöse Keim die interkontinentale Runde macht. Die geopolitischen Chancen, die sich daraus ergaben, ungenutzt zu lassen, wäre für eine aufstrebende Weltmacht geradezu töricht. Ist es nicht ein sonderbarer Zufall, dass die Pandemie am allerschlimmsten in westlichen Demokratien wütet? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.fr.de/politik/china-corona-ausbruch-infektionen-coronavirus-sars-cov-2-neujahrsfest-ausbruch-provinz-hebei-peking-90161176.html (2) https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89264388/corona-news-grosser-corona-ausbruch-in-china-staedte-werden-abgeriegelt.html (3) https://www.tagesschau.de/ausland/corona-china-147.html (4) https://www.dw.com/de/china-isoliert-millionenstadt-wegen-corona/a-56148292 (5) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/kommt-die-seuche-zurueck-erste-corona-tote-in-china-seit-acht-monaten-74904508.bild.html (6) https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-10/coronavirus-weltweit-covid-19-pandemie-neuinfektionen-entwicklung-liveblog?wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zei.link.sf&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_content=zeitde_redpost_zei_link_sf&liveblog._id=urn:newsml:localhost:2021-01-18T21:53:59.873985:aa000255-1ec6-41fb-9dca-ce1e396dab75__editorial&utm_referrer=facebook&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&page=817 (7) https://www.cbsnews.com/news/covid-china-surge-lockdown-hebei-lunar-new-year-holiday/ (8) https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/kriegszustand-china-fuerchtet-groessten-corona-ausbruch-monaten-35413572 (9) https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/neue-corona-ausbrueche-in-china-17135008.html (10) https://www.dw.com/en/coronavirus-china-builds-hospital-in-5-days-after-virus-surge/a-56247241 (11) https://www.dw.com/en/coronavirus-china-builds-hospital-in-5-days-after-virus-surge/a-56247241 (12) https://www.firstpost.com/health/china-reports-109-new-covid-19-cases-hebei-province-accounts-for-two-thirds-of-recent-patients-9209761.html (13) https://edition.cnn.com/2021/01/20/asia/china-shijiazhuang-covid-quarantine-intl-hnk-scli/index.html; https://reitschuster.de/post/quarantaene-lager-china-als-vorreiter/ (14) Coronavirus: Chinese city in lockdown as Hebei province has biggest outbreak in months. South China Morning Post, 6. Januar 2021, https://www.scmp.com/news/china/science/article/3116597/coronavirus-china-raises-alarm-after-63-local-infections-found, abgerufen am 6. Januar 2021. (15) https://www.dw.com/de/china-isoliert-millionenstadt-wegen-corona/a-56148292 (16) https://www.tagesschau.de/ausland/corona-china-147.html (17) https://www.dw.com/de/china-schr%C3%A4nkt-bewegungsfreiheit-in-hebei-weiter-ein/a-56178450 (18) https://www.dw.com/de/china-schr%C3%A4nkt-bewegungsfreiheit-in-hebei-weiter-ein/a-56178450 (19) https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_der_Volksrepublik_China#Januar_2021, abgerufen am 20.1.2021. (20) https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89264388/corona-news-grosser-corona-ausbruch-in-china-staedte-werden-abgeriegelt.html (21) https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89264388/corona-news-grosser-corona-ausbruch-in-china-staedte-werden-abgeriegelt.html (22) https://www.scmp.com/news/china/science/article/3118022/coronavirus-china-lockdowns-extended-three-hebei-cities-after-90 (23) https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w (24) https://covid19.who.int/region/wpro/country/cn, abgerufen am 20.1.2021. (25) https://de.globometer.com/todesfaelle-china.php, abgerufen am 19.1.2021. (26) https://www.merkur.de/welt/coronavirus-china-ursprung-wuhan-hubei-impfstoff-pandemie-infektionen-todesfaelle-zr-90077549.html (27) https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-12/wuhan-nachtleben-china-corona-pandemie-party-bars-fs (28) http://www.chinadaily.com.cn/a/202101/23/WS5fefe730a31024ad0baa00ab.html (29) https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32625-8/fulltext; https://www.containcovid-pan.eu/ (30) https://www.focus.de/gesundheit/news/aktuelle-corona-lage-merkel-berater-null-faelle-strategie-soll-deutschland-aus-corona-krise-fuehren_id_12883351.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_GESUNDHEIT (31) https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/coronavirus-strategie-no-covid-positionspapier-neuinfektionen-lockdown (32) https://reitschuster.de/post/quarantaene-brecher-wegsperren-zentralstellen-fuer-zwangseinweisung-geplant/; https://reitschuster.de/post/quarantaene-brecher-wegsperren-zentralstellen-fuer-zwangseinweisung-geplant/; https://www.maz-online.de/Brandenburg/Brandenburg-Rund-30-Quarantaene-Brecher-bislang-zwangsweise-eingewiesen; https://www.bild.de/bild-plus/regional/dresden/dresden-aktuell/corona-sachsen-plant-knast-fuer-quarantaene-verweigerer-74898904.bild.html; https://www.welt.de/politik/plus224367844/Quarantaenebrecher-Laender-schaffen-Zentralstellen-zur-Zwangseinweisung.html; https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/corona-quarantaene-verweigerer-strafen-einsperren-100.html (33) https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w (34) https://www.japantimes.co.jp/news/2020/12/03/asia-pacific/wuhan-coronavirus-businesses/ https://ccpgloballockdownfraud.medium.com/the-chinese-communist-partys-global-lockdown-fraud-88e1a7286c2b; dt. Übersetzung: file:///C:/Users/Besitzer/AppData/Local/Temp/Der%20globale%20Lockdownbetrug%20der%20CCP-1.pdf

  • Wie Phönix unter der Asche

    In der Corona-Krise könnte die Naturheilkunde glanzvoll wiederauferstehen. Aber sie darf nicht. Wahrlich, ein großartiges Jahr hätte es werden können, dieses fatale 2020. Nicht trotz Pandemie, sondern mit und wegen ihr. Denn die Corona-Krise eröffnet die Chance, ein neues Kapitel in der Geschichte der Medizin aufzuschlagen: die weltweite Heilung kranker Gesundheitssysteme. Die Pandemie bietet reichlich Gelegenheit, sich darauf rückzubesinnen, was Gesundheit eigentlich bedeutet, was sie bewahrt und wiederherstellt. Sie könnte der Menschheit vor Augen führen, wie töricht und teuer, wie ineffektiv und gefährlich es sein kann, einseitig auf die industriegesteuerte, pharmalastige Schulmedizin zu setzen. Nichts Geringeres als eine triumphale Renaissance der Naturheilkunde hätte 2020 einleiten können. Denn diese Art von Medizin wusste immer schon, was uns vor Infektionskrankheiten aller Art schützt – und wie sie hochwirksam zu behandeln sind, falls sie uns erwischen. Auch Covid-19 hätte sie nicht überfordert. Sie wäre ihr beigekommen, ganz ohne Remdesivir, ohne Comirnaty, ohne mRNA-1273. Ohne Gesichtslappen und Social Distancing. Ohne Ausgangssperren, Quarantänen und Shutdowns. Ohne verheerende Kollateralschäden an Gesellschaft, Wirtschaft und Psyche. Wie Phönix aus der Asche hätte diese Heilkunst auferstehen können, zum Entsetzen all ihrer Widersacher, ihrer Rufmörder, ihrer Unterdrücker. Doch nichts dergleichen geschieht. Stattdessen überwiegen unter ihren Anwendern und Anhängern weiterhin: Frust und Ratlosigkeit, Verzagtheit und Resignation. Abermals müssen sie sich eingestehen, welch erschütternd unbedeutende Rolle ihr Politik und Medien mittlerweile beim Gesundheitsschutz der Bevölkerung zutrauen und gewähren. Sie bleiben im Abseits, ausgesperrt von maßgeblichen Expertenkommissionen und TV-Diskussionsrunden, belächelt als evidenzferne Placebo-Gläubige. Das Wort führen Andere. Es ist zum Haareraufen. Wie wenig Ahnung von Gesundheit darf ein Gesundheitsminister haben? Angenommen, an der Spitze des Gesundheitsministeriums säße kein Bankkaufmann und langjähriger Pharmalobbyist, sondern ein erfahrener, couragierter, unbeirrbarer Arzt für Naturheilverfahren: Wie wäre so mit der Krise umgegangen? Was hätte er auf Pressekonferenzen, in Interviews und Talkshows, am Rednerpult im Bundestag von sich gegeben? Mit welchen Kenntnissen, Einschätzungen und Empfehlungen hätte er die abgrundtief klaffenden Wissenslücken all der Medizinlaien zu schließen versucht, die mit ihm am Kabinettstisch hocken? Wie viel hätte er sich von Lobbyisten der Gesundheitswirtschaft einflüstern lassen? Die täglich neu frisierten „Fall“zahlen aus dem Hause Robert Koch und Johns Hopkins, die Horrorprognosen berüchtigter Alarmisten vom Imperial College, der Charité sowie des Fliegenträgerclubs hätten bei einem solchen Gesundheitsminister schwerlich für Heulen und Zähneklappern gesorgt, gepaart mit blindwütigem, industriegesteuertem Hyperaktivismus. Verfassungswidrige Lockdowns nach rotchinesischer Vorlage hätte er niemals ernsthaft erwogen, geschweige denn umgesetzt, Grundrechte verhöhnend. Auf Neufassungen des Infektionsschutzgesetzes hätte er verzichtet. Und ganz gewiss hätte er nicht Vakzine als alleinige Rettung propagiert. Das frühe Merkel/Söder-Junktim – „Die Pandemie ist erst vorbei, wenn es einen Impfstoff gibt – bis dahin sind wir dem Virus schutzlos ausgeliefert“ – hätte er schonungslos als das enttarnt, was es ist: ein therapiebedürftiger Hirnriss von der Phrasendresch-Tenne. Spätestens nach dem 21. Oktober 2020 hätte bei Spahn der Groschen fallen müssen. Da wurde er positiv auf SARS-CoV-2 getestet, begab sich umgehend in häusliche Quarantäne – und, oh Wunder, er überlebte sie! Ungeimpft! In „ganz guter“ Verfassung präsentierte er sich von zu Hause aus bei einer Videoschalte. Bereits am 2. November kehrte er fit ins Ministerium zurück. Die Pandemie mache ihn „demütig“, erklärte er hinterher. Falls dieser tugendhafte Akt freiwilliger Selbstunterwerfung dem Ideal kritischer Vernunft huldigen sollte, misslang er aufs Peinlichste. Vor Covid-19 von Anfang an geschützt Stattdessen hätte ein solcher Gesundheitsminister – nennen wir ihn Johannes Ohnespahn - unermüdlich betont, was schon wenige Wochen nach Krisenbeginn offenkundig war: Vor diesem angeblich „neuartigen“ Coronavirus aus Wuhan ist die Bevölkerung bereits hervorragend geschützt. Sie war es von Anfang an. Ältere Blut-, Zell- und Abwasserproben deuten nämlich darauf hin, dass SARS-CoV-2 in Westeuropa spätestens seit November 2019 unterwegs war. (1) Was hätte ein „exponentielles Wachstum“ der Fallzahlen bedeutet, von dem Bangemacher unentwegt raunen? Ein wenig Herumtippen auf dem Taschenrechner ergibt: Bei einer anfänglichen Verdopplungsrate von zwei bis drei Tagen, ohne jegliche Gegenmaßnahmen, wäre ganz Deutschland, bis zum letzten Pflegeheiminsassen, schon Ende Januar 2020 komplett durchseucht gewesen. (s.u. Tabelle) Den haarsträubenden Fatalitätsprognosen zufolge, die anfangs kursierten, hätten bis dahin schon mehrere hunderttausend Covid-19-Opfer die Friedhöfe der Republik überfüllen müssen. Stattdessen wurden ominöse Kurven sehr bald nicht bloß flacher, sondern strebten stramm gen Süden. Offenkundig war da ein Faktor, der von Anfang an verhinderte, dass sich Infektionen „exponentiell“ ausbreiteten – eine „immunologische ‚Dunkle Materie‘“, von welcher der britische Biologe Karl Friston vom University College London bereits im Frühjahr 2020 ausging. „Immer wahrscheinlicher erscheint, dass viele Menschen unempfindlich gegen Infektionen sind, vielleicht weil sie (…) eine Art natürliche Resistenz haben. Das ist wie die dunkle Materie im Universum: Wir können sie nicht sehen, aber wir wissen, dass sie da sein muss, um das zu erklären, was wir sehen können.“ Dieses „Dunkle“ ist mittlerweile erhellt: Selbst bei Menschen, die sich SARS-CoV-2 noch nicht eingefangen haben, finden sich kreuzreaktive T-Zellen, vermittelt durch frühere Kontakte mit anderen Coronaviren; bis zu 81 % aller Deutschen verfügen dadurch bereits über eine gewisse Hintergrundimmunität. Wie sonst wäre erklärlich, dass 80 Prozent aller Infektionen beschwerdefrei überstanden werden, weitere 15 % mit milden, erkältungsähnlichen Symptomen? Wie sonst könnte es sein, dass SARS-CoV-2 nicht 100 Prozent aller positiv Getesteten dahinrafft, sondern im Schnitt bloß 0,1 bis 0,2 Prozent? Wieso überleben eine Infektion, selbst nach offiziellen Statistiken von Gesundheitsbehörden wie der US-Seuchenschutzbehörde CDC, 99,9997 % aller Kinder und Jugendlichen, 99,98 % aller 20- bis 49-Jährigen, 99,5 % aller 50- bis 69-Jährigen und selbst 94,6 % aller Senioren über 70? In Wahrheit, so hätte ein fachlich kompetenter Ohnespahn geahnt, liegt die eigentliche „Infection Fatality Rate“ (IFR) sogar noch deutlich niedriger. Die offizielle Quote setzt die Toten nämlich ins Verhältnis zur Anzahl der ermittelten Testpositiven. Tatsächlich hat sich aber ein weitaus größerer Anteil der Bevölkerung bereits angesteckt. Seroprävalenzstudien zufolge hatten bis September 2020 in den USA schon bis zu 23 % Antikörper entwickelt, je nach Bundesstaat (2); in Schweden war bis Mitte November sogar ein Wert von 31,6 % erreicht, gegenüber 15 % um Oktober. Im „Hotspot“ Gangelt waren es bis Juli 2020 schon 15,5 %. Anderswo lag der „Durchseuchungsgrad“ zwischen 0,3 % (Hamburg) und 12 % (Kupferzell). Inzwischen geht die WHO davon aus, dass sich rund 10 % der Weltbevölkerung bereits mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Das wären knapp 800 Millionen: acht Mal mehr als die ca. 100 Millionen offiziell „bestätigten Fälle“ bis Ende Januar 2021. Selbst wenn alle 2,2 Millionen sogenannten „Corona-Toten“ tatsächlich wegen SARS-CoV-2 verstorben wären, ergäbe das eine „Fatalität“ von 0,28 %, nicht mehr. Einer Studie des Medizinforschers John Ioannidis von der Uni Stanford zufolge, der Zahlen von 51 Regionen weltweit auswertete, liegt die IFR noch darunter, bei 0,19 %. Bei unter 70-Jährigen sinkt sie auf 0,03 bis 0,04 %. Davon ausgehend, rafft der vermeintliche Killerkeim von tausend Menschen, die er befällt, wohl höchstens zwei dahin. Im Schnitt sind sie dann über 80 Jahre alt. Wer das klarstellt, „verharmlost“ nicht. Er weigert sich bloß, die Mücke zum Elefanten aufzublasen. Besser als jeder Impfstoff: unser Immunsystem Was hätte ein Gesundheitsminister, dem all dies klar ist, dem verängstigten Volk erklärt? Jeder von uns, er eingeschlossen, verfügt über einen fabelhaften Selbstschutz gegen Infektionen aller Art. Dieser Schutz muss nicht erst erfunden werden, unter Einsatz von Abermilliarden Steuergeldern. Man muss ihn nicht erst in Arztpraxen oder Impfzentren abholen. In puncto Wirksamkeit stellt er die werbewirksam zurechtgebogenen Quoten der Covid-Vakzine mühelos in den Schatten. Entwickelt und erprobt wurde er nicht binnen weniger Monate an ein paar zehntausend Probanden, sondern an Abermilliarden, die diesen Planeten bevölkerten, im Laufe von mehreren hunderttausend Jahren biologischer Evolution. Es ist bestens verträglich, frei von Nebenwirkungen und ein Leben lang intakt, sofern wir ihn pflegen. Wir alle bekamen ihn bereits in die Wiege gelegt: ein Immunsystem. Diese körpereigene Abwehr ist imstande, SARS-CoV-2 hocheffektiv unschädlich zu machen. Darüber hinaus hätte einen solchen Gesundheitsminister brennend interessiert, woran es denn liegt, dass diese Abwehr in ungefähr jedem zwanzigsten Fall versagt. Er hätte herausfinden wollen, was Menschen gemeinsam haben, die eine Infektion schwer krank macht, ja tötet. Er hätte frühe Erkenntnisse ernstgenommen, dass in den allermeisten derartigen Fällen mindestens eine schwere Vorerkrankung vorliegt - von 6 % geht die US-Seuchenschutzbehörde CDC aus. Dabei fand bei kaum einem CDC-Fall eine Obduktion statt – die mit Abstand zuverlässigste Methode, Todesursachen festzustellen. Der Hamburger Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel nahm sie an über 250 sogenannten „Corona-Opfern“ vor. Dabei stieß er auf keinen einzigen Fall, in dem der vermeintliche Killerkeim einen zuvor Kerngesunden dahinraffte. (3) Püschels Befund lässt vermuten: Die wahre Quote liegt eher zwischen null und einem Prozent als um die sechs. Was für Covid-19 anfällig macht Ein neugieriger Gesundheitsminister hätte wissen wollen, um was für fatale Vorerkrankungen es sich dabei denn handelt – und wie unvermeidlich sie sind. Dabei hätte er in Erfahrung gebracht: Es überwiegen Übergewicht, Bluthochdruck (76 %) und Herz/Kreislauf-Erkrankungen (33 %). Alles in allem verzehnfachen sie das Sterberisiko bei Covid-19. Auf den Punkt bringt es der US-Mediziner Dr. Robert Lustig: „SARS-CoV-2 unterscheidet nicht, wen es infiziert. Aber es unterscheidet, wen es tötet.“ Allein schon Adipositas macht es um ein Vielfaches wahrscheinlicher, wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Und sie erhöht das Sterberisiko, je nach Ausprägung der Fettleibigkeit, um das 3,7- bis Zwölffache. Welcher Anblick könnte lächerlicher sein als der eines eher breit- als hochformatigen Regierungsmitglieds, das keine Kamera auslässt, um oben einen undichten Gesichtslappen zu präsentieren – und einen halben Meter weiter unten eine der stattlichsten Wampen der Republik? Wann findet sich endlich jemand, der diesem Corona-Ritter von der traurigen Gestalt endlich klarmacht: Das Bauchfett, das er mit sich herumschleppt, beschert ihm ein tausendfach höheres Erkrankungs- und Mortalitätsrisiko, als ihm sein lächerliches Hygienetextil erspart? Was für Covid-19 anfällig macht, sind demnach typische Zivilisationskrankheiten, die nicht etwa von einem Mangel an Mund-Nasen-Bedeckungen, Desinfektionsmitteln und Impfstoffen herrühren. In erster Linie sorgen falsche Ernährung und zuwenig körperliche Aktivität dafür. Und so wäre Johannes Ohnespahn zügig ein Licht aufgegangen: Um sein Volk gegen Pandemien zu wappnen, muss er Gesundheit fördern statt die Industrien, die daran verdienen, wenn sie verlorengeht. Er muss Gefährdete dazu motivieren, weniger und besser zu essen: mehr Rohkost, mehr frisch Zubereitetes; weniger Fleisch, Zucker, Industriesalz und minderwertige Fette; kein Junk Food, keine Soft Drinks, keine Mikrowellenkost, keine hochverarbeitete, industriell denaturierte Fertignahrung. Statt von China hätte Deutschland besser von Mexiko gelernt: Im August beschlossen mehrere Bundesstaaten als Maßnahme gegen die Covid-19-Pandemie, den Verkauf von kalorienhaltigen verpackten Gerichten und zuckergesüßten Getränken an Minderjährige zu verbieten. (4) Bloß ein zaghafter, viel zu kurzer Schritt – immerhin aber einer in die richtige Richtung. Anstatt mit Ausgangssperren, Quarantänen und Home Office die Inzidenz von Sesselhockern und Couch Potatoes weiter zu steigern, statt Amateur- und Freizeitsport zu verbieten, würde ein Ohnespahn die Bürger ferner dazu bringen, viel öfters den Hintern hochzukriegen und sich körperlich zu ertüchtigen. An Absurdität schwerlich überbieten lässt sich jene PR-Kampagne, in welcher die Bundesregierung im November 2020 konsequente Stubenhocker zu „besonderen Helden“ der Pandemie hochjubelte – all jene panisch Gehorsamen, die ihre Infektanfälligkeit steigern, indem sie ihren Leib in erster Linie zur oralen Befüllung nutzen. Ehe Faktenchecker hier einschreiten, beeile ich mich klarzustellen: Kalorien verbraucht ein Muster-Bürger selbstverständlich auch beim Zappen auf der Fernbedienung, beim Wischen über Displays, beim Tippen auf Tastaturen. Was weiß das Berliner Panikorchester über Vitamin D und Zink? Ebenso brennend interessieren würde sich ein Gesundheitsminister, der diese Amtsbezeichnung verdient, für weitere Erkenntnisse, wie leicht Angehörige von Risikogruppen einer Viruserkrankung vorbeugen können. Vitamine und Spurenelemente unterstützen und verbessern die Immunantwort. Mangelt es daran, so werden schwere Covid-19-Verläufe mit tödlichem Ausgang viel wahrscheinlicher. Dieser Zusammenhang zeigte sich etwa bei niedrigen Zinkspiegeln. Ferner wichtig sind eine ausreichende Versorgung mit Magnesium und Selen. Auch ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel trägt dazu bei, dass eine SARS-CoV-2-Infektion krank macht. (5) Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel verdoppelt die Wahrscheinlichkeit eines positiven PCR-Tests, wie eine US-Studie an mehr als 190.000 Amerikanern herausfand. Pro Tag 25 bis 50 Milligramm Zink, 1000 Milligramm Vitamin C, 2000 Einheiten Vitamin D sorgen für eine hochwirksame Prophylaxe gegen Covid-19, wie sich in etlichen Studien inzwischen zeigte. Nicht minder beeindruckt wäre Ohnespahn davon, wie hochwirksam mit Naturheilkunde Menschen behandeln sind, falls sie an Covid-19 erkranken. Ein frühzeitiger Einsatz der genannten Mittel bewahrt die allermeisten Betroffenen vor schweren Verläufen, erspart ihnen eine Einweisung ins Krankenhaus und senkt ihr Sterberisiko. Wie hocheffektiv Vitamin D bei Covid-19 hilft, hat sich bis Dezember 2020 in 41 Studien erwiesen, in denen 359 Wissenschaftler zusammengerechnet über 6700 Patienten einbezogen. Bei bereits hospitalisierten Covid-19-Patienten senkt hochdosiertes Vitamin D, mit rund 100‘000 Einheiten pro Tag, das Risiko einer Intensivbehandlung um 96 %, die Mortalität um 80 bis 89 %. In einer spanischen Studie mit stationär aufgenommenen Covid-19-Patienten musste ohne Vitamin-D-Gaben jeder Zweite auf die Intensivstation, aber nur 2 % der Vitamin-D-Behandelten. Im Frühjahr 2020 ergab eine Studie an hochbetagten Bewohnern eines französischen Pflegeheims, die an Covid-19 erkrankt waren: Von jenen, die einmalig hochdosiertes Vitamin-D erhielten, überlebten 82,5 % - gegenüber 44,4 % in der Vergleichsgruppe ohne entsprechende Vitamin-D-Gabe. Gaben von Zink, zusammen mit frühzeitig eingesetztem und richtig dosiertem Hydoxychloroquin/HCQ (6), lassen US-Ärzten zufolge die Rate der Hospitalisierungen um 84 % zurückgehen. Bei Covid-19-Patienten, die schon in einer Klinik liegen, erhöhen tiefe Plasma-Zink-Werte, unter 50 mcg/dl, das Sterberisiko um 130 %. Andererseits senkt hochdosiertes Zink bei ihnen die Todesrate um 45 %. Binnen acht bis zwölf Stunden bessert sich ihr Zustand ganz erheblich, Symptome wie Atembeschwerden gehen rasch zurück. International bewährt hat sich ein Behandlungsprokoll, das täglich 75 bis 150 mg Zink vorsieht; denn Zink hemmt bei SARS-CoV-2 die Aktivität des Enzyms PNA-Polymerase, somit die Replikation des Virus. Darüber hinaus erwiesen sich in der Anfangsphase von Covid-19 1000 mg Vitamin C und 5000 Einheiten Vitamin D als hochwirksam. (7) Übertragen auf Deutschlands offizielle Corona-Statistik, ergäbe sich für Johannes Ohnespahn aus alledem: Ein bisschen Naturheilkunde, beschränkt auf Zink und Vitamin D, hätte die Zahl der „Covid-19-Todesfälle“ , soweit sie echt sind, von aktuell 55.000 (Stand 28.1.2021) auf wenige tausend senken können. Phytotherapie könnte diese Quote noch verbessern. Extrakte der Artemisia annua-Pflanze wirken gegen SARS-CoV-2, wie sogar ein Max-Planck-Institut bestätigte. Dutzende weiterer Heilpflanzen wirken antiviral und immunstimulierend: von Holunder über Schafgarbe und Meisterwurz bis zum Kunigundenkraut. Wer seine körpereigene Abwehr stärken will, bereitet sich daraus besser einen Tee zu oder schnippelt es in Salate, Müslis und Suppen, statt angststarr vor der Glotze zu hocken. Auch über den Einsatz von Homöopathie und Ayurveda-Mitteln gegen Covid-19 häufen sich glaubhafte Erfolgsberichte, die intensives Nachforschen verdient hätten. (8) Ebensowenig müsste einem Ohnespahn erst noch erklärt werden, wie eng Psyche und Physis zusammenhängen. Ein gesundes, starkes Immunsystem ergibt sich weniger aus pharmazeutischen Innovationen als aus seelischen Faktoren. Liebe, Geselligkeit und allgemeine Lebensfreude, ausreichend Schlaf und weniger Stress stärken es. Aus immunologischer Sicht könnte nichts kontraproduktiver sein, als Menschen einen Alltag aufzuzwingen, in dem sie sich anhaltend sorgen und fürchten, der sie niedergeschlagen, traurig und angespannt, isoliert und einsam macht. Nicht „das Virus“, sondern seine blindwütige, verfassungswidrige Bekämpfung hat bestehende psychische Störungen verschärft, Millionen zusätzlicher chronisch Angstkranker und Depressiver produziert. Selbstmordraten explodieren regelrecht – nicht nur unter eingesperrten Heimbewohnern, sondern insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. (9) Eine „Überlastung“ droht mittlerweile eher in psychiatrischen Kliniken als auf Intensivstationen. Und wenn „Immunsystem“ der Name eines Implantats wäre? Und so wäre diesem Gesundheitsminister frühzeitig ein Licht aufgegangen. Er muss keine Vakzine abwarten. Er muss seinen Bürgern keine Gesichtslappen umbinden, ihnen Stäbchen in Körperöffnungen schieben, sie in Quarantäne einsperren. Er muss keine Schulen, Läden und Betriebe, Museen, Stadien, Gaststätten dichtmachen. Stattdessen muss er nur eines: alles in seiner Macht Stehende tun, um Gesundheitsbewusstsein zu fördern, Anreize für gesundes Verhalten zu schaffen. Er muss ihnen nicht erst noch beibringen, „gut aufeinander aufzupassen“ – das kriegten sie seit eh und je bei jeder Grippewelle hin. Mit dem zweistelligen Milliardenbetrag, den die Bundesregierung in unerprobte, hochriskante Impfstoffe steckt, hätte sich ein fabelhaftes Aufklärungsprogramm finanzieren lassen. Und jene bewährte Art von Medizin, die dafür die entscheidenden Argumente und Anleitungen parat hätte, würde auferstehen - wie Phönix aus der Asche, unter der die Chefstrategen des Pharma-Marketings und deren Finanziers sie kaltblütig begraben haben. Wäre „Immunsystem“ der Name eines patentierbaren Implantats, mit dem sieben Milliarden „schutzlos ausgelieferte“ Körper erst noch ausgestattet werden müssten: die Medizinindustrie würde ein Jahrtausendgeschäft daraus machen, jede Wette. Wer sich dem Eingriff verweigern würde, der käme völlig zurecht in Quarantäne, am besten für immer. Keine Spritze könnte ihn retten. Jeder Faktenchecker wüsste das. Geschichte ist eine Aneinanderreihung verpasster Gelegenheiten. Der Phönix liegt tief unter Asche, statt ihr zu entsteigen. Hilflos ringt er nach Luft. Ob er die neue Normalität des 21. Jahrhunderts überlebt, ist ungewiss. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Harald Wiesendanger: Corona-Rätsel - Was steckt wirklich hinter dieser Pandemie? Wem nützt sie? Was bringt uns die nächste?, Schönbrunn 2020, https://stiftung-auswege-shop.gambiocloud.com/corona-raetsel-pdf.html (2) https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2773576; https://www.chicagotribune.com/coronavirus/ct-coronavirus-antibody-testing-chicago-rate-northwestern-20201009-jxzpyewzlrcgnny2fyflupqdcq-story.html (3) https://www.welt.de/regionales/hamburg/article207270421/Experte-Pueschel-Zeit-der-Virologen-ist-vorbei.html, https://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/13855666/experte-pueschel-zeit-der-virologen-ist-vorbei/, https://www.deutschland-kurier.org/einer-der-besten-rechtsmediziner-deutschlands-sagt-corona-angst-ist-voellig-ueberzogen/, https://www.mopo.de/hamburg/rechtsmediziner--ohne-vorerkrankung-ist-in-hamburg-an-covid-19-noch-keiner-gestorben--36508928 (4) https://www.npr.org/2020/09/14/912029399/we-had-to-take-action-states-in-mexico-move-to-ban-junk-food-sales-to-minors?utm_medium=RSS&utm_campaign=health; https://www.gob.mx/conadesuca/prensa/lopez-gatell-llamo-veneno-embotellado-a-los-refrescos-industria-pide-no-estigmatizar; https://www.usatoday.com/story/news/world/2020/08/23/coca-cola-bottled-poison-mexico-finds-covid-19-villain-soda/5607741002/ (5) https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.20188268v1; https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2020/09/23/coronavirus-2nd-wave.aspx?cid_source=dnl&cid_medium=email&cid_content=art1ReadMore&cid=20200923Z1&mid=DM660552&rid=971096794 (6) https://c19study.com/; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0040-1713152; https://academic.oup.com/europace/advance-article/doi/10.1093/europace/euaa216/5910968 (7) https://covid19criticalcare.com/; https://www.evms.edu/covid-19/covid_care_for_clinicians/; https://aapsonline.org/mccullough-protocol-3-page.pdf (8) https://www.hahnemann-gesellschaft.de/covid-19/; https://stalten.de/wp-content/uploads/2020/11/Neue-Ergebnisse-Homoeopathie-Prophylaxe-bei-Corona.pdf; https://homoeopathiewatchblog.de/2020/04/09/tuerkische-wissenschaftler-veroeffentlichen-die-weltweit-erste-studie-zu-einsatz-von-homoeopathie-gegen-covid-19-in-zusammenarbeit-mit-hahnemann-gesellschaft/; https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1205-8089; https://punemirror.indiatimes.com/news/india/coronavirus-homeopathy-effective-in-prevention-of-virus-infections-says-ayush-ministry/articleshow/73730742.cms (9) https://www.stern.de/gesundheit/der-preis-des-lockdowns----in-vier-wochen-suizide-wie-in-einem-ganzen-jahr--9275302.html; https://abc7news.com/japan-suicides-suicide-rates-covid-women/8359064/; https://blogs.mercola.com/sites/vitalvotes/archive/2020/11/22/survey-more-young-adults-thinking-about-suicide-and-death.aspx; https://www.politaia.org/corona-massnahmen-suizide-dramatische-haeufung/?source=ENL; https://www.politaia.org/nur-ein-verraeter-beamter-aus-dem-innenministerium-sprach-ueber-corona-suizide/

  • Sind Gesunde ansteckend?

    Hygieneterror gegen die gesamte Bevölkerung steht und fällt mit der Annahme, es fänden „symptomfreie Übertragungen“ in Hülle und Fülle statt: Ohne die geringsten Beschwerden könnte unsereins den Covid-19-Erreger ahnungslos weitergeben. Somit sind wir alle, jederzeit und überall, als potentielle Virenschleudern verdächtig – als silent spreaders, „stille Verbreiter“. Folglich muss jeder mitmachen beim verordneten drakonischen Infektionsschutz. Zurecht? Eine glasklare Covid-Hochrisikopatientin ist sie, meine 87-jährige Mutter. Null Bewegung, sie sitzt im Rollstuhl. Die Mahlzeiten in ihrem Pflegeheim – überwiegend totgekochte, aufgewärmte Kantinenkost – liefern eher Sterbens- als Lebensmittel. Obendrein schluckt sie vier hochdosierte, nebenwirkungsreiche Arzneien gegen drei schwere chronische Erkrankungen. Auch psychisch könnte es ihr nicht schlechter gehen: Während sich ihr Pflegeheim vom ersten Lockdown an in eine Haftanstalt verwandelte, wurde sie noch kontaktärmer, niedergeschlagener, hoffnungsloser. All dies schwächt ihr Immunsystem. Schon die nächste Erkältung könnte sie umbringen. Darauf nehme ich Rücksicht, selbstverständlich. Immer schon. Beim geringsten Anzeichen einer Erkältung verzichte ich darauf, sie zu besuchen. Händewaschen ist das allererste, was ich tue, nachdem ich ihr Zimmer betreten habe. Erst recht in der Grippesaison. Und plötzlich genügt das nicht mehr? Auch wenn ich völlig symptomfrei bin, soll ich nicht länger als eine Stunde bleiben, dabei durchgehend FFP2-Maske tragen, zwei Meter Abstand halten, Trennscheiben hinnehmen, meine Haut mit Desinfektionsmitteln traktieren? Obendrein habe ich einen negativen Corona-Test nachzuweisen, nicht älter als 48 Stunden alt – und in Kürze wohl noch eine „freiwillige“ Impfung, obwohl meine Mutter selbst schon eine zweifache hinter sich hat. Wieso? Drostens Webasto-Blamage: Erfuhren unsere Seuchenschützer davon? Um die Idee der „asymptomatischen Übertragung“ des neuen Coronavirus in Deutschland populär zu machen, genügte ein einziges miserabel belegtes Fallbeispiel. In die Welt setzte es nicht etwa eine kontrollierte Studie. Es genügte ein formloser „Brief an den Herausgeber“ des New England Journal of Medicine. Der virologische Halbgott der Nation, Christian Drosten, reichte ihn am 30. Januar 2020 ein, gemeinsam mit 16 Kollegen. Einen Tag zuvor hatte der Autozulieferer Webasto seine Zentrale in Stockdorf bei München geschlossen, nachdem bei einigen Mitarbeitern PCR-Tests positiv ausgefallen waren – Deutschlands erste offizielle „Infektionen“ mit SARS-CoV-2. Eingeschleppt hatte das Virus offenbar eine chinesische Geschäftsreisende aus Shanghai, obwohl sie selbst angeblich keinerlei Symptome aufwies. Am 20. und 21. Januar hatte sie Webasto besucht. Der erste Angestellte, den sie dort ansteckte, hatte nach eigenen Angaben etwa eine Stunde lang mit dem Gast aus China in einem Meeting zusammengesessen. Die Frau habe auf ihn einen gesunden Eindruck gemacht, so berichtet er. “Es gab ein kurzes Händeschütteln, aber die Kollegin war auch nicht krank. Also, ich hab nicht gesehen, dass sie irgendwie geschnieft und gehustet hat oder irgendwelche Krankheitserscheinungen hatte. Für mich war sie komplett gesund.” Das Treffen fand an einem Montag statt. Am darauffolgenden Freitag verspürte der Mann dann erste Symptome, ein Halskratzen. Anderntags bekam er Fieber. Bis zum 11. Februar fielen PCR-Tests von 15 weiteren Mitarbeitern positiv aus. Dass der Webasto-Gast aus Fernost bis heute für Panikmache herhalten muss, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie evidenzbasiert Regierende entscheiden und Leitmedien die Bevölkerung aufklären. Der Lichtgestalt des Hygieneregimes, seinem wirrologischen Chefsouffleur, stellt es ein Armutszeugnis aus. Mit ihrem Wissenschaftsverständnis konnten Drosten und seine Mitautoren offenbar mühelos vereinbaren, dass sie es nie für nötig erachteten, mit der Geschäftsfrau selbst zu sprechen; stattdessen verließen sie sich auf Einschätzungen von vier Webasto-Mitarbeitern. „Während ihres Aufenthalts (in Deutschland)“, so behauptete Drosten ins Blaue hinein, „war sie gesund und hatte keine Anzeichen oder Symptome einer Infektion, wurde aber auf dem Rückflug nach China krank, wo sie am 26. Januar positiv auf 2019-nCoV getestet wurde.“ Das stimmte nicht, wie schon vier Tage nach der Drosten-Publikation feststand. Wie ein Berliner Korrespondent des Wissenschaftsmagazins Science am 3. Februar berichtete, telefonierten Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im nachhinein mit der Patientin aus Shanghai. Dabei stellte sich heraus, dass sie sehr wohl bereits Symptome hatte, während sie sich in Deutschland aufhielt. Sie fühlte sich müde, ihre Muskeln schmerzten. Um ihr Fieber zu senken, nahm sie Paracetamol ein. Das jedenfalls erfuhr der Science-Journalist von einem RKI-Sprecher. Deswegen zur Rede gestellt, räumte Drosten ein: „Ich fühle mich schlecht, wie das gelaufen ist, aber ich glaube nicht, dass irgendjemand hier schuld ist. Offenbar war die Frau zunächst nicht zu erreichen und man hatte das Gefühl, das müsse schnell kommuniziert werden." Allerdings fühlte sich Drosten nicht schlecht genug, um seinen fatalen Letter to the Editor vom 30. Januar zurückzuziehen oder wenigstens den entscheidenden Punkt richtigzustellen. Zwar verpasste er dem Brief am 6. Februar und am 5. März „Updates“. Doch bis heute heißt es darin, die Chinesin sei während ihres Deutschlandaufenthalts noch „wohlauf gewesen, ohne Anzeichen oder Symptome einer Infektion“. Wen erreichte Drostens kleinlautes, halbherziges Dementi? Hätten Merkel & Co. es hören wollen, falls ihr Lieblingsberater es ihnen gegenüber eingeräumt hätte? Nein, denn das widerlegte Fallbeispiel passte vorzüglich zur politischen Agenda. Also darf es bis heute weiterkursieren, zumal sich immer mehr Forscher zu Wort meldeten, die weitere angebliche Beweise dafür präsentierten, wie real das Schreckgespenst des „stillen Überträgers“ war. Seither malen es Redaktionen, penetrant und voller Hingabe, an die desinfizierte Wand. Dürftige Belege Vermeintliche Beweise sammelte vor Ort, im Ursprungsland der Pandemie, vom 16. bis 24. Februar 2020 ein 25-köpfiges Expertenteam, entsandt von der WHO. Eigene Nachforschungen in Wuhans Kliniken und Praxen unterließ es. Stattdessen plapperte es nach, was chinesische Gesundheitsbehörden ihm zutrugen. Dafür hätten die Teammitglieder zu Hause bleiben können, der Griff zur Lesebrille hätte genügt. Denn ab März flutete China die Fachpresse mit Papers, die dem silent carrier-Grusel Nachdruck verliehen. Vier davon (1), plus eine aus Südkorea (2), wertete die McGill-Universität in Montreal, Kanada, im Herbst 2020 aus. (3) Übereinstimmend warnten sie, dass symptomlose Ansteckungen weitaus häufiger vorkommen als befürchtet. Zusammengerechnet erfassten sie 13 asymptomatische Indexpatienten. Bei ihnen konnten 96 Kontaktpersonen aufgespürt und getestet werden. Immerhin fast jeder Fünfte, 18,8 %, erwies sich als testpositiv. Zum Teil noch dramatischere Quoten verbreiteten drei weitere Arbeiten, ebenfalls aus China. (4) Unter dem Eindruck dieser vermeintlichen Beweise sah sich die WHO Ende Februar 2020 veranlasst, Alarm zu schlagen. Die „frühen Daten aus China legten nahe, dass Menschen ohne Symptome andere anstecken können“. (5) Bald darauf zog die US-Seuchenschutzbehörde CDC nach. Am 1. April 2020 veröffentlichte sie einen Bericht, demzufolge „es zur Kontrolle der Pandemie nicht ausreichen könnte, dass nur Personen mit Symptomen ihren Kontakt mit anderen einschränken, weil Personen ohne Symptome die Infektion übertragen könnten". Im Mai verbreitete die CDC eine Schätzung, wonach bis zu 40 Prozent der Coronavirus-Übertragungen von Mensch zu Mensch stattfänden, bevor die Beteiligten irgendwelche Symptome aufweisen. Bis heute schöpft die CDC dabei in erster Linie aus Quellen im Reich der Mitte. Noch im Januar 2021 warnte sie im Journal of the American Medical Association (JAMA), zu 59 % werde SARS-CoV-2 asymptomatisch übertragen. (6) Dabei stützt sich die Behörde nicht etwa auf eigene Nachforschungen; sie fasst einfach Zahlenwerk aus acht chinesischen Studien zusammen. Von ihren Kurzschlüssen daraus rückt sie bis heute keinen Millimeter ab. Im Gegenteil: Inzwischen empfiehlt sie „allen Personen über zwei Jahren, sie sollten in der Öffentlichkeit und in Gegenwart von Haushaltsfremden eine Maske tragen“ – oder vielleicht besser gleich zwei übereinander, eine Option, die sie zur Zeit ernsthaft prüfen lässt. Doch seltsamerweise konnte außerhalb Chinas kaum ein Wissenschaftler asymptomatische Übertragungen in nennenswertem Ausmaß überzeugend bestätigen. Anlass zur Entwarnung gab bereits im April 2020 eine aufwändige Studie von Südkoreas Seuchenschutzbehörde KCDC. (7) In einem 19-stöckigen Gebäude mit Büros und Wohnungen inmitten der Hauptstadt Seoul war am 8. März ein SARS-CoV-2-Fall aufgefallen. Einen Tag später wurde das gesamte Gebäude geschlossen. Sämtliche 922 Angestellte, 203 Bewohner und 20 Besucher aus den vorherigen drei Wochen, hatten sich PCR-Tests zu unterziehen. (Am stärksten betroffen war ein auf vier Etagen verteiltes Call-Center mit 216 Mitarbeitern; von ihnen schien fast jeder Zweite infiziert.) Anschließend mussten sich alle, unabhängig vom Testergebnis, zwei Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben. 97 waren testpositiv. Für welche „Sekundärinfektionsrate“ sorgten sie in den folgenden 14 Tagen zu Hause, unter ihren insgesamt 225 Mitbewohnern, mit denen sie rund um die Uhr zusammenlebten? Die allermeisten, nämlich 89, wiesen bereits Covid-19-Symptome auf. Unter ihren Haushaltsmitgliedern ergaben sich 34 „Fälle“. Wie verhielt es sich mit den 11 Mitbewohnern von vier andauernd Symptomfreien? KEIN EINZIGER „infizierte“ sich. Und wie gemeingefährlich waren weitere vier Präsymptomatiker, die erst nach Quarantänebeginn Beschwerden enwickelten? Auch unter ihren vier Kontaktpersonen daheim blieb die Infektionsrate bei NULL. Dazu passt, was eine Gruppe von Medizinern im August 2020 im CDC-Magazin Emerging Infectious Diseases über ein Meeting berichtete, das sie vom 20. bis 21. Februar in München abgehalten hatte. Ein Teilnehmer, der später recht heftige Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion entwickelte, hatte dort, noch „präsymptomatisch“, anscheinend elf von 13 weiteren Anwesenden angesteckt. Nachforschungen ergaben: Zur Übertragung musste es bei direktem Körperkontakt gekommen sein, durch Händeschütteln und viertel- bis halbstündige Face-to-Face-Kontakte bei Gesprächen in Pausen und bei gemeinsamen Mahlzeiten. Hätten Aerosole den Ausschlag gegeben, so bliebe rätselhaft, weshalb zwei Teilnehmer verschont blieben, obwohl sie in einem relativ kleinen Tagungsraum von etwa 70 Quadratmetern knapp zehn Stunden lang mit am Tisch saßen. Grundsätzliche Einwände lassen das RKI kalt Vier grundsätzliche Einwände treffen panikschürende Studien: Erstens: Wie alle Lebensrisiken, so sind auch Ansteckungen durch scheinbar Kerngesunde nie ganz und gar auszuschließen. Entscheidend ist doch, wie wahrscheinlich sie sind. Je geringer die Gefahr, desto unverhältnismäßiger, desto irrationaler wird hyperaktiver Seuchenschutz auf Teufel komm raus. Jeden von uns kann ein Blitz niederstrecken, ein Meteorit erschlagen; wir können mit dem Flugzeug abstürzen, auf dem Weg zur Arbeit tödlich verunglücken, uns unter der Dusche das Genick brechen, beim Waldspaziergang von der verirrten Kugel eines Jägers getroffen werden. Sollten wir deswegen umfassende Sicherheitsvorkehrungen treffen? Im März 2020 knöpften sich chinesische Wissenschaftler nicht weniger als 4.950 Personen mit „engen Kontakten“ zu 347 Testpositiven vor. Unter diesen 4.950 fand sich „nur eine Person, die sich bei einem asymptomatischen Fall infizierte“. Dies deute auf eine „begrenzte Transmissionskapazität“ hin. Etwa nicht begrenzt genug? Zweitens: Dass jemand NACH Kontakt mit einer symptomfreien Person testpositiv ist, beweist mitnichten, dass er es DESWEGEN wurde. Unmittelbar davor oder hinterher könnte er Erkrankten zu nahe gekommen sein, von denen er sich das Virus aufschnappte. Drittens: Die üblicherweise eingesetzten PCR-Tests taugen nicht dazu, Infektionen nachzuweisen. Von Regierungsberatern, Mainstream-Journalisten und Richtern abgesehen, ist das inzwischen den meisten Experten klar. Bei angeblichen „asymptomatischen Übertragungen“ könnte es sich schlicht um falsch-positive Testergebnisse handeln. (8) Forscher, die darüber hinwegsehen, blamieren sich ähnlich eindrucksvoll wie das „Covid-19 Response Team“ des berüchtigt alarmistischen Imperial College: Nach 2343 PCR-Tests in der Region Venedig machte es sage und schreibe zwei Fälle von Bürgern ausfindig, die nach Kontakten mit Symptomfreien „positiv“ auffielen. Womöglich geben „stille Überträger“ bloß ein paar harmlose Genomschnipsel weiter, oder Viren in unbedenklich geringer Zahl. Wer Pech hat, den macht ein einziges SARS-CoV-2-Virion auf seiner Schleimhaut bereits zum PCR-bestätigten „Fall“, wenn ein Abstrich es einfängt. Aber mindestens 300 Viruspartikel, wenn nicht gar über tausend (9) sind erforderlich, um eine Infektion auszulösen. Um sie überhaupt nachweisen zu können, muss ein hypersensitives molekulares Verfahren sie erst mehrere Millionen Male „amplifizieren“, also vervielfältigen,. „Von Ansteckungsfähigkeit“, stellt der Arzt Wolfgang Wodarg klar, „ist nicht auszugehen, solange nur Viren über Schleimhäute huschen, (…) wie es ein bekannter virologischer Entertainer 2014 einmal treffend formuliert hat.“ Viertens: In Wahrheit gibt es keine Covid-19-spezifischen Symptome. Deshalb erweist sich auch niemand als Covid-Patient, falls sie bei ihm auftreten, nachdem er einem Symptomfreien nahegekommen ist. Wer hustet, niest, fiebert, schwächelt, nichts mehr schmeckt und riecht, könnte sich auch eine Grippe eingefangen haben oder stark erkältet sein. Daran hapert es etwa bei einer vielzitierten Studie aus Brunei. (10) Sie berichtet über ein 13-jähriges Mädchen, das SARS-CoV-2 ohne Symptome angeblich auf ihre Klassenlehrerin „übertrug“ – denn diese hatte „an einem Tag leichten Husten“. In einem zweiten Fall geriet ein 30-jähriger Vater in den Verdacht eines „stillen Überträgers“, nachdem seine Frau kurzzeitig eine laufende Nase hatte und ihr zehn Monate altes Baby einen Tag lang leicht hustete, aber fieberfrei blieb. (11) Kann man in Coronazeiten bloß noch Covid-19 aufschnappen? Solche Bedenken lassen das Robert-Koch-Institut weiterhin kalt. Bis heute versteigt es sich auf die Behauptung, dass „sich ein relevanter Anteil von Personen bei infektiösen Personen innerhalb von 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn ansteckt“. (12) Als Belege führt es kümmerliche zwei Quellen an. Die erste, eine reichlich angestaubte Analyse vom März 2020, fasst frühe Daten aus China und Singapur zusammen. Die zweite, eine im Januar 2021 veröffentlichte Studie der Universität von Michigan, befasst sich kurioserweise nicht im geringsten mit symptomfreier Übertragung; sie konzentriert sich auf 325 Patienten, bei denen allesamt bereits Krankheitsanzeichen aufgetreten waren. Warum werden wir draußen wie drinnen schikaniert? Die Studie aus Singapur, auf welche sich das RKI beruft, fand Hinweise auf eine präsymptomatische Ausbreitung in einer Kirche, einer Gesangsschule und ehelichen Wohnungen. (13) Müssen wir uns deswegen vor Gottesdienstbesuchern auf dem Kirchenvorplatz fürchten? Vor Chören, die im Freien auftreten? Vor Eheleuten, während sie frische Luft schnappen? Die CDC beunruhigt eine Untersuchung in einem Pflegeheim in King County, Washington, in dem sich Covid-19-Fälle häuften, obwohl Besuche untersagt und alle Bewohner mit Krankheitssymptomen isoliert worden waren. In Heimen verbringen die Insassen reichlich Zeit miteinander in geschlossenen Räumen. Was besagen hypothetische Übertragungen dort über Infektionsrisiken in Fußgängerzonen, in Stadien, auf Märkten, an Haltestellen, an Seeufern und Stränden? Wie „relevant“ ist die Ansteckungsgefahr, die von Gesunden ausgeht? Darüber schweigt das RKI. Warum riet das Institut zu umfassenden AHA-Schikanen für Hinz und Kunz nicht längst vor 2020? Dass Covid-19 weitaus tödlicher ist als jede frühere Pandemie, harrt weiterhin des statistischen Beweises – jedenfalls eines unfrisierten. Überfällige Kehrtwende – bloß nimmt sie keiner zur Kenntnis Schon im Frühsommer 2020 sah sich zumindest die WHO zu einer Rolle rückwärts veranlasst. Leitmedien schwiegen darüber. Wie die US-Epidemiologin Dr. Maria Van Kerkhove, Technische Leiterin einer Coronavirus-Abteilung der WHO, am 8. Juni während einer Pressekonferenz in Genf erklärte, sei die Ausbreitung durch asymptomatische Patienten in Wahrheit kaum der Rede wert. „Aus den Daten, die wir haben, scheint es immer noch selten zu sein, dass eine asymptomatische Person tatsächlich auf ein zweites Individuum überträgt. (…) Wir haben eine Reihe von Berichten aus Ländern, die eine sehr detaillierte Kontaktverfolgung durchführen", so fuhr Van Kerkhove fort. "Sie verfolgen asymptomatische Fälle. Sie verfolgen die Kontakte. Und sie finden keine sekundäre Übertragung. Es ist sehr selten." (14) Dabei ist „sehr selten“ womöglich noch immer übertrieben, wie eine bemerkenswerte, aber totgeschwiegene Megastudie aus Wuhan nahelegt, dem Epizentrum der Pandemie. Vom 23. Januar bis zum 8. April 2020 herrschte in der Millionenmetropole ein Lockdown von kaum zu überbietender Strenge. Anschließend fand dort ein umfassendes Screening auf SARS-CoV-2 statt: Zwischen dem 14. Mai und dem 1. Juni wurden alle Stadtbewohner über sechs Jahren zu PCR-Tests aufgefordert. 92,9 % von ihnen, insgesamt 9.899.828 Menschen, nahmen daran teil. Was kam dabei heraus? Der Befund des 19-köpfigen Forscherteams: Es konnte „keine neuen symptomatischen Fälle identifizieren“ – und lediglich „300 asymptomatische Fälle“, was einer Inzidenz von 0,303 von 10.000 entspricht. „Bei 1.174 engen Kontakten“ dieser 300 Fälle „gab es KEINEN positiven Test“ – NICHT EINEN EINZIGEN. Demnach „gab es KEINE Hinweise darauf, dass die identifizierten asymptomatischen positiven Fälle infektiös waren." Deutlicher geht es kaum. „Ein schlechter Witz“ Aber belegen virologische Untersuchungen nicht, dass die „Viruslast“ von SARS-CoV-2-Trägern, auch wenn sie noch keinerlei Anzeichen einer Erkrankung aufweisen, bereits genauso hoch sein kann wie bei Patienten mit ausgeprägten Covid-19-Symptomen? Dies, so versichern uns mutmaßliche Experten, sei vor allem gegen Ende der sogenannten „präsymptomatischen Phase“ der Fall, kurz bevor erste Beschwerden einsetzen. (15) Den namhaften Schweizer Immunologen Beda Stadler bringt solches Geschwurbel über Gesunde, die ahnungslos andere Gesunde anstecken, zügig auf die Palme. Der emeritierte Professor und ehemalige Direktor des Instituts für Immunologie an der Universität Bern empfiehlt dringend, sich „zu vergegenwärtigen, was da alles abläuft. Falls sich irgendwo im Körper, eben auch im Rachen, Viren bilden, heißt das, dass menschliche Zellen zugrunde gehen. Wenn Zellen sterben, wird sogleich das Immunsystem alarmiert, und es entsteht eine Entzündung. Eines der fünf Kardinalsymptome einer Entzündung ist der Schmerz. Es ist verständlich, dass leidende Covid-19-Patienten sich nicht mehr an das anfängliche Kratzen im Hals erinnern können und dann allenfalls behaupten, sie hätten vor ein paar Tagen noch keine Symptome gehabt. Daraus als Arzt oder Virologe eine Story von ‚gesunden‘ Kranken zu machen, die Panik verursacht und oft ein Grund war für strengere Lockdown-Massnahmen, ist ein schlechter Witz.“ Kriechen wir einander denn tief in die Nasenhöhle und den Rachen? Was kümmern uns eigentlich Viruslasten, die Wattestäbchen erst tief in unserer Nasenhöhle und dem Rachen ertupfen müssen? Schließlich kriechen wir einander bei Kontakten nicht 10 bis 15 Zentimeter in Körperöffnungen. Nicht einmal der leidenschaftlichste Zungenkuss ist derart invasiv. Von schmusenden Liebespaaren abgesehen, hält unsereins in der Regel mindestens eine halbe bis ganze Armlänge Abstand, wenn wir in der Fußgängerzone aneinander vorbeilaufen, an der Ladenkasse Schlange stehen oder im Stadion nebeneinander hocken. Selbst wenn wir im Gespräch einander frontal gegenüberstehen, tun wir das nicht Nase an Nase, sondern im allgemeinen mit einer Distanz von mindestens einem halben Meter. Falls wir einander infizieren, dann in erster Linie mittels der Atemluft, die vor allem dem Mund entweicht. Müsste der Hygienestaat nicht zuallererst in diesen Aerosolen nach Infektionsrisiken fahnden? Wieso lässt er nicht messen, was wir an Killerkeimen ausatmen? An einem neuartigen Corona-Test, der Viruspartikel in Atemluftproben identifiziert, arbeitet immerhin das belgische Forschungszentrum Imec. Das Gerät besteht aus einem Probensammler und einer Analyseeinheit. Beim klinischen Validieren hilft die Universitätsklinik Leuven. Bis kommenden Sommer soll ein funktionsfähiger Prototyp, der positive Fälle angeblich innerhalb von fünf Minuten erkennt, am Flughafen Brüssel erprobt werden. Der Haken daran: Wie alle bisherigen PCR-Tests, so reagiert auch die Imec-Erfindung auf bestimmte RNA-Sequenzen; sie „weiß“ nicht, ob diese Sequenzen zu einem aktiven Erreger gehören – oder ob es sich um Trümmer aus einer schon überstandenen Infektion handelt. (Solche viralen Überreste verweilen noch bis zu einem Vierteljahr im Körper, ehe sie vollständig ausgeschieden sind.) Im übrigen misst das Gerät, was sich noch in unserer Mundhöhle befindet – in diese führt die Testperson den Gerätekopf ein. Aber kein Mitmensch betritt jemals den Innenraum zwischen unseren Lippen, Gaumen und Wangen. Allenfalls taucht er, bei zu geringem Abstand und ungünstiger Windrichtung, für eine kurze Weile in ein hochverdünntes Restwölkchen von Atemluft ein, die unseren Mund bereits verlassen hat, um sich draußen in Sekundenschnelle aufzulösen. Wer so ein Restrisiko beunruhigend findet, könnte ebensogut allen Fußgängern eine Gasmaske verordnen. Denn zögen sie sich nicht übelste Vergiftungen zu, falls sie ihre Nase in den Auspuff vorbeifahrender Autos stecken? Wie viele Killerkeime atmen wir aus? Wie Mediziner der chinesischen Universität Chongqing verblüffenderweise festgestellt haben wollen, scheiden symptomlose SARS-CoV-2-Träger über einen längeren Zeitraum Viren aus als sichtlich Erkrankte, nämlich 19 Tage. Aber wie schlimm wäre das? Zumindest bei Asymptomatikern wird ein realitätsnaher Test schwerlich Keimmengen finden, die Grund zur Besorgnis geben. Nach draußen gelangt eine nennenswerte Menge an Viren aus unserem Körperinneren ja erst, wenn wir sie abhusten, herausniesen oder an unsere Hände schmieren, während wir sie ins Taschentuch schneuzen – also genau dann, wenn wir bereits Erkrankungssymptome aufweisen. Was wir vorher nach draußen abgeben, ist infektiologisch kaum der Rede wert. Überdeutlich macht dies eine Studie, die ein 14-köpfiges Forscherteam der Universität Hongkong im April 2020 im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichte. Daran teilgenommen hatten 246 Patienten, die in einer Hongkonger Klinik mit Atemwegserkrankungen lagen, ausgelöst durch Rhino-, Influenza- oder Coronaviren. Die Forscher wollten herausfinden, wie virusbelastet die Luft war, welche die Kranken ausatmeten. Den Nachweis führten sie überwiegend mittels PCR, teils auch durch Anzucht in Zellkulturen. Um Partikel aus der Atemluft einzusammeln, kam ein G-II-Bioaerosolsammler zum Einsatz (16) – pro Testperson 30 Minuten lang. In diesem Gerät fing ein „Impaktor“, ein Partikelmessgerät, automatisch gröbere Teilchen mit einer Größe über 5 Mikrometer - (tausendstel Millimeter - auf, sogenannte „respiratorische Tröpfchen“. Verbleibende feinere Partikel, „Aerosole“, kondensierten darin und sammelten sich in einer Lösung. Bei allen Probanden war die Virusinfektion der oberen Atemwege „floride“, d.h. voll ausgeprägt; das Nasensekret wies Konzentrationen von 10hoch7-8 Viruskopien pro Probe auf, das Rachensekret rund 10hoch4 Viruskopien pro Probe. Trotzdem enthielt die ausgeatmete Luft kaum Erreger: Virushaltige Tröpfchen waren bloß in 18 von 65 entnommenen Proben nachweisbar, virushaltige Aerosole lediglich in 31 von 67 Proben. Das bedeutet? Selbst akut Atemwegsinfizierte müssen keineswegs „Virenschleudern“ sein. Hinzu kommt: Jene wenigen Proben, in denen überhaupt Viren nachgewiesen wurden, wiesen durchweg eine extrem niedrige Viruskonzentration auf. Dies ist umso bemerkenswerter, als ein Impaktor Partikel erheblich effizienter einsammelt als eine menschliche Nase. Zudem bestehen Begegnungen im öffentlichen Raum gewiss nur seltenst in halbstündigem Verweilen von Angesicht zu Angesicht, in weniger als einem Meter Abstand voneinander. Selbst in überfüllten Bussen, Zügen und U-Bahnen wenden sich Mitfahrende eher voneinander ab; zumindest können sie es fast immer, falls sie Wert darauf legen. Für die Medizinprofessorin Ines Kappstein, Leiterin der Hygieneabteilung im Klinikum Passau, lassen die Hongkonger Studienergebnisse nur einen Schluss zu: „Das Risiko, mit ausgeschiedenen Viren anderer Menschen in Kontakt zu kommen, (..) ist wahrscheinlich zu vernachlässigen, wenn man nicht direkt angehustet wird, eine Situation, die die meisten Menschen in Geschäften oder im ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) kaum je wirklich erlebt haben.“ Kontaktdauer wurscht? Wieso berücksichtigen Coronaverordnungen nicht, wie lange wir miteinander Aerosole austauschen müssen, ehe daraus irgendetwas infektiologisch Bedenkliches entstehen kann? Wie entscheidend dieser Punkt ist, verdeutlicht eine frühe Studie aus der chinesischen Provinz Hefei. (17) Vom 23. Januar an erfasste sie alle Kontakte eines jungen Mannes, der vier Tage zuvor aus Wuhan zurückgekehrt war. Noch am Abend seiner Ankunft hatte er seine 16-jährige Cousine besucht, am 21. Januar 15 frühere Klassenkameraden getroffen. Bis dahin, so versicherte er, habe er keinerlei Beschwerden gehabt; auch waren niemandem, den er traf, an ihm irgendwelche Covid-19-Symptome aufgefallen. Erst am 22. Januar gegen Mittag begannen seine Augen zu jucken, und Fieber trat auf. Trotzdem erwiesen sich bei PCR-Tests acht Kontaktpersonen, also die Hälfte, als „positiv“. Eher beiläufig erwähnt die Studie den springenden Punkt: Die Kontakte hatten mehrere Stunden gedauert, zudem fanden sie nicht an der frischen Luft statt, sondern drinnen. Wie Ines Kappstein, so ist auch Julian Tang schleierhaft, weshalb der Aspekt der Expositionsdauer weithin unberücksichtigt bleibt. Vermutlich, so gibt der Virologe von der britischen Universität Leicester zu bedenken, setzen einzelne Atemzüge bloß eine vernachlässigbar geringe Zahl von Viren frei. Erst „wenn Sie neben [jemandem, der infiziert ist] stehen und 45 Minuten lang dieselbe Luft mit ihm teilen, könnten Sie genug Virus ausatmen, um eine Infektion zu verursachen" – in geschlossenen, unbelüfteten Räumen. Schwach konzentrierte Aerosole einzufangen, die sich bei der richtigen Kombination von Luftstrom, Luftfeuchtigkeit und Temperatur allmählich zu einer infektiösen Dosis aufbauen könnten, ist "extrem schwierig", sagt Lidia Morawska, Aerosolforscherin an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien. Erst recht im Freien. Welche Leute im Robert-Koch-Institut, in den Gesundheits- und Innenministerien von Bund und Ländern verhindern, dass unsere politisch Verantwortlichen von solchen Einwänden erfahren? „Werden wir von Trotteln regiert?“, fragt sich der Focus-Kolumnist Jan Fleischhauer mittlerweile. „Gestammel statt Kompetenz“ erlebt der Journalist Boris Reitschuster in Berlin beinahe täglich bei Bundespressekonferenzen. Was hindert Journalisten in Leitmedien daran, offenkundiges Unvermögen, Forschungsferne, Starrsinn, politische Blindflüge bloßzustellen? Was hält Gerichte davon ab, wissenschaftliche Erkenntnisse trotz mangelnder political correctness zu berücksichtigen, anstatt sich untätig oder befangen zum Werkzeug der Exekutive zu erniedrigen? Wäre unsere paralytischen Bundesverfassungsrichter, vor deren zugekniffenen Augen eine außer Rand und Band geratene Exekutive Grundrechte seit rund einem Jahr ohne Not mit Füßen tritt, mittlerweile nicht ein Fall für den Verfassungsschutz? Weiterhin scheint ihnen allen einzuleuchten: Hygieneterror auch gegen Gesunde ist alternativlos: Es gilt, sie davon abzuhalten, dass sie so gut wie nie andere Gesunde anstecken, die daraufhin zumeist gesund bleiben. Wie wollen wir leben? Die Debatte über „stille Überträger“ krankt an zuviel Virologie und zuwenig Philosophie. Ist das noch so Unwahrscheinliche, das geringste Restrisiko inakzeptabel, weniger als vollständige Kontrolle zuwenig, absolute Sicherheit erstrebenswert? Wer das bejaht, offenbart ein zutiefst gestörtes Verhältnis zu Freiheit und Selbstverantwortung, ja zum Leben an sich. Herr unserer selbst zu sein, schließt ein, auf den Rundumschutz eines allgegenwärtigen Für- und Vorsorgestaats zu verzichten. Je mehr Sicherheit er gewährleisten soll, desto stärker überwacht und gängelt, droht und straft er. Selbstbestimmung bedeutet auch, keinen Anderen entscheiden zu lassen, welche persönlichen Risiken man eingeht. So halten wir es jedenfalls mit Völlerei und Naschen, mit Rauchen und Saufen, mit körperlicher Ertüchtigung und Extremsport, mit Sonnenbaden und Empfängnisverhütung. Warum sollten wir beim Infektionsschutz seit Februar 2020 anders verfahren, wenn er einem Virus gilt, das erwiesenermaßen nicht erheblich ansteckender, pathogener und tödlicher ist als Influenza? Wer die Nähe Gesunder panisch fürchtet, soll sich nach Herzenslust impfen, dreimal täglich PCR-testen lassen, fünf Masken übereinander tragen, literweise Desinfektionsmittel auf die Haut schmieren, im BSL3-Schutzanzug einkaufen gehen dürfen. Nur eines darf er nicht: davon ausgehen und verlangen, dass alle Mitmenschen seine Prioritäten, Ängste und Sicherheitsbedürfnisse teilen. Ein Staat, der ihn darin bestärkt statt zurechtweist, lockt mit dem Komfort des Goldenen Käfigs. Sollten wir es uns darin gemütlich machen? Auf eine Kriegslist Pekings hereingefallen? Dass Menschen Krankheitserreger ausnahmsweise auch symptomfrei aufeinander übertragen können, ist alles andere als spektakulär. Das gab es immer schon. Längst ist das Phänomen von der Grippe bekannt, von Typhus und HIV/Aids, von Masern und Infektionen des Magen/Darmtrakts. Aber man scherte sich kaum darum. Keiner erwog, geschweige denn veranstaltete Massentests an Symptomfreien, verfolgte deren Kontakte mit kriminalistischer Unerbittlichkeit, beraubte sie ihrer Freiheit wie zuletzt im Dritten Reich. Vor 2020 widmete niemand den vermeintlich Infizierten imposante Dashboards, führte Buch über beschwerdefrei Putzmuntere, definierte sie zu „Genesenen“ und „Kranken“ um, fälschte ihre Totenscheine. Warum jetzt? Wieso just nach einer geballten Ladung Kurven, Tabellen und Diagrammen made in China, die seltsam einmütig zur Jagd auf Gesunde anstiften – und dazu, gefestigte Demokratien dabei nach totalitärem Vorbild umzugestalten, auf Teufel komm raus? Eine US-amerikanische Anwaltsgruppe vermutet dahinter nichts Geringeres als eine Kriegslist der Kommunistischen Partei Chinas und ihrer Kollaborateure – einen globalen, pseudowissenschaftlich verschleierten Betrug, um die Länder politisch und wirtschaftlich zu schädigen, die auf ihn hereinfallen. Mit dem „Lockdown“ erfand ihr Großer Führer, der Mao gleich vergötterte Xi Jin-Ping, eine selbstzerstörerische Strategie, die er im eigenen Land wohlweislich regional begrenzte und zügig abbrach, während der Westen ihr besinnungslos nacheifert. Die Gefahr der „stillen Übertragung“ musste dazu möglichst monströs erscheinen. Nur wer diesen Popanz über alle Maßen fürchtet, schikaniert sogleich die gesamte, größtenteils gesunde Bevölkerung, anstatt von vornherein den einzig sinnvollen Weg zu beschreiten: Risikogruppen schützen, alle Übrigen in Ruhe lassen. In einem offenen Brief fordern die Anwälte das FBI sowie westliche Geheimdienste auf, deswegen Ermittlungen aufzunehmen. Aber wer will es sich schon mit der baldigen Weltmacht Nummer Eins verderben? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) L. Huang u.a.: „Rapid asymptomatic transmission of COVID-19 during the incubation period demonstrating strong infectivity in a cluster of youngsters aged 16–23 years outside Wuhan and characteristics of young patients with COVID-19: a prospective contact-tracing study. Journal of Infection 2020; P. Li u.a.: „Transmission of COVID-19 in the terminal stages of the incubation period: A familial cluster“, International Journal of Infectious Diseases 96/2020, S. 452–53, https://doi.org/10.1016/j.ijid.2020.03.027 PMID: 32194239; W. J. Xiao u.a.: „Investigation of an epidemic cluster caused by COVID-19 cases in incubation period in Shanghai“, Zhonghua liu xing bing xue za zhi 2020; 41(0):E033, https://doi.org/10.3760/cma.j.cn112338-20200302-00236 PMID: 32234128; F. Ye u.a.: „Delivery of infection from asymptomatic carriers of COVID-19 in a familial cluster“, International Journal of Infectious Diseases 94/2020, S. 133–138, https://doi.org/10.1016/j.ijid.2020.03.042 PMID: 32247826 (2) S. Y. Park u.a.: „Coronavirus Disease Outbreak in Call Center, South Korea“, Emerging Infectious Disease 2020, https://doi.org/10.3201/eid2608.201274 PMID: 32324530 (3) M. Yanes-Lane u.a.: „Proportion of asymptomatic infection among COVID-19 positive persons and their transmission potential: A systematic review and meta-analysis. PLoS ONE 15(11) 2020: e0241536, https://doi.org/10.1371/journal.pone.0241536. (4) https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.24.20042606v1; https://doi.org/10.1016/j.jinf.2020.03.006 https://www.journalofinfection.com/article/S0163-4453(20)30117-1/fulltext; https://www.nature.com/articles/s41591-020-0965-6 (5) World Health Organization: „Transmission of SARS-CoV-2: implications for infection prevention precautions, 9.7.2020, https://www.who.int/news-room/commentaries/detail/transmission-of-sars-cov-2-implications-for-infection-prevention-precautions (6) JAMA Network Open. 2021;4(1):e2035057. doi:10.1001/jamanetworkopen.2020.35057 (7) Shin Young Park u.a.: „Coronavirus Disease Outbreak in Call Center, South Korea“, Emerging Infectious Diseases 26 (8), 23. April 2020, https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/8/20-1274_article (8) https://cormandrostenreview.com/; https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20202/corona-tests-967-prozent-falsch-positiv/; https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2020/11/13/covid-19-testing.aspx?ui=d503235325038e7b4f1f46eb68a48ff02ee0b104fe815572e6d5504e6da7c48e&cid_source=dnl&cid_medium=email&cid_content=art1ReadMore&cid=20201113Z1&mid=DM706762&rid=1010249377; https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2020/11/19/covid-testing-fraud-fuels-casedemic.aspx?ui=d503235325038e7b4f1f46eb68a48ff02ee0b104fe815572e6d5504e6da7c48e&cid_source=dnl&cid_medium=email&cid_content=art1ReadMore&cid=20201119_HL2&mid=DM723904&rid=1014893177 (9) https://stm.sciencemag.org/content/12/573/eabe2555; https://www.nzz.ch/panorama/coronavirus-1000-partikel-reichen-fuer-eine-infektion-was-das-fuer-weihnachtsfeiern-bedeutet-ld.1588857; https://www.ptaheute.de/news/artikel/circa-1000-viruspartikel-fuer-ansteckung-noetig/ (10) Liling Chaw u.a.: „Analysis of SARS-CoV-2 Transmission in Different Settings, Brunei“, Emerging Infectious Diseases 26 (11) 9.10.2020, https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/11/20-2263_article (11) Justin Wong u.a.: „Asymptomatic transmission of SARS‐CoV‐2 and implications for mass gatherings“, Influenza and Other Respiratory Viruses Vol. 14 (5), 30.5.2020, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7300701/ (12) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html; Stand 25.1.2021, abgerufen am 6.2.2021. (13) https://www.npr.org/sections/goatsandsoda/2020/04/13/831883560/can-a-coronavirus-patient-who-isnt-showing-symptoms-infect-others?t=1611658469639; W.E. Wei u.a.: „Pre-symptomatic transmissionof SARS-CoV-2 – Singapore“, January 23 -March 16, 2020. Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR) 69/2020, S. 411-415, https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6914e1.htm (14) Zit. nach https://www.nationalreview.com/news/who-says-transmission-by-asymptomatic-covid-patients-very-rare/; https://www.webmd.com/lung/news/20200609/who-clairifies-comments-on-asymptomatic-covid-spread (15) X. He u.a.: „Temporal dynamics in viral shedding and transmissibility of COVID-19“, Nature Medicine 26 (5) 2020, S. 672-675. doi:10.1038/s41591-020-0869-5; S. Lee u.a.: „Clinical course and molecular viral shedding among asymptomatic and symptomatic patients with SARS-CoV-2 infection in a community treatment center in the Republic of Korea“, JAMA Internal Medicine 2020, doi:10.1001/jamainternmed.2020.3862; A. E. Benefield u.a.: „SARS-CoV-2 viral load peaks prior to symptom onset: a systematic review and individual-pooled analysis of coronavirus viral load from 66 studies“, medRxiv. Preprint, 30.9.2020, doi:10.1101/2020.09.28.202020289 (16) D. K. Milton u.a.: „Influenza virus aerosols in human exhaled breath: particle size, culturability, and effect of surgical masks“, PLoS Pathogens 9/2013, e1003205, https://journals.plos.org/plospathogens/article?id=10.1371/journal.ppat.1003205; J. Yan u.a.: „Infectious virus in exhaled breath of symptomatic seasonal influenza cases from a college community“, Proceedings of the National Academy of Sciences USA 115/2018, S. 1081–1086, https://www.pnas.org/content/115/5/1081; J. J. McDevitt u.a.: „Development and performance evaluation of an exhaled-breath bioaerosol collector for influenza virus“, Aerosol Science and Technology 47/2013, S. 444–451, https://www.researchgate.net/publication/235650532_Development_and_Performance_Evaluation_of_an_Exhaled-Breath_Bioaerosol_Collector_for_Influenza_Virus; https://www.ingenieur.de/fachmedien/gefahrstoffe/biomonitoring/ein-automatischer-bioaerosolsammler-fuer-die-kontinuierliche-probenahme-von-luftgetragenen-mikroorganismen/ (17) https://www.journalofinfection.com/article/S0163-4453(20)30117-1/fulltext; DOI:https://doi.org/10.1016/j.jinf.2020.03.006

  • Tatort Intensivstation

    Wurden allein in Deutschland 16.000 Covid-Patienten zu Tode beatmet - fahrlässig, vereinzelt sogar vorsätzlich? In der Corona-Krise verleiteten Studien aus China westliche Ärzte dazu, Hunderttausende von Covid-19-Patienten zu Tode zu therapieren – mittels zu früher, zu häufiger, zu langer künstlicher Beatmung. Wer zieht die Verantwortlichen zur Rechenschaft? „Sie sterben nicht an Covid“, klagt Nicole Sirotek vor laufender Videokamera an. „Sie werden buchstäblich ermordet. Und niemanden kümmert es.“ Es ist der 5. Mai 2020. In Tränen aufgelöst, sitzt Nicole zwischen Umkleidekabinen im Pausenraum des Elmhurst Hospital in Queens, New York. Die 37-Jährige arbeitet hier als Krankenschwester. Die Mutter zweier Kinder aus Elko, Nevada, hatte ihre Familie zurückgelassen, um im Epizentrum der amerikanischen Corona-Pandemie ihre überforderten Kollegen zu unterstützen. Um Leben zu retten. Mehr als 170.000 bestätigte „Fälle“ von SARS-CoV-2-Infektionen waren zu diesem Zeitpunkt allein in New York City bereits registriert worden. Von rund 14.000 Covid-19-Opfern war die Rede. Hunderte davon verstarben hier, in Nicoles Krankenhaus. Aber woran? Jedenfalls nicht an einem Killervirus, davon ist Nicole inzwischen fest überzeugt. Für die unzähligen Todesfälle, die sie miterleben musste, „gibt es keinen Grund“, sagt sie – außer Inkompetenz, Missmanagement, Herzlosigkeit und einem rücksichtslosen Mangel an Sorgfalt. Ein Großteil der Todesfälle war nicht nur vermeidbar. Vielfach führten medizinische Eingriffe sie aktiv herbei. „Die Ärzte behandeln diese Patienten medizinisch falsch. Und es kümmert sie nicht. Tag für Tag komme ich hierher und muss zusehen, wie sie sie umbringen.“ „Es ist, als ob wir in Nazi-Deutschland wären“ Vor allem mechanische Beatmung sei es, die Covid-19-Kranke wie am Fließband töte. Viel zu häufig, zu früh, zu lange werden sie an Ventilatoren angeschlossen. So gut wie niemandem helfe das. Die Ärzte wissen es, täglich aufs Neue bekommen sie es vor Augen geführt, wenn Transportbahren mit Leichensäcken an ihnen vorbeirollen. Trotzdem machen sie gnadenlos weiter. „Es ist, als ob wir in Nazi-Deutschland wären und sie die Juden in die Gaskammer bringen würden und ich bin derjenige, der sagt: 'Hey, das ist nicht in Ordnung. Das ist falsch.' Und dann sagt mir jeder: 'Halte durch. Du machst einen tollen Job. Du kannst nicht jeden retten.'“ Mit ihren verzweifelten Versuchen, die Klinikverwaltung zu alarmieren, rannte Nicole wie gegen eine Wand. "Kann jemand eine Lösung für mich finden? Ich weiß nämlich nicht mehr weiter. Bin ich denn die Einzige, die denkt, dass das nicht in Ordnung ist, was sich hier abspielt?' Nein, Nicole war keineswegs die Einzige. Anderthalb Wochen zuvor, am 27. April, hatte sich bereits eine New Yorker Berufskollegin per Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt – entsetzt, angewidert, fassungslos. Aus Angst um ihren Arbeitsplatz bleibt sie anonym, zeigt sich nicht. Stattdessen lässt sie eine Freundin für sich sprechen, die sich bloß als „Sara NP“ vorstellt. „Ich bin hier ihre Stimme.“ „Wie in einem Horrorfilm“ „Es ist wie in einem Horrorfilm“, sagt sie. Nicht wegen der Krankheit, sondern wegen der Art und Weise, wie mit ihr umgegangen wird. Ihre Kollegin habe „noch nie so viel Vernachlässigung gesehen. Sie (ihre Vorgesetzten) sind kalt, nichts kümmert sie mehr. Es sind Blinde, die Blinde führen.“ Die Patienten mit Covid-19 „sind krank, aber sie müssen nicht krank bleiben. Die Ärzte bringen sie um, statt ihnen zu helfen. Sie töten sie, indem sie sie an Beatmungsgeräte anschließen.“ Ausdrücklich spricht sie von „Mord“. Die Patienten „werden hier zum Verrotten und Sterben zurückgelassen. Menschen werden umgebracht, und niemanden kümmert es.“ Wehren können sich die Patienten „in diesem beschissenen Krankenhaus“ nicht. „Sie wissen es ja nicht besser. Sie haben keine Familie bei sich. Es ist niemand bei ihnen, der sich für sie einsetzt. Also haben sie Angst und geben ihr Einverständnis.“ Und wenn sie erst mal drin sind, dürfen keine Angehörigen mehr zu ihnen. Sie krepieren wehrlos und allein. Dagegen weiß die Krankenschwester bloß einen Rat: „Lehnen Sie eine Intubation ab, wenn sie das nicht wollen. Sobald Sie Ihre Zustimmung geben, kommen Sie da vielleicht nie mehr raus.“ Wollten sich da zwei medizinisch Minderqualifizierte, ohne ausreichend Ahnung von therapeutischen Notwendigkeiten, bloß wichtig machen? Waren sie in erster Linie scharf auf die Abermillionen von Klicks, Likes und Shares, die ihre Videos einheimsten, ehe Twitter sie löschte? Wie können sich zwei offenkundig nervenschwache Pflegekräfte bloß anmaßen, sich über den Stand der Wissenschaft hinwegzusetzen? Sind sie etwa schlauer als die Weltgesundheitsorganisation? Von China verführt - Verhängnisvolle Leitlinie der WHO Anfang März 2020 veröffentlichte die WHO ihre offiziellen Covid-19-Leitlinien für Gesundheitspersonal. (1) Darin empfahl sie eine rasche mechanische Beatmung als frühe Intervention – womit sie überraschenderweise von früheren Erfahrungen bei Epidemien mit Atemwegsviren abwich. (2) Wie kam die WHO darauf? Sie verließ sich voll und ganz auf Empfehlungen in chinesischen Fachzeitschriften. Dort waren im Januar und Februar 2020 Artikel erschienen, die behaupteten, ein "chinesischer Expertenkonsens" fordere eine "invasive mechanische Beatmung" als First Choice, "erste Wahl", für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Atemnot. (3) Zuvor hatte die WHO ein 25-köpfiges Expertenteam nach Wuhan geschickt. Neun Tage lang, vom 16. bis 24. Februar 2020, sollte die „Joint Mission“ vor Ort Eindrücke sammeln, vom Erfahrungsvorsprung chinesischer Ärzte und Wissenschaftler profitieren, sich den Maßnahmenkatalog der Gesundheitsbehörden erläutern lassen. Neugieriges, kritisches Nachfragen stand anscheinend nicht auf der Agenda. In ihrem anschließenden Bericht gibt die Delegation unkommentiert wieder, was sie für Chinas Erfolgsrezept hält: „Die Anwendung von Intubation/Invasivbeatmung und ECMO bei kritisch kranken Patienten kann die Überlebenschancen erhöhen.“ Bei drei von vier Intubierten habe sich der Zustand gebessert. Weltweit, und auch im Hotspot New York, folgten Intensivmediziner daraufhin diesen Vorgaben – mit verheerenden Folgen, die sie miterlebten, aber hinnahmen. „Wir folgen einem unwahren Paradigma“ Schrecklich genug, um lauthals zu protestieren und entsetzt das Weite zu suchen, war dieses Geschehen monatelang aber nur für einen einzigen beteiligten Mediziner: Dr. Cameron Kyle-Sidell. In einem der am stärksten betroffenen Krankenhäuser in New York City, dem Maimonides Medical Center, hatte er Intensivpatienten betreut. Am 31. März 2020 fand er den Mut, als Whistleblower aufzutreten. In einem weit verbreiteten Video schlug er Alarm wegen des Problems der Beatmungsgeräte: „Wir folgen einem medizinischen Paradigma, das nicht wahr ist (...) Ich fürchte, dass diese fehlgeleitete Behandlung zu einer enormen Menge an Schaden für eine große Anzahl von Menschen in sehr kurzer Zeit führen wird (...) Ich kenne die endgültige Antwort auf diese Krankheit nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Beatmungsgerät keine ist (…) Diese Methode, die gegenwärtig in jedem Krankenhaus des Landes verbreitet ist (…), richtet tatsächlich mehr Schaden als Nutzen an.“ Auch dieses Video löschte Twitter im Nu. Die Nachrichtenagentur Reuters bekam trotzdem Wind davon. Im April befragte sie daraufhin Dutzende von medizinischen Spezialisten. Deren Stellungnahmen verdeutlichten, dass der übermäßige Einsatz von brachialer Beatmungstechnik zu einem weltweiten Problem geworden war: "Viele hoben die Risiken hervor, die sich daraus ergeben, dass die invasivsten Arten von ihnen - mechanische Beatmungsgeräte - zu früh oder zu häufig eingesetzt werden." (4) Beim Intubieren wird zunächst ein Schlauch, der Tubus, in die Luftröhre geschoben, entweder über den Mund, die Nase oder, direkter, durch ein kleines Loch im Hals, nach Luftröhrenschnitt, einer Tracheotomie. Durch diesen Schlauch pumpt dann ein Gerät Luft in die Lungen, meist auch mit einer erhöhten Sauerstoffkonzentration. Sogenannte ECMO-Geräte leiten dazu das Blut des Patienten ab, um es außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anzureichern. („ECMO“ steht für Extrakorporale Membranoxygenierung.) Übermäßiger Luftdruck kann jedoch das ohnehin entzündete Lungengewebe zusätzlich schädigen. Mancherorts pressten Maschinen mit 50 Millibar und mehr – rund das 17-fache des Drucks, den bei der natürlichen Spontanatmung das Zwerchfell aufbaut, indem es sich hebt und senkt. „Schon 40 Millibar Druck ist für das Gewebe einer kranken Lunge viel zu hoch. Mit jedem Atemzug wird es überdehnt, das führt zu irreversiblen Schäden,“ sagt Prof. Dr. Josef Guttmann, Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Atemphysiologie der Freiburger Universitätsklinik. Auch zuviel Sauerstoff ist Gift. Der lebensnotwendige Atemreflex kann aussetzen. Auch für das Herz kann eine Überdosis Sauerstoff tödlich sein. Je schlechter die Lungen funktionieren, desto mehr Druck und Sauerstoff benötigen sie, um den Körper weiter ausreichend versorgen zu können. Dabei schließt sich ein Teufelskreis – schon nach drei Tagen steigt die Gefahr von Komplikationen dramatisch an. Unter anderem können Erreger über die Beatmungsschläuche in die Lunge eindringen. Bei Menschen, die selbsttätig atmen, werden sie mit dem Sekret aus der Lunge und den Bronchien über die Luftröhre nach außen befördert oder abgehustet; Diesen Abtransport beeinträchtigt der Schlauch stark, daher kommt es häufiger zu einer Lungenentzündung. Damit nicht genug der Komplikationen. Während künstlicher Beatmung kann Mageninhalt über die Speiseröhre in die Atemwege gelangen. Der Rückstrom von venösem Blut zum Herzen kann vermindert sein, wie auch dessen Pumpleistung. Niere und Leber werden schlechter durchblutet. Der Hirndruck steigt. Hinzu kommt, dass die Patienten mit Narkosemitteln ins künstliche Koma versetzt werden müssen; im Wachzustand könnte keiner einen Schlauch in der Luftröhre tolerieren. Gerade für Ältere, die Hauptrisikogruppe bei Covid-19, birgt die Sedierung über einen längeren Zeitraum aber erhebliche Risiken. Muskelschwund, Kreislaufprobleme bis hin zu Verwirrtheit, dem sogenannten Delir, können die Folgen sein. Zudem verlängert das Intubieren die Liegezeit auf der Station drastisch, im Schnitt auf zwei bis drei Wochen. Das verknappt die Kapazitäten. Wer überlebt, bleibt im allgemeinen noch weitere Wochen im Krankenhaus. „Überstürzter Aktionismus“ Warum trotzdem? Die chinahörige WHO-Leitlinie empfahl Intubieren bereits bei einer Sauerstoffsättigung unter 90%; im Bericht der „Joint Mission“ begann der vermeintlich kritische Bereich sogar schon unterhalb von 93 %. Schließlich liegt der Normalwert zwischen 97 und 100 %. (5) „Das haben wir in der Medizin aber nie so gemacht und es gibt dafür auch keine wissenschaftliche oder erfahrungsbasierte Evidenz“, kritisiert der Pneumologe Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers und zugleich Vorsitzender des Verbandes Pneumologischer Kliniken in Deutschland. Ganz im Gegenteil: Sauerstoffwerte von unter 90 Prozent kommen nicht nur in der Klinik, sondern auch bei anderen Lungenentzündungen häufig vor. Für das menschliche Gewebe sei eine niedrige Sauerstoffsättigung das gleiche wie eine Anämie, also ein Blutmangel. „Bei einer Anämie kommt es im Krankenhaus ja auch zu keinem überstürzten Aktionismus“, so Voshaar. In der allgemeinen Übertragungshysterie um den vermeintlichen Killerkeim aus Fernost ging Selbstschutz vor. Auch befürchtete man, das Virus könnte auf andere Patienten überspringen. Im Frühjahr 2020, so blickt das Wall Street Journal zurück (6), war „weniger klar, wie sich das Virus ausbreitete. Schutzmasken und Schutzanzüge waren Mangelware. Die Ärzte hätten auch andere Arten von Atemunterstützung einsetzen können. (…) Aber frühe Berichte legten nahe, dass Patienten, bei denen sie zum Einsatz kommen, Aerosole mit gefährlichen Mengen des Virus versprühen könnten.“ Das Blatt zitiert Theodore Iwashyna, einen Intensivmediziner an der University of Michigan in Ann Arbor: „Wir haben kranke Patienten sehr früh intubiert. Nicht zum Wohle der Patienten, sondern um die Epidemie zu kontrollieren und andere Patienten zu retten", sagte Dr. Iwashyna. "Das fühlte sich schrecklich an." Verfiel einer ähnlichen Aerosolphobie nicht das Robert-Koch-Institut, als es anfangs von Obduktionen an Covid-19-Opfern dringendst abriet? Beim Öffnen der Leichname, beim Zersägen von Knochen könnten virenlastige Feinsttröpfchen freiwerden, so unkte es lange Zeit. Wenigstens einer ließ sich glücklicherweise nicht bangemachen: der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Uniklinikum Hamburg, Prof. Klaus Püschel. „Die Hygiene und die organisatorischen Abläufe bei Infektionskrankheiten wie COVID-19 sind im Hinblick auf Schutzmaßnahmen beim Umgang mit dem Leichnam sowie bei der Sektion eine alltägliche Routine, wie sie auch bei anderen infektiösen Leichen abläuft“, so stellt Püschel klar. War SARS-CoV-2 etwa das erste epidemische Virus, das in westlichen Krankenhäusern auftauchte? Längst bestanden klare, bewährte Vorgaben, wie medizinisches Personal mit einer solchen Situation umzugehen hat. Außerdem boten epidemiologische und klinische Daten schon im Laufe des Februar 2020, spätestens aber in der ersten Märzhälfte immer mehr Anlass zur vorsichtigen Entwarnung: Dieses neue Coronavirus war kaum ansteckender, kaum pathogener, kaum tödlicher als Influenza – und wirklich gefährlich nur für Alte, Multimorbide, Immunschwache. Ganz gewiss aber war es keine Schwarze Pest, kein Ebola, kein Marburg-Fieber, kein MERS. Auch unter Ärzten grassierte das Panikvirus Zugegeben, selbst einem gestandenen Intensivmediziner mag es in der anfänglichen Massenpanik schwergefallen sein, kühlen Kopf zu bewahren. Sicher ist sicher, lautete allerorts die Devise, gerade im Gesundheitswesen. Aber wieso isolierte man Covid-19-Fälle dann nicht von Anfang an konsequent? Und warum schützte man das medizinische Personal nicht besser? Wieso fehlte es an Ausrüstung, und warum beschaffte man sie nicht umgehend? Wieso bemühte man sich nicht um kreative Lösungen, wie dies beispielsweise im St. Elisabeth-Krankenhaus in Halle geschah? „Wir haben das einfach mal ausprobiert“, so berichtet der Ärztliche Direktor Dr. Hendrik Liedtke, „und haben mit einer Schlauch-versorgten Vollschutzmaske aus dem Tauchsportbereich unsere Ärzte ausgestattet, sodass sie also nicht die Raumluft atmen müssen, sondern separierte Luft bekommen und das hat an sich so ganz gut funktioniert“. Aber schrie das Leid nicht auch ohne Gegenargument längst zum Himmel? Hätte es nicht jeden Arzt mit einem Rest Verantwortungsbewusstsein und Mitmenschlichkeit, und in Erinnerung an den geleisteten Hippokratischen Eid, längst veranlassen müssen, sofort die Notbremse zu ziehen? Zudem wirkten sich finanzielle Anreize fatal aus. Wie der Senator von Minnesota, Scott Jensen, erfolglos anprangerte, zahlt Medicare, die öffentliche Krankenversicherung, Kliniken eine drei Mal höhere Prämie, wenn sie einen Covid-19-Patienten an Beatmungsmaschinen anschließen. Wäre es nicht betriebswirtschaftlich töricht, dies zu unterlassen? Monatelang verfuhren die allermeisten Intensivstationen rund um den Globus, insbesondere aber in Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten, stur nach Schema F – nach dem tödlichen Behandlungsprokoll Chinas und der WHO. Rund um die Uhr beklagten Medien nicht etwa, was Beatmungsgeräte Schreckliches anrichteten, sondern wie schrecklich viele fehlten. „Wir haben hier fünf- bis sechstausend Beatmungsgeräte, benötigt werden 30.000“, beklagte New York Gouverneur Cuomo. „Wir müssen Leute losschicken, die in China welche einkaufen.“ Beatmungsmaschinen als Verkaufsschlager Obendrein geriet das Reizthema zwischen die politischen Fronten. Den Gerätemangel schoben die Demokraten dem republikanischen Präsidenten in die Schuhe: Statt sich um das medizinisch Notwendige zu kümmern, gebe er den Covidioten, der die Pandemie verharmlose und auf eine Pseudoarznei namens Hydroxychloroquin setze. Das wollte Donald Trump nicht auf sich sitzen lassen. Vom Kongress bedrängt, zwang er den Automobilhersteller General Motors dazu, Ventilatoren zu bauen. Das Recht dazu gab ihm der Defense Production Act; 1950 während des Koreakriegs erlassen, ermächtigt dieses Gesetz den US-Präsidenten, Industriebetriebe notfalls zur Produktion bestimmter Güter zu verpflichten. Unterdessen hatte die Volksrepublik China, obwohl die Pandemie sie zuallererst und am wenigsten vorbereitet getroffen hatte, seltsamerweise keine sonderlich große Verwendung mehr für seine lebensrettenden Maschinen. Eifrig exportierte sie Beatmungsgeräte in alle Welt, in rauhen Mengen. Unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe verdiente China Unsummen daran, während sich ihr Staatsoberhaupt als großmütiger, vertrauenswürdiger, wohlwollender, verantwortungsbewusster Anführer der Welt inszenierte. Angebliche Sachspenden erwiesen sich bei Recherchen als kaufvertraglich abgesicherte Lieferungen. Mindray, mit 7500 Beschäftigten Chinas größter börsennotierter Hersteller von Medizintechnik, steigerte vor allem dank des Beatmungsgeschäfts seine Marktkapitalisierung ab Pandemiebeginn um 100 Prozent. Von Januar 2020 bis zur zweiten Februarwoche 2021 verdreifachte sich der Aktienkurs nahezu, aus knapp 23 Euro wurden mehr als 67. Bis September 2020 schnellte der Jahresumsatz auf über 4,5 Milliarden Euro, vor allem weil Ventilatoren weggingen wie warme Semmeln, zum Stückpreis von 10‘000 bis 45‘000 Euro – da konnten Geschäftsführung und Aktionäre durchaus jene 3,8 Millionen Euro verschmerzen, die sie für Gerätespenden steuergünstig abschrieben. Die Statistik verdeckt menschliche Tragödien zuhauf Von Tokio über Berlin bis New York war bis April 2020 unter Intensivmedizinern, die das Lesens und Zuhörens fähig waren, allgemein bekannt, dass der frühe Einsatz von Beatmungsgeräten den Covid-19-Patienten weitaus mehr schadet als nützt. Schlimmer noch: Er türmt Leichenberge auf. Im Zahlenwust von Statistiken verschwinden menschliche Tragödien zuhauf. Kein Blatt vor den Mund nimmt dabei der renommierte Pneumologe Martin Tobin vom Veterans Affairs Hospital in Hines, Illinois. Im großzügigen Einsatz der künstlichen Beatmung sieht er „den sichersten Weg, um die Mortalität von Covid-19-Patienten zu erhöhen“. (7) Wie könnte solcher Horror einen Arzt überraschen, der weder sein Studium noch laufende Fortbildungen verpennt hat? Dass invasive Beatmung mit enormen Risiken verbunden ist, „wissen wir schon seit zehn Jahren“, sagt der Pneumologe Thomas Voshaar. „Wir haben uns zu Beginn der Pandemie weltweit an chinesischen Beobachtungen orientiert und die Warnung, dass viele sterben, wenn zu spät beatmet wird, in eine Strategie des frühen Intubierens umgewandelt. (…) Der Lockdown, der uns Milliarden kostet, soll verhindern, dass die Intensivstationen mit Covid-19-Patienten überlastet werden, aber dann wählen wir eine Behandlungsmethode, die dazu beiträgt, dass Patienten vielleicht unnötig sterben und auch länger auf der Intensivstation bleiben müssen. Das ergibt keinen Sinn.“ Von Anfang an hätten Alternativen offengestanden Müsste sich unter Intensivmedizinern nicht bis spätestens Frühjahr 2020 herumgesprochen haben, dass weniger invasive Maßnahmen bei Covid-19 die Genesung überaus effektiv unterstützen? (8) Von Anfang hätten Alternativen offengestanden, im Rahmen einer abgestuften, behutsam fortschreitenden Vorgehensweise, die sich schon seit den achtziger Jahren bewährt hatte. Invasiv zu beatmen, ist eine wichtige, lebensrettende Maßnahme, wenn Schwerstkranke und Verletzte nicht mehr selbstständig atmen können. Bei einem Großteil der Covid-19-Patienten besteht aber gar keine Indikation dafür. Zwar setzt bei schweren Verläufen Atemnot ein – die Betroffenen überkommt dann panische Angst zu ersticken, weil sie kaum noch Luft bekommen. Bevor man dagegen schwerste Geschütze auffährt, hätte man zunächst auf die eher sanfte Tour ansetzen können: nichtinvasiv. Anfangs tut es womöglich eine Nasensonde, die mit Sauerstoff angereicherte Luft zuführt, während der Patient normal und selbständig atmet. Reicht sie nicht aus, bietet sich eine dicht schließende Maske oder ein spezieller Helm an. CPAP-Geräte ersetzen das natürliche Atmung nicht, sondern unterstützen es: In der Phase des Einatmens erzeugen sie einen leichten Überdrück. (CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure, englisch für ständiger positiver Druck in den Atemwegen.) Eine abgewandelte Form bilden BIPAP-Geräte: Während des Einatmens sorgen sie für einen etwas höheren Druck aus, eim Ausatmen einen niedrigeren. (BIPAP ist eine Abkürzung für Biphasic Positive Airway Pressure.) Bei allerdem bleibt der Patient ansprechbar, er ist bei vollem Bewusstsein, er kann sich mitteilen. Auch muss er nicht künstlich ernährt werden, weil er weiterhin selbstständig essen und trinken kann. Die Beatmung muss nicht ununterbrochen stattfinden; manchmal genügt es, sie über Nacht vorzunehmen. Und sie kann auch zu Hause erfolgen. Heimbeatmung ermöglicht es Langzeitpatienten, in die eigenen vier Wände zurückzukehren. Damit macht sie knappe Plätze auf Intensivstationen frei – vorausgesetzt, diese Entlastung ist politisch gewollt. Viel zu spät, viel zu langsam setzte ein Umdenken ein. Weltweit starben noch Ende März 2020 knapp 60 % aller Covid-Patienten auf Intensivstationen. Bis Ende Mai fiel die Quote auf 41,6 %, bis Ende September auf 35,5 %. (9) Doch lange Zeit kam Maschineneinsatz fast schon einem Todesurteil gleich. Eine Studie aus New York City fand eine Mortalität von 97,2 % bei über 65-jährigen Covid-Patienten, die mechanisch beatmet wurden. (10) Wie viele Leitmedien haben diesen unfassbaren Skandal auch nur aufgegriffen, geschweige denn angeprangert - und Verantwortliche zur Rede gestellt? In Deutschland kamen bis zur zweiten Oktoberhälfte 2020 insgesamt über 19.000 Covid-19-Patienten auf eine Intensivstation. Von ihnen starben dort mehr als 4.000. Eine Mortalität von 23 % errechnete das Robert-Koch-Institut daraus. Werden Betroffene invasiv beatmet, so schießt diese Quote allerdings auf 50 bis 60 % in die Höhe, bei über 80-Jährigen sogar auf 72 %. Liegt es bloß daran, dass diejenigen, die an Maschinen angeschlossen werden, ihrem letzten Atemzug ohnehin schon viel näher sind als andere? Oder sinken ihre Überlebenschancen wegen der Maschinen? Das Moerser Modell: Hätte es 16.000 deutsche Covid-Patienten retten können? Schon im März 2020 entwickelte Voshaar speziell für die Behandlung von Covid-Schwerkranken ein nichtinvasives Konzept, nach dem es ausreicht, eine Atemmaske zu tragen, je nach Schwere der Erkrankung mehrere Stunden pro Tag oder fast durchgängig. Mit dieser Methode können Patienten im Schnitt schon sechs bis zwölf Tage nach Symptombeginn die Klinik verlassen; somit schrumpft ihre Verweildauer um die Hälfte. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Moerser Lungenklinik bis Ende 2020 bereits 250 Patienten behandelt - nur 15 sind bisher verstorben. „Damit haben wir eine geringe Sterblichkeit, die bei 5,5 % liegt“, rechnet Voshaar vor. Im Vergleich dazu liege die Gesamtsterblichkeit bei Covid-19 in deutschen Krankenhäusern über alle Altersgruppen und Schweregrade bei 22 %. Das bedeutet? Bis zur zweiten Februarwoche 2021 sind hierzulande über 70.000 Corona-Patienten intensivmedizinisch versorgt worden; davon verstarben rund 20.000. Dank Voshaars Konzept hätten es unter 4.000 sein können. Demnach dürfte das verhängnisvolle Behandlungsprotokoll, welches das Duo Infernale aus WHO und Kommunistischer Partei Chinas in die Fachwelt setzte, allein in Deutschland 16.000 Menschenleben gekostet haben, die zu retten gewesen wären; die weltweite Opferzahl geht womöglich in die Millionen. Wieso herrscht darüber das große Schweigen? Auf Nicole Siroteks Spuren war eine investigative Journalistin mehrere Monate lang undercover unterwegs: Erin Marie Olszewski. Auch sie, eine examinierte Krankenschwester aus Florida, arbeitete im Elmshurst Hospital von New York. Ihre beklemmenden Erlebnisse hat sie mittlerweile in Buchform verarbeitet. Im August 2020 erschien Undercover Epicenter Nurse: How Fraud, Negligence, and Greed Led to Unnecessary Deaths at Elmhurst Hospital. Nachdem Olszewski zuvor im Irak gedient hatte, fühlte sie sich in New York „zurück an der Front - und dieses Mal war die Situation noch schlimmer“. Selbst Menschen, die mehrfach negativ auf Covid-19 getestet worden waren, wurden allein aufgrund verdächtiger Symptome oder Kontakte als Covid-bestätigt abgestempelt, an Beatmungsgeräte angeschlossen und mit Beruhigungsmitteln zugedröhnt, so dass sich ihr Zustand schnell verschlechterte. Erin wollte nicht tatenlos zusehen, wie ihre Patienten unter ihrer Aufsicht weiter starben, aber sie wusste, dass man ihr nicht glauben würde, wenn sie die schockierende Wahrheit sagte. Und so beschloss sie, undercover zu gehen, Gespräche mit anderen Krankenschwestern aufzuzeichnen, Kunstfehler aufzunehmen. Was sie fand, teilte sie in sozialen Medien, „um Gerechtigkeit zu fordern“. Es überrascht nicht, dass sie dafür gefeuert wurde. Mörderisches Gaukelspiel als Kriegslist? Jedes Dementi wäre Fake News: Die Early Action-Anleitung für Beatmungsgeräte, von der Weltgesundheitsorganisation weltweit verbreitet, tötete Hunderttausende von unschuldigen, wehrlosen Patienten. Die WHO erhielt sie aus China, und dieser Zusammenhang wirft Fragen auf, die wir uns von keinem selbsternannten Faktenchecker als „verschwörungstheoretisch“ wegzensieren lassen sollten. Nach allem, was wir über die menschliche Anatomie wissen, funktionieren chinesische Lungen nicht erheblich anders als europäische und nordamerikanische. Wenn Beatmungstechniken, die chinesische Wissenschaftler „evidenzbasiert“ nachdrücklich empfehlen, in New York neun von zehn hospitalisierten Covid-Patienten umbringen, dann gewiss nicht erheblich weniger in Wuhan oder Peking. Da das Virus in China, seinem Ursprungsland, viele Wochen früher um sich griff als im Westen, musste es entsprechend früher Intensivstationen gefüllt haben. Bereits in der ersten Februarhälfte müsste in Xi Jin-Pings Riesenreich klar gewesen sein, was Ventilatoren anrichten. Dass die gesammelten Erfahrungen nicht nach außen drangen, kann nur einen Grund haben: Kritische Ärzte schwiegen oder wurden zum Schweigen gebracht; massiv datenfälschende Studien wurden von der Kommunistischen Partei bestellt, gefördert, massenmedial propagiert – und zügig an die WHO weitergereicht, mit wärmsten Empfehlungen an Tedros Ghebreyesus, den Gesinnungsgenossen auf dem Direktorenstuhl, auf dem er nie säße, wenn Peking ihn nicht protegiert hätte. Übrigens haben weder die WHO noch die chinesische Regierung jemals ihr katastrophales Versagen eingestanden, geschweige denn bedauert. Wozu das mörderische Gaukelspiel? Als Waffe zur Pandemiebekämpfung ist der „Lockdown“ eine Erfindung des chinesischen Parteichefs und Staatspräsidenten. Falls er sie als Kriegslist einsetzt, um westlichen Demokratien zu schaden, muss er die mutmaßliche Katastrophe, der es zu begegnen gilt, möglichst schrecklich erscheinen lassen. Dazu bedarf es möglichst vieler „Fälle“ von mutmaßlichen Infektionen – Drostens PCR-Test lieferte sie wie bestellt, entwickelt aufgrund virologischer Informationen aus China. Darüber hinaus muss es möglichst viele Opfer geben – je mehr Tote, desto imposanter Johns Hopkins´ allgegenwärtiges Dashboard. Um so dramatischer erscheint die Krankheit: „So schlimm ist sie, dass man kaum Überlebenschancen hat, obwohl man mit modernster Technik versorgt wird!“ Und je mehr invasive Beatmungen stattfinden, desto wahrscheinlicher überlasten sie die Kapazitäten des Gesundheitssystems – denn um so länger belegen Betroffene ihre Betten. Nach Daten der AOK, bei der rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung versichert ist, verbringen Covid-19-Erkrankte im Schnitt zwei Wochen im Krankenhaus; werden sie beatmet, verlängert sich ihr Aufenthalt auf 25 Tage. Insofern spielen weißbekittelte Ventilator-Fetischisten allen Panikmachern vorzüglich in die Karten. Entsetzlicherweise richten sie in vielen Ländern bis heute Unheil an, unter dem Deckmantel der Seuchenbekämpfung. Nicht einmal in Deutschland haben sich alle Intensivstationen bereits davon verabschiedet. „Das ist einer der größten Fehler, den wir in der Pandemiebekämpfung gemacht haben, denn dafür gab es keinerlei wissenschaftliche Evidenz“, steht für Voshaar fest. „Wir müssen in der Medizin einen anderen Weg gehen.“ Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) World Health Organization: „Clinical management of severe acute respiratory infection (SARI) when COVID-19 disease is suspected“, 13. März 2020, https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/clinical-management-of-novel-cov.pdf. (2) Philippe Rola u.a.: „Rethinking the early intubation paradigm of COVID-19: time to change gears?“, Clinical and Experimental Emergency Medicine 7 (2), 10. Juni 2020, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7348679/. (3) Fujun Peng u.a.: „Management and Treatment of COVID-19: The Chinese Experience“, Canadian Journal of Cardiology 36 (6), 17.4.2020, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7162773/. (4) Silvia Aloisi u.a.: „Special Report: As virus advances, doctors rethink rush to ventilate“, Reuters, 23.4.2020, https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-ventilators-specia/as-virus-advances-doctors-rethink-rush-to-ventilate-idUSKCN2251PE. (5) https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/who-china-joint-mission-on-covid-19-final-report.pdf, S. 32. (6) Melanie Evans: „Hospitals Retreat From Early Covid Treatment and Return to Basics“, Wall Street Journal, 20.12.2020, https://www.wsj.com/articles/hospitals-retreat-from-early-covid-treatment-and-return-to-basics-11608491436. (7) https://loyolamedicine.org/doctor/martin-tobin; https://www.researchgate.net/publication/342065104_Caution_about_early_intubation_and_mechanical_ventilation_in_COVID-19; https://bjanaesthesia.org/article/S0007-0912(20)30922-3/fulltext; https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-020-06340-8; https://www.atsjournals.org/doi/full/10.1164/rccm.202004-1076ED (8) Sharon Begley: „With ventilators running out, doctors say the machines are overused for Covid-19“, Stat, 8.4.2020, https://www.statnews.com/2020/04/08/doctors-say-ventilators-overused-for-covid-19/. (9) https://associationofanaesthetists-publications.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/anae.15425; https://www.globaltimes.cn/page/202102/1214725.shtml (10) Safiya Richardson u.a.: „Presenting Characteristics, Comorbidities, and Outcomes Among 5700 Patients Hospitalized With COVID-19 in the New York City Area“, Journal of the American Medical Association (JAMA) 323 (20), 22. April 2020, https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2765184.

  • Endlich Licht am Ende des Tunnels?

    Schon in wenigen Monaten werde die Pandemie überwunden sein: Dies verkündete der Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation für Europa, der Belgier Hans Henri Kluge, im dänischen Fernsehen. Ungeachtet grassierender Mutationen verliere SARS-CoV-2 nämlich überraschend schnell an Kraft. Nachdem die Infektionszahlen in der zweiten Januarwoche ihren Höhepunkt erreichten, fallen sie seither im weltweiten Durchschnitt kontinuierlich – bei weitem stärker und schneller als von vielen Experten befürchtet. „Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden“, sagte Kluge. Dass ein Virus mutiert, sei kein Grund zur Sorge, sondern völlig normal, ja eher erfreulich. Denn dabei schwäche sich ein Erreger in aller Regel ab. Darauf hingewiesen hatte schon vor Wochen der Epidemiologe Klaus Stöhr, früherer Leiter des Globalen Influenzaprogramms und SARS-Forschungskoordinator: Die Erfahrung mit früheren Pandemien mache ein plötzliches Abebben wahrscheinlich. Diese Einschätzung teilen Heiner Fangerau, Direktor des Instituts für Medizingeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und der Virologe Hendrik Streeck, Leiter des Instituts für Virologie der Universität Bonn. Einseitig auf „Inzidenzen“ und „r-Werte“ zu starren, Panikmache mit Ansteckungs“wellen“, „Risikogebieten“ und „Hotspots“ zu betreiben, wird somit noch törichter, als es immer schon war. Bloße Infektionen sind klinisch belanglos – infiziert sind wir alle zeitlebens mit mehr Viren und Bakterien, als wir Körperzellen haben. Worauf es ankommt, ist vielmehr die Gefährlichkeit eines Erregers: Wie viele Menschen macht er wie schwer krank? Wie viele erliegen ihm? Dass Mutationen gewöhnlich der Anfang vom Ende einer Pandemie sind, bekräftigt eine im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Universitäten in Pennsylvania und Atlanta unter Leitung der Biologin Jennie Lavine. Sie rechnet damit, dass SARS-CoV-2 bald „endemisch“ wird, sich also bloß noch regional begrenzt verbreitet. Der anhaltende Alarmismus von Regierungen deutet allerdings darauf hin, dass sie die hoffnungsvollen Expertenprognosen vorerst ignorieren. Auch mit anderen Warnungen kann sich die WHO bislang wenig Gehör verschaffen: Seit längerem rät sie dringend von Lockdowns ab, weil der angerichtete Schaden den fragwürdigen Nutzen bei weitem übersteige. Auch schränkt die WHO mittlerweile jenen berüchtigten „Testen! Testen! Testen“-Appell ein, den ihr Generalsekretär Tedros Ghebreyesus im März 2020 in die Welt hinausgeblasen hatte. Bei symptomfreien Personen sei ein einziger PCR-Test nicht aussagekräftig, darauf gestützte Maßnahmen wie Quarantänen und Reisebeschränkungen fragwürdig, so betont die WHO inzwischen. Wo das Testergebnis nicht zum klinischen Befund des Untersuchten passt, bedürfe es einer weiteren Probe. Hinter der Glasfassade der Genfer WHO-Zentrale scheint indes ein Kampf um die Deutungshoheit über das Pandemiegeschehen im Gange. Ohne seinen Kollegen Kluge zu erwähnen, beeilte sich der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan mit einer Stellungnahme, die nach einem Dementi klingt. „Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu glauben, dass wir bis Ende des Jahres mit diesem Virus fertig werden“, äußerte er am 1. März. Worauf Ryan seinen Pessimismus stützt, verschwieg er. (1) Das Licht am Ende des Tunnels: Es könnte ein entgegenkommender Zug sein. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) https://twitter.com/WHO/status/1366423575402409989?s=20, ab ca. Minute 25.

  • Hurra, SARS-CoV-3 ist da!

    Der irrste Durchbruch des Jahres: Italienische Virologen jubeln darüber, Mainstream-Medien schweigen, die Öffentlichkeit ahnt nichts. Im Labor entstand aus SARS-CoV-2 soeben ein neues, noch viel gefährlicheres Coronavirus. Es entgeht den Antikörpern, die unser Immunsystem auf eine Infektion hin produziert. Das macht es extrem tödlich. Einen Vorabdruck der Studie veröffentlichte ein 18-köpfiges Forscherteam um Emanuele Andreano von der Toscana-Stiftung für Biowissenschaften in Siena auf dem Preprint-Server BioRvix. Für ihre Kreation verwendeten die Wissenschaftler Plasma von 20 genesenen Covid-19-Patienten, das eine hohe Menge an neutralisierenden Antikörpern gegen SARS-CoV-2 enthielt: Eiweiße, die vor einer erneuten Infektion schützen, indem sie an die Oberfläche des Virus binden; dadurch verhindern sie, dass es an die Wirtszelle andocken und in sie eindringen kann, um sich darin zu vermehren. Mittels dieses Plasmas führten die Forscher eine sogenannte „serielle Passage“ durch: ein gängiges biotechnologisches Verfahren, das auch im Institut für Virologie in Wuhan, dem mutmaßlichen Ausgangspunkt der gegenwärtigen Pandemie, seit langem zum Einsatz kommt. Das Virus „passiert“ dabei nacheinander eine Reihe von verschiedenen Gewebekulturen. Mit jedem „Durchgang“ verändert das Virus sein Genom leicht, wobei es neue Fähigkeiten erwirbt – einen Zugewinn an Funktionen, Gain of Function. Während der ersten sieben Durchgänge neutralisierten die Antikörper im Plasma das Coronavirus vollständig. Aber nach anderthalb Monaten war das Virus mutiert – so weit, dass es den Antikörpern entging. Nüchtern machen uns die Forscher mit den Details vertraut: „Nach 45 Tagen führte die Deletion von F140 in der N3-Schleife der Spike N-terminal domain (NTD) zu einem teilweisen Durchbruch. An Tag 73 trat eine E484K-Substitution in der rezeptorbindenden Domäne (RBD) auf, gefolgt an Tag 80 von einer Insertion in der NTD N5-Schleife, die ein neues Glykan-Sequon enthielt. Dies erzeugte eine Variante, die vollständig resistent gegen die Neutralisierung im Plasma war." Extrem tödlich Mit anderen Worten: Das Forscherteam schuf eine SARS-CoV-2-Variante, welche perfekt die Immunität umgeht, die man normalerweise erworben hat, nachdem man von der Infektion genesen ist. Als solche könnte diese Laborschöpfung extrem tödlich sein. Und wenn sie versehentlich freigesetzt würde, etwa bei einem Unfall? Im Vergleich zur gegenwärtigen Corona-Pandemie wären die Folgen weitaus verheerender – mit hundertfach höheren Opferzahlen und einer Hygienediktatur, dergegenüber alle Seuchenschutzregimes 2020f. uns geradezu ein Paradies der Freiheit bescheren. Wenn SARS-CoV-2 mutieren kann, um neutralisierenden Antikörpern zu entgehen, gelingt ihm dies möglicherweise auch unter dem selektiven Druck der Impfung. Das wirft die brennende Frage auf: Wird massenhaftes Impfen dazu führen, dass wir am Ende ein tödlicheres Virus haben? Der russische Biotech-Unternehmer Yuri Deigin sieht in dem Sars-Konstrukt aus Italien jedenfalls einen heißen Anwärter auf den Preis für „die verrückteste und gefährlichste Gain-of-Function-Forschung“. Perfekt verwischte Spuren Die serielle Passage eignet sich hervorragend dazu, Spuren zu verwischen. Denn bei dieser Methode basteln Wissenschaftler nicht unmittelbar am Genom eines Virus herum, wie dies etwa beim Einsatz der preisgekrönten Genschere CRISPR/Cas geschieht. Vielmehr zünden sie den Turbo für einen biologischen Prozess, der auch natürlicherweise ablaufen könnte, bloß weitaus langsamer. Das Virus wird dabei sozusagen zum Gentechniker in eigener Sache: Um in wechselnden Umgebungen zu überleben – d.h. weiterhin fähig zu sein, sich in ihnen zu reproduzieren -, passt es sein Erbgut selbstständig an. Bestehen diese Umgebungen aus Gewebekulturen verschiedener Spezies – beispielsweise zunächst von Fledermäusen, dann von Frettchen und Affen, schließlich von Menschen -, so gelingt ihm irgendwann der „Spillover“: Er überwindet Artenbarrieren und befällt einen Wirt, dem er zuvor nichts anhaben konnte. Jegliche verräterischen Anzeichen von menschlicher Handarbeit, und somit ein Laborursprung des Virus, lässt sich auf diese Weise perfekt verschleiern. „No-see’m-Methode“ nennt dieses Verfahren deshalb der Mikrobiologe Ralph Baric, Professor an der Universität von North Carolina in Chapel Hill. Seit 2006 hält er ein Patent darauf, mit ihr SARS-Erreger zu klonen, unter anderem zu dem Zweck, sie für „Interspezies-Transfers“ fit zu machen. Mit einer anderen Expertin für Coronaviren arbeitet Baric seit 2015 eng zusammen: Shi Zhengli, der berüchtigten „Batwoman“ im Institut für Virologie in Wuhan. Mehrfach publizierte er gemeinsam mit ihr. (1) Nachhaken läge nahe, gilt aber als „verschwörungstheoretisch“, seit investigativer Journalismus weithin im Koma liegt. Ebenso wie Baric rechtfertigen die italienischen Virologen ihre Arbeit mit den üblichen Argumenten für diese Art von Erkenntnissuche: Indem man feststelle, wie ein Erreger möglicherweise mutiert, könne man künftige Pandemien voraussehen und ihnen vorbeugen. Außerdem könne man für neu auftretende Varianten frühzeitig Impfstoffe und Antikörper entwickeln. Wo bleibt der Mehrwert für die Menschheit? Den Beweis eines Mehrwerts für die Menschheit ist Gain-of-Function-Forschung freilich bis heute weitgehend schuldig geblieben. Was sie zuverlässig optimierte, war bisher nur das mörderische B-Waffenarsenal mehrerer Dutzend Staaten, die sie betreiben, größtenteils geheim. Hingegen hat uns diese von Skrupeln befremdlich unbelastete Art von Wissenschaft seit der ersten Sars-Welle 2003 in Wahrheit vor keiner einzigen Pandemie bewahrt. Für keine einzige stellte sie im voraus Impfstoffe bereit. Der angebliche „Nutzen“ entpuppt sich als durchsichtiger Vorwand. Die irrwitzigen Risiken solcher Laborschöpfungen spielt er blauäugig herunter. Für biologische Hochsicherheitslabors sichert er Forschungsgelder, Arbeitsplätze und Karrierechancen. Er verschleiert die Interessen der Auftraggeber, die häufig militärischer Natur sind; denn jeder „Funktionsgewinn“ macht einen Erreger zu einer noch gefährlicheren Biowaffe. Außer Rand und Band folgt da ein drittmittelprostituierter Wissenschaftsbetrieb einer irren Frankenstein-Logik: Um auf Monster vorbereitet zu sein, müsse man welche erschaffen; erst dann wisse man, ob ihre Existenz möglich ist, und könne herausfinden, wie sie zur Strecke zu bringen sind. Was schiefgehen kann, wird mit Sicherheit schiefgehen In der Geschichte dieses kontrollscheuen Forschungstreibens reihen sich seit Jahrzehnten Pleiten, Pech und Pannen aneinander, die es zum unkalkulierbaren Spiel mit dem Weltenfeuer machen. Sowohl die „Russische Grippe“ von 1977/78, die 700.000 Todesopfer forderte, als auch die H1N1-Schweinegrippe von 2009 stehen im begründeten Verdacht, von einem Laborleck herzurühren. (2) Nach 2004 setzten Sicherheitsmängel in chinesischen Biolaboren wiederholt SARS-Coronaviren frei. (3) Und entgegen aller Dementis seitens der WHO und Chinas mehren sich die Indizien, dass es sich bei SARS-CoV-2 um ein biotechnisches Kunstprodukt handelt. (4) „Die nächste Pandemie wird kommen“, prophezeite WHO-Direktor Tedros Ghebreyesus bereits Mitte März 2019. „Das ist keine Frage des Ob, sondern bloß des Wann.“ Oh ja, Pandemien gehören zur neuen Normalität, "in der gleichen Weise, wie die Erde bebt, Tornados kommen oder sich das Klima wandelt", so versicherte Bill Gates der Süddeutschen Zeitung kürzlich in einem Interview; die nächste könne „zehn Mal so schlimm“ werden wie die gegenwärtige. Solange sich die Weltgemeinschaft nicht zu einem strikten Verbot jeglicher Gain-of-Function-Forschung durchringt, können sich solche düsteren Vorahnungen schon morgen bewahrheiten. Denn absolute Sicherheit gibt es nicht, schon gar nicht auf BSL-4-Niveau. Allzu oft hat sich dort schon Murphys Gesetz erfüllt: Alles, was schiefgehen kann, wird mit Sicherheit schiefgehen. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Siehe z.B. https://www.nature.com/articles/nm.3985; https://core.ac.uk/download/pdf/304663625.pdf (2) Siehe Harald Wiesendanger: Corona-Rätsel, 2. Aufl. Schönbrunn, Juni 2020, S. 181 ff., https://stiftung-auswege-shop.gambiocloud.com/corona-raetsel-pdf.html, Näheres im KLARTEXT-Beitrag "Du sollst nicht wissen". (3) https://www.crm.de/SARS_update/sars.htm; https://www.nzz.ch/article9KDKT-1.251846; https://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/keine-experimente-458/ (4) Siehe Harald Wiesendanger: Corona-Rätsel, a.a.O., S. 18-154.

  • Was steckt hinter Italiens Corona-Horror?

    Mamma mia! Überfüllte Intensivstationen. Entnervte Ärzte. Völlig erschöpfte, in Tränen aufgelöste Pflegekräfte. Dem Ersticken nahe Omas und Opas, die verzweifelt nach Luft schnappen. Todkranke Infizierte, die unbehandelt zum Sterben nach Hause geschickt werden müssen. Leichen, die in Kühlhäusern lagern, weil die Krematorien überfüllt sind. Militärlaster, die sie in umliegende Städte transportieren. Im Frühjahr 2020 erreichten uns aus Italien entsetzliche Bilder, verzweifelte Hilferufe, von Tag zu Tag gruseligere Horrorzahlen. Fast schien es so, als sei das Land gerade dabei, all seine Alten zu verlieren – dahingerafft von einer mörderischen Seuche namens Covid-19. Wie schlimm war es wirklich? „Die ältere Generation wird dezimiert“, jammerte Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella. „Der Tod so vieler Mitbürger ist ein Schmerz, der täglich aufflammt“, so litt Ministerpräsident Giuseppe Conte mit. (1) Von einer „Explosion der Ansteckungen“ schrieb die römische Zeitung La Repubblica, der Mailänder Corriere della Sera gar von einer „biologischen Bombe“. (2) Und so wurde aus Italien von der zweiten Märzwoche 2020 an „eine einzige Schutzzone“ (Conte), im endzeitlich-heroischen Überlebenskampf gegen einen „Killerkeim“, wie ihn die Welt anscheinend seit der Spanischen Grippe mit ihren 20 bis 50 Millionen Todesopfern nicht mehr erlebt hat. Maßgeblich unter diesem Eindruck setzte im panischen Rest Europas ein hektischer Wettbewerb um die schärfsten Notstandsmaßnahmen ein. Wer will schon italienische Verhältnisse? Doch inzwischen wird immer deutlicher: Da ließ sich die Welt an der Nase herumführen. Auf den Leim ging sie der hohen Kunst der Massenpropaganda. Es wird höchste Zeit für einen Faktencheck, der offiziellen Fake News den Garaus macht. Bergamos Leichenberge und andere Merkwürdigkeiten Hinweggetäuscht wurde die Öffentlichkeit über 18 entscheidende Fakten. 1. ALTERSSTRUKTUR. In Europa weist keine Bevölkerung ein höheres Durchschnittsalter, einen größeren Anteil an Hochbetagten auf. Wie sensationell ist es, dass ein Leben um so lebensgefährlicher wird, je näher sein natürliches Ende rückt? Nach Angaben des italienischen Nationalen Gesundheitsinstituts ISS liegt das Durchschnittsalter der positiv-getesteten Verstorbenen in Italien bei 82 Jahren. Jeder zehnte Verstorbene ist über 90 Jahre alt, 90% über 70 Jahre. (3) Schon eine italienische Studie vom August 2019 (!) führte die überdurchschnittlich hohe Sterberate bei Atemwegserkrankten auf die Überalterung des italienischen Volks zurück. 2. FAST NUR HOCHBETAGTE BETROFFEN. Tatsächlich waren Italiens Senioren hochgradig gefährdet, mehr als in jedem anderen Land – zumindest wenn sie in der am stärksten betroffenen Region lebten, der Lombardei. Wie eine Studie der gemeinnützigen Kessler-Stiftung aus Daten vom Januar bis April 2020 errechnete, betrug dort die Infection Fatality Rate (IFR) – die Todesrate unter Infizierten – bei über 70-Jährigen 10,5 %. Das heißt: Jeder Zehnte überlebte eine Ansteckung nicht. Für über 80-jährige stieg diese Quote anfänglich sogar auf 30,4 %. Das sind erschreckende Werte, in der Tat. Sie standen im Vordergrund der Berichterstattung, sie schürten Panik. Unter den Tisch fiel dabei die Gefahrenlage für Jüngere. Für unter 70-Jährige sank die IFR, derselben Studie zufolge, nämlich auf 0,43 %. Wer unter 50 war, trug sogar ein Risiko von weniger als 1 zu 10.000, einer Infektion zu erliegen; die IFR für diese Altersgruppe betrug weniger als 0,01 %. Und deshalb ergibt sich für Italiens Bevölkerung insgesamt ein weitaus undramatischeres Bild als speziell für seine Greise. Wie der renommierte italienische Virologe Giuilio Tarro bereits Ende März 2020 vorrechnete, lag die Mortalität bei Covid-19 landesweit alles in allem bei UNTER EINEM PROZENT. Somit war sie mit einer Grippe durchaus vergleichbar. Daraus folgt: Von den angeblich knapp 100.000 offiziellen „Covid-19“-Todesfällen, die Italien bis Anfang März 2021 angeblich zu beklagen hatte (4), dürften weniger als tausend ausschließlich auf SARS-CoV-2 zurückzuführen sein. 3. MEHR-GENERATIONEN-HAUSHALTE. Wie im ebenfalls stark betroffenen Spanien, so lebt auch in Italien ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Senioren unter einem Dach mit Kindern und Enkeln, statt in Alten- und Pflegeheime entsorgt zu werden. Man verbringt viel Zeit miteinander, Sicherheitsabstände liegen eher im Zentimeterbereich. Entsprechend steigen Infektionsrisiken. Ausgangsverbote und häusliche Quarantänen erhöhen sie noch. 4. UMWELTVERSCHMUTZUNG. Nirgendwo in Europa ist die Luft schlechter als in Norditalien, ganz besonders in der Lombardei, der am stärksten betroffenen Region, wie auf Satellitenbildern deutlich zu erkennen ist. Die Smog-Ursachen sind vielfältig: Die Po-Ebene bildet einen auf drei Seiten abgeschlossenen, riesigen Kessel, in dem die Luft bei gewissen Wetterlagen wochenlang steht. Hinzu kommen besonders viel Industrie, zuwenig öffentliche Verkehrsmittel, veraltete Privatautos und Heizungen. Schon vor Corona-Zeiten sorgte die enorme Schadstoffbelastung der Lombardei dafür, dass dort überdurchschnittlich viele Menschen an schweren Atemwegserkrankungen litten und vorzeitig starben. Feinstaubpartikel eignen sich, ähnlich wie ausgehustete oder –genieste Wassertröpfchen, vorzüglich als Virentaxis. Nicht weniger als 61 % der Corona-Erkrankten leben in der Lombardei, weitere 14 % in der Emilia-Romagna, 7 % im Piemont; Sardinien, Kalabrien und die Abruzzen steuern hingegen jeweils bloß 0,2 % zu dieser Fallstatistik bei, Umbrien 0,3 %, Sizilien 0,4 %, die Toskana 1,2 %. Und so wunderte sich Ende März 2020 ein norditalienischer Abgeordneter, „wie es kommt, dass Covid-Patienten aus Brescia sogar nach Deutschland transportiert werden, während im nahen Venetien, in Verona, zwei Drittel der Intensivbetten leer stehen“. (5) In Bergamo, 50 km nordöstlich von Mailand, fällt das Atmen kaum leichter als in der chinesischen 11-Millionen-Metropole Wuhan, dem Ausgangspunkt der Pandemie. Entsprechend vorgeschädigt sind die Atemwege vieler Menschen. Virusinfektionen geben Vorerkrankten und Immunschwachen, zumal hochbetagten, dann nur noch den Rest. Bezeichnend: Bereits im November 2019, ein knappes Vierteljahr BEVOR die Corona-„Pandemie“ Italien erreichte, berichtete das Mario-Negri-Institut für pharmakologische Forschung in Mailand von „seltsamen Fällen von Lungenentzündungen“ in der Lombardei. Schon zweieinhalb Autostunden östlich von Bergamo, in Treviso bei Venedig, zeigte sich indes frühzeitig ein ganz anderes, völlig undramatisches Bild der Lage: Die Gesamtmortalität in den städtischen Krankenhäusern blieb gegenüber den Vorjahren in etwa gleich. Wie enorm eine starke Luftverschmutzung das Covid-19-Sterberisiko erhöht, belegt eine Studie der Universität Harvard. Die Wissenschaftler analysierten die Feinstaubbelastung aller 3080 US-amerikanischen Landkreise bis zum 4. April 2020 und setzten sie mit den Covid-19-Todesfällen ins Verhältnis. Statistisch signifikant zeigte sich: Nimmt die langfristige Belastung mit lungengängigen Feinstaubpartikeln unter 2,5 Mikrometern auch bloß um 1 Mikrogramm pro Kubikmeter zu, so steigt die Covid-19-Todesrate um erschreckende 15 Prozent an. 5. SELBSTERFÜLLENDE PROPHEZEIUNG. Coronagrusel-TV rund um die Uhr lehrte nicht nur den Rest der Welt das Fürchten, sondern in erster Linie die Italiener selbst, zumal wenn sie Risikogruppen angehörten. Mit Erkältungssymptomen, die sie in früheren Jahren ohne Panikattacken zu Hause kuriert hätten, drängten sie nun in Arztpraxen. Weil Ärzte im Zweifelsfall lieber zuviel tun, als sich irgendwann Versäumnisse vorwerfen lassen zu müssen, veranlassten sie eher als sonst eine Einweisung ins Krankenhaus. Kein Wunder, dass dort daraufhin Massenandrang herrscht. Und kein Wunder, dass Senioren, zumal vorerkrankte und immunschwache, dort eher sterben als zu Hause: Das hohe Risiko sogenannter nosokomialer Infektionen, während des Aufenthalts dort, macht das Krankenhaus zu einem der gefährlichsten Orte, an die man im Laufe seines Lebens geraten kann. 6. VORERKRANKUNGEN. Auch in Italien bauschten Politiker, Behörden und Medien die Opferzahlen künstlich auf: Wer MIT nachgewiesenem SARS-CoV-2-Virus starb, tat es automatisch DESWEGEN. Eine am 17. März 2020 veröffentlichte Übersicht des ISS, der Nationalen Gesundheitsbehörde Italiens, verdeutlicht das Ausmaß dieses Täuschungsmanövers: Demnach ließ sich bloß bei jedem HUNDERTSTEN positiv getesteten Opfer KEINE andere Vorerkrankung nachweisen. (6) In Wahrheit litten über 99 Prozent der Italiener, die angeblich das Corona-Virus dahinraffte, an Vorerkrankungen: 3 und mehr lagen bei 48,5 % vor, 2 bei 25,6 %, 1 weitere bei 25,1 %. Lediglich bei 0,8 % der Betroffenen war keine sonstige Krankheit feststellbar. Drei von vier Verstorbenen hatten Bluthochdruck, 35 % Diabetes, jeder Zweite an anderen schweren Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD, Dritte ein Herz-Kreislauf-Leiden. (7) Im Einklang damit ergab die eingangs zitierte Kessler-Studie: In der Lombardei hatten über 80 % der Covid-19-Opfer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelitten. Corona-Infektionen sind demnach so gut wie immer Nebenbefunde, andere Krankheiten die eigentlichen Killer. Bis zum 13. März 2020, anderthalb Monate nachdem die „Pandemie“ Italien erreicht hatte, waren dort nur ZWEI corona-infizierte Menschen verstorben, die keine anderen Erkrankungen aufwiesen. Ihr Durchschnittsalter: 80,3 Jahre. Die ausschlaggebende Rolle von Vorerkrankungen spricht noch aus einem weiteren Befund der Kessler-Studie: Während in der Lombardei in der ersten Pandemiephase, bis Mitte März 2020, 30 % der über 80-Jährigen einer Infektion erlagen, sackte diese Quote danach bis April auf 8 % ab. Offenbar erwischte es zuallererst die Kränksten und Schwächsten. Als italienische Medien penetrant von hunderten Corona-Opfern pro Tag berichteten, hatte selbst der Präsident des italienischen Zivilschutzes die Nase voll: In Wirklichkeit handle es sich um Todesfälle „MIT dem Coronavirus und NICHT DURCH das Coronavirus“, stellte er auf einer Pressekonferenz klar. (8) 7. UNSAUBERE „FALL“-STATISTIKEN. Vergeblich rief die Mailänder Mikrobiologin Maria Rita Gismondo schon Ende März 2020 die italienische Regierung dazu auf, die tägliche Anzahl der „Corona-Positiven“ nicht mehr zu kommuni-zieren: Denn diese Zahlen seien „gefälscht“, sie versetzen die Bevölkerung in unnötige Panik, so mahnte die Wissenschaftlerin. Die Anzahl der Testpositiven hänge stark von der Art und Häufigkeit der Tests ab, über den Gesundheitszustand sage sie nichts aus. Um Fallstatistiken zurechtzubiegen, schreckten Verantwortliche offenbar nicht einmal vor dreister Urkundenfälschung zurück – etwa beim Ausfüllen von Totenscheinen. In Pflegeheimen in der Lombardei fielen ausländischem Fachpersonal „merkwürdige Todesfälle“ auf: „So wurden in der Stadt Gromo Zeitungsangaben zufolge mehrere Fälle registriert, in denen angebliche Coronavirus-Infizierte einfach eingeschlafen und nicht wieder erwacht sind. Bei den Verstorbenen wurden bis dahin KEINE ernstzunehmenden Symptome der Krankheit festgestellt. Wie der Direktor des Seniorenheims später präzisierte, sei es unklar, ob die Gestorbenen tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert wurden, weil niemand in dem Heim darauf getestet worden sei.“ Und was für positiv getestete „Corona-Opfer“ gilt, trifft nicht minder auf unerkannte zu. Eine womöglich ganz hohe Dunkelziffer von „Covid-19-Toten“ bringen Alarmisten ins Spiel. Gibt es vielleicht viel mehr davon, als amtliche Statistiken ausweisen? Wie die Regionalzeitung L´ Eco di Bergamo spekuliert, könnten allein in der Provinz Bergamo 4500 Menschen „an den Folgen der Infektion gestorben“ sein; das seien fast doppelt so viele wie offiziell angegeben. Aber selbst wenn es zehn Mal so viele wären: In ihren Körpern lassen sich hunderterlei verschiedene Viren und Bakterien ausfindig machen, die je nach Umständen mehr oder minder harmlos oder gefährlich werden können. Erahnt der Lokalredakteur womöglich außersinnlich, welche davon in jedem traurigen Einzelfall den Tod „zur Folge“ hatten? Ein Fehlschluss wird kein bisschen weniger dämlich, wenn man ihn vom Hellen ins Dunkle verlagert. 8. ABLENKUNG VON JENEN ZAHLEN, AUF DIE ES ANKOMMT. Wie tödlich ein angeblicher „Killerkeim“ ist, verraten einzig und allein: Veränderungen der tatsächlichen Sterberate innerhalb eines mehrjährigen Beobachtungszeitraums. Und diese boten zu keinem Zeitpunkt Anlass für übermäßige Alarmstimmung: Landesweit lag in Italien die Gesamtmortalität aller Altersgruppen, wie auch der 65plus, noch bis Anfang April TIEFER als in den Vorjahren, was Experten vor allem auf den milden Winter zurückführen. 9. UNTERLASSENE VERGLEICHE. Schon vor Corona-Zeiten zählte Italien 7.000 bis 25.000 Grippetote pro Jahr – mehr als in den meisten anderen Ländern Europas. An Lungenentzündung und sonstigen Atemwegserkrankungen starben in Italien 1990 knapp über 7000 Menschen – im Jahr 2017 jedoch, lange vor Corona-Zeiten, bereits über 13.000, darunter 11.800 aus der Generation 65plus. (9) Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, weist für Italien im Jahr 2016 sogar 46.411 Todesfälle aus, deren Ursache Atemwegserkrankungen waren: von chronischer Bronchitis über Asthma, Pneumothorax und Emphyseme bis COPD. (10) Allein COPD, die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, fordert in Italien 18.000 Todesopfer pro Jahr. In den Wintern 2013/14 bis 2016/17 wurden in Italien rund 5,3 Millionen Fälle von akuten Atemwegserkrankungen mit Fieber gemeldet; insgesamt 68.000 registrierte Sterbefälle gingen auf sie zurück. Damit bilden sie in Italien bereits die dritthäufigste Todesursache, nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das Sterberisiko für atemwegserkrankte Italiener über 65 lag schon im Jahre 2010 bei deutlich über 3 %. (11) 10. TEST-ARTEFAKT. Über ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie untersuchen weiterhin nirgendwo Gesundheitsbehörden eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung. Besonders in Italien kommen Tests auf Covid-19 gehäuft bei Schwerkranken zur Anwendung. Daraus entsteht leicht der Eindruck, ein erschreckend hoher Anteil von Infizierten entwickle bedrohliche Symptome. Auch daraus erklärt sich die außergewöhnliche IFR unter Italiens Senioren. 11. MARODES GESUNDHEITSWESEN. Italien steht im blamablen Ruf, das mit Abstand schlechteste Gesundheitssystem Europas zu betreiben. Seit jeher ist es berüchtigt wegen zuwenig Ärzten, zuwenig Betten, zuwenig medizinischem Gerät, miserabler Hygiene. Pro 1000 Einwohner hat Italien 3,4 Klinikbetten vorzuweisen, in Deutschland sind es 8,3. Bereits in gewöhnlichen Wintermonaten liegt die Belegungsquote der Intensivstationen in Norditalien typischerweise bei 85 bis 90 %. Schon kleine Grippewellen führen seit jeher zu überfüllten Krankenhäusern. Einem Artikel in der Tageszeitung Corriere zufolge war Anfang 2018 die medizinische Versorgung in der Millionenmetropole Mailand bereits überfordert, als 48 Menschen an Influenza erkrankten: Operationen mussten verschoben werden, Ärzte Doppelschichten übernehmen; Krankenschwestern wurden aus dem Urlaub zurückbeordert. Auch nach Einschätzung des Präsidenten der deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Gerald Gaß, ist „die extreme Situation in Italien vor allem auf die sehr geringen Intensivkapazitäten“ zurückzuführen. 12. BAKTERIELLE HINTERGRUNDBELASTUNG. Gerade die Lombardei, mit den beiden Corona-Hotspots Bergamo und Brescia, gilt als Hochrisikogebiet für Legionellen-Erkrankungen. Bereits 2018 sorgte die Provinz Brescia für Schlagzahlen, als hunderte Menschen auf mysteriöse Weise an einer Lungenentzündung erkrankten. Als Infektionsquelle wurde damals das Bakterium Legionella pneumophila ausgemacht, ein Umweltkeim, der sich vor allem in technischen Einrichtungen wie offenen Rückkühlwerken, Trinkwassersystemen und Kläranlagen tummelt. Mit ihm belastete Aerosole wurden von den Bewohnern eingeatmet, bei vielen lösten sie schließlich eine Legionellose („Legionärskrankheit“) bzw. das Pontiac-Fieber aus. Bei der Legionärskrankheit handelt es sich um eine Pneumonie (Lungenentzündung) mit Fieber, Durchfällen, Kopfschmerzen und Desorientiertheit; häufig betrifft sie immungeschwächte Menschen wie beispielsweise Alkoholiker und Aids-Patienten. Das Pontiac-Fieber ist eine akute Atemwegserkrankung mit Husten und Schnupfen. Für Oliver Thronicker, Leiter eines deutschen Umweltlabors, das sich mit der hygienischen Prüfung solcher Anlagen befasst, sind die Indizien schlüssig: Die Bewohner der norditalienischen Lombardei könnten aufgrund einer notorisch hohen Legionellenbelastung besonders anfällig für Vireninfektionen wie Covid19 geworden sein. 13. SELBSTVERSCHULDETER BEHANDLUNGS- UND PFLEGENOTSTAND. In norditalienischen Krankenhäusern und Heimen fehlten auch deshalb Pflegekräfte, weil das hysterische Krisenmanagement der Regierung sie außer Landes trieb. So veröffentlichte das Infoportal „Swiss Propaganda Research“ Anfang April 2020 das Schreiben einer Beobachterin aus Italien: „In den letzten Wochen haben die meisten osteuropäischen Pflegekräfte, die im 24-Stunden-Dienst 7 Tage die Woche in der Betreuung von Pflegebedürftigen in Italien arbeiteten, fluchtartig das Land verlassen. Dies nicht zuletzt wegen der Panikmache und den von den ‚Notstandsregierungen‘ angedrohten Ausgangssperren und Grenzschließungen. Deshalb wurden alte pflegebedürftige Personen und Behinderte, teilweise ohne Verwandte, von ihren BetreuerInnen hilflos zurückgelassen. Viele von diesen verlassenen Menschen landeten dann nach einigen Tagen in den seit Jahren permanent überlasteten Krankenhäusern, weil sie unter anderem dehydriert waren. (…) Dies ließ die Behinderten- und Altenpflege gerade in den Gebieten, wo weitere noch härtere „Maßnahmen“ angeordnet wurden, vollständig zusammenbrechen und sorgte für chaotische Verhältnisse. (…) Der Pflegenotstand, der durch die Panik entstand, führte temporär zu vielen Todesopfern unter den Pflegebedürftigen. (…) Diese Todesopfer dienten dann den Verantwortlichen und den Medien dazu, die Leute in noch mehr Panik zu versetzen.“ Dieser politisch verschuldete Versorgungsengpass beschränkt sich im übrigen nicht nur auf Italien. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung „gefährdet die Pandemie in ganz Europa die Versorgung alter Menschen zu Hause, weil Pflegekräfte nicht mehr zu ihnen können – oder das jeweilige Land fluchtartig verlassen haben Richtung Heimat.“ Darüber hinaus fehlen Ärzte und Krankenpfleger, weil sie umgehend in Quarantäne gezwungen werden, sobald sie test-positiv sind – selbst wenn sie symptomfrei bleiben. Davon kann eine enorme Anzahl betroffen sein, wie sich auch in Spanien zeigte. Dort handelte es sich bei nicht weniger als 15 % (!) der positiv Getesteten um Ärzte und Krankenpfleger. Kein Wunder, dass Spaniens Gesundheitssystem zunehmend kollabierte, wie zuvor das norditalienische. 14. FEHLBEHANDLUNGEN. Laut einer Studie an über 900 italienischen Covid-19-Klinikpatienten erhielten 86 % Antibiotika, obwohl diese allenfalls bakteriellen Infektionen beikommen. Seltener kamen antivirale Medikamente (54 %) und/oder eine Steroidtherapie (34 %) zum Einsatz. In jedem fünften Fall (19,3 %) wurden alle drei Therapien gleichzeitig angewandt. Nicht von ungefähr weist Italien, neben Rumänien und Griechenland, die meisten Antibiotika-Resistenzen auf. In Italien wurde fast jeder zehnte Patient, dessen SARS-CoV-2-Test positiv ausfiel, auf Intensivstationen aufgenommen und maschinell beatmet. Aber die invasive Beatmung - eine Intubation über den Mund, die Nase oder ein chirurgisch geschaffenes Loch in der Luftröhre - ist bei Covid-19-Patienten häufig kontraproduktiv, sie schädigt die Lungen zusätzlich. Wird ein Betroffener beatmungspflichtig, so stehen seine Überlebenschancen nach derzeitiger Studienlage schlecht: In einer Studie mit 52 Covid-19-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden mussten, belief sich die Mortalität der Patienten unter invasiver Beatmung auf ganze 86%. Von den Patienten, die nichtinvasiv beatmet wurden - über Gesichtsmasken, Mund-Nasen-Masken oder Beatmungshelme -, starben 78%. „Auch wer überlebt, muss mit Folgeschäden rechnen“, stellt das medizinische Infoportal DocCheck klar. (Näheres im KLARTEXT „Tatort Intensivstation“.) 15. MÖGLICHE IMPFFOLGEN. In der am stärksten betroffenen Region Bergamo waren im Dezember 2019 und Januar 2020 fast 34.000 Italiener gegen Meningokokken geimpft worden, wie der Journalist Maurizio Blondet recherchierte. Nicht bloß Kleinkinder wurden gespritzt, sondern Menschen jeden Alters. Denn Fälle von Meningitis, die zuvor auch in Italien selten vorgekommen waren, hatten sich in den letzten Jahren vervielfacht, vermutlich mit dem Zustrom afrikanischer Migranten. Kurz zuvor, im November 2019, hatten massenhafte Grippeimpfungen begonnen, insbesondere für Senioren und sonstige „Risikogruppen“. Die „beispiellose Operation“ habe 185.000 Personen über 65 Jahren erreicht, womit eine Impfquote von über 56 % erzielt worden sei, verkündete Dr. Giancarlo Malchiodi, Leiter von Bergamos Behörde für Hygiene und Gesundheitsprävention, damals stolz. Doch Impfungen können das Immunsystem schwächen, zumindest vorübergehend. Vakzinhersteller und Gesundheitsbehörden bestreiten dies zwar seit eh und je – doch etliche Studien unabhängiger Wissenschaftler, wie auch Praxisbeobachtungen von Ärzten und Fallberichte von Geimpften, rechtfertigen Skepsis. Eine im Januar 2020 in der Fachzeitschrift Vaccine veröffentlichte Studie schließt aus Daten von über 6000 Patienten, dass eine Influenza-Impfung das Risiko anderer Atemwegserkrankungen signifikant erhöht. Statistiken aus zwei Dutzend Ländern und Regionen untermauern den Trend: Je größer der Anteil der Gesamtbevölkerung ist, der gegen Influenza geimpft wird, desto höher liegen im allgemeinen die Covid-19-Sterberaten pro 100.000 Einwohnern. Davon am stärksten betroffen sind die besonders grippeimpffreudigen Belgier, Spanier und US-Amerikaner, vor allem in den Bundesstaaten Massachusetts, Connecticut, Arizona und Pennsylvania. 16. FINANZIELLES KALKÜL. Die EU stellte Italien Finanzhilfen in Höhe von sage und schreibe 173 Milliarden Euro in Aussicht, um es die ökonomische Folgenlast der Pandemie tragen zu helfen. Weil dem italienischen Premier Giuseppe Conte die schon gegebenen Zusagen aber nicht ausreichten, hätte er einen Sondergipfel der Europäischen Union beinahe zum Platzen gebracht. Damit die Gelder aus Brüssel rascher und großzügiger flossen, konnten Dramatisierungen gewiss nicht schaden. (12) 17. MEDIEN-HYPE. Massenmedien brauchen und erzeugen Sensationen am laufenden Band. Den nächsten Herbststurm blasen sie mühelos zum meteorologischen Jahrhundert-Ereignis auf, aus dem besonders hartnäckigen Dauerregen schließen sie auf die unmittelbar bevorstehende Sintflut, und Fußballer „schreiben Geschichte“, Woche für Woche und mindestens „für die Ewigkeit“. Wie könnte da eine Grippewelle, die etwas heftiger verläuft als üblich, weniger sein als eine Epidemie apokalyptischen Ausmaßes? 18. INSZENIERUNGEN. Mit Bildern lässt sich vortrefflich lügen. Niemand weiß das besser als Fotografen, Kameraleute, Bildredakteure, Cutter, Regisseure: Was man wie zeigt, wie nah, aus welchem Blickwinkel, wie lange, aber auch, was man kürzt oder ganz weglässt, entscheidet darüber, was der Betrachter für real oder fiktiv hält, wahrnimmt oder übersieht, über- oder unterschätzt. Italiens Coronakrise kann man mit einer nach Luft schnappenden, künstlich beatmeten 80-Jährigen illustrieren; mit einer Turnhalle voller Särge; mit lodernden Flammen in der Brennkammer eines Krematoriums; mit einem SARS-CoV2-infizierten, herzzerreißend weinenden Neugeborenen. Aber auch: mit leeren Intensivstationen in Pescara, Bari, Palermo und Catania; mit fröhlich feiernden Rekonvaleszenten, nach problemlos überstandener Infektion. Wie im Rest der Welt, so fallen auch in Italien Ungereimtheiten auf, die auf Machenschaften von verborgenen Drahtziehern hindeuten. Wer erinnert sich nicht an die Bilder von Militärlastwagen, die tote Covid-19-Opfer aus Bergamo zu anderen Städten transportieren müssen, weil Bergamos Krematorien mit dem Verbrennen der Leichen nicht mehr nachkommen? Kein einziger Journalist kam auf die Idee, naheliegenden Fragen nachzugehen: Wie kamen solche Bilder überhaupt zustande? Hatten sich an allen Haupt- und Ausfallstraßen Bergamos Fotografen und Kameraleute auf gut Glück tage- und nächtelang auf die Lauer gelegt, um die Militärlaster nicht zu verpassen? Und wenn so ein Laster an ihnen vorbeifuhr: Woran erkannten sie überhaupt, was er geladen hatte? Waren seine Abdeckplanen etwa durchsichtig? Roch es streng nach Verwesung? Riefen die Fahrer lauthals „Achtung, Leichentransport!“ zum Fenster hinaus? Nein, die Medienvertreter müssen heiße Tipps bekommen haben, wann und wo es sich lohnt, mit aufgebauter Kamera zu warten. Wer gab ihnen solche Hinweise? Wozu wohl? So dreist fälscht die Journaille natürlich nicht nur südlich der Alpen. Anfang April 2020 musste der US-Sender CBS einräumen: Alarmierende Aufnahmen einer überfüllten Station, die in Filmberichten über die Corona-Krise in New Yorker Krankenhäusern auftauchten, stammten tatsächlich aus Bergamo. Hätte das neuartige Coronavirus in Italien auch nur annähernd so schrecklich gewütet, wie man uns wochenlang weismachte, so müsste sich der vermeintliche „Killerkeim“ in einer durchgängig erhöhten Sterberate bemerkbar gemacht haben. Davon kann jedoch keine Rede sein, wie „euroMOMO“, das wöchentlich aktualisierte europaweite Monitoring von Todesfällen ausweist. Zwar stieg die Kurve für Italien, wie für viele andere Länder, zeitweilig recht deutlich über das Niveau der Vorjahre an – aber nicht etwa vor und nach Lockdowns, sondern währenddessen. Dieses Phänomen lässt befürchten: Die Massenquarantänen, zu denen sich die westliche Welt durch Chinas trügerisches Vorbild hinreißen ließ, haben im Endeffekt weitaus mehr Menschenleben gekostet als gerettet. Von Anfang an lagen alle oben aufgezählten Fakten auf der Hand, nicht nur für Gesundheitsexperten, sondern für jeden halbwegs logisch denkenden, neugierig recherchierenden, kritisch hinterfragenden Laien. Regierungen und Behörden hätten diese Aspekte berücksichtigen müssen. Warum unterließen sie es? Wieso verfielen sie stattdessen von Rom bis Oslo, von Kopenhagen bis Paris und Berlin in hektischen Aktivismus, schürten unisono Massenpanik, übergingen eindringliche, wohlbegründete Mahnungen, überboten sich gegenseitig in der schleunigsten Abschaffung von Grundrechten? Diese Fragen sollten demnächst nicht nur parlamentarische Untersuchungsausschüsse beschäftigen, sondern auch Staatsanwälte und Verfassungsgerichte. Nicht zuletzt in Deutschland wäre es höchste Zeit dafür. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.welt.de/vermischtes/article206721861/Coronavirus-Ich-hoffe-Deutschland-bleibt-Italiens-Weg-erspart.htm (2) https://www.welt.de/sport/fussball/article206765171/Bergamo-Biologische-Bombe-das-Spiel-null-der-Corona-Krise.html (3) https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/sars-cov-2-decessi-italia; https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/bollettino/Report-COVID-2019_17_marzo-v2.pdf (4) https://ourworldindata.org/coronavirus/country/italy?country=~ITA, abgerufen am 5.3.2021. (5) https://www.tagesspiegel.de/politik/die-verlangsamung-ist-da-in-italien-zeichnet-sich-die-wende-in-der-coronakrise-ab/25698124.html; (https://swprs.files.wordpress.com/2020/04/reppublica-treviso.jpg (6) https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/sars-cov-2-decessi-italia; s. auch https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-03-18/99-of-those-who-died-from-virus-had-other-illness-italy-says (7) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-03-18/99-of-those-who-died-from-virus-had-other-illness-italy-says (8) https://www.youtube.com/watch?v=0M4kbPDHGR0&feature=youtu.be&t=210, dort ab 3:30. (9) Siehe Grafik „Tote durch Lungenentzündung, nach Altersgruppen; nach Daten des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) sowie der Global Burden of Disease Study (GBD). (10) https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Respiratory_diseases_statistics&oldid=460476#Deaths_from_diseases_of_the_respiratory_system; siehe Grafik Eurostat. (11) https://www.researchgate.net/figure/Male-to-female-M-F-ratios-of-mortality-for-chronic-lower-respiratory-diseases-by-age_fig3_298335775, s. Grafik. (12) https://www.dw.com/de/eu-gipfel-zur-coronakrise-italien-braucht-neues-geld/a-52934014; https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/italien-hilfspaket-mit-neuen-schulden-li.78304

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