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- „Gewünschte Schockwirkung“
Um Covid-19 „unter Kontrolle“ zu bekommen, empfiehlt ein Geheimpapier aus dem Bundesinnenministerium: Panikmache. Gezielt Angst schüren: Eine solche „Kommunikationsstrategie“ in der Corona-Krise empfiehlt ein internes Papier aus dem Bundesinnenministerium. Seehofer hatte es zunächst zur „Verschlusssache“ erklären lassen, „nur für den Dienstgebrauch“, und sich geweigert, es herauszurücken. Doch das gemeinnützige Portal „Frag den Staat“ erzwang nun die Herausgabe, unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz. Seither ist das 17-seitige Dokument im Internet abrufbar. Es bestätigt schlimmste Befürchtungen: Eine Strategie maximaler Panikmache, die über die weitgehende Harmlosigkeit von SARS-CoV-2 hinwegtäuscht, soll das Volk dazu bringen, drastische Maßnahmen hinzunehmen, ja zu begrüßen. Es gehe darum, „Durchhaltekräfte zu mobilisieren“ – notfalls an statistischen Fakten vorbei. Was hier zum Vorschein kommt, ist gelinde gesagt ein ungeheuerliches Machwerk aus der Teufelsküche der Massenpropaganda, ersonnen mit einem strategischem Kalkül, vor dem Goebbels den Hut gezogen hätte. Als Augenöffner gehört es in die Hände jedes Bürgers, der noch des Lesens und Nachdenkens fähig ist. Unter dem Titel „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ beschäftigt sich das Dokument mit der Frage: Wie verdeutliche ich den Bürgern den Ernst der Lage? Und wie bewege ich sie zum Mitmachen, wenn es um Ausgangsbeschränkungen und andere Zwangsmaßnahmen geht? Hier sehen die ungenannten Verfasser zwei Risiken: Zum einen sei die Sterberate zugegebenermaßen ja prozentual eher niedrig. Eine „Fixierung“ auf diese Tatsache - ist sie etwa nicht die entscheidende ? - könne dazu verleiten, alles halb so schlimm zu finden. Um das zu verhindern, müsse kommuniziert werden, dass „etwas sehr Bedrohliches auf uns zukommt“. Zum anderen drohe ein Vertrauensverlust in die staatlichen Institutionen – ihm müsse nach dem Motto begegnet werden: „Wir haben die Gefahr erkannt und handeln entschieden und überlegt.“ Damit dem Volk einleuchtet, wie ganz arg schrecklich die Bedrohung ist, rät das Geheimpapier zu drastischen Maßnahmen: „Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden.“ Dazu empfiehlt der Text allen Ernstes: 1. TODESANGST SCHÜREN. Den Bürgern müsse vor Augen geführt werden, dass viele Schwerkranke von ihren Angehörigen „ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen werden“. Nun „sterben sie qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls.“ 2. SCHON KINDERN ANGST MACHEN. „Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern“, so heißt es in dem Papier. „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“ 3. VOR MÖGLICHEN LANGZEITSCHÄDEN WARNEN – „auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben“, wie die Autoren zugeben. Trotzdem müsse die Botschaft lauten: Diese Einzelfälle „zeichnen ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat.“ Diese Aussichten „werden ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren.“ 4. HISTORISCH ARGUMENTIEREN – NACH DER FORMEL „2019 = 1919 + 1929“. Im Jahr 1919 brachte die Spanische Grippe weltweit 25 bis 50 Millionen Menschen um. Im Jahr 1929 kam es zu einer Weltwirtschaftskrise. Die Botschaft ans Volk müsse lauten: Die Corona-Pandemie werde so schlimm wie Spanische Grippe und Weltwirtschaftskrise zusammen, falls es nicht gelingt, sie einzudämmen. Diese Formel werde „jedem einleuchten“ – abgesehen von der vernachlässigbaren Minderheit, die schon mitbekommen hat: Zur Spanischen Grippe könnten vorausgegangene Massenimpfungen beigetragen haben. Derselben Minderheit ist klar: Für die Wirtschaftskrise, die gerade auf uns zukommt, ist keine Virus-Pandemie verantwortlich, sondern der Irrwitz von panikvirusinfizierten Regierungen. Wer verfasste das perfide Machwerk? Das Bundesinnenministerium weigert sich, die Identität der Autoren preiszugeben. Wie die Frankfurter Allgemeine erfahren haben will, soll „eine Gruppe von zehn Fachleuten“ an dem Papier mitgeschrieben haben. Namentlich erwähnt die FAZ aber nur vier – allesamt Ökonomen. Wie viel Beachtung das Geheimpapier im politischen Berlin gefunden hat, bleibt Außenstehenden natürlich verborgen. Merkel setze eher auf „Einsicht“, heißt es. Die öffentlichen Auftritte von Regierungsvertretern sprechen jedoch Bände: Ausnahmslos jeder erweckt den Eindruck, er habe das Papier auswendig gelernt. Hat Seehofer nicht kürzlich in der Bild-Zeitung „Millionen Tote“ an die Wand gemalt? Anscheinend halten er und seine Kabinettskollegen es mit dem früheren EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ P.S.: Sollte das brisante Papier wie von Geisterhand aus dem Internet verschwinden – was bei unangenehmen Dateien und systemkritischen Websites immer häufiger vorkommt -, sendet KLARTEXT es Ihnen gerne als PDF zu. Harald Wiesendanger
- Lasst uns Viren sein
„Was kann ich als Einzelner schon gegen diese Massenhysterie ausrichten?“, so fragen sich die Wenigen, die den Corona-Hype durchschauen. „Was habe ich dieser faschistoiden Hygienediktatur entgegenzusetzen, der sich über 80 Prozent meiner Mitmenschen unterwerfen?“ Lernen wir von SARS-CoV-2 – lasst uns Viren verbreiten! Noch Mitte Dezember 2019 gab es weltweit womöglich bloß einen einzigen Menschen, der das neuartige Virus schon in sich trug: vielleicht ein Besucher des Tiermarkts im chinesischen Wuhan. Ein Corona-Infizierter steckt im Schnitt 2,5 Mitmenschen an. Diese Reproduktionsrate genügte, wenige Wochen später war der ganze Planet verseucht. Nehmen wir uns das zum Vorbild: Wenn es jedem von uns gelänge, bloß 2 bis 3 Menschen zu überzeugen – seien es Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen oder Nachbarn -, ergäbe sich daraus im Nu eine weltweite Protestbewegung. Lassen wir uns bloß nicht entmutigen davon, dass die Inkubationszeit bei Überzeugungsviren weitaus länger sein kann als die durchschnittlich 8,5 Tage bei SARS-CoV-2. Nach Erstkontakt können Wochen und Monate verstreichen, ehe der Groschen fällt. Berücksichtigen müssen wir auch: Leider übertragen sich Überzeugungsviren nicht einfach dadurch, dass man sie einatmet oder mit der Hand auf Schleimhäute schmiert. Nicht Tröpfchen transportieren sie, sondern Schallwellen, bedrucktes Papier, Telefonleitungen, Internetverbindungen. Und sie vermehren sich nicht im Rachen, sondern im Gehirn. Dazu müssen sie über Augen und Ohren eindringen, zur Großhirnrinde hochwandern, dort neuronale Netze neu knüpfen; sie müssen Nervenverbindungen zu Hirnarealen kappen, in denen blockierende Bilder, Emotionen und Glaubenssätze festsitzen. Das kann dauern. Erschwert wird unser Ansteckungswerk dadurch, dass in der Bevölkerung längst Massenimpfungen gegen unser Überzeugungsvirus stattfinden: 24/7-Propaganda soll das kognitive Abwehrsystem der Bürger dagegen immunisieren, dass in ihre Köpfe jenes Wissen eindringen kann, das wir ihnen voraushaben. Wir werden nicht jeden infizieren können, das muss uns klar sein. Aber selbst eine Reproduktionsrate von 2 oder 1 würde nicht verhindern, dass wir vorankommen – es ginge bloß langsamer. Bedenken müssen wir ferner: Überzeugungsviren gibt es in mehreren Subtypen. Manche von ihnen dringen erfahrungsgemäß niemals durch. Dazu zählen das Empörungsvirus, das Besserwisservirus, das Vorwurfsvirus, das Beleidigungsvirus. Bei weitem am epidemischsten ist das Argumentationsvirus: Es infiziert mit ruhigen Worten, mit Zahlen und Fakten, mit Quellenangaben und Links. Lassen wir uns durch Internetbeiträge ermutigen, denen es gelang, „viral“ zu gehen. Immer stand am Anfang ein einzelner User, der etwas besonders Bemerkenswertes in die virtuelle Welt setzte – kurz darauf ließ eine gewaltige Erregungswelle das World Wide Web erbeben. Eine leise Ahnung davon haben der Stiftung Auswege in jüngster Zeit ihre eigenen Facebook-Posts vermittelt: Allein in den zurückliegenden vier Wochen erreichten wir über 1,1 Millionen Personen. 335.000 haben unsere Informationen gelesen, kommentiert, geliked, geteilt, abonniert, zum Anlass einer „Freundschaft“ mit uns genommen. Nein, „Shitstorms“ sind keineswegs immer Sch … Sie können allerbeste Gründe haben und durchaus niveauvoll sein. Gelegentlich lehren sie selbst die Reichsten und Mächtigsten das Fürchten. Lasst uns diese Chance nutzen, solange kein Wahrheitsministerium sie uns wegzensiert. Wer im System aber lieber ein Streichholz sein möchte als ein Virus, den ermutigt hoffentlich das Titelbild zu diesem Beitrag. Harald Wiesendanger
- "Ich trete zurück."
KLARTEXT spendiert der Bundeskanzlerin das Manuskript ihrer überfälligen Abschiedsrede an die Nation. Eine Spende für die Kanzlerin hat die KLARTEXT-Redaktion beschlossen: Wir schenken Angela Merkel das Redemanuskript ihrer nächsten Fernsehansprache. Von üblichen Honorarsätzen für Ghostwriting im Dienst prominenter Kundschaft ausgehend, ergibt sich daraus für den Bundeshaushalt eine geschätzte Ersparnis von 10.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Das entspricht zwar bloß 0,00000001 % des finanziellen Schadens, welcher der Bundesrepublik Deutschland durch unverhältnismäßige, verfassungswidrige Infektionsschutzmaßnahmen einer inkompetenten, panisch-hyperaktiven Regierung entstanden sind – aber irgendwo muss man ja mal mit Einsparen anfangen. „LIEBE MITBÜRGERINNEN UND BÜRGER , das Coronavirus hat das Leben in unserem Land dramatisch verändert. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor. Diese Probe verdanken wir in erster Linie einer Gesundheitspolitik, die Sie schon mehr als genug wertvolle Lebenszeit gekostet hat. Lassen Sie mich deshalb ohne Umschweife gleich zur Sache kommen: 1. Hiermit erkläre ich meinen sofortigen Rücktritt. 2. Mein gesamtes Kabinett schließt sich mir an. 3. Ich werde den Bundespräsidenten bitten, nach Artikel 68 Absatz 1 des Grundgesetzes den Bundestag innerhalb von 21 Tagen aufzulösen, um den Weg für vorgezogene Neuwahlen freizumachen. 4. Meine letzte Amtshandlung wird darin bestehen, den Bundestag über ein umfangreiches gesundheitspolitisches Reformpaket abstimmen zu lassen. Es trägt den Titel „Post Corona 2030“. All dies ist alternativlos, glauben Sie mir. Meine Beweggründe lassen sich in einem Satz zusammenfassen: In der Corona-Krise haben wir in historisch beispiellosem Maße versagt, wie nahezu alle Regierungen dieser Welt. Statt Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, haben wir ihm Schaden zugefügt, in einem Ausmaß, für das mir rückblickend die Worte fehlen. Von einem voreiligen Pandemie-Alarm der Weltgesundheitsorganisation sowie den erschütternden Fernsehbildern, die in Wuhan, Bergamo und New York inszeniert wurden, haben wir uns dazu hinreißen lassen, den Ernst der Lage dramatisch zu überschätzen. Es schien so, als komme da ein Killerkeim auf uns zu, wie ihn die Menschheit seit der Pest, seit der Spanischen Grippe, seit Ebola nicht mehr erlebte. Dazu verleiten ließen wir uns durch unfassbare Fehleinschätzungen seitens des Robert-Koch-Instituts, der zuständigen Bundesbehörde für Infektionskrankheiten, sowie einem Chef-Virologen der Charité. Ihnen vertrauten wir blind, andere Experten hörten wir erst gar nicht an. Die düsteren Lagebewertungen und noch düstereren Prognosen dieses kleinen Beraterzirkels versetzten uns regelrecht in Panik. Es kam uns so vor, als befänden wir uns im „Krieg“. Als ginge es „um Leben und Tod“. Als komme da eine monströse Gefahr auf uns zu, der wir besser heute als morgen mit allerschärfsten Maßnahmen begegnen müssen, ehe Leichenberge die Kapazitäten unserer Friedhöfe und Krematorien sprengen. Dass unser verängstigtes Volk diese Maßnahmen geduldig mittrug und uns nie zuvor erreichte Zustimmungswerte bescherte, verführte uns erst recht dazu, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Was sich in Wahrheit schon im Frühjahr 2020 abzeichnete, lässt sich pätestens jetzt nicht mehr übersehen. Immer klarer wird, dass diese vermeintliche „Jahrhundert-Epidemie“ nicht wesentlich ansteckender, krankmachender und tödlicher daherkommt als eine saisonale Grippe. Darüber haben wir uns durch irreführende Falldefinitionen und unerhebliche Statistiken über sprunghaft steigende Infektionsraten hinwegtäuschen lassen. Im nachhinein ist mir unbegreiflich, wieso ich nicht gleich darauf gekommen bin: Wenn ein Erreger bei 95 Prozent aller Infizierten zu gar keinen oder bloß milden, erkältungsähnlichen Symptomen führt, höchstens bei jedem Zwanzigsten eine Atemwegserkrankung begünstigt und bloß bei 0,2 % lebensbedrohliche Folgen hat, so muss er uns keine größeren Sorgen bereiten als ein neues Influenzavirus. Warum haben wir die Bedrohung überschätzt? Täglich aufs Neue haben wir uns durch „Covid-19“-Opferzahlen blenden lassen – und nicht bedacht, dass man MIT einem Virus sterben kann, ohne AN ihm zu sterben. Ein Korrelat ist keine Ursache, und falls doch, dann nie die einzige. Wir haben vernachlässigt, dass allein eine Infektion mit SARS-CoV-2 so gut wie niemals ausreicht, einen Betroffenen schwerkrank zu machen oder gar umzubringen. Dafür sprach von Anfang an, dass fast nur Vorerkrankte und Immunschwache bedroht sind; und dass das Durchschnittsalter von Covid-19-Patienten bei über 80 Jahren liegt. Wäre SARS-CoV-2 ein „Killerkeim“, so hätte er unterschiedslos in allen Generationen gewütet; er hätte jeden heimgesucht, egal wie gesund er zuvor war. Obwohl sich all dies schon im März 2020 abzeichnete, haben wir uns dazu hinreißen lassen, Infektionsschutzmaßnahmen zu beschließen, von denen ich heute redlicherweise zugeben muss: Die Datenlage gab sie nicht her, sie waren völlig überzogen, ja kontraproduktiv. Was wir für die Lösung hielten, war weitaus schlimmer als das Problem. Indem wir mittels Shutdown, Kontakt- und Ausgangssperre die Reproduktionsrate von 2,5 auf 1 drückten, haben wir die längst stattfindende Durchseuchung der Gesellschaft lediglich in die Länge gezogen. Dies schien uns erforderlich, weil Fachleute uns vorrechneten, es drohe ein Überforderungskollaps unseres Gesundheitssystems, falls es nicht gelänge, „die Kurve abzuflachen“. An diesem Irrglauben hielten wir stur fest, auch nachdem alle wichtigen Indikatoren bereits Entwarnung anzeigten: Weder stellten niedergelassene Ärzte häufiger Atemwegserkrankungen fest; noch deuteten sich in den pneumologischen und Intensivstationen unserer Krankenhäuser gravierende Engpässe an; noch stieg die Mortalitätsrate an, weder deutschlandweit noch in irgendeinem Bundesland. Wie konnten wir bloß all dies übersehen? Weil wir alle am Kabinettstisch, wie auch alle Ministerpräsidenten der Länder, blutige Medizinlaien sind. Was konnten wir anderes tun, als vermeintlichen Experten zu vertrauen? Die hörten nicht auf, uns Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen Tote an die Wand zu malen; noch Anfang April sahen sie eine riesige „Welle“ auf uns zukommen, gefolgt von einer zweiten, noch viel Schrecklicheren im Herbst. „Das Schlimmste steht uns erst noch bevor“, so versicherten sie uns. Womöglich bleibe es bis weit ins Jahr 2021 ganz schrecklich – erst ein Impfstoff, und er allein, könne uns von diesem Albtraum erlösen. Ja, wir wurden irregeführt, und so führten wir unser Volk in die Irre. Wir haben ihm einen riesigen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, Arbeitsplätze vernichtet, berufliche Existenzen zerstört. Wir haben unsere Bürger ohne Not ihrer Grundrechte beraubt. Wir haben die Bundesrepublik zeitweilig in eine seuchenbehördlich überwachte Haftanstalt verwandelt. Insbesondere die Risikogruppen, um deren Schutz es uns ging, haben wir faktisch entmündigt. Millionen Heimbewohner haben wir weggesperrt und vereinsamen lassen. Frühzeitige Warnungen von kompetenten Mahnern haben wir töricht in den Wind geschlagen. Wir haben zugelassen, dass sie nicht nur ignoriert, sondern beleidigt und verhöhnt wurden. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle aus tiefstem Herzen entschuldigen bei Ärzten wie Dr. Wodarg, Dr. Fiddeke und Dr. Schiffmann, bei Wissenschaftlern wie Prof. Bhakdi, Prof. Goetzsche, Prof. Hockertz, Prof. Ioannidis, Prof. Moelling, Prof. Mueller, Prof. Püschel, Prof. Walach, bei Anwälten wie Beate Bahner und vielen weiteren. Ja, ihnen wurde Unrecht getan. Das bedaure ich zutiefst. Beim Bundespräsidenten werde ich anregen, jedem Genannten, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Bundestag, das Verdienstkreuz am Bande zu überreichen. Erst heute habe ich nachgeholt, was ich schon längst hätte tun sollen: Ich rief meinen schwedischen Amtskollegen Stefan Löfven an. „Hier vertrauen wir einander“, sagte er mir. „Wir brauchen keine Verbote, bloß gesunden Menschenverstand. Unsere Bürger sind mündig und übernehmen Verantwortung füreinander - freiwillig.“ Und so ist Stockholm seit längerrem die freieste Hauptstadt Europas. Obwohl das neuartige Coronavirus auch dort seit Ende Januar rasant um sich greift, blieb fast alles geöffnet: Geschäfte aller Art und Einkaufszentren, Cafés, Fitnessstudios, Kinos, Büros, Kindergärten, Schulen bis einschließlich 9. Klasse. Die Restaurants sind voll wie eh und je, in Clubs und Bars drängeln sich Besucher weiterhin dicht an dicht. Die Skisaison ging bis 6. April weiter. Die Landesgrenzen blieben offen. Selbst Ansammlungen von 50 Leuten sind erlaubt, vor dem 27. März durften sogar bis zu 500 zusammenkommen. Bloß Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind untersagt. Trotzdem starben nie mehr als 90 Menschen pro Tag mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion, und seit Beginn der zweiten Aprilwoche fällt die Mortalitätskurve stetig und immer deutlicher nach unten ab: Am 12. April meldete Schwedens Volksgesundheitsbehörde bloß noch 54 Tote, am 13. April 45, am 14. April 31, am 15. April 6. Ein riesiges Feldlazarett mit 600 Betten, das vorsorglich in Stockholm aufgebaut wurde, bleibt weiterhin gänzlich geschlossen, mangels Bedarf. Obwohl Stockholmer Krankenhäuser seit jeher über zu geringe Mittel und zu wenig Personal klagen, hört man von dort inzwischen, die Lage habe sich beruhigt, in den Intensivstationen gebe es viele freie Plätze. Von Alten und Schwerkranken, die dorthin mit lebensgefährlichen Symptomen eingeliefert worden waren, haben deutlich über 80 Prozent überlebt. Wieso? Weil inzwischen wohl weit über die Hälfte der schwedischen Bevölkerung das Virus in sich trägt, ohne es zu merken. Nun beginnt Herdenimmunität zu greifen, womit es für das Virus immer schwerer wird, sich weiter auszubreiten, insbesondere hin zu den bekannten Risikogruppen. „Angela“, so fragte mich Schwedens Regierungschef am Ende unseres Telefonats, „wieso hast du dich denn nicht schon viel früher bei mir gemeldet?“ Ja, wieso eigentlich nicht? Wir haben´s vermasselt, nun sitzen wir in der Klemme. Einerseits hat sich SARS-CoV-2 inzwischen als so ungefährlich herausgestellt, dass wir für den „Exit“ im Grunde sofort grünes Licht geben müssten. Andererseits dürften wir den Infektionsschutz mindestens noch viele weitere Monate lang keinen Millimeter lockern, denn WHO und Robert-Koch-Institut warnen uns eindringlich, wir stünden erst am Anfang der Pandemie, weitere Wellen kommen erst noch, weiterhin drohen Millionen Tote. Tatsächlich sehen Herrn Wielers Infektions- und Sterbestatistiken heute ja noch viel, viel schlimmer aus als zu Beginn des Shutdowns. Und mit jeder noch so geringfügigen Lockerung der beschlossenen Quarantänemaßnahmen machen wir uns im Grunde lächerlich. Ob wir nun Schüler wieder in ihre Klassenzimmer lassen, Studenten an ihre Uni, Arbeiter und Angestellte an ihren Arbeitsplatz, Kunden in Läden, Cafés und Restaurants - immer stellt sich natürlich sofort die peinliche Frage: „WARUM NICHT GLEICH?“ Wenn wir Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, JETZT zutrauen, Sicherheitsabstände einzuhalten und weitere Regeln zu beachten: Waren Sie zuvor etwa außerstande dazu? All dies tut mir heute unsagbar leid. Aber mein Bedauern, meine Reue kommen zu spät, das ist mir klar. Daraus ziehe ich hiermit die Konsequenzen. Lassen Sie mich Ihnen nun noch ein paar Eckpunkte meines Zukunftsprogramms „Post Corona 2030“ vorstellen. Es sieht unter anderem Folgendes vor: - Das reformierte Infektionsschutzgesetz wird drastisch entschärft. Es ist eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats unwürdig. - Ein Ministerium zu führen, setzt künftig ein Mindestmaß an Fachkompetenz voraus. Das gilt nicht zuletzt für die Besetzung des Bundesgesundheitsministeriums. Um nur ein rein fiktives Beispiel zu nennen: Ein gelernter Bankkaufmann eignet sich dafür nicht, ein ehemaliger Pharmalobbyist ebensowenig. - Die Bundesrepublik Deutschland beendet ihre Mitgliedschaft in der WHO. Das Maß ist voll. Zu einem zweiten Fehlalarm, nach dem Schweinegrippe-Skandal 2009, hätte es niemals kommen dürfen. Es ist zu befürchten, dass irgendwann ein dritter folgt. Einer Organisation, die sich zu 85 % aus Zuwendungen der Industrie und industrienaher Stiftungen finanziert, fehlt es an der nötigen Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. - Gegen Bill Gates ergeht ein unbefristetes Einreiseverbot. Spritzenfetischisten gefährden die Volksgesundheit, erst recht milliardenschwere. - Die Bundesrepublik wird ihren Sitz in den Vereinten Nationen nutzen, um darauf hinzuwirken, dass Vorgeschichte und Hintergründe der verhängnisvollen „Pandemie“-Alarme aufgearbeitet und personelle Konsequenzen gezogen werden. Darüber hinaus müssen die Kriterien für eine Pandemie dringend auf den Stand vor 2009 zurückgeführt werden: Dass sich ein Erreger bloß global verbreitet, darf nicht ausreichen. Er muss erwiesenermaßen die Rate schwerer Erkrankungen sowie Todeszahlen deutlich erhöhen. - Um für künftige Pandemien gewappnet zu sein, erwirbt und bevorratet die Bundesregierung 80 Millionen Burkas. Kein anderes Kleidungsstück eignet sich vorzüglicher zur Abwehr von Erregern aller Art: viralen, bakteriellen, sexuellen. Nebenbei setzen wir damit ein wundervolles ökumenisches Zeichen der sichtbaren Annäherung an die kulturellen Errungenschaften unserer muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. - In Krisenstäben erhalten Virologen nur noch Rederecht, wenn Epidemiologen und Immunologen mit am Tisch sitzen. - Die Papierindustrie muss Produktionsabläufe so weit flexibilisieren, dass auch im Notstand die Versorgung der Bevölkerung mit Klorollen jederzeit sichergestellt ist. - Das Robert-Koch-Institut wird personell neu aufgestellt, insbesondere auf der Führungsebene. Jegliche Interessenkonflikte und kognitiven Defizite müssen künftig vermieden werden. - Atemschutzmasken werden technisch derart weiterentwickelt, dass sie maximal schalldämpfend wirken. In Pandemiezeiten gilt für Hysteriker dann Tragepflicht. - Alle Lobbyisten haben ihre Hausausweise abzugeben, vom Bundestag werden sie künftig ausgesperrt. Weniger als einen Kilometer von Parlamenten, Ministerien und Behörden entfernt dürfen sie sich nur noch aufhalten, nachdem sie auf ihrem Handy eine Tracking-App installiert haben, die ihr Bewegungsmuster kontinuierlich anzeigt. Auch sie haben meine Kabinettskollegen und deren Ministerien lange genug in die Irre geführt, in einem Maße, das ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss hoffentlich aufklären wird. Zweifellos eröffnet eine Pandemie auch Marktchancen: Hersteller von Testverfahren, Kontrolltechniken, Medikamenten und Impfstoffen können Milliarden daran verdienen. Es liegt auf der Hand, dass die betreffenden Industrien alle Hebel in Bewegung setzen, um Regierungen ein möglichst dramatisches Bild der Lage zu zeichnen, uns ihre Erzeugnisse als einzige Rettung empfehlen, uns zu deren Förderung und Ankauf zu überreden. Gestern nacht habe ich endlich einmal die hervorragende Arte-Dokumentation „Profiteure der Angst“ von 2009 auf mich wirken lassen – ja, auch eine Bundeskanzlerin guckt gelegentlich Filme. Dabei ist mir klarer geworden denn je: Wer es versteht, Urängste zu schüren – und am besten gelingt das, wenn es um Leib und Leben geht -, der gewinnt Macht über sie; wer sie von etwas überzeugen kann, das ihnen diese Ängste nimmt, erschließt sich eine Goldgrube. - Das bestehende Gesetz zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen wird drastisch verschärft. Mit der Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs wird der Ärzteverein „Mein Essen zahl´ ich selbst“ (MEZIS) beauftragt. Unter anderem soll es ausnahmslos jedem Funktionsträger im Gesundheitswesen künftig untersagt sein, irgendwelche Zuwendungen seitens der Pharmaindustrie oder pharmanaher Stiftungen anzunehmen. Inhabern von Führungspositionen bleibt es auf Lebenszeit verwehrt, bezahlte Tätigkeiten in der Medizinindustrie und pharmanahen Einrichtungen anzunehmen. - Politische Parteien ziehen sich aus Leitungsgremien des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zurück. Mitgliedern des Deutschen Presserats wird aus Bundesmitteln künftig unentgeltlich ein ausreichender Vorrat von psychoaktiven Stimulanzien zur Verfügung gestellt, um sicherzugehen, dass keiner einschläft, während Journalisten zu Hofberichterstattern werden. Weitere Lieferungen gehen an alle Vertreter der parlamentarischen Opposition. - Die Arbeitsverträge aller Angestellten und Beamten im öffentlichen Gesundheitswesen werden durch folgende Kündigungsklausel ergänzt: „Eine fristlose Entlassung erfolgt, wenn der Arbeitnehmer fortgesetzt, auch nach wiederholter Abmahnung, Infektion und Erkrankung verwechselt; wenn er nach Feststellung einer möglichen Krankheitsursache aufhört, weitere mitzubedenken; wenn er die Mortalität von Infizierten aus testweise festgestellten Infektionen hochrechnet, statt von der tatsächlichen Verbreitung auszugehen; wenn er es versäumt, die Gefährlichkeit neuer Infektwellen relativ zu früheren zu bewerten; wenn er Statistiken veröffentlicht, ehe er kapiert hat, was sie aussagen. - Unter dem Vorwand, die Verbreitung von „Fake News“ zu verhindern, haben Betreiber sozialer Medien die Vertreter abweichender Standpunkte zensiert. Künftig müssen sie dabei mit drastischen Konsequenzen rechnen, die bis zum Entzug der Lizenz reichen können. - Um die Unabhängigkeit des Bundesverfassungsgerichts sicherzustellen, werden freiwerdende Stellen nicht mehr nach Parteibuch vergeben. Die Besetzung übernimmt ein Fachgremium des Deutschen Richterbunds. - Gegen eine Regierung, die derart eklatant Grundrechte verletzt wie zuletzt geschehen, muss ein Generalbundesanwalt unabhängig ermitteln können. Daher setzen wir endlich eine Forderung der Europäischen Kommission um, die Gebundenheit an Weisungen des Justizministeriums zu beenden. - Die Psychologie von Massenhysterien, die Möglichkeiten politischer Propaganda, die Realitätsverzerrung durch Medien müssen zu Themenschwerpunkten der Bildungspläne aller Schultypen werden. Im Deutschunterricht darf Orwell keinen geringeren Stellenwert haben als Goethe und Schiller. Am Beispiel der Corona-Krise müssen alle, wirklich alle jungen Leute begreifen lernen, wie nahe das Jahr 2020 uns „1984“ gebracht hat – und wie wenige weitere Schritte genügt hätten, diese Dystopie vollends wahrzumachen. - Jene 22 Zimmer in psychiatrischen Kliniken, die das sächsische Innenministerium zur Zwangsunterbringung von Quarantäne-Verweigerern einrichten ließ, bleiben künftig für alle Minister in Bund und Ländern reserviert, die in Seuchenparanoia verfallen. - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird mit der Planung und Durchführung von Kampagnen betraut, die den Bürger verstehen lassen und motivieren, wie er sein Immunsystem gegen Infekte stärken kann. - Bei künftigen Grippewellen sollen Information, Hygiene, soziale Verantwortung, Vor-, Rück- und Einsicht im Vordergrund stehen. - Artikel 56 des Grundgesetzes wird dahingehend geändert, dass der Amtseid für alle politischen Entscheidungsträger drei zusätzliche Worte enthält: „ ... so wahr mir Gott und meine Vernunft helfe“ – für den Fall, dass Gott gerade anderweitig beschäftigt ist. Hingegen werde ich dem Bundestag NICHT empfehlen, der bewährten Sitte einiger Urvölker zu folgen: Diese pflegten bei Pandemien ihre Anführer zu opfern, um die Götter zu besänftigen. Zwar sollte man in solch schwierigen Zeiten natürlich nichts unversucht lassen. Mein geschätzter Kollege Markus Söder konnte mich aber davon überzeugen, dass sich der Herrgott auch mit regelmäßig bezahlter Kirchensteuer zufrieden gibt. Nach Artikel 39 Absatz 1 des Grundgesetzes müssen Neuwahlen innerhalb von 60 Tagen stattfinden. Diese zwei Monate werden ich und alle übrigen politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern nutzen, um das deutsche Volk darüber aufzuklären, warum wir auf ganzer Linie versagt haben – und was unsere Nachfolger unbedingt besser machen sollten. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, genießen Sie unbeschwert die wiedergewonnene Freiheit. Ihrer beraubt haben wir Sie lange genug. Die nächste Grippewelle kommt bestimmt. Aber glauben Sie mir: Spätestens in jedem Mai geht sie erfahrungsgemäß auch wieder, ganz ohne Hygienediktatur. Und solange Grippesaison herrscht: Passen Sie einfach noch besser als sonst auf sich, Ihre Liebsten und Ihre Mitbürger auf. Wir schaffen das. Ab sofort aber besser ohne mich.“ Harald Wiesendanger
- Wie von Sinnen – Eine Republik als Haftanstalt und Irrenhaus
Eine schwere Atemwegserkrankung löst SARS-CoV-2 bei Infizierten recht selten aus – eine ausgeprägte Paranoia hingegen bei der überwältigenden Mehrheit, so scheint es. Noch vor Ostern 2020: Eine Geisterbahnfahrt quer durchs panikvirusverseuchte Absurdistan im hellen Wahnsinn. Eine schwere Atemwegserkrankung löst SARS-CoV-2 bei Infizierten äußerst selten aus – eine ausgeprägte Paranoia hingegen bei der überwältigenden Mehrheit, so scheint es. Noch vor Ostern 2020: Eine Geisterbahnfahrt quer durchs panikvirusverseuchte Absurdistan im hellen Wahnsinn. DORTMUND: Um den Phönix-See herum, ein beliebtes Ausflugsziel, dürfen sich Spaziergänger, Radfahrer und Jogger nur noch im Uhrzeigersinn bewegen, wie die Stadt verfügt hat – Personen, die einander entgegenkommen, halten womöglich den gebotenen Sicherheitsabstand nicht ein, während sie einander passieren. HEIDELBERG: Ein Bauherr, sein Architekt und ein Vertreter der Baufirma besprechen sich auf einem Grundstück. Ein wachsamer Nachbar zeigt sie schnurstracks bei der Polizei an. Wenig später tauchen Beamte auf und verhängen Ordnungsstrafen von 200 Euro - gegen JEDEN Beteiligten. MÜNCHEN: Während einer Grippesaison besteht der beste Virenschutz bekanntlich in viel Bewegung an frischer Luft, im UV-Licht der Sonne – also lassen sich alle „einsichtigen“ Bajuwaren nicht nur widerstandslos zu Hause einsperren, sie jubeln ihrem Gefängnisdirektor sogar noch zu. Jedem, der seine Wohnung ohne „triftigen“ Grund verlässt, droht ein Bußgeld von 150 Euro. Alleine auf einer Parkbank sitzen und dort zu schmökern: Das ist in Bayern inzwischen verboten – je nachdem, wen man fragt. Die Polizei München twittert am 7. April um 8:26 Uhr: „Nein, ein Buch auf einer Bank zu lesen ist nicht erlaubt.“ Ministerpräsident Söder sieht das anders: „Natürlich darf man auf einer Bank ein Buch lesen. Es ist aber wichtig, dass auf der Bank dann nur einer sitzt.“ „Kann ich meinen Nachbarn im eigenen Garten zum Grillen einladen, wenn wir schön auf Abstand bleiben?“, will die Merkur-Redaktion von Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer wissen. „Nein. Sie dürfen nur mit den Personen grillen, die mit ihnen im gleichen Hausstand wohnen.“ Auch „reines Spazierenfahren mit dem Motorrad ohne triftige Gründe ist untersagt“. Wie ein Sprecher der Polizei Oberbayern Nord beklagt, sehen sich die Beamten von der Vielzahl der Einsätze überrollt. Weil etwa der erforderliche Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten worden sei, sich Menschen in die Sonne legten oder Grillfeste veranstalteten, rückte die Polizei alleine dort an einem einzigen Wochenende mehr als 150 Mal aus. „Das war absoluter Wahnsinn“. WESSEN Wahnsinn? Eine Münchner Geschäftsfrau berichtet der Stiftung Auswege: „Ich kenne einen Fall, wo eine Frau 150 Euro zahlen musste, weil sie ihr Auto in der Waschanlage gewaschen hat - laut Polizei stehe diese NUR für Firmenwagen zur Verfügung.“ Eva Kummeth, die Ehefrau von Fernsehstar Horst Kummeth („Dahoam is Dahoam“), schwimmt eine Runde im Feringasee bei Unterföhring. Da taucht ein Ordnungshüter des Landratsamts auf und verwarnt sie: „Ich solle so schnell wie möglich meine Sachen packen und verschwinden. Es sei nämlich nicht erlaubt, sich auf der Wiese umzuziehen. Wenn er mich nochmals erwische, bekäme ich ein Badeverbot.“ Die Frage der Gemaßregelten, ob sie jetzt nackt zum Auto rennen solle, ließ der Aufpasser unbeantwortet. „Das war unwürdig“, sagt die Zurechtgewiesene. „Ich fühle mich entmündigt.“ Auf Nachfrage einer Zeitungsredaktion erklärt die Behörde: Das Schwimmen sei durchaus erlaubt, auch das rasche Umziehen – aber nur, sofern man am See nicht länger verweile. Wer zu lange braucht, um sich seines nassen Badeanzugs zu entledigen, mache sich strafbar. 150 Euro soll eine Frau zahlen, weil sie ihr Auto in eine Waschanlage gefahren hat. Laut Polizei stehe diese NUR für Firmenwagen zur Verfügung. AUGSBURG: Regelverletzer, die auf eine erste „Belehrung“ durch die (epidemiologisch gewiss hochkompetente) Polizei nicht reagiert, blecht im „Sofortvollzug“ 55 Euro pro Person. Wer belehrt endlich die Polizei? Zum Trost: Es gibt durchaus noch Polizisten mit intakter Großhirnrinde. Einer davon, C. M., machte in einer Nachricht an die Stiftung Auswege seinem Unmut Luft: „Ich bin Polizeibeamter in Baden-Württemberg. Mit großem Respekt und Anerkennung las ich ihren Post vom 29. März auf Facebook. Ich möchte Ihnen auf diesem Wege danken, dass Sie vielen Menschen aus der Seele gesprochen haben, Ihre Meinung offen kundtun und, wie ich finde, die Leitmedien zutreffend kritisieren. Es ist eine Schande für die Demokratie, dass zahlreiche Virologen wie beispielsweise Prof. Mölling zur Zielscheibe übler Nachrede und Polemik werden, wenn sie u.a. Kontaktsperren für unnötig, ja sogar für falsch erklären. Wo bleibt der öffentliche Diskurs? Insofern möchte ich mich für die ausgezeichneten Posts bedanken!“ OBERSTDORF/Allgäu: Die Bergwacht Sonthofen klagt über „unzählige Wanderer und Skitourengeher“, die trotz Coronavirus „im Bereich des Riedberger Horns und des Grasgehren“ unterwegs seien. „Vor allem im Bereich des Gipfelkreuzes verstoßen Menschen gegen die Abstandsregeln“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Für das „egoistische Verhalten der Ausflügler“ habe man kein Verständnis. (1) BERLIN: 25 bis 500 Euro Bußgeld werden fällig, wenn sich Menschen in Gruppen von mehr als zwei Personen zusammenstellen und sich den Aufforderungen der Polizei widersetzen. 4. April: 80 Polizisten löst gewaltsam eine nicht genehmigte Demonstration von 40 Personen gegen das Versammlungsverbot und andere Grundrechtsverletzungen auf – wegen Verstoßes gegen das Versammlungsverbot. Von 31 „uneinsichtigen“ Protestierern werden die Personalien aufgenommen. (2) Zumindest einem Sprecher der Linken-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fällt noch ein halbwegs intelligenter Einwand ein: Erreicht die Politik mit absoluten Versammlungsverboten nicht das Gegenteil von sozialen Distanz? "Eine Gefahr ist, dass die Polizei dann in vielen Fällen einschreiten und körperlich handeln muss und den Menschen nahe kommt. So wird das Infektionsrisiko sogar erhöht." Am 11. April will das „Friedel54-Kollektiv“ in Neukölln gegen die Zumutungen des Infektionsschutzes demonstrieren. Im Genehmigungsantrag sichert es zu, die Teilnehmerzahl auf 20 zu begrenzen und mit Kreidemarkierungen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zu wahren. Trotzdem erteilt ihnen die „Versammlungsbehörde“ - ja, so etwas gibt es hierzulande mittlerweile tatsächlich -, nach zweiwöchiger Vehandlung, eine Absage. Wieso? „Grundsätzlich stellt JEDE Menschenansammlung ein Infektionsrisiko dar“ – und JEDE solche Behörde ein Verfassungsrisiko. MECKLENBURG-VORPOMMERN: Einreisen sind nur noch bei dortigem Hauptwohnsitz erlaubt. Über Rügens Stränden kreisen Drohnen, um Corona-Verbote zu überwachen, nach „illegalen“ Urlaubern und Menschenansammlungen zu fahnden. Dank Wärmebildkamera kann die Drohne sogar Grillpartys aufspüren. Einem Seniorenpaar aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen droht eine Streafe von 25.000 Euro. Das Vergehen der beiden Rentner: Aufenthalt in ihrem zweiten Zuhause auf Rügen. BRANDENBURG: Schon ein paar Zentimeter zuwenig können teuer werden: Den Mindestabstand von 1,50 Metern nicht einzuhalten, kostet zwischen 50 und 500 Euro. Die brandenburgische Polizei weist wachsame Bürger darauf hin, dass „festgestellte Verstöße der örtlich zuständigen Polizeiinspektion mitgeteilt werden können, sofern die zuständige Ordnungsbehörde oder das Gesundheitsamt nicht erreichbar sind. Die Polizei bittet allerdings darum, die Notrufnummer 110 nur für Notfälle zu nutzen und zu berücksichtigen, dass sich zum Beispiel die Mitteilung, dass sich auf einem ordnungsbehördlich gesperrten Spielplatz zwei Familien mit Kindern befinden, nicht zu einem Notfall gehört.“ Großzügigerweise dürfen eigene „Kleingärten und Wochenendhäuser weiterhin privat genutzt werden, sofern die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können“. Nun ja, „kleine Ausflüge kann jeder machen – auch nach Brandenburg“, beschwichtigt Landesinnenminister Michael Stübgen (CDU). Er benötigt abscheinend dringend ein Update: Zuvor hatte der Brandenburger Landkreis Ostprignitz-Ruppin nämlich alle „touristischen Einreisen“ untersagt. Erst nach einer Klage, die verblüffenderweise durchkam, kippte das Potsdamer Verwaltungsgericht die Verfügung, wenn auch nicht ganz, sondern bloß ein bisschen: Besucher, die sich bereits in ihren Zweitwohnungen, Ferienhäusern oder Datschen befinden, dürften weiterhin im Landkreis bleiben, wie ein Kreissprecher am 3. April mitteilte. Zudem dürften sie zurück in ihre Erstwohnsitze fahren. Außerdem sei es Lebenspartnern oder Familienangehörigen gestattet, nach Ostprignitz-Ruppin zu reisen. COTTBUS: Lausitz-Region Online meldet mehrere „Vorkommnisse uneinsichtigen Verhaltens“ in der Nacht zum Sonntag, 4. April. „So mussten in Schmellwitz insgesamt fünf Platzverweise gegen eine Gruppe Alkoholisierter ausgesprochen werden, wie die Stadt mitteilte. ‚Da es sich um eine wiederholte Verletzung der Eindämmungsverordnung handelte, wurden die Personalien zur Einleitung von Ordnungswidrigkeits-Verfahren aufgenommen‘, teilt Stadtsprecher Jan Gloßmann mit. „Anglergruppen und Familien auf Spielplätzen wurden auf die geltenden Regelungen und Sperrungen hingewiesen." BREMEN: Wer sich in Quarantäne befindet und „unerlaubt“ Besuch empfängt, muss 400 Euro bezahlen. WORMS: Während man sich in Niedersachsen noch an der Eisdiele ein Eis zum Mitnehmen holen darf, ist dies in Rheinland-Pfalz verboten. In GANZ Rheinland-Pfalz? Nein, in Worms galt eine Ausnahme, aber bloß eine einzige: Die Gelateria „Vannini“ hatte mit der Stadt eine Sondervereinbarung ausgehandelt. Diese galt bis Donnerstag, 9. April – dann musste der Abholservice doch noch dicht machen. Wieso denn? Weil entsprechend der städtischen Auflagen „maximal 12 Personen mit Sicherheitsabstand anstehen“ dürfen. Die 13. war eine zuviel. SAARLAND: 200 Euro Bußgeld drohen jemandem, der an einer Beerdigung teilnimmt, ohne zum „engsten Familienkreis“ zu gehören. Ausgesperrt bleiben demnach Ex-Ehepartner, beste Freunde, jahrelange Geschäftspartner, einstige Klassenkameraden, gute Nachbarn. Und wie steht es eigentlich mit dem Pfarrer und den Leichenbestattern? DUISBURG: Wie überall in Deutschland, so nehmen auch in Duisburg Polizei und Ordnungsamt „umfangreiche Kontrollen zur Eindämmung der Coronavirus-Erkrankung in Parks und auf Grünflächen“ vor, wie rp online meldet. Dabei seien „teilweise Gruppen von über zehn Personen festgestellt worden, die mit Grill unterwegs waren. Dafür wurden Bußgelder von 250 Euro pro Person fällig.“ Wie stand es mit dem Sicherheitsabstand zwischen den Grillwürstchen? HAMBURG: An den Landesgrenzen kontrolliert die Polizei im Rahmen der „Eindämmungsverordnung“ am 5. April Fahrzeuge – und schickt viele Ausflügler wieder heim: 150 allein bei Tangstedt, im Norden der Hansestadt, 78 weitere bei Wedel im Westen. "Es handelte sich meistens um Hamburger, die aus touristischen Gründen unterwegs waren", sagt eine Sprecherin der Polizei. Auch am Vorabend habe es „vereinzelte Verstöße gegeben, weil sich Menschen in kleinen Grüppchen in Grünanlagen aufhielten oder Kinder trotz Verbots auf Spielplätzen spielten“. Hamburgs neuer Corona-Bußgeldkatalog sieht Strafen von 150 bis zu 5.000 Euro vor; Wiederholungsfälle können, gemäß Paragraf 73 bis 75 des Infektionsschutzgesetzes, sogar mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden. „Wir können zudem Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen oder Menschen im Sinne der Gefahrenabwehr sogar in Gewahrsam nehmen", sagt Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Wer einen Mitmenschen ansteckt, dem drohen sogar bis zu fünf Jahren Haft. HANNOVER: Zunächst hatte das Land Niedersachsen vor, auch über Ostern ein Kontaktverbot sogar für Familien in ihren eigenen Wohnungen verhängen. Doch am 8. April ruderten die Behörden zurück: „Besuche in abgespeckter Form zu den Feiertagen sind sicherlich zulässig“, auch für Verwandte, die dringend abspecken sollten. Für Trauerfeiern und Hochzeiten liegt die maximale Zahl erlaubter Gäste bei zehn; was macht man da bloß bei elf Geschwistern? DRESDEN: Wer „unerlaubt“ seine einsame Oma, seinen schwerkranken Lebensgefährten im Alten- oder Pflegeheim besuchen kommt, zahlt in Sachsen ein Bußgeld von 500 Euro. Die Polizei entscheidet, ob sich ein Spaziergänger oder Radfahrer übermäßig von seiner Wohnung entfernt hat. Wie weit ist zu weit? LEIPZIG: In Leipzig, wie tags darauf in Dresden und Chemnitz, schließen Behörden am 24. März den Wochenmarkt – obwohl dort Obst und Gemüse verkauft wird, was eigentlich der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln dient. „Klare Ansage“ von Innenminister Roland Wöller: „Wochenmärkte bleiben zu. Es sind Ansammlungen, bei denen Infektionsgefahr besteht“, weil ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Passanten nicht einzuhalten sei. Zudem würden Wochenmärkte vor allem von älteren Menschen frequentiert, die mit der Maßnahme geschützt werden sollen. Wer schützt ältere Menschen endlich vor solchen Innenministern? Eine Verfügung vom 20. März hatte Wochenmärkte noch als Ausnahmen aufgeführt. In ganz Sachsen ist „ab 23. März 00:00 Uhr das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund untersagt", kündigt Sachsens Innenminister Roland Wöller am Vortag auf einer Pressekonferenz an. „Uns bleibt nur das Mittel, soziale Kontakte zu unterbinden“, erklärt Sozialministerin Petra Köpping. Wer zuwenig Mittel hat, ist minderbemittelt. SAARBRÜCKEN: Im Saarland kostet seit 2. April der Aufenthalt mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Person in der Öffentlichkeit bis zu 200 Euro – womit Kontaktverbote selbst eigene Kinder und Lebensgefährten treffen, falls sie eine eigene Wohnung haben. In der Saarbrücker Parkanlage am Staden kassiert ein Paar nach einem Sonnenbad ein Bußgeld von 200 Euro – selber schuld, wie konnte es den vorherigen Gang zum Standesamt unterlassen? Wer mit anderen Gläubigen Gottesdienste in Kirchen, Synagogen oder Moscheen feiert, muss mit einer Buße von 200 bis 2000 Euro rechnen. Gemeinsame Andacht im Hause Gottes als strafbewehrte Ordnungswidrigkeit: Auf so eine originelle Idee muss eine Partei mit großgeschriebenem „C“ im Namen erst mal kommen. BADEN-WÜRTTEMBERG: Gemäß ministeriellen Auslegungshinweisen zur Corona-Verordnung kommen auf Berufspendler, die keine notwendige Bescheinigung bei sich führen, Kosten von bis zu 500 Euro zu. An den Ufern des Bodensees macht ein Polizei-Zeppelin mit der drolligen Aufschrift „#allefüralle“ Jagd auf Touristen. Wegen seines „leisen Flugs“ eigne er sich hervorragend für eine derartige Mission, wie das Ravensburger Polizeipräsidium erklärt. KIEL: Ein „unerlaubter Zutritt“ zu den Inseln, Halligen und Warften an Nord- und Ostsee wird 150 Euro teuer – für alle Touristen, anscheinend selbst für einsame Strandspaziergänger, nicht aber im Falle eines beruflichen Grunds. (Gehen Leib und Leben etwa nicht vor Kommerz?) Gegen Ende der ersten Aprilwoche appelliert die Polizei Schleswig-Holsteins, den Start der Motorradsaison zu verschieben, um das Infektionsrisiko zu minimieren – Viren fliegen bekanntlich mit Vorliebe im Fahrtwind von Bike zu Bike. Wie zumindest der Grünen-Abgeordneten Irene Mihalic zu Ohren kam, „treibt die Umsetzung der Maßnahmen mancherorts merkwürdige Blüten: beispielsweise wenn Parkbesucher nach Hause gefahren werden, damit die Ordnungskräfte dort mit Türschildabgleich feststellen können, ob die Eingesammelten tatsächlich im selben Haushalt leben oder gegen das Kontaktverbot verstoßen haben". Bundesweit fahnden die Behörden nach Quarantäne-Flüchtlingen. Nachbarn bespitzeln und denunzieren einander. Supermärkte dürfen geöffnet bleiben, Möbelhäuser nicht. Profifußballer dürfen schon wieder trainieren, Amateurfußballer keinesfalls. Familienpicknick im Freien kostet 250 Euro. Gottesdienste bleiben verboten – wie könnte ein gläubiger Christ auch törichterweise darauf vertrauen, dass er im Hause Gottes gut aufgehoben ist? (Nebenbei gefragt: Welcher atheistischen Sekte gehört eigentlich der bayerische Ministerpräsident an?) Die Unverletzlichkeit der Privatsphäre war gestern. Alarmiert ein wachsamer Mieter, der in der Wohnung nebenan Gästestimmen zu hören meint, die Polizei, so kann sich diese ohne Gerichtsbeschluss Hausbesuche erlauben. (Vorsicht also bei Auswahl und Lautstärkregelung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen!) Wen die Gesetzeshüter in einer fremden Wohnung antreffen, der könnte bestraft werden – vorbei sind die Zeiten, wo dies bloß für Einbrecher galt. Spätestens jetzt wird offenkundig, was Berufsverbände von Psychologen, Psychotherapeuten und Neurologen seit langem beklagen: Weil psychische Erkrankungen neuerdings sprunghaft zunehmen, muss die immer gewaltigere Versorgungslücke dringendst geschlossen werden. Das Problem ist nur: Solange Paranoiker massenhaft unter ihresgleichen verweilen, fällt keinem auf, wie therapiebedürftig er ist. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.merkur.de/bayern/coronavirus-bayern-ausgangsbeschraenkung-ausfluege-polizei-berg-wandern-see-13631854.html; https://www.merkur.de/bayern/corona-bayern-gipfelkreuz-allgaeu-soeder-muenchen-faelle-tote-infizierte-ausgangsbeschraenkung-zr-13611552.html (2) https://www.facebook.com/watch/?v=250125619366171; https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article228849779/Polizei-loest-nicht-genehmigte-Demo-in-Berlin-Mitte-auf.html Weitere Quellen u.a.: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-strafen-so-teuer-sind-verstoesse-von-bussgeldern-bis-haftstrafen-a-e8dd44ca-32ed-4772-a493-4df8b2bc4e09 https://www.tz.de/welt/coronavirus-kontaktverbot-polizei-verstoesse-strafe-bussgeld-berlin-moschee-covid-19-anzeige-zr-13613236.html https://www.t-online.de/leben/familie/id_87581268/corona-bussgelder-bei-verstoessen-wie-die-bundeslaender-durchgreifen.html
- Corona-Krise: Sind Medien „panikvirusinfiziert“? – Medizinjournalist kritisiert Berichterstattung
Der Medizin-Journalist Harald Wiesendanger hat in einem Beitrag im Online-Magazin „Nachrichten-Fabrik“ kürzlich die Medienberichterstattung über die Corona-Krise scharf kritisiert. Er will damit nichts mehr zu tun haben, wenn das Journalismus sein soll – so sein Fazit. Im Sputnik-Interview erklärt er warum er das so sieht. Herr Dr. Wiesendanger, Sie schreiben, dass Sie sich für unseren Berufsstand schämen und Sie mit „blankem Entsetzten und ohnmächtiger Wut“ die Medienberichterstattung zur Corona-Krise beobachten? Warum kommen Sie zu solch harten Urteilen? Wie kann irgendwer nicht zu solchen Urteilen kommen, wenn er frei von Blindheit, Legasthenie und Demenz mitverfolgt, wie Medien mit der Corona-Krise umgehen? Diese angebliche „Jahrhundert-Pandemie“ an früheren Grippewellen und WHO-Fehlalarmen zu messen, kommt unseren sogenannten Leitmedien nicht in den Sinn. Wild spekulieren sie über Corona-Befall, sobald irgendein Promi ein wenig niest, hüstelt und fiebert – jede banale Erkältung darf neuerdings „Breaking News“ produzieren, so weit sind wir schon. Jeder Tote starb am Killerkeim, solange sein Ableben noch Fragen aufwirft. Untereinander wetteifern Journalisten wie von Sinnen um den gruseligsten Schnappschuss, die herzzerreißendste Corona-Tragödie, das alarmierendste Experten-Statement. Wie selbstverständlich leisten sie Beihilfe zur Unterdrückung von abweichenden Meinungen. Keinen erstaunt, warum weiterhin weder niedergelassene Ärzte noch die pneumologischen und Intensivstationen unserer Krankenhäuser irgendeine besorgniserregende Zunahme von schweren Atemwegserkrankungen zu vermelden haben. Keiner fragt sich, weshalb überall in Europa, selbst in Italien und Spanien, die Sterberaten nicht etwa rapide hochschnellen, sondern sogar noch unter dem Niveau der Vorjahre liegen. Kaum einer hört sich die wohlbegründeten, sachlichen Bedenken vieler Ärzte und Wissenschaftler an, die der Corona-Hype befremdet, ja entsetzt – und wenn doch, mangelt es anscheinend an der Courage, das Gehörte an die große Glocke zu hängen. Fehlende Fragen Keiner wundert sich, weshalb sich freie Bürger, bloß weil sie einer sogenannten Risikogruppe angehören, wie Unzurechnungsfähige gängeln lassen müssen – als ob sie nicht auf sich selber aufpassen könnten. Leben ist stets lebensgefährlich, erst recht am Lebensabend. Welche gesundheitlichen Risiken Opa in Kauf nehmen oder vermeiden will: Sollte das nicht ihm überlassen bleiben, wie Rauchen und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und minderwertige Ernährung? Keinem scheint aufzufallen, dass die vermeintliche Lösung schon jetzt weitaus schlimmer ist als das Problem. Keiner will wissen, weshalb es Aufrufe zu verstärkter Hygiene, besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme nicht genauso getan hätten wie vor 2020. Keiner recherchiert, wer den blutigen Medizinlaien am Kabinettstisch der Bundesregierung eigentlich all die apokalyptischen Infos und Lageanalysen gesteckt hat, die ihnen einen Notstandsaktionismus alternativlos erscheinen lassen; mit wie vielen und welchen Lobbyisten sie vor und während der Krise worüber gesprochen haben. Kaum einer traut sich, auch nur das schüchternste Fragezeichen hinter irgendeine Infektionsschutzmaßnahme zu setzen. Keinen beschäftigt, ob es irgendwem nützen könnte, dass die Krise für möglichst große Massenpanik sorgt und sich in die Länge zieht. Keinen beschleicht das ungute Gefühl, dass er sich gerade instrumentalisieren lässt – als Handlanger in einem Thriller, dessen Story sich mit der Präzision eines Uhrwerks entfaltet, nach einem Drehbuch, das womöglich schon vor Wuhan geschrieben war. Und … und … und Kurzum, die sogenannte Vierte Gewalt gibt sich nicht weniger panikvirusinfiziert als die Staatsmacht, die sie doch eigentlich auf kritischer Distanz begleiten sollte. Stattdessen kommt sie ungefähr so kraftlos daher wie ein Muskeldystrophie-Kranker im fortgeschrittenen Stadium. Sie kritisieren, dass „Horrorzahlen“ verbreitet würden. Andere meinen, das wären nur die Fakten. Worauf stützen Sie ihre Kritik daran? Sorry, aber die offiziellen Fallzahlen mit harten Fakten zu verwechseln, zeugt von einem Bildungsgrad und IQ, der Anlass zur Sorge gibt. Wie kann ein geistig unbehinderter Erwachsener, und erst recht ein Journalist, allen Ernstes verkennen, dass man mit einem Virus sterben kann, aber nicht unbedingt wegen ihm? Ist es Wasser, das uns alle irgendwann umbringt, weil 100 Prozent aller H2O-Tests an Verstorbenen positiv ausfallen würden? Allein die offiziellen Ansteckungs- und Todesraten sind klinisch bedeutungslos. Wer sie unverdaut an seine Leser oder Zuschauer weiterreicht, im Wissen, welche Urängste er damit schüren hilft, der müsste schleunigst Berufsverbot erhalten. Er verletzt Grundregeln journalistischer Ethik. Warum gibt es keine Kritik an den „Säulenheiligen“ wie dem Robert-Koch-Institut oder dem Virologen Christian Drosten, die den Ton in der Corona-Krise angeben, wie Sie feststellen? Weil sie „die“ Wissenschaft vertreten – oder was Journalisten dafür halten. Echte Wissenschaft kennt aber keine Autoritäten, vor denen man sich ehrfürchtig verneigen muss wie der Katholik vor dem Heiligen Vater. Sie kennt keine unantastbaren Wahrheiten, nur vorläufige Hypothesen. Sie grenzt Kritiker niemals aus, sie übergeht und unterdrückt keine missliebigen Daten. Denn sie lebt von offenem Diskurs. Ignoriertes Wissen Sie vergleichen wie andere die Lage in der ausgerufenen Corona-Pandemie mit den jährlichen Grippewellen. Warum, wie lässt sich das vergleichen? Wie kann man diesen Vergleich unterlassen? Wie kann sich ein Journalist nicht darüber wundern, warum jetzt plötzlich anders verfahren werden muss als bei früheren Grippewellen, die zuverlässig kamen und gingen, wobei sie alljährlich für Millionen Infizierte und Zehntausende Tote sorgten, ohne dass ein Hahn danach gekräht hätte. Wie kann ein Journalist über ärztliche Beobachtungen und wissenschaftliche Studien hinweggehen, die längst übereinstimmend darauf hindeuten, dass SARS-CoV-2 nicht ansteckender, pathogener und tödlicher ist als Influenza- und Herpesviren – dass 50 bis 80 Prozent aller Infizierten völlig symptomfrei bleiben, bis zu 45 Prozent bloß milde, erkältungsähnliche Beschwerden haben? Und dass die Zahl derer, die mit festgestellter Covid-19 sterben, im Zehntelprozent-Bereich verharrt? Warum ist aus Ihrer Sicht die von der Politik angewandte Lösung „weitaus schlimmer als das Problem“? Ist das nicht längst offensichtlich? Was inkompetente, expertenhörige, hyperaktive Regierungen weltweit mit unverhältnismäßigem Seuchenschutz anrichten, verwandelt ganze Länder in Haftanstalten, freiheitliche Demokratien in faschistoide Hygienediktaturen. Es beraubt uns grundlegendster Menschenrechte, vergiftet das geistige Klima, erstickt alles öffentliche Leben, beschwört eine beispiellose Wirtschafts- und Finanzkrise herauf, vernichtet eine irrwitzige Zahl von Arbeitsplätzen, ruiniert berufliche Existenzen. Nicht zuletzt entmündigt und quält es jene Risikogruppen, um deren Schutz es angeblich geht. Verschwiegene Interessen Welche Interessenlagen gibt es hinter dem, was derzeit geschieht? Weil sie nicht auf der Hand liegen, muss sich jeder, der darüber nachzudenken wagt, als Verschwörungstheoretiker verhöhnen lassen. Klar ist: Diese Corona-Lawine kam erst ins Rollen, als die WHO eine Pandemie ausrief. Sie tat dies aufgrund einer rätselhaften Neudefinition dieses Begriffs – vor 2009 bezog er sich auf einen neuartigen Erreger, der weltweit für schwere Krankheitsverläufe sorgt und Todesraten dramatisch erhöht. Seit 2009 genügt hingegen die bloße Verbreitung, unabhängig vom Ausmaß der Gefahr für Leib und Leben. Auf der Suche nach den wahren Hintergründen der Corona-Krise sollte ein Journalist mit intakter Großhirnrinde zuallererst fragen: Wer steckte denn eigentlich hinter der Neudefiniton? Welche Experten veranlassten die WHO dazu, und welche Interessenkonflikte lagen bei ihnen vor? Längst hängt die am Tropf der Arzneimittelindustrie, zu 85 Prozent finanziert sie sich aus Zuwendungen von Big Pharma und pharmanahen Stiftungen, vorneweg die Gates Foundation. Wie auch Journalisten aus dem unsäglichen „Schweinegrippe“-Skandal gelernt haben müssten, kann eine Industrie Milliarden scheffeln, wenn sie es schafft, menschliche Urängste zu schüren. Jede Pandemie eröffnet ein grandioses Geschäftsfeld: für Tests, für Medikamente, für Impfstoffe. Hin und wieder decken Journalisten durchaus den einen oder anderen Bestechungsskandal auf. Anscheinend mangelt es aber so gut wie allen am Blick fürs Ganze. Weltweit ist das Gesundheitswesen chronisch krank – pandemisch verseucht von Profitinteressen. Es ist zu einem außer Rand und Band geratenen Markt verkommen, auf dem der Medizinindustrie, weil sie über irrwitzige finanzielle Mittel verfügt, eine schier grenzenlose Macht zufällt, Verbraucher über Vorzüge und Gefahren ihrer Produkte umfassend zu täuschen, missliebige Wettbewerber zu diskreditieren, Regulierungen zu verhindern, Gesetze zu umgehen, wirksamen Kontrollen auszuweichen, sämtliche Informationsquellen zu vergiften, die Meinungsführer der Schulmedizin als Mietmäuler einzuspannen, Kritiker kaltzustellen, sich alle wichtigen Player gefügig zu machen, selbst Organisationen wie die WHO an die Leine zu legen – zu einem einzigen Zweck: um Gewinne zu maximieren. Riesige Profite Allein die Pharmabranche macht inzwischen 1,1 Billionen Euro Jahresumsatz, bei fabelhaften Gewinnspannen von 30 Prozent und mehr. Davon fließen höchstens 10 bis 15 Prozent in Forschung und Entwicklung, aber mindestens 40 Prozent ins Marketing – die entsprechen mehreren hundert Milliarden Euro pro Jahr. Und Marketing umfasst viel mehr als klassische Werbung – es schließt sämtliche Maßnahmen ein, die Absatz fördern, notfalls auch mittels Lobbyismus, Korruption, Rufmord und verdeckter Propaganda. Unser Gesundheitswesen, man muss es so deutlich sagen, ist weitgehend zu einem Spielball organisierter Kriminalität verkommen – einer wie geschmiert laufenden Versorgungsmaschine, die sich der mit Abstand gewinnträchtigste Wirtschaftszweig dieses Planeten, auch zum Entsetzen mancher Ärzte, längst mafiös zurechtgebaut hat. Er wird damit fortfahren, weltweit. Denn Globalisierung entfesselt den Kapitalismus, solange politische Kontrolle mit ihr nicht Schritt hält. Um so wichtiger wäre ein Journalismus, der investigativ dagegenhält, unerschrocken und unabhängig, geistig wie finanziell. Aber wie könnte er das noch, wo er doch selber längst Teil des Problems geworden ist? Nein, „Lügenpresse“ ist ein gemeines Schimpfwort, denn kaum ein Journalist verbreitet vorsätzlich Unwahrheiten. Aber „Systempresse“ trifft den Nagel auf den Kopf. Fehlende Recherchen Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen für das Verhalten der meisten Journalisten? Ist das Problem mangelndes naturwissenschaftliches Wissen in Redaktionen oder Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Ansichten, die entweder nicht in eine bestimmte beabsichtige „Botschaft“ für einen Artikel, Report usw. passen oder schlichtweg intellektuell nicht verstanden werden? Sensationsgier, Druck von oben, eine unkritische Denke: all das spielt mit. Letztlich versagen heutige Journalisten, vom TV-Nachrichtenmoderator über den Politmagazinmacher bis zum Lokalredakteur, aber vor allem deshalb, weil sie Geisteskinder eines Zeitalters sind, in dem der Szientismus das Christentum als Staatsreligion abgelöst hat. Wie sich nicht erst in der Corona-Krise herausstellt, endet bei heutigen Journalisten auch die gründlichste Recherche spätestens beim Statement des Professors X, des Chef-Virologen Y, des Institutsdirektors Z. Vor der Heiligen Kuh Wissenschaft sinken die meisten andächtig auf die Knie. Wissenschaft, erst recht universitäre, ist heute auch Konkurrenz um Forschungsgelder oder Laborausstattungen. Wie können Journalisten relativ schnell erkennen, ob ein Experte wirklich unabhängig ist oder beispielweise „offene Rechnungen“ mit Kollegen oder staatlichen Stellen begleichen will? Fündig würden sie häufig schon, wenn sie ins Suchfeld bei Google die Namen der Betreffenden eingäben, zusammen mit Stichworten wie „conflicts of interest“. Wenn sie das Internet danach durchforsten würden, welche Personen, Unternehmen und Branchen bei den Arbeitgebern der Betreffenden auf der Liste der Sponsoren und Beiräte auftauchen. Wenn sie sich klarmachen würden, dass auch Wissenschaftler im Besitz einer menschlichen Psyche sind: Auch solche Leute sind nicht frei von Vorurteilen und Rechthaberei, von Neid, Eitelkeit, Geltungssucht und brennendem Ehrgeiz. Auch sie sind korrumpierbar. Sie kaschieren es bloß erfolgreicher. Harald Wiesendanger
- Staatsgründung geplant - Wer macht mit?
An alle panikvirusfreien Mitmenschen mit Durchblick, Mut und Phantasie: Lasst uns endlich gemeinsam das Weite suchen, ehe uns Entsetzen, Fassungslosigkeit und Ohnmachtsgefühle vollends überwältigen und lähmen. Lasst uns irgendwo ein zweites Deutschland gründen und einen hübschen neuen Namen dafür finden. Denn das Maß ist voll, spätestens seit dem ZDF-„Politbarometer“ vom 27. März 2020. Oder wollen wir weiterhin im selben Land leben wie jene - 95 %, welche die staatlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus „gerade richtig“ finden oder gar fordern, sie „müssten noch härter ausfallen“? (Bloß 4 % erachten sie für „übertrieben“.) - 95 %, die insbesondere über die geltende Ausgangs-/Kontaktbeschränkung sagen: „Die Regeln sind angemessen“. - 89 %, die der Regierung „ gute Arbeit“ bescheinigen? (Bloß 8 % finden sie „schlecht“.) - die ausgerechnet Markus Söder und Jens Spahn in der Rangfolge der „wichtigsten Politiker“ hinter Kanzlerin Merkel auf Rang 2 und 3 gehievt haben, mit den höchsten Zugewinnen an Popularität? Auf einer Bewertungsskala von -5 bis +5 hat Söder im März auf +1,8 zugelegt (plus 1,0 seit Monatsbeginn), Spahn auf +1,7 (vorher ohne Note, da schlechter als Rang 10). Söder, der sich mit Vorliebe als „harter Hund“ inszeniert, schafft bei den Beliebtheitswerten nun sogar einen Allzeitrekord. Seit Januar konnte er sie um 27 Prozent steigern – sagenhafte 94 % sind jetzt „zufrieden“ mit ihm, wie der am 8. April veröffentlichte „Bayerntrend“ des Bayerischen Rundfunks ergab. (1) Noch nie sei für einen Bundes- oder Landespolitiker ein höherer Wert ermittelt worden, so erklärt der Sender. Er blickt anscheinend nicht bis 1933 zurück … Was verraten solche Umfragewerte über Geist und Charakter von mindestens neun Zehntel unseres Volks? Machen wir uns nichts vor: Die verängstigte Masse, die einer derart inkompetenten, Grundrechte verletztenden Regierung geradezu nordkoreanische Zustimmungsquoten beschert, dürfte jeden künftigen Notstand ebenfalls blindlings mittragen – mit Folgen für uns, die noch viel weiter reichen und länger fortbestehen könnten, als wir gegenwärtig erleben. Den geplanten neuen Staat bewohnen dürfen ausschließlich Personen ohne virenfixierte Angst- und Zwangsneurosen, frei von Hamsteritis, Intoleranz und faschistoider Mitläuferei, ohne Denunziations- und Mobbingneigung, mit Intelligenzquotienten deutlich über 100. Oma und Opa dürfen trotz Grippewelle ungehindert ausgehen und Besuch empfangen, wenn sie möchten und gut auf sich aufpassen. Auch für Mitglieder von sogenannten „Risikogruppen“ gilt weiterhin die freiheitlich-demokratische Grundordnung: Welche Risiken sie eingehen, bleibt ihre Sache; darüber entscheiden dürfen allein sie, solange sie Andere nicht gefährden. Für ihren Schutz sorgt eine informierte, verantwortungsbewusste Gemeinschaft mittels verstärkter Hygiene, Vor- und Rücksicht, wie schon immer vor 2020. Für Journalisten, die während der Corona-Krise zu Hofberichterstattern wurden, gilt ein Einreiseverbot. Alle Ärzte, Wissenschaftler und Anwälte, die sich zur Zeit mit vorbildlicher Zivilcourage politischen Hyperaktivisten und Massenverblödern entgegenstellen, erhalten ein Verdienstkreuz, eine Ehrenbürgerschaft auf Lebenszeit sowie uneingeschränkte Publikationsmöglichkeiten. Der neue Staat wird NICHT der WHO beitreten. Eine Zweigniederlassung des Robert-Koch-Instituts ist nicht vorgesehen. Für Ministerämter wird ein Minimum an Fachkompetenz verlangt, kein Bankkaufmann darf mehr Gesundheitsminister werden, ein ehemaliger Pharmalobbyist ebensowenig. Es besteht eine strikte Kontaktsperre zu Lobbyisten. Das Gesundheitswesen wird verstaatlicht – wo es um Leib und Leben geht, hat Profitmaximierung nichts verloren. Kein neues Arzneimittel erhält seine Zulassung aufgrund der Studien von Herstellern, die am Verkauf verdienen wollen; bestehende Zulassungen werden von unabhängigen Instituten neu überprüft. Vor jeder Impfung sind Nutzen und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Ärzte dürfen wieder echte Heiler sein. Erfolgreiche Naturheilkundige haben nichts zu befürchten. Psychopharmaka werden durch Zeit, Empathie, liebevolle Zuwendung und Anleitung ersetzt. Alle Lebensmittel mit industriellen Zusätzen tragen das Etikett „Chemo“. Kollektivhypnose ist verboten, Fernsehen wird daher weitgehend abgeschafft. Das unverhältnismäßige Schüren von Massenpanik wird mit Freiheitsstrafen nicht unter 99 Jahren geahndet. Für alle angerichteten volkswirtschaftlichen Schäden haften Bangemacher persönlich. Und ja, für jeden Hintern wird ausreichend Klopapier zur Verfügung stehen. Sachdienliche Hinweise auf geeignete einsame Inseln oder andere in Frage kommende Territorien richtet ihr bitte an: vorstand@stiftung-auswege.de Harald Wiesendanger Anmerkung (1) Zum „Bayerntrend“: https://www.faz.net/2.1652/csu-in-umfragen-bei-absoluter-mehrheit-16717961.html; https://www.sueddeutsche.de/bayern/corona-bayern-markus-soeder-umfrage-1.4872092; https://rp-online.de/politik/deutschland/markus-soeder-kein-politiker-war-jemals-so-beliebt-beliebtheitswert-springt-auf-94-prozent_aid-49983057
- Wegsperren!
Für Sachsens Sozialministerin „im Einzelfall nötig“: Quarantäne-Verweigerer sollen in die Psychiatrie! aktualisiert: 15.1.2021. Du willst dich nicht vor einem Virus fürchten, von dem immer mehr Wissenschaftler und Ärzte feststellen, dass er nicht ansteckender, nicht pathogener, nicht tödlicher ist als Influenza oder Herpes? Dass ein PCR-Test an dir diagnostisch unbrauchbar ist, weißt du ebenso wie dessen Erfinder? Du siehst nicht ein, dass du im Infektionsfall deine Mitmenschen eher gefährdest, als wenn du eine saisonale Grippe durchmachst? Du lässt dich folglich nicht wochenlang in deinem Zuhause einsperren? Du lässt dir nicht Kontakte mit Freunden verbieten? Dann blüht dir – bitte festhalten, Kotzbeutel besorgen, zur Infarktprophylaxe erst mal Entspannungsübungen machen -: eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie. Genau dies hält Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) „im Einzelfall“ für erforderlich, wie sie am 10. April erklärte. Wer in Sachsen in Quarantäne muss und sich nicht daran hält, muss damit rechnen, dass er in die Psychiatrie verschleppt, dort mindestens zwei Wochen festgehalten und gegebenenfalls „ruhiggestellt“ wird, bewacht von Polizei. Dazu hat das Bundesland Sachsen bereits in den psychiatrischen Kliniken Altscherbitz, Arnsdorf, Großscheidwitz und Rodewisch insgesamt 22 Zimmer freiräumen lassen. Denn es sei „für unser aller Gesundheit und Leben wichtig, dass die Menschen sich an die Quarantäneanordnungen der Gesundheitsämter halten“, zitiert der Sender MDR die Sozialministerin. „Falls es im Einzelfall dazu kommen sollte, dass sich Menschen den Anordnungen widersetzen, ist es aber notwendig, die von den Gesundheitsämtern angeordneten Maßnahmen mit Zwang durchzusetzen. Dazu ist es möglich, diese Menschen mit einem richterlichen Beschluss in einem geschlossenen Teil eines Krankenhauses unterzubringen.“ Jawohl, ein solches Vorgehen erlaubt Paragraph 30 des Infektionsschutzgesetzes: Wer Anordnungen nicht nachkomme oder bei wem aufgrund bisherigen Verhaltens davon auszugehen sei, dass er ihnen nicht nachkommen werde, der sei „zwangsweise durch Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus oder einem abgeschlossenen Teil eines Krankenhauses abzusondern“. Dort muss er gegebenenfalls „die Maßnahmen zu dulden, die der Aufrechterhaltung eines ordnungsgemäßen Betriebs der Einrichtung oder der Sicherung des Unterbringungszwecks dienen“ – notfalls also auch Zwangsfixierungen und Ruhigstellung mit Psychopharmaka. Warum nicht auch Elektroschocks? In der „modernen“ Psychiatrie feiert die Elektrokonvulsionstherapie, die viele Menschen erst dank des Kinofilms „Einer flog über das Kuckucksnest“ kennenlernten, seit kurzem eine Wiederauferstehung. Derart Weggesperrte macht das Behördendeutsch des Infektionsschutzgesetzes zu „Abgesonderten“ und „Ausscheidern“ (§ 30 Abschnitt 1-3). Damit assoziiert man eher Fäkalien als Menschen. Will der Rechtsstaat damit subtil andeuten, dass er Quarantäne-Verweigerer für ein Stück Sch … hält? Und was lernt ein „Abgesonderter“ aus so einer „Ausscheidung“? Wer sich der Freiheitsberaubung durch eine verrückt gewordene Hygienediktatur widersetzt, der ist: verrückt. Die psychiatrische Internierung von „Uneinsichtigen“ und Gehorsamsverweigerern hat Tradition. Ihrer pseudowissenschaftlichen Diagnostik wegen eignet sich die Psychiatrie seit jeher vortrefflich dazu, sich politisch missbrauchen zu lassen. Totalitäre Regimes bedienen sich mit Vorliebe ihrer Schubläden und Behandlungsmethoden, um Abweichler, sobald sie allzu aufsässig und gefährlich werden, für verrückt zu erklären, einzusperren, notfalls unter Psychodrogen zu setzen - und zu brechen. So erging es dem russischen Schriftsteller Wladimir Bukowski. Ab 1963 saß er zwölf Jahre in psychiatrischen Anstalten ein, nachdem er eben diese Form von Staatsterror gegenüber Andersdenkenden beharrlich angeprangert hatte. Das gleiche Schicksal ereilte die renitente Dichterin Natalia Gorbanewskaja: Über zwei Jahre lang wurde sie wegen einer „träge anwachsenden Schizophrenie“ zwangsbehandelt, nachdem sie sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 auf den Roten Platz gesetzt und ein Schild hochgehalten hatte: „Für unsere und eure Freiheit!“Ähnliches widerfuhr dem Mediziner Ilmi Umerov, dem stellvertretenden Chef der Medschlis, des inoffiziellen Parlaments der Krim-Tataren: Nach Putins Annektion der Schwarzmeerhalbinsel wurde Umerov, um seinen Geisteszustand zu „evaluieren“, in die Psychiatrie eingewiesen, wie viele weitere Gegner des Moskauer Raubzugs, und dort anderthalb Jahre lag festgehalten. Auch das Dritte Reich sowie die ehemalige DDR „sonderten“ Regimekritiker in die Psychiatrie „ab“, die Volksrepublik China tut es bis heute. Welches andere Teilgebiet der Medizin ließe sich ebenso mühelos zweckentfremden? Zwar stoppte schließlich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer persönlich das Vorhaben seiner Sozialministerin. Doch im Januar 2021 erlebte Köppings Anleihe bei sozialistischen Diktaturen eine Neuauflage. Da sickerten Pläne der sächsischen Landesregierung durch, Menschen künftig in eine Haftanstalt wegzuschließen, falls sie sich nach einem positiven Corona-Test nicht freiwillig in Isolation begeben. Zu diesem Zweck soll eine Einrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Dresden, die 2017 für 30 Millionen Euro errichtet worden war, zum Corona-Knast umgebaut werden. Im Ernst: Widerspenstige Quarantäne-Brecher, denen eine diagnostisch wertlose PCR-Prozedur höchstwahrscheinlich zu Unrecht eine Infektionsgefahr unterstellt, gehören in eine Hochsicherheitsanlage, hinter meterhohen, mit Stacheldraht gesicherten Zäunen von der Polizei bewacht? Das sächsische Sozialministerium bestätigte auf Nachfrage, es werde „ein Unterbringungsobjekt ertüchtigt“. Gedenken wir der Worte der Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner, die im April 2020 vor dem Bundesverfassungsgericht mit einem Eilantrag gegen die totalitären Corona-Verordnungen scheiterte: „Unser Rechtsstaat ist soeben gestorben – und wir dürfen ihn noch nicht einmal gemeinsam beerdigen“, denn es herrscht ja Versammlungsverbot. Harald Wiesendanger Anmerkungen Die „Absonderungen“ der sächsischen Sozialministerin zum Nachlesen: https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/corona-quarantaene-verweigerer-strafen-einsperren-100.html https://www.welt.de/politik/deutschland/article207198029/Coronavirus-Sachsen-will-Quarantaene-Verweigerer-in-Psychiatrien-sperren.html Das neugefasste Infektionsschutzgesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__30.html Foto Petra Köpping: © Sandro Halank, CC-BY-SA 3.0, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported
- Enträtselt: die magische Macht von Lockdowns
Kurz bevor Ebbe einsetzt, steht ein Dreikäsehoch am Strand. Mit vollen Backen pustet er Richtung Meer. Kaum beginnt sich das Wasser zurückzuziehen, da ruft er begeistert aus: „HA! MEINE MASSNAHME BEGINNT ZU GREIFEN!“ Genauso lächerlich machen sich Regierungen und Behörden, wenn sie uns weiszumachen versuchen, das „Abflachen“ irgendwelcher Kurven, das Sinken von Inzidenzen sei ihrem entschlossenen Krisenmanagement zu verdanken. Grippewellen kommen und gehen wie Gezeiten. Dass die angebliche „Jahrhundert-Pandemie“, zumindest aber ihre soundsovielte Welle, just im Frühjahr abzuklingen beginnt, ist genau das, was man von einer hundsgewöhnlichen Grippezeit von vornherein erwartet hätte. Auch das Timing ist nicht sensationeller als die Wasserbewegung von Ozeanen. Im statistischen Durchschnitt gilt die 40/20 Regel: Eine Grippesaison – der Zeitraum, in dem die Krankheitserreger hauptsächlich die Runde machen - beginnt in der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) und endet in der 20. (Mitte Mai). Eine GrippeWELLE – ein Zeitraum erhöhter Erregeraktivität – pflegte in den vergangenen Jahren meist im Januar zu beginnen und drei bis vier Monate zu dauern. Endete sie etwa erst dank entschlossen durchgreifender Infektionsschützer? Harald Wiesendanger
- Was nun, Herr Kurz?
Eine Studie der Medizinischen Universität Wien legt nahe, mit der „Jahrhundert-Pandemie“, als die sie Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz panisch beschwor, gelassener umzugehen. Als das chinesische Panikvirus Europa erreichte, griff kaum ein Land härter durch als Österreich. Zügig verwandelte sich die Alpenrepublik in eine polizeilich überwachte Quarantänestation – in Erwartung überfüllter Intensivstationen, massenhaft nach Luft schnappender Senioren, Leichenbergen mindestens so hoch wie der Stephansdom. Kanzler Sebastian Kurz profilierte sich als knallharter Durchgreifer. „Die Zuwächse bei den Todesraten sind enorm“, so machte er seinen zähneklappernden Landsleuten weis. „Die Sterblichkeit ist um ein Zehn- bis Dreißigfaches höher als bei der regulären Grippe.“ Eine Studie der Medizinischen Universität Wien liefert ebenso bezeichnende wie hochpeinliche Ergebnisse, die den vermeintlichen Notstand als Hirngespinst entlarven. In Wahrheit ist die Sterberate in Österreich, wie übrigens auch in fast allen übrigen EU-Ländern, keineswegs sprunghaft angestiegen – in keiner Generation, nicht einmal bei den Hochbetagten. Im Gegenteil: In allen Altersgruppen hat sie sich im ersten Vierteljahr 2020 entlang oder unterhalb des langjährigen Durchschnitts bewegt. (Siehe Grafik.) Wie viele Experten außerhalb des Robert-Koch-Instituts und der Berliner Charité bezweifeln eigentlich noch, dass für Deutschlands Bangemacher ebenfalls in Kürze eine blamable Rolle rückwärts fällig ist? Eine vierköpfige Forschungsgruppe um Professor Dr. Martin Posch vom Institut für Medizinische Statistik der Universität Wien analysierte alle österreichischen Todesfälle, welche das Gesundheitsministerium bis zum 31. März als Covid-19-Opfer auswies. „Vergleichen wir das normale Sterberisiko mit den bisherigen Covid-19-Mortalitätsraten, so sehen wir, dass die Kurven nahezu parallel verlaufen“,so stellt Prof. Posch klar. „Dies legt nahe, dass das Risiko, mit Covid-19 zu versterben, im wesentlichen proportional zum normalen Risiko für die jeweilige Altersklasse ist.“ Kurzum: Vermeintliche „Killerkeim“-Opfer tun ihren letzten Atemzug altersgemäß. Im übrigen wirft Prof. Posch, von 2011-2012 Statistikexperte bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die naheliegende Frage auf, „ob das Risiko durch Covid-19 ein ZUSÄTZLICHES Risiko ist“ – oder „ob zum Großteil jene Menschen sterben, die ohnehin verstorben wären. Wie viele Lebensjahre man durch eine Covid-19-Infektion verliert, ist unbekannt.“ Es ist „immer gut, sich daran zu erinnern, dass wir alle einmal sterben werden“, so zitiert er Prof. David Spiegelhalter, einen Statistiker der Cambridge University. „Die Mortalitätsrate des Menschen ist letztlich 100 %.“ Wie wahr. Wie wäre es allmählich mit Vorbereitungen zum Rücktritt, Herr Kurz? Harald Wiesendanger Anmerkung Zu Kurz´ düsteren Corona-Prognosen: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/oesterreich-drastische-massnahmen-gegen-coronavirus,RsyDINm Zur Studie als PDF online: https://cemsiis.meduniwien.ac.at/fileadmin/cemsiis/MS/data/2020_04_06_COVID_19_Analyse_Sterbezahlen.pdf Foto S. Kurz: www.kremlin.ru/events/president/news/56951/photos
- „Völlig überzogene Angst“
Ein Medizinprofessor der Uni Hamburg widerspricht Bangemachern: „Ohne Vorerkrankung ist an Covid-19 noch keiner gestorben.“ „Eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung“ sieht der Hamburger Rechtsmediziner Professor Dr. Klaus Püschel in Covid-19; die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Folglich appelliert er eindringlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Deutschland langsam wieder aufzumachen: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.“ Und er fügte hinzu: «Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.» Aber wer fragt ihn schon, wer fragt andere Abweichler von der offiziellen Paniklinie? Professor Püschel, bis Oktober 2020 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, untersuchte Verstorbene, bei denen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vorlag. KEIN EINZIGER war frei von schweren Vorerkrankungen: „ALLE hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.“ Daran „wären sie, auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben», sagt Prof. Püschel. SARS-CoV-2 sei lediglich der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die unsaubere Zählweise des Robert-Koch-Instituts, das am Fließband Horrorstatistiken produziert, kritisiert Prof. Püschel entsprechend scharf: „Ohne eine pathologische oder rechtsmedizinische Untersuchung eines Leichnams ist nicht zu unterscheiden, ob ein Todesfall in Folge einer Corona-Infektion vorliegt oder ob es sich um eine andere Todesursache handelt, die mit einer Corona-Infektion zufällig assoziiert ist.“ Prof. Püschel liegt viel daran, die verängstigte, von Politikern und Medien in eine regelrechte Massenhysterie getriebene Bevölkerung zu beruhigen: „Durch eine starke Fokussierung auf die eher negativen Abläufe werden Ängste geschürt, die sehr belasten“, erklärt der Mediziner. Für Todesangst bestehe kein Grund: „Covid-19 ist nur im Ausnahmefall eine tödliche Krankheit, in den meisten Fällen aber eine überwiegend harmlos verlaufende Virusinfektion.“ Und so „beeinflusst dieses Virus in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die von ihm ausgeht. Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak (Gipfel) in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird.“ Was hält Professor Püschel demnach vom staatlichen Krisenmanagement? „Als Arzt hätte ich andere Entscheidungen getroffen.“ Püschels Standpunkt unterstützt Prof. Dr. med. Michael Schulte-Markwort, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Hamburg: „Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird.“ Nach seinem Eindruck verselbstständigt sich diese Angst allmählich derart, dass gute Nachrichten im Zusammenhang mit dem Virus gar nicht mehr wahrgenommen werden. Harald Wiesendanger Zum Nachlesen: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article207270421/Experte-Pueschel-Zeit-der-Virologen-ist-vorbei.html https://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/13855666/experte-pueschel-zeit-der-virologen-ist-vorbei/ https://www.abendblatt.de/hamburg/article228828787/rechtsmedizin-pueschel-hamburg-corona-virus-infektion-covid-19-coronavirus-krise-patienten-krankenhaeuser-kliniken-infektionsrate-krankheit-pandemie-test-lungenkrankheit-sars-cov-epidemie-sars-cov-2.html https://www.deutschland-kurier.org/einer-der-besten-rechtsmediziner-deutschlands-sagt-corona-angst-ist-voellig-ueberzogen/ https://www.mopo.de/hamburg/rechtsmediziner--ohne-vorerkrankung-ist-in-hamburg-an-covid-19-noch-keiner-gestorben--36508928 https://www.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/koryphaee-prof-dr-klaus-pueschel-ich-untersuche-die-corona-leichen-69776182,view=conversionToLogin.bild.html; https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hamburger-kritisieren-falsche-rki-zaehlweise-rechtsmediziner-covid-19-ist-nur-im-ausnahmefall-eine-toedliche-krankheit-a3206613.html
- In Schutzhaft
Das Heim als Gefängnis - Was tut die Hygienedikatur unseren Alten an? Psychische Gewalt ist ein Straftatbestand, der nach § 223 Strafgesetzbuch mit Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren geahndet werden kann. Mindestens die Höchststrafe verdient jeder, der politisch mitzuverantworten hat, was der sogenannte Rechtsstaat gnadenlos seinen Senioren antut. Ab Mitte März 2020 verwandelten überstürzte Corona-Verordnungen Deutschlands rund 14.000 Heime für 1,1 Millionen stationär betreute Alte und Pflegebedürftige faktisch in Gefängnisse, abgeriegelt wie Hochsicherheitstrakte. Keiner darf mehr raus, frische Luft gibt es nur noch durchs geöffnete Fenster. Ausgangssperren verbieten selbst den Spaziergang im Heimgarten: Diese Restfreiheit könnte nämlich dazu „missbraucht“ werden, Verwandte zu treffen. Rein dürfen nicht einmal engste Angehörige, es sei denn exitusnah, zum endgültigen Abschiednehmen – doch selbst das ist unsicher, es bedarf einer „ausnahmsweisen“ Genehmigung. Aus Heimzimmern sind Gefängniszellen geworden. Auch für die Insassen untereinander gilt strikte Kontaktsperre. Keiner darf mehr beim Zimmernachbarn vorbeischauen, mit ihm auf dem Flur ein Schwätzchen halten, im Gemeinschaftsraum Karten spielen. Gemeinsame Mahlzeiten, die sozialen Highlights jedes Heimalltags, sind gestrichen, wie jegliches sonstige Miteinander, vom Singen übers Basteln bis zur Gruppengymnastik. Die Folgen sind: schrecklich, herzzerreißend, schlicht verheerend. Schon in „normalen“ Zeiten sozial isoliert und vereinsamt, das nahe Lebensende vor Augen, versinken weggesperrte Senioren nun erst recht in Trauer, Verzweiflung, Resignation, ohnmächtiger Wut. Schon vor Corona litten mindestens 15 Prozent der über 65-Jährigen an einer Depression – wie viele sind es wohl inzwischen? Aber wie sollten sie sich der Schikane widersetzen, auf ihren verfassungsmäßigen Grundrechten bestehen, wenn dies nicht einmal der Generation ihrer Kinder gelingt? Wie muss es erst den Dementen gehen, die überhaupt nicht begreifen, was mit ihnen geschieht? Ihr Anteil an den Heimbewohnern liegt mittlerweile bei über 70 Prozent. Viele Demenzkranke „haben einen großen Bewegungsdrang“, erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso); „man kann ihnen nicht erklären, warum sie auf ihren Zimmern bleiben sollen.“ Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, weiß vom Fall einer Demenzkranken, die nur Essen zu sich nimmt, wenn ihr Mann bei ihr ist. „In solchen Fällen müsste der Kontakt ermöglicht werden. (…) Bei allem Verständnis für strenge Regeln muss man Menschlichkeit und Augenmaß walten lassen.“ Doch wir befinden uns ja im „Krieg“ (Macron), und wann war Krieg jemals menschlich? Keiner hat Heiminsassen je gefragt, ob sie auf den umfassenden Seuchenschutz, den der Staat ihnen aufzwingt, überhaupt Wert legen. Weshalb müssen sich freie Bürger, bloß weil sie einer sogenannten „Risikogruppe“ angehören, wie Unzurechnungsfähige gängeln lassen – als ob die allermeisten nicht willens und imstande wären, auf sich selber aufzupassen? Leben ist stets lebensgefährlich, erst recht am Lebensabend – die Mortalität menschlicher Existenz beträgt letztlich 100 %. Welche gesundheitlichen Risiken Opa in Kauf nehmen oder vermeiden will: Sollte das nicht ihm überlassen bleiben, wie Rauchen und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und minderwertige Ernährung? Und warum muss eine freie Gesellschaft mündiger Bürger plötzlich anders verfahren als bei früheren Grippewellen, die zuverlässig kamen und gingen, wobei sie alljährlich für Millionen Infizierte und Zehntausende Tote sorgten, insbesondere unter Senioren, ohne dass ein Hahn danach gekräht hätte? Keinem politisch Verantwortlichen scheint aufzufallen oder zu kümmern, dass die vermeintliche „Lösung“ schon jetzt weitaus schlimmer ist als das Problem, auch im Pflegebereich. Dass sich alle Heimbewohner widerstandslos damit abfinden, ist unwahrscheinlich. Wie viele setzen sich wütend gegen die Freiheitsberaubung zur Wehr? Wie viele werden deswegen, hinter verschlossenen Türen, von überforderten Pflegern ans Bett gefesselt, mit Spritzen und Tabletten ruhiggestellt? Wir wissen es nicht. Zuhören, beruhigen, trösten, erklären: all dies wäre im Heimalltag jetzt wichtiger denn je. Doch dafür haben Pflegekräfte momentan noch weniger Zeit und Nerven als ohnehin. Viele schuften für mindestens Zwei – wer positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, muss zu Hause bleiben, selbst wenn er keinerlei Symptome zeigt. Erst recht fällt er aus, sobald er sich ein wenig erkältet fühlt. Diese Ausfälle treiben den üblichen Pflegenotstand auf die Spitze, ausgerechnet jetzt, wo er sich noch schlimmer auswirkt als vor der Krise. Vor Coronazeiten beschränkten sich Entmündigungen auf geistig Schwerbehinderte – nun sind sämtliche Alte entrechtet, und kein Richter schreitet ein. Mit wachem Geist verfolgen viele unter ihnen die Nachrichtenlage. Auf allen Kanälen vernehmen sie Schreckensprognosen: Wir stünden „erst am Anfang der Pandemie“, die „Welle“ komme erst noch, eine zweite könne im Herbst folgen, und überhaupt: Womöglich begleite und verändere Corona unseren Alltag, bis ein Impfstoff da ist. Was müssen daraus Senioren schließen, deren durchschnittliche Verweildauer im Pflegeheim je nach Statistik bei anderthalb bis zwei Jahren liegt? Zurecht befürchten sie, dass ihre Einzelhaft womöglich erst im Sarg endet. Und wie steht es mit jenen, denen heute schon klar ist, dass ihnen wohl nur noch wenige Tage oder Wochen bleiben? „Ein sterbender alter Mensch muss nicht mehr vor einem Virus geschützt werden“, meint Manfred Stegger, Vorsitzender der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebedürftige Menschen (BIVA). Warum kümmert niemanden, was die Betroffenen selbst wollen? Wie viele würden perfektionierte Infektionsverhütung über zwischenmenschlichen, moralischen und geistlichen Beistand im allerletzten Lebensabschnitt stellen? Wie vielen geht strengstmöglicher Virenschutz bloß deswegen über alles, weil sie einem haarsträubenden Zerrbild aufsitzen, das ihnen Mainstream-Medien verantwortungslos eintrichtern? Sie fügen sich, weil sie die Irreführung nicht durchschauen, ebensowenig wie anscheinend ihre Heimleitung. Wer klärt Senioren, wie den Rest der Bevölkerung, endlich darüber auf, dass die Sterblichkeit bei Covid-19 kaum höher liegt als bei einer saisonalen Influenza? Wer sagt unseren Alten, dass so gut wie alle angeblichen Covid-19-Opfer zwar MIT dem Virus, aber nicht AN ihm gestorben sind? Dass fast immer mehrere schwere Vorerkrankungen vorlagen, denen die Betroffenen ohnehin in Kürze erlegen wären? Dass das Durchschnittsalter der testpositiven Verstorbenen bei über 80 Jahren liegt? Wer begegnet der Panik mit Forschungsergebnissen, denen zufolge selbst unter den 70- bis 79-Jährigen nach einer Infektion 40 bis 70% völlig symptomfrei bleiben und viele weitere bloß milde Symptome zeigen? (1) In England sorgt soeben eine 106-Jährige für Schlagzeilen: Vor drei Wochen war sie mit einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden – sie überlebte, Ärzte erklärten sie nun für vollständig genesen. Pfleger Andreas U. berichtet KLARTEXT von einer „90-Jährigen, die Corona hatte. Drei Tage Schnupfen und Husten – und rum war´s. Jetzt ist sie wieder gesund.“ Auch wenn das Virus ein Heim besucht und durchseucht, ist damit keineswegs schon das Todesurteil über sämtliche Insassen gefallen. Selbst im besonders gebeutelten Italien verstarben lediglich 3,2 % der Pflegeheimbewohner mit SARS-CoV-2-Infektion, in Spanien 2,5 %. In vier weiteren Ländern, aus denen Zahlen vorliegen, lag die Sterbequote unter einem Prozent: von Belgien (0,8 %) über Frankreich (0,2 – 0,7 %) bis Irland (0,5 %). (2) Wer beruhigt die Senioren, dass ein positives Testergebnis keineswegs zuverlässig SARS-CoV-2-Befall anzeigt? Die Fehleranfälligkeit der üblichen PCR-Virentests ist in Fachkreisen seit langem bekannt: Jede zweite Testung fällt „falsch-positiv“ aus – sie stempelt den Virenfreien zum Befallenen. 2003 wurde etwa in einem kanadischen Pflegeheim eine Masseninfektion mit SARS-Coronaviren „nachgewiesen“, die sich später als gewöhnliche Erkältungsviren herausstellten. In einem deutschen Pflegeheim wurde ein 84 Jahre alter Mann positiv auf Covid-19 getestet, woraufhin die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt und Massentests durchgeführt wurden. Das erste Testergebnis stellte sich später jedoch als falsch heraus – in Wahrheit hatte sich der Betreffende mit einer älteren, harmloseren Variante des Coronavirus infiziert, wie ein Folgetest bestätigte. Wer klärt Senioren darüber auf, dass all die Horrorstatistiken, die sie verängstigen, auf unsauberer Datensammelei beruhen? So wird jemand automatisch zum „Corona-Opfer“, wenn ein posthumer Virentest positiv ausfiel – oder der Betreffende Erkältungssymptome zeigte, die irgendwie auch zum klinischen Bild von Covid-19 passen. Über derart „merkwürdige Todesfälle“ wunderte sich ausländisches Fachpersonal in Pflegeheimen in der Lombardei: „So wurden in der Stadt Gromo mehrere Fälle registriert, in denen angebliche Coronavirus-Infizierte einfach eingeschlafen und nicht wieder erwacht sind. Bei den Verstorbenen wurden bis dahin keine ernstzunehmenden Symptome der Krankheit festgestellt. Wie der Direktor des Seniorenheims später präzisierte, sei unklar, ob die Gestorbenen tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert waren, denn niemand in dem Heim sei darauf getestet worden.“ Zumindest ein Teil der testpositiven Alten dürfte weniger dem Coronavirus selbst erliegen als extremer Anspannung, in Erwartung des schrecklichen Killers. Andauernde Angst führt zu Stress; Stress erhöht die Ausschüttung von Cortisol; zuviel Cortisol sorgt für Bluthochdruck, schadet dem Herzen und unterdrückt Abwehrreaktionen des körpereigenen Immunsystems. Berichten aus Deutschland und Italien zufolge verstarben Pflegeheimbewohner plötzlich unmittelbar nach Testung - ohne die geringsten Symptome. Seit Hysterie den Planeten erfasste, ist es zum unerhörten Skandal geworden, dass Hochbetagte zu sterben pflegen. In Deutschlands Pflegeheimen tun es jeden Tag 900. „Auch vor Corona kam es in Wintermonaten häufig vor, dass in relativ kurzer Zeit viele Heimbewohner starben, ohne dass hier Fernsehteams vor der Tür standen und in Schutzanzüge gehüllte Personen gezeigt werden, die sich heldenhaft der Infektionsgefahr aussetzen“, so stellt das Fachmagazin Pflege prisma klar. Eine Physiotherapeutin, die seit 20 Jahren mit den Bewohnern eines großen Pflegeheims arbeitet, schreibt: „Ja, es wird gestorben … jeden Tag. Wir hatten die Schweinegrippe, Ehec, Influenza und weiß der Kuckuck was da noch so durchgefegt ist. Wir hatten in einem Jahr 64 Tote in 4 Monaten… Die Schwester schaut morgens in ein Appartement und findet einen toten alten Menschen vor. Oft wägen wir ab, ob es noch Sinn macht, den Bewohner ins Krankenhaus zu schicken.“ An einem einzigen Märztag 2018, dem 3.3. beispielsweise, verstarben bundesweit 2302 Menschen über 80 Jahren (s. Grafik: Statistik) – kein Hahn krähte danach. Hätte man ihre Leichen schon damals nach diesen oder jenen Viren abgesucht, wäre man mit Sicherheit fündig geworden. Ab Beginn der „Corona-Krise“ bis 31. März 2020 verstarben rund 400 Deutsche über 80 Jahren mit Covid-19-Diagnose – und plötzlich ist der Teufel los. Im übrigen ist die entwürdigende Inhaftierung unserer Alten, ohne Anhörung und Gerichtsbeschluss, nicht bloß grausam, sondern hirnrissig. Nichts verdeutlicht den Irrwitz mehr als der Umstand, dass Heimbewohner ja durchaus weiterhin Besuch bekommen dürfen, und dies mehrmals täglich: nämlich von ihren Pflegern. Mit diesen kommt es am laufenden Band zu Kontakten, zumeist solchen, die den gebotenen Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern sträflichst verletzen: sei es beim Verabreichen von Medikamenten, beim Verbinden von Wunden, beim Waschen, beim Füttern, beim Toilettengang. Ja gewiss, Pflegekräfte sind angehalten, auf Hygiene zu achten, sie tragen Atemmasken und Schutzanzüge, sie desinfizieren ihre Hände. Doch warum sollten Verwandte, Freunde, Nachbarn, wenn sie zu Besuch kommen, außerstande sein, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen? (Selbst der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Klaus Reinhardt, fordert, unter diesen Umständen Heimbesuche zu gestatten. Und warum sollte ein Großteil der Senioren nicht selbst zu solchen Vorkehrungen willens und fähig sein, bevor sie einander begegnen? Richtig: Die Kinder und Enkel, die Kollegen, die Nachbarn könnten Viren einschleppen, die sie sich zu Hause, am Arbeitsplatz, im Supermarkt, auf der Straße eingefangen haben. Aber besteht bei den Pflegekräften nicht exakt dasselbe Risiko? Verbringen sie ihre freie Zeit etwa ausschließlich in hermetisch abgeschlossenen Quarantänezelten? Um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen, müsste auch für das gesamte Heimpersonal rund um die Uhr Ausgangssperre herrschen: KEINER verlässt das Heim, auch sie nicht. Wer drin ist, bleibt es. Wasser, Essen, frische Kleidung, Medikamente und Klorollen müssten eine Sicherheitsschleuse passieren. Unseren Alten hat panisch-hysterische Corona-Politik eine Absurdität aufgenötigt, die vorher undenkbar schien: Blindlings auf die Spitze getrieben, kann Fürsorge in Unmenschlichkeit umschlagen. Wo pennen zur Zeit eigentlich Staatsanwälte und Verfassungsrichter? Mit einem aufgezwungenen Leben im Käfig mögen Hamster, Ziervögel und Zwergkaninchen klarkommen – für Menschen, gleich welchen Alters, ist es eine inhumane Zumutung, die sie nicht nur ihrer Freiheit und Selbstbestimmung beraubt, sondern auch ihrer Würde. Was unterscheidet in Spahnland Heimbewohner noch von Strafgefangenen? Letztere sitzen wenigstens gratis ein – ein Heimplatz hingegen kostet im Schnitt über 2000 Euro pro Monat. Die humanere Alternative zu einem totalitären Staatsinterventionismus, dem das „Abflachen der Kurve“ über alles geht, wäre eine stoisch-libertäre Haltung, die auf den Grundsätzen der freiheitlichen Ethik und der Menschenrechte beruht. Ihre Kernbotschaft lautet: Lebe weiter wie gewohnt, lass dich nicht verrückt machen, pass auf dich und Andere auf. Derzeit gibt es noch nicht mehr Todesfälle als üblich. Also hast du keinen vernünftigen Grund zur Panik. Falls die Sterberate ansteigen sollte, begrabe die Toten in Würde. Die Überlebenden mögen dann ihr Leben nach bestem Wissen und Gewissen weiterführen, bis auch sie an die Reihe kommen. Und sie werden es ganz sicher, mit und ohne Covid-19. Meine Mutter ist 87. Seit 13 Jahren wohnt sie in einem Hamburger Pflegeheim – allein in einem Einzelzimmer, mein Vater ist seit fünfzehn Jahren tot. Seit ihr vor 22 Jahren wegen eines bösartigen Tumors Teile der Zunge weggeschnitten wurden, tut sie ihr bei jeder kleinsten Bewegung weh. Metastasen im Hals, der Schilddrüse, im Kiefer, im rechten Lungenflügel führten zu 15 Krebsoperationen, an die sich 35 Bestrahlungen anschlossen; diese Therapien haben meiner Mutter vielleicht das Leben gerettet, sie aber auch entstellt und ihr chronische Schmerzen beschert, die hochdosierte Analgetika mehr schlecht als recht dämpfen. Eine unaufhaltsame Makuladegeneration hat sie auf beiden Augen erblinden lassen. Seit zwei schweren Stürzen, bei denen sie sich den rechten Oberarm und die linke Hüfte brach, ist sie an den Rollstuhl gefesselt. Anschluss an andere Heimbewohner hat sie nie gefunden. Flüssigkeit muss ihr über eine Magensonde zugeführt werden, weil sie nicht mehr trinken kann, ohne sich zu verschlucken. Essen kann sie nur noch Weiches und Püriertes. Von ständig wechselnden, gestressten Pflegekräften abgesehen, haben in all den Jahren nur ihre beiden Söhne mit deren Familien ihr Zimmer betreten. Und diese Kontakte brachten wenigstens für eine kurze Weile etwas Licht in ihre dunkle, trostlose Erlebniswelt. Das ist nun vorbei. Gemäß der „Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg“ vom 9. April, § 15, Absatz 1, „dürfen Wohneinrichtungen der Pflege ´(…) zu Besuchszwecken nicht betreten werden“. Einzige Ausnahmen, nach § 15 Absatz 4: „therapeutisch, medizinisch, zur Erledigung von Rechtsgeschäften oder zur Seelsorge notwendige Besuche“ – damit können Kinder und Enkel meiner Mama nicht dienen. „Träger von Wohneinrichtungen dürfen weitere Ausnahmen von diesen Besuchs- und Betretungsverboten bei berechtigtem Interesse im Einzelfall, zum Beispiel im Rahmen der Sterbebegleitung, gegebenenfalls unter Auflagen, zulassen.“ Das heißt: Nicht einmal wenn meine Mutter im Sterben liegt, hat sie ein garantiertes Recht, ihre Kinder zu sehen – es sei denn, es wird „zugelassen“, so als handle es sich um einen huldvollen Gnadenakt, für den man jenen, die ihn gewähren, in tiefster Dankbarkeit die desinfizierten Füße küssen müsste. Geistig noch hellwach, trauert meine Mutter stumm vor sich hin, einsam und verzweifelt, wenn sie nicht gerade ein Anruf von uns Kindern für ein paar Minuten ablenkt und tröstet. Ob ich sie jemals wiedersehen werde? Ob ich sie noch ein letztes Mal in den Arm nehmen kann? Glaubt ein Jens Spahn, ein Markus Söder, eine Angela Merkel allen Ernstes, dass ein 87-jähriger Mensch, der so viel durchmachen musste wie meine Mutter und den baldigen Tod eher als Erlösung empfände, auf die sadistische Überfürsorge einer Hygienediktatur den geringsten Wert legt? Ist sie die Einzige, die lieber heute als morgen die Augen für immer schließen würde, ein letztes Mal die Stimmen ihrer Kinder hörend und deren Hände haltend, als dieser Isolationsfolter weiterhin unbefristet ausgesetzt zu sein? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.niid.go.jp/niid/en/2019-ncov-e/9407-covid-dp-fe-01.html; https://ltccovid.org/2020/04/12/mortality-associated-with-covid-19-outbreaks-in-care-homes-early-international-evidence/; https://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/corona-uebersicht-zh-und-sh-mietzinsreduktion-fuer-kantonale-gewerbeliegenschaften (2) https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/, Abschnitt „Pflegeheime“; Original: https://ltccovid.org/2020/04/12/mortality-associated-with-covid-19-outbreaks-in-care-homes-early-international-evidence/
- Breaking News: Bundesregierung in Quarantäne!
Seit heute befinden sich Kanzlerin Angela Merkel und ihr gesamtes Kabinett in Quarantäne. Virentests hatten zuvor einen Befall durch SARS-CoV-2 bestätigt. Als Auslöser der Infektionskette gilt Jens Spahn – er könnte sich in einem überfüllten Lift angesteckt haben. Die Amtsgeschäfte der Kanzlerin übernimmt vorläufig Dr. Wolfgang Wodarg, den Posten des Gesundheitsministers Professor Sucharit Bhakdi, die Ressorts Wirtschaft und Finanzen die Professoren Stefan Homburg und Professor Anthony Mueller. Justizminister wird interimsweise Dr. Reiner Füllmich, seine Staatssekretärin die Anwältin Beate Bahner. Zum Regierungssprecher wird Boris Reitschuster berufen. Nach Angaben des Generalbundesanwalts wird das gesamte Kabinett Merkel nach Ablauf der zweiwöchigen Quarantänefrist umgehend in Untersuchungshaft genommen und in die Justizvollzugsanstalt Berlin-Friedrichshain verlegt. Eine Freilassung auf Kaution wird abgelehnt, da Fluchtgefahr besteht. Ermittelt wird gegen das Kabinett Merkel wegen des dringenden Tatverdachts der unverhältnismäßigen Freiheitsberaubung in 83 Millionen Fällen, der Anstiftung und Beihilfe zur psychischen Gewalt gegen Heiminsassen, der Mitgliedschaft in einer staatsterroristischen Vereinigung, der umfassenden Täuschung des deutschen Volkes, der mutwilligen Zerstörung der Wirtschaft, des Bruchs abgelegter Amtseide. Für den Fall, dass weitere Ermittlungen auf verminderte Zurechnungsfähigkeit hindeuten, hat Sachsens Sozialministerin Petra Köpping angeboten, eine ausreichende Anzahl Zimmer in den psychiatrischen Kliniken Altscherbitz, Arnsdorf, Großscheidwitz und Rodewisch freiräumen zu lassen. Zur Neueröffnung des seit längerem verwaisten Bundesverfassungsgerichts übernimmt die Strafrechtlerin Jessica Hamed den Vorsitz. Ihr seit Frühjahr 2020 paralysierter Amtsvorgänger erhält den nächsten freiwerdenden Platz auf einer Intensivstation; da bundesweit eine Aufnahmesperre für Nicht-Corona-Patienten besteht, wird er dringlichkeitshalber mit SARS-CoV-2 infiziert. Unter Berufung auf eine Notstandslage ließ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder umgehend sämtliche TV-Sendeanlagen abschalten, Internetverbindungen kappen und Zeitungsdruckereien schließen. „Die unerfreulichen Neuigkeiten aus Berlin könnten unsere hiesige Bevölkerung unnötig verunsichern, ihren Kooperationswillen schwächen und die alternativlosen Infektionsschutzbemühungen der Landesregierung unterlaufen“, so verlautete aus der Staatskanzlei in München. Im übrigen stehe er, Söder, für Wodargs Nachfolge jederzeit bereit. Jüngsten Umfragen zufolge würden 95 % aller Wahlberechtigten seine Kanzlerschaft begrüßen; die übrigen 5 % favorisieren Kim Jong-un. Unterdessen erwägt das Land Nordrhein-Westfalen, seine 18 Millionen Bürger vorsorglich in ein Quarantänelager im Teutoburger Wald zu deportieren. Eine besonders aggressive Mutation des neuartigen Coronavirus hatte sich vor wenigen Tagen Ministerpräsident Armin Laschet eingefangen und nach Düsseldorf eingeschleppt, nachdem er mit seiner Atemschutzmaske den Mund bedeckte, sie aber nicht über die Nase zog. Harald Wiesendanger
- Auch Eidgenossen wundern sich: Wo bleibt er nur, der „Killerkeim“?
Wie in Deutschland, so auch in der Schweiz: Schon deutlich vor dem ersten „Lockdown“ im Frühjahr 2020 ebbte die Covid-19-Epidemie ab. Dies belegt der Infektiologe Professor Dr. Pietro Vernazza anhand von Daten der ETH Zürich und des Robert-Koch-Instituts. „Diese Resultate enthalten Zündstoff.“ Schon deutlich VOR Einführung des „Lockdowns“ war die Covid-19-Epidemie unter Kontrolle. Dies belegt Professor Dr. Pietro Vernazza, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am Kantonsspital St. Gallen, anhand von Daten der ETH Zürich und des Robert-Koch-Instituts. (Siehe Grafiken unten.) „Diese Resultate enthalten Zündstoff“, so kommentiert der Chefarzt. „Offenbar zeigen nun diese beiden Arbeiten mehr oder weniger identisch: Die einfachen Massnahmen, Verzicht auf Großveranstaltungen und die Einführung von Hygienemaßnahmen sind hoch wirksam. Die Bevölkerung ist in der Lage, diese Empfehlungen gut umzusetzen und die Maßnahmen können die Epidemie fast zum Stoppen bringen. Auf jeden Fall sind die Maßnahmen ausreichend, unser Gesundheitssystem so zu schonen, dass die Spitäler nicht überlastet werden.“ (1) In der Schweiz lag die Gesamtsterblichkeit im ersten Quartal 2020, verglichen mit dem gleichen Zeitraum in Vorjahren und vor allem mit der schweren Grippesaison von 2015, erheblich UNTER dem mittleren Erwartungswert. (2) „Dieses Jahr starben in den ersten 14 Wochen weniger unter 65-Jährige als in den letzten fünf Jahren“, so meldete das Online-Magazin K-Tipp am 21. April. „Bei den über 65-Jährigen war die Zahl ebenfalls verhältnismäßig tief.“ Die Influenza-Saison verlief mild, was Covid-19 seit März teilweise „kompensierte“. Wie Daten aus dem Schweizer Kanton Zürich belegen, ereigneten sich rund 50% aller sogenannten „Covid19-Todesfälle“ in Alters- und Pflegeheimen; trotzdem blieben selbst dort rund 40% aller testpositiven Personen symptomlos. Das Durchschnittsalter der „Corona-Opfer“ liegt in der Schweiz derzeit bei 84 Jahren. Von einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens konnte in der Schweiz ebensowenig die Rede sein wie in Deutschland: Krankenhäuser und insbesondere die Intensivstationen blieben bis heute weitgehend leer. Wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich in einer Umfrage vom 14. April 2020 ermittelte, waren beispielsweise im Kanton Luzern von 560 Intensivbetten bloß 4 durch Corona-Fälle belegt, im Kanton Zug 9 von 50, im Kanton St. Gallen 9 von 927. Wegen zu geringer Auslastung mussten mehrere Schweizer Kliniken sogar Kurzarbeit anmelden: Im Thurgauer Spital etwa blieb der stationäre Bereich zu 60 bis 70 % leer, das Kantonsspital Aarau zu 50 %. Unter SARS-Cov2-infizierten Eidgenossen sterben weit weniger als 1 % mit Covid-19 – 1582 bestätigte Fälle waren es bis zum 24. April 2020. Hingegen sind drei Viertel von ihnen nach zwei Wochen wieder vollständig gesund, 10 % nach drei Wochen, weitere 10 % nach vier Wochen; nur jeder Zwanzigste benötigt anderthalb Monate, um ganz zu genesen. (s. Grafik unten) Bei Covid-19-Betroffenen, die angeblich nicht immun gegen weitere Infektionen mit SARS-CoV-2 werden, handelt es sich nach Prof. Vernazzas Einschätzung allenfalls um „seltene Einzelfälle oder auch nur Hinweise“, die „bei genauerer Betrachtung kein Problem darstellen“. Von manchen Medien werden sie jedoch „zu Hiobsbotschaften aufgebauscht und überstürzt aufgetischt“. In einem Offenen Brief an das Gesundheitsministerium in Bern beklagen Schweizer Hausärzte eine „Diskrepanz zwischen dem vor allem auch von den Medien geschürten Bedrohungsszenario und unserer Realität.“ Die in der Bevölkerung beobachteten Covid19-Fälle seien wenige und zumeist mild verlaufen, hingegen nehmen „Angststörungen und Panikattacken“ in der Bevölkerung zu und viele Patienten würden sich nicht mehr zu wichtigen Untersuchungsterminen trauen. „Und dies im Zusammenhang mit einem Virus, dessen Gefährlichkeit nach unserer Wahrnehmung in der Zentralschweiz lediglich in den Medien und in unseren Köpfen existiert.“ Dr. Daniel Jeanmonod, emeritierter Schweizer Professor für Physiologie und Neurochirurgie, empfiehlt in einer Analyse: „Think deep, do good science, and do not panic!“ „Denkt gründlich nach und geratet nicht in Panik!“: Mit solchem öffentlich geäußerten Rat handelte sich Dr. Thomas Binder, ein Schweizer Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin, eine demütigende Verhaftung ein, mit anschließender Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik. Zuvor hatte er wiederholt scharfe Kritik an der angeblichen Killerkeim-Seuche und der polizeistaatlichen Reaktion darauf geäußert; bei Covid-19 handle es sich im Grunde um eine simple Grippe, die aus politischen Gründen zur Pandemie gehypt werde. Am Ostersamstag, 11. April, tauchte daraufhin ein Einsatzkommando der Kantonspolizei Aargau bei ihm auf; vorbereitend sperrte die Polizei die gesamte Straße sowie den nahen Bahnhof ab, so als ginge es darum, einen Al-Qaida-Terroristen festzusetzen. Den Vorwand dafür hatte ein anonymer Verleumder geliefert, der die Lüge verbreitete, der Arzt bedrohe seine Familie und Behörden; es habe der Verdacht bestanden, dass er bewaffnet ist, so ein Polizeisprecher. (3) „Der Beschuldigte hat in den sozialen Medien verschiedene auffällige Äußerungen gemacht“, so rechtfertigte die Aargauer Staatsanwaltschaft den Zugriff. „Aufgrund dieser Äußerungen mussten wir davon ausgehen, dass er für sich oder für andere eine Gefahr darstellen könnte. Eine Drittperson teilte dann noch mit, dass er über eine Schusswaffe verfügt. Aus diesen beiden Gründen musste die Polizei reagieren.“ Landammann Markus Dieth höchstpersönlich, ein kantonales Regierungsmitglied, hatte den örtlichen Polizeikommandant darauf hingewiesen, Binder verbreite „Verschwörungstheorien“ in den sozialen Medien, habe sich eine Armeewaffe beschafft und geschrieben, er müsse „über Ostern seine Lebensaufgabe erfüllen“. (4) Erst nach einer Woche, unter wachsendem Druck von Patientenprotesten und peinlichen Schlagzeilen, kam Dr. Binder wieder frei. Die angeblichen Verdachtsmomente gegen ihn lösten sich in Luft auf. (5) Somit deutet alles auf politische Motive hin: Die Psychiatrisierung missliebiger Kritiker hat in der Schweiz eine lange Tradition; bis Anfang der 1980-er Jahre wiesen dortige Behörden Zehntausende Männer und Frauen ohne Gerichtsverfahren in Irrenanstalten ein. Markus Lanz, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Anne Will, Frank Plasberg: Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Studiogästen wie Dr. Binder und Professor Vernazza? Neben ihnen platzieren Sie am besten Professor Anders Tegnell: jenen Epidemiologen, dessen Rat maßgeblich dazu beitrug, dass Schweden ohne Massenhysterie, Lockdown und Freiheitsberaubung die Corona-Krise meistert. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://infekt.ch/2020/04/sind-wir-tatsaechlich-im-blindflug/; https://www.tagesanzeiger.ch/ansteckungsraten-flachten-bereits-vor-dem-lockdown-ab-809893127675 (2) Siehe obige Grafik und https://swprs.files.wordpress.com/2020/04/intensivbettenbelegung-schweiz-2020-04-14.png (3) https://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/festnahme-von-corona-kritiker-verschwoerung-oder-normale-intervention-der-aargauer-behoerden; http://blauerbote.com/2020/04/13/schweiz-corona-massnahmen-kritiker-dr-binder-verhaftet-und-in-psychiatrie-gesperrt/; https://www.medinside.ch/de/post/polizei-verhaftet-arzt (4) https://uncut-news.ch/wp-content/uploads/2020/04/Wer-l%C3%B6ste-den-Fehlalarm-aus.pdf (5) https://uncut-news.ch/wp-content/uploads/2020/04/Wer-l%C3%B6ste-den-Fehlalarm-aus.pdf
- Zu früh pensioniert: Drostens Vorgänger
Wie sähe Infektionsschutz in Deutschland aus, wenn dieser Mann seinen Arbeitsplatz vier Jahre später geräumt hätte? Professor Detlev Krüger, von 1989 bis 2016 Direktor des Institutes für Virologie an der Charité in Berlin, bewertet die Corona-Krise erheblich unaufgeregter als sein Amtsnachfolger, der Alarmist Christian Drosten. Was Professor Krüger einer Angela Merkel, einem Jens Spahn geraten hätte, lässt ein Interview erahnen, das im April 2020 online erschien. Darf man Corona- und Grippewellen nicht vergleichen? „In vieler Hinsicht“, stellt Drostens Vorgänger klar, „kann man das durchaus vergleichen, sowohl bei der Übertragungsweise der Viren als auch bei den Risikogruppen, wobei bei der Grippe noch Schwangere und Kinder hinzukommen. Und es ist nun mal so, dass wir jedes Jahr durchschnittlich mehr Tote durch Grippe haben, als dies zumindest bis heute durch das neue Coronavirus der Fall ist, jedenfalls in Deutschland.“ Müssen unsere Alten zu ihrem eigenen Schutz weggesperrt werden? Dass sich Deutschlands Heime per Lockdown in Haftanstalten verwandelt haben, kritisiert Prof. Krüger mit deutlichen Worten: „Es gibt keinerlei rechtliche oder moralische Berechtigung, die Rechte der älteren Mitbürger gezielt zu beschneiden. Ich meine, auch hier sollte man eine Abwägung treffen zwischen den möglichen Schäden durch die Infektion und den möglichen Schäden durch die Maßnahmen, die gerade laufen.“ Momentan „gehen alte Leute nicht mehr zum Arzt, weil in der Klinik alles auf Corona eingestellt ist oder eben, weil sie Angst haben, sich zu infizieren. Ein Problem ist auch, wenn die Alten durch die Isolation vereinsamen und depressiv und suizidal werden. Und selbst der Fakt, dass die vielen Altenpfleger aus Osteuropa jetzt nicht einreisen dürfen, ist ein Problem. Dies alles könnte zu massiven Kollateralschäden führen gerade bei dieser Gruppe, die eigentlich geschützt werden soll. Übrigens, Sie kennen das Durchschnittsalter der Corona-Toten in Deutschland? Das ist um die 80. Und die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt ebenfalls um die 80. Das finde ich einen durchaus interessanten Aspekt, der doch viele Maßnahmen relativiert.“ Aber bringen Kontakte mit Kindern und Enkeln unsere Senioren nicht in Gefahr? „Wenn die Großeltern bereit sind, die normalen Hygieneregeln einzuhalten und dieses Restrisiko zu tragen, sehe ich nicht, warum man die Großeltern zu deren vermeintlichem Schutz aus der Familie ausschließen sollte.“ Ebensowenig hält Prof. Krüger von aufgezwungener Atemschutzmaskerade. „Das jetzt plötzlich von der Politik entdeckte Tragen von „Mund-Nasen-Schutz“ halte ich dagegen für Aktionismus. Es sollte klar sein, dass man sich damit nicht schützen kann, weil man weiter die Umgebungsluft ungefiltert atmet. Es gibt hierbei lediglich einen gewissen Effekt, wenn man selbst infiziert und damit Virusausscheider ist. Der „Mund-Nasen-Schutz“ gaukelt eine Sicherheit vor, die nicht existiert und er ist eher eine „Keimschleuder“ für verschiedenste Krankheitserreger, wenn er unsauber wird.“ Im übrigen, so gibt Prof. Krüger zu bedenken, „leben wir doch schon unser ganzes Leben mit respiratorischen Infektionen. Wir wissen doch alle, wie man sich davor schützt: nicht anniesen und anhusten, nicht dieselbe Luft mit Infizierten in einem schlecht belüfteten Raum teilen, Händewaschen - also all die grundlegenden Hygieneregeln, die eigentlich schon in Fleisch und Blut übergegangen sein sollten.“ Befürchtete auch Drostens Vorgänger eine „zweite Welle“? „Dass wir auch in Zukunft mit dem neuen Coronavirus leben müssten, wird von Politik und Medien meist wie eine Drohung kolportiert. Aber alle Viren beschäftigen uns ein Leben lang. Vieles wird jetzt plötzlich so dargestellt, als ob das alles Neuland wäre. Natürlich wird das Virus wahrscheinlich nicht mehr aus unserer Umwelt verschwinden. Aber es gibt viele andere gefährliche und sogar noch gefährlichere Viren, mit denen wir auch zu leben gelernt haben oder die wir erfolgreich bekämpfen können.“ Auch wenn Krüger über seinen Nachfolger nichts Schlechtes sagen will, bemängelt er grundsätzlich dessen Schlüsselrolle in der Corona-Krise. „Hier spielen gesamtgesellschaftlich so viele sich überschneidende Faktoren eine Rolle, dass man natürlich Entscheidungen auf einer viel breiteren Basis aus den verschiedensten Bereichen von Wissenschaft und Gesamtgesellschaft treffen muss, als nur aufgrund des Rats einzelner Virologen. So würde, ich - um allein bei der Medizin zu bleiben - hier auch mehr Infektions- und Intensivmediziner an Bord holen. Und wir haben gerade gelernt, dass auch Rechtsmediziner und Pathologen äußerst wichtige Einsichten vermitteln könnten.“ Detlev Krüger, Jahrgang 1950, studierte in Ost-Berlin Medizin. 1981 habilitierte er sich im Gebiet der Virologie und Molekulargenetik. 1982 erhielt er den Rudolf-Virchow-Preis und 1984 die Carl-Correns-Medaille, zwei der bedeutendsten Auszeichnungen auf seinem Fachgebiet. Harald Wiesendanger
- Herpes-Alarm! Lockdown Forever!
KLARTEXT fordert Ausrufung des Zweitnotstands! Herpes-Pandemie: Bald 4 Milliarden Infizierte! Schluss mit dem Austausch von Speichel und sonstigen Körperflüssigkeiten! Obligatorischer Mundschutz als Kuss-Sperre! Oralsex-Verbot! Bei Zuwiderhandlung droht Zwangsurlaub mit Jens Spahn. P.S.: Worauf uns soeben ein weiser Leser aufmerksam macht: „Das Leben ist eine durch Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheit, die nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 80 Jahren zum Tod führt.“ Quellen in der Tabelle: * Nach Katherine Looker u.a. (Universität Bristol): Global and Regional Estimates of Prevalent and Incident Herpes Simplex Virus Type 1 Infections in 2012“, PlosOne 28.10.2015, · https://doi.org/10.1371/journal.pone.0140765 https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/herpes-simplex-1-zwei-drittel-der-menschen-sind-infiziert-a-1059997.html ** https://www.bmbf.de/de/90-prozent-der-deutschen-tragen-die-herpes-simplex-viren-vom-typ-1-in-sich-4310.html *** Report of the WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019 (COVID-19). (PDF; 1,6 MB) 16.–24.2 2020. Harald Wiesendanger
- Ist es zu fassen?
Ausgerechnet der Chefredakteur der Bild-Zeitung, die ansonsten bedenkenlos auf der Corona-Panikwelle mitsurft und täglich hilft, sie höherschwappen zu lassen, vollzieht eines Tages unverhofft eine Rolle rückwärts, die in der deutschen Medienlandschaft Seltenheitswert hat. In einem knapp fünfminütigen Videokommentar, der auf YouTube knapp eine Million Klicks erzielte, rechnet Julian Reichelt am 27. April 2020 mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundes- und Landesregierungen, mit ihren beratenden Experten in einer Weise ab, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist. „Ob die Maßnahmen richtig oder falsch, maßvoll oder überzogen sind, werden wir erst aus den Geschichtsbüchern erfahren“, sagt Reichelt, der seit Februar 2017 für Deutschlands mit Abstand größte Tageszeitung redaktionell verantwortlich ist. „Ob wir auf Corona als Gesundheitskatastrophe oder Zusammenbruch unserer Wirtschaft zurückblicken werden, ist vollkommen offen. Es ist möglich, aber keinesfalls gewiss, dass richtig ist, was gewaltige Mehrheiten für richtig halten. Es gibt keine Herdenimmunität dagegen, historisch katastrophal falsch zu liegen.“ Dass sich die vermeintliche „Jahrhundert-Pandemie“ bald als Jahrhundert-Versagen entpuppt, will der BILD-Chef nicht länger ausschließen: „Nahezu alle Experten, denen wir uns in dieser Krise anvertrauen (müssen), lagen mit nahezu jeder Einschätzung so falsch, dass unser Glauben an sie sich nur noch mit Verzweiflung erklären lässt.“ Was Reichelt „am meisten Sorgen bereitet: Unsere Wirtschaft ist schon jetzt so massiv und teilweise irreparabel geschädigt, dass unsere Regierung sich kaum noch erlauben kann, zuzugeben, in ihrer Schärfe überzogen zu haben. Die Experten müssen Recht behalten, weil sie nicht falsch liegen dürfen. Die deutsche Wirtschaft vorschnell ruiniert zu haben, wäre für keine Partei, vielleicht nicht einmal für die Demokratie überlebbar. Deswegen erleben wir zunehmend Sturheit, Starrsinn und Rechthaberei.“ Auch den Umgang mit Kritikern prangert der Bild-Chefredakteur an. „Ist es in unserem Land eine gute Idee, sich in schwierigen Zeiten über Andersdenkende lustig zu machen und zu erheben?“, so fragt er. „Geballter Starrsinn“ empört ihn. „Nur Ideologien kennen Absolutismen. Die Stärke der Demokratie ist, dass sie auch die unbequemsten Debatten aushält. Wenn sie sie aber verhindert, macht die Demokratie sich überflüssig. Das Einzige, was in der Demokratie alternativlos ist, ist die Debatte.“ Reichelts verblüffendes Coming-Out als Corona-Skeptiker endet mit einer düsteren Vorahnung: „Ich möchte mir nicht ausmalen, wie wir in drei, vier Jahren auf diese Wochen und Monate zurückblicken werden, wenn das Durchschnittsalter der Toten über der durchschnittlichen Lebenserwartung liegen sollte, Millionen Arbeitslose auf der Straße sitzen, der Mittelstand, der Hartz IV finanziert, vernichtet ist. Wenn viele Restaurants für immer geschlossen haben, aber die Suppenküchen geöffnet sind. Auch daran sollte die Bundeskanzlerin denken, wenn sie ihre nächste Regierungserklärung hält.“ Dass der Staat „niemals Menschenleben abwiegen darf gegen ein anderes Gut“, bezeichnet der BILD-Chef als „eine noble Idee, die der Realität leider nicht immer standhält“. Zustimmend zitiert er die kürzliche Äußerung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: „Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“ Hat Deutschlands auflagenstärkste Tageszeitung bei Covid-19 bislang nicht eifrig auf der Grusel-Klaviatur mitgespielt? Dass ausgerechnet sie dem Berliner Panikorchester nun weitere Aufführungen versaut, kommt reichlich spät – aber besser spät als nie. Die spektakuläre 180-Grad-Wende des unangefochten führenden Meinungsmachers unter Deutschlands Printmedien, der Tag für Tag 8,6 Millionen Leser erreicht und mit seinem Digitalangebot jeden Monat über 25 Millionen Besucher anlockt, dürfte im politischen Raum erheblich nachwirken, falls Reichelts neue Linie von nun an Artikel und Kommentare, Geschichten und Bilder seines Blatts prägt. Jegliche Fachleute außerhalb des Robert-Koch-Instituts und der Charité konnte das Berliner Panikorchester bislang kaltblütig ignorieren – was BILD sagt, darf hingegen niemand vernachlässigen, der wiedergewählt werden will. Leichtgewichtiger, aber nicht minder kraftvoll tritt der Chefredakteur der Zeitschrift Compact auf. In seinem Aufmacher „Wie unsere Freiheit stirbt“ findet Jürgen Elsässer treffende Worte für den ausufernden Hygiene- und Kontrollstaat: „Alles, was das Abendland und die westliche Kultur seit Alters her auszeichnet, verschwindet in der jetzt überfallartig verordneten Abstandsgesellschaft: der Händedruck und der Blick in die Augen, mit dem wir bisher Vertrauen schufen und Vertrauen prüften; die Möglichkeit zum geselligen Beisammensein in Vereinen, Bars und Restaurants; Gottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen, bei denen sich die Gemeinden und Familien zu versammeln pflegten. (…) Unsere bis dato quirligen Städte veröden: Auf den Straßen und Plätzen, die so menschenleer sind wie das Regierungsviertel von Pjöngjang, sieht man nur noch vermummte Gesichter, als habe eine Fatwa die Verhüllung zur Pflicht gemacht. Doch es war kein Autokrat wie Kim und kein Ajatollah wie Chamenei, die solches bei Strafandrohung verkündeten. Es waren Politiker, die versprochen haben, Freiheit und Demokratie zu schützen. (…) Viele trösten sich damit, dass die drakonischen Maßnahmen nur zeitweilig sind. Mancher begrüßt die Ausgangssperren sogar als Entschleunigung – im sogenannten Home Office kann man sich endlich mal wieder der Familie widmen. Doch die Herrschenden sehen den Lockdown nicht als Provisorium, sondern als Dauerzustand.“ Lasst uns mithelfen, sie zu enttäuschen. Harald Wiesendanger
- Seltsam übersterblich
Corona-Zweifler widerlegt? Großbritanniens Todesstatistik gibt Rätsel auf: Wie konnte Covid-19 ausgerechnet dort so viele Todesopfer fordern – trotz drastischer Infektionsschutzmaßnahmen? Ha! Jetzt muss doch endlich auch der letzte Zweifler kapieren, wie entsetzlich dieser Killerkeim wütet! So jedenfalls triumphierte frühzeitig das virologische Chef-Orakel der Nation, Christian Drosten. „Für alle, die noch immer nicht daran glauben“, postete er am 21. April 2020 auf Twitter: „Übersterblichkeit durch COVID19 in England“ und Wales – dazu präsentiert er eine Grafik des britischen „Office for National Statistics“ (ONS), aus der hervorgeht, dass die Zahl der Todesfälle in der Woche bis 10. April deutlich anstieg, auf 18.516 Fälle. Der Fünf-Jahres-Durchschnitt derselben Kalenderwoche liegt erheblich darunter, bei 10.000 bis 14.000 Verstorbenen. Mit Verlaub, Herr Drosten: Derart plump argumentiert ein Dogmatiker, der es vorzieht, möglich rasch übers eigene Rechthaben zu frohlocken. So jemand grabscht nach jedem vermeintlich schlagenden Indiz, um seine Lieblingshypothese in Sicherheit zu bringen. Ein echter Wissenschaftler hingegen ist einer, der sich angesichts der jüngsten ONS-Zahlen eher zu wundern beginnt, neugierig und offen für andere mögliche Erklärungen. Einem echten Wissenschaftler beschert die ONS-Kurve zunächst einmal: eine Anomalie. Zum britischen Königreich gehören auch Schottland und Nordirland. Und bei diesen Landesteilen handelt es sich bekanntlich nicht um ferne Kolonien in Asien oder Amerika. Wieso übersteigen die Mortalitätsraten dort weiterhin NICHT frühere Grippewellen? Warum sind in den Intensivstationen von Schottlands Krankenhäusern weiterhin mehr als die Hälfte aller Betten frei? Und wieso hebt sich Englands Todesfallstatistik so deutlich ab von anderen Staaten Europas, in denen „die Welle“ Arztpraxen, Krankenhäuser und Friedhöfe nicht im geringsten erreicht hat: vom Nachbarn Irland über Österreich, Norwegen, Dänemark, Finnland, Luxemburg und das Baltikum bis nach Griechenland und Portugal – und ganz besonders bis zur Bundesrepublik Deutschland? Ein echter Wissenschaftler schließt aus dieser Sachlage zunächst vor allem eines: In England, wie auch in ähnlich gebeutelten Ländern wie Spanien, Frankreich, Belgien und Niederlande, müssen Sonderfaktoren am Werk sein – wie sie es auch in Italien waren. (Siehe unser Beitrag vom 13. April: „Bergamos Leichenberge und andere Merkwürdigkeiten“.) Diese gilt es schleunigst zu erforschen, statt flotte Twitter-Posts des Niveaus „Ätsch, hab´ ich´s nicht gleich gesagt?“ in die ohnehin panikgestörte Welt hinauszublasen. Was für Faktoren könnten es sein, die ausgerechnet England so übel mitspielen? Wie die Londoner Times berichtet, werden bis zu 50% der aktuellen britischen Übersterblichkeit nicht durch Coronaviren verursacht, sondern durch die Effekte des Lockdowns, der allgemeinen Panik und des teilweisen gesellschaftlichen Zusammenbruchs. Dabei geht es immerhin um rund 3000 Menschen pro Woche. Doch selbst wenn ein Großteil der Übersterblichkeit eher auf das Konto des Panikvirus geht, bleibt es dabei: Seit Anfang April 2020 sterben deutlich mehr Engländer als zur selben Zeit in früheren Jahren. Diese Tatsache müssen Corona-Skeptiker anerkennen, denn sie besteht unabhängig von unzuverlässigen Tests, willkürlichen Falldefinitionen und unsauberen Zählweisen. Aber zum einen blendet die ONS mit dem gewählten im Fünf-Jahres-Vergleichszeitraum – wie clever – die Grippesaison 2014/15 aus. Nach Schätzungen von „Public Health England“, dem englischen Gesundheitsdienst, starben damals 28.330 Engländer an Grippe. Der britische Infoportal InProportion weist auf fünf Grippesaisons seit 1995/96 hin, in denen zwischen KW 49 und KW 15 des Folgejahres mehr Engländer und Waliser starben. In der Corona-Saison 2019/20 waren bis zum 21. April 226.423 Tote zu beklagen – 1995/96, 1996/97, 1998/99, 1999/2000 und 2017/18 aber bis zu 242.000. (Siehe Schaubild.) Hätte damals jeweils nicht erst recht nationaler Notstand ausgerufen werden müssen? Ja, 18.516 Verstorbene innerhalb einer Woche, vom 3. bis 10. April 2020, sind überdurchschnittlich viel. Andererseits gab es in früheren Jahren drei Wochen, die noch schlimmer waren, mit bis zu 20.566 Toten. (Siehe Schaubild.) Auf einen zweiten entscheidenden Aspekt weist der britische Statistik-Professor David Spiegelhalter hin. Wie überall auf der Welt, so ist das Sterberisiko bei Covid-19 ausschließlich für die über 70-Jährigen deutlich erhöht (s. Schaubild) – in allen übrigen Altersgruppen entspricht es der normalen Sterblichkeit. Und selbst unter den corona-positiv getesteten Senioren sterben die Wenigsten AN dem Virus, wenn sie es MIT ihm tun. Bei fast allen liegen mehrere schwere Vorerkrankungen vor, denen die meisten in Kürze ohnehin erlegen wären. Gegen Jahresende, wenn uns alle Daten vorliegen, könnte sich zeigen, dass die Wirkung des SARS-CoV2-Virus darin bestanden haben wird, Todesfälle, die sich sonst über das gesamte Jahr verteilt hätten, „im März/April in ein enges Fenster zu drängen, ohne die Gesamtzahl zu erhöhen“, so Professor Spiegelhalter. Einen dritten wichtigen Aspekt betont Uta Stephan, eine Therapeutin aus Hameln, die 12 Jahre lang in Großbritannien lebte: „England hat ein völlig marodes Gesundheitssystem - einer der Gründe, warum ich wieder zurück nach Deutschland gezogen bin. Die Krankenhäuser dort bieten nicht Zweibett-Zimmer, sondern große Schlafsäle mit Vorhängen um die Betten. Eine gesetzliche Krankenversicherung gibt es nicht, sondern nur den staatlich finanzierten National Health Service, wo jeder kostenlos behandelt wird. Die Reichen gönnen sich Privatkliniken.“ Das bedeutet: Ein mehrfach vorerkrankter Senior, der wegen akuter Atemwegsbeschwerden stationär aufgenommen wird, trägt im Königreich Ihrer Majestät ein noch höheres Risiko als anderswo, sich bei anderen Patienten anzustecken oder mit antibiotikaresistenten Klinikkeimen zu infizieren. Bei positivem Corona-Test taucht er in der Todesstatistik dann prompt, ohne weitere Untersuchung, als „Covid-19-Opfer“ auf, obwohl die SARS-CoV-2-Infektion lediglich der allerletzte Tropfen in ein randvolles Fass war. Dass Krankenhäuser zu den lebensgefährlichsten Orten zählen, an die man geraten kann, gilt für das englische Gesundheitswesen noch weitaus mehr als für das deutsche. Wer die Sterberate alter Engländer rasch und drastisch erhöhen will, schafft sie alle am besten ins Krankenhaus, egal aus welchem Grund. Und falls sich am Jahresende herausstellt, dass 2020 tatsächlich ein paar tausend hochbetagte Engländer mehr gestorben sind als üblich? Dann bliebe immer noch die Frage offen, ob wir diese Zahl höher gewichten sollten als all das, was wir ihretwegen in Kauf nehmen müssen: massive Eingriffe in elementarste Menschenrechte, das Lahmlegen des öffentlichen Lebens, den Absturz der Wirtschaft. Sollten Engländer dem „Abflachen der Kurve“ zuliebe eine Hygienediktatur hinnehmen, in der ihre Polizei Wohnungstüren eintritt, um unerlaubte „social gatherings“ aufzuspüren? Oder Passanten wie Schwerstverbrecher festnimmt und in einen Streifenwagen zerrt, weil sie es mit „Social Distancing“ nicht genau genug genommen haben? Oder einem Vater verbietet, mit seinen Kindern im eigenen Vorgarten zu spielen? Oder mit Drohnen Spaziergänger verfolgt, die mit ihrem Hund Gassi gehen, kilometerweit von anderen Menschen entfernt? „So sieht ein Polizeistaat aus“, kommentiert ein früherer Richter am britischen Supreme Court, Jonathan Sumption, in einem BBC-Interview das britische Notstandsregime. „Das eigentliche Problem ist: Wenn menschliche Gesellschaften ihre Freiheit verlieren, dann in der Regel nicht, weil Tyrannen sie ihnen weggenommen haben. In der Regel liegt es daran, dass Menschen ihre Freiheit bereitwillig aufgeben, wenn sie im Gegenzug Schutz vor einer äußeren Bedrohung erhalten. Und die Bedrohung ist in der Regel real, aber übertrieben. Ich fürchte, das ist es, was wir jetzt sehen.“ Dass sich selbst intelligente, gewöhnlich durchaus kritische Menschen von der allgemeinen Panik anstecken lassen, obwohl medizinische Gründe dafür fehlen, beklagt der britische Journalist Peter Hitchens in einem Artikel, den er überschrieb mit „We love Big Brother“. „In Wahrheit“, so erklärt der Direktor des Zentrums für Evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford, Professor Carl Heneghan, „übersteigt die Schadenswirkung des Lockdown schon längst die Schadenswirkung des Coronavirus.“ Zählen Covid-19-Tote mehr als Verkehrstote? Die Regierungen Thompson und Merkel KÖNNTEN die Zahl derer, die alljährlich im Straßenverkehr umkommen, drastisch senken, wenn sie ein Tempo-30-Limit auf allen Autobahnen, Bundes- und Landstraßen durchsetzen, zwischen allen Fahrzeugen einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 Metern vorschreiben und sie zum Anhalten zwingen würden, sobald in Sichtweite ein Fußgänger oder Radfahrer auftaucht. Sie KÖNNTEN die Zahl der Lungenkrebsopfer um 90 Prozent senken, wenn sie für ein striktes Verkaufsverbot von Tabakwaren sorgen würden. Warum geschieht nichts dergleichen? Weil der Staat in diesen Fällen offenbar Abwägungen vornimmt, die er im Corona-Fall unterlässt. Warum wohl? Drostens Twitter-Post endet mit drei Sätzen, derentwegen man erst mal tief Luft holen muss, um nicht wegen akuter Atemnot auf der Stelle zum Covid-19-Verdachtsfall zu werden. „Uns wurde dies“ – die britische Tragödie – „vor allem durch frühe und breit eingesetzte Diagnostik erspart“, so macht Drosten weis. „Verspielen wir diesen Vorsprung nicht. Seien wir solidarisch mit unseren Nachbarn.“ Eine solche Auslassung ist, mit Verlaub, eines Wissenschaftlers unwürdig. Die „frühe und breit eingesetzte Diagnostik“ - die Drosten maßgeblich mitentwickelte und vorantrieb, angeblich „ohne einen einzigen Cent“ daran zu verdienen – hat in erster Linie dem RKI reichlich Stoff für seine tägliche Lothar-Horror-Picture-Show geliefert: explodierende Zahlen über festgestellte Infektionen, die anzeigen, wie fleißig getestet wird, aber klinisch irrelevant sind. Oder meint Drosten Deutschlands „Vorsprung“, was die Reproduktionsrate, die Häufigkeit schwerer akuter Atemwegserkrankungen, die Zahl belegter Intensivbetten in Krankenhäusern, die Todesfälle unter Covid-19-Infizierten anbelangt? Da sollte Drosten doch endlich einmal die „Wochenberichte“ und „Epidemiologischen Bulletins“ des Robert-Koch-Instituts aus den vergangenen zwei Monaten auf sich wirken lassen. Diese belegen schwarz auf weiß: All diese Zahlen waren längst rückläufig, bevor staatlicher Infektionsschutz einsetzte. Wie peinlich. Harald Wiesendanger
- Am Horizont: die Hygienediktatur
Die Corona-Krise hat Demokratien schnurstracks in Polizeistaaten verwandelt. Das Erschreckendste: Fast alle finden das prima und machen mit. Vor einer „beispiellosen Überwachung der Gesellschaft“ warnen jetzt 589 Wissenschaftler in einer gemeinsamen Erklärung. Vor einer „beispiellosen Überwachung der Gesellschaft“, beispielsweise durch Handy-Apps zur Kontaktverfolgung, warnen 589 Wissenschaftler in einer gemeinsamen Erklärung: „Wir sind besorgt, dass einige ‚Lösungen‘ für die Krise auf Schleichwegen zu Systemen führen könnten, die eine noch nie dagewesene Überwachung der Gesellschaft als Ganzes ermöglichen würden.“ Automatische Kontaktverfolgung über Bluetooth und Geolokalisierung (GPS) „würden eine Form der staatlichen oder privatwirtschaftlichen Überwachung ermöglichen, die das Vertrauen in eine solche Anwendung und deren Akzeptanz in der Gesellschaft insgesamt katastrophal beeinträchtigen würde. (…) Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir bei der Bewältigung der gegenwärtigen Krise kein Instrument schaffen, das eine groß angelegte Datenerhebung über die Bevölkerung ermöglicht, weder jetzt noch zu einem späteren Zeitpunkt.“ Die Verwendung von Apps, um Kontaktpersonen zu ermitteln, und der sie unterstützenden Systeme müsse „freiwillig sein“ und „mit der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers erfolgen“. Die Systeme „müssen so konzipiert sein, dass sie abgeschaltet und alle Daten gelöscht werden können, wenn die aktuelle Krise vorüber ist“. Zu den Unterzeichnern zählen 59 Professoren und Dozenten deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen, unter anderem in Berlin, Potsdam, Hamburg, Düsseldorf, Bochum, Wuppertal, Paderborn, Darmstadt, Kassel, Mannheim, Saarbrücken, Passau, Lübeck, Oldenburg, Erlangen und Bamberg. Geheimdienste zahlreicher Länder wenden die umstrittene Kontrolltechnik bereits an. Google hat zugesagt, seine gigantische Sammlung mobiler Standortdaten „zu nutzen, um festzustellen, ob Menschen auf der ganzen Welt Regierungsanweisungen befolgen“. Norwegens Premierminister Solberg stellte eine App vor, die Benutzer benachrichtigt, wenn sie sich länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter von einer infizierten Person entfernt befinden. "Um zu einem normaleren Leben zurückzukehren, müssen wir uns alle anstrengen und diese App nutzen", sagte er. Weltweit wird die Zivilbevölkerung massiv mittels Drohnen überwacht. US- Technologieunternehmen werben für „Pandemie-Drohnen“, die mit "künstlich intelligenten Wärmekameras“ bestückt sind. Sie sollen in der Lage sein, erhöhte Körpertemperatur, Herz- und Atemfrequenz bei „Infektionsverdächtigen“ zu erkennen, selbst inmitten einer größeren Menschenmenge; daraufhin senden sie eine Warnung, dass die Betreffenden „möglicherweise den Coronavirus in sich tragen". (1) In Deutschland begrüßen die beiden großen Polizeigewerkschaften Drohnen als wertvolles Instrument, um Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise zu überwachen. „Wenn Sie sich als Polizei bei gutem Wetter einen Überblick über eine Grünfläche oder einen Park in einer Großstadt verschaffen wollen, dann kann eine Drohne ein sinnvolles Mittel sein“, erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek. Die Landespolizeien von Hessen und Bayern nutzen „Quadrokopter“ genannte Modelle, um zur Covid-19-Bekämpfung Kontaktverbote zu kontrollieren. In Nordrhein-Westfalen fliegen sie, „um sich einen Überblick über eventuelle Menschenansammlungen zu verschaffen“. Bestückt mit Lautsprechern, schweben sie über Grünanlagen, um die Bevölkerung zu „belehren“. Über Rügens Stränden kreisen die wendigen, vielseitig einsetzbaren Fluggeräte, um Corona-Verbote zu überwachen, nach „illegalen“ Urlaubern und Menschenansammlungen zu fahnden. Dank Wärmebildkamera können sie sogar Grillpartys aufspüren. Auch viele andere Länder setzen in der Corona-Krise die kleinen Fluggeräte ein: von Italien, Großbritannien, Belgien, Spanien und andere EU-Ländern über Indien, Indonesien, Malaysia, die Vereinigten Arabischen Emirate bis nach - natürlich - China. Zum Internet-Hit wurden im Februar Videos aus der Volksrepublik, in denen Drohnen Passanten auffordern, nach Hause zu gehen oder Masken zu tragen. Heute stammen solche Aufnahmen aus der halben Welt. In Frankreich kreisen Drohnen über die Boulevards und Plätze der französischen Metropole und anderer größerer Städte wie Nizza, auch um die Ausgangsbeschränkungen zu überwachen. „Achten Sie auf den Sicherheitsabstand“ oder „Verlassen Sie das Haus nur, wenn es absolut nötig ist“, so lauten die Lautsprecher-Botschaften. In England verzeichnet die Polizei eine drastische Zunahme von Anrufen, in denen Bürger Nachbarn melden und verhaften lassen wollen, weil sie „draußen herumlaufen“ und „einander in ihren Gärten und Hinterhöfen treffen“. Inzwischen hat sie ein Online-Portal eingerichtet, in dem anonym Personen angezeigt werden können, „die sich nicht an die ‚Social Distancing‘-Regeln halten“. Als in Spanien eine Frau entgegen der strikten Ausgangssperre an der frischen Luft joggte, wurde sie brutal von der Polizei festgenommen. Sie schrie um Hilfe. Dabei filmten sie Anwohner, die für ihre Notlage keinerlei Mitgefühl hatten. „Es ist nicht fair, dass du rausläufst und rennst, du verdammte Idiotin', rief ihr jemand zu. Auf einer Rundfahrt wurde eine englische Familie, obwohl sie Masken und Handschuhe trug, von Beamten angehalten; als die Poliei über diesen Vorfall auf Twitter berichtete, mussten sich die „Straftäter“ als „absolute Idioten“ und „Clowns“ beschimpfen lassen. Eine Australierin in Victoria sah sich mit "gebrochenem Herzen" und wie eine Kriminelle zurückgelassen, nachdem uniformierte, bewaffnete Polizisten am langen Osterwochenende die Beerdigung ihres Vaters unterbrochen hatten, um soziale Distanzierungsregeln durchzusetzen. Eva Kummeth, die Ehefrau von Fernsehstar Horst Kummeth („Dahoam is Dahoam“), schwamm eine Runde im Feringasee bei Unterföhring. Da tauchte ein Ordnungshüter des Landratsamts auf und verwarnte sie: „Ich solle so schnell wie möglich meine Sachen packen und verschwinden. Es sei nämlich nicht erlaubt, sich auf der Wiese umzuziehen. Wenn er mich nochmals erwische, bekäme ich ein Badeverbot.“ Die Frage der Gemaßregelten, ob sie jetzt nackt zum Auto rennen solle, ließ der Aufpasser unbeantwortet. „Das war unwürdig“, sagt die Zurechtgewiesene. „Ich fühle mich entmündigt.“ Auf Nachfrage einer Zeitungsredaktion erklärte die Behörde: Das Schwimmen sei durchaus erlaubt, auch das rasche Umziehen – aber nur, sofern man am See nicht länger verweile. Wer zu lange braucht, um sich seines nassen Badeanzugs zu entledigen, mache sich strafbar. Im Saarland nehmen Ordnungskräfte die Personalien eines älteren Herrn auf, der eine kurze Verschnaufpause im Sitzen benötigte, und erstatten Anzeige wegen der „Ordnungswidrigkeit“ des „Sitzens auf Parkbank“. (2) In Berlin ziehen, zur Durchsetzung des Infektionsschutzgesetzes, Polizeitrupps nachts durch leere Straßen, wo sie nach einem Bericht der Tageszeitung taz „vor allem auf Leute stoßen, die nicht anders können, als sich dort aufzuhalten: Obdachlose, Menschen, denen zuhause in der zu kleinen Wohnung ohne Balkon die Decke auf den Kopf fällt, und Leute, die in psychischen Ausnahmezuständen sind, möglicherweise befeuert durch eine andauernde Isolation.“ In Frankfurt zerschlug die Polizei gewaltsam eine mit peniblem Abstand von zwei Metern gebildete Menschenkette. Paradoxerweise kontrollieren Beamte Menschenansammlungen selber in größeren Gruppen, eng beieinanderstehend; mit vollen Mannschaftswagen fahren sie zum nächsten Einsatzgebiet – womöglich als regelrechte „Superspreader“. In Bayern verhängte ein Ordnungsamt ein Bußgeld von 178,50 Euro gegen einen Mitbürger, der während des Corona-Lockdowns die Ungeheuerlichkeit wagte, sich am hellichten Tag außerhalb seiner Wohnung in eine Hängematte zu legen. In Düsseldorf untersagte das Verwaltungsgericht einen Autokorso zum Thema "Wahrung der Grundrechte und für freie Impfentscheidung" – mit der karnevalesken Begründung, der Veranstalter habe „nicht die Einhaltung der für den Schutz der Bevölkerung vor Infektionen erforderlichen Maßnahmen sichergestellt“.“ Insbesondere „im Bereich von Ampeln und Fußgängerüberwegen“ seien deshalb „die Entstehung von Personenansammlungen und die damit einhergehende wesentliche Erschwerung der Einhaltung des allgemeinen Abstandsgebots zu befürchten“. (VG Düsseldorf, 30.4.2020 - Az: 7 L 766/20). In Dortmund wird eine junge Frau beim Einkaufen von einem halben Dutzend Polizisten mit roher Gewalt festgenommen – sie sei einer Beamtin „20 Zentimeter zu nahe gekommen“. Während einer Kundgebung wird eine Teilnehmerin polizeilich angewiesen, sie solle das deutsche Grundgesetz nicht vor der Brust halten, weil dies eine „unerlaubte politische Botschaft“ sei. Selbst ältere Frauen erleben auf verstörende Weise Polizeigewalt. In Südafrika setzte die Polizei Gummigeschosse und Peitschen gegen Hunderte von Käufern ein, die vor einem Supermarkt in Johannesburg Schlange standen, ohne den Mindestabstand einzuhalten. ) In Australien muss jeder, der sein Haus „ohne vernünftige Entschuldigung“ verlässt, mit einem Bußgeld bis zu 11.000 Dollar oder sechs Monaten Gefängnis rechnen. Ein Ehepaar wurde mit einer saftigen Geldstrafe belegt und mit Inhaftierung bedroht, weil es während der Coronavirus-Sperre auf Facebook alte Urlaubsfotos aus dem Jahre 2019 gepostet hatte; jemand hatte es wegen einer verbotenen „nicht notwendigen Reise“ angeschwärzt. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte warnte, er werde der Polizei und dem Militär des Landes befehlen, jeden zu erschießen, der während einer einmonatigen Abriegelung der Insel Luzon, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, "Ärger macht". In Nigeria tötete die Polizei allein in der ersten Aprilhälfte 18 Menschen wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen. Im selben Zeitraum verzeichnete das Land offiziell 12 Covid-19-Opfer. Im US-Bundesstaat Michigan segnete ein Gericht ab, dass jeder, der wegen Verdachts auf eine Covid-19-Erkrankung als „potentieller Überträger und Gesundheitsbedrohung“ gilt, „von der Polizei festgenommen und in eine Einrichtung für unfreiwillige Isolierung geschafft werden kann". Der irische Journalist Jason O’Toole, der in Madrid lebt, berichtet über das Notstandsregime in Spanien: „Mit dem Militär auf den Straßen ist es schwer, nicht von Kriegsrecht zu sprechen. George Orwells Big Brother ist hier lebendig und wohlauf, und die spanische Polizei überwacht jeden mit Hilfe von Überwachungskameras oder durch Drohnen. Allein in den ersten vier Wochen wurden 650.000 Menschen zu einer Geldstrafe verurteilt und 5.568 verhaftet. Ich war schockiert, als ich einen Videoclip sah, in dem ein Polizist einen psychisch kranken jungen Mann mit schwerer Gewalt festnahm, der offenbar gerade mit Brot nach Hause ging.“ Die US-Journalistin Whitney Webb schreibt in einem Text mit dem Titel „Wie der nationale Sicherheitsstaat der USA das Coronavirus nutzt, um eine orwellsche Vision zu verwirklichen“: „Im vergangenen Jahr forderte eine US-Regierungskommission, ein mit künstlicher Intelligenz gesteuertes Massenüberwachungssystem einzuführen, das weit über das in jedem anderen Land verwendete hinausgeht, um die amerikanische Hegemonie im Bereich der künstlichen Intelligenz zu sichern. Nun werden unter dem Deckmantel der Bekämpfung der Coronavirus-Krise viele der identifizierten ‚Hindernisse‘ zur Einführung dieses Systems rasch beseitigt.“ (3) Dass eine Pandemie für den Ausbau weltweiter Überwachungs- und Kontrollinstrumente genutzt werden kann, ist keine neue Idee. Schon im Jahre 2010 beschrieb die Rockefeller Foundation in einem Arbeitspapier zu technologischen und gesellschaftlichen Zukunftsentwicklungen ein „Lock Step Szenario“, in dem die heutigen Entwicklungen überraschend präzise antizipiert wurden. (4) Auf der ganzen Welt „testen die Polizeikräfte, wie weit sie bei der Bestrafung gewöhnlichen Verhaltens gehen sollen", resümiert die New York Times. Überall, so bilanziert The Guardian, habe die Polizei in der Corona-Krise „die Lizenz erhalten, das Verhalten auf eine Weise zu kontrollieren, die selbst für einen autoritären Staat normalerweise extrem wäre". Es komme zu Exzessen von „Gewalt und Demütigung“. Die Coronavirus-Pandemie habe zu einem beispiellosen globalen Anstieg der digitalen Überwachung geführt, so zitiert das Blatt Forscher und Datenschützer; dabei sehen sich „Milliarden von Menschen mit einer verbesserten Kontrolle konfrontiert, von der sich erweisen könnte, dass sie schwer rückgängig zu machen ist". „Es besteht die Gefahr, dass diese neuen, oft sehr invasiven Maßnahmen weltweit zur Norm werden“, warnt auch der Business Insider. Die New York Times fordert ihre Leser auf: „Stellen Sie sich ein Amerika vor, das in zwei Klassen geteilt ist [...] Es wird ein beängstigendes Schisma sein. Diejenigen mit Antikörpern werden reisen und arbeiten können, der Rest wird diskriminiert werden." Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.vice.com/en_in/article/epg8xe/surveillance-company-deploying-coronavirus-detecting-cameras; https://www.businessinsider.com/draganfly-pandemic-drone-will-detect-people-infected-with-coronavirus-2020-4?r=DE&IR=T#in-a-statement-draganfly-said-that-these-drones-would-likely-be-used-for-crowds-like-at-convention-centers-or-cruise-ships-4) (2) http://lokalo.de/artikel/193001/ausruhen-verboten-anzeige-video-sorgt-fuer-reichlich-diskussion-im-saarland/; https://www.youtube.com/watch?time_continue=38&v=Vx6edXoRHRc&feature=emb_logo (3) https://www.thelastamericanvagabond.com/top-news/techno-tyranny-how-us-national-security-state-using-coronavirus-fulfill-orwellian-vision/, deutsche Übersetzung hier: https://www.konjunktion.info/2020/04/techno-tyrannei-wie-der-nationale-sicherheitsstaat-der-usa-den-coronavirus-einsetzt-um-eine-orwellsche-vision-zu-verwirklichen/ (4) https://swprs.files.wordpress.com/2020/04/rockefeller-foundation-scenarios-2010.pdf, ab Seite 18.
- „Griff nach der Weltherrschaft“
Wundersam: Hohe geistliche Würdenträger warnen vor „Mächten, die Corona missbrauchen wollen“. Es gebe „Kräfte, die Interesse an Panikmache haben“. Das Versagen der katholischen Kirche in politischen Fragen, ihr Schweigen zu himmelschreiendem Unrecht, ihr Paktieren mit Unrechtsregimes hat eine lange, unrühmliche Tradition. Nun aber, inmitten der Corona-Krise, mischen sich mehrere namhafte Bischöfe ein – mit einem dramatischen Aufruf „an alle Menschen guten Willens“, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. (1) Dass auch sie nun als „Verschwörungstheoretiker“ verschubladet werden, lässt sie offenbar kalt, ebenso wie das Risiko, im Vatikan damit in Ungnade zu fallen. Ihre Zivilcourage verdient Respekt, auch von Nichtkatholiken, selbst von Atheisten. Was sie der Gemeinschaft der Gläubigen, ja allen Weltbürgern ans Herz legen, zeichnet sich durch mutigen, unverblümten Klartext aus, wie ihn hohe geistliche Würdenträger angesichts politischer Fehlentwicklungen kaum jemals aussprechen. Zu den prominenten Erstunterzeichnern zählen Gerhard Kardinal Müller, der von 2002 bis 2012 Erzbischof von Regensburg war, anschließend bis 2017 Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre; der Salzburger Weihbischof Andreas Laun; Joseph Kardinal Zen Ze-kiun, emeritierter Bischof von Hongkong; Jānis Kardinal Pujats, emeritierter Erzbischof von Riga; Luigi Negri, Erzbischof von Ferrara-Comaccho; Joseph Strickland, Bischof von Tyler, Texas; Thomas Peta, Erzbischof von Astana; und Erzbischof Carlo Maria Viganò, emeritierter Diplomat des Heiligen Stuhls – er hatte Papst Franziskus wegen des „heuchlerischen“ Umgangs mit dem sexuellen Missbrauchsskandal wiederholt kritisiert, zum Amtsverzicht aufgefordert und Homosexualität im Klerus als „ansteckende Plage“ bezeichnet, woraufhin der Vatikan ihn maßregelte. Darüber hinaus tragen zahlreiche Intellektuelle, Mediziner, Anwälte, Rechtsgelehrte, Journalisten und weitere Fachleute den Appell mit. Er beginnt mit einem Zitat aus dem Johannes-Evangelium: „Veritas liberabit vos - Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32). „In einer Zeit schwerster Krise“, so heißt es in dem Aufruf, „erachten wir Hirten der katholischen Kirche, aufgrund unseres Auftrags, es als unsere heilige Pflicht, einen Appell an unsere Mitbrüder im Bischofsamt, an den Klerus, die Ordensleute, das heilige Volk Gottes und alle Männer und Frauen guten Willens zu richten.“ „Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit. Die öffentliche Gesundheit darf und kann kein Alibi werden, um die Rechte von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu verletzen, geschweige denn, um die Zivilbehörden von ihrer Pflicht zu befreien, klug für das Gemeinwohl zu handeln. Dies gilt umso dringlicher, je mehr Zweifel von verschiedenen Seiten an der tatsächlichen Ansteckungsgefahr, der Gefahr, sowie der Resistenz des Virus laut werden: Viele maßgebliche Stimmen in der Welt der Wissenschaft und Medizin bestätigen, dass dieser Alarmismus seitens der Medien gegenüber Covid-19 in keinster Weise gerechtfertigt zu sein scheint.“ „Wir haben Grund zu der Annahme – und das auf Grundlage offizieller Daten der Epidemie in Bezug auf die Anzahl der Todesfälle – dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen. Auf diese Weise wollen sie dauerhaft Formen inakzeptabler Freiheitsbegrenzung und der damit verbundenen Kontrolle über Personen und der Verfolgung all ihrer Bewegungen durchsetzen. Diese illiberalen Steuerungsversuche sind der beunruhigender Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht.“ „Wir glauben auch, dass in einigen Situationen die ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen, einschließlich der Einstellung kommerzieller Aktivitäten, zu einer Krise geführt haben, die ganze Wirtschaftssektoren niedergeschlagen haben. Dies wiederum fördert eine Einmischung von fremden Mächten und hat schwerwiegende soziale und politische Auswirkungen.“ „Diese Formen des ‚Social Engineering‘ müssen von denen, die Regierungsverantwortung tragen, verhindert werden, indem Maßnahmen zum Schutz der Bürger ergriffen werden, deren Vertreter sie sind und in deren Interessen sie zu handeln haben, wie es ihre ernste Pflicht ist. Sie müssen der Familie, der Zelle der Gesellschaft, helfen und vermeiden, schwache und ältere Menschen unangemessen zu bestrafen und sie zu schmerzhaften Trennungen von Angehörigen zu zwingen. Die Kriminalisierung persönlicher und sozialer Beziehungen muss als inakzeptabler Bestandteil eines Projekts beurteilt werden, mit dem die Isolation von Personen gefördert wird, um diese besser manipulieren und kontrollieren zu können.“ „Wir fordern die wissenschaftliche Gemeinschaft auf, dafür zu sorgen, dass die medizinische Behandlung von Covid-19, in aufrichtiger Sorge um das Gemeinwohl gefördert und daher sorgfältigst vermieden wird, dass zweifelhafte Wirtschaftsinteressen die Entscheidungen der Regierungen und internationalen Behörden beeinflussen. Es ist nicht sinnvoll, einerseits Arzneimittel, die sich als wirksam erwiesen haben und oftmals kostengünstig sind, zu ächten, und andererseits Behandlungen oder Impfstoffen Vorrang einzuräumen, die Pharmaunternehmen höhere Gewinne garantieren, aber nicht gleichermaßen wirksam sind. Damit erhöhen sich die Kosten für die öffentliche Gesundheit. Wir erinnern als Hirten daran, dass es für Katholiken moralisch inakzeptabel ist, sich mit Impfstoffen behandeln zu lassen, zu deren Herstellung Material von abgetriebenen Föten verwendet wird.“ „Wir fordern die Regierenden außerdem auf, dafür zu sorgen, dass Formen der Kontrolle von Menschen auf Strengste vermieden werden, sei es durch Tracingsysteme, sei es in durch irgendwelche anderen Arten der Lokalisierung. Der Kampf gegen Covid-19, so ernst er auch sein mag, darf nicht als Vorwand zur Unterstützung unklarer Absichten supranationaler Einheiten dienen, die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgen. Insbesondere muss den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden: Einschränkungen der persönlichen Freiheiten abzulehnen, sich straffrei einer drohenden Impfpflicht zu entziehen, sowie Tracingsysteme oder ähnliche Instrumentarien nicht zu benutzen.“ „Diejenigen, die eine Politik der drastischen Bevölkerungsreduzierung verfolgen, und sich gleichzeitig als Retter der Menschheit präsentieren – noch dazu ohne irgendeine politische oder soziale Legitimierung – befinden sich im offensichtlichen Widerspruch zu sich selbst. Letztendlich kann die politische Verantwortung derjenigen, die das Volk vertreten, auf keinen Fall „Experten“ übertragen werden, die – und das ist fürwahr beunruhigend – für sich selbst Formen der strafrechtlichen Immunität fordern.“ „Wir wenden uns eindringlich an die Medien, auf dass sie sich sich aktiv um eine korrekte Informationsweitergabe bemühen, in der Dissens möglich ist und nicht, wie mittlerweile in den sozialen Medien, in der Presse und un Im Fernsehen weit verbreitet, mit einer Art von Zensur bestraft wird. Korrekte Informationsweitergabe bedeutet, dass auch anderen, von der allgemein vorherrschenden Meinung abweichenden Stimmen Raum gegeben wird. So gesteht man den Bürgern zu, die Fakten selbstbewußt bewerten zu können und nicht von starken Wortmeldungen derer, die Partei sind, beeinflusst zu werden. Eine demokratische und ehrliche Konfrontation ist das beste Gegenmittel gegen das Risiko subtiler Formen der Diktatur, vermutlich noch schlimmere als jene, die unsere Gesellschaft in der jüngeren Vergangenheit hat entstehen und vergehen gesehen.“ Auch über die weitreichende Einschränkung der Religionsfreiheit empören sich die Kardinäle. „Der Staat hat keinerlei Recht, sich aus irgendeinem Grund in die Souveränität der Kirche einzumischen. Kirchliche Autoritäten haben sich nie verweigert, mit dem Staat zusammenzuarbeiten, aber eine solche Zusammenarbeit darf nicht bedeuten, dass seitens der Zivilbehörden, ganz gleich in welcher Form, Verbote oder Einschränkungen des öffentlichen Gottesdienstes und der Seelsorge aufgestellt werden. Gottes Rechte und die seiner Gläubigen sind das oberste Gesetz der Kirche. Davon kann und will sie nicht abweichen. Wir fordern, dass die Beschränkungen für die Feier öffentlicher Gottesdienste aufgehoben werden.“ Offenbar genügte den unerschrockenen Verfassern dieses Brandbriefs nicht, wie der Vatikan bislang mit der Corona-Krise offiziell umging. Papst Franziskus beließ es bei schöngeistigen Reflexionen („die globale Virus-Krise als Gelegenheit zu einer grundsätzlichen Umkehr“), bei Aufrufen zum „Einsatz für besonders Schutzbedürftige“, beim Segen „Urbi et orbi“. „Lasst uns beten, dass der Herr uns die Gnade der Einheit unter uns schenkt, damit uns die Schwierigkeiten dieser Zeit die Gemeinschaft unter uns entdecken lassen", so regte der Heilige Vater an. Über den aufsehenerregenden Appell der Bischöfe schweigt er bislang. Würde er sich in der Corona-Zeitenwende doch bloß endlich selber beim Wort nehmen: „Bei der Alternative zwischen einer Kirche, die auf die Straße geht und dabei Probleme bekommt, und einer Kirche, die an Selbstbezogenheit krank ist, habe ich keine Zweifel, der ersten den Vorzug zu geben“, so bekannte er im Januar 2014 in einer Botschaft zum kirchlichen Weltmedientag. Es wäre fein, wenn er damit spätestens jetzt begänne. Stattdessen meldet sich die Deutsche Bischofskonferenz zu Wort – freilich nicht wegen irgendwelcher Bedenken gegenüber der Hygienediktatur, der auch die Religionsfreiheit nicht heilig ist, sondern wegen der Ungeheuerlichkeit der Widerrede dagegen. Die staatlichen Einschränkungen, auch was Gottesdienste betrifft, seien „vernünftig und verantwortungsvoll“, so betont sie ein weiteres Mal. Und geradezu „entsetzt“ zeigt sich die katholische Laienbewegung „Wir sind Kirche“ darüber, wie „verantwortungslos“ sich die opponierenden Bischöfe „zu Handlangern von Verschwörungstheoretikern machen lassen“. Das wiederum löst anderweitig Entsetzen aus: Wie politisch laienhaft gehen Kirchenlaien mit einer Staatskrise um, in der jegliches Querdenken, das von der offiziellen Linie abweicht, schnurstracks als „Verschwörungstheorie“ gebrandmarkt wird, um es vom Tisch zu wischen? Bis 7. Mai stand auch Robert Kardinal Sarah, ein Kurienkardinal aus Guinea, auf der Unterzeichnerliste - von dort verschwand sein Name aber plötzlich. Den Grund lieferte er anderntags auf Twitter nach (@Card_R_Sarah): „Ein Mitglied der Römischen Kurie muss eine gewisse Einschränkung in politischen Angelegenheiten beachten.“ Muss er wirklich? „Er sollte in solchen Bereichen keine Petitionen unterschreiben. Deshalb habe ich heute Morgen die Autoren der Petition mit dem Titel ‚Für die Kirche und für die Welt‘ ausdrücklich gebeten, meinen Namen nicht zu erwähnen. Aus persönlicher Sicht kann ich einige Fragen oder Bedenken bezüglich der Einschränkungen der Grundfreiheit teilen, aber ich habe diese Petition nicht unterschrieben.“ Schade. Denn es gibt finstere Zeiten, in denen Gebete allein nicht ausreichen. Jesus wusste das noch. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Zum Aufruf: www.veritasliberabitvos.info; http://veritasliberabitvos.info/aufruf/; https://opposition24.com/kardinaele-warnen-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/; https://katholisches.info/2020/05/07/die-warnung-der-kardinaele-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/
- Na endlich: Fernsehen entschuldigt sich
„Unsere Mitverantwortung an der Krise konstatieren wir mit tiefer Betroffenheit“, sagt ein Sprecher vor laufender Kamera. KLARTEXT bittet um Weiterleitung an die Intendanten und Nachrichtenredaktionen von ARD und ZDF. Millionen Bürger trauten ihren Ohren nicht recht, als ein Sprecher in der Hauptnachrichtensendung des deutschen Fernsehens die folgende offizielle Entschuldigung verlas: „Unsere Mitverantwortung an der entstandenen Krisensituation konstatieren wir mit tiefer Betroffenheit. Wir haben es zugelassen, dass unser Medium durch dirigistische Eingriffe missbraucht wurde. Dadurch wurde das Vertrauen vieler Zuschauer und nicht zuletzt zahlreicher Mitarbeiter in das (…) Fernsehen erschüttert. Dafür bitten wir hiermit um Entschuldigung.“ Der erbärmlichen Rolle als Hofberichterstatter, die TV-Sender, öffentlich-rechtliche ebenso wie private, in der Corona-Krise von Anfang an spielten, wäre ein solches Eingeständnis längst mehr als angemessen. Tatsächlich ist der verlesene Text schon über 30 Jahre alt. Er stammt aus der „Aktuellen Kamera“ („AK Zwo“) des DDR-Fernsehens vom 3. November 1989, zwei Wochen nach dem Rücktritt Erich Honeckers, sechs Tage vor Öffnung der Berliner Mauer Unsere Leitmedien verraten elementarste Grundsätze journalistischer Standesethik, indem sie daran mitwirken, Massenpanik anzuheizen und aufrechtzuerhalten; belanglose Horrorstatistiken kritiklos weiterzureichen; zu verspäteten, nutzlosen, kontraproduktiven Seuchenschutzmaßnahmen zu schweigen; die Hygienediktatur zu hofieren; vor ihren Einflüsterern zu buckeln, wenn sie mit Professorentiteln daherkommen. Anstatt die unverhältnismäßigen Zumutungen von "Lockdowns“, deren immer dramatischere Folgeschäden distanziert zu beleuchten, inszenieren sie in Endlosschleife das Rührstück „Wir bleiben zu Hause“, mit Anleitungen zur Genussoptimierung der seuchenbehördlich überwachten Quarantäne, zum Selberbasteln von Atemschutzmasken. Die vielbeschworenene Vierte Gewalt ist zur Handlangerin, Nachplapperin und Vollzugshelferin der Ersten und Zweiten geworden. „Dirigistische Eingriffe“ waren dazu überflüssig. Auch ohne sie funktioniert in der Expertokratie die Schere im Kopf der Journaille wie frisch geschliffen und geölt, sobald sie sich dem unterwirft, was sie mit „Wissenschaft“ verwechselt. Auf die überfällige Entschuldigung warten wir jedoch weiterhin. Tatsächlich ist der verlesene Text schon über 30 Jahre alt. Er stammt aus der „Aktuellen Kamera“ („AK Zwo“) des DDR-Fernsehens vom 3. November 1989, zwei Wochen nach dem Rücktritt Erich Honeckers, sechs Tage vor Öffnung der Berliner Mauer. Wahrlich, ein verblüffendes Déjà-vu. Eignen sich diese 24 Sekunden nicht ganz hervorragend für die nächste „Tagesschau“ und die „heute nachrichten?“ Harald Wiesendanger
- Angstlust am „Killerkeim“
Gruselstories statt Fakten: Wie Medien den Corona-Hype anheizen und verlängern Schauergeschichte gefällig? Weil sich seriöse wissenschaftliche Belege für die außerordentliche Gefährlichkeit des Corona-„Killerkeims“ weiterhin rar machen, setzen viele Medien vorzugsweise auf gruselige Anekdoten und Horrorszenarien, um die Angst in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Für reichlich Schlagzeilen sorgen Kinder, die angeblich völlig gesund waren, ehe sie an Covid-19 verstorben sein sollen. Später stellt sich meist heraus, dass die Todesursache eine andere war oder die Betroffenen schwer vorerkrankt waren. So war es etwa bei dem vermeintlich „jüngsten Coronavirus-Opfer der Welt“, einem sechs Wochen alten Baby aus Hartford, USA. Zwar lag ein positives Virentest-Ergebnis vor – doch in Wahrheit hielten es die beteiligten Ärzte für nicht minder wahrscheinlich, dass der Säugling einem „plötzlichen Kindstod“ (SIDS/Sudden Infant Death Syndrome“), Nachwirkungen von Geburtskomplikationen oder einer „Positionalen Asphyxie“ zum Opfer fiel, d.h. lagebedingt erstickt war. „Ehe wir eine Autopsie vorgenommen haben, können wir über die wahre Todesursache nichts sagen“, erklärte die Klinik – womit sie aber kaum irgendwo zitiert wurde. Anfang April 2020 meldeten Behörden in Louisiana, ein in der 22. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommenes Frühchen sei einen Tag nach seiner Geburt an Komplikationen „aufgrund von Covid-19“ gestorben. In Wahrheit hatte man nicht das Baby, sondern bloß seine Mutter auf SARS-CoV-2 getestet. Aus deren positivem Befund schloss man kurzerhand spekulativ auf die angebliche Todesursache. In Großbritannien sorgte ein 18-jähriges „Corona-Opfer“ für Schlagzeilen. Tatsächlich war der Teenager schwer vorerkrankt – was das Gesundheitsamt verschwieg. In Spanien erlangte der 21-jährige Francisco Garcia traurige Berühmtheit: Der Fußballcoach, scheinbar topfit, verstarb Mitte März nach einer Infektion mit dem Corona-Virus. Aber starb er DESWEGEN? Nachdem er mit Atembeschwerden ins Spital eingeliefert worden war, stellten die Ärzte bei ihm nebst Covid-19 auch eine Leukämie fest. Schweizer schockierte im April 2020 die Nachricht, ein neunjähriges Mädchen sei an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Inzwischen korrigierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Altersangabe: Das Opfer sei in Wahrheit 109 Jahre alt gewesen. „Bei der Erfassung des Falles haben wir das Geburtsdatum versehentlich auf 2011 statt 1911 gesetzt.“ Einem Bericht des Schweizer „Tagesanzeigers“ zufolge blieb es nicht bei dieser einen Datenpanne. Ein anderes Corona-Todesopfer sei in Wahrheit 87 statt der angegebenen 27 Jahre alt gewesen. Der Fehler habe sich beim Übertragen des Geburtsdatums eingeschlichen; es wurde mit 1992 statt 1932 angegeben. Österreichische Medien berichteten von mehreren Tauchern, die anderthalb Monate nach einer Covid-19-Erkrankung mit Lungenbeteiligung weiterhin verminderte Leistungswerte und ein auffälliges Röntgenbild aufwiesen. Eine Artikelüberschrift behauptete eine „dauerhafte Schädigung“, wohingegen ein darauffolgender Abschnitt immerhin einräumte, dies sei „unklar und spekulativ“. Ausgiebig zitiert wurde ein Oberarzt der Universitätsklinik Innsbruck, der einen solchen Fall angeblich noch nie erlebt hatte: „Das ist schockierend, wir verstehen nicht, was hier gerade passiert. Sie sind wahrscheinlich lebenslang Patienten. (…) Als Notfallmediziner mit 20 Jahren Erfahrung schluckt man, wenn man so etwas sieht." Unerwähnt blieb, dass Taucher nach einer Lungenentzündung generell eine Pause von sechs bis zwölf Monaten einlegen sollten. Häufig werden auch neurologische Effekte wie der zeitweilige Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinnes angeführt – angeblich ein typisches Covid-19-Symptom. Unter den Tisch fällt dabei, dass dies eine längst bekannte Begleiterscheinung von starken Erkältungen und Grippe ist. Andere Berichte heben mögliche Auswirkungen auf verschiedene Organe wie Nieren, Leber oder Gehirn hervor. Unerwähnt lassen sie, dass viele der betroffenen Patienten bereits sehr alt und schwer chronisch vorerkrankt waren. Auch geistern Schreckensnachrichten über eine „mysteriöse Erkrankung bei Kindern“ umher, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen sollen. (1) Die Symptome ähneln stark denen von Patienten, die am sogenannten Kawasaki-Syndrom leiden. Dabei entzünden sich die Blutgefäße im gesamten Körper, einschließlich der Herzkranzgefäße. Hautausschlag, Erbrechen, Durchfall und Fieber treten auf. Laut einem Bericht der „New York Times“ soll bei den meisten Betroffenen das Coronavirus oder zumindest Corona-Antikörper nachgewiesen worden sein. „Ärzte vermuten deshalb, dass ein Zusammenhang zwischen den schweren Symptomen und dem Coronavirus besteht – und es insofern auch zu schwereren Krankheitsverläufen bei Kindern kommen kann“, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Dieser Alarmismus verwundert indes die britische Kawasaki Disease Foundation. Wie sie in einer Pressemitteilung klarstellt, werden zur Zeit nicht mehr, sondern WENIGER Kawasaki-Fälle als üblich gemeldet; von diesen seien nur rund die Hälfte überhaupt positiv auf Coronaviren getestet worden. Kein Journalist, der dem Kawasaki-Horror zu Schlagzeilen verhalf, ging einem Verdacht nach, den Ärzte ungern erwägen: Wurden die „mysteriös“ erkrankten Kinder kurz zuvor geimpft? Wenn ja, was wurde ihnen gespritzt? Das Kawasaki-Syndrom zählt zu den gefährlichsten Nebenwirkungen der umstrittenen Impfungen gegen das Rotavirus – davor warnen manche, aber keineswegs alle Beipackzettel im Kleingedruckten. (2) In den USA finden solche Impfungen routinemäßig zwischen zwei und sechs Monaten nach der Geburt statt. Die WHO empfiehlt sie „für alle Regionen der Welt“. (3) Als Spätfolgen einer Corona-Ansteckung drohen angeblich schwere Lungenschäden. Verschwiegen wird, dass solche Schäden bei SARS-CoV-2-Infizierten insbesondere auftreten, wenn sie invasiv künstlich beatmet werden. Auch gefährliche Infektionen können sie sich dabei einhandeln. Zum Griff in die Gruselkiste lud unabsichtlich auch das Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Hamburg-Eppendorf ein: Bei 7 von 12 obduzierten Covid-19-Opfern seien Thrombosen und Embolien in Herz, Gehirn oder Lunge entdeckt worden. (4) Daraus zieht die Journaille prompt schauderhafte Kurzschlüsse: Also wütet der „Killerkeim“ aus Fernost im Körper von mehr als jedem zweiten Infizierten, indem er Blutgefäße tödlich verstopft? Schon im April 2020 hatte der damalige, inzwischen pensionierte Institutsdirektor Prof. Klaus Püschel festgestellt: So gut wie alle verstorbenen Corona-Patienten, deren Leichen er untersuchte, litten an mehreren schweren Vorerkrankungen an Herz, Lungen und Nieren, an gravierenden Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Krebs, denen sie in nächster Zeit ohnehin erlegen wären. Erhalten sie frühzeitig Blutverdünner, so mag ihr spezielles Risiko, an Gefäßverschlüssen zu sterben, deutlich sinken – ihr Sterberisiko insgesamt aber kaum verbessern. Auch mit Mehrfachinfektionen und „Reaktivierungen“ des Virus wird uns Angst gemacht: Selbst nach überstandener Covid-19-Erkrankung bleibe, womöglich lebenslang, ein Risiko, sich erneut anzustecken. Oder vielleicht „schlummert“ das Virus bloß in uns, um irgendwann, einer tickenden Zeitbombe gleich, erneut zu explodieren? Bei 290 Menschen in Südkorea konnte nach überstandener Coronavirus-Infektion der Krankheitserreger angeblich erneut nachgewiesen werden. (5) Nicht bedacht wurden zwei weniger besorgniserregende Erklärungen: Zum einen könnten die betroffenen Patienten zunächst falsch-negativ getestet worden sein. Zum anderen werden Virusgenome, das heißt das Erbgut des Virus, auch noch lange nach überstandener Infektion ausgeschieden. Ende April 2020 vollzog die koreanische Forschergruppe kleinlaut eine peinliche Rolle rückwärts: Man müsse Messfehler einräumen, so gaben sie zu: „Nicht-infektiöse Virenfragmente“ hätten für falsch-positive Testergebnisse gesorgt. (6) Dieses peinliche Eingeständnis wirft nebenbei ein Schlaglicht auf die bekannte Unzuverlässigkeit der Virentests. Auch diese Gruselmeldung hat es in sich: US-Wissenschaftler vom National Laboratory von Los Alamos in New Mexico wollen einen Mutanten „D614G“ des Coronavirus entdeckt haben, der noch ansteckender sein soll als der ursprüngliche Erreger. In manchen Ländern habe er den ursprünglichen Virenstamm bereits vollständig verdrängt. (7) Doch selbst wenn er für höhere Infektionsraten sorgen würde, besagt dies noch nichts darüber, wie gefährlich er ist. Einen Einfluss auf die Schwere der Krankheit habe die womöglich beschleunigte Ausbreitung nicht, so stellt Friedemann Weber klar, Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Gießen. (8) Und allein die Tatsache, dass ein Virus mutiert, ist alles andere als spektakulär. Influenzaviren gelang dies immer schon – andernfalls gäbe es keine alljährlichen Grippewellen. Ebenfalls Entwarnung gibt eine Studie der Universität Glasgow nach Analyse von 7237 registrierten Mutationen des Virus: Die meisten davon haben anscheinend keinen Einfluss darauf, wie schwer Covid-19 verläuft. Im Vergleich zu anderen RNA-Viren mutiere SARS-CoV-2 zudem eher langsam. "Es ist wichtig, dass sich die Leute keine Sorgen machen über Virusmutationen“, so beruhigt Studienleiter Oscar MacLean. „Mutationen sind normal und man muss mit ihnen rechnen, wenn sich ein Virus durch eine Population bewegt." Lange VOR dem törichten Staatsharakiri namens „Lockdown“ waren alle wichtigen Covid-19-Kennzahlen bereits auf jahreszeitliches Normalniveau geschrumpft, teilweise sogar darunter: Bereits in der ersten Märzhälfte gingen Menschen nicht häufiger als sonst wegen Atembeschwerden zum Arzt; nicht häufiger wurde ein schweres akutes Atemwegssyndrom (SARS) diagnostiziert; nicht häufiger belegten solche Patienten Krankenhausbetten; nicht häufiger starben sie. Was zunahm, war lediglich die Anzahl festgestellter SARS-CoV-2-Infektionen; doch diese hingen von der Zahl der durchgeführten Tests ab, sie waren klinisch bedeutungslos, weil sie nichts über die Gefährlichkeit aussagen. Schon vor dem Lockdown war die Pandemie also in dem Sinne, auf den es ankommt, auf dem Rückzug, inzwischen ist sie vorbei. TROTZDEM machen unsere Regierung und der Expertenzirkel, auf den sie exklusiv hört, uns weiterhin gebetsmühlenhaft weiß: Wir stehen erst am Anfang der Epidemie, weitere Wellen drohen, die Seuche wird mindestens noch bis zum kommenden Jahr weiterwüten, womöglich bleibt sie für immer. Na und? Auch die Influenza-Familie kam, um zu bleiben, ebenso wie 3500 weitere Virenarten auf diesem Planeten. Der Mensch überlebt sie alle und koexistiert mit ihnen. Denn er ist ihnen ungeimpft nicht schutzlos ausgeliefert, sondern verfügt über ein Immunsystem, das seit Hunderttausenden von Jahren darauf trainiert ist, Erreger unschädlich zu machen. Nicht peinlichst befolgte Masken- und Abstandspflicht, sondern die beharrliche Stärkung unserer körpereigenen Abwehrkräfte durch eine gesunde Lebensweise wappnet uns am besten gegen Krankheitserreger. Medien erfinden Corona-Schauergeschichten am Fließband, weil Horrorstories generell „ziehen“, sie sichern Auflagen und Einschaltquoten. Warum ist das so? „Der unersättliche Appetit auf Katastropheninformationen ist psychologisch verständlich - und politisch gefährlich“, schreibt Simon Cottee, ein britischer Kriminologe von der Universität Kent, in einem Beitrag mit dem Titel „Die Welt ist süchtig nach Pandemie-Pornos“ im Online-Magazin FP/Foreign Policy. „Die Coronavirus-Pandemie ist eine globale Katastrophe, die Zehntausende von Menschen getötet und vielen weiteren Menschen Leid und Schmerz gebracht hat, auch denen, die jetzt unter Hausarrest und Ausgangssperre stehen. Aber als öffentliches Spektakel gibt es viele Beweise dafür, dass die Menschen es fesselnd finden. (…) Die Coronavirus-Pandemie hat uns ein neues, überlebensgroßes Monster beschert, (…) ein globales Spektakel, das sonstiges Reality-TV im Vergleich dazu überflüssig und oberflächlich erscheinen lässt. Das ist echtes Drama, da geht es wahrhaftig um Leben und Tod. Und es spielt in Echtzeit, ohne Bearbeitungen. (…) Wie bei allen Ungeheuern wollen viele Menschen die Bestie unbedingt sehen, aber nur aus sicherer Entfernung. Deshalb schalten sie sich täglich ein, um den verheerenden Verlauf der Pandemie zu verfolgen. Sie fixieren sich auf die ‚Kurve‘ seines ‚exponentiellen‘ Bösen. Wie viele hat es dort getötet und infiziert? Wann wird es hier ankommen? (…) Einige von denen, die die Bestie aus nächster Nähe gesehen oder sogar ihre Verwüstungen überlebt haben, sind nur allzu begierig darauf, ihre Erfahrungen an Journalisten oder in Social-Media-Beiträgen weiterzugeben. Und viele von uns sind nur allzu glücklich, in diese Schrecken einzutauchen.“ Die Persönlichkeitspsychologie kennt für das Phänomen einen Fachbegriff: „Angstlust“. Er meint eine zwiespältige Gefühlslage, bei der aus einer bedrückenden Angstphase selbst oder daraus, sie erfolgreich zu überstehen und zu bewältigen, ein lustvolles Erlebnis erwächst. Der Psychologe Siegbert A. Warwitz (9) unterscheidet zwischen dem „Live-Thrill“, bei dem die authentische Angstlust-Erfahrung persönlich und physisch gesucht wird – etwa beim Extrembergsteigen, beim Gleitschirmfliegen, beim Bungee- oder Fallschirmspringen -, und dem „Medialen Thrill“: Hier vermitteln Medien die gewünschten Spannungserlebnisse, aus sicherer Distanz auf vorrangig psychischer Ebene. Einer der größten Spielverderber von Angstlüsternen ist: Aufklärung. Liegt es daran, dass 80 bis 90 % der Bundesbürger die wissenschaftlichen Evidenzen noch immer nicht wahrhaben wollen, welche die „Jahrhundert-Pandemie“ zur besonders ausgeprägten Grippewelle schrumpfen lassen? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.nytimes.com/2020/05/05/nyregion/kawasaki-disease-coronavirus.html; https://www.n-tv.de/panorama/Mysterioese-Krankheit-bei-Kindern-in-New-York-article21760802.html (2) https://www.arznei-telegramm.de/html/2012_10/1210088_02.html; https://www.impfkritik.de/upload/pdf/rotavirus/rotavirus_ira103.pdf (3) https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/325771/WHO-MVP-EMP-IAU-2019.06-eng.pdf?ua=1, S. 49. (4) https://annals.org/aim/fullarticle/2765934/autopsy-findings-venous-thromboembolism-patients-covid-19-prospective-cohort-study; https://nachrichten.idw-online.de/2020/05/08/uke-studie-zeigt-erhoehte-rate-von-thrombosen-und-lungenembolien-bei-covid-19-patienten/ (5) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-09/coronavirus-may-reactivate-in-cured-patients-korean-cdc-says; https://www.focus.de/gesundheit/news/aerzte-in-suedkorea-schlagen-alarm-coronavirus-neue-studie-liefert-beunruhigende-erkenntnisse-reaktivierung-moeglich_id_11870900.html (6) https://news.sky.com/story/coronavirus-scientists-conclude-people-cannot-be-infected-twice-11981721; https://www.focus.de/gesundheit/news/studien-aus-suedkorea-wissenschaftler-korrigieren-ihre-these-frage-nach-erneuter-corona-infektion-geklaert_id_11946532.html (7) https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.04.29.069054v1.full.pdf (8) https://www.focus.de/gesundheit/news/friedemann-weber-im-gespraech-ist-neuer-aggressiver-sars-cov-2-mutant-im-umlauf-virologe-zerlegt-us-studie_id_11962094.html; https://www.focus.de/gesundheit/news/friedemann-weber-im-gespraech-virologe-zu-mutation-sars-cov-2-wird-sich-nicht-veraendern-solange-wir-nicht-immun-sind_id_11953330.html (9) Siegbert A. Warwitz: „Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsversuche für grenzüberschreitendes Verhalten“, 2., erw. Auflage 2016
- Herrlich! Panikvirus wird Fußballtrainer zum Verhängnis
Corona-Dachschaden: Wie Heiko Herrlichs Zahnpasta-Kauf zur Staatsaffäre wurde. HERRLICH! In Augsburg betritt ein 48-Jähriger im Trainingsanzug einen Supermarkt. Möglicherweise mit Mundgeruch und rauher Haut. Wenngleich offensichtlich kerngesund, trägt er vorschriftsmäßig einen Mund-Nasen-Schutz. Eintreten darf er nur samt Einkaufswagen. Also schiebt er brav einen vor sich her. Er besorgt sich Zahnpasta und eine Hautcreme. Dann geht er zurück in sein Hotel nebenan. Hätte bis vor kurzem in und um Augsburg, geschweige denn sonstwo, irgendein Hahn nach einer solchen Lappalie gekräht? Neuerdings schon. Und wie laut! Es ist ja Pandemie, sozusagen. Vom Killerkeim zwar nach wie vor keine Spur. Aber wir stehen ja erst „am Anfang“, wie man uns weismacht. Umso schlimmer und hartnäckiger wütet stattdessen das Panikvirus. Und so hat der unglückselige Supermarktbesucher, Heiko Herrlich heißt er, soeben unfreiwillig für einen Skandal gesorgt, der fast schon alleine auszureichen scheint, um den nationalen Notstand auszurufen. Was hat sich der Ärmste bloß zu Schulden kommen lassen? Er tat, was er nicht durfte. Heiko Herrlich trainiert eine Fußballmannschaft, den FC Augsburg, die vom Samstag 16. Mai an endlich wieder kicken darf, wenn auch in einem leeren Stadion – ebenso wie 35 weitere Profiteams der 1. und 2. Bundesliga. Natürlich nur unter strengen Auflagen, getreu einem vom Bundesinnenminister abgesegneten „Hygiene-Konzept“ der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dieses schreibt vor: Kicker samt Trainer und allen übrigen unumgänglich Beteiligten, vom Masseur bis zum Zeugwart, haben sich „mindestens die letzten 7 Tage vor Saisonbeginn“ in Quarantäne zu begeben – selbst wenn ausnahmslos alle völlig symptomfrei sind und bei keinem einzigen ein Virentest positiv ausgefallen ist. Diese Isolationshaft muss in einem Hotel stattfinden, das niemand verlassen darf - nicht mal, wenn Zahnpasta fehlt. Pechvogel Heiko wird seine lockere Zunge zum Verhängnis. Unbedacht plaudert er gegenüber Journalisten über seine eigenmächtige, nichtautorisierte Warenbeschaffung. Zerknirscht muss er daraufhin ein Kapitalverbrechen zugeben. Oh ja, er habe einen unverzeihlichen Fehler begangen, so kriecht er bei einer Pressekonferenz zu Kreuze, die seltsamerweise NICHT live auf allen Fernsehkanälen mitzuverfolgen ist. Selbstverständlich ziehe er die notwendigen Konsequenzen: Zum ersten Duell gegen den VfL Wolfsburg werde er NICHT auf der Trainerbank sitzen. Freiwillig setzt er ein Spiel aus, zum Zwecke der Selbstbestrafung, der allseits augenfälligen Buße, der Wahrung einer Vorbildfunktion. Und reumütig twittert er: „Wenn jeder versucht, das Hygienekonzept der DFL bestmöglich umzusetzen, dann wird das Restrisiko minimiert. Daran muss sich JEDER mit ABSOLUTER DISZIPLIN halten!" Das geschieht ihm ganz recht, oder? Umgehend distanziert sich die Klubführung von Herrlichs "gedankenlosem Handeln“. Die DFL gibt sich „alles andere als erfreut“. Der Spiegel zeigt der Nation pflichtbewusst einen „Verstoß gegen Quarantäne-Regeln“ an. Dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge „verdeutlicht“ Heikos Fehlverhalten „frappierend, dass nicht überall angekommen ist, worum es geht. Noch immer nicht.“ Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt seinen Senf dazu: Man müsse sich an die Regeln halten, so bewertet er in der Bild-Zeitung Herrlichs gemeingefährliche Regelverletzung. „Jedes Fehlverhalten“ wiege „doppelt schwer“. Die ARD meldet, immerhin müsse Herrlich „nicht um seinen Job fürchten“. (1) So viel arbeitsrechtliche Nachsicht verstört: Immerhin hätte der grob fahrlässige Kerl womöglich um ein Haar im Alleingang die „Zweite Welle“ ausgelöst. Ob der Delinquent beim nächsten Spiel wieder coachen darf, stand zunächst in den Sternen. Denn jetzt, nach dem brandgefährlichen, unverantwortlichen Ausflug in die virenverseuchte Hotelumgebung, muss Heiko erst mal „zwei negative Testergebnisse“ vorweisen können. Erst dann, so teilt sein Verein mit, werde er „die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen“ dürfen. Wieso dehnt die DFL die Virentests eigentlich nicht sogleich auf das gesamte Hotelpersonal aus? Müssten darüber hinaus nicht mögliche Infektionsketten zu sämtlichen Leuten getrackt werden, die seit Heikos törichter, geradezu suizidaler Exkursion das Hotel betraten: von der Putzfrau über den Postboten und den Techniker bis zum Getränkelieferanten? Vorsichtshalber empfiehlt sich, ganz Augsburg für die kommenden Wochen hermetisch abzuriegeln – oder, sicher ist sicher, gleich den gesamten Freistaat, mit unerbittlichen Kontrollen auch an den innerdeutschen Landesgrenzen zu Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Wie so etwas geht, kann Markus Söder von den Chinesen abgucken. Tröstlicherweise blieben Heiko am Nachmittag des 16. Mai immerhin 105 zusätzliche Minuten (Spieldauer plus Halbzeitpause), um ausgiebig Dentalhygiene sowie Hautpflege zu betreiben. Bloß vor dem Fernseher konnte der arme Tropf mitverfolgen, wie 22 Kicker anderthalb Stunden lang, ohne Atemschutzmaske, gebotene Sicherheitsabstände schamlos verletzen, Kopf an Kopf Zweikämpfe um sorgsam desinfizierte Bälle führen, übereinanderpurzeln und sich gegenseitig virenlastige Atem-Aerosole in die verschwitzten Gesichter hauchen. (Unbestätigten Gerüchten zufolge warteten Jens Spahn, Markus Söder und Karl Lauterbach nach Spielende auf der Intensivstation des Augsburger Krankenhauses darauf, mit den 22 persönlich ein letztes Vaterunser zu beten und den Hinterbliebenen zu kondolieren.) Kurz nach Abpfiff des ersten Spieltags nach 66 Tagen Zwangspause konnten Deutschlands Leitmedien erleichtert Entwarnung geben: Trotz gelegentlich verantwortungsloser Körperkontakte hustete kein Akteur auffällig. Bis kurz vor Spielbeginn, bei der Platzbegehung, hatten alle noch artig Masken getragen. Sämtlichen Trainerkollegen von Heiko gelang es, in vorauseilendem Gehorsam die Verhaltenserwartungen des „Hygienekonzepts“ sogar überzuerfüllen. Auch ohne die kurzfristig abgeschaffte Maskenpflicht trugen sie am Spielfeldrand artig Mundschutz, allein schon zwecks Lebensrettung der Linienrichter, die häufig bloß wenige Meter entfernt mit ihrem Fähnchen wedelten. Fernsehinterviews absolvierten sie mit Mikro an einer langen Angel. Ihre Ersatzspieler setzten sie auf die Bank mit jeweils drei Plätzen Abstand voneinander. In Geschichtsbüchern für künftige Generationen festzuhalten gilt es allerdings eine ungeheuerliche Entgleisung, deren epidemiologische Langzeitfolgen das Robert-Koch-Institut mindestens bis zur nächsten Pandemie beschäftigen dürften. Nach einem Eigentor der Hoffenheimer Gegenseite ließ sich der Spieler Marko Grujic von der Berliner Hertha zu einem unhygienischen Torjubel hinreißen: Er küsste seinem Teamkollegen Kevin Akpoguma auf die Wange, was der Schiedsrichter unverständlicherweise durchgehen ließ, anstatt sofort die Rote Karte zu zücken. Gibt es eine gröbere Unsportlichkeit, als jemandem mit feuchten Lippen Killerkeime ins Antlitz zu schmieren? Ein Massensterben unter Deutschlands Balltretern verhindert das „Hygienekonzept“ gottlob, indem es zumindest beim Training nur kontaktfreie Übungen erlaubt. Zudem lässt es bloß ein paar hundert Profis draufloskicken, schließt Amateure aber aus Infektionsschutzgründen weiterhin gnadenlos vom Spielbetrieb aus. Vermutlich haben Christian Drosten und Lothar Wieler herausgefunden, dass die Corona-Reproduktionsrate erst unterhalb einer Million Jahreseinkommen besorgniserregend ansteigt. Eine Woche zuvor hatte ein Spieler von Hertha BSC, Salomon Kalou, „für großes Aufsehen und Entsetzen weit über den Profifußball hinaus gesorgt“, wie Deutschlands größter Internet-Nachrichtendienst, t-online.de, zu vermelden wusste. Kalou hatte Szenen aus der Umkleidekabine des Berliner Bundesligisten gefilmt und live verbreitet. Auf den Aufnahmen war unter anderem zu sehen, wie er Teamkollegen … WAS antat? ER. GAB. IHNEN. DIE HAND! Warum vermitteln alle staatstragenden Geister – vom Minister über den Virologen, den Institutsdirektor und den Chefredakteur bis zum Fußballpräsidenten – den zwingenden Eindruck, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben, womöglich wegen zerebraler Folgeschäden einer SARS-CoV-2-Infektion? Vermutlich deshalb, weil sich sämtliche Inhaber einer gewissen Restintelligenz bereits geschlossen ins Lager der Verschwörungstheoretiker abgesetzt haben. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) ARD Text Tafel 205, 15.5.2020.
- Coronoia: Warum schweigen Ärzte?
Ein Großteil der deutschen Ärzteschaft versagt an der Aufgabe, der gegenwärtigen Massenhysterie aufklärend zu begegnen - und einem hyperaktiven Fürsorgestaat Widerstand zu leisten. 380.000 Ärzte sind bundesweit tätig. Warum raffen sich seit Monaten bloß ein paar Dutzend dazu auf, dem Corona-Wahn öffentlich Paroli zu bieten? Wieso sprechen sie nicht unüberhörbar aus, was sie alle wissen müssten, aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung? Weshalb machen Deutschlands Ärzte nicht Druck auf ihre mächtigen Standesvertretungen, dabei voranzugehen? Wieso lassen sie couragierte Kollegen wie Wolfgang Wodarg und Claus Köhnlein, Bodo Schiffmann und Marc Fiddeke, Walter Weber und Heiko Schöning im Stich? Wie können sie tatenlos zusehen, wie diese Mahner mundtot gemacht, öffentlich verhöhnt und diffamiert werden, so als handle es sich um therapiebedürftige Geisteskranke, die irren „Verschwörungstheorien“ fröhnen? Gibt es in Deutschland denn irgendeinen Arzt, der außerstande ist, den Schwindel zu durchschauen? Wenn uns Regierende wie Angela Merkel weismachen, dass „Corona eine Gefahr für jede und jeden von uns ist und bleibt“, dann täuschen sie das Volk; tun sie das wider besseres Wissen, so lügen sie. Punkt. Für Junge, für Gesunde, für nicht mehrfach Vorerkrankte sind SARS-CoV-2-Infektionen nicht bedrohlicher als Gewitterblitze. Erinnert sich nicht jeder Arzt an frühere Grippewinter, insbesondere an die Influenzawellen 2012/13, 2014/15, 2016/17 und 2017/18, mit jeweils 20.000 bis 25.000 Todesopfern? (Gemäß „Exzess-Schätzungen“ des Robert-Koch-Instituts.) Durchschaut daher nicht jeder Arzt mühelos, wie münchhausenhaft die offizielle „Killerkeim“-Story übertreibt? Ist nicht allen Ärzten klar, dass die veröffentlichten Todeszahlen dreiste Fake News sind – weil nicht jeder, der MIT etwas stirbt, es DESWEGEN tut? Ist H2O etwa ein Killer ohnegleichen, weil sich in ausnahmslos jeder Leiche Wasser feststellen lässt? Warum geht anlässlich der penetranten Volksverarsche um angebliche „Corona-Opfer“ nicht längst ein Aufschrei der Empörung durch die deutsche Ärzteschaft? Und ist nicht jedem Arzt bekannt, wie fehleranfällig die eingesetzten PCR-Tests auf SARS-CoV-2 sind – dass sie nicht bloß bei aktiven Erregern anschlagen, sondern auch bei harmlosen Genomschnipselchen? (1) Ist nicht jedem Arzt klar, dass Infektionsraten allein dadurch ansteigen können, dass häufiger getestet wird? Je mehr man sucht, desto öfter wird man fündig. Müsste denn nicht jeder Arzt ohne weiteres imstande sein, Infektion und Erkrankung auseinanderzuhalten? Ist nicht jedem klar, dass die bloße Anzahl der Infizierten und daraus abgeleitete Werte - wie die ominöse Reproduktionsrate R und die Verdopplungszahl -, oder die Länge irgendwelcher „Infektionsketten“ rein gar nichts darüber aussagen, wie schlimm Covid-19 ist? Vermag nicht jeder Arzt den Wochenberichten und Epidemiologischen Bulletins des Robert-Koch-Instituts mühelos zu entnehmen, dass diese „Pandemie“ nach jedem vernünftigen klinischen Maßstab VORBEI ist: nach der Häufigkeit tatsächlicher Erkrankungen, nach der Schwere der Krankheitsverläufe, nach der Anzahl der Einweisungen ins Krankenhaus und der Verlegung auf die Intensivstation, nach den Sterberaten? Warum lassen Mediziner belanglose Horrorstatistiken unkommentiert stehen? Wie können sie eine Zwangsquarantäne für einen ganzen Wohnblock, eine ganze Belegschaft, eine ganze Hochzeitsgesellschaft abnicken, auch wenn sämtliche Eingesperrten beschwerdefrei, kerngesund und putzmunter sind, inklusive der paar positiv Getesteten? Welche absurde Begrifflichkeit findet da Anwendung? Das Krisenjahr 2020 beschert uns das Unding einer „symptomfreien Krankheit“ – dürfen wir nun auch mit eckigen Kreisen rechnen? Und à propos Definition: Wie kann es einem Arzt NICHT seltsam vorkommen, dass ein Erreger, der bei vier von fünf Infizierten keinerlei Symptome auslöst, nach der Krankheit benannt wird, die ihm schlimmstenfalls folgt? SARS-CoV-2 führt nur selten zu SARS. Sollten wir „Koitus“ in „Myokarditus“ umbenennen, weil Geschlechtsverkehr zum Herzinfarkt führen kann? Wie kann ein Arzt nutzlose, kontraproduktive „Schutz“maßnahmen widerspruchslos hinnehmen? Wer seine verängstigten Patienten im Glauben lässt, dass rund 150 Nanometer kleine Viren an selbstgenähten Stofflappen abprallen, könnte ihnen ebensogut empfehlen, gegen Pollen, Feinstaub und Stechmücken ein Stück Maschendrahtzaun oder ein Fischernetz am Fensterrahmen zu befestigen. Wieso nimmt es die Ärzteschaft hin, dass ausschließlich ein auf Alarm gebürsteter Virologe über seuchenpolitische Erfordernisse mitreden darf – nicht aber Immunologen, Epidemiologen und Rechtsmediziner? Wie können Ärzte zu den verheerenden medizinischen Folgen der staatlichen Corona-Maßnahmen guten Gewissens schweigen? Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass diese „Kollateralschäden“ jene, die Covid-19 anrichtet, eher noch übersteigen. (2) Mindestens die Hälfte der statistischen „Übersterblichkeit“ der vergangenen Monate dürfte demnach nicht etwa von einem schlimmen Fledermausvirus aus Fernost herrühren. Die wahren Ursachen hat keine Berufsgruppe so hautnah miterlebt wie die Ärzteschaft: unter anderem coronabedingte Absagen oder Neuterminierungen von Operationen – in erschreckend hoher Zahl, wie ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums am 7. Mai in einem Gutachten einräumte: „Im März und April wurden 90 % aller notwendigen OPs verschoben bzw. nicht durchgeführt. Das heißt, 2,5 Millionen Menschen wurden in Folge der Regierungsmaßnahmen nicht versorgt (…) obwohl dies nötig gewesen wäre. Die voraussichtliche Sterberate lässt sich nicht seriös einschätzen; Vermutungen von Experten gehen von Zahlen zwischen unter 5.000 und bis zu 125.000 Patienten aus, die aufgrund der verschobenen OPs versterben werden/schon verstarben." (3) „Bis zu 125.000“! Dies überträfe die offizielle Zahl der „Corona-Todesfälle“ um das 14-FACHE (!). Hinzu kamen unterlassene Behandlungen, selbst bei Krebs und in Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall; versäumte Vorsorgeuntersuchungen; fehlende Lebendspenden bei Transplantationen; miserable Versorgung von Pflegebedürftigen. Viele Patienten, die dringend ärztlich untersucht, beraten und therapiert werden sollten, trauten sich nicht mehr in eine Praxis oder ins Krankenhaus, aus panischer Angst, sich anzustecken. In Heimen starben viele Alte vermutlich weniger am Virus als an wochenlangem Stress und Isolation. (4) Selbstmorde und Suizidversuche nahmen vielerorts drastisch zu. (5) In Wahrheit haben die Lockdowns keine Leben gerettet, sondern unzählige gekostet: Diese Ansicht vertritt kein Geringerer als der Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt, Professor an der US-Eliteuniversität Stanford. (6) Kann diese Befürchtung einen Arzt kaltlassen? Wie kann ein Arzt die atemberaubend hirnrissige Behauptung von regierenden Medizinlaien und regierungstreuen Mainstream-Medien unwidersprochen stehenlassen, ohne Gesichtsmasken, Sicherheitsabstände und Kontaktbeschränkungen seien wir „dem Virus SCHUTZLOS AUSGELIEFERT“? (7) Wie kann ein medizinisch Gebildeter NICHT darauf hinweisen, dass der menschliche Organismus auch in Coronazeiten keineswegs aufgehört hat, über ein Immunsystem zu verfügen? Wie sonst könnten 99,8 bis 99,9 % aller Infizierten eine Infektion ÜBERSTEHEN - darunter übrigens etliche Greise über hundert Jahren? Weshalb ringt sich nicht jeder Arzt zu der ehrlichen Klarstellung durch: Wer einer Corona-„Risikogruppe“ angehört, hat sich häufig selber hartnäckig darum beworben – durch beharrlichen, verantwortungslosen Raubbau an der eigenen Gesundheit, etwa indem er sich seit langem minderwertig ernährte und bewegungsfaul war, zuviel qualmte und trank. Auffallend viele Übergewichtige, Typ-2-Diabetiker und Kettenraucher zahlen in Coronazeiten einen absehbaren Preis für freiwilliges Fehlverhalten. Ein Staat, dem das Wohlergehen seines Volkes aufrichtig am Herzen liegt, würde es nicht aufs bange Abwarten eines riskanten Impfstoffs einschwören, sondern zu gesundheitlicher Eigenverantwortung anhalten – und Anreize dazu schaffen. Ganze Länder in Haftanstalten zu verwandeln, alles öffentliche Leben einzufrieren, die Weltwirtschaft zu ruinieren, wäre hierzu nicht nötig gewesen. Wie könnte irgendein Arzt NICHT durchschauen, worum es in Wahrheit geht, wenn uns die Bundeskanzlerin am 17. Juni ein weiteres Mal einschärft: „Solange kein Impfstoff gefunden ist, müssen wir weiter mit dieser Pandemie leben"? (8) Dieses Junktim, das auf eine schamlose Erpressung hinausläuft („Freiheit erst gegen Spritze“), ist ungeheuerlich. Muss im Pschyrembel demnach der Begriff „Pandemie“ schleunigst umdefiniert werden?: „ein Zustand globalen Ausharrens in gespannter Erwartung, dessen wesentliches und womöglich einziges Merkmal in der Abwesenheit eines Vakzins besteht. Dieser Zustand kann unabhängig davon fortbestehen, wie es um die Gesundheit der Weltbevölkerung tatsächlich bestellt ist“. SO ETWAS lassen Deutschlands Mediziner ihrer Regierung durchgehen? Im Ernst? Klinikärzte müssen kuschen. Doch wie steht es mit den niedergelassenen? Ja, auch sie haben viel zu tun. Doch fände nicht jeder die Zeit für mindestens einen geharnischten Leserbrief in der Lokalzeitung? Für einen aufklärenden Aushang im Wartezimmer? Für einen Appell an die eigene Standesvertretung? Für einen öffentlichen Vortrag in seiner Heimatstadt, zumal er damit zusätzliche Patienten gewinnen könnte, falls ihm seine Praxis nicht voll genug ist? Für die Teilnahme an einer Demonstration, um Solidarität zu bekunden mit Bürgern, die sich gegen die heraufziehende Hygienediktatur und die unverhältnismäßige Einschränkung grundlegendster Menschenrechte zurecht wehren? Gibt es für Ärzte in Coronazeiten außer einem Mangel an Schutzausrüstung denn keinen Grund zu protestieren? (9) Befreit ein „Dr.med.“-Titel von staatsbürgerlicher Verantwortung? Wie kann ein Arzt, selbst wenn er Corona-Ängste vollauf berechtigt und Infektionsschutz à la SpahnDrostenSöderMerkel prima findet, Kollegen im Stich lassen, die schikaniert, eingeschüchtert, erpresst werden, weil sie sich den Mund nicht verbieten lassen? Es häufen sich Fälle, in denen Ärzte, kaum dass sie ihre abweichende Meinung öffentlich gemacht haben, Ermahnungen und Zurechtweisungen von Behörden im Briefkasten vorfinden, Besuch vom Gesundheitsamt und der Polizei bekommen, eine „Hygiene-Überprüfung“ ihrer Praxis hinnehmen müssen. Ihnen droht der Entzug der Approbation. Selbst eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie wird ihnen in Aussicht gestellt. So weit sind wir schon. Immerhin befürworten nur noch 50 % der deutschen Fachärzte die Corona-Maßnahmen der Regierungen; bei einer Erstbefragung im März waren es noch 81 %. 63 % sind dafür, „das öffentliche und wirtschaftliche Leben wiederherzustellen“. 83 % vermissen in den Medien eine ausgewogene Berichterstattung, 63 % eine konstruktive Fachdiskussion von Experten mit unterschiedlichen Standpunkten. Jeder Dritte sieht die freie Meinungsäußerung in der Wissenschaft bedroht. (10) Sollten darauf nicht Taten folgen? Seit Jahrzehnten genießen Ärzte das mit Abstand höchste soziale Ansehen aller Berufsstände. Es inmitten dieser künstlich geschürten Krise NICHT zu nutzen, um dauerhaften Schaden von unserem Gemeinwesen abwenden zu helfen, ist eine unverzeihliche Unterlassungssünde. Etwas mehr als ein Dreivierteljahrhundert ist es her, dass ein Großteil der deutschen Ärzteschaft schon einmal an der historischen Herausforderung versagte, sich einem Massenwahn geschlossen entgegenzustellen. Jeder, der in der gegenwärtigen Wendezeit auf Widerstand verzichtet, trägt eine Mitschuld an der düsteren Zukunft, die über uns hereinzubrechen droht. Haben Ärzte denn keine Kinder und Enkel, um deren weiteres Schicksal sie sich neuerdings allergrößte Sorgen machen müssten? In welch schöner neuer Welt werden sie die nächste Generation früher oder später alleinlassen? Drei heiße Tipps für Ärzte, die sich engagieren wollen: - der soeben ins Leben gerufene Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ (11) - die neue Partei „Widerstand 2020“, mitgegründet von dem Arzt Dr. Bodo Schiffmann, Leiter einer Schwindelambulanz im nordbadischen Sinsheim. (12) - „Arzte für Aufklärung“, eine Initiative von vier Hamburger Ärzten. (13) Letztere erinnern ihre Kollegen an den Ärzteeid. Wer ihn ablegt, verpflichtet sich unter anderem darauf, „die Rechte meiner Patienten zu respektieren und ihnen zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. (…) Ich betreibe eine Medizin nach Augenmaß und empfehle oder ergreife keine Maßnahmen, die nicht medizinisch indiziert sind. (…) Ich sehe von allen Maßnahmen ab, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Linderung ihrer Beschwerden, der Heilung ihrer Krankheit oder der Verhütung einer Erkrankung stehen. (…) Ich fördere die Gesundheitskompetenz meiner Patientinnen und Patienten.“ Kann sich jemand, nachdem er so etwas gelobt hat, noch zum Sprachrohr und Handlanger von coronoiden Seuchenschützern machen? „Be the change you want to see in the world“: Dieses weise Motto, das Mahatma Gandhi zugeschrieben wird, ziert einen Rucksackbeutel der Stiftung Auswege. (14) Wir sollten es beherzigen. Darauf kommt es heute dringender an denn je. Ja, auch für Ärzte. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32219885/ (2) https://www.hsj.co.uk/commissioning/thousands-of-extra-deaths-outside-hospital-not-attributed-to-covid-19/7027459.article (3) https://jimdo-storage.global.ssl.fastly.net/file/57893c42-3457-400c-8561-82d13c63ee65/BMI-Papier%20KM%204%20%E2%80%93%2051000%20%C3%84RZTE-F%C3%9CR-AUFKL%C3%84RUNG.pdf; https://www.welt.de/wirtschaft/article208557665/Wegen-Corona-In-Deutschland-wurden-908-000-OPs-aufgeschoben.html (4) https://www.theguardian.com/world/2020/jun/05/covid-19-causing-10000-dementia-deaths-beyond-infections-research-says (5) https://www.bz-berlin.de/berlin/michael-tsokos-berlins-bekanntester-gerichtsmediziner-spricht-von-corona-suiziden-durch-panikmache; https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/suizide-in-berlin-steigen-im-ersten-quartal-drastisch/ (6) https://www.telegraph.co.uk/news/2020/05/23/lockdown-saved-no-lives-may-have-cost-nobel-prize-winner-believes/ (7) https://www.br.de/nachrichten/bayern/soeder-fuer-verlaengerung-der-kontaktbeschraenkungen,S01N7ee; https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-pflege-altenheime-atemschutzmasken-1.4858231; https://taz.de/!5677377/; https://www.rtl.de/cms/textilarbeiter-in-bangladesch-sind-coronavirus-ausgeliefert-4531554.html; https://www.nwzonline.de/vechta/vechta-lengerich-corona-krise-kossen-migranten-schutzlos-ausgeliefert_a_50,7,3320202383.html; https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Slums-sind-Corona-Wucht-schutzlos-ausgeliefert-article21666031.html; https://www.pharmazeutische-zeitung.de/corona-krise-koennte-impfbereitschaft-foerdern-117570/; https://www.domradio.de/themen/menschenrechte/2020-04-08/schutzlos-ausgeliefert-menschenrechtler-corona-bedroht-roma-auf-dem-westbalkan; https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-06/amazonien-indigene-coronavirus-tote-medizin-interview.html (8) https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88072660/live-stream-merkel-und-soeder-sprechen-ueber-neue-corona-lockerungen.html (9) https://www.dw.com/de/corona-krise-haus%C3%A4rzte-protestieren-nackt/a-53318537 (10) Nach zwei Umfragen der Uni Tübingen unter 178 bzw. 197 Fachärzten Ende April bzw. im März, s. https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/aerzte-beklagen-einseitigen-blick-auf-corona-1239356405.html (11) https://www.mwgfd.de/ (12) https://widerstand2020.de/ (13) https://www.ärzte-für-aufklärung.de/ (14) https://suprcomstiftung-auswege-shop.mysupr.de/produkt-kategorie/alle-produkte/rucksack-gymbag/
- 75 Euro dürften reichen.
Wie die Pandemie zu beenden wäre – sofort und spottbillig. Auf rund 36 Milliarden Euro schätzt UN-Generalsekretär Antonio Guterres „die weltweit für den Kampf gegen die Pandemie benötigten Mittel“. Mittel wofür? „Impfstoffe und wirksame Arzneien gegen das Coronavirus“. 908 Millionen Euro hat Deutschland dafür zugesagt. Wie wirksam, sicher und gut verträglich die Medikamente und Vakzine sein werden, steht freilich in den Sternen. Ob sie dem SARS-CoV-2-Virus eher beikommen werden als ein intaktes Immunsystem? Immerhin lässt es weltweit 99,99 % aller Menschen, und selbst 99,7 % der Infizierten, überleben. Wie viel gedenken die Vereinten Nationen in DESSEN Stärkung zu investieren? Einen ebenso naheliegenden wie garantiert zielführenden Ausweg aus der Corona-Falle hätte die UNO bereits voll finanziert, wenn jeder ihrer 193 Mitgliedsstaaten 26 Eurocent locker machen würde. Der Kostenvoranschlag hierfür müsste zumindest Friedrich Merz gefallen, weil er auf einen Bierdeckel passt. Gegenüber Guterres´ Schätzung weist er sechs nobelpreiswürdige Vorzüge auf: (1.) Er reduziert die erforderlichen Ausgaben um geschätzte 99,9999999999 %. (2.) Er ist GARANTIERT wirksam, sicher und gut verträglich. (3.) Er ist SCHON HEUTE umsetzbar. (4.) Er führt SOFORT zum Ziel. (5.) Er verhindert künftigen Fehlalarm. (6.) Die chronisch unterfinanzierte WHO kriegt ihn honorarfrei. Pi mal Daumen dürften nämlich ungefähr 75 Euro genügen, um die Coronakrise umgehend zu beenden. So viel kostet im Schnitt die halbe Arbeitsstunde eines gut bezahlten Online-Redakteurs. Mehr Zeit dürfte er nicht benötigen, um auf der UN-Website ein paar Zeilen auszutauschen: nämlich die Definition des Pandemiebegriffs. Neu getextet werden muss sie nicht. Es genügt, per Copy&Paste jene Version wiederherzustellen, die vor Mai 2009 galt. Bis dahin sah die WHO eine wesentliche Bedingung einer Pandemie darin, dass es zu einer „enormen Anzahl von Todesfällen und Erkrankungen“ in mehreren Staaten kommt. Erst seit Mai 2009 kann sie eine Pandemie bereits dann ausrufen, wenn sich ein Erreger schnell und massiv in mindestens zwei der sechs WHO-Regionen AUSBREITET. Die Passage, in der eine „beträchtliche Zahl von Toten“ vorausgesetzt wird, fiel kurzerhand weg. (1) Von der tödlichen Seuche zum gehypten Seuchlein – Wie die WHO pharmagesteuert einen Begriff vergewaltigte Der entscheidende Unterschied: Die alte Definition lenkte den Blick auf den TATSÄCHLICHEN gesundheitlichen Schaden, den ein Erreger anrichtet – darauf, wie viele Menschen weltweit erkranken und sterben, statt darauf, wie viele ihn bloß mit sich herumtragen, selbst wenn sie dabei putzmunter, topfit und kerngesund bleiben. Bangemache mit klinisch bedeutungslosen Infektionszahlen, bei insgesamt mildem Verlauf, könnte erst gar nicht stattfinden. Warum gerade im Frühjahr 2009? (2) Am 30. Januar 2020 rief die WHO eine „internationale Gesundheitsnotlage“ aus. (3) Auf welcher Datengrundlage? Bis zum selben Tag hatte die Johns-Hopkins-University 8.234 „Infizierte“ und 171 „Corona-Opfer“ registriert. Am 11. März stufte die WHO die „Notlage“ zu einer „Pandemie“ hoch. (4) Bis dahin wiesen die Hopkins-Statistiken 126.559 Infizierte und 4.611 „Covid-19-Opfer“ aus. Schon damals, in der ersten Märzhälfte, zeigten Studien aus mehreren Ländern an: Anfängliche Horrorprognosen eines exponentiell wachsenden Leichenbergs von Millionen Corona-Opfern waren zutiefst unseriös. Mindestens 99,6 Prozent der „Infizierten“ überlebten, davon 80 % völlig beschwerdefrei, weitere 15 % mit bloß milden Symptomen. Also musste man sich bloß um 0,4 % = 506 (!) Infizierte größere Sorgen machen. Und ebenso offenkundig war bereits am 11. März, dass die offiziellen Sterbestatistiken auf vielerlei trickreiche Weisen, die mehr mit Betrug als Wissenschaft zu tun haben, aufgebläht wurden: Wer mit positivem SARS-CoV-2-Test starb, tat es WEGEN des Virus; allein schon der Augenschein genügte für einen entsprechenden Eintrag im Totenschein, obwohl es ein spezifisches Krankheitsbild von Covid-19 gar nicht gibt. Wer bei einem Unfall, an einem Infarkt, bei einem Attentat stirbt, zählt als „Corona-Toter“, falls er vor ein paar Wochen positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. Wäre die Gefahr auch nur annähernd so monströs, wie Politik und Medien der Welt weismachen: Wozu dann die monströsen Datenfälschungen? Unter solchen Vorzeichen lehnt sich niemand zu weit aus dem Fenster, wenn er vermutet: Die Zahl der Gesunden, die einzig und allein das Virus ins Grab beförderte, lassen sich womöglich an den Fingern einer Hand abzählen. Vielleicht sind es bloß ein paar Hunderte. Wer höher schätzt, ignoriert die Zwischenbilanz des Rechtsmediziners Prof. Püschel vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Bei den ersten 250 vermeintlichen „Corona-Opfern“ der Hansestadt fand sein Team KEINEN EINZIGEN, der nicht an mindestens einer schweren Vorerkrankung litt. Demnach ist die Entscheidung, Pandemie-Alarm zu schlagen und entgegen der Datenlage stur beizubehalten, in etwa so rational wie eine Hurrikanwarnung anlässlich einer frischen Brise. Warum nicht zurück zum alten Pandemiebegriff? Immerhin ersparte uns der alte Pandemiebegriff etliche Weltwirtschaftskrisen, etliche hygienediktatorische Attentate auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung, etliche Komaphasen des öffentlichen Lebens. Zu alledem hätte es nämlich, nach den Maßstäben von 2020, schon mehrere Dutzend mal im 20. und frühen 21. Jahrhundert kommen müssen – wie übrigens auch bei den schweren Grippewellen 2012/13, 2014/15, 2016/17 und 2017/18. Nach offiziellen Statistiken forderten sie drei- bis viermal mehr Todesopfer, als uns heute bei Covid-19 weisgemacht wird. Was verhindert die Rückkehr zum alten Pandemiebegriff? Wer das herausfinden will, muss die Zusammensetzung der WHO-Expertenriege berücksichtigen, deren exklusiver Definitionsmacht sich ein ganzer Planet unterworfen hat. Er sollte die Interessenkonflikte des Gremiums hinterfragen - und nachforschen, ob sie sich 2020 denn in Luft aufgelöst haben. Nachforschen konnte lange Zeit niemand. Denn die WHO hielt die Identität der Mitglieder ihres „Emergency Committee“, das sie zum Thema Pandemie berät, streng geheim. Wozu denn? Offiziell wollte die WHO ihre Seuchenexperten somit „vor Beeinflussungen schützen“. Tatsächlich schützte sie die Betreffenden vor peinlichen Enthüllungen, auf wessen Honorarlisten sie stehen. Auf öffentlichen Druck hin listet die WHO die Komitee-Mitglieder, aktuell zwölf, neuerdings namentlich auf – weiterhin allerdings ohne die geringsten Hinweise darauf, ob und inwieweit sie mit der Pharmaindustrie und pharmanahen Geldgebern finanziell verbandelt sind. Nur bei vier derzeitigen oder früheren Mitgliedern und Beratern räumt sie gewisse nicht näher erläuterte „Interessen“ ein. Diese, so versichert uns die WHO, führen allerdings „nicht zu einem Interessenkonflikt, so dass der betreffende Experte ganz oder teilweise von der Teilnahme am Notfallausschuss ausgeschlossen werden sollte“. Um welche Verstrickungen es sich handelt, wird nur „innerhalb des Ausschusses offengelegt, so dass andere Mitglieder davon Kenntnis haben.“ Außenstehende haben sie nichts anzugehen. Im übrigen „erklären alle anderen Mitglieder des Notfallausschusses, keine relevanten Interessen zu haben.“ Ist es demnach ganz und gar „irrelevant“, was sich beispielsweise über die Komitee-Vorsitzende Helen Rees in den Weiten des Web ausfindig machen lässt? Das Wits Reproductive Health and HIV Institute der Universität von Witswatersrand in Johannesburg, Südafrika, das sie leitet, zählt zu seinen „Partnern und Sponsoren“ die Bill & Melinda Gates Foundation – sowie einige Giganten der Pharmabranche, von GlaxoSmithKline über Abbvie und Janssen bis zu Merck und Pfizer. Über Rees´ WHO-Kollegen steht zumindest so viel fest: Auf ihren Komiteesesseln säßen sie wohl kaum, wenn sie es je gewagt hätten, den Interessen der WHO-Geldgeber in die Quere zu kommen. Die WHO finanziert sich wie? Zu 80 % aus Spenden von Pharmaunternehmen - auf der Liste der „Wohltäter“ stehen Namen wie Bayer AG, Merck, Novartis, GlaxoSmithKline -, von pharmanahen Einrichtungen wie der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sowie der von Gates mitfinanzierten „Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung“ (GAVI). (5) Ein Großteil dieser milden Gaben ist zweckgebunden. Das heißt, der Spender legt fest, wofür die WHO sie ausgeben darf: welche Forschung gefördert wird, welche medizinischen Maßnahmen in welchem Land ergriffen werden. (6) Nach dem kürzlichen Finanzierungsstopp seitens der Vereinigten Staaten, des bisherigen Hauptsponsors, wird der Einfluss privater Geldgeber auf die WHO weiter wachsen. Schon vorher galt, was der Deutschlandfunk im Mai 2017 über die „Weltgesundheitsorganisation am Bettelstab“ konstatierte: „Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“. (7) Schweinegrippe 2.0 – Déjà-vus ohne Ende Dieser finanzielle Hintergrund wirkt sich nicht im geringsten auf das Seuchenmanagement der Weltgesundheitswächter aus? So hieß es offiziell auch schon beim haarsträubenden Schweinegrippe-Fehlalarm 2009. Nicht die WHO, sondern die Fachzeitschrift „British Medical Journal“ deckte hinterher auf: Mehrere Komiteemitglieder kassierten Zuwendungen der Pharmariesen GlaxoSmithKline und Roche. (8) Auf diese Weise „verseucht die WHO das Vertrauen der Verbraucher“, titelte „Der Spiegel“ damals – ein irgendwann einmal kritisch-investigatives Nachrichtenmagazin, das Gerüchten zufolge im Jahre 2020 unter demselben Namen immer noch existieren soll. Der pharmaunabhängige Arzneimittelbrief fand im September 2009 deutliche Worte über den Skandal: „Für die Regierungen, die WHO und die Pharmaindustrie ist es natürlich ideal, eine harmlose Erkrankung als Weltbedrohung aufzubauen, gemeinsam davon zu profitieren und am Ende sich gegenseitig zu beglückwünschen, wie gut doch durch die enge Zusammenarbeit die Bedrohung abgewendet wurde.“ Aber wer erinnert die verängstigte Masse heute noch an frühere Infektwellen? „Um die Lügen der Gegenwart durchzusetzen, ist es notwendig, die Wahrheiten der Vergangenheit auszulöschen“, wusste George Orwell schon vor über 70 Jahren. Wie die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags noch im März 2019 feststellten, sehe sich „die WHO zunehmend Kritik ausgesetzt, wonach externe nicht-staatliche Akteure wie Unternehmen oder Stiftungen Einfluss auf das operative und normative Geschäft der WHO ausübten und diese für ihre eigenen Zwecke instrumentalisierten“. (9) Herbeidefiniertes Paradies – die Pandemie als glänzende Geschäftsidee Aber wozu die Begriffsvergewaltigung? Was haben Industrien von einem verwässerten Seuchenbegriff, einer „Pandemie light“? Er sorgt dafür, dass sich weltweit viel eher Notstand ausrufen lässt. Nicht erst bei überfüllten Intensivstationen und Friedhöfen, sondern bereits, wenn ein neuer Erreger unterwegs ist, darf die WHO die Alarmglocke läuten. Viel eher herrscht Krisenstimmung, greift Panik um sich. Im Nu lassen sich Regierungen überstürzt zu drakonischen Gegenmaßnahmen bewegen, welche gewissen Wirtschaftszweigen paradiesische Zustände bescheren: Staaten finanzieren Forschung und Entwicklung, garantieren Abnahmen, sorgen für raschere, erleichterte Zulassung, übernehmen die Schadenshaftung, leisten Gratiswerbung für Produkte, erzwingen deren Konsum notfalls durch Gesetze und Verordnungen. Proteste dagegen verhindern, Kritiker ächten, Gegenargumente unterdrücken, Abweichler mit Strafe bedrohen: Glasklare Verfassungsbrüche verwandeln sich plötzlich in scheinbare Notwendigkeiten des Bevölkerungsschutzes – da halten Richter still, die Vierte Gewalt kastriert sich freiwillig selbst, die parlamentarische Opposition reiht sich zahnlos ein in die globale coronistische Einheitsfront. Und plötzlich erstrahlt Big Pharmas Image in neuem Glanz: Einer US-Umfrage Ende Mai zufolge haben vier von fünf Amerikanern mitbekommen, welche Anstrengungen die Pharmaindustrie im Kampf gegen Covid-19 unternimmt. Fast jeder zweite Befragte erklärt, seit Beginn der Pandemie habe er ein positiveres Bild von ihr gewonnen. Als Grund geben die Wohlgesonnenen am häufigsten die Bemühungen um einen Impfstoff (58 %) und neue Medikamente an (56 %). (10) Völlig in Vergessenheit gerät, wie schamlos dieselbe Industrie 2009 schon bei der „Schweinegrippe“ log und bestach, um Regierungen unerprobte, überflüssige Produkte mit unabsehbaren Langzeitwirkungen anzudrehen. Und kein Staatenlenker stört sich daran, dass er die Rettung der Menschheit Megakonzernen zutraut, bei denen es sich durchweg um rechtskräftig verurteilte Kriminelle handelt, die in Straf- und Zilvilprozessen zu Bußgeldern und Schadensersatz in Milliardenhöhe verdonnert worden sind. Notorische Wiederholungstäter blieben sie dennoch – juristische Risiken behandeln sie als kalkulierbaren Faktor profitablen Handelns, die sich von vornherein einpreisen lassen. (Gotzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität.) Über Leichen gehen sie bloß deswegen nicht, weil es an Toten nichts mehr zu verdienen gibt. All dies schafft beste Voraussetzungen für eine „Public/Private Partnership“, die eine Große Krötenwanderung in Gang setzt: Milliardenfach wandern Kröten aus öffentlichen Kassen in eine, die der ohnehin weltweit profitabelste Wirtschaftszweig schamlos aufhält. Eine Pandemie, oder zumindest ein Massenwahn ihrer Existenz, schafft hierfür fabelhaften Handlungsdruck. Beispiel AstraZeneca, ein britisch-schwedischer Megakonzern, der mit 65.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 24 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet: - Entwicklung und Produktion seines Corona-Impfstoffs AZD1222 ließ sich AstraZeneca mit 750 Millionen Dollar finanzieren – von den internationalen Impfbündnissen GAVI und CEPI, die sich dafür aus Staatskassen bedienten, letztlich also beim Steuerzahler. (Allein GAVI sackte auf einer Geberkonferenz am 4. Juni 7,8 Milliarden Euro ein, um die Corona-Impfstoffentwicklung zu fördern.) - Diese Dosen lässt er sich von Regierungen abkaufen – mit dem Geld der Steuerzahler. 400 Millionen Dosen hat allein die Europäische Union verbindlich vorbestellt. Weitere 400 Millionen Dosen will die EU von Janssen Pharmaceutica erwerben; einem Joint Venture von Sanofi und GlaxoSmithKline will es 300 Millionen Dosen abnehmen. Australien will von AstraZeneca genügend Impfstoff für alle rund 25 Millionen Einwohner beziehen. - Die Haftung für Impfschaden dürfte in den meisten Ländern ebenfalls am Steuerzahler hängen bleiben, wie in früheren Pandemiefällen. - Sogar die Mittel für PR und Korruption, die zum Erzeugen und Aufrechterhalten der Panikviruskrise nötig sind, bleiben letztlich nicht an Big Pharma hängen: Als betriebsbedingte Ausgaben für Werbung und Marketing sind sie von der Steuer absetzbar. Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit, so besagt eine Redensart. Wohl deswegen haben unsere Politiker den „Krieg gegen das Virus“ ausgerufen. Diesen Krieg zu beenden, geht im übrigen noch billiger. Nicht einmal 75 Euro, sondern lediglich das Porto für ein Einschreiben kostet es, der Genfer WHO-Zentrale eine Austrittserklärung zuzusenden, dem jüngsten Beispiel mehrerer afrikanischer Staaten folgend. Gab es in der Geschichte der Menschheit irgendeine Organisation, die mit dem Anspruch, das Heil zu bringen, größeres Unheil angerichtet hat als die pharma- und gates-gesteuerte WHO – einmal abgesehen von der römisch-katholischen Kirche, der NSDAP sowie den kommunistischen Parteien Chinas und der alten Sowjetunion? Spätestens bei der nächsten Pandemie dürfte sich zeigen: Es geht noch schlimmer. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) World Health Organization: „Pandemic preparedness“, 2006; http://web.archive.org/web/20061230201645/www.who.int/csr/disease/influenza/pandemic/en/print.html; https://www.youtube.com/watch?v=1--c2SBYlMY; https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/wp-content/uploads/2020/04/2020-03-25-Wodarg-Die-Schweinegrippe.pdf, S. 13. (2) s. Wolfgang Wodarg: https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/wp-content/uploads/2020/04/2020-03-25-Wodarg-Die-Schweinegrippe.pdf (3) Weltgesundheitsorganisation: Statement on the second meeting of the International Health Regulations (2005) Emergency Committee regarding the outbreak of novel coronavirus (2019-nCoV). 30. Januar 2020, https://www.who.int/news-room/detail/30-01-2020-statement-on-the-second-meeting-of-the-international-health-regulations-(2005)-emergency-committee-regarding-the-outbreak-of-novel-coronavirus-(2019-ncov) (4) Tedros Adhanom Ghebreyesus: WHO Director-General's opening remarks at the media briefing on COVID-19 – 11 March 2020. In: Website WHO. 11. März 2020, https://www.who.int/dg/speeches/detail/who-director-general-s-opening-remarks-at-the-media-briefing-on-covid-19---11-march-2020 (5) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-who-organisation-finanzierung-100.html; https://www.tagesschau.de/faktenfinder/who-finanzierung-101.html (6) https://www.fr.de/panorama/edle-weltregenten-11485452.html; https://www.deutschlandfunkkultur.de/unabhaengigkeit-der-weltgesundheitsorganisation-das-dilemma.976.de.html?dram:article_id=423076 (7) Thomas Kruchem, 16.5.2017, Deutschlandfunk Kultur, https://www.deutschlandfunkkultur.de/weltgesundheitsor-ganisation-am-bettelstab-was-gesund-ist.976.de.html?dram:article_id=385853; s. auch „WHO in der Kritik“, Andreas Zumach, 21.5.2012, Deutsche Welle, https://www.dw.com/de/who-in-der-kritik/a-15964294. (8) Deborah Cohen/Philip Carter: „WHO and the pandemic flu “conspiracies”, British Medical Journal 340/2010, 4.6.2010, doi: https://doi.org/10.1136/bmj.c2912; https://www.bmj.com/content/340/bmj.c2912.extract; https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/schweinegrippe-pandemie-wie-die-who-das-vertrauen-der-verbraucher-verseucht-a-699427.html (9) Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste: Sachstand Weltgesundheitsorganisation. Aktenzeichen: WD 2-3000 -013/19, https://www.bundestag.de/resource/blob/645812/e382539acdd205358b958cb7a9e8ba53/WD-2-013-19-pdf-data.pdf (10) Beth Snyder Bulik: „Pharma's reputation is holding strong during COVID-19—and Harris Poll has some reasons“, FiercePharma, 28.5.2020, https://www.fiercepharma.com/marketing/pharma-reputation-continues-strong-during-covid-19-harris-poll-reveals-new-details-about Zur UN-Kostenschätzung von 36 Milliarden Euro: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_88134658/globale-corona-hilfe-eu-geberkonferenz-startet-mit-milliardenzusage.html Näheres zum Vorwurf, die WHO habe die Pandemie-Kriterien unter dem Einfluss von Big Pharma geändert und verkomme zunehmend zu deren Marionette: Wolfgang Wodarg: „Falscher Alarm: Die Schweinegrippe-Pandemie“ in BIG PHARMA, Mikkel Borch-Jacobsen Hrsg., Piper 2015, S. 310 ff, https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/wp-content/uploads/2020/04/2020-03-25-Wodarg-Die-Schweinegrippe.pdf Albrecht Meier: „Anhörung: Europarat rügt Panikmache bei Schweinegrippe“, zeit.de, 27. Januar 2010, https://www.zeit.de/politik/2010-01/europarat-panikmache-schweinegrippe „Weltgesundheitsorganisation: Eine Geisel potenter Geldgeber“, deutschlandfunkkultur.de, 18. Mai 2015, https://www.deutschlandfunkkultur.de/weltgesundheitsorganisation-eine-geisel-potenter-geldgeber.1008.de.html?dram:article_id=320082 Zeit online, 4.4.2017: „Der heimliche WHO-Chef heißt Bill Gates“, http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-03/who-unabhaengigkeit-bill-gates-film/komplettansicht „Weltgesundheitsorganisation am Bettelstab – Was gesund ist, bestimmt Bill Gates”, Thomas Kruchem, 16.5.2017, Deutschlandfunk Kultur, https://www.deutschlandfunkkultur.de/weltgesundheitsor-ganisation-am-bettelstab-was-gesund-ist.976.de.html?dram:article_id=385853 „Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste: Sachstand Weltgesundheitsorganisation“, Aktenzeichen: WD 2-3000 -013/19, Stand vom 14. März 2019, https://www.bundestag.de/resource/blob/645812/e382539acdd205358b958cb7a9e8ba53/WD-2-013-19-pdf-data.pdf Basler Zeitung online: „Die WHO auf dem Untersuchungstisch: Wie eng ist sie mit der Pharma verstrickt?“, 1.7.2010; http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Die-WHO-auf-dem-Untersuchungstisch-brWie-eng-ist-sie-mit-der- Pharma-verstrickt/story/26540940 Arte: „Die WHO – Im Griff der Lobbyisten“, 14.3.2018, https://www.youtube.com/watch?v=dYlia_fQOLk Arte: „Profiteure der Angst“ (2009), https://www.youtube.com/watch?v=1--c2SBYlMY
- Zur Sicherheit 50 Meter Abstand? Womöglich zuwenig!
239 Wissenschaftler aus 32 Ländern warnen: Die geltenden Corona-Verordnungen sind viel zu unvorsichtig. Na denn. Drastisch verschärfen müssen politisch Verantwortliche ganz dringend die bisherigen Corona-Verordnungen. Nicht einmal 50 Meter Sicherheitsabstand könnten ausreichen. Das jedenfalls ergibt sich aus einem dringenden Appell, den 239 Forscher aus 32 Ländern an die Weltgesundheitsorganisation richten. In einem gemeinsamen Beitrag in der angesehenen Fachzeitschrift Clinical Infectious Diseases (1) fordern sie die WHO dazu auf, die derzeitige Einschätzung, wie sich das Pandemievirus überträgt, schleunigst zu überdenken. Das Großaufgebot von Experten vertritt verschiedene Fachbereiche von Wissenschaft und Technik; zu ihnen zählen Virologen, Aerosol-Physiker, Strömungsdynamiker, Epidemiologen, Mediziner und Gebäudetechniker. Sie warnen: Die Viren, die Infizierte beim Atmen und Sprechen ausstoßen, überwinden auf dem Luftweg weitaus größere Distanzen als die 1 bis 2 Meter, die Gesundheitsbehörden momentan als Sicherheitsabstand empfehlen. Schon bei gewöhnlichen Luftbewegungen in Innenräumen könnte ein virenlastiges Tröpfchen von 5 Mikrometern Größe umherschwebend Entfernungen von über zehn Metern zurücklegen, ehe es zu Boden sinkt, so erklärt die Hauptautorin Lidia Morawska vom International Air Quality and Health Laboratory an der Queensland University of Technology in Brisbane/Australien. Unter anderem verweist die Wissenschaftlergruppe auf einen Fall, über den chinesische Epidemiologen im April 2020 berichteten. (2) In einem Restaurant in der Stadt Guangzhou aßen anlässlich des chinesischen Frühjahrsfests drei Familien an benachbarten Tischen. Alle befanden sich im Luftstrom einer Klimaanlage. Am mittleren Tisch saß der infizierte „Index-Patient“. Er steckte nicht nur die Personen an, mit denen er zusammensaß, sondern auch mehrere Personen an Nachbartischen. Offenbar hatte sich das Virus aerogen übertragen. Schon bei SARS-CoV-1, das 2002/3 für kurze Zeit weltweit grassierte, hatten sich Hinweise auf Infektionen über längere Strecken ergeben. Damals war es in mehreren Gebäuden eines Wohnkomplexes namens „Amoy Gardens“ in Hongkong zu einem Cluster von 187 SARS-Erkrankungen gekommen, den die Forscher auf eine virusbeladenen Luftfahne („plume“) zurückführten. Die Viren könnten dabei eine Distanz von 60 (!) Metern überwunden haben. (3) Um Himmels willen! Was nun? Sofern weiterhin die Devise gilt: „Lasst uns gut aufeinander aufpassen, koste es, was es wolle“, stehen nun unverzüglich mindestens die folgenden Vorsichtsmaßnahmen an, die einem durchsetzungsstarken Zupacker wie Markus Söder endgültig die Kanzlerschaft sichern dürften: 1. Auf Verkaufsflächen unter 60 Quadratmetern darf sich ab sofort nur noch die Verkäuferin aufhalten. 2. Die albernen Plexiglas-Trennscheiben, die Angestellte im Einzelhandel vor den Killerkeimen aus den Mäulern ihrer Kunden bewahren sollen, werden abgebaut: Sie wiegen das Personal in einem trügerischen Gefühl von Sicherheit. 3. Busse, deren Innenraum kürzer als 60 Meter ist, darf ab sofort nur noch der Fahrer betreten. 4. Der Zutritt zu Eisenbahnwaggons und U-Bahnen wird gesperrt, sobald der erste Fahrgast Platz genommen hat. 5. In Wohnungen, Supermärkten und Gaststätten, in Hörsälen, Hotelfluren und Spielhallen dürfen sich zwei und mehr Menschen nur noch dann zur selben Zeit aufhalten, solange sie mindestens eine halbe Gehminute voneinander entfernt sind. 6. Im Großraumbüro arbeitet jetzt nur noch der Boss. 7. Auf Kreuzfahrtschiffen kriegt jeder Passagier künftig sein eigenes Deck. 8. Treppenhäuser dürfen ab sofort von nicht mehr als einer Person gleichzeitig benutzt werden. Bewegungsmelder warnen Mitmieter. 9. Bei jeglicher Art von Zusammenkünften in geschlossenen Räumen, einschließlich des Deutschen Bundestags und des Kabinettssaals, ist künftig ein Sicherheitsabstand von mindestens 60 Metern einzuhalten. 10. Ärzte dürfen Patienten nur noch aus mindestens 60 Metern Abstand untersuchen, behandeln und operieren. 11. Pflegebedürftige sind ab sofort mittels 60 Meter langer Vorrichtungen zu füttern, zu waschen, an- und auszuziehen, zu baden und der Toilette zuzuführen. 12. Chöre dürfen weiterhin proben, aber nur mit geschlossenem Mund. 13. Klassenzimmer, die keine Entfernung von mindestens 60 Metern zwischen Lehrer und Schüler ermöglichen, sind bis auf weiteres zu versiegeln. Auf größeren Flächen ist Präsenzunterricht so zu gestalten, dass sich keine zwei Schüler zur selben Zeit darin aufhalten. 14. Das Abhalten von Gottesdiensten ist weiterhin zulässig, sofern jede Bankreihe von nicht mehr als einem Gläubigen besetzt wird. Die Bankreihen sind um mindestens 60 Meter auseinanderzurücken. 15. Dank einer „Safe-Distance“-App und Thermosensoren schlägt das Smartphone Alarm, sobald es ein potentieller Virenträger mit verdächtig erhöhter Körpertemperatur wagt, sich auf 59 bis null Meter zu nähern. Sollten wir außerdem noch konsequenter Gesichtsmasken tragen? Alltagsmasken aus Stoff schützen allenfalls Andere ein bisschen, indem sie den Atemstrom verlangsamen und den Auswurf von Speicheltröpfchen verringern. Doch selbst Geschirrtücher und Staubsaugerbeutel filtern ausgeatmete Aerosole besser als Schals und Tücher aus Baumwolle oder Leinen. Aber nicht einmal ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz hält garantiert, was er verspricht. (4) Die üblichen Maskentypen sieben Partikel bis zu einer Größe von 0,6 Mikrometern aus der Luft. Winzlinge unterhalb dieser Grenze sind harmlos? Leider kommen Coronaviren noch weitaus kleiner daher: 60 bis 160 Nanometer entsprechen 0,06 bis 0,16 Mikrometern. Ebensogut könnte ein Heuschnupfler versuchen, Pollen auszusperren, indem er Fenster mit Maschendrahtzaun abdichtet. Wie dünn die Datenbasis ist, auf die sich behördlicher Maskenzwang stützt, verdeutlicht eine soeben veröffentlichte Metaanalyse von Wissenschaftlern der Universität London. (5) Sie werteten 21 Untersuchungen zur Schutzwirkung von Gesichtsmasken aus, darunter elf randomisierte, kontrollierte Studien. „Die Erkenntnisse daraus sind nicht eindeutig“, so fasst die Forschergruppe zusammen. „Wenn aber die Beweise für Sicherheit und Wirksamkeit fehlen, oder schlimmer noch, wenn es Beweise für Unsicherheit und Ineffektivität gibt, dann ist es unsere Aufgabe, uns selbst und andere zu informieren - und nicht in unethische, ungesetzliche oder verfassungswidrige Anordnungen einzuwilligen, die unsere Gesundheit und körperliche Souveränität verletzen.“ Gibt es einen Ausweg? KLARTEXT kennt einen: Stellt alle Tassen zurück in den Schrank – und hört endlich auf, Infektion und Erkrankung zu verwechseln. Helft Angehörigen von Risiko- und Panikgruppen, sich selbst maximal zu schützen, soweit sie das wollen. Und erspart dem Rest unverhältnismäßige, verfassungswidrige Schikanen. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Lidia Morawska: „It is Time to Address Airborne Transmission of COVID-19“, Clinical Infectious Diseases, 6. Juli 2020, https://doi.org/10.1093/cid/ciaa939, https://academic.oup.com/cid/article/doi/10.1093/cid/ciaa939/5867798 (2) Yuguo Li u.a.: „Evidence for probable aerosol transmission of SARS-CoV-2 in a poorly ventilated restaurant“, medRxiv – Preprint, 2020; DOI: 10.1101/2020.04.16.20067728, https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.16.20067728v1 (3) T.S. Ignatius u.a.: „Evidence of Airborne Transmission of the Severe Acute Respiratory Syndrome Virus“, New England Journal of Medicine 350/2004, S. 1731-1739; DOI: 10.1056/NEJMoa032867, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa032867 (4) Anna Davies u.a.: „Testing the Efficiency of Homemade Masks: Would They Protect in an Influenza Pandemic?“, Disaster Medicine Public Health Prep. 7 (4) 2013, S. 413-418, doi: 10.1017/dmp.2013.43, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7108646/ (5) Olga Perski u.a.: „Face masks to prevent community transmission of viral respiratory infections: A rapid evidence review using Bayesian analysis“, Preprint, Qeios, 1.5.2020, https://www.qeios.com/read/1SC5L4
- „Was ist bloß aus dir geworden?“
Ein Offener Brief an Geschäftsführung, Chefredaktion und Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur. „Liebe dpa, sechs Jahrzehnte lang warst du für Nachkriegsdeutschland eine hochangesehene Informationsquelle, aus der nahezu sämtliche Redaktionen hierzulande schöpfen. Journalistische Grundsätze waren dir heilig. Du galtest als vorbildlich neutral und unabhängig. Was ist bloß aus dir geworden? Wofür gibst du dich neuerdings her? Von Facebook hast du dich im Frühjahr 2019 als „Faktenchecker“ kaufen lassen. Seither machst du dich, ebenso wie das sogenannte Recherchezentrum „Correctiv“, zum Handlanger eines Medienkonzerns, der im angeblichen Verteidungskrieg gegen „Desinformation“ Grundrechte demokratischer Gesellschaften sabotiert: die Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit. Unter dem Druck von Politikern, Wirtschaftsverbänden und internationalen Organisationen zensiert Facebook neuerdings kritische Ärzte und Wissenschaftler, aber auch Journalisten und engagierte Bürger, die vermeintlich „schädliche“ (harmful), „irreführende“ Meinungen vertreten. Dabei assistierst du. Indem du den Daumen über missliebige Beiträge senkst, sorgst du dafür, dass sie mit Warnhinweisen versehen, in ihrer Reichweite eingeschränkt, unsichtbar gemacht, blockiert und gelöscht werden, sobald sie sogenannten „vertrauenswürdigen“, „anerkannten“ Quellen widersprechen: den Daten und Verlautbarungen von Regierungen, Ministerien, Behörden und anderen staatlichen Stellen, der WHO, der EU. Wie bringen es die dpa-Verantwortlichen in Einklang mit journalistischer Standesethik, angeblich unantastbare Autoritäten gegen Kritik immunisieren zu helfen? „In der DNA der dpa ist schon seit 70 Jahren der Faktencheck drin“, so rechtfertigst du dich. (1) Da verwechselst du etwas. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Journalisten Tatsachenbehauptungen überprüfen, um anschließend zu verbreiten, was sie herausgefunden haben – oder ob sie sich damit über jeden erheben, den eigene Nachforschungen zu anderen Ergebnissen geführt haben. dpa-„Faktenchecks“ sind bestenfalls sorgfältig recherchierte Behauptungen und Bewertungen, die Diskussionen bereichern sollten, anstatt sie im Keim zu ersticken. Dessen machen sie sich schuldig, indem sie es erleichtern, Rufmord an Querdenkern zu verüben und ihnen Maulkörbe zu verpassen. Zu welchem geistigen Klima tragen dpa-Schreibtischtäter bei, die Vertreter abweichender Meinungen nach ein paar Telefonaten, Internetklicks und quergelesenen Dateien schwuppdiwupp als „Fake-News“-Produzenten anprangern? Wie weit sind wir schon, wenn ein volontierter Jungspund fernab jeglicher Expertise selbst Lehrstuhlinhaber, selbst Chefärzte, ja sogar Nobelpreisträger in dieselbe Schublade stecken darf wie einen Wirrkopf, der das Gerücht verbreitet, Hilary Clinton betreibe vom Hinterzimmer einer New Yorker Pizzeria aus einen Kinderpornoring? Wie kannst du dir anmaßen, bei durchaus strittigen Themen über Wahr oder Unwahr zu befinden – etwa bei den auch unter Wissenschaftlern kontroversen Fragen nach Sinn und Nutzen von massenhaften PCR-Tests, von allgemeiner Maskenpflicht und Abstandsregeln, von häuslicher Quarantäne und Lockdown; nach der Aussagekraft von Infektionsraten; oder nach dem weiterhin ungeklärten Ursprung von SARS-CoV-2? Wie kommst du beispielsweise dazu, einen „Faktencheck“ mit der Überschrift zu liefern: „Forscher stellen klar: Coronavirus stammt nicht aus dem Labor“? (2) Woher nimmst du die Kompetenz, dich in solchen Fällen über Erkenntnisse und Einschätzungen von Fachleuten hinwegzusetzen, die auf dem betreffenden Sachgebiet seit Jahren und Jahrzehnten forschen? Über Veröffentlichungen anderer Journalisten, die womöglich auf Fakten gestoßen sind, die du übergehst oder unterschätzt? Über das Recht eines jeden Menschen auf freie Meinungsäußerung, egal wie gut begründet, egal auch, wem die Meinung nicht passt? Indem du dazu beiträgst, unliebsame Thesen und Argumente zu unterdrücken, erniedrigst du dich letztlich zum Propagandagehilfen von Mächtigen, statt diese als „Vierte Gewalt“ mitzukontrollieren, unabhängig und unbestechlich. (3) Du untergräbst eben jene Verfassungsgrundsätze, denen du deine Existenz verdankst. Das ist: eine Schande. Warum halten du und „Correctiv“ geheim, für wie viel Geld Zuckerberg eure etwaigen Skrupel besänftigt? (4) Du seist redaktionell völlig unabhängig, so betonst du. Dabei dürfte dir klar sein: Der Geldzufluss würde versiegen, falls deine Faktenchecks allzu häufig und deutlich den Intentionen deines Auftraggebers zuwiderlaufen – falls du allzu oft jene Quellen in Zweifel ziehen würdest, die er uneingeschränkt für „zuverlässig“ erklärt, und dabei jenen mächtigen Interessengruppen, deren Druck Facebook nachgab, in die Quere kämst. Wer zahlt, will kriegen, wofür er zahlt. Was denn sonst? Warum wohl laufen gefühlte 90 % deiner Urteilssprüche darauf hinaus, Mainstream-Kritiker zu diskreditieren, auch wenn sie in puncto Sachverstand, Erfahrung und Lebensleistung jeden einzelnen dpa-Redakteur turmhoch überragen, der sich anmaßt, über sie zu Gericht zu sitzen? Ginge es dir vor allem um höhere Werte: Wie hättest du dich jemals für Facebooks grundgesetzwidrige Mission hergeben können? „Tatsachen oder Fakten können falsch sein. Meinungen nie, die sind grundsätzlich von der von der Verfassung garantierten Meinungsfreiheit gedeckt“, stellt Joachim Steinhöfel klar,Hamburger Anwalt für Medien- und Wettbewerbsrecht. „Das Löschen, die digitale Massenexekution, wie ich das martialisch nenne, hat zugenommen in letzter Zeit. Es gibt eine große Zahl an Löschungen, die erkennbar unter keinen rechtlichen Umständen haltbar sind. In der Corona-Krise herrscht da offenbar große Verunsicherung bei den Netzwerken, wie sie damit umgehen sollen. Die schwimmen, wenn Leute die Gefahr dieses Virus in Frage stellen. Sie wollen auf Nummer sicher gehen und löschen oft leichtfertig, was nicht mit den Positionen der täglich in den Medien auftauchenden RKI, Drosten und Kekulé übereinstimmt. Dabei kommt es zu massenhaften Übergriffen in legitime Inhalte hinein.“ Die dpa beschafft die Legitimationen dafür. Aber erwerben sich dpa-Faktenchecker nicht gerade in der Corona-Krise große Verdienste, indem sie eine verunsicherte Bevölkerung vor umstrittenen Ansichten schützen, die eine Gesundheitsgefahr darstellen, weil sie die Bedrohung verharmlosen, Menschen leichtfertig machen und ihr Vertrauen in die staatlichen Schutzmaßnahmen untergraben? Solche Einwände bringen Steinhöfel im Nu auf die Palme. „Kommen Sie mir nicht mit dem Begriff ‚umstritten‘. Das fungiert ja heute als Begründungssubstitut. Was ist denn aktuell nicht ‚umstritten‘? Welche Klarheit haben wir in welchem Bereich, abgesehen davon, dass das Virus viel gefährlicher als Fußpilz ist? Inbesondere in einer Zeit, wo schwerwiegende Eingriffe in die Grundrechte stattfinden, sind ‚Diskussionsorgien‘ wichtiger denn je, sie sind das Wesen eines freien, demokratischen Rechtsstaats. Man kann eine Einschätzung teilen oder man lässt es. Es ist nicht haltbar, dass ein Beitrag mit einem Link aufs Robert Koch-Institut gesperrt wird, in dem ein Professor Thesen aufstellte, die nicht jeder teilt. Auch manche Entscheidungen der Bundes- oder Landesregierungen sind hochproblematisch und wurden in den vergangenen Wochen mehrfach kassiert. Die Debatte muss erlaubt sein, gerade jetzt. Renommierte Wissenschaftler zu stigmatisieren, weil sie nicht auf der von Staats wegen verkündeten Virologenlinie sind, ist ein Unding.“ (5) Hat die dpa es wirklich nötig, für „digitale Massenexekution“ die Alibis zu besorgen? P.S.: Bevor du, liebe dpa, auch diesen Facebook-Beitrag wegcheckst: Es handelt sich um eine MEINUNG. Man kann sie teilen oder verwerfen. Aber man sollte sie ungehindert teilen KÖNNEN, überall, auch in sozialen Medien. Halte es doch bitte mit jenem Spruch, der zu Unrecht Voltaire zugeschrieben, aber zurecht häufig zitiert wird: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.welt.de/kultur/medien/article190492425/Deutsche-Presse-Agentur-dpa-hilft-Facebook-gegen-Fake-News.html; https://www.deutschlandfunkkultur.de/kampf-gegen-fakenews-dpa-wird-faktenchecker-fuer-facebook.1008.de.html?dram:article_id=444025 (2) https://sciencefiles.org/2020/04/16/dpa-faktencheck-fallt-durch-keine-ubereinstimmung-mit-fakten-dpa-wichtel-series/ (3) https://www.metropolnews.info/mp459568/journalisten-gegen-journalisten-dpa-spielt-sich-als-zensurinstrument-in-facebook-auf; https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tichy-siegt-gegen-correctiv-vor-gericht-16789353.html (4) https://kress.de/news/detail/beitrag/145415-faktenchecks-was-bezahlt-facebook-an-correctiv.html (5) https://www.t-online.de/digital/id_87784018/anwalt-joachim-steinhoefel-fuer-alu-huete-kaempfe-ich-nicht-.html
- Wer heilt dieses Land?
Das Echo auf den Berliner „Tag der Freiheit“ zeigt, wie zerrissen diese Republik in der Corona-Krise ist. Politik und Medien ernten, was sie gesät haben. Wenn sich Hunderttausende, womöglich über eine Million Menschen in Berlin zu einer der größten regierungskritischen Demonstrationen Nachkriegsdeutschlands versammeln, setzen sie ein unübersehbares Zeichen – gegen weitere Propagandalügen, gegen Diffamierung, gegen Zensur, gegen eine systematische Vergiftung des geistigen Klimas, die überfällige Sachdiskussionen erstickt. Es reicht. Handauflegen und Gesundbeten allein genügen wohl kaum, um der fürchterlichsten psychischen Störung beizukommen, die Nachkriegsdeutschland je befallen hat: ein progredienter Sittenverfall (PSV) – ausgelöst durch ein Panikvirus mit atemberaubender Reproduktionsrate. Zu den PSV-Symptomen zählen: Verlust an wertegesteuerter Selbstkontrolle niederer Instinkte, an Empathie, an Mitmenschlichkeit, an Bereitschaft und Fähigkeit zum Dialog. Wie Neurologen der Stiftung Auswege vermuten, docken die Spikes des Hysteriekeims mit Vorliebe an Rezeptoren von Nervenzellen in jenen Hirnregionen, die Kognition und soziales Verhalten steuern. Noch liegt der Ursprung dieses Virus im Dunkeln: Während manche Experten ihn auf eine spontane Mutation infolge eines realen Notstands zurückführen, gehen andere davon aus, dass ihn ein Propaganda-Labor des weltweiten Pharma-Marketings vorsätzlich freigesetzt hat, wie schon beim Schweinegrippe-Fehlalarm 2009. Wie gnadenlos dieses Virus wütet, hat uns das erste Augustwochenende 2020 vor Augen geführt. Da machen in Berlin Hunderttausende von verfassungsmäßig garantierten Grundrechten Gebrauch. Friedlich demonstrieren sie gegen staatliche Verordnungen, die sie eben dieser Grundrechte unverhältnismäßig berauben. Wer sich Unter den Linden, am Brandenburger Tor, auf der Straße des 17. Juni unter sie mischte, begegnete einem ziemlich repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt, darunter allerdings besonders viele nachdenkliche, gebildete, politisch engagierte Mitbürger mit ausgeprägtem Gemeinsinn und staatsbürgerlichem Verantwortungsbewusstsein. Was sie auf die Straße treibt, sind Argumente, die außerhalb des Robert-Koch-Instituts und der Charité unzählige Ärzte und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen mittragen, wie übrigens auch Anwälte und Verfassungsrechtler. Sie ignorieren Maskenpflicht und Sicherheitsabstände aus Gründen, die sich aus vielerlei Studien unabhängiger Forscher ergeben. Sie widersetzen sich polizeilichen Anordnungen, weil sich der behauptete nationale Notstand, der diese rechtfertigen soll, im Wesentlichen darauf beschränkt, dass grundlose Massentestungen eine klinisch bedeutungslose Infektionsstatistik aufblähen, von der Arztpraxen, Krankenhäuser und Friedhofsverwaltungen seit Monaten nichts bemerken. Und wie geht die übrige Republik damit um? Diffamieren, verschweigen, lügen: „Qualitätsjournalismus“ in Corona-Zeiten Die Reaktionen verdeutlichen: Zu den gefährdetsten Risikogruppen des PSV-Virus zählen Journalisten. Alle, wirklich alle sogenannten „Qualitätsmedien“ werten die Berliner Großdemo pauschal ab. In den Vordergrund stellen sie: die Nichteinhaltung von Hygieneregeln, den Einsatz von über 1.500 Beamten, die Auflösung durch die Polizei, Strafanzeigen gegen Veranstalter, Beleidigungen und angebliche körperliche Übergriffe auf Medienvertreter, einen Farbbeutelwurf auf die Landesvertretung Baden-Württembergs. Sie berichten von „Hakenkreuz-Tattoos“ und finden es bemerkenswert, dass das Veranstaltungsmotto „Tag der Freiheit“ genauso heißt wie ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935 (1). Und ausnahmslos alle Qualitätsmedien schufen „alternative Fakten“, indem sie unhinterfragt die Polizeiangabe wiedergaben, es hätten gerade mal 20.000 Personen teilgenommen. Zumindest das Online-Magazin Multipolar hat nachgerechnet: Auf der 1,9 Kilometer langen Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule standen die Menschen dicht gedrängt auf einer Fläche von 80.000 Quadratmetern. Auf einen Quadratmeter passen zwei bis vier. Das spricht für 160.000 bis deutlich über 300.000 Demonstranten. Damit, so *Multipolar*, handelte es sich „um die größte regierungskritische Demonstration in Deutschland seit dem 4. November 1989. Polizei und Medien täuschen die Öffentlichkeit massiv.“ Im Übrigen sind zwei Busunternehmer bereit, vor Gericht zu bezeugen: Schon gegen Mittag habe die Polizei ihnen die Zufahrt verwehrt mit der Begründung, der Demonstrationszug habe bereits 800.000 Teilnehmer erreicht, weitere seien aus Sicherheitsgründen unzulässig. Der Nachrichtendienst Presse.Online bestätigte vorübergehend sogar Polizeiangaben von „etwa 1,3 Millionen“. Noch mehr hanebüchene Fake-News produzierten Redaktionen über das angebliche Ende der Demonstration: Sie sei von der Polizei kurz vor 17 Uhr „aufgelöst“ worden, heißt es. In Wahrheit quittierte das Publikum diese Durchsage mit Gelächter, einem Pfeifkonzert und den Sprechchören „Wir bleiben hier“, „Wir sind das Volk“. Und blieb. Kein einziger Beitrag gibt wieder, wie die Teilnehmer ihren Protest begründen. Kein Sender, keine Zeitung, keine Agentur hält es für angebracht, auch nur einen einzigen vorgesehenen Redner zu interviewen oder auch nur zu nennen: immerhin mehrere Anwälte und Ärzte, ein Wirtschaftsfachmann, ein Politologe sowie Mitglieder des Außerparlamentarischen Corona-Ausschusses (ACU), der zu leisten versucht, was eigentlich Sache des Bundestags wäre. Was hätte dagegen gesprochen, anlässlich der Berliner Demo einen der 250 Ärzte und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen zu befragen oder vor die Kamera zu holen, die zum offiziellen Corona-Kurs kritisch Stellung bezogen haben (2)? Oder einen von über 500 Führungspersönlichkeiten, die soeben einen „Aufruf zur Verteidigung der Demokratie“ unterzeichnet haben - darunter 13 Nobelpreisträger und 62 ehemalige Staats- und Regierungschefs (3)? Darin warnen sie gemeinsam davor, dass die Corona-Krise grundlegendste Freiheiten bedroht. Warum erfahren Deutschlands Zeitungsleser und Fernsehzuschauer nichts davon, wie viel der massenhafte Regelverstoß rund ums Brandenburger Tor damit zu tun hat? Stattdessen zeichnen alle Redaktionen schamlos die gleiche Karikatur: Da hat sich ein unanständiger Haufen von unzurechnungsfähigen, bösen Verschwörungstheoretikern, verblendeten Eiferern, üblen Rechtspopulisten, Identitären und gewaltbereiten Neo-Nazis zusammengerottet, um ihre Mitmenschen mit einem riesigen neuen „Hotspot“ zu gefährden, wo doch die Infektionszahlen ohnehin wieder „besorgniserregend“ ansteigen (4). Der Berliner Tagesspiegel spricht von einer „Coronaleugner-Initiative“ von „rechten Esoterikern und Rechtsextremen“ (5). Sie sorge für „Bestürzung und Entsetzen“, so stellt das Blatt fest und hebt die „Forderung nach schärferen Auflagen“ in die Überschrift (6). Die Berliner BZ zählt die Veranstaltung zu den „irrsten Demos des Wochenendes“ (7). Der Spiegel hebt „18 bei der Auflösung der Corona-Demo verletzte Polizisten“ hervor (8). Der Stern findet es angemessen, das Zitat eines Twitter-Users zum Titel einer Nachbetrachtung zu machen: „Grenzenlos ist die menschliche Idiotie“ (9). Focus machte „absurde Parolen“ ausfindig (10). RBB zufolge, dem öffentlich-rechtlichen ARD-Sender für Berlin-Brandenburg, kam „der Wanderzirkus der Corona-Leugner in die Stadt“, bundesweit „mobilisiert im Verbund mit Rechtsextremisten, rechten Bloggern und der im Netz sehr präsenten neurechten Bewegung von Pegida bis AfD“, mit „Initiativen und Influencern aus der Szene der Verschwörungsideologen“, mit „Holocaustleugnern und Hooligans“ – darunter „einigen, die es auf Chaos und Gewalt anlegen“ (11). „Entfesselt“ seien sie gewesen, stellt RBB anderntags fest (12). In Politikerhirnen wütet das Panikvirus Und auch Politikerhirne scheinen, parteiübergreifend, vom PSV-Virus infiziert. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält diese Demo für „hochgradig abstoßend und unverantwortlich“, der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha für „zynisch“, die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) für „irre“. Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann spricht von „gefährlichem Blödsinn“ (13). „Sektenähnliches Fehlverhalten“ brandmarkt Tom Schreiber, jugendpolitischer Sprecher der Berliner SPD-Fraktion, als einen „Tritt in den Hintern für alle Menschen, die sich insgesamt solidarisch verhalten hatten - eine Niederlage der Vernunft in Berlin“ (14). Innensenator Andreas Geisel (SPD) findet „über die Maßen irrational, was wir da erlebt haben“ (15). Karl Lauterbach, als zwanghafter Fliegenträger bekanntlich einer besonders gefährdeten Risikogruppe zugehörig, „kann eine solche uninformierte, rücksichtslose und selbstgerechte Verhaltensweise nicht akzeptieren. Wenn das nicht anders zu stoppen ist, muss es Bußgelder geben“, twittert er (16). Die unsägliche SPD-Vorsitzende Saskia Esken geifert gar von „Covidioten“, die „sich als ‚die zweite Welle‘ feiern, ohne Abstand, ohne Maske. Sie gefährden damit nicht nur unsere Gesundheit, sie gefährden unsere Erfolge gegen die Pandemie und für die Belebung von Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Unverantwortlich!“ (17). Dieselbe Esken hatte die „Black-Live-Matters“-Demo am 6. Juni, bei der Hygienevorschriften ebenso massenhaft ignoriert wurden, noch überschwänglich mitgefeiert. Von geistigen Brandstiftern entfesselt: Der Mob fällt über „Corona-Leugner“ her Von politisch Verantwortlichen und Massenmedien einer derart gründlichen Gehirnwäsche unterzogen, wähnt sich Otto Normalversteher dazu berechtigt, letzte zivilisatorische Hemmungen abzulegen. Was der Corona-Hype in seinem Kopf anrichtet, belegen allein schon die Internet-Kommentare, zu denen er sich hinreißen lässt. Anlässlich des RBB-Berichts fragt sich beispielsweise „Steffi65“, „warum sich alle Minderbemittelten und Hornochsen ausgerechnet immer in Berlin treffen müssen. Es gibt doch auch andere Orte, wo sich Doofe frei bewegen können, zum Beispiel auf Helgoland.“ Karl-Heinz ätzt: „Esst mehr Scheiße, Miliarden Fliegen können sich nicht täuschen!“ „So viele schräge Vögel“ sieht eine „Alt-Westberlinerin“, „unerträgliche Realitätsverleugner“ ein gewisser „Reimann“; „Cele“ heißt sie „Willkommen im Land der Bekloppten und Bescheuerten“. Ein „Besorgter K“ kann es „kaum glauben, dass so viele Verwirrte in unserem Land leben. Oder wurden zu diesem Zwecke einige Irrenanstalten geöffnet?“ Und Saskia Eskens unsägliche „Covidioten“-Tirade? Auch ihr spendet die aufgewiegelte Meute reichlich Applaus (18). Ein komma-defizitärer „Sushiman“ will alle Demonstranten „in Turnhallen reinstecken mit Infizierten und kein Zugang zu ärztlicher Hilfe bis die aufm Boden rumkrauchen damit die mal lernen wie gefährlich das Virus ist.“ Mathias Hasselmann fordert, „jedem dieser Asozialen auf Lebenszeit sämtliche Sozialleistungen des Staates zu entziehen“. „Wasserwerfer helfen!“, rät Andreas Weinand. Jan Lauer sind „diese Coronatrottel in Berlin scheißegal. Sollen sie sich anstecken und von mir aus sterben.“ Sorsha findet, dass „man solchen Idioten nichts anvertrauen sollte, vor allem keine Kinder! Jugendamt müsste einschreiten gegen Impfgegner!“ Eglifish will, dass man „alle Teilnehmer identifiziert und deren Arbeitgebern meldet, falls überhaupt einer vorhanden. Dann 14 Tage Zwangsquarantäne ohne Lohnfortzahlung.“ – „Die Demonstranten sind halt Idioten, Arschlöcher und Abschaum“, weiß MoinMoin. „Die können von mir aus gerne an Corona erkranken und sterben.“ Für „Aggregrat“ handelt es sich um „dreckige Gesellschaftsfeinde“. „Uli_GO“ findet es „schade, dass die Polizei nicht ein bisschen für Abkühlung gesorgt hat mit Wasserwerfern. Voll rein in die Meute.“ Michael Schildberg will „einfach ein schön abgestecktes Areal nehmen und alle rein da. Nicht wie KZ, sondern eher wie Kindertagesstätte für Dumme. Fertig.“ Kai ist „dafür, eine Massenexekution zu veranstalten, als Statement für alle Deppen, die meinen, dies tun zu müssen“. DIESE Epidemie ist es, die mir eine Heidenangst macht – bei weitem viel mehr als eine, die bisher mindestens 99,99 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung überlebt haben, über 95 Prozent symptomfrei oder allenfalls mit milden Beschwerden. Warum gibt niemand geistigen Brandstiftern wie Esken und Lauterbach zu bedenken, was sie anrichten? Indem sie eine kritische Minderheit, zu der gewiss nicht die Blödesten und Unmoralischsten zählen, mit Dreck bewerfen und regelrecht pathologisieren, vertiefen sie soziale Gräben. Statt Dialog zu suchen und zu fördern, wiegeln sie auf, grenzen aus, schüren Verachtung, ja regelrechten Hass. Bevor hochriskante, mangelhaft erprobte Impfstoffe diese Corona-Krise womöglich in einer globalen Nebenwirkungstragödie gipfeln lassen, könnte ein längst überfälliges, nüchternes Abwägen des tatsächlichen Forschungsstands, frei von Lobbyistendruck, sie zügig beenden. Darauf, und nicht auf unbefristete Panikmache, wäre rationales Krisenmanagement schleunigst aus, wenn es wirklich weiteren Schaden vom deutschen Volk abwenden will. Stattdessen verunglimpfen politisch Verantwortliche, mit Leitmedien als Lautsprechern, „Corona-Leugner“ als regelrechte Volksfeinde. Das ist nicht nur beschämend. Es ist geschichtsvergessen. Es ist unklug. Und brandgefährlich. So steigert man Wut. So schürt man Unruhen. Merkel, Spahn, Söder & Co. sollte klar sein: Schon jetzt gibt es Millionen in diesem Land, die eine fortdauernde Freiheitsberaubung ohne echte Notlage nicht länger hinnehmen. Schon gar nicht warten sie brav den Tag X ab, an dem eine aufgezwungene Spritze sie in einen genetisch modifizierten Organismus verwandelt. Nicht erst seit diesem 1. August, wenige Gehminuten entfernt von Reichstagsgebäude und Kanzleramt, beginnt sich eine Protestwelle aufzubauen, die in Kürze mit derselben Wucht über die Eliten dieser Republik hereinbrechen könnte wie einst die Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung. Schon beim nächsten „Tag der Freiheit“ dürfte sich ziviler Ungehorsam gegen die Staatsgewalt nicht mehr auf Sprechchöre und Sitzstreik beschränken. Kaum ein Demonstrant kennt nicht Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes: „Gegen jeden, der es unternimmt, die (verfassungsmäßige) Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Auch um die Freiheit der Demo-Denunzianten ging es am 1. August Wie kann ein Journalist, ehe er „Corona-Leugner“ medial hinrichtet, nicht in Erwägung ziehen, dass diese Leute letztlich auch für ihn auf die Straße gehen? Geht es ihnen nicht auch um SEINE Grundrechte, die in der heraufziehenden Hygienediktatur auf dem Spiel stehen? Auch ihm sollen die Hygiene-Demos weitere Jahrzehnte sichern, in denen er selbst dann noch unzensiert arbeiten darf, wenn seine Recherchen Regierungen, Behörden und Organisationen wie WHO, GAVI und CEPI nicht in den Kram passen. Wie kann ein gewählter Abgeordneter verkennen, dass die Berliner Proteste auch SEINE Zukunft betreffen? Beklemmend rasch kann totalitärer Seuchenschutz zum verfassungswidrigen Dauerzustand werden - sofern für ein Notstandsregime schon ein weltweites Infektionsgeschehen genügt, auch wenn die ausgerufene Pandemie nicht häufiger krank macht und tötet, als es manche frühere Influenzawelle tat. Verdächtig oft lobte WHO-Direktor Tedros Ghebreyesus in jüngster Zeit die Volksrepublik China für die „ambitionierteste, schnellste und aggressivste Anstrengung zur Kankheitseindämmung in der Menschheitsgeschichte“ (19). Wer die Pandemie-Szenarien des berüchtigten „Event 201“, der „Immunisierungsagenda 2030“ der Weltgesundheitsorganisation, der Rockefeller Foundation von 2010, der „Reset“-Visionen des Weltwirtschaftsforums 2020/21, des Spritzenfetischisten Gates auf sich wirken lässt, der bekommt eine Ahnung davon, wie zügig sich die Welt das chinesische Modell totaler Überwachung zum Vorbild nehmen könnte. Parlamentarismus und Gewaltenteilung sind darin allenfalls in der Pekinger Marionettenversion vorgesehen. Was die aufgehetzte, irregeführte Bevölkerungsmehrheit offenkundig nicht begreift: Auch sie haben (oder bekommen vielleicht noch) Kinder und Enkel, für welche die Corona-Krise 2020 das Jahr Eins einer neuen Zeitrechnung bedeuten könnte: einer dystopischen neuen Weltordnung, die ihnen womöglich Zwangsimpfungen, allgegenwärtige staatliche Kontrolle, die Unterdrückung abweichender Meinungen, die dauerhafte Einschränkung oder Abschaffung von Grundrechten beschert. Ist auszuschließen, dass ihre Nachkommen sie eines Tages zur Rede stellen werden: „Wo warst du am 1. August 2020? Warum bist du nicht mitmarschiert? Wieso hast du nicht alles getan, um abwenden zu helfen, was sich damals schon abzeichnete?“ Das geistige Klima ist vergiftet. Wem nützt das? Berlin-Mitte, Freitag, 24. April, spätnachmittags: Im Weinsbergpark genießen über hundert Menschen dicht gedrängt die Frühlingssonne. An den vorgeschriebenen Mindestabstand hält sich kaum einer. Ein Foto davon postet jemand auf Twitter, versehen mit dem Kommentar: „Dazu fällt mir leider nichts mehr ein“ (20). Seinen Followern dafür umso mehr. Über 2.000 retweeten und kommentieren. 7.100 drücken den „Gefällt mir“-Button. „Die Menschen lassen sich nicht auf Dauer einsperren. Hat in der Geschichte in den seltensten Fällen geklappt“, findet Jens. Für Lili „war das im Grunde eine absehbare Reaktion auf einen durchgepeitschten Lockdown, der Restriktionen ohne entsprechende Aufklärung erzwungen hat. Es kann nicht oft genug auf die Einschränkung der Grundrechte hingewiesen werden.“ Albrecht jubelt: „Die Pandemie ist vorbei!“ Die Mehrheit sieht das freilich krass anders: „Meine Toleranz dem gegenüber schwindet von Tag zu Tag. Kopf abreißen und in´ Hals scheißen!“ – „Es ist so schrecklich!“ – „Bombe rein, glücklich sein“ – „Die sollen sich alle so sehr ficken!“ – „Shithole Berlin“. Derartige Verbalscharmützel toben zurzeit überall im Netz. Manche belustigen sie. Mich entsetzen sie eher. Denn sie sind Symptome eines fortgeschrittenen Sittenverfalls. Um das geistige Klima in diesem Land steht es längst erheblich schlechter als um die Gesundheit seiner Bevölkerung – nicht erst seit der Corona-Krise. Es ist vergiftet, wie zuletzt vor einem Dreivierteljahrhundert. Wie schon in den hitzigen Monaten vor Einführung der Masernimpfpflicht 2019, so warten auch im Seuchenjahr 2020 eigentlich viele Erfahrungen, Studien, Argumente pro und contra darauf, mit kühlem Kopf gegeneinander abgewogen zu werden. Aber das geschieht nicht. Statt einander zuzuhören, fällt man empört übereinander her. Die Wortwahl wird immer aggressiver. Gezänk verdrängt Streitkultur. Oder man schweigt einander beleidigt an. Warum? Die Mehrheit der Bevölkerung ließ sich mächtig Angst vor dem vermeintlichen „Killerkeim“ einjagen. Und Angst entfacht zuverlässig weitere negative Emotionen. Angst macht wütend – auf jene, die sie weder teilen noch verstehen, womöglich belächeln. Gilt die Angst einer ansteckenden Krankheit, so könnte diese Wut nicht größer sein. Denn in Pandemiezeiten wähnt der Ängstliche sich und seine Liebsten in Gefahr. Dann geht es „um Leben und Tod“ (Armin Laschet). Bedrohen „Corona-Leugner“ die Weltgesundheit? Dass eher Unbesorgte sich womöglich selbst gefährden, bräuchte den Ängstlichen nichts anzugehen. Im Seuchenfall ist ihm aber nicht gleichgültig, wie Mitmenschen sich verhalten. Der ignorante Regelbrecher hält nicht genügend Abstand, nimmt die Maskenpflicht nicht ernst genug. Also könnte er Andere anstecken, bis irgendwann die schwächsten Glieder der Infektionskette, die Angehörigen von Risikogruppen, den Erreger aufschnappen – und womöglich daran sterben. Folglich ist „Corona-Leugner“ ein heißer Anwärter auf das Schimpfwort des Jahres. Die gemeinten Übeltäter dürfte die WHO in Kürze in derselben Schublade verstauen, in die sie schon „Impfgegner“ abgelegt hat: „eine der zehn größten Bedrohungen der globalen Gesundheit“ (21). Auf der Grundlage verfügbarer Statistiken könnte jeder Inhaber einer Großhirnrinde mit jedem weiteren sachlich erörtern, wie groß die mutmaßliche Bedrohung denn tatsächlich ist. Aber kultivierte Gespräche dieser Art, in der Wissbegierige unvoreingenommen die empirischen Daten der Gegenseite zur Kenntnis nehmen und bedenken, finden nicht statt. Abweichlern liest man ohne Umschweife die Leviten. Moralisieren mit erigiertem Zeigefinger verdrängt gesitteten Diskurs. „Teamplayer“ sollen wir alle sein: So drängt uns momentan eine Gemeinschaftsaktion des TV-Senders PRO7 mit mehreren Supermarktketten zum Kauf von Gesichtsmasken. „Zusammenhalten!“, fordert uns Discounter Lidl auf. Das Motto „Wir bleiben zuhause!“ blendeten zu Quarantänezeiten mehrere Fernsehsender wochenlang rund um die Uhr penetrant ein (wer ist „wir“?). Wer nicht einsehen mag, weshalb er mitspielen soll, versündigt sich an der Volksgemeinschaft. Da wird Zweifel unanständig, Widerspruch zum Verrat. Entscheidet demnächst eine Ethik-Kommission darüber, welche Widerrede noch statthaft ist, welche schon verdammenswert? Wer nicht mitmacht, verweigert seinen Mitmenschen Solidarität. Er begeht Verrat. Sein Leichtsinn, so finden Ängstliche, ist ganz und gar unverantwortlich. Verachtenswert. Rücksichtslos. Statt mitzuhelfen, dass Uroma noch ihren nächsten Geburtstag feiern kann, nimmt er Krankheit und Tod von Infizierten anscheinend billigend in Kauf. So einer irrt sich nicht einfach bloß – er wird zum fahrlässigen Körperverletzer und Killer. Also muss er getadelt und angezeigt, aufs Schärfste verurteilt und bestraft werden. Jeden Hass, den er auf sich zieht, verdient er. Keine Gnade für Gefährder der Volksgesundheit. Dabei KÖNNTE Seuchenschutz ein Thema sein, bei dem nackte Zahlen den Ausschlag geben: Ist wirklich jeder bedroht - in einem Maße, das ein seuchenbehördliches Drangsalieren ALLER rechtfertigt? Wie zuverlässig zeigen Virentests eine Infektion an? Wie viele Infizierte bleiben beschwerdefrei? Wie viele entwickeln bloß milde Symptome – ein paar Tage lang fiebern sie ein wenig, sie hüsteln, die Nase läuft, der Hals tut weh, der Geruchssinn ist eingeschränkt? Wie viele erkranken tatsächlich nennenswert? Wie viele BEDROHLICH? Wie viele müssen deswegen ins Krankenhaus eingeliefert, dort auf die Intensivstation verlegt werden? Wie überlastet sind unsere Kliniken wirklich? Wie viele SARS-CoV-2-Träger sterben? Bei wie vielen Toten war die Infektion die alleinige Ursache, oder auch nur die wichtigste? Wie viele Covid-19-Opfer haben das Rentenalter noch nicht erreicht und weisen keinerlei Vorerkrankungen auf? Wie war es bei früheren Grippewellen, und warum schützt man Risikogruppen 2020 anders als damals? Zu alledem liegen längst reichlich aufschlussreiche Erkenntnisse vor, die man besonnen diskutieren könnte und müsste. Vor ihrem Hintergrund würde deutlich, wie sinnvoll, notwendig und verhältnismäßig der Staat auf die Pandemie reagiert. Normopathen gegen Querulanten Aber solche Diskussionen finden nicht statt. Jede sachliche Auseinandersetzung darüber wird abgewürgt. Vertreter abweichender Standpunkte kommen kaum zu Wort. Sie werden übergangen, ausgegrenzt, zensiert, als irre Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Das wiederum kränkt und erzürnt den Unbesorgten. Wem gelingt es schon, gelassen hinzunehmen, dass Mitmenschen ihn wegen Einstellungen und Verhaltensweisen tadeln, die übergangene Fakten seines Erachtens stützen? Wie kann er hinnehmen, als Fake News-Produzent zum Schweigen gebracht, als Quarantänebrecher gar mit psychiatrischer Internierung bedroht zu werden, bloß weil er durchschaut, wie eine übermächtige Propagandamaschine für Gehirnwäsche sorgt? Wie kann er Leute, die der allgegenwärtigen Panikmache mit klinisch bedeutungslosen Infektionszahlen auf den Leim gehen, nicht für Dummköpfe halten? Wie kann er nicht den Kopf schütteln über Zeitgenossen, die anscheinend zu blöd sind, Ansteckung und Erkrankung auseinanderzuhalten? Wie kann er hinnehmen, wie blind man dafür sein kann, dass der Lockdown weltweit letztlich mehr Menschen umgebracht als gerettet hat – und der angerichtete Schaden den vermeintlichen Nutzen bei weitem überwiegt? Wie kann der Unbesorgte nicht wütend sein, wenn der Hygienestaat hemmungslos Grundrechte einschränkt, weil die Masse ihn gewähren lässt, ja auch noch lobt? Ihm stinkt gewaltig, dass er mithaften soll, wenn ein Großteil der Risikogruppen ihre Gefahrenlage selber herbeiführt – durch beharrlichen Raubbau am eigenen Immunsystem. Er selbst achtet womöglich sehr auf seine Gesundheit, ernährt sich vollwertig, bewegt sich viel, macht dadurch seine Körperabwehr fit für Erreger aller Art – und muss trotzdem behördliche Zwangsmaßnahmen über sich ergehen lassen, weil zumindest Übergewichtige, Typ-2-Diabetiker und Couch Potatoes, Raucher und Säufer sie nötig haben. Wie kann er sich nicht empören, wenn er sich ihretwegen einschränken muss? Unbändige Wut liegt in der Luft, mit absehbaren Folgen. Mittlerweile zerfällt die Nation in zwei verfeindete, hochemotionalisierte Lager – Mitläufer gegen Störenfriede, Normopathen gegen Querulanten. Im immer tieferen Graben zwischen ihnen versinken Anstand, Empathie und Respekt. Es leidet die politische Kultur. Der soziale Frieden ist bedroht. Dabei waren die Kräfteverhältnisse lange Zeit krass ungleich verteilt. Umfragen zufolge bildeten die Ängstlichen zeitweilig eine Dreiviertelmehrheit. Ende März waren noch 55 Prozent aller Wahlberechtigten „besorgt, ich selbst oder ein Familienmitglied könnte sich anstecken“. Bis Ende Juni schrumpfte ihr Anteil auf 24 Prozent (22). Doch stattlich ist die Fraktion der Bedenkenträger weiterhin – und nicht minder verurteilungsfreudig. Sie applaudiert Ministern, die hemdsärmlig durchgreifen, und ermutigt sie, damit fortzufahren, ja noch einen draufzusetzen. Das befremdet Unbesorgte nicht nur - ihnen graut, es widert sie an. Sechs von zehn Deutschen spüren inzwischen die wachsende Kluft. Sie glauben, dass „die Corona-Pandemie zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen könnte“, und erwarten „größere Verwerfungen als etwa in der Flüchtlingskrise“. Dies ergab eine Repräsentativumfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5.037 Bundesbürgern in der ersten Juniwoche (23). Krokodilstränen über die „Spaltung der Gesellschaft“ Auch führende Politiker bejammern diese Entwicklung neuerdings. Vor einer coronabedingten „Spaltung der Gesellschaft“ warnt Jens Spahn (24) ebenso wie NRW-Ministerpräsident und Möchtegern-Kanzler Armin Laschet (25). Damit erklimmen sie krokodilstränenreich den Gipfel der Heuchelei – dem Brandstifter gleich, der sich darüber entsetzt, wie das gelegte Feuer zum Flächenbrand ausarten kann. In Wahrheit haben CDU, CSU und SPD jenem neuen bürgerschaftlichen Miteinander entgegengearbeitet, das sie laut Koalitionsvertrag nach Kräften fördern wollten: „Den sozialen Zusammenhalt in unserem Land“, so heißt es in dessen Präambel, „wollen wir stärken und die entstandenen Spaltungen überwinden.“ Von wegen. Stattdessen überbieten sich Vertreter der Regierungsparteien seit Monaten darin, den Volkszorn auf böse, doofe Verschwörungstheoretiker zu schüren, weil er ihnen überaus gelegen kommt. Während sich regierende Alarmisten, Zupacker und Durchgreifer bei der verängstigten breiten Masse spektakuläre Umfragewerte verschafften, trieben sie propagandaresistente Besonnene, die hinterfragen und durchschauen, ins innere Exil. Statt der Sabotage von Sachdiskussionen gegenzusteuern, haben sie mitsabotiert – aus gutem Grund: Je kümmerlicher die medizinischen Gründe für drakonischen Infektionsschutz daherkommen, desto näher liegt es, daraus eine Gewissensfrage, einen Charaktertest zu machen. „Geben wir aufeinander acht“, schärft uns der Gesundheitsminister ein, „passen wir miteinander und aufeinander auf“ (26). „Auf unser gemeinsames solidarisches Handeln kommt es an“, verkündet die Bundeskanzlerin (27). Und der Bundespräsident mahnt: Für „jeden“ von uns gelte es, sein Leben „radikal zu ändern“, um „dadurch täglich Menschenleben zu retten“ (28). Wem nützt die perfide Zuspitzung zwischen vermeintlichen Lebensrettern und Lebensgefährdern, Solidarischen und Solidaritätsverweigerern, Mitfühlenden und Herzlosen? Hygienedikatur kann Milliardengeschäfte sichern, weitaus zuverlässiger als eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. Im vermeintlichen Notstand setzt ein Staat rigoros durch, was ihm erforderlich scheint: massenhafte Tests, möglichst lückenlose Kontrolle, Einsatz von Schutzausrüstung, Medikamenten und Impfstoffen. Falls sich der Konflikt zwischen Verängstigten und Gelassenen deswegen weiter verschärft: umso besser. Falls die Spannungen bürgerkriegsähnlich eskalieren sollten: noch besser. Um die „öffentliche Sicherheit und Ordnung“ aufrechtzuerhalten, bedarf es dann erst recht der harten Hand der Staatsmacht, die erzwingt, was sie zugunsten der Volkswohlfahrt für alternativlos hält. In Pandemiezeiten ist das ein Kinderspiel: Verschwörerische Zusammenkünfte, Demonstrationszüge, Massenproteste schaffen „Hotspots“, laden „Superspreader“ ein, treiben die ominöse „Reproduktionsrate“ hoch, erhöhen das Risiko der nächsten Welle. Erfordern sie also nicht dringend ein Versammlungsverbot? Ist Demokratie nicht Gift für optimalen Seuchenschutz? Die Corona-Krise lässt ahnen, wie gefährdet sie ist. Schon die nächste Pandemie könnte ihr Totengräber werden. Sie wird kommen, orakelte die WHO schon im Frühjahr 2019 – „das ist keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann“ (29). Das stimmt 2020 weiterhin. „Was hier mit dir passiert, ist für immer“, mahnte George Orwell. „Mit fast tödlicher Sicherheit bewegen wir uns auf ein Zeitalter totalitärer Diktaturen zu.“ Moderne Überwachungstechnik könnte sie zu tausendjährigen Reichen machen. Harald Wiesendanger Quellen und Anmerkungen: (1) https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-demo-berlin-gegner-massnahmen-kritik-100.html (2) http://blauerbote.com/wp-content/uploads/2020/05/corona_250_expertenstimmen.pdf (3) https://www.ned.org/call-to-defend-democracy/ (4) So z.B. die Deutsche Presse-Agentur, dpa:200801-99-04333/2, u.a. übernommen von https://www.radiowuppertal.de/artikel/tausende-zu-anti-corona-demonstration-in-berlin-erwartet-669752.html. (5) https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronaleugner-protestieren-in-berlin-veranstalter-beendet-demonstration-protest-geht-aber-weiter/26054576.html (6) https://www.tagesspiegel.de/berlin/was-folgt-aus-dem-corona-demo-fiasko-forderung-nach-schaerferen-auflagen-und-kritik-an-berlins-innensenator/26058452.html (7) https://www.bz-berlin.de/berlin/das-sind-die-irrsten-demos-am-wochenende-in-berlin (8) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/protest-gegen-corona-auflagen-18-polizisten-bei-aufloesung-von-berliner-kundgebung-verletzt-a-9d675086-f337-4af2-b20d-a170a8d741d5 (9) https://www.stern.de/politik/deutschland/video--corona-demo-in-berlin---so-empoert-reagiert-twitter-9360530.html (10) https://www.focus.de/politik/deutschland/berlin-was-soll-die-empoerung-nach-mega-demo-wird-kritik-an-regierung-laut_id_12272370.html (11) https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/07/berlin-demos-querdenker-verschwoerungsmythen-corona.html (12) https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/08/analyse-demonstration-corona-leugner-pegida-berlin-mitte.html (13) Zit. nach https://www.tagesschau.de/inland/reaktionen-corona-proteste-101.html; https://www.tagesspiegel.de/berlin/was-folgt-aus-dem-corona-demo-fiasko-forderung-nach-schaerferen-auflagen-und-kritik-an-berlins-innensenator/26058452.html (14) https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronaleugner-protestieren-in-berlin-veranstalter-beendet-demonstration-protest-geht-aber-weiter/26054576.html (15) https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronaleugner-protestieren-in-berlin-grosskundgebung-auf-strasse-des-17-juni-hat-begonnen/26054576.html (16) https://twitter.com/Karl_Lauterbach?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1289611089655869440%7Ctwgr%5E&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fberlin%2Fwas-folgt-aus-dem-corona-demo-fiasko-forderung-nach-schaerferen-auflagen-und-kritik-an-berlins-innensenator%2F26058452.html (17) https://twitter.com/EskenSaskia/status/1289518034621612032 (18) https://twitter.com/EskenSaskia/status/1289518034621612032 (19) https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-china-who-1.4844104 (20) https://twitter.com/schmidtlepp/status/1253733934728392705 (21) https://www.who.int/news-room/feature-stories/ten-threats-to-global-health-in-2019 (22) https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_88126972/coronavirus-die-meisten-deutschen-haben-keine-angst-mehr.html (23) https://www.augsburger-allgemeine.de/special/bayern-monitor/Corona-koennte-das-Land-staerker-spalten-als-die-Fluechtlingskrise-id57505531.html (24) https://www.sueddeutsche.de/panorama/corona-spahn-warnt-vor-neuer-spaltung-der-gesellschaft-1.4920640 (25) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-laschet-gesellschaft-spaltung-100.html (26) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/reden/corona-krise-bt-250320.html; https://www.cdu.de/corona/AHA (27) https://www.merkur.de/politik/coronavirus-angela-merkel-mittwoch-ansprache-tv-fernsehen-zdf-werbung-appell-buerger-krise-kritik-13604204.html (28) https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-von-bundespraesident-dr-frank-walter-steinmeier-1743002 (29) https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/311184/9789241515320-eng.pdf?sequence=18
- „Unfassbarer Niedergang“
„Wut“ über den Qualitätsverfall des Journalismus packt den bekannten Fernsehmoderator Peter Hahne angesichts der Berichterstattung der „Gesinnungsmedien“ über den Berliner „Tag der Freiheit“. Jahrzehntelang war er eines „der“ Gesichter des ZDF: Peter Hahne, Fernsehmoderator und Autor. Die Berliner Großdemonstration am 1. August, gegen grundgesetzwidrigen Hygieneterror, erlebte er mit. Blankes Entsetzen packt ihn angesichts der „der ganz offensichtlichen Zahlenmanipulation der Behörden“ – und darüber, wie Presse, Funk und Fernsehen dabei mitspielen. Er spricht von einem „unfassbaren Niedergang des deutschen Journalismus. „Wer gut informiert sein will, orientiert sich ohnehin längst nicht mehr an den ‚Gesinnungsmedien‘.“ „Die „Straße des 17. Juni“ war von der Siegessäule bis zum Brandenburger Tor gefüllt von Demonstranten“, so berichtet Peter Hahne. „Und zwar so dicht, dass das ja der angebliche Grund des Abbruchs war. Dazu Tausende in den Nebenstraßen oder dem angrenzenden Tiergarten. Das gleiche Foto, allein vom „17. Juni“ , wurde in den letzten Jahren so beziffert: als Fußball-Fanmeile waren es 250.000 (11. Juli 2010), beim Christopher-Street-Day (CSD 2019) über eine Million, bei Obama am 24. Juli 2008 rund 215.000 — und jetzt bei denen, die schon im Vorhinein von Medien als Rechtsextreme abgestempelt wurden, oh Wunder: 17.000 bis 20.000! Wäre ich der Papst, ich würde die zählenden Beamten der Berliner Innenbehörde sofort heilig sprechen. Das muss man angesichts der explodierenden Weltbevölkerung erst einmal hinbekommen: Hunderttausende schrumpfen zu 17.000. Ein wahrhaft epochales Wunder. Da staunen selbst angereiste Atheisten aus dem „Osten“!“ Und ein Zweites findet Peter Hahne „bemerkenswert: Rund zwei Stunden vor dem offiziellen Abbruch der Massendemonstration meldeten die Online-Dienste vieler Medien bereits den Abbruch. Auch das ein Wunder von Hellseherei, wie es sonst nur in den Wahrsage-Buden auf Kirmes oder Schützenfest zu finden ist. Wollte man die verzweifelten und vergebliche Versuche des SED-Regimes imitieren, die heranströmenden Menschenmassen noch zur Umkehr (!) zu bewegen? Wer gab die Anweisung, die Information, den Startschuss zu diesen Fake-Meldungen? Es wäre einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus wert, Licht in diese behördliche Finsternis zu bringen.“ Noch in der Nacht erreichten Peter Hahne „rund 60 Mails von Teilnehmern, hochseriöse und in ihrem beruflichen Umfeld und Wohnort angesehene und bekannte Persönlichkeiten“. Wiederholt kritisierte Hahne die Infektionsschutzmaßnahmen in Deutschland, insbesondere das vorübergehende Verbot von Gottesdiensten; solch eine Maßnahme habe „weder die braune Diktatur, noch die rote bis 1989“ je verhängt. „Getränkemärkte haben auf, das Gotteshaus nicht“, so der studierte Theologe und Philosoph. Seit 1985 gehörte Peter Hahne der Hauptredaktion „Aktuelles“ des ZDF an; dort arbeitete er als Co-Moderator und Redakteur des „heute-journals“ (1989–1991) und Studioredakteur der Hauptausgabe von „heute“ (1991–1999). Von 1999 bis Ende März 2010 war Hahne stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin. Er moderierte das Politmagazin „Berlin direkt“. Im April 2010 wechselte er in die ZDF-Programmdirektion. Ende 2017 ging er in den Ruhestand. Von 1992 bis 2009 gehörte der studierte Theologe dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Die Corona-Krise macht Hahnes ersten Bestseller, 1984 erschienen, aktueller denn je: „Die Macht der Manipulation: Über Menschen, Medien und Meinungsmacher“. Harald Wiesendanger
- Bei Corona-“Verdacht“: Gesundheitsämter drohen Eltern mit Kindesentzug
Bei bloßem Infektionsverdacht muss ein Kind zuhause allein isoliert werden. Andernfalls wird es in eine „geschlossene Einrichtung“ weggesperrt. Entsprechende Behördenbriefe erhielten Eltern in mehreren Bundesländern. Corona-Irrsinn, Folge 1001: Gesundheitsämter fordern Eltern auf, ihre Kinder in den eigenen vier Wänden allein zu isolieren – schon bei bloßem Verdacht auf eine Infektion. Bei „Zuwiderhandlung“ droht die Zwangseinweisung des Kinds in eine „geschlossene Einrichtung“ - selbst wenn es erst drei Jahre alt ist. Nein, es ist kein übler Scherz: Wie die Neue Westfälische, weitere Zeitungen und Online-Nachrichtendienste (1) soeben berichten, haben Gesundheitsämter in mehreren Bundesländern entsprechende Anordnungen an Eltern verschickt, unter anderem in den Landkreisen Offenbach (Hessen) und Karlsruhe (Baden-Württemberg). Bei den Empfängern der Drohbriefe handelt es sich um Eltern von Drei- bis Elfjährigen. Aus Dreieich im Landkreis Offenbach berichtet OP-online: Die dortige Kita Schulstraße ist seit Wochenbeginn geschlossen, nachdem ein Kind positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. Seit Dienstagabend voriger Woche, 21. Juli, musste sich die betreffende Familie in häusliche Quarantäne begeben. Doch dies genügte dem Gesundheitsamt nicht: Für alle 60 Kinder und Erzieher ordnete es am vergangenen Samstag, 25. Juli, vorsorglich ebenfalls eine Quarantäne an, unmittelbar nachdem das Testergebnis des Jungen feststand. Sie gelten als „enge Kontaktpersonen“. „Ihr Kind“, so schreibt die Behörde, „muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen (keine gemeinsamen Mahlzeiten). Ihr Kind sollte sich möglichst allein in einem Raum getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten).“ 14 Tage lang. Zeigte jenes eine positiv getestete Kind denn überhaupt Krankheitssymptome? Erkrankte irgendjemand der übrigen 60 zwangsweise Isolierten? In den Behördenbriefen steht nichts darüber. Ebenso rätselhaft bleibt, wieso das Amt nicht sogleich alle übrigen Personen in und um Offenbach einsperrte, zu denen „Infektionsketten“ führen könnten? Warum nicht gleich ganz Offenbach von der Außenwelt abriegeln – oder vorsichtshalber das gesamte Rhein/Main-Gebiet, ja ganz Hessen? Besser noch, Deutschlands Außengrenzen? Sicher ist sicher, nicht wahr? Womit müssen Eltern rechnen, die sich widersetzen? Bei Zuwiderhandlung, so droht das Amt, sollen die Kinder aus der Familie gerissen und für die Dauer der Quarantäne anderswo weggesperrt werden. Den Wortlaut zitiert bz-berlin.de: „Sollten Sie die Absonderung betreffenden Anordnungen nicht nachkommen oder ist aufgrund Ihres bisherigen Verhaltens anzunehmen, dass Sie der Anordnung nicht ausreichend Folge leisten, ist eine abgeschlossene Absonderung aufgrund des Bevölkerungsschutzes in einer geeigneten geschlossen Einrichtung erforderlich.“ Was für ein verdächtiges Elternverhalten meint die Gesundheitsbehörde da? Die polizeibekannte Teilnahme an einer Anti-Hygiene-Demo? Einen kritischen Leserbrief an eine Lokalredaktion? Ein aufmüpfiger Post in sozialen Medien? Die Denunziation durch einen Nachbarn? Den unterlassenen Download der Corona-Warnapp? Was droht widerspenstigen Mamis und Papis selbst? Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Stefan Homburg machte soeben die Anordnung eines Ordnungsamts, Abteilung Sicherheit und Ordnung, vom 23. Juli publik. Es fordert Eltern auf, ihr Kind „auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes“ umgehend in häuslicher Quarantäne „abzusondern“: „Ist ein Kontakt mit anderen Personen, auch mit den im Haushalt lebenden, unumgänglich, ist ein Mund-Nasen-Schutz (Mindeststandard FFP1) enganliegend zu tragen und eine Händedesinfektion vorzunehmen.“ Spielen die Eltern da nicht mit, so droht ihnen „eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren“. (2) Selbst der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, geht dagegen auf die Barrikaden. „Die Situation der Quarantäne ist für Familien, insbesondere für Kinder ohnehin sehr belastend“, so äußert er sich in einer Presseerklärung. (3) Kinder in dieser Phase von ihren Eltern und Geschwistern zu isolieren, ist eine Form psychischer Gewalt. Der Kinderschutzbund empfindet diese Maßnahmen als unverhältnismäßig und nicht hinnehmbar. Die Drohung mit dem scharfen Schwert der Herausnahme und Unterbringung auf einer Isolierstation, verunsichert zudem Familien nachhaltig. Ganz sicher müssen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen werden. Dies lässt sich aber auch regeln, indem man den gesamten Haushalt oder doch zumindest noch ein sorgeberechtigtes Elternteil in die Quarantäne-Maßnahmen einbezieht. Ich rufe die kommunalen Verantwortungsträgerinnen und –träger auf, in allen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dem Kindeswohl und den Kinderrechten Vorrang einzuräumen.“ Dem Kinderschutzbund liegen Hinweise auf einen Fall vor, in dem Gesundheitsämter einer Familie gedroht haben, ihr achtjähriges Kind notfalls gewaltsam herauszunehmen. Derartige staatliche Gewaltakte fänden selbst dann statt, wenn ausnahmslos ALLE in Quarantäne Geschickten völlig beschwerdefrei, kerngesund und putzmunter wären. Sie könnten, notfalls unter Polizeieinsatz, erzwungen werden, aufgrund des neu gefassten, verfassungsrechtlich hochumstrittenen „Infektionsschutzgesetzes“. Kritik wies das Offenbacher Gesundheitsamt zurück: Seine Kernaufgabe sei es, eine Ausbreitung ansteckender Krankheiten zu verhindern. Der Gesetzgeber mache hier keinen Unterschied beim Alter. (4) Zur behördlichen „Inobhutnahme für Kinder und Jugendliche in Quarantäne“ bedarf es geeigneten Personals. So sucht beispielsweise eine Kölner „Kinder- und Familienhilfe“ momentan eine „pädagogische Fachkraft“, die beim „Absondern“ der aus ihren Familien Gerissenen assistieren soll – in einem „christlichen, werteorientierten Arbeitsumfeld“, versteht sich. (5) Es übersteigt meine Vorstellungskraft, mir eine „Pädagogik“ auszumalen, die derartige psychische Gewalt legitimiert. Öffnen solche Ungeheuerlichkeiten nicht zumindest allen Eltern dieser Republik endlich die Augen? Je länger diese unsägliche Pandemie-Krise andauert, desto weniger geht es offenkundig noch um Gesundheit. Ein außer Rand und Band geratener Hygienestaat will nicht aufhören, seine verängstigte Bevölkerung mit grundgesetzwidrigen Maßnahmen zu terrorisieren – nicht aufgrund realer Erkrankungs- und Sterberaten, sondern allein aufgrund fiktiver Gefährdungsszenarien, während in Arztpraxen, auf Intensivstationen, auf Friedhöfen 2020 nicht mehr los ist als in früheren Jahren. Einige Väter und Mütter, denen Gesundheitsämter die zitierten Drohbriefe in den Briefkasten werfen ließen, wird man mit Sicherheit demnächst in Berlin antreffen – beim nächsten „Tag der Freiheit“, natürlich erneut mit maximal 17.000 irren Verschwörungstheoretikern, Esoterikern und Neonazis. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/22837442_Gesundheitsaemter-Kinder-sollen-getrennt-vom-Rest-der-Familie-isoliert-werden.html; https://www.rtl.de/cms/bei-corona-verdacht-kinder-sollen-getrennt-von-der-familie-isoliert-werden-4590994.html; https://www.bild.de/politik/inland/news-inland/bei-corona-verdacht-gesundheitsaemter-wollen-kinder-von-familien-isolieren-72246430.bild.html: https://www.op-online.de/region/dreieich/dreieich-corona-fall-kita-schulstrasse-kind-familie-quarantaene-isolation-90014706.html; https://www.bz-berlin.de/deutschland/bei-corona-verdacht-gesundheitsamt-will-eltern-die-kinder-wegnehmen (2) https://www.stefan-homburg.de/images/pdf/zwangsquarantaene.pdf (3) https://www.dksb.de/fileadmin/user_upload/2020-07-31_PMCoronaKinderAbsonderung.pdf (4) https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-dietzenbach-kreis-weist-kritik-an-quarantaene-vorgaben-fuer-kinder-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200806-99-69045 (5) https://jobs.diakonie-michaelshoven.de/job/K%C3%B6ln-P%C3%A4dagogische-Fachkraft-%28mwd%29-in-einer-Inobhutnahme-f%C3%BCr-Kinder-und-Jugendliche-in-Quarant%C3%A4ne/601328601/ Sehenswert: Rede von Tina Romdhani, einer 39-jährigen Mutter: „Kinder bekommen Schuldgefühle eingeredet“ auf einer Kundgebung in Ravensburg, https://www.youtube.com/watch?v=0YqwrHIogXU
- Direkt ins Gehirn
Corona-geimpft wird bereits ab Frühjahr 2020 – in unseren Schulen. Der Impfstoff: „Indoktrinatix forte“. Gespritzt wird direkt ins Gehirn. „Man hat nicht auf einen Schlag 80 Millionen Impfdosen zur Verfügung!“, so beginnt ein Aufgabenblatt für eine 6. Schulklasse. „Dadurch ergibt sich die schwierige Frage: ‚Wer wird zuerst geimpft?‘ Stell dir vor: DU hast es in der Hand! Erstelle eine Rangliste, wen du ZUERST IMPFEN würdest. Du kannst dabei entweder einzelne Personen (z.B. Mama) oder auch Personengruppen (z.B, Familie; Ärzte) aufzählen. Begründe deine Entscheidung jeweils!“ (1) Was lernen Kinder aus einem solchen Blatt – von einem Lehrer, der ihnen so etwas vorlegt? Was suggeriert ihnen die Aufgabenstellung? Sie inszeniert einen Corona-Impfstoff als knappes Gut, dessen Wert außer Zweifel steht. Kriegen soll ihn jeder. Entschieden werden muss bloß noch, in welcher Reihenfolge. Daraus ergibt sich, über welche Fragen Kinder NICHT zuallererst nachzudenken brauchen: - „Ehe ich Mama als Erste impfe: Müsste ich sie fragen, ob sie damit einverstanden ist? Was mache ich, wenn sie Nein sagt?“ - „Könnten sich alle, die ich impfen will, auch anders schützen? Sind viele vielleicht schon geschützt?“ - „Brauchen alle 80 Millionen den Impfstoff? Benötigt ihn denn irgendwer, in Anbetracht der Erkrankungs- und Sterberaten infolge des Erregers, vor dem er schützen soll?“ - „Wozu brauche ICH ihn? Ich bin Zwölf – wie viele Zwölfjährige, oder jüngere Kinder, oder Jugendliche, hat das Virus denn bisher arg krank gemacht und umgebracht?“ - „Nützt der Impfstoff im allgemeinen? Wirkt er überhaupt, wie lange?“ - „Ist er sicher? Was ist überhaupt in ihm drin? Was genau macht er im Körper? Welche Nebenwirkungen hat er, nicht bloß kurzfristig, sondern auf längere Sicht?“ - „Wird das eigentlich sorgfältig untersucht? Wer überprüft das vor der Zulassung, wer kontrolliert das anschließend, und wie macht er das? Wie aussagekräftig sind die Zulassungsstudien, welche Fragen beantworten sie, welche lassen sie offen? Ist den Prüfern zu trauen?“ - „Mein Land verschenkt Milliarden an Leute, die den Impfstoff herstellen sollen. Wie viel werden diese Leute daran verdienen? Bekommt mein Land dann vom Gewinn etwas ab?“ - „Und wer befiehlt oder erlaubt meinem Lehrer eigentlich, mir so eine Aufgabe zu stellen?“ Teil Zwei des Aufgabenblatts fragt eine Meinung ab: „Darf am Ende jeder selbst entscheiden, ob er sich gegen Corona impfen lässt ODER soll es eine verpflichtende Impfung geben?“ Allein schon der bedrückende Rahmen, in dem in Deutschland nun wieder Präsenzunterricht stattfindet, legt einem Schulkind die Antwort nahe. Maskiert soll es herumlaufen. Keinen Klassenkameraden darf es berühren, geschweige denn umarmen, von jedem soll es anderthalb Meter Abstand halten; mit keinem darf es „kontaktnah“ spielen; auf die Toilette darf es nur, wenn sie fast leer ist. Zwei Dutzend Verhaltensregeln soll es strikt beachten. Sonst droht ihm eines Schulverweis, wie der schriftlichen „Belehrung für Schüler“ durch die Leitung einer Realschule zu entnehmen ist (s. Abb.). Jedes Niesen, jedes Hüsteln, jedes Tröpfchen Rotz aus der Nase könnte ja ganz arg schreckliche Folgen haben; wer einen Mitschüler ansteckt, macht sich womöglich mitschuldig am baldigen Leiden und Sterben seiner corona-positiven Oma. Eine solche Notfall-Inszenierung, ungeachtet unauffälliger Sterberaten, tut Kindern psychische Gewalt an. Sie werden verstört, verängstigt und traumatisiert. Unentwegte Alarmstimmung gaukelt ihnen eine geradezu apokalyptische Bedrohung vor. „Vorbei“ wird sie erst sein, wenn ein Impfstoff da ist – sagt die Kanzlerin. Wie kann ein Kind daraus NICHT folgern: Erst wenn jeder geimpft worden ist, wird alles wieder gut? Je früher, desto besser? Wie sagte doch der Innenminister so treffend: „Jetzt stehen wir vor der schwierigen Aufgabe, (…) in aller Zukunft einen Rückfall in die Fehler der Vergangenheit unmöglich“ zu machen. „Dazu muss die Grundlage in der Erziehung unseres Volkes geschaffen werden. Ihre Aufgabe ist es“, die Menschen „schon vom frühesten Lebensalter an so zu erfüllen (…), „dass die einmal gewonnene Erkenntnis in Fleisch und Blut übergeht und auf Generationen hinaus durch nichts mehr zerstört werden kann. (...) Die deutsche Schule hat den politischen Menschen zu bilden, der in allem Denken und Handeln dienend und opfernd in seinem Volke wurzelt und der Geschichte und dem Schicksal seines Staates ganz und unabtrennbar zu innerst verbunden ist.“ Der Innenminister hieß allerdings Frick, das Zitat ist 87 Jahre alt. (2) Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Nach einer Rundmail des „Rubikon“-Herausgebers Jens Wernicke vom 7. August. (2) Auf der Ministerkonferenz am 9. Mai 1933; in: Schriften zur politischen Bildung, heraus-gegeben von der Gesellschaft „Deutscher Staat“, XI. Reihe. Erziehung. Heft 1; Langensalza 1933, S. 5f.



































