• Dr. Harald Wiesendanger

Direkt ins Gehirn

Aktualisiert: Mai 1

Corona-geimpft wird bereits ab Frühjahr 2020 – in unseren Schulen. Der Impfstoff: „Indoktrinatix forte“. Gespritzt wird direkt ins Gehirn.


„Man hat nicht auf einen Schlag 80 Millionen Impfdosen zur Verfügung!“, so beginnt ein Aufgabenblatt für eine 6. Schulklasse. „Dadurch ergibt sich die schwierige Frage: ‚Wer wird zuerst geimpft?‘ Stell dir vor: DU hast es in der Hand! Erstelle eine Rangliste, wen du ZUERST IMPFEN würdest. Du kannst dabei entweder einzelne Personen (z.B. Mama) oder auch Personengruppen (z.B, Familie; Ärzte) aufzählen. Begründe deine Entscheidung jeweils!“ (1)


Was lernen Kinder aus einem solchen Blatt – von einem Lehrer, der ihnen so etwas vorlegt? Was suggeriert ihnen die Aufgabenstellung?


Sie inszeniert einen Corona-Impfstoff als knappes Gut, dessen Wert außer Zweifel steht. Kriegen soll ihn jeder. Entschieden werden muss bloß noch, in welcher Reihenfolge.

Daraus ergibt sich, über welche Fragen Kinder NICHT zuallererst nachzudenken brauchen:


- „Ehe ich Mama als Erste impfe: Müsste ich sie fragen, ob sie damit einverstanden ist? Was mache ich, wenn sie Nein sagt?“

- „Könnten sich alle, die ich impfen will, auch anders schützen? Sind viele vielleicht schon geschützt?“

- „Brauchen alle 80 Millionen den Impfstoff? Benötigt ihn denn irgendwer, in Anbetracht der Erkrankungs- und Sterberaten infolge des Erregers, vor dem er schützen soll?“

- „Wozu brauche ICH ihn? Ich bin Zwölf – wie viele Zwölfjährige, oder jüngere Kinder, oder Jugendliche, hat das Virus denn bisher arg krank gemacht und umgebracht?“

- „Nützt der Impfstoff im allgemeinen? Wirkt er überhaupt, wie lange?“

- „Ist er sicher? Was ist überhaupt in ihm drin? Was genau macht er im Körper? Welche Nebenwirkungen hat er, nicht bloß kurzfristig, sondern auf längere Sicht?“

- „Wird das eigentlich sorgfältig untersucht? Wer überprüft das vor der Zulassung, wer kontrolliert das anschließend, und wie macht er das? Wie aussagekräftig sind die Zulassungsstudien, welche Fragen beantworten sie, welche lassen sie offen? Ist den Prüfern zu trauen?“

- „Mein Land verschenkt Milliarden an Leute, die den Impfstoff herstellen sollen. Wie viel werden diese Leute daran verdienen? Bekommt mein Land dann vom Gewinn etwas ab?“

- „Und wer befiehlt oder erlaubt meinem Lehrer eigentlich, mir so eine Aufgabe zu stellen?“


Teil Zwei des Aufgabenblatts fragt eine Meinung ab: „Darf am Ende jeder selbst entscheiden, ob er sich gegen Corona impfen lässt ODER soll es eine verpflichtende Impfung geben?“ Allein schon der bedrückende Rahmen, in dem in Deutschland nun wieder Präsenzunterricht stattfindet, legt einem Schulkind die Antwort nahe. Maskiert soll es herumlaufen. Keinen Klassenkameraden darf es berühren, geschweige denn umarmen, von jedem soll es anderthalb Meter Abstand halten; mit keinem darf es „kontaktnah“ spielen; auf die Toilette darf es nur, wenn sie fast leer ist. Zwei Dutzend Verhaltensregeln soll es strikt beachten. Sonst droht ihm eines Schulverweis, wie der schriftlichen „Belehrung für Schüler“ durch die Leitung einer Realschule zu entnehmen ist (s. Abb.). Jedes Niesen, jedes Hüsteln, jedes Tröpfchen Rotz aus der Nase könnte ja ganz arg schreckliche Folgen haben; wer einen Mitschüler ansteckt, macht sich womöglich mitschuldig am baldigen Leiden und Sterben seiner corona-positiven Oma.



Eine solche Notfall-Inszenierung, ungeachtet unauffälliger Sterberaten, tut Kindern psychische Gewalt an. Sie werden verstört, verängstigt und traumatisiert. Unentwegte Alarmstimmung gaukelt ihnen eine geradezu apokalyptische Bedrohung vor. „Vorbei“ wird sie erst sein, wenn ein Impfstoff da ist – sagt die Kanzlerin. Wie kann ein Kind daraus NICHT folgern: Erst wenn jeder geimpft worden ist, wird alles wieder gut? Je früher, desto besser?


Wie sagte doch der Innenminister so treffend: „Jetzt stehen wir vor der schwierigen Aufgabe, (…) in aller Zukunft einen Rückfall in die Fehler der Vergangenheit unmöglich“ zu machen. „Dazu muss die Grundlage in der Erziehung unseres Volkes geschaffen werden. Ihre Aufgabe ist es“, die Menschen „schon vom frühesten Lebensalter an so zu erfüllen (…), „dass die einmal gewonnene Erkenntnis in Fleisch und Blut übergeht und auf Generationen hinaus durch nichts mehr zerstört werden kann. (...) Die deutsche Schule hat den politischen Menschen zu bilden, der in allem Denken und Handeln dienend und opfernd in seinem Volke wurzelt und der Geschichte und dem Schicksal seines Staates ganz und unabtrennbar zu innerst verbunden ist.“ Der Innenminister hieß allerdings Frick, das Zitat ist 87 Jahre alt. (2)

Harald Wiesendanger


Anmerkungen

(1) Nach einer Rundmail des „Rubikon“-Herausgebers Jens Wernicke vom 7. August.

(2) Auf der Ministerkonferenz am 9. Mai 1933; in: Schriften zur politischen Bildung, heraus-gegeben von der Gesellschaft „Deutscher Staat“, XI. Reihe. Erziehung. Heft 1; Langensalza 1933, S. 5f.

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