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Für kritischen Journalismus statt Propaganda und Hofberichterstattung. Unabhängig. Unbequem. Unbestechlich.


„Ihr Lächeln verschwand für immer“
Der „Welt-Autismus-Tag“ am 2. April gibt Anlass, das Schicksal der McDowell-Drillinge in Erinnerung zu rufen: Im Alter von neun Monaten entwickelten alle drei Geschwister am selben Tag plötzlich schwerste Autismus-Symptome – wenige Stunden nach einem Impftermin. Hersteller, Experten, Mainstream-Medien machen sich mit Bemühungen lächerlich, das herzzerreißende Geschehen als zufällig oder genetisch bedingt abzutun. Sie versuchen von einem haarsträubenden Lehrstück für Eltern ab

Dr. Harald Wiesendanger
1. Apr.


Der große Blutdruck-Schwindel
Bluthochdruck gilt als „stiller Killer“: Oft ohne ihn zu bemerken, lebt angeblich fast jeder dritte Erwachsene in Industrieländern mit ihm. Er schädigt Herz und Arterien, führt zu Infarkten, Schlaganfällen und vorzeitigem Tod. Deshalb müsse er aggressiv mit Medikamenten gesenkt werden – so zumindest die gängige Lehrmeinung. Doch hinter dieser scheinbaren Gewissheit verbergen sich fragwürdige Grenzwerte, finanzielle Interessen sowie eine fatale Verwechslung von Ursache und Wir

Dr. Harald Wiesendanger
10. März


Hochstapler unter Hochstaplern
Jede Wette: Begabte Laienhelfer brächten psychotherapeutisch noch weitaus mehr zustande als ohnehin, wenn sie in einen weißen Kittel schlüpfen, sich einen hochtrabenden Titel zulegen und bedrückte Seelen in Räumlichkeiten empfangen dürften, die wie eine Praxis aussehen. Jedem, der sehen will, führten erfolgreiche Hochstapler diese bezeichnende Peinlichkeit eindrücklich vor Augen. Die triftigsten Anhaltspunkte für diesen frechen Verdacht stammen von besonders erfolgreichen Hoc

Dr. Harald Wiesendanger
7. März


Das Forschungsmärchen
Warum sind Arzneimittel so teuer? Darüber lassen sich zwei Geschichten erzählen. Die erste schwärmt von gewaltigen Forschungsanstrengungen der Pharmaindustrie. Die zweite stellt klar, wie haarsträubend die erste lügt, verschweigt und übertreibt. Wie entsteht eigentlich ein neues Medikament? Darüber kursieren zwei Erzählungen: ein Marketingprodukt und seine Klarstellung. Die erste Erzählung kommt vielen, die unbedarft Pillen schlucken, kaum weniger glaubhaft vor als Darwins Ev

Dr. Harald Wiesendanger
5. März


Die große Cholesterin-Lüge
Seit über einem halben Jahrhundert verteufelt die Pharmaindustrie ein lebenswichtiges Molekül: Cholesterin. Erhöhte Werte machen herzkrank und bringen uns dem Tod näher, so redet man uns ein – also gilt es, sie zu senken. Medikamente hierfür sorgen, mit fatalen Nebenwirkungen, für weltweite Jahresumsätze im zweistelligen Milliardenbereich. Behandelte ahnen nicht: In Wahrheit sind es eher zu niedrige Cholesterinwerte, die ihre Gesundheit gewaltig gefährden. Kürzlich schien es

Dr. Harald Wiesendanger
9. Feb.


Nimmersatte Mietmäuler - Die unheimliche Macht gekaufter Meinungsführer
Wer ein Produkt verkaufen will, muss nicht jeden einzelnen Konsumenten ansprechen. Es genügt, ein paar ausgewählte, gut vernetzte, überaus populäre Leute, „Influencer“, dafür zu gewinnen, es lautstark anzupreisen. Dann ist es bloß eine Frage der Zeit, bis sich ihre Empfehlung wie ein Lauffeuer verbreitet. Das macht die Meinungsführer der Ärzteschaft so ungeheuer wertvoll für die Pharmaindustrie – und die evidenz- zur eminenzbasierten Medizin. Sie wollten immer schon für umme

Dr. Harald Wiesendanger
8. Feb.


Die Reise nach Island – Ein Gleichnis vom Leben mit einem behinderten Kind
Wenn du ein Kind erwartest, so ist das, als würdest du eine langersehnte Reise nach Spanien planen. Voll freudiger Erwartung deckst du dich mit Prospekten und Büchern über dieses mediterrane Urlaubsparadies ein. Du lässt dich im Reisebüro beraten, blätterst in Bildbänden, liest im Internet begeisterte Erfahrungsberichte von Urlaubern, die schon dort waren ... Du freust dich auf Flamenco und Paella, aufs Schwimmen und Sonnenbaden an den Stränden der Costa Brava. Du si

Dr. Harald Wiesendanger
7. Feb.


NNT? Frag danach.
Bevor wir eine Arznei schlucken, eine Therapie beginnen oder uns einer medizinischen Untersuchung unterziehen, sollten wir uns stets nach der NNT erkundigen, der „ Number Needed To Treat “: Wie viele Menschen müssen sich darauf einlassen, damit sie einem einzigen nützt? Bleibt uns der Arzt die Antwort schuldig? Dann Vorsicht! Weiß er sie? Dann gibt sie allzuoft Anlass zu berechtigten Zweifeln. „60 % aller Patienten, die ein Antidepressivum bekommen, geht es daraufhin besser“

Dr. Harald Wiesendanger
6. Feb.


Hyperinflation des Seltenen
„Selten“: das klingt nach vernachlässigbar wenig. Doch zumindest im Gesundheitswesen trügt dieser Eindruck gewaltig. Auch wenn jede „seltene Krankheit“ höchstens 0,05 % der Bevölkerung heimsucht, explodiert ihre Artenvielfalt neuerdings regelrecht: Über 17.000 sind es inzwischen. Und immer mehr Menschen sind betroffen: vier Millionen allein in Deutschland, bis zu einer halben Milliarde weltweit. Dafür verantwortlich sind in erster Linie Lebensverhältnisse, die systematisch kr

Dr. Harald Wiesendanger
5. Feb.


Sinkt so das Krebsrisiko um 99 Prozent?
Ein Mix von sechs natürlichen, preiswerten, rezeptfreien Wirkstoffen verringert die Wahrscheinlichkeit, irgendwann an Krebs zu erkranken, um 90 %. Vier zusätzliche Substanzen senken es noch weiter. Diese frohe Botschaft belegt ein amerikanischer Arzt mit einem umfassenden Forschungsüberblick – zum Verdruss der Pharmaindustrie, die mit Onkologika jährlich 350 Milliarden Euro umsetzt. Einen „Dr. Justus R. Hope“ gibt es nicht wirklich. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich ein

Dr. Harald Wiesendanger
4. Feb.


Die Eiweiß-Abzocke
Als dreiste Abzocke kritisieren Verbraucherschützer die jüngste Masche von Lebensmittelkonzernen: spezielle „High-Protein“-Produkte. Sie sind ebenso überflüssig wie überteuert. Protein-Pudding, Protein-Frischkäse, Protein-Müsli, Protein-Brot: Als besonders eiweißreich vermarktete Lebensmittel sind in Supermärkten zu Kassenschlagern geworden. Plötzlich wimmelt es davon: Die Produktpalette reicht von Cornflakes über Milch, pflanzlichen Milchalternativen und Shakes über Chips un

Dr. Harald Wiesendanger
3. Feb.


Für immer jung – dank NMN?
Für Anti-Aging-Produkte kann man ein Vermögen loswerden – bei fraglichem Nutzen und ungewissen Nebenwirkungen. Eine rühmliche Ausnahme scheint NMN darzustellen. Je eingehender diese Substanz erforscht wird, desto deutlicher tritt ihr geradezu spektakuläres Potential zutage, uns auch in höherem Alter gesund und vital zu halten. „Ich möchte mit dir alt werden“, so heißt es auf einer witzigen Postkarte, die ein betagtes Paar beim gemächlichen Spaziergang auf einem Feldweg zeigt,

Dr. Harald Wiesendanger
2. Feb.
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