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  • Da haben wir den Salat

    Wegen Corona-Panikvirus: Intergalaktischer Großrat erklärt den Blauen Planeten zum „Hotspot“. Unbestätigten Gerüchten zufolge hat der Intergalaktische Großrat soeben unser gesamtes Sonnensystem zur Sperrzone erklärt, weil auf dem Blauen Planeten ein Panikvirus grassiert, mit einer 7-Universalminuten-Inzidenz von 9.500 pro 10.000 Bewohnern. Ab sofort wird jede von dort gestartete Raumsonde, sobald sie über den Kuipergürtel hinausfliegt, unverzüglich pulverisiert. Sicher ist sicher. Alle Ufos werden abgezogen, die Besatzungen auf einem bislang unbewohnten Planeten im Andromedanebel zeitlebens isoliert, unweit eines Schwarzen Lochs. Harald Wiesendanger

  • Die "Hotspot"-Masche - Für wie blöd halten uns Hygieneterroristen?

    Was bedeutet Seuchenschutz in diesen irren Zeiten? Die Seuche wird davor geschützt, nicht mehr aufzufallen. Dazu setzen die Chefpropagandisten dieser unsäglichen Corona-Krise neuerdings auf drei Konzepte, die miteinander um den Wahnwitz des Jahrhunderts wetteifern: Sie haben sich die irre „Superspreader“-Meute, eine fürchterliche Keimschleuder namens „Hotspot“ und eine Todeszone namens „Risikogebiet“ einfallen lassen. Seit der Killerkeim immer weniger Bock darauf hat, krank zu machen und umzubringen, haben Bangemacher ein Problem. Sie lösen es mit reichlich Tamtam um Infektionsraten, die sich beliebig steigern lassen, indem immer mehr Tests stattfinden. Sogenannte „Superspreader-Events“, „Hotspots“ und „Risikogebiete“ spielen dabei neuerdings propagandistische Schlüsselrollen. Sie lassen sich telegen in Szene setzen. Und weil sie ständig wechseln, ist laufender Nachschub an neuem Spektakelstoff sichergestellt. Doch immer mehr Bürger beginnen die doofe Masche zu durchschauen. Vielen dürfte man beim nächsten „Tag der Freiheit“ begegnen. Dass wir uns weiterhin „mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“ befinden, über die wir uns gemeinsam mit RKI-Chef Lothar Wieler „große Sorgen“ machen müssen, können Deutschlands niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und Friedhofsverwaltungen nicht bestätigen. Alle klinisch bedeutsamen Indikatoren zeigen seit Monaten Entwarnung an. Wie jagt man der Bevölkerung trotzdem weiterhin eine Heidenangst ein, bis ihnen ein unzureichend geprüfter, eilig zugelassener Impfstoff mit fragwürdigem Nutzen, ungewissen Nebenwirkungen und gänzlich unbekannten Langzeitfolgen verabreicht werden kann? Das Rezept ist ebenso simpel wie effektiv: Man lehrt Otto Normalversteher das Fürchten mit Infektionszahlen, die man künstlich hoch hält, indem man WHO-folgsam auf Teufel komm raus „testet, testet, testet“ - wohlwissend, dass diese Zahlen allein nichts darüber aussagen, wie gefährlich SARS-CoV-2 ist. Von Ende März bis Anfang August hat sich die Anzahl wöchentlicher Tests auf knapp 600.000 verfünffacht, einen Monat später schon verzehnfacht; allein Bayern will bis Ende August seine Testkapazitäten gegenüber Stand Mai auf 200.000 pro Tag (!) ausbauen (1), vermutlich aufgrund zehnmal höherer Corona-Leichenberge zwischen Hof und Garmisch. Bei einer bekannten Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests von rund zwei Prozent wird Söder, dank sechs Millionen Tests pro Monat, selbst dann noch 120.000 Bajuwaren als infiziert vermelden können, wenn kein einziger es tatsächlich ist. Einfach nur lustig ist dieser surreale Irrsinn deswegen nicht, weil er auf weitere Lockdowns, fortgesetzte Freiheitsberaubung, Zwangsimpfungen, ein geradezu chinesisches Überwachungs- und Zensurregime hinausläuft – und, am allerschlimmsten, auf einen Bundeskanzler Söder. Besonders beliebt ist bei Ansteckungsalarmisten wie ihm die Kreation sogenannter „Hotspots“ und „Risikogebiete“: Orte, Regionen und ganze Länder, in denen die Infektionsrate über den wie in Stein gemeißelten, willkürlich festgelegten Wert von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner ansteigt. Als mitverantwortlich für solche Orte des Grauens gelten „Superspreading“-Events: Menschenansammlungen, die „verantwortungslos“ Maskenpflicht und Sicherheitsabstände ignorieren. Polizeieinsätze, Abriegelungen, Internierungen bieten quotengeilen Medien beinahe täglich aufs Neue ein gefundenes Fressen. Sinnfreier Katastrophensprech („Wüten“, „Ausbruch“) suggeriert, gleich um die nächste Ecke lauere die Apokalypse. Diese Horrorshow in Endlosschleife für die verunsicherte Bevölkerung inszeniert im Hintergrund jemand, der sich in der Psychologie der Massen bestens auskennt. Er spekuliert auf ihr chronisch kurzes Gedächtnis. Wer hakt Wochen später schon nach, welchen Schaden die schändlich „unhygienischen“ Treiben nachweislich angerichtet haben? Folgten ihnen denn außergewöhnlich viele schwere Erkrankungen und Todesfälle, vor Ort und in der näheren Umgebung? Fragen wir nach. Gibt es überhaupt noch Bielefelder? Sind beispielweise Bielefelder inzwischen ausgestorben, dahingerafft vom Killerkeim? Die schrillen Schlagzeilen vom 29. Juni ließen das Allerschlimmste befürchten. Tags zuvor hatten rund 3000 euphorisierte Anhänger der Arminia-Kicker stundenlang den Aufstieg in die Erste Bundesliga gefeiert – im Freien, vor der Schüco-Arena. Lachend, gröhlend, singend, einander selig umarmend. Die brave Aufforderung der Vereinsführung, nicht zur Bielefelder „Alm“ zu kommen, ignorierten sie. Maske trug keiner, eine Alkoholfahne fast jeder. Die Sicherheitsabstände lagen eher im Millimeterbereich. Prompt brach über die Vereinsführung ein Tsunami der Empörung herein. Da sei eine Party „eskaliert“, so las man. „Jetzt drohen Konsequenzen.“ (2) Beim Ordnungsamt ging eine Anzeige gegen die Vereinsführung ein, wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen. Kleinlaut entschuldigte sich die Arminia: Ein solches „Fehlverhalten“, so räumte sie in einer Pressemitteilung zerknirscht ein, „hätte in keinem Fall passieren dürfen“. Wieso eigentlich nicht? Welchen gesundheitlichen Schaden nahm Bielefeld denn? Bis 1. Juli, fünf Monate nach Beginn der „ersten Welle“, waren in der 335.000-Einwohner-Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens nicht 5000, nicht 500, nicht einmal 50, sondern ganze FÜNF Patienten mit positivem Corona-Test verstorben – womöglich aber kein einziger WEGEN des Virus. Bis Anfang August kamen wie viele Tote hinzu? NULL. Auf den Intensivstationen der Bielefelder Krankenhäuser mussten Anfang August wie viel Corona-Infizierte behandelt werden? EINER. Nicht einmal die Ansteckungsrate veränderte sich nennenswert. Bis 30. Juni registrierten die örtlichen Behörden insgesamt 431 Infektionen, davon 19 aktive. Und anderthalb Wochen später, am 9. Juli? Da waren es immer noch 431, aktiv Infizierte gab es 6 weniger (3). Stand 11. August ließen sich gerade mal 57 infizierte Bielefelder ausfindig machen, und das trotz massiver Ausweitung der Tests. (4) Maximaler Lärm um nichts Viel Lärm um nichts: Auch anderswo füllten „Superspreader-Events“ eher Titelseiten als Intensivstationen und Massengräber. Wie steht es beispielsweise mit der Anti-Rassismus-Demo von mindestens 25.000 Menschen am 16. Mai auf dem Königsplatz in München, sozusagen vor der Haustür des Corona-Hardliners Markus Söder? Die seitherigen Meldezahlen „zeigen keine überdurchschnittliche Zunahme an Corona-Fällen“, musste das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf Anfrage zugeben. Auch bayernweit sei „kein signifikanter Anstieg der Fallzahlen in der Folge des besagten Events zu beobachten“. (5) Am 16. Mai geriet Stuttgart in die Schlagzeilen, weil sich die bis dahin größte Menschenmenge in Coronazeiten, mit über 5.000 Teilnehmern, auf dem Cannstatter Wasen versammelt hatte, um gegen die Zumutungen staatlichen Seuchen“schutzes“ zu demonstrieren. Um Himmels willen, was kann diese Meute in einer 640.000-Einwohner-Stadt, der fünftgrößten der Republik, Schreckliches anrichten? „Idioten auf dieser Welt gab es schon immer“, wetterte Altkanzler Gerhard Schröder. Wie sich dieses Idiotenfestival, das Landesvater Kretschmann „hochgradig beunruhigt“ hat, wohl auf das Infektionsgeschehen auswirkte? Danach erkundigte sich der „Deutschlandfunk“ zwei Monate später bei einer Sprecherin der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die druckste herum: Das lasse sich „nicht mit Gewissheit sagen“. Für die Stadt Stuttgart könnten die Behörden bislang „keine ungewöhnliche Zunahme der offiziell gemeldeten Erkrankungsfälle“ feststellen, so führte sie aus. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg kam nicht umhin zu bestätigen: Es lägen ihm keine Hinweise auf Covid-19-Erkrankungen oder Infektionsketten im Zusammenhang mit der Anti-Corona-Demo vor. (6) Recht hat das Amt. Die Abertausende von Unhygienikern, die Kretschmann empörten, trieben die Landeshauptstädter mitnichten in den pandemischen Abgrund. Viele mögen von anderswo angereist sein; jedoch befanden sich wohl genügend Einheimische darunter, um aufgeschnappte hochinfektiöse Erreger ab 16. Mai ebenso zügig wie skrupellos weiterzuverbreiten: (7) Eine abertausendfache Zusammenrottung, auf die hin am Veranstaltungsort innerhalb eines knappen Vierteljahres nicht mehr als neun SARS-CoV-2-Infizierte das Zeitliche segnen, ist zumindest eines nicht: brandgefährlich. Zudem fehlt in jedem dieser neun Fälle jeglicher Beweis, dass sie mit Besuchern der Demo überhaupt in Kontakt gekommen sind; und ob sie AN, nicht bloß MIT dem Virus verstarben. Auch der Anstieg von Stuttgarts absoluter Infektionsrate treibt dem unaufgeregten Betrachter nicht unbedingt den Angstschweiß auf die Stirn. Im gesamten ersten Monat nach der Demo wurden nur knapp hundert Neuinfizierte registriert. SOLCHE Zahlen rechtfertigen es, für Großversammlungen strengere Auflagen oder gar Verbote zu erwägen? Wie viele Tassen befinden sich in Kretschmanns Küche außerhalb des Schranks? Gab es auf den Intensivstationen der 14 Stuttgarter Krankenhäuser im Anschluss an die Demo denn merklich mehr zu tun? Bis vor kurzem wäre dies dem DIVI-Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zu entnehmen gewesen, einem Kooperationspartner des Robert-Koch-Instituts. Doch merkwürdigerweise ist darauf seit kurzem kein öffentlicher Zugriff darauf mehr möglich; neuerdings müssen sich Nutzer registrieren, und das darf bloß noch „eine Fachperson aus dem medizinischen Bereich“ sowie Klinikpersonal. „NICHT offen“ ist der Zugang hingegen inzwischen „für Journalisten/innen und interessierte Bürger/innen“. Ihnen „stehen die öffentlich zugänglichen Darstellungen zur Verfügung“, und dabei handelt es sich um spärliche „Tagesreports“ über die bundesweite Bettenauslastung allgemein. Wer sich unbefugt zu registrieren versucht, den ertappen wachsame DIVI-Verwaltungsangestellte, die ihn umgehend „kontaktieren, um die Notwendigkeit und den Nutzungsrahmen Ihres Zugangs zu bestätigen“. Wer trotzdem irgendwie an die DIVI-Daten herankommt, soll darüber die Klappe halten, denn die Nutzung ist „nur mit Zustimmung der DIVI gestattet“, die Daten seien „nach dem Urhebergesetz geschützt. Verstöße hiergegen können kostenpflichtig, zivilrechtlich sowie strafrechtlich geahndet werden.“ Weshalb soll kein Außenstehender mehr erfahren, wie viele Menschen in Coronazeiten an einem bestimmten Ort zu Intensivfällen werden? „Aus Datenschutzgründen“, so wimmelte mich die DIVI-Pressestelle ab. (8) Solche Informationsquellenversiegelung, eine Spezialität des RKI, spricht Bände. Natürlich, der „Tag der Freiheit“ war bei Redaktionsschluss dieses Artikels erst knapp zwei Wochen her. Vielleicht füllte er ja erst im Herbst sämtliche 1276 Intensivbetten und 224 Friedhöfe Berlins. (9) Hat irgendwer deswegen nachgehakt? Was hätte er herausgefunden? Was richtete in Hamburg die Protestkundgebung „Black Live Matters“ vom 6. Juni gegen Rassismus und Polizeigewalt an, ausgelöst durch den gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners Georg Floyd? Mindestens 9.000 waren auf dem Rathausmarkt und dem Jungfernstieg zusammengekommen, dicht an dicht, unmaskiert. Vorab hatte sich die Hamburger Polizei - nachahmenswertes Vorbild für Berliner Kollegen - mit den Demonstranten ausdrücklich solidarisch erklärt: „Wir sind an eurer Seite!“, twitterte sie. Einen Monat später, unter dem Druck einer Rundfunkanfrage, musste eine Sprecherin der Hamburger Sozialbehörde zugeben: Angesichts der aktuellen Infektionszahlen in Hamburg, mit überwiegend niedrigen einstelligen Neuinfektionen in den vergangenen Tagen, „sehen wir die Befürchtungen einer massenhaften Verbreitung anhand dieses Ereignisses gegenwärtig nicht bestätigt“. (10) Zehntausende waren am 6. Juni in Berlin zur ziemlich unhygienischen Anti-Rassismus-Demo zusammengekommen, freudig begrüßt von SPD-Frontfrau Saskia Esken. („Danke!“ sagte sie für den „friedlichen Protest“.) (11) Müsste so eine massenhafte Verhöhnung des „AHA“-Diktats nicht verheerende Spuren im Berliner Gesundheitswesen hinterlassen haben? War sie nicht ebenso „asozial“ wie die republikweit verurteilte Protest- und Partyaktion mit 3000 Menschen in 400 Booten auf dem Berliner Landwehrkanal am 31. Mai? „Genaue Zahlen“ mag ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit nicht nennen. Kennt er denn zumindest „ungenaue“, welche die tödliche Gefahr solcher Events erahnen lassen? Wie entsetzlich wütet die Pandemie, seit mehrere Hunderttausend, womöglich sogar weit über eine Million „Covidioten“, am 1. August die Berliner Luft mit Aerosolen voller Killerkeime verpestet haben? Sind solche Massenveranstaltungen gesundheitspolitisch zu verantworten? Wirklich aussagekräftige Daten versteckt das RKI, indem es sie, teils unausgewertet, über vielerlei Bulletins, Tages- und Wochenberichte verteilt. Wer macht sich schon die Mühe, sie zusammenzuklauben? Ich tat es. Was dabei zum Vorschein kam, steht in krassestem Widerspruch zu den offiziellen Verlautbarungen, mit den RKI-Boss Wieler routinemäßig das Land verstört. (12) Demnach erhöhte sich die Anzahl registrierter SARS-CoV-2-Infizierter in Berlin in den ersten zehn Tagen NACH dem 1. August um 466 – gegenüber einem Plus von 437 in den zehn letzten Julitagen BIS dahin. In denselben 10-Tage-Zeiträumen wurden pro 100.000 Einwohner vor der Demo 247 Fälle positiv getestet, nach ihr 260. Pro Woche („7-Tage-Inzidenz“) pendelten die Fallzahlen DAVOR zwischen 132 und 290, ANSCHLIESSEND zwischen 317 und 355. Das bedeutet: Wegen einer Handvoll zusätzlich entdeckter Neuinfektionen, deren Zusammenhang mit der Großdemo bisher in keinem einzigen Fall belegt ist, sollen Großveranstaltungen verboten bleiben? Kein politisch Verantwortlicher, kein Wieler, kein Drosten erklärt dem Volk, dass mehr Infizierte allein schon deswegen auffallen müssen, weil immer öfter getestet wird? In Berlin führten in der vorletzten Aprilwoche, der ersten vom RKI in einer wöchentlichen „Surveillance“ erfassten, knapp 12.500 Labore, Krankenhäuser und Arztpraxen rund 630.000 PCR-Tests auf SARS-CoV-2 durch; in der ersten Augustwoche lieferten annähernd 21.000 Zentren über 3,5 Millionen Testergebnisse. Und warum schweigt Wieler bei öffentlichen Auftritten beharrlich jene Zahl, auf die es beim Bewerten des Infektionsgeschehens am allermeisten ankommt: die „Positivenrate“, d.h. der Anteil Infizierter an sämtlichen Getesteten. Dieser Wert ist seit Ende April gravierend gesunken, kontinuierlich: von 8,3 auf 2,8 %. Und ja, auch SEIT dem 1. August hält dieser Trend an. (13) Am 12. August, elf Tage nach der Großdemo, befanden sich auf Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser 17 „Covid-19-Fälle“ in Behandlung – wie schon in der vorherigen Woche. (14) Wie viele dieser 17, bitteschön, waren am „Tag der Freiheit“ mitmarschiert, wobei sie anderen Teilnehmern unmaskiert auf die Pelle rückten? Wie viele waren Demonstranten zu nahe gekommen? Hätten Berliner Gesundheitsbehörden dies nicht sorgfältigst nachverfolgen und publizieren müssen, inmitten einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“? Alles in allem scheint SARS-CoV-2 in Berlin bislang sogar eher Leben gerettet als gekostet zu haben. Darauf deuten zumindest erfreuliche Zahlen aus dem Berliner Amt für Statistik hin. Demnach starben dieses Jahr bis Mitte Mai, also einschließlich dreier Pandemiemonate, in Berlin 706 Personen WENIGER als im selben Zeitraum 2019 – ein Rückgang von 5 %. (15) Im Juni 2020, dem jüngsten ausgewerteten Monat, gingen beim Statistikamt deutlich WENIGER tägliche Sterbefallmeldungen ein als im Juni 2019. (16) Setzt sich dieser Trend fort, dann platzt die Bundeshauptstadt bald aus allen Nähten, weil keiner mehr wegsterben mag. Wahrlich, „Corona ist viel gefährlicher als angenommen“, wie zumindest Medizin-Nobelpreisträger Markus Söder soeben auffiel. Anscheinend schließt die Kanzlerkandidatenkür der Union einen Wettbewerb ein, wer mit dem ahnungslosesten Seuchengelaber den donnerndsten Applaus einheimst. Unter solchen Vorzeichen hätte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nicht „respektieren“, sondern mit respektlosem Kopfschütteln quittieren müssen, dass Jens Spahn die Fans zum Saisonstart im September noch immer nicht in die Stadion zurückkehren lässt. Auch geplante Großkonzerte wie das mit Bryan Adams und Sarah Connor in Düsseldorf, wegen 13.000 erwarteter Zuhörer, für „absolut nicht vertretbar“ zu erklären, wie dies soeben Markus Söder tat, ist absolut nicht vertretbar. „Eine katastrophale Signalwirkung für das ganze Land, die die gesamte Philosophie konterkariert“, gehe von solchen Wagnissen aus, unkt er. Und recht hat er: Zumindest für den Ruf unserer hyperaktiven, von Sachkunde unbelasteten Krisenmanager wäre es wahrlich katastrophal, wenn sich herausstellt, dass solche Events klinisch folgenlos bleiben – und das Signal ins Land senden: „Leute, hört endlich auf, Schiss zu haben. Kehrt zurück zur alten Normalität, es passiert nix Schlimmes!“ Wahrlich schlimm ist hingegen, dass Spitzenpolitiker wie Spahn, gelernter Bankkaufmann, und Söder, studierter Jurist, anscheinend von Medizinern wie Susanne Johna gebrieft werden. Ausgerechnet sie, die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, warnt soeben vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Krise. Denn „wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen“ – „so kann es nicht weitergehen“. Zu befürchten steht, dass dieselbe Dame in Kürze eine besorgniserregende Herpes-Seuche im Marburger Bund verkündet – festgestellt nach Einführung von obligatorischen Herpestests unter Verbandsmitgliedern, bei „kontinuierlich ansteigender“ Testhäufigkeit. In berüchtigten „Hotspots“ entspricht das Covid-19-Sterberisiko dem eines Berufspendlers Wie hoch ist die Letalität von Covid-19 in „Hotspots“ allgemein, d.h. die „Infection Fatality Rate“ (IFR): Wie viele Infizierte sterben? Der Epidemiologe John Ioannidis, Professor an der US-Eliteuniversität Stanford, stellte in drei Hotspots verschiedener Länder eine Obergrenze von 0,4 % fest. Selbst an solchen „Brennpunkten“ übersteigt der Wert nicht erheblich die IFR einer saisonalen Influenza (0,1 bis 0,2 %), übrigens auch nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts. Für Menschen über 65 Jahren, so Ioannidis, sei das Sterberisiko selbst in den weltweiten „Hotspots“ vergleichbar mit der täglichen Autofahrt zur Arbeit. Für jüngere sei es „völlig vernachlässigbar“, lediglich in New York liege es im Bereich eines professionellen LKW-Fahrers. Und so harren wir weiterhin gespannt der ersten Schreckensstatistik, die endlich einmal mittels eines Quäntchens Wissenschaft belegt, wie „irre“, „zynisch“, „inakzeptabel“, „verantwortungslos“ jene Hunderttausende waren, die sich am 1. August zum „Tag der Freiheit“ in Berlin einfanden – eine Horde „Covidioten“, wie Saskia Esken diesmal befand. Alles in allem gibt es nicht den Hauch eines Beweises dafür, dass die „ungezügelten“ Hotspots der vergangenen Monate, vom Gottesdienst übers Grillfest und die Hochzeit bis zur Trauerfeier, der Volksgesundheit im geringsten abträglich gewesen sind. Und dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die „kontrollierten“ Hotspots: auf diejenigen, bei denen ein festgestellter „Ausbruch“ prompt gnadenlos harte Aktivitäten des entfesselten Hygienestaats auslöste: von Schul- und Betriebsschließungen über häuslichen Zwangsarrest für alle irgendwie Beteiligten bis zu Straßensperren, der Abriegelung ganzer Wohnblocks und Ortschaften. Pflasterten Leichen die Straßen von Gangelt, Jessen, Gütersloh? Wie fürchterlich wütete SARS-CoV-2 etwa im Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen? Als Deutschlands erstes „Epizentrum“ der Covid-19-Pandemie hatte die Region Berühmtheit erlangt. Wie eine Studie des Virologen Hendrik Streeck von der Uni Bonn in der Heinsberger Gemeinde Gangelt zum Vorschein brachte, hatten sich schon bis Anfang April 16 Prozent aller dortigen Probanden infiziert – fünfmal mehr, als die offiziellen Testergebnisse nahegelegt hatten. Von 919 erfassten Einwohnern waren bis Studienende sieben mit positivem Test verstorben – 0,37 %, nur unwesentlich über dem Wert einer saisonalen Influenza. Der gesamte Landkreis Heinsberg, mit knapp 260.000 Einwohnern, verzeichnete seit Jahresanfang 2020 bis zum 12. August 87 sogenannte „Covid-19-Todesfälle“, davon 13 in Gangelt. (17) Selbst wenn alle 13 nicht bloß MIT, sondern WEGEN des Virus verstorben wären: Rechtfertigen sie im geringsten Panik und verfassungswidrige Freiheitsbeschränkungen? Und was war in Jessen an der Elster los, Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt? Am 25. März wurden zwei Ortsteile vollständig von der Außenwelt abgeriegelt, unter maximalem Medien-Bohei, so als sei dort soeben Ebola oder die Pest ausgebrochen. Über hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk kontrollierten sämtliche Zufahrtsstraßen. 8000 Einwohner wurden interniert, bis zum 6. April. Pflasterten Leichen Jessens Straßen? Nein, als Anlass genügten angebliche 41 Corona-Infizierte – 16 davon in einem Pflegeheim. (18) Wie mörderisch „wütete“ der Killerkeim dort denn? Im gesamten Landkreis Wittenberg wurden bis zum 11. August 164 Corona-Infizierte registriert. Und wie viele Verstorbene mit positivem SARS-CoV-2-Test? 3000? 300? DREI. „Dabei“, so räumt die Kreisverwaltung ein, „handelt es sich um eine 91-jährige und eine 95-jährige Frau sowie um einen 76-jährigen Mann, die jeweils multiple Vorerkrankungen hatten“. (19) Ob sie denn überhaupt in den isolierten Ortsteilen wohnhaft gewesen waren, lassen Behördenangaben offen. In Jessen selbst fielen wie viele Infizierte auf? Müssten es nicht einige tausend sein, nachdem 8000 ihrer Bürger wochenlang zusammengepfercht gewesen waren, einem hochinfektiösen Erreger schutzlos ausgeliefert? Es ergaben sich: 59. Das sind: 0,7 % der zwangsinternierten Gemeindemitglieder. NULL-KOMMA-SIEBEN! (20) Erinnern wir uns an den „massenhaften Corona-Ausbruch“ von Gütersloh: Nachdem im Zerlegebereich des Schlachtbetriebs Tönnies, Werk Rheda-Wiedenbrück, über 1700 Mitarbeiter „an Covid-19 erkrankt“ sein sollen, wurden sämtliche 7000 dortigen Tönnies-Beschäftigen in Quarantäne geschickt. In ganz Gütersloh schlossen Schulen und Kitas, wie auch Fitnessstudios und Hallenbäder, Restaurants und Bars, Kinos und Museen. Sport in geschlossenen Räumen war verboten. In der Öffentlichkeit durften nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen. Am 23. Juni verhängte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über den gesamten Kreis, und gleich auch noch über den benachbarten Landkreis Warendorf, einen regionalen Lockdown – zunächst bis zum 1. Juli, dann verlängert bis zum 7. Juli. Im Nu hatte „Gütersloh“ seinen Ruf als Killerkeimschleuder weg. Bund und Länder beschlossen am 26. Juni, dass Reisende aus Gütersloh oder Warendorf nur dann in Hotels und Ferienwohnungen untergebracht werden oder ohne Quarantänemaßnahme in ein Bundesland einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sie keine Corona-Infektion haben. Auch das österreichische Außenministerium warnte vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen; Reisende aus Gütersloh mussten bei Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Nicht Getestete, sondern Tester müssen isoliert werden Erst ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster beendete das Theater in der ersten Juliwoche als „unverhältnismäßig“. Scheibchenweise kam nun ans Licht: Viele positive Testergebnisse waren falsch gewesen. Zahlreiche Tönnies-Mitarbeiter wurden ohne Einzelfallprüfung, mittels eines deckungsgleichen Musteranschreibens, in Quarantäne geschickt – allein aufgrund möglicher Kontakte zu angeblich Infizierten, die keine mehr waren. Wie viele Betriebsangehörige außerhalb des Zerlegebereichs erkrankten denn schwer? Wie viele Gütersloher Mitbürger, nachdem sie Kontakt mit Tönnies-Arbeitern hatten? Wie viele im gesamten Landkreis? Darüber bewahrte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium Stillschweigen, das Kreisgesundheitsamt Gütersloh ebenso. Stereotyp verwiesen Behörden auf eine erheblich gestiegene Anzahl von Infektionen, die man gottlob „entdeckt“ habe – 204 laborbestätigte Fälle allein in der Woche vom 28. Juni bis 4. Juli -, dank mehrerer Testzentren, die pro Tag 10.000 Tests durchführen könnten, wie Landrat Adenauer stolz vermeldete. Er vergaß zu erwähnen: Die Fehlerquote des eingesetzten PCR-Verfahrens liegt um die 2 Prozent. Um 204-mal Fehlalarm zu schlagen, genügt es also, rund 10.000 mal zu testen. Zurecht schließt das Online-Magazin „Multipolar“ daraus: In Gütersloh „wurde eine Situation hergestellt, die so viele PCR-Tests auslöst, dass der Kreis auch ohne Tönnies, allein durch die wahrscheinlich im großen Umfang falsch-positiven Testergebnisse, im Lockdown gehalten werden kann“. Wo unkontrolliert nix Schlimmes passiert, ist Kontrolle Humbug Dass man sich schrillen „Hotspot“-Alarmismus folgenlos ersparen kann, zeigte sich im Vogelsbergkreis. Wie die Kassenärztliche Vereinigung am 30. Juni bekannt gab, schließe sie das dortige Testcenter in Alsfeld, nachdem es 14 Verdachtsfälle zunächst „positiv“ getestet hatte, die sich bei einer zweiten Testung als negativ herausstellten. Diese blamable Vollbremsung begrüßte Landrat Manfred Görig nachdrücklich: Schließlich sei es seine Pflicht, „die Bevölkerung vor einem zweiten Lockdown zu bewahren“, um „Schaden von ihr abzuwenden“. Welchen Schaden? Binnen eines halben Jahres seit Pandemiebeginn, bis zum 10. August, verstarben von den 106.000 Einheimischen des Vogelsbergkreises mit positivem SARS-CoV-2-Test keine 10.600, keine 106, sondern: FÜNF! Entspricht 0,0047 Prozent! Bei ELF „aktiven Fällen“. Über den Daumen gepeilt brechen sich ungefähr gleich viele Vogelsberger das Genick, wenn sie in der Dusche ausrutschen oder eine Treppe hinunterpurzeln. Ein vielversprechendes Krisenmanagement folgt demnach der Devise: Isoliert nicht die Getesteten, sondern die Tester. Wenn nix Schlimmes passiert, wo Chaos herrscht, ist blindwütige Chaoskontrolle müßiger Unfug – erst recht unter freiem Himmel. Gibt es einen irrwitzigeren Anblick, als zwei Fußballfunktionäre zehn Meter voneinander entfernt in verschiedenen Sitzreihen eines gähnend leeren Fußballstadions hocken zu sehen, die Maske telegen über Mund und Nase gezogen – den Blick auf 22 verschwitzte Kicker auf dem grünen Rasen geheftet, die sich unmaskiert in hunderten Zweikämpfen gegenseitig aus nächster Nähe Killerkeime ins nackte Antlitz hauchen? Wie schlimm wäre es, wenn zwei Unmaskierte einander anstecken – und ein paar Glieder weiter in den Infektionsketten, die von ihnen ausgehen, wären bald darauf pro 100.000 Einwohner mehr als 50 Personen corona-testpositiv? Rechtfertigt dies irgendwelche Maßnahmen, die über die Vorsicht hinausgehen, welche wir bei früheren Grippewellen walten ließen? Mit Regenschirm unter blauem Himmel Wenn ich in meinem Heimatort unterwegs bin, einem Odenwaldstädtchen am Neckar mit 13.000 Einwohnern, blicke ich in Augen voller Angst, unter denen alberne Stofflappen Otto Normalverstehers Nase und Mund frische Luft ersparen, dafür rückgeatmetes Kohlendioxid zuführen. Komme ich ihm näher als 150 Zentimeter, riskiere ich böse Blicke und verbale Zurechtweisungen. Selbst draußen, auf Spazierwegen, am Flussufer, auf dem Fahrrad, beteiligt sich Otto pflichtbewusst am Mummenschanz. Wie monströs ist die Gefahr, die auf ihn lauert? Soeben lese ich den neuesten „Tagesbericht Covid-19“ des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 11. August (21) Ihm könnte auch mein Mitbürger Otto entnehmen: Die 7-Tage-Inzidenz liegt in unserem Bundesland bei 3,5, in unserem Landkreis Rhein-Neckar bei 2,6. Das heißt: Im Laufe der vergangenen Woche haben sich pro 100.000 Einwohnern 2,6. Menschen neu angesteckt. Heruntergerechnet auf meine Heimatgemeinde, wäre es hier demnach während der letzten sieben Tage zu 0,078 Neuinfektionen gekommen – das entspräche etwa EINEM (!) Fall pro Quartal. Das nächstgelegene Städtchen bedeckt eine Fläche von 81,16 Quadratkilometern = 81 Millionen Quadratmeter, mein Landkreis umfasst 1062 Quadratkilometer = rund 1 Billion Quadratmeter. Wie wahrscheinlich ist es, dass Otto sich auf dieser Fläche binnen 7 Wochen zur selben Zeit am selben Ort aufhält wie einer der aktuell 19 (!) registrierten aktiven SARS-CoV-2-Träger unseres Landkreises? (22) Dass ihm, Otto, einer von diesen 19 dann näher als 1,5 bis 2 Meter kommt? Dass er bei dieser Gelegenheit irgendwelche bösen Viren auf Otto überträgt? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Otto SELBST unter den 3.000 Mitgliedern meiner Heimatgemeinde DIESER EINE wäre, bei dem ein PCR-Test binnen eines Vierteljahrs die statistisch zu erwartende Neuinfektion verrät – und dabei nicht bloß ein kümmerliches Schnipselchen Virengenom anzeigt, sondern einen aktiven Erreger, der zu unangenehmen Symptomen führt? Wie wahrscheinlich ist es, dass ausgerechnet OTTO daran schwer erkrankt? Bis zu 80 % aller Infizierten merken überhaupt nichts davon, weitere 15 bis 18 % hüsteln und fiebern ein wenig, fühlen sich schlapp, die Nase läuft. Und die übrigen? Um wie viel höher als bei einer saisonalen Grippe ist ihr Risiko, mit Covid-19 ein, zwei Wochen lang das Bett zu hüten, ins Krankenhaus zu müssen, dort auf die Intensivstation verlegt zu werden, womöglich zu sterben? Wie wahrscheinlich tritt der schlimmstmögliche Fall ausgerechnet bei Otto ein, falls er bisher gesund ist und noch kein Greis? In den allermeisten Ländern, einschließlich Italien, liegt das Medianalter der Verstorbenen bei über 80 Jahren; nur etwa 4% der Verstorbenen hatten keine schweren Grundleiden: ernsthafte Vorerkrankungen, die auch ohne SARS-CoV-2 lebensbedrohlich waren. Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Mortalität. UNTER EINS lag die „7-Tages-Inzidenz“ am 7. August übrigens in den baden-württembergischen Landkreisen Neckar-Odenwald, Schwarzwald-Baar, Main-Tauber, Heilbronn, Tübingen sowie der Zollernalbkreis, bei NULLKOMMANULL die Landkreise Heidengeim und Tuttlingen. (23) Und was meine eigene Gemeinde betrifft: Am 10. August konnte das zuständige Gesundheitsamt dort NULL Infektionsfälle ausfindig machen, ebenso in allen fünf angrenzenden Gemeinden, wie auch in in der nächstgelegenen Stadt. (24) Wer in solchen Gegenden mit Maske herumläuft, könnte ebensogut während einer Woche mit durchweg wolkenlosem Himmel unentwegt den Regenschirm aufgespannt lassen. Falls aber binnen einer Woche 50 Tropfen vom Himmel fallen: War das Wetter dann eher regnerisch? Um die Spannung hochzuhalten, trichtern uns Regierende, assistiert von der Journaille und sogenannten Experten, ein hirnrissiges Ziel ein, von dem jedem nicht vollends geistig Umnachteten klar sein muss, dass es weder jemals erreicht werden kann noch muss: die Null-Linie, also keine einzige Neuinfektion mehr, nirgendwo. So zitiert rbb24, ein Online-Ableger der ARD-Sendeanstalt Radio Berlin-Brandenburg, eine sogenannte „Forscherin vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation“: „Eigentlich muss das Ziel null Neuinfektionen sein.“ (25) Falls es totalitärem Infektionsschutz tatsächlich DARUM geht, so steht schon heute fest, dass er über uns gekommen ist, um zu bleiben. Denn SARS-CoV-2 wird mutieren, sich allwinterlichen Spritzenkampagnen entziehen und für immer Teil unserer mikrobiellen Umgebung bleiben, ebenso wie Influenza- und Herpesviren. Was denn sonst? Na und? Eine Todeszone namens „Risikogebiet“: alberne Bangemache Ebenfalls an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist das eng verwandte Konzept des „Risikogebiets“: ein Fleckchen Erde, das zu betreten so brandgefährlich scheint, dass der CDU-Wirtschaftsrat am liebsten ganz verbieten würde, es zu bereisen. Zumindest eine „Meldepflicht für Risikoreisen“ müsse es geben, fordert Innenstaatssekretär Günter Krings, womit er sich wohl als Risikobesetzung outen will. Wie beim „Hotspot“, so gilt auch hier ein einziges Kriterium, das mit einer tatsächlichen Bedrohungslage ungefähr so eng zusammenhängt wie ein Meeresstrand mit einem Tsunami: Es gilt als erfüllt, sobald sich pro 100.000 Einwohner mindestens 50 Leute mit positivem PCR-Test ausfindig machen lassen. Über den tatsächlichen Gesundheitszustand der dort ansässigen Menschen, über den Krankenstand und die Bestattungsbilanz sagt dieser Wert nicht das Geringste aus. Unter einem „Risikogebiet“ müssen wir uns vielmehr eines vorstellen, auf dem wir mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 99,99 % keinem Menschen begegnen werden, der sich mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 0,00000001 % erdreisten wird, in unseren infektionsbehördlichen Sicherheitsradius einzudringen, um mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 0,1 % Keime zu übertragen, die wir mit einer wissenschaftlich bestätigten Wahrscheinlichkeit von mindestens 99,6 % überleben würden. Demnach „bewahren“ uns Staatsterroristen vor einer Bedrohung, deren Tödlichkeit über den Daumen gepeilt im Bereich des Risikos liegt, von einem Blitz niedergestreckt, von einem Hai gefressen, von einem Meteoriten getroffen, bei einem Erdbeben unter Trümmern begraben zu werden. Würden Hygienediktatoren die Menschheit ebenso eifrig und großzügig vor Armut, Hunger, Krieg, Folter, Unterdrückung und Vertreibung bewahren, so hätten sie für eine deutlich bessere Welt gesorgt als eine, die uns seit Frühjahr 2020 Orwells 1984 zielstrebig näher bringt. Weder Spahn, Wieler & Co. noch ihre journalistischen Lautsprecher machen einen Hehl daraus, dass die Obergrenze „50 pro 100.000“ an allen verfügbaren Schamhaaren herbeigezogen wurde. Deutschlands größtem Online-Nachrichtendienst „t-online“, seit Krisenbeginn ein besonders unverfrorener Beihelfer von Staatspropaganda, beschert uns RKI-gestützt die folgende vielsagende Erklärung, die umso mehr Nackenhaare steil stellt, je länger man sie sich auf der Zunge zergehen lässt: „Die Entscheidung basiert auf Erfahrungswerten und Einschätzungen aus der Politik und hat keine wissenschaftliche Grundlage. Hintergrund ist unter anderem, dass die lokalen Behörden in der Lage sein müssen, den Ausbruch verwaltungstechnisch zu bewältigen. Es muss beispielsweise ausreichend Personal zur Kontaktverfolgung zur Verfügung stehen. Auch die Gesundheitsversorgung muss sichergestellt sein – etwa für den Fall, dass Massentests notwendig werden.“ Welche „Erfahrungswerte“ denn? Dass mehr als 50 pro 100.000 die Kapazitäten von Intensivstationen sprengen und ein Massensterben einleiten, das zusätzliche Krematorien und Bestattungsplätze erfordert? Was für „Einschätzungen aus der Politik“? Dass sich mit „50 pro 100.000“ die Corona-Hysterie leichter wachhalten lässt als mit 60 oder 100? Die erschütternde Wahrheit spricht aus den zwei letzten Sätzen des Zitats: Auf dem derzeitigen Entwicklungsstand des Überwachungsstaats ermöglicht „50 pro 100.000“ eine optimale „Verwaltungstechnik“: Die vorhandene Zahl von Ordnungshütern reicht aus, verdächtigen Kontakten hinterherzuschnüffeln, die Folgsamkeit von Bürgern einigermaßen wirkungsvoll zu kontrollieren, eine auffällige Anzahl von Regelverstößen drakonisch zu ahnden und auch ohne medizinischen Grund draufloszutesten. Daraus folgt: Sobald der Schnüffelapparat personell aufgestockt wäre, spräche grundsätzlich nichts dagegen, die Obergrenze auf 30, 20, ja 10 oder gar 1 von 100.000 abzusenken. Kein Problem: Unter den Zehntausenden von kooperativen Mitbürgern, die sich binnen drei Tagen dem Robert-Koch-Institut als ehrenamtliche „Containment Scouts“ angeboten haben (26), könnten Gesundheitsbehörden aus dem Vollen schöpfen. Die DDR-Stasi lässt grüßen: Jede Menge „informeller Mitarbeiter“ mit vorbildlich staatstragender Denunziationslust, die jedes Streichholz ausblasen, ehe es eine Feuersbrunst anfacht, stünden 2020 auch in Merkelland bereit. Und bestimmt nicht nur dort. Denn das Konzept des „Covid-19-Risikogebiets“ hat das Zeug zum ideellen Weltkulturerbe. Historisch einmalig ist es jetzt schon. Je größere Regionen es umfasst, desto leichter und länger kommt es zum Einsatz. Mit der „50 pro 10.000“-Messlatte herumfuchtelnd, hat das Auswärtige Amt seit 15. Juni nicht bloß den Großraum Moskau, sondern die gesamte Russische Föderation, bis in die endlosen Weiten der Taiga und die Schneewüsten Sibiriens, zu Territorien des Grauens umetikettiert. Am selben Tag traf sein Bannstrahl auch die USA – die GESAMTEN, von New York City bis Alaska, von Los Angeles bis zur Sierra Nevada. Was Berlin ausheckt, kriegt man selbstverständlich auch anderswo hin. Länder, die dabei noch zögern, sehen sich unverhohlener Erpressung ausgesetzt – wie Weißrussland, dem der Internationale Währungsfonds (IWF) einen neuerlichen 940-Millionen-Dollar-Kredit nur gewähren will, falls es dem Lockdown-Vorbild WHO-höriger Regierungen folgt. Andere bankrottnahe Staaten üben vorauseilenden Gehorsam. Wer beispielsweise von einem deutschen Irgendwo aus in die Ukraine einreisen will, entstammt aus Kiewer Sicht einer „roten Zone“, mit mehr als 40 aktenkundigen Infizierten pro 100.000 Einwohnern. (27) Also empfangen den Eindringling Testpflicht, die Zwangsinstallation einer Überwachungs-App, in positivem Testfall Ausgangssperre am Reiseziel, ständige Kontrollanrufe, unangekündigte Inspektionen durch Beamte – und Anzeigen aus der aufmerksamen Nachbarschaft, die vor Neid zu platzen pflegt, weil das Durchschnittseinkommen der Zugereisten um das 20-fache über dem ihrigen liegt. 40 pro 100.000? Diese Quote übertrifft in der gesamten Bundesrepublik derzeit ein einziger Landkreis: Dingolfing-Landau in Bayerns Südosten. (28) Dort leben 97.000 Menschen auf 878 Quadratkilometern, in der gesamten BRD hingegen 83 Millionen auf 358.000 qkm. Ukrainische Seuchenschützer haben demnach keine Skrupel, sämtliche einreisenden Deutschen geradezu wie zweibeinige Pestbeulen zu schikanieren, weil auf 0,25 % des deutschen Staatsgebiets 0,117 % der deutschen Bevölkerung eine karnevaleske Karikatur von Pandemie heimsucht, der seit Mitte März maximal 10 Dingolfing-Landauer erlegen sind (29) – unter ihnen vermutlich die meisten, wenn nicht alle mit schweren Vorerkrankungen und im Schnitt über 80 Jahre alt. Wer in Coronazeiten noch Lust auf Fernreisen verspürt, dem bietet sich zumindest noch Nordkorea an – das Auswärtige Amt zählt es aktuell nicht zu rund 150 Risikogebieten weltweit (30), womöglich sogar zurecht. Coronoid betrachtet, schlendert man momentan also unbeschwerter durch Pyöngyang als durch Luxemburg-Stadt, Barcelona und San Francisco. Zwar landet man dort mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem von Kim Jong-uns Konzentrationslagern als auf einer Intensivstation für Covid-19-Halbtote. Immerhin könnte die 7-Tages-Inzidenz von SARS-CoV-2-Infektionen aber erfreulicherweise unter 50 pro 100.000 Häftlingen liegen. Die Republik war wohl bereits im Januar ein corona-durchseuchtes Hochrisikogebiet - und keiner merkte es. Zu den vielen wahrlich hochbedeutsamen Krisenaspekten, die unsere „Qualitätsmedien“ totschweigen, gehören triftige Anhaltspunkte dafür, dass SARS-CoV-2 nicht erst ab Ende Januar in Europa unterwegs war, sondern bereits im Spätherbst. Darauf deuten Obduktionen hin, nachträgliche Untersuchungen von Computertomografien sowie Abwasserproben in mehreren Ländern. (31) Woher kam SARS-CoV-2 dann? Zwischen dem 6. und 11. Oktober muss es in Wuhans Institut für Virologie (WIV) zu einem schweren Zwischenfall gekommen zu sein. Telekommunikationsdaten deuten darauf hin, dass das WIV vom 7. bis 24. Oktober geschlossen war; innerhalb dieser zweieinhalb Wochen wurde kein einziger Anruf von dort aus getätigt. Auf Satellitenaufnahmen ist deutlich zu erkennen: Vom 11. Oktober an nahm der Straßenverkehr in unmittelbarer Umgebung des WIV deutlich ab. Zwischen dem 14. und 19. Oktober kam er völlig zum Erliegen – ein Indiz für Straßensperren. Telemetrische Daten zeigen für das Wuhan-Institut an allen Tagen im August und September sowie in der ersten Oktoberwoche 2019 eine gleichbleibend hohe Aktivität in einem bestimmten Teil des Gebäudekomplexes, bei dem es sich vermutlich um einen Sicherheitsbereich handelt, den alle Mitarbeiter passieren müssen. Zwischen dem 7. und 24. Oktober betrat ihn anscheinend niemand. Wieso? (32) Sollte das Virus, das 2020 die größte Massenpanik der Geschichte auslöste, schon damals entwischt sein, könnte ihm ein sportliches Großereignis als „Superspreader“ gedient haben: die Militär-Weltspiele, zu denen sich vom 18. bis 27. Oktober 2019 fast 10.000 Athleten aus 110 Ländern sowie 230.000 freiwillige Helfer in Wuhan einfanden. Bei etlichen Athleten waren Covid-19-Symptome aufgetreten. Keiner nahm sie sonderlich ernst. (33) Nebenbei bemerkt: Demnach dürften die Teilnehmer am berüchtigten „Event 201“, bei dem die Gates-Foundation am 18. Oktober 2019 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien den Ausbruch einer Corona-Pandemie „simulieren“ ließ, bereits im Bilde gewesen sein, dass es in Wahrheit um die Kontrolle eines REALEN Geschehens ging; zumindest der anwesende Chef der chinesischen Seuchenbehörde CDC, George Gao, wusste garantiert Bescheid über die Vorkommnisse in Wuhan. Als Frankreichs erster Covid-19-Patient gilt inzwischen ein 57-jähriger, der am 2. Dezember 2019 im Albert-Schweitzer-Krankenhaus von Colmar mit schwerer akuter Atemwegsentzündung aufgenommen und etwa eine Woche lang stationär behandelt wurde. (34) Dass das Virus Hemmungen hatte, vom Elsass aus über eine mehrere hundert Kilometer lange gemeinsame Grenze nach Deutschland überzuspringen, ist unwahrscheinlich. Was kann ein erster deutscher SARS-CoV-2-Infizierter hierzulande ab der ersten Dezemberwoche unerkannt angerichtet haben, bei exponentieller, da ungebremster Ausbreitung, mit einer anfänglichen Verdopplungsrate von 2 bis 3 Tagen? Bereits Ende Januar, knapp zwei Monate VOR dem Lockdown, dürfte Deutschland zum ultimativen „Risikogebiet“ geworden sein, mit einer 100%-ig durchseuchten Bevölkerung. Und falls eine schon vorhandene Grundimmunität, dank früherer Kontakte mit Coronaviren, die Ausbreitung alsbald eindämmte, wie Epidemiologen inzwischen annehmen? Auch dann dürften schon im Januar Abermillionen von ahnungslosen Killerkeimschleudern durch die Republik spaziert sein. Sie fielen aber niemandem auf. „Anfang Februar“, so stellt der Radiologe und Medizinkritiker Gerd Reuther fest, „wurde ein starker Anstieg von Grippesymptomen festgestellt.“ 35) „Wahrscheinlich waren das auch schon Corona-Fälle. Nur, es wurde nicht getestet.“ Wie schlimm kann diese Pandemie also sein, wie nötig ein Hygieneterror, der ohnehin viele Monate zu spät kommt? Wieso hört er nicht auf, obwohl das längst klar ist? Seuchenschutz? Die Seuche wird davor geschützt, uns nicht länger zu beunruhigen. Wer die „Hotspot“/“Risikogebiet“-Masche durchschaut, der kapiert, was Seuchenschutz in diesen irren Zeiten bedeutet: Die Seuche wird davor geschützt, nicht mehr aufzufallen. Um Gesundheit geht es dabei längst nicht mehr. Auf äußerste „Wachsamkeit“ beim „Langstreckenlauf“, dem jüngsten Lieblingsprojekt von Jens Spahn, kommt es vielmehr an.Eine „Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt“, gelte es zu bewältigen, wie uns Markus Söder einschärft. Sie erfordert jederzeitige angespannte „Bereitschaft“ (Preparedness): für den nächsten „Ausbruch“, die nächste „Welle“, den nächsten Killerkeim. Nach der Pandemie ist vor der nächsten. Um dafür gewappnet zu sein, bedarf es „koordinierter“ Anstrengungen, einer straffen, zentralisierten Organisation weltweit, ohne unerhörte „Hochrisiko-Experimente“ wie in Schweden; umfassender sozialer Kontrolle nach chinesischem Vorbild, die jegliche Privatsphäre abschafft; eines Heiligen Stuhls für die WHO; Narrenfreiheit für einen größenwahnsinnigen Milliardär, der die WHO nährt, gemeinsam mit Pharmakonzernen und pharmanahen Stiftungen; die stetige Hirnmassage von politisch Verantwortlichen, kraft der hohen Kunst des Lobbyismus; die Korruption von Gesundheitsbehörden, wie auch der Opinion Leaders des Wissenschaftsbetriebs; Zensur abweichender Meinungen unter dem Deckmantel der Jagd auf Fake News; Vervollkommnung einer weltweiten Propagandamaschine namens „Public Relations & Marketing“, die es hinkriegt, selbst in westlichen Demokratien Grundrechte unbefristet außer Kraft zu setzen, alle wichtigen Medien gleichzuschalten und die Bevölkerungsmehrheit einer unentwegten Gehirnwäsche zu unterziehen, was am leichtesten gelingt, indem man menschliche Urängste schürt und wachhält. Kurzum, es bedarf eines „Reset“. Worin er besteht, welche Neue Weltordnung er installieren soll, ist seit 2016 in Strategiepapieren und Konferenzbeiträgen des Weltwirtschaftsforums nachzulesen. Ihn einzuleiten, ist ein Kinderspiel, wie uns die Zeitenwende 2020 lehrt – das Jahr Eins einer neuen Epoche, die zombiehaft dem Grab der Demokratie entsteigt. Wem ernsthaft daran läge, Risikogruppen vor SARS-CoV-2 zu bewahren, der täte alles, um ihren Schutz zu optimieren, anstatt wie von Sinnen den Rest der Welt in Geiselhaft zu nehmen. Wieso beglückten Spahn & Co. nicht einfach alle Hochbetagten, Immunschwachen, Atemwegserkrankten, Übergewichtigen, Raucher, Diabetiker und sonstige Gefährdeten mit Dauerabos auf FFP3-Masken, Ganzkörperanzüge, Handschuhe und Desinfektionsmittel, auf Lebenszeit gratis – plus Gutschein für den Heilsbringer Impfstoff? Den deutschen Steuerzahler hätte so eine Geschenkaktion millionenfach weniger belastet als die beispiellose Wirtschaftssabotage durch ein verfassungswidriges Hygieneregime, das außer Rand und Band ein ganzes Volk schikaniert. Die „Rubikon“-Redaktion trifft wahrlich den Nagel auf den Kopf: „Man kann die ganze Erdoberfläche mit Leder bedecken, damit sich niemand an den Füßen verletzt. Oder man kann denen, die Angst vor Verletzungen haben, Schuhe anziehen.“ Die Gefahr, sich im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz oder in den eigenen vier Wänden zu verletzen oder gar umzukommen, übertrifft die Covid-19-Bedrohung um ein Vielfaches. Wie kann es sein, dass Otto sich DAVOR nicht weitaus mehr fürchtet? Er bangt, weil ihm bange gemacht wird. Von der „Pandemie“ ist eine Infodemie übrig geblieben, losgetreten und aufrechterhalten mittels journalistischer Machwerke, denen er sich wie hypnotisiert aussetzt. Lasst uns endlich die medialen Superspreader des Panikvirus isolieren. Machen wir ihre „Hotspots“ in Sendeanstalten und Verlagshäusern unschädlich. Das geht ganz einfach: Glotze aus, Zeitung in den Müll. Dann wäre schlagartig Feierabend für diese aberwitzige Schweinegrippe 2.0. Unbestätigten Gerüchten zufolge hat der Intergalaktische Großrat soeben unser gesamtes Sonnensystem zur Sperrzone erklärt, weil auf dem Blauen Planeten ein Panikvirus grassiert, mit einer 7-Universalminuten-Inzidenz von 9.500 pro 10.000 Bewohnern. Ab sofort wird jede von dort gestartete Raumsonde, sobald sie über den Kuipergürtel hinausfliegt, unverzüglich pulverisiert. Sicher ist sicher. Alle Ufos werden abgezogen, die Besatzungen auf einem bislang unbewohnten Planeten im Andromedanebel zeitlebens isoliert, unweit eines Schwarzen Lochs. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-10-august-2020/; https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2020/08/200810-ministerrat.pdf; https://www.br.de/nachrichten/bayern/noch-viel-mehr-tests-das-sind-bayerns-neue-corona-beschluesse,S7FPdUD (2) https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/bielefeld-aufstieg-feier-100.html; https://www1.wdr.de/sport/fussball/zweite-bundesliga/arminia-entschuldigt-sich100.html; https://www.radioguetersloh.de/nachrichten/kreis-guetersloh/detailansicht/aufstiegsfeier-trotz-corona-polizei-macht-arminia-bielefeld-vorwuerfe.html (3) Gemäß der laufend aktualisierten „Interaktiven Karte“ von Deutschlands größtem Internet-Nachrichtendienst t-online, https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87823462/deutschland-diese-landkreise-gelten-als-corona-frei-interaktive-karte.html (4) http://www.radiobielefeld.de/nachrichten/infos-zum-coronavirus.html, abgerufen am 12. August. (5) https://www.deutschlandfunk.de/superspreader-events-massenveranstaltungen-haben-corona.1939.de.html?drn:news_id=1151691, 16. Juli, abgerufen am 25.7.2020. Bezeichnenderweise verschwand dieser Beitrag auf der DLF-Website inzwischen spurlos. Stattdessen taucht ein Artikel auf, welcher der Analyse vom 16. Juli krass zuwiderläuft: „Covid-19 ‚Superspreader-Events‘ – Wann können Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden?, https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-superspreader-events-wann-koennen-demos-feiern-und.1939.de.html?drn:news_id=1159847 (6) https://www.deutschlandfunk.de/superspreader-events-massenveranstaltungen-haben-corona.1939.de.html?drn:news_id=1151691, abgerufen am 25.7.2020. (7) Quellen: 1 https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/200515_COVID_Lagebericht_LGA.pdf; 2,3 https://www.focus.de/gesundheit/news/corona-pandemie-landkreis-esslingen-infizierte-todesopfer-faelle-pro-einwohner-die-aktuellen-zahlen_id_11830066.html ; 4 https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.coronavirus-in-stuttgart-neuinfektionen-sind-weiter-gering.fc38ca82-5771-45e0-9aa4-05899867e99c.html; 5 https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Lagebericht%20COVID19/COVID_Lagebericht_LGA_200701.pdf ; 6 https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Lagebericht%20COVID19/COVID_Lagebericht_LGA_200716.pdf; 7 https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Lagebericht%20COVID19/COVID_Lagebericht_LGA_200804.pdf; 8 https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Lagebericht%20COVID19/COVID_Lagebericht_LGA_200807_v2.pdf (8) Antwortmail vom 11.8.2020 auf meine Anfrage fünf Tage zuvor. (9) https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle; https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/friedhoefe_begraebnisstaetten/de/daten_fakten/index.shtml; abgerufen am 12.8.2020. (10) https://www.deutschlandfunk.de/superspreader-events-massenveranstaltungen-haben-corona.1939.de.html?drn:news_id=1151691, abgerufen am 25.7.2020. (11) https://twitter.com/EskenSaskia, 6. Juni. (12) Siehe nachfolgende Tabelle, nach den täglichen „Covid-19-.Lageberichten des Robert-Koch-Instituts, https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html, abgerufen am 12.8.2020. (13) Siehe nachfolgende Tabelle, laut der wöchentlichen „SARS-CoV2-Surveillance“ des Robert-Koch-Instituts (https://ars.rki.de/Content/COVID19/Main.aspx, abgerufen am 12.8.2020. (14) https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle, abgerufen am 12.8.2020. (15) https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2020/20-06-10.pdf, abgerufen am 9.8.2020. (16) https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/corona/pdf/DOSSIER_ZUR_CORONA-PANDEMIE_AfS_2020-08-04.pdf, abgerufen 9.8.2020. (17) https://www.kreis-heinsberg.de/aktuelles/aktuelles/?pid=5149, abgerufen am 12.8.2020. (18) https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/sachsen-anhalt-orte-quarantaene-grenze-brandenburg-jueterbog.html; https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/wittenberg/coronavirus-covid-jessen-schweinitz-quarantaene-100.html; https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/coronavirus-ortsteile-der-stadt-jessen-in-sachsen-anhalt-unter-quarantaene-li.79609 (19) https://www.landkreis-wittenberg.de/de/informationen-zum-coronavirus-im-landkreis-wittenberg/informationen-zum-coronavirus.html, abgerufen am 12.8.2020. (20) https://www.landkreis-wittenberg.de/de/hinweise-aus-den-staedten.html, abgerufen am 12.8.2020. (21) https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/200811_COVID_Tagesbericht_LGA.pdf, abgerufen am 12.8.2020. (22) https://www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/coronavirus+-+faq.html, abgerufen am 12.8.2020. (23) https://www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/coronavirus+-+faq.html, S. 2, abgerufen am 12.8.2020. (24) https://www.rhein-neckar-kreis.de/site/Rhein-Neckar-Kreis-2016/get/params_E643754724/2446288/20200404-Covid19-Karte.pdf, abgerufen am 12.8.2020. (25) https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/service/corona-ampel-infektionen-berlin.html; https://www.sciencemediacenter.de/fileadmin/user_upload/Press_Briefing_Zubehoer/Transkript_Modellierungen_COVID_SMC_virutelles_Press-Briefing_07-05-2020.pdf (26) https://www.rki.de/DE/Content/Service/Stellen/Containement_Scout.html; https://www.tbd.community/de/j/robert-koch-institut-containment-scouts; https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-rieseninteresse-an-rki-ausschreibung-11-000.1939.de.html?drn:news_id=1113797 (27) https://visitukraine.today/, abgerufen am 8.8.2020. (28) Stand: 12.8.2020 9:00 Uhr, https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87840494/corona-in-deutschland-an-diesen-orten-haeufen-sich-die-neuinfektionen.html, abgerufen am 12.8.2020. (29) https://www.landkreis-dingolfing-landau.de/buergerservice/coronavirus/, abgerufen am 12.8.2020. (30) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html, abgerufen am 12.8.2020. (31) https://www.iss.it/en/primo-piano/-/asset_publisher/o4oGR9qmvUz9/content/id/5422725; https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-schon-im-dezember-in-abwaessern-von-turin-und-mailand-gefunden-a-56c600b2-1802-4d68-9197-3901e13694c7 (32) Siehe Harald Wiesendanger: Corona-Rätsel. Was steckt wirklich hinter dieser Pandemie? Wem nützt sie? Was bringt uns die nächste, Schönbrunn 2020, E-Book, S. 144 ff., https://suprcomstiftung-auswege-shop.mysupr.de/produkt/corona-raetsel/ (33) Siehe H. Wiesendanger: Corona-Rätsel, a.a.O., S. 143 f. (34) „Coronavirus: un premier cas de Covid-19 remontant au 2 décembre confirmé en Alsace“, francetvinfo.fr, 7. Mai 2020, https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/coronavirus-un-premier-cas-de-covid-19-remontant-au-2-decembre-confirme-en-alsace_3952985.html (35) Siehe die RKI-Wochenberichte für KW 5 und 6, https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2019_2020/2020-05.pdf sowie https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2019_2020/2020-06.pdf

  • „Schutzlos ausgeliefert“?

    Eine hirnrissige Phrase prägt eine aberwitzige Gesundheitspolitik – und entlarvt sie zugleich. Wer klärt Politiker und Journalisten endlich darüber auf, dass wir auch in der Corona-Krise weiterhin ein Immunsystem besitzen? „Schutzlos ausgeliefert“ seien wir dem neuartigen Coronavirus, solange es keine Medikamente und Impfstoffe gegen ihn gibt, so klärt uns Medizin-Nobelpreisträger Markus Söder auf. Genauso sehen das unsere sogenannten „Qualitätsmedien“. Als „schutzlos ausgeliefert“ identifiziert die ARD-Tagesschau indigene Völker, ZDF-„heute“ und die Frankfurter Allgemeine Obdachlose, Focus Bus- und Bahnfahrer in New York. Covid-19 „schutzlos ausgeliefert“ sehen die Westdeutsche Allgemeine und die Tagespost Krankenpfleger, die Süddeutsche Zeitung und der Kölner Express Altenheim­bewohner. Als „schutzlos ausgeliefert“ bemitleidet der Bayerische Rundfunk „die arme Bevölkerung Lateinamerikas“, RTL die Textilarbeiter in Bangladesch. Die Frankfurter Rundschau wähnt politische Häftlinge im Nahen Osten dem Coronavirus „schutzlos ausgeliefert“, der Spiegel Bedienstete des britischen National Health Service, der Deutschlandfunk die bosnischen Roma. Die Welthungerhilfe entsetzt sich über das „schutzlose“ Ausgeliefertsein von Kindern in überfüllten Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln, die Bild-Zeitung sowie Diabetologie-online bedauern deswegen Hausärzte. Für Österreichs Nachrichtendienst OTS sind Arbeitnehmer im Bewachungs­gewerbe „schutzlos ausgeliefert“. Für das Abendblatt „zeigt die Corona-Pandemie, was passiert, wenn wir Viren schutzlos ausgeliefert sind“. Wie einmütig sich Regierende und Journalisten derselben Phrase bedienen, kann nur daran liegen, dass sie alle den Biologie-Unterricht beharrlich geschwänzt haben - und Stammgäste im selben Gehirnwäsche-Salon sind. Wie viel Dummheit qualifiziert dafür, ein politisches Spitzenamt innezuhaben? Wie kann es sein, dass jemand, nachdem er einen derart himmelschreienden Unfug abgesondert hat, unangefochten weiterregieren darf? Wie ist es möglich, dass ein Journalist, der so etwas unkommentiert weiterverbreitet, nicht umgehend seinen Redaktionsstuhl räumen muss? Schutzlos dem Regen ausgeliefert: Dieses Schicksal ereilt den Nacktbader, der an einem entlegenen Strand all seine Kleidung samt Regenschirm vermisst, kurz bevor ein Gewitter einsetzt, und nirgendwo einen Unterstand findet. Schutzlos einem Räuber ausgeliefert ist eine Frau, die von ihm auf einem einsamen Waldweg überfallen wird, Pfefferspray und Elektroschocker zu Hause liegen ließ und keinen Selbstverteidigungskurs besucht hat. Schutzlos ausgeliefert sind wir einer Regierung, die uns mit Polizeigewalt unverhältnis­mäßigen, verfassungswidrigen Seuchenschutz aufzwingt – und gleichzeitig daran hindert, demokratische Grundrechte wahrzunehmen, um dagegen auf die Straße zu gehen. Unter welchen Umständen träfe es zu, einem Erreger „schutzlos ausgeliefert“ zu sein? Es wäre einer, der uns alle krank macht und umbringt, sobald wir uns mit ihm infiziert haben. Was wir auch tun - es gäbe kein Entrinnen. Ein solches Virus kam bisher ausschließlich in Science Fiction-Schockern wie „Contagion“ und „Pandemie“, „Outbreak“ und „Carriers“ zur Aufführung. In der infektiologischen Wirklichkeit unseres Planeten hat keiner jemals sein Unwesen getrieben. Allenfalls lauert er momentan, gentechnisch scharfgemacht, in einem biologischen Hochsicherheitslabor. Selbst die tödlichsten Erreger der Menschheitsgeschichte waren niemals hundertprozentige Killer. Selbst Ebola und Hanta überlebt jeder zweite Infizierte, die Pest überstehen 40 bis 50 %. Den Pocken erliegt nur jeder Dritte, dem Lassa-Virus jeder Fünfte, dem West-Nil-Fieber 15 bis 40 %. Sogar eine Ansteckung mit dem mörderischsten bekannten Keim, dem Marburg-Virus, kann jedem Zehnten nichts anhaben. Daran gemessen erscheint die Letalität von SARS-CoV-2 lächerlich gering: Nach übereinstimmenden Studien aus zahlreichen Ländern liegt sie im Schnitt bei 0,1 bis 0,2 %, also im Bereich einer starken Influenza. Selbst unter hochbetagten Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, der mit Abstand gefährdetsten Risikogruppe, fällt die große Mehrheit Covid-19 NICHT zum Opfer: in China 92 % der 70- bis 79-Jährigen, 85 % der über 80-Jährigen. (1) In Spanien überlebten 79 % aller Infizierten über 80, in Südkorea 75 %, in der Schweiz 73 %, in den Niederlanden und Italien 67 %. (2) Übrigens zählen Dutzende von über Hundertjährigen dazu. Allein schon die Tatsache, DASS im Bevölkerungsdurchschnitt mindestens 99,7 % aller Infizierten NICHT an Covid-19 sterben, deutet darauf hin, dass der Schutz, von dessen Abwesenheit Söder faselt, nicht erst entwickelt werden muss. ES GIBT IHN LÄNGST. Dafür sorgt hochwirksam weder ein pharmazeutisches Produkt noch ein päpstlicher Segen. Dass er wirksamer ist als ein Placebo, muss nicht erst in kontrollierten Studien nachgewiesen werden. Es müssen keine Fabriken errichtet werden, um ihn zu produzieren. Es muss für ihn kein Vertriebsnetz aufgebaut werden. Es müssen nicht erst massive Bedenken und Widerstände gegen ihn in weiten Teilen der Bevölkerung abgebaut werden. Er muss Patienten nicht erst verschrieben werden. Krankenkassen müssen keinen Cent dafür aufbringen, uns damit auszustatten. Es müssen nicht erst sündhaft teure kontrollierte Studien stattfinden, um in Versuchszeiträumen von wenigen Wochen herauszufinden, ob er länger als ein paar Wochen nützt – die Erfahrungsheilkunde weiß es schon seit Jahrhunderten. Man muss nicht erst ein paar hundert oder tausend Versuchspersonen anheuern – an Milliarden von Probanden aller Altersstufen hat er sich seit Menschengedenken bewährt. Denn so gut wie jeder von uns besitzt diesen Schutz: unsere natürliche Immunität. Wäre „Immunsystem“ der Name eines Implantats, auf das sich ein Patent anmelden ließe: Jede Wette, die Medizinindustrie würde es längst mit demselben Marketingaufwand propagieren, den sie für Impfkampagnen treibt. Längst hätte eine Armee von Wirtschafts­lobbyisten und PR-Profis darauf hingewirkt, dass jeder Bewohner dieses Planeten schnellstmöglich eines eingepflanzt bekommt. Denn es stellt jeden bekannten Impfstoff bei weitem in den Schatten: Es schützt mehr Menschen. Es schützt sie zuverlässiger. Es schützt sie verträglicher. Es schützt sie länger. Es schützt sie sofort, nicht erst nach mindestens monatelanger Produktionszeit. Gegen die meisten Erreger, mit denen es in Kontakt kam, ein Leben lang. Weshalb wir angeblich „ohne Schutz“ sind, ist dem „Bayerischen Pandemie-Rahmenplan“ zu entnehmen. Zwar widmet sich dieses Dokument dem Thema Influenza, kommt aber offenbar auch bei der Gefahreneinschätzung von SARS-CoV-2 zur Anwendung. Eine Pandemie, so heißt es darin, „wird durch ein NEUARTIGES Virus verursacht. Da dieser neue Erreger zuvor nicht oder sehr lange nicht in der menschlichen Bevölkerung vorgekommen ist, ist das Immunsystem NICHT VORBEREITET. Der Mensch ist daher auch NICHT GESCHÜTZT.“ Haben diesen Humbug etwa Immunologen und Mikrobiologen ausgeheckt? SARS-CoV-2 ist nichts „Neuartiges“, sondern eine weitere Variante von Coronaviren, die Biologen unterm Elektronenmiroskop schon Mitte der sechziger Jahre auffielen. Dieser Virusgattung ist das menschliche Immunsystem seit langem ausgesetzt, wie vielen anderen. Immer schon trug sie zu Erkältungen, grippalen Infekten und Atemwegserkrankungen jedes Schweregrads bei. Bis zu 60 % von uns verfügen wegen dieser Kontakte bereits über eine gewisse zelluläre Hintergrundimmunität gegen Covid-19; die ursprüngliche Annahme, so etwas besäßen wir nicht, hat sich mittlerweile als falsch erwiesen. WÄRE SARS-CoV-2 tatsächlich „neuartig“ und darauf aus, seinem Ruf als Killerkeim alle Ehre zu machen, dann gäbe es inzwischen womöglich gar kein deutsches Volk mehr, das seinem Berliner Panikorchester schutzlos ausgeliefert wäre. Spätestens Ende Januar wäre es ausgestorben – dahingerafft von einer Pandemie, die es binnen Wochen völlig durchseucht hätte. Es mehren sich nämlich triftige Anhaltspunkte dafür, dass SARS-CoV-2 nicht erst ab Ende Januar in Europa unterwegs war, sondern bereits im Spätherbst. Darauf deuten Obduktionen hin, nachträgliche Untersuchungen von Computertomografien sowie Abwasserproben in mehreren Ländern. (3) Woher kam SARS-CoV-2 dann? Zwischen dem 6. und 11. Oktober muss es in Wuhans Institut für Virologie (WIV) zu einem schweren Zwischenfall gekommen zu sein. Telekommuni­ka­tionsdaten deuten darauf hin, dass das WIV vom 7. bis 24. Oktober geschlossen war; innerhalb dieser zwei­einhalb Wochen wurde kein einziger Anruf von dort aus getätigt. Auf Satellitenaufnahmen ist deutlich zu erkennen: Vom 11. Oktober an nahm der Straßenverkehr in unmittelbarer Umgebung des WIV deutlich ab. Zwischen dem 14. und 19. Oktober kam er völlig zum Erliegen – ein Indiz für Straßensperren. Telemetrische Daten zeigen für das Wuhan-Institut an allen Tagen im August und September sowie in der ersten Oktoberwoche 2019 eine gleichbleibend hohe Aktivität in einem bestimmten Teil des Gebäudekomplexes, bei dem es sich vermutlich um einen Sicherheitsbereich handelt, den alle Mitarbeiter passieren müssen. Zwischen dem 7. und 24. Oktober betrat ihn anscheinend niemand. Wieso? (4) Sollte das Virus, das 2020 die größte Massenpanik der Geschichte auslöste, schon damals entwischt sein, könnte ihm ein sportliches Großereignis als „Superspreader“ gedient haben: die Militär-Weltspiele, zu denen sich vom 18. bis 27. Oktober 2019 fast 10.000 Athleten aus 110 Län­dern sowie 230.000 freiwillige Helfer in Wuhan ein­fanden. Bei etlichen Athleten waren Covid-19-Symptome aufgetreten. Keiner nahm sie sonderlich ernst. (5) Nebenbei bemerkt: Demnach dürften die Teilnehmer am berüchtigten „Event 201“, bei dem die Gates-Foundation am 18. Oktober 2019 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien den Ausbruch einer Corona-Pandemie „simulieren“ ließ, bereits im Bilde gewesen sein, dass es in Wahrheit um die Kontrolle eines REALEN Geschehens ging; zumindest der anwesende Chef der chinesischen Seuchenbehörde CDC, George Gao, wusste garantiert Bescheid über die Vorkommnisse in Wuhan. Als Frankreichs erster Covid-19-Patient gilt inzwischen ein 57-jähriger, der am 2. Dezember 2019 im Albert-Schweit­zer-Krankenhaus von Colmar mit schwerer akuter Atemwegsentzündung aufgenommen und etwa eine Woche lang stationär behandelt wurde. (6) Dass das Virus Hemmungen hatte, vom Elsass aus über eine mehrere hundert Kilometer lange gemeinsame Grenze nach Deutschland überzuspringen, ist unwahrscheinlich. Was kann ein erster deutscher SARS-CoV-2-Infizierter hierzulande ab der ersten Dezemberwoche unerkannt angerichtet haben, bei exponentieller, da ungebremster Ausbreitung, mit einer anfänglichen Verdopplungsrate von 2 bis 3 Tagen? Bereits Ende Januar, knapp zwei Monate VOR dem Lockdown, dürfte Deutschland zum ultimativen „Risikogebiet“ geworden sein, mit einer 100%-ig durchseuchten Bevölkerung. Dass es nicht so weit kam und anfängliche Horrorprognosen von Abermillionen Toten aufs Peinlichste danebenlagen, hat einen einzigen Grund: Die allermeisten von uns waren bereits vorzüglich geschützt, dank einer schon vorhandene Grundimmunität. Sie dämmte die Ausbreitung alsbald ein. SARS-CoV-2 mutiert, wie alle Viren. Weil dies unter anderem auch Influenzaviren gelingt, erleben wir alljährlich neue Grippewellen, bei denen bisherige Impfstoffe versagen. Trotzdem sind wir ihnen keineswegs „schutzlos ausgeliefert“ – bei intakten körpereigenen Abwehr­kräften befördern sie die allermeisten unter uns nicht schnurstracks ins Grab, sondern allenfalls für ein bis zwei Wochen ins Bett. Wären die 36 Milliarden Euro, welche die UN für SARS-CoV-2-Vakzine einsammeln will, nicht weitaus sinnvoller in ein globales Gesundheits­programm investiert, das acht Milliarden Menschen einschließlich Markus Söder lehrt und motiviert, ihre natürliche Immunität zu stärken – auch wenn es für Big Pharma daran nichts zu verdienen gäbe? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) China CDC Weekly, zit. nach https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/neues-coronavirus-welche-menschen-durch-covid-2019-besonders-gefaehrdet-sind-a-261c0cf4-2ca3-4a42-a85b-d3dc546faa98 (2) KCDC/ISS/RIVM/ISCIII/BAG, zit. nach https://www.derstandard.de/story/2000117467672/altersverteilung-sterblichkeitsrate-und-weitere-internationale-zahlen-zu-covid-19; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1114647/umfrage/letalitaetsrate-in-zusammenhang-mit-dem-coronavirus-in-italien-nach-alter/ (3) https://www.iss.it/en/primo-piano/-/asset_publisher/o4oGR9qmvUz9/content/id/5422725; https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-schon-im-dezember-in-abwaessern-von-turin-und-mailand-gefunden-a-56c600b2-1802-4d68-9197-3901e13694c7 (4) Siehe Harald Wiesendanger: Corona-Rätsel. Was steckt wirklich hinter dieser Pandemie? Wem nützt sie? Was bringt uns die nächste, Schönbrunn 2020, E-Book, S. 144 ff., https://suprcomstiftung-auswege-shop.mysupr.de/produkt/corona-raetsel/ (5) Siehe H. Wiesendanger: Corona-Rätsel, a.a.O., S. 143 f. (6) „Coronavirus: un premier cas de Covid-19 remontant au 2 décembre confirmé en Alsace“, francetvinfo.fr, 7. Mai 2020, https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/coronavirus-un-premier-cas-de-covid-19-remontant-au-2-decembre-confirme-en-alsace_3952985.html

  • Weniger Frühchen, weniger plötzliche Kindstode – warum?

    Während der Coronakrise, und insbesondere im Lockdown, kamen deutlich weniger Frühchen zur Welt. Und deutlich weniger Kinder verstarben plötzlich. Liegt es an weniger Impfungen? Die Statistiken sind eindeutig: Im März und April 2020 - weltweiten „Lockdown“-Monaten, mit häuslicher Quarantäne - kamen auffallend weniger Babies vorzeitig zur Welt. In Dänemark fiel die Frühgeburtenrate um sage und schreibe 90 %, in Irland um 73 %. „So etwas wie diese Zahlen habe ich in zwei Jahrzehnten noch nie gesehen“, erklärte ein Neonatologe der Universitätsklinik Limerick in Irland. In Kanada halbierte sich die Quote annähernd. Ungewöhnlich rückläufig war sie auch in anderen Ländern, einschließlich Australien, den Niederlanden und den USA. Ebenfalls im Frühjahr 2020 sind in den USA deutlich weniger Säuglinge und Kleinkinder plötzlich und unerwartet verstorben. Die Fallzahlen von SIDS, dem „Sudden Infant Death Syndrome“, bei Säuglingen unter 12 Monaten die häufigste Todesursache, fielen im April und Mai von durchschnittlich 700 pro Woche auf unter 500. (1) Im Juni 2020 stellte der Kinderarzt Allan S. Cunningham im British Medical Journal fest: "In den ersten 11 Wochen des Jahres 2020 (bis zum 14. März) gab es 209 weniger SIDS-Fälle bei US-Kindern im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019 (7024 vs. 7233). In den 11 Wochen nach der Erklärung des Notstands (bis zum 30. Mai) gab es 1465 weniger Todesfälle bei US-Kindern im Vergleich zu 2019 (5923 vs. 7388). Der Unterschied ist statistisch hochsignifikant.“ Der stärkste Rückgang der Sterblichkeit fiel bei Säuglingen unter einem Jahr auf. Manche Ärzte spekulieren, in häuslicher Zwangsquarantäne hätten Schwangere womöglich mehr Ruhe und weniger Stress gehabt, größere Unterstützung durch die Familie erlebt, mehr geschlafen, weniger Infektionen aufgeschnappt, und sie seien geringerer Luftverschmutzung ausgesetzt gewesen. Der Lockdown: ein Erholungskur für angehende Mamis, zugleich eine segensreiche Präventivmaßnahme zur Verhinderung von Frühchen? Andere Mediziner verweisen darauf, wie besorgt sich Gesundheitsbehörden darüber äußerten, dass während des Lockdowns deutlich weniger Impfungen stattfanden (8) – also auch bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern. In Kalifornien beispielsweise sanken die Impfraten bei Kindern in den Wochen nach Inkrafttreten der ersten Sperrverfügungen um 40%. Unbeeindruckt von staatlicher „Aufklärung“ sehen Kritiker einen Zusammenhang zwischen immer mehr, immer früheren Impfungen einerseits, Frühgeburten und SIDS-Fällen andererseits. Einer Studie zufolge, die 2007 in der Fachzeitschrift Pharmacy World & Science erschien, steigt das Frühgeburtsrisiko im Schnitt um 14 %, wenn sich die werdende Mutter impfen lässt. Erhöhen Vakzine das Risiko, dass ein Kind plötzlich für immer zu atmen aufhört? Einer der überzeugendsten Hinweise darauf, dass Impfungen und rätselhafte Säuglingstode zusammenhängen, stammt aus Japan. Dort starben zwischen 1970 und 1974 37 Säuglinge nach DPT-Impfungen (gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten). Alarmierte Ärzte in einer Präfektur weigerten sich daraufhin, den Impfstoff weiterhin einzusetzen. Bald griff ihr Boykott auf das ganze Land über. Schließlich verfügte die japanische Regierung, das Mindestalter für die Impfung gemäß amerikanischem Impfplan - 2, 4, 6 und 12 Monate - auf 2 Jahre anzuheben. Daraufhin verschwand das Schreckensphänomen „Krippentod“ nahezu vollständig. (2) In den darauffolgenden Jahren wurde Japan dafür bekannt, eine der niedrigsten Säuglingssterblichkeitsraten der Welt aufzuweisen. Im Gegensatz dazu liegt sie in den USA erschreckend hoch, ebenso wie die Impfrate. Im internationalen Vergleich belegten die Vereinigten Staaten im Jahr 2013 Rang 174 – hinter Ländern wie Kuba, Brunei und Weißrussland. Der US-Immunisierungsplan sieht 26 Impfdosen für Säuglinge unter einem Jahr vor. Vor den modernen Impfprogrammen kam der "Krippentod" so selten vor, dass er in den Säuglingssterblichkeitsstatistiken noch gar nicht auftauchte. Das änderte sich erst, als die Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren eine Reihe von Impfkampagnen initiierten. Erstmals erhielten die meisten US-Kinder mehrere Dosen von Impfstoffen gegen DPT, Polio, Masern, Mumps und Röteln. Kurz darauf, 1969, wurde das „Syndrom des plötzlichen Kindstods“ zum medizinischen Fachbegriff. Wie dem Kinderneurologen William Torch von der Universität von Nevada in Reno 1982 auffiel, waren zwei Drittel der Säuglinge, die SIDS zum Opfer fielen, vor ihrem Tod gegen DPT geimpft worden. Von diesen starben 6,5% innerhalb von 12 Stunden nach der Impfung, 13% innerhalb von 24 Stunden, 26% innerhalb von 3 Tagen und 37%, 61% und 70% innerhalb von 1, 2 bzw. 3 Wochen. (3) Impfbefürworter verweisen darauf, dass die SIDS-Todesfälle in den vergangenen Jahrzehnten keineswegs zugenommen haben, sondern deutlich rückläufig gewesen seien. In den USA seien sie von 4.895 im Jahr 1992 auf 2.247 im Jahr 2004 gesunken. (4) Diesem scheinbar erfreulichen Trend spürte im Jahr 2007 der medizinische Nachrichtendienst Scripps Howard News Service nach: „Wir führten eine umfassende Studie darüber durch, wie Fälle von Säuglingstod in den Vereinigten Staaten untersucht werden.“ Dabei stützte er sich auf Unterlagen, die ihm die US-Gesundheitsbehörde CDC zur Verfügung stellte. „Die Aufzeichnungen enthielten Einzelheiten über den plötzlichen Tod von 40.239 Kleinkindern, von denen die Hälfte in den 1990er Jahren und der Rest in einem Fünfjahreszeitraum von 2000 bis 2004 starb.“ Zum Vorschein kamen dabei „statistische Manipulationen“ und „gezielte Bemühungen, SIDS verschwinden zu lassen – auf dem Papier“. Die Überprüfung ergab „enorme Unterschiede in der Art und Weise, wie die Todesfälle von Kleinkindern untersucht und eingeordnet werden. Die SIDS-Rate ist den Daten zufolge in Mississippi 12-mal höher als in New York. Die meisten Experten sind sich einig, dass solche großen Unterschiede von der Art und Weise herrühren, wie man die Todesfälle klassifiziert, und nicht von der Art und Weise, wie die Säuglinge starben. Die Unterschiede sind von Landkreis (county) zu Landkreis innerhalb eines Bundesstaates manchmal sogar noch größer, weil die Rechtsmediziner sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen, wie sie die Ursache der Säuglingssterblichkeit in ihren Gebieten feststellen. (…) In einigen Bundesstaaten und Städten sind SIDS-Fälle in den letzten Jahren praktisch verschwunden - eine genauere Untersuchung der Daten macht jedoch deutlich, dass Tausende dieser Leben keineswegs ‚gerettet‘ wurden, sondern unter einem anderen Namen verloren gingen“, mittels Etikettierungen wie "Bedrohungen für die Atmung" und "andere undefinierte Ursachen der Sterblichkeit". (…) Auf Totenscheinen wurde die Diagnose SIDS durch neue und vage Begriffe ersetzt wie "unbestimmte Ursache" und "plötzlicher und unerklärlicher Tod". (…) „Wegen dieses ‚Code-Shifting‘ dürfte der Erfolg der Bemühungen des öffentlichen Gesundheitswesens gegen SIDS erheblich überbewertet sein.“ Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Koren Wellness June 30, 2020: https://korenwellness.com/blog/crib-death-dropping-a-silver-lining-to-the-lockdown/; Health Choice White Paper, Lessons from the Lockdown, June 18, 2020 (PDF): https://healthchoice.org/wp-content/uploads/2020/06/Lessons-from-the-Lockdown-vF-6-16-20.pdf; Healthchoice.org June 18, 2020: https://healthchoice.org/lessons-from-the-lockdown/ (2) Pediatrics June 1988, 81 (6) 933-984: https://pediatrics.aappublications.org/content/81/6/933; Koren Wellness June 30, 2020, Reference 3: https://korenwellness.com/blog/crib-death-dropping-a-silver-lining-to-the-lockdown/ (3) William C. Torch: „Diphtheria-pertussis-tetanus (DPT) immunization: a potential cause of the sudden infant death syndrome (SIDS)“, American Academy of Neurology, Vortrag beim 34th Annual Meeting, 25. April – 1. Mai 1982. Neurology 32(4, part 2):A169-170, zit. hier: https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/0960327111407644 (4) L. Bowman/T. Hargrove: "Saving babies: Exposing Sudden Infant Death In America", 8.10.2007, https://web.archive.org/web/20090226153439/http://www.dailycamera.com/news/2007/oct/08/saving-babies-exposing-sudden-infant-death-in/

  • Gemobbt statt angehört

    Ein Schulleiter stellt sich gegen Maskenpflicht - und wird geächtet, alleingelassen, kaltgestellt. In einem Rundbrief an Eltern wagte es der Leiter der Jahn-Grundschule in Rathenow im Havelland, 70 km westlich von Berlin, sich gegen Maskenzwang zu wenden. Diesen hatte tags zuvor, am 11. August, Brandenburgs Landesregierung für sämtliche Schulen beschlossen – zwar nicht im Unterricht, aber im gesamten Schulgebäude außerhalb der Klassenzimmer sowie im Pausenhof. „Ich werde gegen diese Weisung bei meinem Vorgesetzten remonstrieren“, das heißt, ihr widersprechen -, „und sie nicht umsetzen, weil ich sie für völlig unverhältnismäßig und schädlich halte“, so erläuterte der mutige Schulleiter Frank Gens seine Beweggründe. „Im Westhavelland haben wir schon lange keine Neuinfektionen. Das Tragen einer textilen Maske hilft nachgewiesenermaßen nicht. Die Atmung der Kinder wird beeinträchtigt und im feuchten Milieu der Maske entsteht unter der gegenwärtigen Hitze ein Brutraum für Bakterien und Pilze, die von den Kindern aufgenommen werden können und Schaden anrichten können. Jedem ist natürlich freigestellt, eine Maske im Haus zu tragen, wer es aber nicht möchte, braucht es in dieser Schule nicht tun.“ Sogleich brach über den couragierten Mann ein Tsunami der Empörung herein, so als gedenke er all seine Schüler mit HIV, Ebola oder der Pest zu infizieren. Hunderte Zeitungen übernahmen unreflektiert einen Text der Deutschen Presseagentur, der lediglich die Tatsache der Verweigerung feststellte und vom sofortigen Einschreiten des brandenburgischen Bildungsministeriums berichtete. (1) Statt den Schulleiter zu befragen, vermeldeten Redaktionen lediglich, das Schulamt sei umgehend eingeschritten und habe den Abweichler „ausgebremst“, weil „das versandte Schreiben nicht den rechtlichen Bestimmungen entspricht“. Kritiklos gaben sogenannte Journalisten wieder, was eine Ministeriumssprecherin verlautbarte: „Die Maskenpflicht wird auch in der Jahn-Grundschule in Rathenow (…) umgesetzt.“ Der Widerspenstige habe mit „Konsequenzen“ zu rechnen. Rundfunk und Fernsehen, alle übrigen Medien verfuhren ebenso. (2) Von ihnen erfuhr niemand, welche Argumente dem Schulleiter schwerwiegend genug erschienen, dafür seinen Ruf, seine Position, seine weitere Laufbahn aufs Spiel zu setzen. Erst ein Post des als „Verschwörungstheoretiker“ verunglimpften Popsängers Xavier Naidoo auf seinem Telegram-Kanal machte das Rundschreiben im vollen Wortlaut publik. Verteidigten Eltern der 360 betroffenen Grundschüler den furchtlosen Mann, der seinem Wissen und Gewissen folgt, statt den bequemen, folgsamen Weg zu gehen? Würdigten Mamis und Papis, dass es Frank Gens um das Wohlergehen ihrer Kinder geht? Dass er seiner Verantwortung für sie gerecht werden will? Davon ist nichts bekannt. Gab ihm irgendein Lehrerverband Rückendeckung? Raffte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft dazu auf? Sprangen ihm Pädagogen und Psychologen bei? Folgte seinem Beispiel irgendein Schulleiter sonstwo in Brandenburg, erst recht in Nordrhein-Westfalen, wo Kinder und Jugendliche seit Schuljahresbeginn ab der fünften Klasse durchgehend Masken tragen müssen, sogar im Unterricht, bei Temperaturen von 36 Grad? Eher übt man sich in vorauseilendem Gehorsam – wie die Sternberg-Grundschule im Berliner Stadtteil Schöneberg, die sich freiwillig sogar noch strengere Regeln auferlegt hat. Schon Erstklässlern zwingt sie Mundschutz auf, verbietet Körperkontakt, ordnet wiederholte Handdesinfektion an. Solidarisierte sich mit Rathenows protestierendem Schulleiter wenigstens sein eigenes Kollegium? Auch davon liest man nichts. Klar ist nur, dass ausgerechnet seine Vertreterin unverzüglich auf Sicherheitsabstand ging: Von ihr stammt ein zweites Rundschreiben vom 14. August, in dem sie den Eltern versichert, die Maskenpflicht werde selbstverständlich auch an der Jahn-Grundschule vorschriftsgemäß umgesetzt. Das trug ihr anscheinend umgehend den Leitungsposten ein, während ihr bisheriger Chef sofort vom Dienst suspendiert wurde. Und so stellt sich in der unsäglichen Coronakrise zum 1001. Mal die Frage: In was für einem Land leben wir inzwischen? Mit dem Mummenschanz, den die Hygienediktatur selbst Kindern und Jugendlichen aufzwingt, verhält es sich genau so, wie der Rathenower Schulleiter auszusprechen wagte: Er entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. - In Island ergab eine landesweite Studie, die 360.000 Menschen einbezog - 12 % der gesamten Bevölkerung –„KEINEN EINZIGEN Fall, in dem ein Kind unter zehn Jahren seine Eltern angesteckt hat“. - Auch gibt es bisher weltweit KEINEN EINZIGEN bestätigten Fall, in dem sich ein Lehrer bei einem Schüler ansteckte, wie der britische Epidemiologe Mark Woolhouse feststellt. - Wie steht es mit älteren Schülern? Im Juli hatte eine südkoreanische Studie Besorgnisse geschürt: Angeblich verbreiten 10- bis 19-Jährige das Coronavirus häufiger als Erwachsene. Doch soeben kommt Entwarnung: Zusätzliche Daten, so mussten die Forscher nun kleinlaut eingestehen, hätten die Frage aufgeworfen, wer wen angesteckt hat. Einige Mitglieder des gleichen Haushalts, in dem infizierte Kinder lebten, waren dem Virus zur selben Zeit ausgesetzt gewesen wie der Nachwuchs. Nun stießen sie bloß auf einen einzigen Fall, bei dem ein 16-jähriges Mädchen vermutlich ihre 14-jährige Schwester angesteckt hatte. Infektionen von 40 weiteren Kontaktpersonen älterer Kinder ließen sich allesamt durch eine gemeinsame Virus-Exposition erklären. - Insgesamt ist das Erkrankungs- und Übertragungs¬risiko bei Kindern minimal. - Die Volksgesundheit in Ländern wie Schweden und den Niederlanden, ohne jeglichen Maskenzwang in Schulen, bietet deutschen Kultuspolitikern keinerlei empirischen Anlass zu Aktivismus. - Für Maskerade, ja selbst für Abstandhalten in Schulen, oder gar für Schulschließungen, gebe es nicht den geringsten medizinischen Grund, so erklärten die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland in einer gemeinsamen Stellungnahme. (3) - Gegen Winzlinge im Nano-Format wie Viren schützen Stoffmasken ungefähr so gut wie Fischernetze gegen Pollen. Im übrigen zeigt auch bei einem Schulkind ein positiver PCR-Test nicht garantiert ein aktives Virus an, sondern lediglich einen kurzen RNA-Abschnitt, dessen Herkunft keineswegs klar ist; er belegt keine Erkrankung, sondern bestenfalls eine Infektion; er beweist weder das Ausmaß der „Viruslast“ noch der Ansteckungsgefahr. Davon abgesehen ist er fehleranfällig, in jedem Einzelfall könnte er zu Unrecht zu einem Schulausschluss und Quarantäne führen. Testwiederholungen führen häufig zu widersprüchlichen Ergebnissen. Sowohl der Erfinder des PCR-Verfahrens, der Chemie-Nobelpreisträger Kary Mullis, als auch Hersteller räumen ein, dass es zu diagnostischen Zwecken völlig ungeeignet ist. Welche „Qualitätsmedien“ wiesen darauf hin, dass Ärzte und Wissenschaftler, gestützt auf zahlreiche Studien, die gesundheitlichen Bedenken des Schulleiters gegen das Maskentragen vollauf teilen – und eine Schutzwirkung bestreiten? Auf welche wissenschaftlichen Daten stützen Regierungen also ihre Schülerschikanen? Hinzu kommen ethische und juristische Aspekte. Haarsträubende Verletzungen von Grundrechten wären einer wahrhaftigen Killerkeimseuche angemessen, nicht aber einer grippeähnlichen Pseudo-Pandemie, die sich eher in klinisch bedeutungslosen Infektionsstatistiken bemerkbar macht als in Arztpraxen, auf Intensivstationen und Friedhöfen. Seit Monaten tut der Hygienestaat Millionen Kindern psychische Gewalt an, er bedroht (§ 241 StGB) und erpresst sie (§ 253 StGB). Eine betroffene Mutter, die Heilpraktikerin Lisa Marie Binder, beklagt „behördliche Kindesmisshandlung“: „Auf Kinder, welche die rigiden Hygieneregeln an Schulen nicht einhalten können oder wollen, wird massiver Psychoterror ausgeübt. Isolation von den Mitschülern, Wegsperren in der Wohnung und Besinnungsaufsätze, die ihnen das offizielle Narrativ einimpfen sollen, sind Usus. Dies gilt auch für Kinder, die von ihren Eltern zu Demos für die Grundrechte mitgenommen wurden. Selbst vor Vorschulkindern, für deren noch nicht gefestigte Psyche die Erfahrung des Ausgegrenztseins extrem traumatisierend sein muss, machen die Tugendwächter nicht halt.“ In einem bewegenden, wiederholt gelöschten Interview erzählt ein betroffenes Mädchen, wie bedrückt und verängstigt es einen Schultag erlebt. Zwar ist es aufgrund eines ärztlichen Attests von der Maskenpflicht befreit – einen erbarmungslosen Konformitätsdruck bekommt es dennoch zu spüren. Nicht alle Eltern lassen sich das weiterhin gefallen. Es häufen sich Strafanzeigen gegen die Maskenpflicht. (4) Sogar von „Folter“ ist die Rede. Dass dieser Vorwurf alles andere als abwegig ist, macht der Wortlaut der Anti-Folter-Konvention von 1984 klar. Darin wenden sich UN-Mitgliedsstaaten gegen jegliche Form von „grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe“. Gemäß Artikel 1 gilt als Folter „jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden“ – beispielsweise „um sie einzuschüchtern oder zu nötigen“. Voraussetzung ist, „dass diese Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes, oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden.“ Widerfährt unseren Kindern nicht genau dies seit Monaten? „Sind solche völkerrechtswidrigen Verhältnisse jetzt das Ideal, an dem wir die Erziehung unserer Kinder ausrichten sollen? Ist das die Welt, die wir unseren Kindern wünschen?“, fragt eine empörte Mutter. Verstoßen Deutschlands hyperaktive Seuchenschützer nicht ebenso gegen die Kinderrechtskonvention, welcher der Bundestag 1992 zustimmte – ein völkerrechtlich bindender Vertrag im Rang eines Grundgesetzes (Art. 59 Abs. 2 GG)? (18) Dessen Artikel 1 verpflichtet alle Unterzeichnerstaaten darauf, „das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung (…) zu schützen“. Der Schutz der Volksgesundheit mag im Notstand vorübergehend ein höherwertiges Rechtsgut sein – das sehen viele Gerichte so, die derzeit wie am Fließband Klagen gegen Corona-Auflagen abweisen. Bloß: Wo bleibt er nur, dieser Notstand? Wo bleibt er in und um Rathenow? Im gesamten Landkreis Havelland verstarben im vergangenen halben Jahr WIE VIELE Einwohner mit positivem SARS-CoV-2-Test, aber womöglich allesamt wegen anderer Ursachen? Nicht 6000. Nicht 600. Nicht einmal 60. Ganze SECHS. (5) Statt sich als heroische Einzelkämpfer zu versuchen, sollten sich Eltern zusammenschließen, Informationen austauschen, gemeinsam auftreten, Vorgehensweisen besprechen, einander auf dem Rechtsweg unterstützen. Mehrere Initiativen bieten bei Facebook Rat und Unterstützung an, z.B. „Eltern stehen auf“ (20; bereits über 14.000 Mitglieder) und „Gegen die Maskenpflicht“ (aktuell rund 4.300 Mitglieder). Die Aktion „Lehrer für Aufklärung“ will im übrigen nicht bloß Schülern und Eltern als Anlaufstelle dienen, sondern auch Lehrern. Ihr „Offener Brief an die Stadt Mainz wegen Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen“ eignet sich als Muster für Protestschreiben andernorts. Rechtlichen Beistand bieten die „Klagepaten“ an. (6) Hat der widerspenstige Schuldirektor in Rathenow, als Staatsdiener, seine Pflicht verletzt? Grundsätzlich muss ein Beamter zwar tun, was der Vorgesetzte verlangt. Aber es gibt Grenzen, wie die Juristin Karin Metzler-Müller in einem Kommentar zum Beamtenstatusgesetz klarstellt (7): „Der Beamte ist von seiner Gehorsamspflicht ausnahmsweise befreit, wenn sich die Anordnung zum Zeitpunkt ihres Erlasses als offensichtlich und in schwerwiegender Weise rechtswidrig erweist.“ Läuft es nicht der Menschenwürde nach Artikel 1 des Grundgesetzes zuwider, etwas völlig Unsinniges in aller Öffentlichkeit auf Geheiß einer Obrigkeit tun zu müssen? Greift ein Zwang, sein Gesicht verhüllen zu müssen, nicht in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit ein? „Kindeswohl kommt vor Maskenzwang“, so betont der suspendierte Schulleiter in einem Telefoninterview am 15. August. Was ist von einem Regime zu halten, das andere Prioritäten setzt? „In letzter Zeit“, so bekennt Frank Gens, „habe ich immer mehr den Eindruck, dass ich wieder in der alten DDR-Zeit angekommen bin, die ich eigentlich hinter mir lassen wollte.“ Übrigens: Im gesamten Bundesland Brandenburg fiel am Tag von Gens´ Interview EINE EINZIGE Neuinfektion auf. Das Gesundheitsministerium in Potsdam wird hiermit gebeten, den Taschenrechner zu zücken: Welches Risiko trägt irgendeiner der 24.000 Rathenower, einem der 27 bestätigten aktuell Infizierten unter 2,5 Millionen Brandenburgern zu begegnen? Diese verteilen sich über eine Fläche von knapp 30.000 Quadratkilometern – während Rathenower sich überwiegend auf einem Stadtgebiet von 113 qkm aufzuhalten pflegen. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein Rathenower dabei ansteckt, mit oder ohne Maske? Daraufhin schwer erkrankt? Und am Ende die Fake-Statistik der sogenannten „Corona-Toten“ aufbläht - weswegen er sich am Mobbing gegen covidiotische Schulleiter leider nicht mehr beteiligen kann? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Siehe z.B. hier: https://www.welt.de/regionales/berlin/article213590794/Schulleiter-wendet-sich-gegen-Maskenpflicht.html; https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/brandenburg-schulleiter-in-neuruppin-wendet-sich-gegen-maskenpflicht-schulamt-schreitet-ein; https://www.t-online.de/region/id_88400702/schulleiter-wendet-sich-gegen-maskenpflicht.html (2) Siehe z.B. https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Neuruppin/2; https://www.rnd.de/panorama/schulleiter-hebt-maskenpflicht-an-grundschule-auf-behorde-bremst-ihn-aus-DWGT2WJMW5C3PK6E6KBJ3Z7XGU.html; https://www.n-tv.de/panorama/22-31-Schulleiter-stellt-sich-gegen-Maskenpflicht-Behoerde-schreitet-ein--article21626512.html; https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/08/maskenpflicht-schulamt-neuruppin-schulleiter-rathenow.html; https://www.news4teachers.de/2020/08/mehrere-schueler-in-brandenburg-haben-sich-mit-corona-angesteckt/ (3) https://www.welt.de/politik/deutschland/article208075525/Corona-Kitas-und-Grundschulen-vollstaendig-oeffnen-uneingeschraenkt.html; https://infekt.ch/2020/04/schulen-schliessen-hilfreich-oder-nicht/ (4) https://www.focus.de/familie/eltern/mehrere-verfahren-klagen-gegen-maskenpflicht-und-corona-regeln-nrw-eltern-gehen-auf-die-barrikaden_id_12315005.html; https://www.n-tv.de/politik/Widerstand-gegen-Masken-an-Schulen-waechst-article21972721.html; https://www.nachrichtenspiegel.de/2020/08/10/strafanzeige-wegen-einfuehrung-der-maskenpflicht-fuer-schulkinder-wider-den-versuch-der-entmuendigung-und-traumatisierung-einer-ganzen-gesellschaft/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+NachrichtenspiegelOnline+%28Der+Nachrichtenspiegel%29 (5) https://www.havelland.de/coronavirus/, abgerufen am 16.8.2020. (6) klagepaten.eu, https://ift.tt/30V2tlZ; https://www.facebook.com/KlagePATEN/ (7) 13. Aufl. 2014, https://www.amazon.de/Beamtenstatusgesetz-Kommentar-Karin-Metzler-M%C3%BCller/dp/3829311214

  • „Containment Scouts“ - Schnüffelarmee für das Hygieneregime

    Über 11.000 Bürger wollen dem Robert-Koch-Institut helfen, „Verdächtige einzuordnen“. Ihr Eifer weckt beklemmende Assoziationen. Kalt den Rücken hinunter läuft es Geschichtsbewussten, wenn sie diese Erfolgsmeldung des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf sich wirken lassen: Kaum hatte es nach ehrenamtlichen Vollzeithelfern „mit ausgeprägter Motivation“ suchen lassen, da meldeten sich an einem einzigen Wochenende über 11.000 Freiwillige. So einen Riesenandrang habe man noch nie erlebt, staunten ein „begeistertes“, ja „überwältigtes“ RKI sowie das Bundesverwaltungsamt, das die Stellen ausgeschrieben hatte. (1) Hätte das RKI die Personalsuche nicht nach drei Tagen eingestellt – womöglich wären Hunderttausende Schlange gestanden. Wofür eigentlich? Es winken Einsätze als sogenannte „Containment Scouts“ für Gesundheitsämter, was Google mit „Eindämmungspfadfinder“ übersetzt. Aha. Und deren Job besteht worin genau? „Scouts“, so erläutert das RKI, sollen „Covid-19-Patienten zu möglichen Kontaktpersonen“ telefonisch befragen, diese „kontaktieren und einordnen“. Darüber hinaus fallen „sonstige Aufgaben im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung und des Kontaktpersonenmanagements“ an, „unter anderem Falleingabe in entsprechende Software“. Dieses Stellenprofil ist schwammig, also ausbaufähig. Weshalb sollten „Personennachverfolger“, zumal „ausgeprägt motivierte“, bloß ein bisschen herumtelefonieren? Sie könnten doch laufend vor Ort nach dem Rechten sehen; die Bereitschaft von Zielpersonen erkunden, sich testen, impfen und behandeln zu lassen; Kontaktpersonen erschnüffeln; Verdächtigen unauffällig folgen; die strikte Einhaltung von Quarantäneauflagen überwachen, auch unangemeldet; Widerspenstige an Regelverletzungen hindern, damit sie nicht, unabsichtlich oder böswillig, weitere „Infektionsketten“ auslösen; bei Verstößen fotografische und filmische Beweismittel sichern; irgendwann auch Impfnachweise kontrollieren; Abweichler jeglicher Art bei Polizei, Gesundheits- und Ordnungsämtern anschwärzen. Wieso eigentlich nicht? Muss „Eindämmern“ nicht jegliche Art von Gefahrenabwehr erlaubt sein, sobald Notstand herrscht, weil es „um Leben und Tod geht“ (NRW-Ministerpräsident Armin Laschet)? Für eine solche Corona-Bürgerwehr gab Dänemarks Parlament Mitte März grünes Licht – mit den Stimmen aller Fraktionen (s. unser Post vom 21. März). Erst einmal angeheuert und eingewiesen, könnten solche „Scouts“ weitere Sicherheitsdienste übernehmen, für welche der Polizei das Personal fehlt – ähnlich wie heute bereits private Auftragnehmer mithelfen, an Parksünder Knöllchen zu verteilen oder Raser zu überführen. Warum sollten „Containment Scouts“ nicht überprüfen, ob jedermann zu Ortungszwecken stets sein Handy mit sich führt, und zwar durchgängig eingeschaltet, mit installierter Tracking-App? In der Volksrepublik China ist dies bereits Pflicht – warum nicht auch bei uns? „Das ist totalitär, aber auch sehr effektiv“, meint das Digital Society Institute in Berlin. (2) Warum sollten „Scouts“ nicht die Zugangskontrolle zu öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln übernehmen, ja zu Plätzen und Räumlichkeiten jeglicher Art, an denen mehr als zwei fremde, potentiell infektiöse Menschen zusammenkommen? Eintritt nur bei Stempel im Impfpass! Warum sollten ehrenamtliche „Eindämmer“ nicht mittels Thermometer und Virenschnelltest gleich an Ort und Stelle für Klarheit sorgen? Warum sollten sich technisch Versierte nicht eine Sondereinheit bilden, die defekte Überwachungskameras und abgestürzte Drohnen ruckzuck wieder instandsetzt? Warum sollten „Containment Scouts“ nicht mithelfen, die seuchenartige Verbreitung von Fake News einzudämmen – indem sie Verdächtige in deren Social-Media-Accounts, Blogs und Homepages bespitzeln, dort Contra geben, auf wirklich seriöse, vom Wahrheitsministerium nach Faktencheck freigeschaltete Quellen hinweisen und per Screenshots Beweise dafür sichern, dass da jemand subversiv die staatliche Aufklärung zu hintertreiben trachtet? Nebenbei dürfte so ein Projekt auch der psychischen Volksgesundheit zugute kommen: Wer im „Scouting“ endlich eine sinnvolle, erfüllende, beglückende Lebensaufgabe findet, kommt womöglich ohne Psychotherapie aus und kann seine Antidepressiva absetzen. Vorbilder gibt es. Bürgerwehren, als ehrenamtliche „Sicherheitswacht“, entstanden an vielen Orten nach den massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln in der Silvesternacht 2015/16. Binnen anderthalb Monaten bildeten sich allein in Niedersachsen spontan 31. Viele wurden daraufhin von der örtlichen Polizei beauftragt, Streife zu laufen und nach dem Rechten zu sehen; dafür stattete sie die Sicherheitswächter sogar mit besonderen Uniformen, Funkgeräten und Pfefferspray aus. Zwar kommen Bürgerwehren juristisch keine besonderen Befugnisse zu – aber sobald der „Krieg“ gegen einen unsichtbaren, allgegenwärtigen Feind beginnt, Notstand herrscht und Infektionsschutzgesetze selbst die elementarsten verfassungsmäßigen Grundrechte aushebeln können, lässt sich natürlich auch der Status freiwilliger Helfer aufwerten. Faktisch, noch ohne offiziellen Auftrag und vorerst unorganisiert, sind solche Bürgerwehren in der Corona-Krise längst im Einsatz – schnüffelnd, pöbelnd, denunzierend. „Für den Fall einer Ausgangssperre in Deutschland müssten sich die Behörden über die Durchsetzung keinen Kopf machen“, kommentiert der taz-journalist Tobias Schulze treffend. „Eine Armada von Hobby-Epidemiologen stünde bereit, um den Gesundheitsämtern Verstöße gegen das Ausgangsverbot zu melden. Die antiviröse Bürgerwehr hat ihre Arbeit präventiv ja schon aufgenommen: Auf Facebook und Twitter ereifert sich ein digitaler Mob über Menschen, die trotz der Corona-Krise gelegentlich ihr Zuhause verlassen und Freizeit unter freiem Himmel verbringen. Die Social-Distance-Army gefällt sich in Belehrungen, Beleidigungen und Befehlston – und hat dabei jedes Gefühl für Umgangston und Verhältnismäßigkeit verloren.” Wie weit ist es von hier aus noch bis zu den „informellen Mitarbeitern“ der Stasi, zu den Spitzelnetzwerken von SS und Gestapo, zu Chinas bezahlten Denunzianten im Rahmen seines „Sozialkredit“-Punktesystems? Selbst wenn demnächst der Anschein eines freiheitlich-demokratischen Alltags zurückkehren sollte: Die nächste Pandemie kommt bestimmt. Sie könnte pathogener sein. Sie könnte tödlicher sein. Sie könnte länger dauern. Womöglich hört sie gar nicht mehr auf. Wer würde davon profitieren? Die Corona-Krise 2020 beschert ihm einen höchst aufschlussreichen Feldversuch, der ihm hilft, den nächsten Anlauf zu optimieren. Wie groß wäre der künftige Rückhalt einer solchen Schnüffeltruppe in der Bevölkerung? Wie viele Bürger würden deren Treiben billigend in Kauf nehmen - oder gar aktiv mitmachen? Die Stasi hatte es bis 1989 auf 91.000 hauptamtliche und bis zu 190.000 „informelle“ Mitarbeiter gebracht: rund 1,6 % aller DDR-Einwohner. Bei einem totalitären Regime hingegen, das Krieg gegen eine „Jahrhundert-Pandemie“ führt, tippe ich auf weitaus mehr. 95 % aller Bundesbürger finden, laut ZDF-„Politbarometer“, die staatlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus „gerade richtig“ oder fordern gar, sie „müssten noch härter ausfallen“; ebenso viele bewerten die geltenden Ausgangs-/Kontaktbeschränkungen als „angemessen“. 89 % bescheinigen der Regierung „ gute Arbeit“. Wie wird aus einer zeitweiligen faschistoiden Hygienediktatur, die sich auf derart traumhafte Zustimmungsquoten stützen kann, eine dauerhafte? Indem sie die Urängste, die sie erfolgreich geschürt hat, wach hält. Dafür eignen sich unsichtbare Bedrohungen, über deren Ausmaß und Abwehr nur Experten Bescheid wissen, geradezu perfekt. Es genügt ein Virus, das nur besiegt SCHEINT, tatsächlich aber, einer tickenden Zeitbombe gleich, weiter in uns schlummert; ein Virus, das die Welt nie mehr los wird; ein Virus, das demnächst womöglich in einer weiteren "Welle“ über uns hereinbricht; ein Virus, das sich tatsächlich nur durch fortdauerndes, strikt befolgtes „Social Distancing“, einschließlich Versammlungsverboten, und regelmäßig wiederholte Impfungen eindämmen lässt. Andernfalls rottet der Killerkeim die Risikogruppen samt unserer Oma aus, und wer will daran schon mitschuldig sein? Wem es gelingt, mit Hilfe der Heiligen Kuh Wissenschaft ein solches Horrorszenario „evidenzbasiert“ aufrechtzuerhalten, der darf sich geradezu nordkoreanischer Mehrheitsverhältnisse sicher sein: einer Neun-Zehntel-Mehrheit von braven, uneingeschränkt kooperativen, allzeit wachsamen Bürgern, innig vereint im Endlosprojekt „Wir gegen das Virus“. Diese düsteren Aussichten hat die Zeitenwende namens „Corona-Krise“ jedem, der sehen will, überdeutlich vor Augen geführt. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Zur Stellenausschreibung des Robert-Koch-Instituts und der Resonanz darauf: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Stellen/Containement_Scout.html; https://www.tbd.community/de/j/robert-koch-institut-containment-scouts; https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-rieseninteresse-an-rki-ausschreibung-11-000.1939.de.html?drn:news_id=1113797 (2) https://www.welt.de/wirtschaft/plus207019245/Sandro-Gaycken-Das-ist-totalitaer-aber-es-war-auch-sehr-effektiv.html; https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article207266597/Corona-Apps-Oekonom-Ockenfels-raet-zu-Zwangsinstallation.html)

  • Infiziert? Ab ins Lager!

    Erschütternd: Immer mehr Regierungen sperren vermeintlich Infizierte, und vorsichtshalber auch verdächtige Kontaktpersonen, in sogenannte „Quarantäne-Camps“. Kritiker sprechen von Corona-Konzentrationslagern. Wer noch immer nicht begreift, auf welche Zukunft die Coronakrise hinausläuft, der sollte nach Neuseeland blicken – einem Land, das bislang als gefestigte Demokratie galt. Der dortigen Regierung genügt es nicht mehr, dass positiv auf SARS-CoV-2 Getestete sich zu Hause selbst isolieren. Weil sie daheim Mitbewohner und Besucher anstecken könnten, werden sie nun zwangsweise außerhalb untergebracht – in sogenannten „Quarantäne-Camps“. (1) Dazu werden Kongresszentren, Hotels und Stadien umfunktioniert. (2) Es handle sich um regelrechte Covid-Konzentrationslager, so empören sich entsetzte Kritiker. Gefängnisse auf Zeit sind die „Camps“ auf jeden Fall. Widerspruch ist aussichtslos, kein Anwalt kann helfen. Die Haft dauert mindestens zwei Wochen. Kein ordentliches Gerichtsverfahren geht ihr voraus. Nach vierzehn Tagen endet sie nur bei guter Führung. Wie der neuseeländische „Generaldirektor für Gesundheit“, Ashley Bloomfield, bei einer Pressekonferenz bekannt gab, gelte die obligatorische Quarantäne sowohl für neu Infizierte als auch für Verdachtsfälle unter engen Familienmitgliedern. Diese Vorgehensweise zeige, „wie ernst wir es meinen, wenn es darum geht, das Risiko einer andauernden Übertragung zu begrenzen. (…) Das wird uns dabei helfen, eine weitere unbeabsichtigte Ausbreitung zu vermeiden.“ (3) „Ständig überwacht“ Wie eine solche Quarantäne aussieht, erläuterte Jacinda Ardern, seit Herbst 2017 Neuseelands 40. Premierministerin, ihrem Volk in einer Videobotschaft. Jede einzelne Aktivität in diesen Lagern werde überwacht. Wer sich weigert, sich testen zu lassen, werde gezwungen, über längere Zeit im Camp zu bleiben. „Damit sind wir die Strengsten der Welt“, verkündete die Regierungschefin stolz. „Es gibt Länder, die eine Selbstisolierung fordern - wir gehen noch einen Schritt weiter. Wenn sich jemand in einen gemeinsam genutzten Raum begibt oder frische Luft schnappen will, so darf er das nicht alleine. Ob er sich nun in einem Raum aufhält, ihn verlässt oder ins Freie geht – er wird ständig überwacht. Wir haben Millionen von Dollar investiert, um dies zu ermöglichen. (…) Was tun wir mit Menschen, die sich nicht testen lassen wollen? Das können sie jetzt nicht mehr. Solange sich jemand weigert, lassen wir ihn nicht nach zwei Wochen wieder frei – er muss für weitere 14 Tage in der Quaranäneeinrichtung bleiben.“ (4) Auf welchen äußersten Notstand reagiert die Regierung derart drastisch, mit verfassungswidriger Freiheitsberaubung? Seit dem 28. Februar, als in Neuseeland der erste Corona-Fall aktenkundig wurde, verzeichnet die einstige britische Kolonie gerade mal 22 (!) Covid-19-Todesfälle (5) – das sind im Schnitt weniger als 3 (!) pro Monat. Die offizielle Anzahl „aktiver“ Fälle in dem südpazifischen Inselstaat lag am 24. August bei 123 – wobei „‘aktiv‘ nicht bedeutet, dass die Betreffenden ansteckend sind“, wie das Gesundheitsministerium auf seiner Website selbst einräumt. Es heißt lediglich, dass sie „labordiagnostisch bestätigt“ sind - ein positives Testergebnis liegt vor. Nur zehn (!) „Aktive“ werden momentan in Krankenhäusern behandelt. (6) Seit Jahresanfang haben über 700.000 Tests bloß 1339 „bestätigte Fälle“ ergeben – eine Positivenrate von lächerlichen 0, 19 %. (7) Dabei verwendet Neuseelands Gesundheitsministerium den Begriff der „Covid-19-Infektion“ auf eine Weise, die seine fachliche Inkompetenz aufs Peinlichste bloßstellt. Anscheinend weiß es noch nicht einmal, dass das „d“ in „Covid-19“ für „disease“ steht – für eine KRANKHEIT. Corona-„infiziert“ zu sein besteht aber in vier von fünf Fällen darin, KEIN Patient zu sein, sondern symptomfrei zu bleiben, putzmunter und kerngesund. Ebensowenig sind alle positiv Getesteten „infiziert“ – der PCR-Test reagiert bei ihnen womöglich bloß auf ein Genomschnipsel, das auch nach überstandener Erkrankung noch bis zu fünf weitere Wochen lang im Körper verbleiben kann. Und selbst wenn es sich um ein aktives SARS-CoV-2 handeln würde, besagt der Test nichts über die „Viruslast“: die Menge der Erreger. Es müssten Abermillionen sein, um eine Person krankzumachen und auf seine Umgebung überzuspringen. Vier Erkrankte, null Tote rechtfertigen ein Notstandsregime? Obwohl der vermeintliche Killerkeim kaum ein Land mehr verschonte als Neuseeland, entwickelte die Regierung von Anfang an einen brennenden Ehrgeiz, sich in puncto Seuchenschutz von niemandem überbieten zu lassen. Seit dem 19. März 2020, gerade mal drei Wochen nach dem ersten Corona-Fall, schloss sie die Grenzen für neu Einreisende aus dem Ausland. (8) Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete das Land gerade mal 49 Bürger mit positivem Test auf SARS-CoV-2. Von der internationalen Studienlage ausgehend, dürften 40 von ihnen gar keine Symptome entwickelt haben, weitere 5 bloß milde. Verstorben war bis zum 19. März noch KEIN EINZIGER. Vier Erkrankte und NULL Tote rechtfertigen ein Notstandsregime? Im Ernst, Frau Ardern? Zwei Tage später, am 21. März, gab die Premierministerin bekannt, von nun an komme ein Warnsystem zum Einsatz, um die Corona-Epidemie zu bekämpfen. Angelehnt an Neuseelands schon eingeführtes Buschfeuer-Warnsystem, sieht es vier mögliche Einstufungen vor. (9) Stufe 1 entspricht der geringsten Gefahr, Stufe 4 der höchsten. Ardern rief zunächst Stufe 2 aus. Nachdem alle 16 Regionen Neuseelands vereinzelte Infektionen meldeten, proklamierte die Regierung schon am 25. März die Stufe 4; vom 26. März an galt diese für mindestens vier Wochen. Zielvorgabe war es, das Virus „vollständig zu eliminieren“. Dazu wurden strikte Verbote verhängt, verbunden mit empfindlichen Strafen. Sämtliche Einwohner mussten zuhause bleiben; in jedem Haushalt war es bloß einer einzelnen Person erlaubt, für lebensnotwendige Besorgungen die Wohnung zu verlassen. Alle Bildungs- und öffentlichen Einrichtungen waren geschlossen. (10) Am 8. April 2020 hatte Neuseeland die weltweit NIEDRIGSTE Todesrate von COVID-19-Infizierten zu verzeichnen: 0,1 %. (11) Davon begeistert, zogen sich zahlreiche US-Milliardäre nach Neuseeland zurück, darunter der Großinvestor Peter Thiel und der Filmproduzent James Cameron. (12) Am 27. April senkte die Regierung die bisherige Warnstufe 4 auf 3 ab – vorerst für zwei Wochen. (13) Damit lockerte sie den strikten Lockdown; Abstandsregeln galten allerdings weiterhin. Neuseelands rund 400.000 Arbeitnehmer unter den fünf Millionen Einwohnern konnten nun ihre Arbeit wieder aufnehmen. Gaststätten und Restaurants durften zumindest Take-away-Produkte anbieten. In einigen Schulen fand wieder Unterricht statt. Größere Veranstaltungen blieben jedoch verboten, Einkaufszentren und Außengrenzen blieben geschlossen. (14) Am 4. Mai 2020 war die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit Wochen auf null gesunken. (15) Fünf Wochen später, am 8. Juni 2020, gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass die letzte bekannte Corona-Patientin seit 48 Stunden symptomfrei sei und daher als geheilt gelte. Daraufhin wurden sämtliche Einschränkungen wie Abstandsgebote oder Veranstaltungsbeschränkungen aufgehoben; lediglich die strengen Einreisebestimmungen blieben in Kraft. (16) Am 30. Juni 2020 trat David Clark, der damalige Gesundheitsminister Neuseelands, von seinem Amt zurück. Als Gründe hierfür gab er die Kritik am Kurs des harten neuseeländischen Lockdowns und sein eigenes Fehlverhalten an, weil er entgegen geltender Regeln mit seiner Familie einen Badeurlaub am Strand verbracht hatte. (17) Alle Infizierten wegsperren – notfalls mit Gewalt Nach 102 Tagen ohne Neuinfektionen meldete die Stadt Auckland Mitte August ein neues „Coronacluster“, mit 17 Trägern des Virus; einen von ihnen hatten infizierte Freunde und Verwandte besucht. (18) Einen Tag später war das Cluster auf 29 Personen angewachsen; zwei davon hatten das Virus offenbar bereits 200 km nach Süden getragen, in die Kleinstadt Tokorea. (19) Obwohl in ganz Neuseeland seit dem 6. Mai NIEMAND mit Covid-19 verstorben war, beschloss die Regierung nun, Alarmstufe 3 auszurufen, ganz Auckland mit 1,6 Millionen Einwohnern unter Quarantäne zu stellen – und Corona-KZs einzurichten, um dort ALLE „Infizierten“ wegzusperren, notfalls gewaltsam. Denn „der jüngste Ausbruch droht die wirtschaftliche Erholung zu behindern“, erklärte Premierministerin Jacinda Ardern. (20) Am 12. August warf der Oppositionsführer im neuseeländischen Parlament der Regierung vor, sie habe den angeblichen „Ausbruch“ inszeniert. (21) Ansonsten ist in dem Inselstaat weiterhin kaum jemand durch Widerrede und Verweigerung auffällig geworden. Zwar habe es „seitens der (von der Zwangsquarantäne in Corona-Camps) betroffenen Familien anfangs eine gewisse Abneigung gegeben“, räumte Neuseelands „Director-General of Health“ Ashley Bloomfield ein. Diese sei aber „nicht von Dauer“ gewesen. (22) Wie der Gesundheitssprecher der National Party, Shane Reti, betonte, stehe er voll hinter dem Kurs der Regierung. „Ich habe mich vergewissert, dass sie rechtlich dazu befugt ist“. Ein Corona-Camp „könnte der sicherste Ort für Sie, Ihre Familie und Ihre Gemeinde sein“. (23) Der „sicherste“ Ort muss freilich nicht der erholsamste sein. Wie die Tageszeitung „The Guardian“ berichtete, stehen Neuseelands Isolations- und Quarantäneeinrichtungen unter „extremem Stress“, weil Riesenandrang herrscht, seit alle Rückkehrer von Auslandsreisen routinemäßig dorthin verfrachtet werden. (24) Gegenwehr scheint in Neuseeland derart selten vorzukommen, dass jeder, der sie noch zu leisten wagt, prompt zum Medienstar wird. Für Schlagzeilen sorgte ein 50-jähriger Campinsasse, der nach zwei negativen (!) Corona-Tests einen 1,80 Meter hohen Zaun durchschnitt, um in einem nahegelegenen Spirituosengeschäft einzukaufen. Nach einer halben Stunde kehrte er brav zurück. Sofort wurde er in Polizeigewahrsam genommen und am nächsten Tag einem Richter vorgeführt. (25) Im vielbeachteten „Demokratie-Index“ der Economist Intelligence Unit (EIU), eines weltweiten Beratungsunternehmens, belegte Neuseeland 2019 noch den vierten Platz. (Erster wurde Norwegen, 167. und damit letzter Nordkorea.) (26) Seine Topplatzierung dürfte es 2020 nur deshalb behalten, weil sich so gut wie alle Mitkonkurrenten ebenfalls vom Staatsideal der Volksherrschaft verabschieden. Ein totalitäres Projekt macht Schule Ein Patent auf Corona-Konzentrationslager kann Neuseeland ärgerlicherweise nicht mehr anmelden. Andere waren schneller. Vorreiter spielte erwartungsgemäß die Volksrepublik China. Zunächst rund um Wuhan, dann auch in anderen Regionen wurden Mietskasernen und leerstehende Fabrikgebäude, Gästehäuser und Sporthallen im Nu zu Quarantäne-Gefängnissen. Dort mit Infizierten zusammengepfercht wurden Menschen ohne die geringsten Symptome bereits dann, wenn sie irgendwie „Kontakt“ zu Covid-19-Patienten hatten. Als eines dieser Gebäude, ein 80-Zimmer-Hotel in der Küstenstadt Quanzhou, Anfang März einstürzte, kam über die 70 Menschen, die zwischen den Trümmern eingeschlossen waren, ans Licht: Unter ihnen gab es keinen einzigen konkreten Verdachtsfall. Alle Bewohner seien negativ getestet worden, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. (27) Für infizierte Rückkehrer aus der Wuhan-Region eröffnete Indien bereits am 13. März ein „Quarantänecamp“ in Delhis Stadtteil Chhawla. (28) Aus einem staatlichen Quarantänelager im Osten Hongkongs berichtete eine zwangsinternierte CNN-Reporterin Anfang April: Dort seien „sind etwa 100 provisorische Ein-Zimmer-Häuser in ordentlichen Reihen auf einem Sportplatz im Freien errichtet worden, umgeben von hohen gelben Barrieren, in denen jeder untergebracht ist, von dem das Gesundheitsministerium entscheidet, dass er isoliert werden muss, nachdem er mit einer Person in Kontakt gekommen ist, die positiv auf Coronavirus getestet wurde.“ Angenehm überrascht war sie von der „Freiheit, draußen zwischen den Hüttenreihen herumzulaufen - natürlich mit Maske -, um frische Luft zu schnappen und sich zu bewegen, anstatt zwei Wochen lang in einem einzigen Raum eingesperrt zu sein. Die Häftlinge können sogar miteinander reden, obwohl es rund um das Lager Schilder gibt, die uns raten, ‚Versammlungen zu vermeiden‘, um "die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern". (29) Covid-19-verdächtige illegale Einwanderer sperrt Griechenland auf der Insel Lesbos seit April zeitweilig in spezielle Infiziertenlager ein, damit das Virus nicht in normalen Migrantenlagern um sich greift. Ende Juli traf ein Journalist dort 162 Zwangsisolierte an. „Die Wohn- und Hygienesituation in den Quarantänecamps ist katastrophal und erhöht das Risiko von Covid-19-Ausbrüchen. Es ist verachtenswert, dass Migranten gezwungen werden, in diesen gesundheitsschädlichen Bedingungen zu leben.“ (30) Selbst die Vereinigten Staaten machen mit bei dieser Art von „Seuchenschutz“. Bereits im Februar genehmigte das Verteidigungsministerium, militärische Einrichtungen zur Quarantäne von aus Übersee heimkehrenden Amerikanern zu nutzen, insbesondere von Evakuierten aus Wuhan und Passagieren des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“. Bei einem „Faktencheck“ Mitte August bestätigte die Tageszeitung USA Today die Existenz von 15 solcher Basen. (31) „Wichtig“ zu betonen fand sie, dass die Aufenthalte dort selbstverständlich bloß „zeitweilig“ seien; „nach Einhaltung der 14-tägigen Quarantäne“ werde man selbstverständlich wieder „freigelassen“ – so als wäre Freiheitsberaubung ein staatliches Kavaliersdelikt, solange sie bloß ein kurzes Weilchen stattfindet. Vietnams Quarantänelager: „Wie im Urlaub“? Bereits im März rüstete Vietnam 145 Hotels zu Haftanstalten für „Infizierte“ um. (32) Weitere Quarantänelager betreibt seither die vietnamesische Armee. (33) Schon bis Ende März wurden rund 50.000 Menschen aus über 95 Millionen Einwohnern dorthin geschafft, obwohl das Land bis dahin bei über 30.000 Tests erst 148 Infektionen verzeichnete – und KEINEN EINZIGEN Corona-Todesfall. (34) Bis Ende Juli hatte der Killerkeim noch immer NULL Vietnamesen ins Grab befördert und gerade mal 412 infiziert. (35) Wie es sich in einem solchen Camp lebt, lässt die Nachrichtenagentur Reuters einen auskunftsfreudigen Studenten namens Nguyen Ha My schildern: Natürlich könne „kein Ort wie ein Zuhause sein. Aber hier fühle ich mich sicher. Die Soldaten hier sind sehr fürsorglich. Sie gaben mir Shampoo, Duschgel und sogar Toilettenpapier. Im Quarantänelager ist es wie im Urlaub. Kostenloses Wi-Fi, kostenlose Mahlzeiten, kostenlose Gesichtsmasken. Nur ein kleiner Herzinfarkt, falls einer der Mitbewohner hustet." (36) Hingegen hielt sich die Begeisterung bei vier chinesischen Campinsassen offenbar in Grenzen: Unbefugt kletterten sie über die Mauer eines Quarantänelagers und türmten. Daraufhin schrieb die vietnamesische Polizei sie zur Fahndung aus. Sie veröffentlichte deren Namen und Porträtfotos, so als gelte es, entlaufene Schwerstkriminelle einzufangen. (37) Wie zumindest die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ anzumerken wagt, ist der gesamte Infektionsschutz des vietnamesischen Staats „auf Unterdrückung aufgebaut“. (38) Erbärmliche Verhältnisse in Nepals Corona-KZs Nahezu zeitgleich mit Vietnam richtete auch der Himalayastaat Nepal Quarantänelager für „Infizierte“ ein, die er bis heute betreibt. Dabei verstarb der erste Nepalese mit Covid-19 erst am 18. Mai; bis heute vermelden Gesundheitsbehörden unter 28 Millionen Einwohnern gerade mal 102 (!) „bestätigte“ Corona-Todesfälle. (39) Über die bedrückenden Verhältnisse in den Corona-Camps berichteten drei nepalesische Wissenschaftler Ende Juni in der Online-Zeitschrift „Rural and Remote Health“ (40): „Nachdem Indien am 24. März 2020 aufgrund des Coronavirus abgeriegelt worden war, kam es zu einem Massenexodus nepalesischer Wanderarbeiter. Angesichts der Zunahme von Infektionen in Indien beschloss Nepals Regierung Quarantänemaßnahmen. Schulen, Tempel und Hallen wurden in behelfsmäßige Quarantänelager umgewandelt. Angesichts des Mangels an Planung, Logistik und Infrastruktur befinden sich diese in einem desolaten und entmutigenden Zustand. Sie sind in einem Ausmaß überfüllt, das sichere Abstände verhindert. Nahrung, Unterkünfte, Hygiene und sanitäre Einrichtungen sind in einem beklagenswerten Zustand. Trampoline dienen als Behelfsbetten. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Latrinen, und das Abwassermanagement ist schlecht. Dies erhöht das Risiko weiterer Epidemien wie Malaria, Dengue und viszerale Leishmaniose, insbesondere in südlichen Lagern, die jährlich von der Monsunsaison betroffen sind. Zudem mangelt es völlig an grundlegenden Präventivmaßnahmen wie Moskitonetzen. Jeder Insasse erhält pro Tag einen Essenszuschuss von 178 nepalesischen Rupien – umgerechnet 1,50 US-Dollar. Die soziale Ächtung von Covid-19-Fällen nimmt rapide zu. Bewohner in der Nähe der Quarantänelager haben Bedenken geäußert und gegen diese Einrichtungen protestiert. Wer in den Lagern positiv getestet ist, wird stigmatisiert und schikaniert. Soziale Diskriminierung und mangelnde psychiatrische Versorgung führen häufig zu Konversionsstörungen, Panikattacken und Depressionen. Kürzlich erschien ein Bericht über Selbstmorde von positiv getesteten Patienten sowie über eine angebliche Gruppenvergewaltigung einer Frau in einem Corona-Camp in Nepal. Diese dunklen und verzweifelten Taten sind weitere Beispiele für den Zustand des physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens in Nepals Quarantänelagern inmitten einer globalen Krise.“ Erübrigt sich da nicht jeder weitere Kommentar? Wer solchen weltweiten Irrwitz nicht länger hinnehmen will, der weiß, wo er am 29. August sein sollte: in Berlin, zur Großdemonstration gegen die unsägliche Corona-Politik. Am 21. Juni 2018 ist Jacinda Ardern, Neuseelands Regierungschefin, Mama geworden: Sie brachte eine Tochter zur Welt. WELCHE Welt wünscht sie ihr? „Erschreckt und verzweifelt“ „Baff, erschreckt und verzweifelt waren Tina und Marco, nachdem sie den obigen Artikel über die Infektionsschutz-Exzesse in Neuseeland gelesen hatten. Dort leben sie seit Jahren. Und von dort schickten sie ein „Dankeschön, dass jemand auch mal über das geographisch so isolierte und gerne vom Weltgeschehen ausgeblendete Neuseeland berichtet - gerade, wo hier grundlos Dinge in einem Ausmaß geschehen, wie wir uns nie haben vorstellen können.“ „Dem Berichteten können wir leider nur zustimmen. Wir verfolgen die gesamte Corona-Berichterstattung sowohl in Deutschland als auch Neuseeland, und jeden Tag sind wir mehr baff, erschreckt und verzweifelt darüber, wie sich das alles entwickelt, gerade hier bei uns, wo mit harten Maßnahmen völlig ohne jegliche Legitimierung durchgegriffen wird. ‚Breaking News‘ in den hiesigen Medien sind es bereits, wenn beispielsweise an einem Tag nach Tausenden von Tests 3 (!) neue ‚Fälle‘ im Quarantänehotel nachgewiesen werden. Das Ganze wird vom Volk derart befürwortet und angefeuert, dass einem angst und bange wird.“ Zum KLARTEXT-Artikel machen Tina und Marco „eine kleine Anmerkung: Sie schrieben, dass die Regierung am 25. März Stufe 4 ausrief; Zielvorgabe war, das Virus vollständig auszulöschen. Zu Beginn des Lockdowns war die offizielle Strategie, wie im Rest der Welt, aber lediglich darauf aus, die Krankenhäuser vor dem Kollaps zu bewahren. ‚Flatten the Curve‘ lautete auch in Neuseeland das ursprüngliche Motto. Und nur, weil die Zahlen dann eben derart niedrig blieben, wurde dies eines Tages zur Eliminierungsstrategie abgewandelt, um die strengen Maßnahmen auch nur ansatzweise rechtfertigen zu können. Und daran hält die Regierung bis heute fest.“ „Genau, wie Sie berichten, werden diejenigen, die auch mal aus der Quarantäne ausbüchsen, in den Medien derart diffamiert und als Vorksgefährder dargestellt, dass es einfach nur noch unerträglich ist. Sie erwähnten das Beispiel eines Mannes, der im Spirituosengeschäft einkaufen ging. Tatsächlich gibt es aber auch noch einen gravierenderen Fall“: Im Juli war eine 37-jährige Mutter mit ihren vier Kindern – 12, 15, 17 und 18 Jahre alt - aus Brisbane/Australien angereist, weil ihr Mann - und Vater der Kinder – überraschend gestorben war, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. „Sie wollten zu seiner Beerdigung. Alle Fünf testeten NEGATIV, sie waren völlig gesund. Also beantragte die Familie eine Ausnahmegenehmigung, um frühzeitig aus der Quarantäne entlassen zu werden, damit sie es rechtzeitig zur Beerdigung schaffte. Die Mutter wollte ihren Kindern die Möglichkeit geben, ein letztes Mal den Körper des Vaters zu sehen, um mit seinem Tod irgendwie abschließen zu können.“ Sogar ein „Hygienekonzept“ erstellte die Mutter hierzu; einem Bericht des neuseeländischen News-Portals „Stuff“ zufolge handelte sie mit Hotelpersonal, Polizei und Sicherheitskräften der Armee aus, dass „die Leiche des Mannes in eine leere Einrichtung in der Nähe gebracht wird, wo die Familie die Leiche eine Stunde lang betrachten konnte“. Diesem Plan musste jedoch erst das Gesundheitsministerium zustimmen. Der Antrag wurde abgelehnt. Daraufhin türmte die verzweifelte Mutter mitsamt ihrer Kinder aus dem Hotel, in dem man sie eingesperrt hatte: Mit einer Gabel brach sie die Schlösser eines gesicherten Fensters auf, kletterte hinaus, half ihren Kindern über einen Zaun und floh. Alle wurden jedoch umgehend aufgespürt, eingefangen und einem Haftrichter vorgeführt. Was sich daraufhin vor einem Bezirksgericht in Auckland abspielte, ist eine kafkaeske Farce, wie sie vor der Coronakrise wohl nur in schlechten Komödien, gruseligen Science-Fictions und aberwitzigen Alpträumen zur Aufführung gekommen wäre. Der Anwalt der Mutter, ein gewisser Joseph Hamblett, plädierte nicht etwa auf Unschuldig – er beantragte eine „‘come-up-for-sentence-if-called-upon‘ order“ -, d.h. eine Bestrafung nur für den Fall, dass sie innerhalb eines Jahres „eines weiteren Verbrechens für schuldig“ befunden würde. Die Anklagevertretung betonte hingegen, beim Urteilsspruch müsse „Abschreckung und Anprangerung“ im Vordergrund stehen. Die Richterin, eine gewisse Frau Sainsbury, billigte der Angeklagten zu, Trauer habe ihr „Urteilsvermögen getrübt“; die negativen Covid-19-Tests der Familie hätten ihr „ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt“. Jedoch „haben wir eine Krise, die die gesamte Gemeinschaft bedroht. (…) Wir sind alle in Gefahr. Ich kann nicht erkennen, dass ein ‚Come-up-if-call-on‘-Urteil der Schwere dieser Angelegenheit angemessen ist", so befand Richterin Sainsbury. Es sei „wichtig, die Quarantänemaßnahmen in der Covid-19-Krise einzuhalten“. Woher weiß das die Dame eigentlich? Welche Maßstäbe für „Wichtigkeit“ legt sie an? Worin genau besteht für sie „die Krise“, worin die „Gefahr für uns alle“, worin die Aussagekraft der eingesetzten PCR-Tests, die den Ausschlag gaben? Könnte derzeit „ein falsches Gefühl“ von UNsicherheit das Urteilsvermögen von Richtern trüben? „Letzten Endes“, so berichten Tina und Marco, „verurteilte das Gericht die Mutter zu 14 Tagen Gefängnis, von denen sie wohl die erste Woche sogar in Isolationshaft verbrachte". Hier ein Artikel darüber. Nach Australien zurückgekehrt, standen der Mutter dort zwei weitere Wochen aufgezwungener Quarantäne bevor - obwohl sie weiterhin testnegativ, nichtinfektiös und kerngesund war. Liebe Tina, lieber Marco, Euer Entsetzen teilen wir. Vor Gericht gehören eher die politisch Verantwortlichen dieses unsäglichen, verfassungswidrigen Hygieneregimes, in Neuseeland wie anderswo auf diesem panikvirusverseuchten Planeten. Erst recht gehören vor Gericht: Richter, welche die Dritte Gewalt besinnungslos zum verlängerten Arm einer außer Rand und Band geratenen Exekutive verkommen lassen. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://greatgameindia.com/new-zealand-quarantine-camps/; https://www.newshub.co.nz/home/new-zealand/2020/08/coronavirus-all-new-zealand-s-confirmed-covid-19-cases-to-be-put-in-quarantine-facilities-from-now-on.html; https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-08-13/forced-isolation-may-be-the-only-way-to-stop-resurgence-of-virus; https://www.stuff.co.nz/life-style/love-sex/122542549/i-discovered-his-affair-during-lockdown-is-your-relationship-at-risk-in-a-covid-world (2) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-08-13/forced-isolation-may-be-the-only-way-to-stop-resurgence-of-virus (3) https://greatgameindia.com/new-zealand-quarantine-camps/ (4) Zit. nach https://greatgameindia.com/new-zealand-quarantine-camps (5) https://covid19.who.int/region/wpro/country/nz; https://www.health.govt.nz/our-work/diseases-and-conditions/covid-19-novel-coronavirus/covid-19-current-situation/covid-19-current-cases, abgerufen am 25.8.2020 (6) https://www.health.govt.nz/our-work/diseases-and-conditions/covid-19-novel-coronavirus/covid-19-current-situation/covid-19-current-cases (7) https://www.health.govt.nz/our-work/diseases-and-conditions/covid-19-novel-coronavirus/covid-19-current-situation/covid-19-current-cases, abgerufen am 25.8.2020. (8) WAZ: „Australien und Neuseeland schließen ihre Grenzen“, 19. März 2020, https://www.wz.de/politik/ausland/australien-und-neuseeland-schliessen-grenzen_aid-49636699 (9) Derck Cheng: „Coronavirus: PM Jacinda Ardern outlines NZ’s new alert system, over-70s should stay at home“, Nzherald, 21. März 2020, https://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=12318673 (10) Regierung von Neuseeland : „COVID-19 Alert System“, ohne Datum, https://covid19.govt.nz/covid-19/alert-system/alert-system-overview/, abgerufen am 25.8.2020. (11) „Protecting lives and livelihoods: the data on why New Zealand should relax its coronavirus lockdown from Thursday“, The Conversation, 17. April 2020, https://theconversation.com/protecting-lives-and-livelihoods-the-data-on-why-new-zealand-should-relax-its-coronavirus-lockdown-from-thursday-136242, abgerufen am 25.8.2020. (12) Mirjam Hecking: „US-Milliardäre suchen Schutz in Neuseeland“, Manager Magazin vom 20. April 2020, https://www.manager-magazin.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.manager-magazin.de%2Flifestyle%2Freise%2Fcoronavirus-us-milliardaere-fluechten-nach-neuseeland-a-1306400.html&ref=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2F, abgerufen am 25.8.2020. (13) Gesundheitsministerium von Neuseeland: „COVID-19 (novel coronavirus)“, 24. April 2020, https://www.health.govt.nz/our-work/diseases-and-conditions/covid-19-novel-coronavirus (14) Till Fänders: „Neuseelands Leben in der ‚Blase‘“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.4.2020, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/erfolgreich-aus-corona-krise-neuseelands-leben-in-der-blase-16745115.html. (15) Nach Badische Neueste Nachrichten, 5. Mai 2020, S. 10. (16) news.orf.at. ORF: „Letzte Patientin genesen: Neuseeland erklärt sich coronavirusfrei“, 8.6.2020, https://orf.at/stories/3168755/, abgerufen am 25.8.2020. (17) BBC News: „Coronavirus: New Zealand minister resigns after lockdown blunders“, 2. Juli 2020, https://www.bbc.com/news/world-asia-53259236, abgerufen am 25.8.2020. (18) The Guardian : "New Zealand PM says Covid-19 outbreak will 'get worse' as Auckland cluster grows ", 13. August 2020, https://www.theguardian.com/world/2020/aug/13/covid-19-may-have-been-circulating-in-new-zealand-for-weeks-as-fresh-case-emerges, abgerufen am 25.8.2020. (19) Eleanor Roy: "New Zealand Covid-19 outbreak: 13 new cases as virus spreads outside Auckland ", The Guardian, 14.8.2020, https://www.theguardian.com/world/2020/aug/14/new-zealand-covid-19-cases-all-linked-to-single-cluster-with-more-cases-expected, abgerufen am 25.8.2020. (20) https://www.youtube.com/watch?v=GBgSmcND2Tc; https://www.newshub.co.nz/home/new-zealand/2020/08/coronavirus-all-new-zealand-s-confirmed-covid-19-cases-to-be-put-in-quarantine-facilities-from-now-on.html, abgerufen am 25.8.2020. (21) https://twitter.com/i/status/1293416213750546432 (22) https://www.stuff.co.nz/life-style/love-sex/122542549/i-discovered-his-affair-during-lockdown-is-your-relationship-at-risk-in-a-covid-world (23) Zit. nach https://www.stuff.co.nz/life-style/love-sex/122542549/i-discovered-his-affair-during-lockdown-is-your-relationship-at-risk-in-a-covid-world (24) https://www.theguardian.com/world/2020/jun/28/new-zealands-covid-19-isolation-facilities-under-extreme-stress-review-finds (25) https://edition.cnn.com/2020/07/10/asia/man-escapes-quarantine-new-zealand-intl-scli/index.html (26) https://www.eiu.com/topic/democracy-index (27) https://www.tagesschau.de/ausland/china-quarantaene-hotel-einsturz-101.html (28) https://timesofindia.indiatimes.com/videos/city/delhi/covid-19-outbreak-life-in-indias-biggest-quarantine-camp/videoshow/74607290.cms (29) https://edition.cnn.com/2020/04/09/homepage2/hong-kong-coronavirus-quarantine-diary-intl-hnk/index.html (30) https://mare-liberum.org/de/news/quarantine-camps-high-risk-of-infection/ (31) https://eu.usatoday.com/story/news/factcheck/2020/08/09/fact-check-quarantine-sites-real-covid-19-claim-stretches-truth/5499196002/ (32) https://tienphongnews.com/145-hotels-in-vietnam-register-to-serve-as-quarantine-camps-15140.html (33) https://vovworld.vn/en-US/sunday-show/life-inside-vietnams-armyrun-quarantine-camps-854748.vov (34) https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-vietnam-quarantine/vietnam-quarantines-tens-of-thousands-in-camps-amid-vigorous-attack-on-coronavirus-idUSKBN21D0ZU (35) https://www.cnbc.com/2020/07/23/vietnam-zero-coronavirus-deaths.html (36) https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-vietnam-quarantine/vietnam-quarantines-tens-of-thousands-in-camps-amid-vigorous-attack-on-coronavirus-idUSKBN21D0ZU (37) https://tuoitrenews.vn/news/society/20200711/four-chinese-men-escape-from-covid19-quarantine-camp-in-southern-vietnam/55542.html (38) https://www.cnbc.com/2020/07/23/vietnam-zero-coronavirus-deaths.html (39) https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Nepal (40) https://www.rrh.org.au/journal/article/6240

  • Großdemo in Berlin: Verbot rechtens?

    Wenn Richter am 28. August entscheiden, ob das „Fest für Freiheit und Frieden“ tags darauf die Volksgesundheit gefährdet, können sie sich auf „vertrauenswürdige Quellen“ stützen: Amtliche Statistiken belegen, dass der Berliner „Tag der Freiheit“ am 1. August weder Arztpraxen noch Krankenhäuser noch Intensivstationen noch Friedhöfe gefüllt hat. Ein Verbot wäre unverhältnismäßig - was sonst? Darf der Staat die Großdemonstration am 29. August 2020 in Berlin verbieten, weil er zurecht befürchtet, dass dort massenhaft gegen Hygieneregeln verstoßen wird? Falls sie stattfindet: Darf er sie auflösen, sobald sich seine Befürchtung bewahrheitet? Ich kenne keinen einzigen „Corona-Leugner“, dem nicht einleuchtet: WÜRDE momentan ein echter Killerkeim über die Menschheit herfallen – einer wie die Pest oder Ebola, Hanta oder Lassa -, so ginge Gesundheit vor Versammlungsfreiheit. Jede Wette, selbst ein Michael Ballweg, ein Ken Jebsen würde dann mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Jeder trüge eine FFP3-Maske. Kein Bhakdi würde mit einem Buchtitel wie „Fehlalarm“ einen Bestseller landen. Jeder verstünde und befolgte Lockdowns, Quarantänen, Tracings. GÄBE es eine wahrhaftige Pandemie, die für Abermillionen Schwerkranke und Tote sorgt, so wäre der Applaus für Hardliner wie Söder und Spahn, Wieler und Geisel ebenso ungeteilt wie verdient. Jede Versammlung, erst recht jede Großdemonstration wäre tatsächlich ein irrwitziges Risiko. WÄRE die morgige Demo ein solches Risiko, falls ihr die Corona-Verordnung schnurz ist? Innensenator Geisel liegt bestimmt richtig mit seiner Vorahnung: Zu Regelverstößen wird es massenhaft kommen. Aber ist dies verfassungsrechtlich RELEVANT? Von „Infektionsschutz“ steht nichts im Grundgesetz. Nirgendwo steht dort, dass Menschen bloß dann im öffentlichen Raum friedlich zusammenkommen dürfen, wenn sichergestellt ist, dass sich dort niemand mit irgendetwas ansteckt. Eine Infektion ist keine Krankheit. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Füllt eine Infektionswelle so viele Arztpraxen, Intensivstationen und Gräber, dass ein Demonstrationsverbot VERHÄLTNISMÄSSIG wäre? Geisel hat ja recht: Man muss „abwägen, welches Gefahrenpotenzial für die Gesundheit der Teilnehmer, aber auch für andere Berliner und vor allem für die Polizisten besteht“. Die Richter, die eine solche Abwägung am Vortag vornehmen müssen, befinden sich in einer komfortablen Lage: Sie brauchen nicht über hypothetische schlimme Folgen zu spekulieren. Denn der Schaden ist von vornherein absehbar: Es gibt keinen, zumindest keinen medizinisch fatalen. Um dies festzustellen, brauchen Gerichte bloß einer einzigen Frage nachzugehen: Hat denn die vorausgegangene Demo vom 1. August Schreckliches angerichtet? Beeinträchtigte es die Volksgesundheit, dass mindestens Zehntausende einen halben Tag lang, dicht an dicht gedrängt, einander Tröpfchen und Aerosole voller Viren ins nackte Antlitz hauchten – und daraufhin unzählige suspekte Infektionsketten in Gang setzten? Haben sich in den vier Wochen, die seither vergangen sind, Schwarzmalereien im geringsten bewahrheitet? Dazu brauchen die Richter bloß sogenannte „vertrauenswürdige Quellen“ heranzuziehen: vom Robert-Koch-Institut (RKI) sowie von Statistik- und Gesundheitsämtern. Was für sie dabei zum Vorschein käme, steht in krassestem Widerspruch zu den offiziellen Verlautbarungen, mit denen Alarmisten aus Politik und Medien routinemäßig das Land verstören. Am Berliner "Tag der Freiheit" nahmen gewiss nicht bloß Zugereiste teil, sondern Tausende, wenn nicht Hunderttausende, die in Berlin wohnen. Was richteten diese „Covidioten“ seither an? Laut RKI trieben sich in der Bundeshauptstadt pro 100.000 Einwohner in der vorletzten Augustwoche 5,8 positiv Geteste mehr herum als in der Vorwoche des „Tags der Freiheit“, Ende Juli. (1, s. Tabelle) Das bedeutet: Wegen einer Handvoll zusätzlicher „Infizierter“, deren Bezug zur Großdemo in keinem einzigen Fall belegt ist, endet das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit? Kein politisch Verantwortlicher, kein Wieler, kein Drosten erklärt dem Volk, dass mehr Infizierte allein schon deswegen auffallen müssen, weil immer öfter getestet wird. In Berlin führten in der vorletzten Aprilwoche, der ersten vom RKI in einer wöchentlichen „Surveillance“ erfassten, knapp 12.500 Labore, Krankenhäuser und Arztpraxen rund 630.000 PCR-Tests auf SARS-CoV-2 durch; in der ersten Augustwoche lieferten rund 22.000 Zentren fast 4,5 Millionen Testergebnisse. Und warum schweigt Wieler bei öffentlichen Auftritten beharrlich über jene Zahl, auf die es beim Bewerten des Infektionsgeschehens am allermeisten ankommt: die „Positivenrate“, d.h. der Anteil Infizierter an sämtlichen Getesteten? Dieser Wert ist seit Ende April gravierend gesunken, kontinuierlich: von 8,3 auf 2,4 %. Und ja, auch SEIT dem 1. August hält dieser Trend an. (2) Wie viele Patienten mit positivem SARS-CoV-2-Test füllten seither Berliner Krankenhäuser? Am 1. August wurden dort 45 stationär behandelt - am 27. August waren es 46. (3, s. Tabelle) Wie viele davon mussten auf die Intensivstation verlegt werden? Dort lagen am 1. August 14 „Corona-Infizierte“ – am 27. August waren es 21. (3, s. Tabelle) Wie viele davon, bitteschön, waren am „Tag der Freiheit“ mitmarschiert, wobei sie anderen Teilnehmern unmaskiert auf die Pelle rückten? Wie viele waren Demonstranten zu nahe gekommen? Hätten Berliner Gesundheitsbehörden dies nicht sorgfältigst nachverfolgen und publizieren müssen, inmitten einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“? Alles in allem scheint SARS-CoV-2 in Berlin bislang sogar eher Leben gerettet als gekostet zu haben. Darauf deuten zumindest erfreuliche Zahlen aus dem Berliner Amt für Statistik hin. Demnach starben dieses Jahr bis Mitte Mai, also einschließlich dreier Pandemiemonate, in Berlin 706 Personen WENIGER als im selben Zeitraum 2019 – ein Rückgang von 5 %. (4, s. Abb.) Im Juni 2020, dem jüngsten ausgewerteten Monat, gingen beim Statistikamt deutlich WENIGER tägliche Sterbefallmeldungen ein als im Juni 2019. (5, s. Abb.) Setzt sich dieser Trend fort, dann platzt die Bundeshauptstadt bald aus allen Nähten, weil keiner mehr wegsterben mag. Wahrlich, „Corona ist viel gefährlicher als angenommen“, wie zumindest Medizin-Nobelpreisträger Markus Söder soeben auffiel. (6) Was übrigens „die Gefahr für die Polizisten“ betrifft, um die sich Innensenator Geisel ganz arg sorgt: Am besten, er erkundigt sich nach dem Schicksal jener 36 Polizisten, die vor einem Vierteljahr in einer Mainzer Altstadtkneipe eine feuchtfröhliche Party feierten. (7) Maske trug keiner. Die Sicherheitsabstände lagen eher im Zentimeterbereich. Meine Nachfrage beim Mainzer Polizeipräsidium ergab soeben verblüffenderweise: Alle leben immer noch. Und alle sind wohlauf. Keiner wurde krank. Von tödlich endenden Infektionsketten ist nichts bekannt. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Siehe nachfolgende Tabelle, nach den täglichen „Covid-19-.Lageberichten des Robert-Koch-Instituts, https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html, zuletzt abgerufen am 28.8.2020. (2) Siehe nachfolgende Tabelle, laut der wöchentlichen „SARS-CoV2-Surveillance“ des Robert-Koch-Instituts (https://ars.rki.de/Content/COVID19/Main.aspx, abgerufen am 28.8.2020. (3) https://www.berlin.de/corona/fallstatistik/, abgerufen am 28.8.2020; s. auch https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle, (4) https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2020/20-06-10.pdf, abgerufen am 9.8.2020. (5) https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/corona/pdf/DOSSIER_ZUR_CORONA-PANDEMIE_AfS_2020-08-27.pdf, abgerufen 28.8.2020 (6) https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Corona-ist-viel-gefaehrlicher-als-angenommen-article21963246.html https://www.fnp.de/rhein-main/corona-party-mainz-polizei-restaurant-coronavirus-regeln-kontaktverbot-strafe-bussgeld-zr-13771524.html; https://www.n-tv.de/panorama/50-Polizisten-sollen-fuer-Corona-Party-zahlen-article21988297.html

  • Zurück vom „Risikogebiet“

    Protokoll des denkwürdigen Tages, an dem meine Familie das „Covid-Testzentrum“ im Frankfurter Flughafen kennenlernte. „Neue Normalität“, Folge 1001. Vormittags fahre ich hundert Kilometer zum Frankfurter Flughafen, um Frau und Tochter abzuholen. Beide kehren aus der Ukraine heim, einem sogenannten „Risikogebiet“. Also stehen ihnen PCR-Tests bevor. Wieso? Weil dort binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner über 50 Neuinfektionen aktenkundig geworden sind. Bei 49 wäre ihnen die Schikane erspart geblieben. Um wie viel Milliardstel Prozent sänke dann ihr persönliches Risiko, wegen Covid-19 auf die Intensivstation oder gar ins Grab zu müssen – oder das Risiko ihrer hiesigen Kontaktpersonen, ein solches Schicksal zu erleiden? Noch rund 70 km vom Airport entfernt, passiere ich zwei riesige Schilderbrücken, welche die Fahrbahn überspannen. Auf beiden steht: „Aus Risikogebiet? Covid-Test!“ Ich staune. Wer sich das einfallen ließ, versteht offenbar erheblich mehr vom Errichten auffälliger Wechselverkehrszeichen als davon, was er sie anzeigen lässt. Das „d“ in „Covid“ steht für „disease“, Krankheit. Also gibt es neuerdings Corona-Tests, die verraten, ob wir krank sind? Um die üblichen PCR-Tests kann es sich dabei schwerlich handeln. Dass sie für Diagnosen ungeeignet sind, hat schon ihr Erfinder, der Chemie-Nobelpreisträger Kary Mullis klargestellt; dieselbe Einschänkung schreiben die Hersteller unmissverständlich in die Gebrauchsanleitungen. Was das PCR-Verfahren, mit testüblicher Fehlerquote, bestenfalls ausfindig macht, sind zwei kurze RNA-Abschnitte, die als charakteristisch für das SARS-CoV-2-Virus gelten. Weder verrät es, ob das Virus selbst überhaupt noch aktiv ist – d.h. aggressiv in Zellen eindringt und sich darin vermehrt – oder ob es sich um harmlose Genomschnipsel handelt, die noch bis zu fünf Wochen nach überstandener Infektion im Körper nachweisbar bleiben. Ebensowenig zeigt es die „Viruslast“ an, d.h. die Menge der vorhandenen Erreger. Erst Abermillionen davon machen ihren Wirt überhaupt krank und ansteckend. Kaum jemandem, der sich folgsam testen lässt, ist das bekannt. Aber zumindest derjenige, der im Januar den PCR-Test in Windeseile in die Welt gesetzt hat, weiß das sehr genau: Deutschlands hochverehrter Chefvirologe Christian Drosten. Warum schweigt er hierüber? Warum tun es seine Fachkollegen? Kurz hinter der zweiten Covid-Schilderbrücke lege ich auf einer Raststätte eine kurze Pinkelpause ein. In der Toilette empfangen mich, auf sämtliche verfügbaren Wände und Türen verteilt, rund 20 Ermahnungen, die AHA-Regeln einzuhalten. Warum nicht auch noch Fußböden, Decken und Fenster mit Hygienepropaganda vollgeklebt wurden, erschließt sich mir nicht ohne weiteres. Jedes zweite Pinkelbecken ist mit Plastikfolie überklebt – auch beim Pippimachen gilt anderthalb Meter Abstand, an den Waschbecken ebenfalls. An einer Wand hängt ein Desinfektionsmittelspender, dessen Zweck selbst das Robert-Koch-Institut fragwürdig findet; gründliches Händewaschen mit Seife reiche völlig aus, so räumt es ein. Aus einer Wandhalterung daneben greife ich mir einen knallgelben, A5-formatierten Flyer des Bundesministeriums für Gesundheit heraus. Ihm gelingt es, eine monströse Erpressung auf vier knackige Zeilen zu verdichten: „Abstand + Hygiene + Alltagsmaske – AHA! Diese drei Grundregeln gegen Corona bestimmen den neuen Alltag. Bis es einen Impfstoff gibt. So lange gilt: Je mehr Normalität wir wiederhaben wollen, desto selbstverständlicher müssen diese drei Grundregeln werden. Für uns alle, jeden Tag. Jetzt erst recht.“ Wie vielen Raststättenpinklern fällt wohl auf, was dieser Propagandawisch NICHT sagt? Er stellt klar: Die Pandemie endet NICHT, wenn es um die Volksgesundheit so gut steht wie in den Vorjahren; wenn SARS-CoV-2 nicht mehr Leute krank macht und tötet als die alljährliche Influenza; wenn der politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Schaden, den die Pandemiebekämpfung anrichtet, in krassem Missverhältnis zum erreichten Nutzen steht; wenn genügend Medizinlaien auf Ministersesseln kapiert haben, dass wir uns anders, billiger, rascher, effektiver, weniger riskant vor dieser Virusinfektion schützen können als mittels unerprobter Vakzine. Weitere Plakate, die mir Corona-Regeln einschärfen, kleben auf und neben dem Eingang zum Tankstellenshop. Der Mann an der Kasse belehrt mich unwirsch, meine Maske sitze nicht vorschriftsgemäß. In meinem Rücken murmelt ein wachsamer Hygienestaatsbürger: „So isses!“, aus mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand. Der Tankwart selbst präsentiert mir skrupellos sein nacktes Antlitz. Ihn schützt ja eine rund einen Meter breite Plexiglasscheibe, die zwischen ihm und mir hängt. Dass Aerosole voller tödlicher Erreger links und rechts daran vorbeifliegen könnten, beunruhigt ihn nicht. Geldscheine und Münzen lässt er sich von mir aushändigen, ohne sie gewissenhaft zu desinfizieren. Eine Brezel überreicht er mir mit nackten Fingern, vermutlich bereits übersät mit ausgeatmeten Viren jeden Letalitätsgrades. Und wenn ich das Textil höher zöge? Gerne hätte ich den beiden einen Warnhinweis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ausgedruckt: „Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen genügen in der Regel nicht den (…) einschlägigen Normanforderungen bzw. haben nicht die dafür gesetzlich vorgesehenen Nachweisverfahren durchlaufen. Sie dürfen nicht als Medizinprodukte oder Gegenstände persönlicher Schutzausrüstung in Verkehr gebracht und nicht mit entsprechenden Leistungen oder Schutzwirkungen ausgelobt werden.“ Im Parkhaus von Airport-Terminal 1, vor und im Lift, in jeder Halle, jedem Gang begegnen mir ausnahmslos vorbildlich regelkonform Maskierte. Laufend wiederholte Lautsprecherdurchsagen halten zu AHA-Gehorsam an. Während der anderthalb Stunden, die ich im Frankfurter Flughafen verbringe, passiert mich 15-mal bewaffnete Polizei, einzeln und in Gruppen. Am Meeting Point von Hallenabschnitt B2 treffe ich Frau und Tochter. Dass wir einander anlächeln, verbergen Gesichtslappen, ein Begrüßungskuss fällt flach. Argwöhnisch belauern uns zwei Ordnungshüter. Um eine zweiwöchige Zwangsquarantäne zu vermeiden, begeben sich meine zwei Liebsten schnurstracks zu den PCR-Testern im Airport. Alle paar Meter setzt sich der Etikettenschwindel fort – auf Hinweistafeln, die den Weg zum „Covid-19-Testcenter“ der Firma Centogene weisen. Vor einem Rachenabstrich müssen sich Frau und Kind online registrieren. Dazu hat Centogene in einem Seitengang mehrere Stehtische aufgebaut. Auf jedem liegt ein aufgeklappter Laptop, daneben lauert eine hilfsbereite Firmenhostess. Eine trägt zwei Atemschutzmasken übereinander. Warum vorsichtshalber nicht eine dritte? Oder besser noch Schutzausrüstung aus einem BSL4-Hochsicherheitslabor? Wartende haben zwei Meter Sicherheitsabstand vom Tisch zu halten. Ehe man seine Daten eintippen kann, hat man Einweg-Gummihandschuhe überzustreifen. Damit nicht genug: In jeder freien Minute greifen die Centogene-Fräuleins zur Desinfektionsflasche. Damit besprühen sie ihre Handschuhe sowie ein Stück Papier, mit dem sie sorgsam etwaige Killerkeime wegwischen – nicht bloß von der Tastatur, auch vom Monitor und der gesamten Tischfläche. Sicher ist sicher. Wer sich diese alberne Inszenierung einfallen ließ, hat angestrengt darüber nachgedacht, wie man selbst dem begriffsstutzigsten Idioten den Ernst der pandemischen Lage vor Augen führt. Der Eingang zum „Covid-19-Testzentrum“ wird militärisch bewacht - durch fünf Aufpasser, deren Uniformen sie als Bundeswehrsoldaten ausweisen. Spätestens jetzt ist der optische Beweis erbracht: Wir befinden uns im Krieg. Und was verdient Centogene mit diesem schwarzen Weiß einer nichtdiagnostischen Krankheitsfeststellung am Fließband? Schon Ende Juli führte das pfiffige Unternehmen 45.000 Tests pro Tag durch. Pro Test fallen für die Gesetzliche Krankenversicherung 35 Euro an. Das spült Tag für Tag über 1,5 Millionen Euro in die Firmenkasse, knapp 50 Millionen Euro pro Monat. Was hätte Centogene Segensreicheres widerfahren können als die nahe Seuchenapokalypse? Noch am selben Abend gibt Centogene uns per Handy-SMS Entwarnung: Frau und Tochter wurden negativ getestet. Das Bestätigungszertifikat stellt kurioserweise klar: „Es konnte keine Sars-CoV-2-spezifische RNA nachgewiesen werden. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist mit der angewandten Methode in der untersuchten Probe NICHT nachweisbar“ (mit unterstrichenem „nicht“). Aber wer liest das schon? Wer fragt nach, wozu die Prozedur denn überhaupt stattfindet, wenn selbst derjenige, der sie durchführt, jedem Getesteten schriftlich gibt, dass sie ihren angeblichen Zweck nicht erfüllen KANN? Sollten sich meine Angehörigen in der Todeszone Ukraine erst in den letzten Tagen vor Abreise angesteckt haben, besitzen sie nun einen Freibrief, sich hierzulande als Superspreader zu betätigen. Der Allererste, den sie unbeaufsichtigt in eine Virenschleuder verwandeln könnten, wäre ich. Ab Infektion dauert es ja ein Weilchen, bis so viel Erreger vorhanden sind, dass der PCR-Test sie aufspüren kann. Sollte man uns, chinesischem Vorbild folgend, vorsichtshalber nicht gleich für mindestens zwei Wochen in ein „Quarantänecamp“ genanntes Corona-Konzentrationslager wegsperren, um einer solch monströsen Gefahr vorzubeugen? Anderntags hat meine Frau einen Termin bei ihrer Gynäkologin. Vorab bestätigt sie der Praxis telefonisch, dass sie soeben negativ getestet wurde. „Dann darf sie kommen“, erklärt eine Sprechstundenhilfe. „Ein gewöhnlicher Nasen-Mund-Schutz genügt aber nicht. Sie muss unbedingt eine FFP3-Maske tragen, sonst weisen wir sie ab.“ Damit ich die Praxis nicht womöglich zum Kern eines schlimmen „Clusters“ mache und unsere Heimatstadt in Deutschlands nächsten „Hotspot“ verwandle, darf ich meine Frau keinesfalls ins Wartezimmer begleiten, nicht einmal maskiert. Also gehe ich draußen spazieren. In einer Schaufensterfront fällt mir eine Werbung für „Behelfnasen und Mundmasken“ auf, die „hier im Atelier aufwändig gefertigt wurden“. Die bahnbrechenden Innovationen bieten eine „eingearbeitete Tasche für Filter, Tempo oder Slipeinlage“. Erleichtert atmet Otto Normalversteher auf: Endlich muss er ein Papiertaschentuch nicht erst umständlich aus der Tasche kramen, wenn er sich schneuzen will. Und jede Dame von Welt 2020 schätzt sich glücklich, wenn ihre Nasennerven im blutigen Notfall umgehend signalisieren: „Keine Sorge, ein Always Ultra begleitet dich!“ Aber was fängt ein Mann mit so einer Maskentasche an? Genügend Präservative für 14 Quarantänetage passen da bestimmt rein. Und wenn Frau und Tochter erst Mitte September aus der Ukraine zurückgekehrt wären? Dann würden sie in den Genuss von Jens Spahns „angepasster“ Teststrategie kommen: Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich künftig direkt in häusliche Selbstisolation zu begeben. Diese verlassen dürfen sie erst nach einem negativen Test, der frühestens fünf Tage nach Einreise stattzufinden hat. Anders gesagt: Den Heimkehrer erwartet eine knapp einwöchige Inhaftierung. „Verstärkt kontrolliert“ werde sie, wie Spahn androht. Wehleidiges Gemecker ist unangebracht. Wer seine Volksgemeinschaft durch unautorisierte Abenteuertrips in virenverseuchte Todeszonen gefährdet, soll gefälligst froh sein, dass er anschließend in den eigenen vier Wänden bleiben darf – und nicht schnurstracks ins Corona-KZ muss. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Harald Wiesendanger

  • Nein zur Corona-Politik: ein Verbrechen

    Ausgerechnet an der Wiege der Demokratie: Wer im Internet als sogenannter Corona-Leugner auffällt, den verfolgt Griechenland als „Cyber-Kriminellen“. So weit sind wir jetzt bereits in Griechenland, der Wiege der Demokratie. Die Pandemie zu leugnen, entsprechende "Verschwörungstheorien" zu verbreiten und dazu aufzurufen, Hygieneregeln zu brechen, gilt dort inzwischen als Straftat. Seit Anfang August 2020 verfolgt die Staatsanwaltschaft in Athen solche kriminellen Delikte intensiv. Eine entsprechende Anordnung hat ein sogenannter „Bürgerschutzminister“ erlassen, bei dem allein schon der Amtstitel befürchten lässt, dass Bürger dringend vor ihm geschützt werden müssen. Michalis Chrysochoidis heißt er. Auf seine Weisung hin überwacht eine „Cyber Crime“-Einheit der griechischen Polizei Blogs, Internetmagazine und soziale Netzwerke. „Wir werden alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, damit die öffentliche Gesundheit nicht durch Fehlinformationen oder Verschwörungstheorien bedroht wird, die im Internet in Umlauf gebracht werden“, so erklärte Bürgerschutzminister Chrysochoidis. (1) „Das Coronavirus ist nicht für Aufrufe zum Ungehorsam oder Verschwörungsszenarien geeignet. Bei jeder Tat, bei jeder unserer Handlungen müssen die Verantwortung und das Bewusstsein über die Konsequenzen für unsere Mitbürger überwiegen. Der Staat wird die Schaffung von Brutstätten für die öffentliche Gesundheit durch sozial unverantwortliche Verhaltensweisen nicht zulassen.“ Wie Griechenlands Einheit für „Cyberverbrechen“ am 21. August meldete, verfolgt die Staatsanwaltschaft bereits 21 Fälle von „Corona-Leugnung“ in sozialen Netzwerken. Davon betroffen ist unter anderem eine Elterninitiative, die gegen die Maskenpflicht für Schulkinder protestieren wollte. Weitere Straftaten sollen die Urheber von neun Internet-Artikeln und einem Video zum selben Thema begangen haben. Darüber hinaus prüft die Staatsanwaltschaft in Athen zehn Berichte in sozialen Medien und Blogs, die dazu „aufwiegeln“, staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Pandemie zu missachten. Wie ein Griechenland-Korrespondent des Informationsdiensts heise.de berichtet, werden Verstöße gegen Corona-Regeln landesweit besonders streng verfolgt und geahndet: „Die Polizei stoppt Busse, zum Beispiel in Athen, und kontrolliert jeden Fahrgast. Personen, die ohne Maske erwischt werden, müssen 150 Euro Strafe zahlen. Die Strafe ist auch fällig, wenn jemand einen Supermarkt ohne Maske verlässt. Sich darauf zu berufen, dass im Laden die Maske getragen wurde, ist nicht möglich. Taxifahrer, bei denen die Maske unter der Nase sitzt, zahlen ebenso Strafe wie Fahrgäste der Taxen, wenn sie keine aufgesetzt haben.“ In einem amtlichen „Risikogebiet“ sind selbst private Feiern verboten. Versammlungen von mehr als neun Personen in der Öffentlichkeit oder privat „führen zu einem Bußgeld von 150 Euro pro Person. Bei mehr als vier nicht miteinander verwandten Personen an einem Tisch in einem Restaurant sind ebenfalls pro Person 150 Euro fällig.“ Wer „Kontakt“ zu einer „nachweislich infizierten“ Person hatte und seiner Verpflichtung zur „Selbstisolierung“ nicht nachkommt, wird notfalls gewaltsam in eine Quarantäneunterkunft außerhalb seiner eigenen Wohnung geschafft. Sogar im Kindergarten gilt Maskenpflicht, ohne die geringste medizinische Grundlage. Der Chef der Corona-Expertenkommission des griechischen Gesundheitsministeriums, Sotiris Tsiodras, empfiehlt der Bevölkerung, dass „sich ALLE (!) gegenüber ihrer Umwelt so verhalten sollen, als seien sie bereits infiziert“. Laut heise.de gibt es in griechischen Medien „kaum Kritik an zu strengen Maßnahmen“. Vielmehr bemängelt die regierungsfreundliche Presse, die geltenden Regeln seien „zu lasch“. Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der „immer mehr einem zweiten Orban gleicht“, übe inzwischen eine „fast absolute Kontrolle über die Mehrheit der Medien“ aus, so stellt der Online-Nachrichtendienst littleatoms.com fest. Dazu habe sie unter anderem einen 20 Millionen Euro schweren „Notfallfonds“ für Medien missbraucht. Dieses „Soforthilfepaket“ sollte eine „Gegenleistung für die Durchführung von Informationskampagnen über Covid-19“ bieten. „Es stellte sich heraus, dass davon nur ein Prozent an regierungskritische Medien ging“. Gibt es europaweit irgendeine Nation, deren Mentalität es wesensfremder ist als der griechischen, ängstlich, übervorsichtig, chronisch besorgt zu sein, zueinander auf Abstand zu gehen? Wie beklemmend die Coronakrise das Land trotzdem verändert, hat uns soeben Michail G. berichtet: „Ich arbeite normalerweise mit meiner Familie in unserem Tourismusgeschäft auf Kreta. Doch die Corona-Politik hat alles kaputtgemacht, wir haben 70 % weniger Fremdenverkehr als letztes Jahr. Staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld gibt es bei uns nicht. Man steht komplett ohne Versorgung da, wenn man keine Arbeit hat. Anfang Juli bin ich nach Deutschland gekommen. Hier arbeite ich momentan, sozusagen als Gastarbeiter, in meinem ursprünglichen Beruf als Lkw-Fahrer. Ich versuche Rücklagen zu bilden, damit wir im nächsten Jahr in Griechenland alles bezahlen können. Auf Kreta hatten wir keinen einzigen Corona-Fall. Trotzdem riegelte die Regierung in den ersten Monaten die ganze Insel ab und erließ strenge Ausgehverbote. Verstöße bestraft sie mit sehr hohen Bußgeldern. Fast anderthalb Monate lang waren wir eingesperrt. Das Haus verlassen durften wir nur, wenn wir vorher per SMS an eine Behördennummer um Erlaubnis gebeten haben. Die Polizei kontrolliert überall. Das Schlimmste ist, dass man kaum mit jemanden reden kann, Selbst meine engste Familie ist gegen meine Kritik am System und betrachtet mich als Gefahr. Es gibt keine herzliche Umarmung mehr und kein bisschen Persönlichkeit, es ist einfach nur traurig.“ Worin besteht denn nun der entsetzliche Notstand, der Athens verfassungswidrige Vorgehensweise angeblich rechtfertigt? Nach Angaben der Johns-Hopkins-University verzeichnet Griechenland, seit am 26. Februar dort die erste SARS-CoV-2-„Infektion“ auffiel, bis jetzt 262 „Corona-Opfer“. Bei einer Gesamtbevölkerung von knapp elf Millionen entspricht dies einer Mortalität von 0,002 % - im Ernst, NULL-KOMMA-NULL-NULL-ZWEI. So „wütet“ ein Killerkeim? Dabei starb von den 262 ein Großteil zwar MIT, aber nicht AN dem Virus. (2) Im gesamten August wurden 56 „Corona-Tote“ gezählt – im Schnitt zwei pro Tag. Solche Zahlen rechtfertigen es allen Ernstes, das Land in eine Haftanstalt zu verwandeln und die ohnehin gebeutelte Wirtschaft zu sabotieren? „Ich kann mir nicht vorstellen, dass hinter alledem kein großer, hässlicher Plan steckt“, sagt Michail G. Heute Griechenland, morgen Deutschland, übermorgen weltweit? Bereits im März forderte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius im Spiegel, Bußgelder und "Strafandrohungen" gegen jeden zu verhängen, der „Fake News“ verbreitet. „Es muss verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen über die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie der Erkrankung Covid-19 zu verbreiten.“ UN, WHO und EU gehen seit Monaten gegen Corona-„Fake News“ vor, in Kooperation mit Internetgiganten wie Google, Microsoft, Facebook, Twitter, Whatsapp, YouTube, Amazon. Zensur-Algorithmen und „Faktenchecker“ helfen dabei. Selbst kritische Stellungnahmen von Ärzten und Wissenschaftlern werden seit Monaten gelöscht oder ihre Verbreitung eingeschränkt. (3) Vergeblich mahnt Amnesty International: „Zensur, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen haben keinen Platz im Kampf gegen das Coronavirus.“ Bereits im März 2020 warnte NSA-Whistleblower Edward Snowden, dass Regierungen die Corona-Krise zum Anlass nehmen könnten, ein System permanenter sozialer Überwachung und Kontrolle aufzubauen - und damit eine “Architektur der Unterdrückung” zu errichten. Die derzeitigen Freiheitsbeschränkungen würden dann unumkehrbar. Wer noch immer nicht begreift, wie begründet Snowdens Warnung ist, wird sich wundern, welche Welt er 2021 ff. vorfinden wird – und seinen Kindern und Enkeln hinterlässt. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Zitiert nach heise.de, 30.8.2020, https://www.heise.de/tp/features/Corona-Leugnung-in-Griechenland-strafbar-4881977.html (2) https://coronavirus.jhu.edu/region/greece, abgerufen am 31.8.2020. (3) https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/health/coronavirus-response/fighting-disinformation_de; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/113685/SARS-CoV-2-EU-Kommission-will-gegen-Fake-News-vorgehen; https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/kampf-gegen-fake-news-eu-holt-soziale-netzwerke-ins-boot,S1WTxa4; https://www.waz.de/politik/fake-news-in-corona-krise-eu-ueberwacht-facebook-co-id229293760.html

  • Lust auf Tam-Sex?

    Kanadas oberste Medizinerin rät zu „sicherem“ Sex in Corona-Zeiten: nur mit Schutzmaske und Distanz! Zu Mund-Nase-Bedeckungen und Sicherheitsabstand beim Sex rät Kanadas oberste Medizinerin Dr. Theresa Tam. Dringend erforderlich seien Schutzmaske und soziale Distanz „in Zeiten von Covid-19“ vor allem für Zeitgenossen, die „jedoch trotzdem“ Sex mit „Fremden oder Personen aus anderen Haushalten“ haben, so mahnte der „Chief Public Health Officer of Canada“ soeben auf einer Pressekonferenz in Ottawa. (1) Aber auch feste Partner sollten beim Sex „zu viel Nähe zwischen den Gesichtern vermeiden“ und das Küssen „überspringen“. Man kann ja nie wissen, welche infektiösen Kontakte sie tagsüber eingegangen sind, in welche „Cluster“, „Hotspots“ und „Risikogebiete“ sie sich ahnungslos begeben haben. Unbedingt „einschränken“ sollten Paare laut Dr. Tam „ihren Konsum von Alkohol oder Substanzen, die sie dazu bringen könnten, unsichere Entscheidungen in Bezug auf Sex zu treffen“. Ein Bierchen, ein Glas Wein zuviel – und schon hat man womöglich ausgeblendet oder kleingeredet, welch hohe Leichenberge SARS-CoV-2 vor dem Haus aufgetürmt hat. Nicht näher erläuterte die Ärztin, wie sie sich Sex mit dem gebotenen Sicherheitsabstand vorstellt. Vögeln aus 1,50 Metern Entfernung? Nicht einmal das Kamasutra hilft da weiter. Bei verdächtigen Symptomen sollte auf sexuelle Aktivitäten komplett verzichtet werden, fordert Dr. Tam. Wehe dem, der mal niest, hüstelt oder ein wenig fiebert. Mit etwaigem Libido-Stau haben Erkältete in Corona-Zeiten gefälligst auf dem Trockenen zu sitzen. Nach Ansicht von Dr. Tam, gebürtige Hong Kong-Chinesin und offizielle Beraterin des „Notfallkomitees“ der Weltgesundheitsorganisation, sollten Sexpartner „im Optimalfall alternative Wege der Befriedigung gehen“. Etwa mit Tieren? Selbst diese bestehen neuerdings PCR-Tests „positiv“. Infektiologisch am unbedenklichsten sind gewiss Intimitäten mit Plastikpuppen von Beate Uhse, unter Zuhilfenahme von anregenden Internetvideos. Weiterentwickelte VR-Brillen und humanoide Roboter werden den Spaßfaktor demnächst noch deutlich steigern. Ohnehin, so Dr. Tam, sei „der sicherste Sex“ derjenige, „an dem nur Sie selbst beteiligt sind“ („involves yourself alone“). Also gehen Kanada und der Rest der Welt nun am besten zum kollektiven Masturbieren über? „Indem wir diese Vorsichtsmaßnahmen treffen und uns der Risiken bewusst bleiben, die wir eingehen, können Kanadierinnen und Kanadier Wege finden, körperliche Intimität zu genießen und gleichzeitig die Fortschritte zu sichern, die wir alle mit Covid-19 gemacht haben“, so erklärt Dr. Tam. Wie viel Genuss die 55-jährige auf diese Weise schon selbst erlebt hat, ließ sie offen. Wer so verkniffen in die Kamera guckt wie sie, benötigt womöglich ohnehin keine Schutzmaske, um sich infektiöse Sexualkontakte zu ersparen. Immerhin erwirbt sich die Dame somit bleibende Verdienste um die Wahrung ehelicher Treue, die Ausrottung der Prostitution und das Ruinieren von Swingerclubs, um Geburtenkontrolle und die Eindämmung der Bevölkerungsexplosion. Schleierhaft ist allerdings, weshalb Frau Tam auf ihre glänzenden Infektionsschutzideen erst kommt, seit SARS-CoV-2 die globale Runde macht. Stand nicht schon vor 2020 fest, dass Sex, zumindest menschlicher, eine zutiefst unhygienische Angelegenheit ist? Küsse öffnen seit jeher Einfallstore für ziemlich üble Krankheitserreger: von Herpes simplex über Influenzaviren bis hin zum Epstein-Barr-Virus, das Pfeiffer-Drüsenfieber auslösen kann. Damit nicht genug: Von Mund zu Mund übertragen, können Meningokokken Hirnhautentzündung auslösen; Streptokokken Scharlach; Bordetella pertussis Keuchhusten; Pneumokokken Lungenentzündung. Wie konnte die Menschheit jahrtausendelang so töricht sein, ihre Sexualität unter Einbeziehung von hochinfektiösem Speichel, Tröpfchen und Aerosolen auszuleben – und damit zu einer Gefahr für Leib und Leben zu machen? Dank Vordenkern wie Dr. Tam kapieren wir nun endlich: Eine neue Weltordnung verlangt neuen Sex. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.ctvnews.ca/health/coronavirus/canada-s-top-doctor-consider-using-a-mask-during-sexual-activity-1.5090359; https://www.rnd.de/panorama/kanadas-oberste-medizinerin-rat-zu-schutzmaske-und-abstand-beim-sex-4CMKWBFQSFFKJD5LUHZDOIL2AM.html Foto Tam: By U.S. Mission to InternationalOrganizations in Geneva - VIDEO: Promoting Vaccine Confidence - World Health Assembly 2019 | U.S. Mission to International Organizations in Geneva at 41:30, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=90865766

  • „Überwältigende“ Impfkampagne geplant

    Zwei Unis erforschen, welche Propaganda-Botschaften uns am ehesten dazu verleiten, uns gegen Covid-19 impfen zu lassen - und Mitmenschen dazu zu drängen. Manipulieren statt Informieren: darum geht es offenbar. Die aggressivste Impfkampagne aller Zeiten steht womöglich kurz bevor. „Überwältigend“ werde sie sein, wie ein ungenannter „leitender Mitarbeiter im Stab des Weißen Hauses“ gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte. (1) Die Kampagne werde „wahrscheinlich auf einen kurzen Zeitraum, etwa vier bis sechs Wochen, verdichtet“. Sie werde auf bestimmte Untergruppen der Bevölkerung zugeschnitten sein, je nachdem, welchen Menschen der Impfstoff voraussichtlich den größten Nutzen bringen wird. Letztlich sollen aber ALLE Bürger dazu „ermutigt“ werden, sich impfen zu lassen. Ob und wie viel Zwang dabei ausgeübt werden soll, ließ der Informant offen. Beginnen werde die Kampagne, sobald der erste Covid-19-Impfstoff zugelassen ist. Dies könnte bereits im Oktober der Fall sein, vielleicht aber auch erst Anfang kommenden Jahres. DASS die zuständige US-Aufsichtsbehörde, die FDA, in Kürze für mindestens einen Covid-19-Impfstoff grünes Licht geben wird, steht für die Reuters-Quelle aus dem Weißen Haus offenbar ganz außer Frage. Immerhin haben Moderna und Pfizer bereits Phase III erreicht, die letzte Hürde des Zulassungsverfahrens: großangelegte Studien mit jeweils 30.000 Versuchspersonen. (2) Auch der britisch-schwedische Pharmagigant AstraZeneca ist mit seinem Kandidaten AZD1222 inzwischen so weit. (3) „Nachdem der frühere FDA-Chef Scott Gottlieb inzwischen Vorstandsmitglied von Pfizer geworden ist, dürfte zumindest der Zulassung des Pfizer-Impfstoffs nichts mehr im Wege stehen“, kommentiert der amerikanische Arzt Dr. Joseph Mercola. (4) Und dann? Selbst in der erfolgreich verängstigten Bevölkerung hält sich die freudige Erwartung eines Covid-Impfstoffs in Grenzen. In den USA, wie auch in Deutschland, wollen ihn sich höchstens zwei Drittel verabreichen lassen (5), nach anderen Umfragen sogar nur jeder Zweite. (6) Und mit jeder weiteren Woche, in der die sogenannte Pandemie eher Nachrichtensendungen und Zeitungsseiten füllt als Arztpraxen, Intensivstationen und Friedhöfe, schwindet die Zustimmung. Wie kippt man diesen Trend? Wie bringt man möglichst viele von uns dazu, sich impfen zu lassen? Der seriöse, wahrhaftige Weg bestünde im sachlichen INFORMIEREN: Man bemüht sich, uns mit guten Argumenten zu überzeugen. Wie schlimm ist es überhaupt, bloß „infiziert“ zu sein? Wie viele Infizierte erkranken tatsächlich schwer, wie viele sterben? Wie riskant sind „Risikogebiete“ denn wirklich, wie heiß „Hotspots“, wie todbringend „Cluster“? Mit welcher Wahrscheinlichkeit ereilt uns eine schwere Krankheit oder gar der Tod, falls wir uns nicht impfen lassen? Sind alle gefährdet oder hauptsächlich bestimmte Risikogruppen? Sind die Infektionsrisiken tatsächlich größer als die Impfrisiken? Was genau bewirkt die Impfung in unserem Körper? Was ist alles drin im Vakzin? Ist jeder Inhaltsstoff unbedenklich? Wie zuverlässig, wie nachhaltig schützt die Impfung? Welche Nebenwirkungen hat sie, kurzfristig und auf längere Sicht? Wie aussagekräftig sind die Zulassungsstudien? Wo können wir sie nachlesen, einschließlich aller erhobenen Rohdaten? Wie unabhängig waren die Forscher, die sie durchführten? Sind die Behördenvertreter, die grünes Licht gaben, frei von Interessenkonflikten? Können wir uns auf Tests verlassen, die von Leuten bezahlt werden, deren Profit von positiven Ergebnissen abhängt? Wozu bedarf es eines zweifelhaften „Schutzes“ gegen ein angebliches Killervirus, das 99,99 % der Bevölkerung und mindestens 99,7 % aller Infizierten verschont? Ist Impfen wirklich der einzige Weg, uns gegen SARS-CoV-2 zu wappnen, oder zumindest der beste? Welche Alternativen hätten wir, etwa durch Stärkung unseres Immunsystems? Auf Überzeugungsarbeit, die solche drängenden Fragen beantwortet, dürfte die geplante Kampagne wohl kaum aus sein. „Überwältigen“ soll sie die Bevölkerung vielmehr, indem sie, am kritischen Verstand vorbei, gewisse emotionale Buttons drückt, die geradezu reflexhaft die gewünschten Einstellungen und Verhaltensweisen auslösen. Tief ins Hirn einsickern soll simple Schwarz/weiß-Malerei. Impfwillige = gut, aufgeklärt, verantwortungsbewusst, gemeinwohlorientiert; Impfverweigerer = böse, selbstsüchtig, asozial, dumm. Mit anderen Worten, es geht um PROPAGANDA – um Werkzeuge zur Massenmanipulation, derer sich kein seriöser Journalist, keine um Aufklärung bemühte Behörde bedient, wohl aber ein Werbetrommler, ein PR-Profi, ein Volksverhetzer. Einen Vorgeschmack darauf, was uns blüht, vermittelt eine brandneue Studie der Elite-Universität Yale in New Haven, Connecticut – der drittältesten Hochschule der Vereinigten Staaten und einer der renommiertesten. Abgeschlossen wurde die Untersuchung Anfang Juli. Sie soll herausfinden, welches „Vaccine Messaging“ am wirkungsvollsten ist – welche „Botschaften“ am ehesten dazu bewegen, sich impfen zu lassen und andere dazu zu drängen. (7) „Persuasive“ sollen sie sein – zum Überreden geeignet. Dazu wurden 4.000 Teilnehmer über 18 Jahren per Zufall („randomisiert“) auf 12 Gruppen verteilt. Eine davon wurde über die Vorzüge des Impfens „aufgeklärt“, nichts weiter. Zehn weitere Gruppen erhielten ebenfalls diese „Baseline message“ – und zusätzlich jeweils eine suggestive „Botschaft“: 1. Covid-19 schränkt unser aller Freiheit ein. Indem wir uns gemeinsam darum bemühen, dass genügend Leute geimpft werden, können wir unsere persönliche Freiheit wiedererlangen. 2. Covid-19 schadet uns beruflich/finanziell. 3. Covid-19 stellt eine echte Gefahr für jeden von uns dar, selbst wenn wir jung und gesund sind. Eine Impfung schützt uns am besten davor, krank zu werden. 4. Covid-19 gefährdet Leib und Leben unserer Liebsten. 5. Covid-19 hat unserer Volkswirtschaft einen riesigen Schaden zugefügt. Der einzige Weg, unserer Ökonomie wieder auf die Beine zu helfen, besteht in massenhaften Impfungen. 6. Stell dir vor, wie schuldig du dich fühlen würdest, falls du dich nicht impfen lässt und deshalb die Krankheit verbreitest. 7. Stell dir vor, wie peinlich dir das wäre. 8. Stell dir vor, wie wütend du und andere Leute darüber wären. 9. Dass Impfungen uns am wirkungsvollsten schützen, bestätigt die Wissenschaft. Falls du dich nicht impfen lässt, so würde das bedeuten, dass du nicht verstanden hast, wie sich Infektionen ausbreiten. Du würdest wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren. 10. Feuerwehrleute, Ärzte, Pflegekräfte setzen sich an vorderster Front mutig und tapfer für uns ein. Wer sich nicht impfen lässt, ist feige. Eine zwölfte Gruppe erhielt keine spezielle „Botschaft“ zum Impfthema, sondern lediglich einen irrelevanten Text über Kosten und Nutzen des Fütterns von Vögeln. Vorrangig soll die Studie herausfinden, wie diese verschiedenen Testbedingungen die Bereitschaft beeinflussen, sich selbst impfen zu lassen. „Sekundär“ misst sie darüber hinaus: Wie sehr vertrauen die Teilnehmer darauf, dass der Impfstoff sicher und wirksam ist? Wie bereit sind sie dazu, andere davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen? Wie groß ist ihre Angst vor jenen, die nicht geimpft worden sind? Wie urteilen sie über Impfverweigerer? Obwohl die Yale-Studie bereits am 8. Juli abgeschlossen wurde, bleiben ihre Ergebnisse bis jetzt unter Verschluss. (8) Zudem handelt es sich erst um „Part 1“. Worum es in weiteren Teilen gehen wird, bleibt bislang im Dunkeln. Die wirkungsvollsten der oben aufgelisteten „Botschaften“ werden uns mit Sicherheit in den nächsten Monaten auf jedem Fernsehkanal, aus jeder Zeitung in Dauerschleife entgegenspringen. Sie lassen erahnen, wie heimtückisch derartige Kampagnen daherkommen können. In Wirklichkeit geht es ihnen nicht um sachliche, ausgewogene Aufklärung, sondern offenkundig um MANIPULATION – darum, Emotionen zu wecken, denen das gewünschte Verhalten folgen soll, ohne nachzudenken, lästige Fragen aufzuwerfen und eigene Nachforschungen anzustellen. Mit aktivierter Großhirnrinde stieße man nämlich auf zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler, die sich aus vielen guten Gründen GEGEN Covid-19-Impfungen aussprechen, erst recht, wenn dabei neuartige, unerprobte, hastig durchgewinkte Vakzine zum Einsatz kommen, deren womöglich monströse Langzeitwirkungen niemand kennen kann. Davon soll die Kampagne ablenken, darüber soll sie hinwegtäuschen. Wer bestellte diese Studie? Wer finanzierte sie? Wie verwendet er ihre Ergebnisse? Darüber schweigen die Autoren. Als offiziellen „Sponsor“ nennen sie lediglich die Universität Yale. (9) Auftraggeber scheint die US-Regierung zu sein. (10) Wer sich auf der Yale-Homepage umsieht, stößt auf viele weitere Geldgeber der Uni mit offenkundigem Bezug zur gegenwärtigen Krise: - der Pharmagigant Pfizer. Dessen Covid-19-Impfstoffkandidaten testen Yales „New Haven Hospital“ und sein „Center for Clinical Investigation“ seit August (11) - gewiss nicht rein ehrenamtlich. Wohl ebensowenig hat Yale in jüngster Zeit mehrere Medikamente daraufhin geprüft, ob sie bei Covid-19 nützen, sich also Geld mit ihnen verdienen lässt: von Tofacitinib (Pfizer; 12) über Remdesivir (Gilead; 13) bis LAM-002A (AI Therapeutics, ein Biotech-Unternehmen; 14). - Mehrere Dutzend mal (!) seit 2001 taucht auf Yales Sponsorenliste die Gates-Foundation des reichsten Impffetischisten der Welt auf, mit Beträgen bis zu 7,3 Millionen US-Dollar. (15) - die Rockefeller Foundation. (16) Schon 2010 entwickelte sie das berüchtigte „Lock Step“ (Gleichschritt“)-Szenario einer Schönen neuen Überwachungswelt, als Zukunftsvision für die Zeit nach einer Pandemie. - Deloitte, mit 312.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro das weltgrößte Unternehmen für Wirtschaftsprüfung und Beratung. (17) Im April 2020 veröffentlichte es eine bezeichnende Analyse mit dem Titel „The world remade by COVID-19: Planning scenarios for resilient leaders“. Darin entwickelt Deloitte „Szenarien für Gesellschaft und Wirtschaft“, welche den „möglichen Auswirkungen der globalen Pandemie“ nachgehen. (18) Mitautor ist der wohl einflussreichste Futurologe auf diesem Planeten, Peter Schwartz, der bereits für das Pentagon und das Weltwirtschaftsforum aktiv war. Er war es, der im Auftrag der Rockefeller Foundation die „Lock Step“-Vision entwickelte. (19) „Wir werden nach und nach sehr viel mehr Überwachung akzeptieren. Und am Ende wird es uns nicht stören, weil es — für die meisten Menschen in den meisten Situationen — mehr nützt als schadet“, so ließ Schwartz kürzlich in einem Interview seinen totalitären Fantasien freien Lauf. (20) - die Boston Consulting Group (BCG), eine der weltweit größten Unternehmens- und Strategieberatungen, mit 21.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden US-Dollar. (21) Im Juni 2015 erarbeitete sie für das World Economic Forum eine „Industrie-Agenda“ für den Fall einer künftigen Pandemie. (22) - das „Jackson Laboratory“ (23), ein riesiges biomedizinisches Forschungszentrum mit 2100 Mitarbeitern, das „zu einer Zukunft mit besserer Gesundheitsversorgung auf der Grundlage der einzigartigen genetischen Ausstattung jedes Einzelnen beitragen“ will. Seine Aufgabe sieht es darin, „präzise genomische Lösungen für Krankheiten zu finden und die globale biomedizinische Gemeinschaft in ihrem gemeinsamen Streben nach einer Verbesserung der menschlichen Gesundheit zu stärken“. (24) Wie könnte sich Yale da noch den Zumutungen der Hygienediktatur verweigern? Statt AHA-Regeln aus wissenschaftlicher Distanz auf den Prüfstand zu stellen, wirbt die Elite-Uni dafür auf ihrer Homepage atemberaubend kritiklos, mit einem filmischen „Together!“-Appell. Uni-Personal und Studenten posieren maskiert; in die Kamera halten sie Tafeln, auf denen sie stichwortartig angeben, wozu sie ihr Gesicht verhüllen („My wife Cindy“. „My Auntie and Loved Ones“, „My dining Family“, „Our amazing staff“, „My baby brother“. „Espana“ usw.) (25) An der Suche nach der verführerischsten Propagandaformel beteiligt sich ebenfalls die Universität Vanderbilt in Nashville, Tennessee. Im März startete die dortige Psychologie-Professorin Jennifer Trueblood – sie heißt wirklich so – hierzu eine landesweite Repräsentativbefragung. Herausfinden wollte sie, „welche Botschaften risikoscheue Menschen davon überzeugen könnten, einen Covid-19-Impfstoff zu nehmen“. (26) Am wirkungsvollsten erwies sich, „die soziale Pflicht und den gesellschaftlichen Nutzen zu betonen, eine Herdenimmunität aufzubauen“. Sie erhöhte die „Risikobereitschaft“ deutlich mehr als eine Botschaft, die sich „auf die hohe Wirksamkeit eines Impfstoffs, seine begrenzten Nebenwirkungen und ein standardisiertes, strenges Zulassungsverfahren konzentrierte“. Warum forscht ausgerechnet die Uni Vanderbilt daran? An Truebloods Erkennnissen dürfte ein zahlungskräftiger Auftraggeber interessiert sein: Moderna, Hersteller eines hochumstrittenen mRNA-Impfstoffs, der das Erbgut unserer Zellen umprogrammiert. Im August begann Vanderbilt nach 1000 Freiwilligen zu suchen, die sich das Vakzin zweimal verabreichen lassen, anschließend zwei Jahre lang unter Beobachtung stehen. (27) Auf Vanderbilts Sponsorenliste taucht am häufigsten die Gates-Stiftung auf: Nicht weniger als zwei Dutzend Mal seit 2010 ließ sie der Uni Geld zukommen. (28) Geradezu unverschämt findet Amerikas prominentester Impfkritiker, der Anwalt Robert Kennedy jr., auf welchen Voraussetzungen das üble „Persuasion Game“ sowohl der Yale- als auch der Vanderbilt-Studie beruht. „Beide gehen von der beleidigenden Prämisse aus, dass Personen, die sich gegen einen Impfstoff entscheiden, feige, egoistisch und unwissenschaftlich sind. Ebenso beleidigend ist die Annahme, dass die unwissenden Massen zu einer anderen Denkweise manipuliert werden können, wenn sie den richtigen Botschaften ausgesetzt werden.“ (29) Erste Ausläufer der wissenschaftlich optimierten Propagandawelle, die nicht nur über die USA, sondern über den gesamten Planeten hereinbrechen wird, machen sich bereits bemerkbar. Ein Musterbeispiel lieferte kürzlich USA Today, die auflagenstärkste Tageszeitung der Vereinigten Staaten. Am 10. August veröffentlichte sie einen Artikel mit der Überschrift „Besiegt Covid-19 durch die Forderung einer Impfung für alle. Das ist nicht unamerikanisch. Es ist patriotisch.“ (30) Verfasst haben ihn drei US-Professoren für Medizin, Recht und Bioethik. Ihr Text kommt so erschütternd undifferenziert daher, dass ihn ohne weiteres eine von der Impflobby angeheuerte PR-Agentur ausgeheckt haben könnte. „Um den Krieg gegen das neuartige Coronavirus zu gewinnen“, so macht das Autorentrio weis, „ ist die einzige Antwort die Zwangsimpfung - für uns alle“. (Schließen sie dabei auch ihre eigenen Kinder und Enkel ein?) Damit verbundene „Opfer“ seien „vernachlässigbar im Vergleich zu den Kosten, Todesfällen und sozialen Umwälzungen, die eine anhaltende Pandemie für unser Land mit sich bringt. (…) Eine Weigerung, sich impfen zu lassen, bedroht das Leben anderer.“ Und so appellieren die drei Profs: „Schafft negative Anreize (disincentives) für Impfgegner!“ In dieselbe Kerbe haut Macleans, ein einflussreiches Politmagazin mit 2,4 Millionen Lesern weltweit. „Impfgegner könnten die Heilung der Covid-19-Pandemie stören“, so überschreibt das angeblich „investigative“ Portal einen Gesinnungsartikel. „Sobald es einen Impfstoff gibt, wird er augenblicklich zur wertvollsten Ressource auf dem Planeten werden. Aber es wäre alles umsonst, wenn Regierungen die Menschen nicht davon überzeugen können, ihn zu nehmen.“ Zuviele Verweigerer würden „die Rückkehr zur ‚alten Normalität‘ verhindern“ – zu „einem Leben, wo die Menschen wieder in Sportarenen sitzen und in überfüllten Flugzeugen um die Welt reisen können, ohne ständige Tests und Überwachung.“ (31) Das haben die Architekten der Corona-Plandemie clever ausgeheckt: Erst lassen sie brutalstmöglichen, völlig unverhältnismäßígen Hygieneterrorismus stattfinden – dann schieben sie denjenigen, die sich dagegen wehren, den Schwarzen Peter dafür zu, dass der Terror nicht aufhört. Es ist genau diese Art von Propaganda, die auf uns so absehbar zukommen wird wie das Amen in der Kirche. Sie wird verführen, drohen, erpressen, anprangern, diffamieren, spalten. So will sie Widerrede im Keim ersticken, soweit Facebook, Google & Co. sie nicht ohnehin wegzensieren. Wie viele von uns werden die Masche durchschauen? Angesichts der beinahe schon nordkoreanischen Mehrheitsverhältnisse, welche eine erfolgreich verängstigte Bevölkerung einem verfassungswidrigen Hygiene-Regime weiterhin beschert, sehe ich rabenschwarz. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-trump-vaccine-idUSKCN24V3KY (2) https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines; file:///C:/Users/Besitzer/AppData/Local/Temp/novel-coronavirus-landscape-covid-19-(3).pdf (3) https://www.fiercebiotech.com/biotech/astrazeneca-starts-30-000-subject-u-s-phase-3-covid-19-vaccine-trial?mkt_tok=eyJpIjoiWWpWalpXTXpPRGc0TXpZdyIsInQiOiJNVGFnYnZCVW1oWVRlV2ZKblwvYXJ3V2VlenlQWmVROGZvb1B4Y3hCdFN5MDRpOUpvOGZ5bVNTM1pzSVNMM0hNbWpcLzNDRlF5TkFHam85N3lVdVwvaEZydGJXZDFVcU1VMTZyRmZmNjJcL0NvdzQwOFhyVk9tMUEyU2phYlN1cVdGUGxiRk1YRE9xTmtoVThqcGR3SVRneXFBPT0ifQ%3D%3D&mrkid=97685990 (4) https://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2020/08/13/coronavirus-vaccination-campaign.aspx?cid_source=dnl&cid_medium=email&cid_content=art1HL&cid=20200813Z1&mid=DM621205&rid=939340338, abgerufen am 20.8.2020, neuerdings spurlos verschwunden. (5) https://www.welt.de/wirtschaft/article214826898/WEF-Umfrage-Jeder-dritte-Deutsche-ist-gegen-Covid-19-Impfung.html (6) https://www.theguardian.com/world/2020/aug/09/only-half-of-britons-would-definitely-have-covid-19-vaccination?utm_term=4dca71910ef76c0eb4ea4b93ecd07846&utm_campaign=GuardianTodayUK&utm_source=esp&utm_medium=Email&CMP=GTUK_emailc (7) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2, abgerufen am 2.9.2020 (8) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2 (9) https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04460703?term=Vaccine&cond=Covid19&cntry=US&draw=2, abgerufen am 2.9.2020. (10) https://www.corona-stocks.com/us-government-and-yale-hold-trials-on-how-best-to-persuade-americans-to-take-covid-19-vaccine/ (11) https://news.yale.edu/2020/08/17/yale-and-yale-new-haven-hospital-begin-phase-3-trial-covid-19-vaccine; https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/covid-trials/ (12) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/7858/ (13) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/7771/ (14) https://medicine.yale.edu/ycci/clinicaltrials/trial/8444/ (15) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Yale%20University; https://yins.yale.edu/partners-and-sponsors (16) https://law.yale.edu/isp/about/sponsors (17) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/; https://de.wikipedia.org/wiki/Deloitte#Gro%C3%9Fkunden_(Auswahl); https://www.finance-magazin.de/banking-berater/consulting/big-four-analyse-consulting-deloitte-ist-die-neue-nummer-1-2053741/ (18) https://www2.deloitte.com/global/en/pages/about-deloitte/articles/covid-19/covid-19-scenarios-and-impacts-for-business-and-society-world-remade.html (19) https://www.rubikon.news/artikel/schone-neue-welt-2 (20) https://www.sfchronicle.com/culture/article/More-surveillance-is-coming-Why-that-might-not-15481965.php (21) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/; https://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Consulting_Group; http://www.bcg.com/ (22) http://www3.weforum.org/docs/WEF_Managing_Risk_Epidemics_report_2015.pdf (23) https://groups.som.yale.edu/healthcc/archived/sponsors/ (24) https://www.jax.org/about-us; https://en.wikipedia.org/wiki/Jackson_Laboratory (25) https://www.vanderbilt.edu/; https://www.vanderbilt.edu/coronavirus/fall-2020/fall-2020-resources/anchordown-stepup/ (26) https://news.vanderbilt.edu/2020/08/28/new-psychology-research-reveals-factors-that-may-affect-covid-19-vaccine-adoption/ (27) https://news.vumc.org/2020/07/15/vanderbilt-university-medical-center-to-recruit-up-to-1000-volunteers-for-covid-19-vaccine-trial/; https://news.vanderbilt.edu/2020/08/28/new-psychology-research-reveals-factors-that-may-affect-covid-19-vaccine-adoption/ (28) https://www.gatesfoundation.org/search#q/k=Vanderbilt; https://news.vanderbilt.edu/tag/bill-melinda-gates-foundation/; https://news.vumc.org/tag/bill-melinda-gates-foundation/ (29) https://childrenshealthdefense.org/news/the-persuasion-game-manipulating-intention-to-get-a-covid-19-vaccine/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=3c1e5ff0-d5bf-4d1e-ac41-e527d3448ea2 (30) https://eu.usatoday.com/story/opinion/2020/08/06/stop-coronavirus-compulsory-universal-vaccination-column/3289948001/ (31) https://www.macleans.ca/society/health/how-anti-vaxxers-could-disrupt-the-cure-for-the-covid-19-pandemic/

  • 36 feiernde Polizisten verletzen Corona-Regeln. Na und?

    Mainzer Polizisten bekommen zu spüren, was ihre Kollegen bei unsereinem vollstrecken: den Irrwitz eines Hygienestaats, der keinen Notstand mehr braucht, um Seuchenschutz zu treiben, auf Teufel komm raus. Montag, 18. Mai: Anlässlich von Beförderungen feiern 36 Polizisten in einer Mainzer Altstadtkneipe feucht-fröhlich Party. Keiner trägt Maske, keiner hält Sicherheitsabstand. Obendrein ignorieren sie kaltblütig die „Corona-Sperrstunde“ von 22 Uhr. Vier wachsame Anwohner alarmieren daraufhin: die Polizei. Diese löst die vergnügte Runde kurz vor Mitternacht auf. Prompt wurde daraus ein Skandal, der bundesweit Wellen schlug. Bis in TV-Nachrichtensendungen schaffte er es. Landauf, landab druckte die Tagespresse einen alarmistischen Text der Deutschen Presse-Agentur ab. Selbst „Zeit“ und „Spiegel“, die „Welt“, „Süddeutsche“ und „Frankfurter Allgemeine“ berichteten. Worüber? Alle, wirklich alle beschränkten sich darauf, drei Feststellungen zu treffen: Die Beamten verstießen gegen geltende Hygieneauflagen. Zuständige Behörden ermitteln. Bußgelder drohen. KEINE EINZIGE Redaktion hielt es für nötig, seither die naheliegendste Frage zu stellen: Was ist da eigentlich Schlimmes passiert? Wurde jemand ernstlich krank, der mitfeierte? Oder jemand, der mit einem Partygast hinterher Kontakt hatte? Starb deswegen irgendwer? Es gehört zu den Merkwürdigkeiten dieser Pandemie, dass niemanden mehr zu interessieren scheint, was sie tatsächlich anrichtet. Zumindest mich interessierte es. Und deshalb fragte ich am 24. und 25. August nach: beim Polizeipräsidium Mainz, bei der ermittelnden Bußgeldbehörde im Rechts- und Ordnungsamt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, beim Amt für Veterinär- und Gesundheitswesen. Hat sich die verantwortungslose Kneipenfete mittlerweile, über ein Vierteljahr später, denn verheerend auf die Gesundheit der Mainzer Bevölkerung ausgewirkt? Müsste das schändliche Event nicht an zahlreichen schweren Erkrankungen schuld sein, an überfüllten Intensivstationen in Mainzer Krankenhäusern, an Platznot auf Mainzer Friedhöfen? Folgendes kam zum Vorschein: Wurden alle beteiligten Polizisten auf SARS-CoV-2 getestet? Wenn ja, wie viele positiv? Verblüffenderweise nein. Wie viele erkrankten? Kein einziger. Wie viele mussten intensivmedizinisch versorgt werden? Folglich niemand. Wie viele liegen Covid-19-bedingt im Sterben oder sind bereits tot? Keiner. Wurden Infektionsketten nachverfolgt? Nein. Wie viele Kontaktpersonen der feiernden Polizisten erkrankten oder verstarben gar? Davon ist nichts bekannt. Hätte sich nicht umgehend das Mainzer Gesundheitsamt einschalten müssen, wegen des offenkundigen „Hotspot“-Risikos? „Da es bei keinem der Beteiligten irgendwelche Anzeichen einer Erkrankung oder Hinweise auf mögliche Infektionen gab, gab es für das Gesundheitsamt keinen Grund, aktiv zu werden“, so teilte mir der Pressesprecher des Landkreises Mainz-Bingen mit. Müsste sich die skandalöse Polizistenparty nicht in amtlichen Gesundheitsstatistiken niedergeschlagen haben – mit einem signifikanten Anstieg von covid-19-bedingten Einlieferungen ins Krankenhaus, von Verlegungen auf die Intensivstation, von Todesfällen? Keine Spur davon, nicht die geringste. (Anm. 1, s. beiliegende Tabelle) Der letzte Mainzer, der mit positivem SARS-CoV-2-Test verstarb, wurde VOR ZWEI MONATEN aktenkundig, am 8. Juli – seither wissen die Behörden von NIEMANDEM unter den rund 220.000 Einwohnern der Landeshauptstadt, der dem „Killerkeim“ noch zum Opfer fiel. KEINER. NULL. Und der vorletzte Fall? Festgestellt am 21. Mai. Wie sieht es im gesamten Landkreis Mainz-Bingen aus? Da fiel der letzte „Corona-Tote“ am 23. Mai auf – VOR DREIEINHALB MONATEN. Was ist also aus den vorliegenden Daten zu schließen? Dass am 18. Mai in einer Kneipe etwas ganz und gar Schreckliches, Brandgefährliches, Unverantwortliches, Folgenschweres passierte – darüber waren sich Politik und Medien irritierend rasch einig. Weil das eh schon für sie feststand, prüfte niemand nach. DAS ist schrecklich, brandgefährlich, unverantwortlich, folgenschwer: für die geistige Hygiene im Land, für das Vertrauen in Institutionen, für die Bewältigung der Krise, für die Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wenn sich ein ganzes Land wie von Sinnen einer Virusangst hingibt, deren empirische Grundlage ihm schnurz ist, dann driftet es in kollektive Paranoia ab. Wäre ich einer der bedauernswerten Mainzer Partypolizisten: Ich würde mich gegen die Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz juristisch zur Wehr setzen. Wäre ich einer jener Berliner Polizisten, die am 1. und 29. August gegen Hunderttausende von friedlichen Demonstranten vorgingen: Ich würde mich bei meinen Mainzer Kollegen schlau machen, ob stundenlange Verstöße gegen das AHA-Diktat denn irgendetwas anrichten, was den Beteiligten, ihren Kontaktpersonen, der Volksgesundheit insgesamt erwiesenen Schaden zufügt. Wo bleiben die Beweise? Darüber hinaus würde ich als Polizist darüber nachdenken, was mein Amtseid auf das Grundgesetz bedeutet: Muss ich ihn im offenkundigen Konfliktfall nicht über meine Gehorsamspflicht gegenüber meinem Dienstherrn stellen? Muss ich mich Anordnungen nicht widersetzen, wenn sie unverhältnismäßig, ohne Not, elementare Freiheitsrechte verfassungswidrig einschränken? Ja, auch für Polizisten gilt Artikel 20 Absatz 4 GG. Gesundheitsschutz zählt zu den wichtigsten Aufgaben des Staates; von Infektionsschutz hingegen steht nichts im Grundgesetz. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) Nach Statistiken des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz (https://lua.rlp.de), des Gesundheitsamts Mainz-Bingen (https://www.mainz-bingen.de), des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums (https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/gesundheit-und-pflege/gesundheitliche-versorgung/oeffentlicher-gesundheitsdienst-hygiene-und-infektionsschutz/infektionsschutz/informationen-zum-coronavirus-sars-cov-2/) sowie des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/)

  • Nicht ansteckend, trotzdem „positiv“

    US-Mediziner prangert Skandal an: Die meisten Menschen, deren PCR-Test positiv ausfällt, sind NICHT infektiös. Ihre Freiheitsrechte werden grundlos eingeschränkt. Unfassbar: Bis zu 90 % aller Personen, die der gängige PCR-Test als corona-„positiv“ abstempelt, sind in Wahrheit nicht ansteckend. Also werden sie ohne Not Opfer von verfassungswidrigen Einschränkungen ihrer Grundrechte. Nicht einmal das Infektionsschutzgesetz rechtfertigt ihre Freiheitsberaubung. Allein schon deswegen müssten Gerichte längst einschreiten. Diesen Schluss legt eine vernichtende Kritik der bisherigen PCR-Testpraxis nahe, mit denen die New York Times soeben US-amerikanische Epidemiologen zu Wort kommen lässt. (1) Um das ganze Ausmaß des Skandals zu begreifen, der da gerade auffliegt, muss man verstehen, was der Ct-Wert bedeutet: Er ist ein Maß für die Menge der Virus-RNA, die ein PCR-Test im Rachenabstrich oder sonstigem Probenmaterial findet. (2) „C“ steht für „Zyklus“, „t“ für „threshold“, Schwelle oder Schwellenwert. Der Ct-Wert ist eine Zahl, die angibt, nach wie vielen Zyklen der PCR-Prozess der Vervielfältigung („Amplifikation“) des Ausgangsmaterials eine Schwelle erreicht: jene, ab welcher das Messsignal, meist eine Fluoreszenz, exponentiell ansteigt, über den unauffälligen „Hintergrundwert“ hinaus. (Näheres im folgenden Schaubild, entnommen der ExpressZeitung.) Je höher der Ct-Wert, desto niedriger ist die Viruskonzentration in der untersuchten Probe. Um so geringer ist die Ansteckungsgefahr, die vom Getesteten ausgeht. Denn je weniger Viren-RNA ursprünglich vorliegt, desto mehr Messzyklen sind nötig, um sie nachzuweisen. Die weltweit vorherrschende Corona-Testerei lasse diesen Aspekt völlig außer acht, so bemängelt der Epidemiologe Prof. Michael Mina von der Elite-Universität Harvard. Im Prinzip gebe es bei ihr bloß ein „ja“ oder „nein“: Virusmaterial liegt vor oder nicht. Dabei, so Mina, werden scharenweise Personen positiv getestet und in Quarantäne gezwungen, obwohl sie NIEMANDEN ANSTECKEN KÖNNEN - die Virusmenge in ihrem Körper ist dafür viel zu gering. Mina fordert deshalb, schleunigst zu einer anderen Teststrategie überzugehen: Die INFEKTIOSITÄT einer Person sei es, die ermittelt werden müsse. Von welchem Ct-Wert müsste dabei ausgegangen werden? Einen Wert von „30 oder sogar weniger“ erachtet Prof. Mina als vernünftige Obergrenze. Diese Veränderung würde bedeuten, dass die Menge an Virus-RNA in Proben von Getesteten hundert- bis tausendmal größer sein müsste, als der gegenwärtige Standard vorsieht. Einen noch niedrigeren Schwellenwert legt die Studie eines 15-köpfigen kanadischen Forscherteams nahe. Abstriche von 90 Covid-19-Patienten, zwischen 30 und 59 Jahren alt, untersuchte es daraufhin, wie hoch die Viruskonzentration sein musste, um spezielle lebende Zelllinien zu infizieren. Das geschah nur bei Ct-Werten UNTER 24. (3) In Deutschland und anderswo schlagen PCR-Tests aber noch bei Ct-Werten über 40 „positiv“ an. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt einen Grenzwert von 30 bis 35 (4) und rät dazu, positiv Getestete bei Werten über 30 aus der Quarantäne zu entlassen. Eintreffende Fallmeldungen überprüft es anscheinend aber nicht daraufhin. In die offiziellen Infektionszahlen, mit denen das RKI täglich aufs neue Angst und Schrecken verbreiten hilft, geht offenbar JEDES „positive“ Testergebnis ein, das ihm Labore und Gesundheitsämter anzeigen – unabhängig davon, welchen Ct-Wert sie bzw. der Hersteller des verwendeten Testkits dabei zugrundegelegt haben. Beim Laborverbund LADR mit Sitz in Schleswig-Holstein beispielsweise hatten 49 Prozent der 963 positiven Testergebnisse seit Ende Juli einen Ct-Wert über 30, wie dessen Geschäftsführer Jan Kramer mitteilt. (5) Dass die Labore ihre PCR-Analysen nicht bei einem Ct-Wert von 30 stoppen, sondern in der Regel erst bei 37 oder 40, bestätigt Uwe Dittmer, Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie und Leiter der Virologie am Universitätsklinikum Essen. Dadurch erhalten zahlreiche Infizierte ein positives Testergebnis, obwohl die Virenzahl in ihrem Körper vernachlässigbar ist. (6) Wie Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung bestätigen, erfahren Deutschlands Gesundheitsämter von den Ct-Werten in der Regel nichts – und kümmern sich auch nicht darum. Folglich wissen sie im allgemeinen überhaupt nicht, ob und wie ansteckend jemand ist, der „positiv“ getestet wurde. So erfährt das Gesundheitsamt Köln den Ct-Wert "nur in Einzelfällen nach medizinischer Indikation". Auch Dortmund und Leipzig bekommen keine Ct-Werte. Dem Münchner Gesundheitsamt teilen manche Labore den Wert mit, andere nicht. (7) Nicht anders verhält es sich mit den Horrorstatistiken der Johns-Hopkins-University, die weltweit Panikmache und Hygieneterror anheizen. Zu welch extremen Verzerrungen dieser haarsträubende Diagnosepfusch führt, rechnet die „New York Times“ ihren Lesern vor. 794 „positive“ Tests habe ein staatliches Labor in New York, das Wadsworth Center, im Juli durchgeführt. Dabei ging es von einem Schwellenwert von 40 Zyklen aus. Hätte es die Ct-Schwelle auf 35 gesenkt, so hätte es bloß halb so viele „Fälle“ melden können. Bei einem Grenzwert von 30 wären sogar rund 70 % der „positiven“ Testergebnisse weggefallen. Im US-Bundesstaat Massachusetts hätte man 85 bis 90 % (!) der Personen, die im Juli bei einem Schwellenwert von 40 „positiv“ getestet wurden, als negativ einstufen müssen, wenn die Obergrenze bei 30 Messzyklen gelegen hätte. „Meines Erachtens hätte KEINER dieser Menschen von Behörden kontaktiert werden dürfen, NICHT EIN EINZIGER“, erklärt Professor Mina. Andere Experten, welche die New York Times mit diesen Zahlen konfrontierte, äußerten sich fassungslos. „Ich bin wirklich schockiert“, sagte Dr. Ashish Jha, Direktor des Harvard Global Health Institute. "Junge, Junge, das verändert wirklich die Art und Weise, wie wir über PCR-Tests nachdenken müssen.“ Dass so viele Menschen mit positiven Ergebnissen NICHT ANSTECKEND sind, sei äußerst besorgniserregend, erklärte Scott Becker, Geschäftsführer der Association of Public Health Laboratories. "Das beunruhigt mich sehr.“ Den amerikanischen Aufsichtsbehörden scheint das Problem durchaus bekannt – bloß Abhilfe mochten sie keine schaffen. Die FDA (Food and Drug Administration) gibt zu, dass sie keinen Schwellenwert vorgibt, die bei der Ermittlung „positiver“ Testergebnisse verwendet werden sollten; "kommerzielle Hersteller und Labors legen ihre eigenen fest". (8) Zum Beispiel verwendet das staatliche Labor in North Carolina den Thermo-Fisher-Coronavirus-Test, der die Ergebnisse auf der Grundlage eines Grenzwertes von 37 Zyklen automatisch klassifiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) erklärt, sie „prüfe“, was Ct-Werte "für politische Entscheidungen" bedeuten. Wie sie in der „New York Times“ einräumte, sei es „äußerst schwierig, ein lebendes Virus in einer Probe oberhalb einer Schwelle von 33 Zyklen nachzuweisen“. (9) Mitarbeiter mehrerer staatlicher Labore gaben an, die CDC habe sie nicht gebeten, zugrunde gelegte Schwellenwerte zu protokollieren oder sie an Einrichtungen weiterzugeben, die Kontaktpersonen von vermeintlich Infizierten ermitteln. Für Professor Mina steht somit der Einsatz von PCR-Tests als ausschlaggebendes diagnostisches Instrument GRUNDSÄTZLICH IN FRAGE. Wie die FDA zu bedenken gibt, können Menschen eine niedrige Viruslast aufweisen, wenn sie neu infiziert sind. Ein Test mit geringerer Empfindlichkeit würde diese Infektionen übersehen. Dieses Problem sei jedoch leicht zu lösen, erklärt Prof. Mina: "Testen Sie die Betreffenden erneut, sechs Stunden später oder 15 Stunden später oder wann auch immer.“ Ein Schnelltest würde diese Leute umgehend identifizieren, auch wenn er weniger empfindlich wäre; denn ihre Viruslast würde rasch ansteigen. Jedes Opfer von hyperaktiven Infektionsschützern, das sich juristisch zur Wehr setzen will, sollte fortan nicht versäumen, seinen Anwalt auf den New York Times-Artikel hinzuweisen. Die Chancen stehen gut: So erreichten zwei Patienten in Schwerin, dass das dortige Gesundheitsamt „eine Befreiung aus der Quarantäne“ vornahm – aufgrund niedriger Ct-Werte. (10) Gäbe es so etwas wie eine Weltstaatsanwaltschaft: Allein schon aufgrund des Ct-Skandals müsste sie so gut wie alle Regierungen wegen grundloser Freiheitsberaubung in Abermillionen Fällen verklagen. Agieren sie fahrlässig oder vorsätzlich? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) New York Times: „Your Coronavirus Test Is Positive. Maybe It Shouldn’t Be“, 29.8.2020, https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html (2) Siehe z.B. MVZ Labor Ravensburg: „Laborwissen konkret: Was bedeutet der Ct-Wert? Nachweis von SARS-Cov_2-RNA mittels PCR“, https://www.labor-gaertner.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/pdf/Aktuelles/LaborwissenKonrekt_SARS-CoV-2_Ct-Wert.pdf; https://de.wikipedia.org/wiki/Ct-Wert (3) https://academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/cid/ciaa638/5842165; https://dgn.org/rubrik-themen/4022-vorhersage-der-infektiositaet-von-sars-cov-2-bei-positiver-pcr (4) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html;jsessionid=34CD6950D61B21A3504E8DD2A5B2FF77.internet072, abgerufen am 1.9.2020. (5) Zit. nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (6) Zit. nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (7) https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 (8) https://www.fda.gov/media/135900/download, abgerufen am 1.9.2020. (9) https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/duration-isolation.html, abgerufen am 1.9.2020. (10) Nach https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679 Bildnachweis: Abb. Abstrich: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=88810687; Abb. „Was ist der PCR-Test?“: ExpressZeitung, Ausgabe 32, Mai 2020, S. 48.

  • Besser einmal als nie: „Bild“ sorgt für Aha-Erlebnis

    Fällt der Groschen nun auch bei einigen der 8,6 Millionen Leser von „Bild“? Das Blatt mit den übergroßen Buchstaben machte am 7. September mit einer Schlagzeile auf der Titelseite auf, die dem politischen Berlin ganz und gar nicht passen dürfte: „Die Corona-Zahlen, die Sie WIRKLICH kennen müssen“. Und auf welche Corona-Zahlen kommt es Deutschlands auflagenstärkster Tageszeitung zufolge an? „Immer weniger Schwerkranke, Todesfälle und belegte Intensivbetten.“ So ist es. Im Innenteil folgt, besser spät als nie, die kluge Frage: „Sind die Infektionszahlen wirklich der einzige Gradmesser für die Corona-Gefahrenlage?“ Nein, sagt Bild. Wieso? Erstaunlicherweise traut die Redaktion ihren Lesern zu, vier Kurven in zwei Grafiken zu kapieren - siehe unten - und daraus naheliegende Schlüsse zu ziehen. Auf heftigen Konfrontationskurs zu Bangemachern geht Bild auch im Kommentar des Tages. „Es ist die wichtigste Frage für Deutschland“, so beginnt er: „Wie gefährlich ist die Corona-Lage in unserem Land wirklich? (…) Lässt sich noch von einer Notlage sprechen, wenn die Intensivstationen leer sind und – zum Glück – kaum jemand noch an Corona stirbt? Wenn die Bundesregierung sich weiterhin an den Infektionszahlen festbeißt, erweckt sie vor allem den Eindruck: dass sie nur die Zahlen benutzt, die gerade zur politischen Agenda passen.“ Wie die Faust aufs Auge passt da die Kernaussage von Gesundheitsminister Jens Spahn im Interview derselben Bild-Ausgabe: „Das VIRUS ist der Spielverderber – nicht ich!“ Wahrlich, aberwitzige Zeiten sind angebrochen. Dass ich mir jemals eine Ausgabe der Bild kaufen und ihr sämtliche Mitbürger als Leser wünschen würde, hätte ich mir noch Anfang dieses Jahres nicht träumen lassen. Harald Wiesendanger

  • Gibt es noch Bielefelder?

    Am 29. Juni 2020 scherten sich 3000 Bielefelder Fußballfans nicht um Hygieneregeln, als sie den Aufstieg ihrer Arminia in die 1. Bundesliga feierten. Prompt ging ein Sturm der Entrüstung durch die panikvirusverseuchte Republik. Zurecht? Gibt es überhaupt noch Bielefelder? Müssten sie inzwischen nicht ausgestorben sein, dahingerafft vom Killerkeim? Die schrillen Schlagzeilen vom 29. Juni 2020 ließen jedenfalls das Allerschlimmste befürchten. Tags zuvor hatten rund 3000 euphorisierte Anhänger der Arminia-Kicker stundenlang den Aufstieg in die Erste Bundesliga gefeiert – im Freien, vor der Schüco-Arena. Lachend, gröhlend, singend, einander selig umarmend. Die brave Aufforderung der Vereinsführung, nicht zur Bielefelder „Alm“ zu kommen, ignorierten sie. Maske trug keiner, eine Alkoholfahne fast jeder. Die Sicherheitsabstände lagen eher im Millimeterbereich. Prompt brach über die Vereinsführung ein Tsunami der Empörung herein. Da sei eine Party „eskaliert“, so las man. „Jetzt drohen Konsequenzen.“ (1) Beim Ordnungsamt ging eine Anzeige gegen die Vereinsführung ein, wegen Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen. Kleinlaut entschuldigte sich die Arminia: Ein solches „Fehlverhalten“, so räumte sie in einer Pressemitteilung zerknirscht ein, „hätte in keinem Fall passieren dürfen“. Wieso eigentlich nicht? Welchen gesundheitlichen Schaden nahm Bielefeld denn? Bis 1. Juli, fünf Monate nach Beginn der „ersten Welle“, waren in der 335.000-Einwohner-Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens nicht 5000, nicht 500, nicht einmal 50, sondern ganze FÜNF Patienten mit positivem Corona-Test verstorben – womöglich aber kein einziger WEGEN des Virus. Bis Anfang August kamen wie viele Tote hinzu? NULL. Bis Anfang September? ZWEI. „In der Stadt Bielefeld gibt es seit Beginn der Pandemie sieben Corona-Tote“, bestätigt das dortige Gesundheitsamt (https://www.bielefeld.de/de/covi/). (3) Im Schnitt EIN Opfer pro Seuchenmonat. Im Ernst: EINES. So „wütet“ ein Killervirus? Auf den Intensivstationen der Bielefelder Krankenhäuser mussten Anfang August wie viel Corona-Infizierte behandelt werden? EINER. Und bei Redaktionsschluss dieses Artikels, am 9. September? Ebenfalls EINER. (1) Nicht einmal die Ansteckungsrate veränderte sich nennenswert. Bis 30. Juni registrierten die örtlichen Behörden insgesamt 431 Infektionen, davon 19 aktive. Und anderthalb Wochen später, am 9. Juli? Da waren es immer noch 431, aktiv Infizierte gab es 6 weniger (2). Stand 11. August ließen sich gerade mal 57 infizierte Bielefelder ausfindig machen, und das trotz massiver Ausweitung der Tests. Und aktuell? 56. (1) Am 10. September meldet das Robert-Koch-Institut für 7,8 Neuinfektionen pro 100.000 Bielefelder. (2) Viel Lärm um nichts: Auch anderswo füllten „Superspreader-Events“ eher Titelseiten als Arztpraxen und Krankenhäuser, Intensivstationen und Massengräber. Weiterhin zeigt uns niemand den faktischen Schaden auf, den beispielsweise die Berliner Großdemos vom 1. und 29. August, mit jeweils wohl Hunderttausenden von unmaskierten, dicht an dicht stehenden „Covidioten“, Deutschlands Volksgesundheit zugefügt haben sollen. Wo bleibt der Beweis? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) http://www.radiobielefeld.de/nachrichten/infos-zum-coronavirus.html, zuletzt abgerufen am 10.9.2020. (2) Gemäß der laufend aktualisierten „Interaktiven Karte“ von Deutschlands größtem Internet-Nachrichtendienst t-online, https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87823462/deutschland-diese-landkreise-gelten-als-corona-frei-interaktive-karte.html, zuletzt abgerufen am 10.9.2020. (3) https://www.bielefeld.de/de/covi/

  • Der gekaufte Planet

    Von Chile über Nigeria bis Myanmar: Warum Seuchenschutz 2020 fast überall gleich aussieht. Seltsam: Beinahe überall auf diesem Planeten findet die gleiche aberwitzige Art von „Infektionsschutz“ statt. Wieso definieren, messen und behandeln die meisten Staaten, selbst im tiefsten Afrika, die Corona-Seuche genau so, wie die Weltgesundheitsorganisation es für notwendig hält? Warum schert kaum ein Land aus? Internationaler Währungsfonds und Weltbank spielen die Schlüsselrolle bei einer globalen Erpressung. Ihr simpler Kern: „Spielt gefälligst mit bei unserer Plandemie – oder wir drehen euch den Geldhahn zu.“ Ist der Norden erkältet, so liegt der Süden auf der Intensivstation: Diese Faustregel galt für die Weltwirtschaft bereits vor 2020. Die Coronakrise vertieft diese Kluft. Zwar haben sich die reichen Länder der nördlichen Hemisphäre ohne Not, bei Sterberaten im Bereich von Grippewellen, selber einen historisch beispiellosen Schaden zugefügt, der mittlerweile selbst die Große Depression von 1929/30 in den Schatten stellt. Allein die US-Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal 2020 um annualisierte 32,9 % - der höchste Wert seit 1947. Betriebsschließungen, die Unterbrechung von Lieferketten, der Absturz des Welthandels, die Beeinträchtigung des Transportwesens, der dramatische Rückgang von Nachfrage und Produktion, der vollständige Zusammenbruch des Ferntourismus, eine Bankrottwelle treffen selbst Wohlstandsinseln wie Deutschland schwer. Doch zumindest verhindern hier soziale Sicherungssysteme das Allerschlimmste. Zwischen Berlin und Belfast, Lissabon und Wien verhungert niemand. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen arme Länder, die überwiegend auf der Südhalbkugel liegen. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln oder sind obdachlos. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte deshalb mit voller Wucht. Große Teile der Bevölkerung vegetieren dort nun erst recht in bitterster Armut, können ihrem Elend nicht entkommen, sind verzweifelt, hungern und verhungern. Bereits am 22. April zitierte die New York Times unter der Schlagzeile „Instead of Coronavirus, the Hunger Will Kill Us“ Expertenschätzungen, denen zufolge die Anzahl der Hungernden bis zum Jahresende weltweit um 130 Millionen ansteigen wird. Gar von 225 Millionen geht eine neuere Studie der Universität Oxford aus. Laut UNO droht coronabedingt weltweit 1,6 Milliarden Menschen akut ein Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Länder wie Indien und Pakistan verzeichnen sprunghaft angestiegene Selbstmordraten – nachdem Infektionsschutz massenhaft Lebensgrundlagen zerstörte, sehen viele Leidtragende keinen anderen Ausweg, als sich umzubringen. Wie kann es sein, dass nahezu sämtliche Entwicklungsländer dennoch wie von Sinnen dem martialisch-selbstzerstörerischen Krisenmanagement der Reichen nacheifern – wohlwissend, dass sie damit die himmelschreiende Not ihrer Bevölkerung noch verschlimmern? In Quarantäne zu müssen, bedeutet südlich des Äquators für hunderte Millionen, mit einem halben Dutzend Verwandter auf ein paar Quadratmetern in einer schäbigen Hütte zusammengepfercht zu sein – oder im Dreck auszuharren, ohne ein Dach über dem Kopf. Weshalb favorisieren so gut wie alle Staaten eine kontrollsüchtige Hygienediktatur, die skrupellos Grundrechte außer Kraft setzt, so als gälte es, die Volksrepublik China schleunigst auf den gesamten Globus auszudehnen? Warum bemühen sich manche, den Terror sogar noch zu steigern – etwa durch „Quarantäne-Camps“ genannte Konzentrationslager, wie in Vietnam und Nepal? Weshalb tun sie es, obwohl sich auch bei ihnen das „Wüten“ des angeblichen Killerkeims eher auf Titelseiten und in Fernsehnachrichten bemerkbar macht als in Arztpraxen, auf Intensivstationen, auf Friedhöfen? In Wahrheit liegt die Corona-Sterblichkeit in den meisten Ländern Südamerikas und Afrikas bisher deutlich niedriger als in Europa und den USA, vermutlich aufgrund der jüngeren Bevölkerung und dank klimatischer Faktoren. Warum verbreiten trotzdem auch dort politisch Verantwortliche mit Statistiken, deren Wissenschaftsferne schon Schulkinder durchschauen können, auf Teufel komm raus Angst und Schrecken? Obwohl die Covid-19-Sterbefallkurve überall auf der Welt längst mit der Nulllinie flirtet, nimmt der Hygieneterror so gut wie nirgendwo ein Ende. Weiterhin drangsalieren Regierungen im Panikmodus ihre Bevölkerung, sperren sie ein, überwachen sie mit geradezu orwellianischer Unerbittlichkeit, ruinieren millionenfach Existenzen, schotten sich ab. Stand 8. September 2020 lassen über 70 Staaten Ausländer gar nicht oder bloß ausnahmsweise ins Land. Wieso propagiert einer wie der andere weiterhin faktenwidrig Notstand, setzt auf PCR-Tests, verwendet dieselben Infektionskriterien, zählt angebliche „Opfer“ auf dieselbe Weise, übernimmt AHA-Hygiene, baut auf Medikamente und Impfstoffe der westlichen Schulmedizin, ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse, zensiert abweichende Meinungen nach WHO-Vorgaben? Weshalb dauert von Lima bis Hanoi, von Kiew bis Khatmandu, von Santiago de Chile bis Islamabad eine Corona-Quarantäne exakt 14 Tage, wo „Infizierte“ im Schnitt doch bloß acht bis neun Tage lang ansteckend bleiben, in Einzelfällen aber bis zu 20? Warum scheinen fast überall Drosten-, Wieler- und Söder-Klone ihr Unwesen zu treiben? Zur Antwort gehört, dass sie demselben Club angehören. Der Weltgesundheitsorganisation beitreten kann jeder Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen; mit Ausnahme des Fürstentums Liechtenstein haben sich 193 UN-Staaten dazu entschlossen. Damit ließen sie sich auf ein hochgradig reglementiertes Krisenmanagement einschwören, schon seit der Jahrtausendwende vorgegeben in ausgefeilten Strategiepapieren, eingeübt bei gemeinsamen Konferenzen und Planspielen, von „Dark Winter“ (2001), „Global Mercury“ (2003) und „Atlantic Storm“ (2005) über „Clade X“ (2018) bis zum berüchtigten „Event 201“ im Oktober 2019 . Ausgeklügelte Automatismen setzen ein, sobald die WHO Pandemie-Alarm schlägt. Aber wieso beugen sich so gut wie alle Regierungen diesem Diktat überhaupt noch, koste es, was es wolle? Weshalb schmeißen sie ihre Clubkarte nicht in den Müll, nachdem sich immer deutlicher abzeichnet, dass die WHO jenes von übermächtigen Industrien und milliardenschweren Pseudo-Philanthropen dirigierte Panikorchester geblieben ist, als das es sich spätestens beim haarsträubenden Schweinegrippe-Fehlalarm 2009 entpuppte? Bei einem Autohändler, der schamlos log und betrog, kauft kein vernünftiger Mensch auch seinen nächsten Wagen. Wieso kauft die Weltgemeinschaft der WHO ein zweites Mal unbesehen die wohl folgenschwerste Gefahrenmeldung ab, die auf diesem Planeten jemals die Runde gemacht hat? Verdächtig milde Gaben aus Washington Im Zeitalter des Faktenchecks müssen des Rätsels naheliegender Lösung ein paar ironische Klarstellungen vorausgehen, um das Zensurrisiko zu verringern: 1. Korruption gibt es nicht. 2. Falls doch, dann zumindest nicht im Zusammenhang mit der Corona-Seuche. 3. Falls doch, so wären allenfalls Einzelpersonen dafür anfällig, nicht aber ganze Staaten. 4. Falls doch, dann zumindest nicht für Beträge unterhalb von 24 Milliarden. 5. Falls doch, hätten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank nicht das Geringste damit zu tun. 6. Dass IWF und Weltbank mit den Vereinten Nationen, unter deren Dach die WHO wirkt, eng zusammenarbeiten, täte folglich nichts zur Sache. 7. Ebenso belanglos wäre, dass ein Direktor der Weltbank mit am Tisch saß, als sich im Oktober 2019, auf Einladung der Gates-Foundation, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien zu „Event 201“ trafen: der „Simulation“ eines Pandemieausbruchs, die das Geschehen 2020 geradezu prophetisch, aber selbstverständlich rein zufällig vorwegnahm, und das atemberaubend präzise. Somit ist glasklar, dass bloß ein doofer Verschwörungstheoretiker auf die Schnapsidee kommen kann, sich neugierig auf der Homepage des IWF umzusehen. Dort würde ihm auffallen: Bereits im ersten halben Jahr ab Pandemiebeginn ließ der Internationale Währungsfonds ACHTZIG Staaten Finanzhilfen von insgesamt 87,8 Milliarden US-Dollar zukommen – ausdrücklich deklariert als „COVID-19 Financial Assistance and Debt Service Relief“ – teils als Kredite, teils in Form eines Schuldenerlasses. (1) Dabei wurden keineswegs „Peanuts“ verteilt. Es flossen stattliche bis gigantische Summen. Allein Chile erhielt 23,9 Milliarden US-Dollar, Peru 11 Milliarden, Kolumbien 10,8, Ägypten acht, die Ukraine fünf, Südafrika 4,3, Nigeria 3,4, Jordanien 1,7, Pakistan 1,4. Seine großzügigen Gaben begründet der IWF denkbar fürsorglich: Ärmere Länder sollen in die Lage versetzt werden, mit den schlimmen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besser zurechtzukommen. Bloß Verschwörungstheoretiker stören sich daran, dass der IWF hierbei zu erwähnen vergisst: Den ökonomischen Totalschaden richtete nicht das „Wüten“ eines apokalyptischen Killerkeims an, sondern erst ein hyperaktives, der tatsächlichen Gefahr unangemessenes Krisenmanagement, das vergessen hat, wann es aufhören muss. In Wahrheit fließen die IWF-Gelder keineswegs bedingungslos, allein ausgerichtet an der Bedürftigkeit der zu Beglückenden. Das Präsent ist vergiftet, nämlich an eine Bedingung geknüpft: Wer es kriegen will, muss die Seuche so bekämpfen, wie sich die WHO das vorstellt. Denn zu den „Voraussetzungen für eine Unterstützung“ zählt der IWF, dass „eine angemessene Politik zur Bewältigung der Krise verfolgt“. (2) IWF-Geld gibt es erst nach positiver „Bewertung der kausalen Wirkung von Eindämmungsmaßnahmen auf Infektionen“. Dabei „deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Länder, die strenge Massnahmen eingeführt haben, wie z.B. in Wuhan, China (…) die Zahl der bestätigten (Infektions- und Todes-)Fälle um mehr als 90 Prozent (…) reduziert haben, verglichen mit Ländern, die keine Massnahmen getroffen haben. Eindämmungsmaßnahmen hatten stärkere Auswirkungen in Ländern, in denen die Maßnahmen schneller umgesetzt wurden und zu einer geringeren Mobilität führten - de facto zu mehr sozialer Distanzierung (…) Interne und internationale Reisebeschränkungen waren am wirksamsten. (…) Eine Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen führt zu einem Anstieg der Zahl der Fälle.“ Kurzum: Wenn ihr unsere Kohle wollt - verfahrt gefälligst so wie Peking. Das ist ganz im Sinne des WHO-Generaldirektors Tedros Ghebreyesus. Das ehemalige Politbüro-Mitglied einer marxistischen „Volksbefreiungsfront“ in Äthiopien, der seinen Genfer Chefsessel Chinas nachdrücklicher Empfehlung verdankt, lässt kaum eine Gelegenheit aus, den chinesischen Lockdown überschwänglich zu loben: „Gratulieren“ müsse er der chinesischen Regierung „zu den außerordentlichen Maßnahmen, die sie ergriffen hat, um den Ausbruch einzudämmen, trotz der schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Volk. (…) In vielerlei Hinsicht setzt China tatsächlich einen neuen Standard bei der Reaktion auf Krankheitsausbrüche. Das ist keine Übertreibung.“ (3) Die Lektion besonders gut kapiert hat beispielsweise die Ukraine. Als bewerbe sie sich um Aufnahme als 23. Provinz in die Volksrepublik China, gehören die Zwangsinstallation einer Überwachungs-App, biometrische Datenabgleiche, im positiven Testfall ständige Kontrollanrufe und unangekündigte Inspektionen durch Beamte seit längerem zum Seuchenschutzalltag der ehemaligen, chronisch heruntergewirtschafteten Sowjetrepublik. „Infolge des Coronavirus“, so hatte Staatschef Selenskij bereits am 9. März geklagt, „ist unser Land an einem Scheideweg angekommen und zwei Wege stehen ihm offen. Der erste besteht darin, (…) Gesetze zu verabschieden, (…) mit denen wir von unseren internationalen Finanzpartnern Unterstützung in Höhe von mindestens 10 Milliarden USD erhalten würden. Das ist notwendig, um die Ökonomie des Landes zu stabilisieren und die Krise zu überwinden. Andernfalls (…) käme es zum Verfall der Ökonomie und sogar zur Gefahr eines Staatsbankrotts.“ Am 18. April sah Selenskij sein Land kurz vor dem Exitus: „Jetzt brauchen wir sie [die Unterstützung des IWF] wie Blut für den menschlichen Körper.“ (4) Wer könnte in solch höchster Not schon Nein sagen, wenn ein möglicher Lebensretter seine Blutspende lediglich von braver WHO-Gefolgschaft abhängig macht? Ausgerechnet der Wiege der Demokratie entsteigt der europaweit schlimmste Hygieneterror Für ein besonders „effizientes“ Abflachen ominöser Kurven heimst Griechenland international viel Lob ein. (5) Tatsächlich gibt sich Athen größte Mühe, sich in puncto knallhartem Krisenmanagement von niemandem überbieten zu lassen. Die Corona-Pandemie zu leugnen, entsprechende „Verschwörungstheorien“ zu verbreiten und dazu aufzurufen, Hygieneregeln zu brechen, gilt dort inzwischen als Straftat. Ab Anfang August 2020 verfolgte die Staatsanwaltschaft in Athen solche kriminellen Delikte intensiv. Eine entsprechende Anordnung erließ ein sogenannter „Bürgerschutzminister“, bei dem allein schon der Amtstitel ahnen lässt, dass Bürger dringend vor ihm geschützt werden müssen. Michalis Chrysochoidis heißt er. Auf seine Weisung hin überwacht eine „Cyber Crime“-Einheit der griechischen Polizei namens ELAS Blogs, Internetmagazine und soziale Netzwerke. „Wir werden alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, damit die öffentliche Gesundheit nicht durch Fehlinformationen oder Verschwörungstheorien bedroht wird, die im Internet in Umlauf gebracht werden“, so erklärte Bürgerschutzminister Chrysochoidis. (6) „Das Coronavirus ist nicht für Aufrufe zum Ungehorsam oder Verschwörungsszenarien geeignet. Bei jeder Tat, bei jeder unserer Handlungen müssen die Verantwortung und das Bewusstsein über die Konsequenzen für unsere Mitbürger überwiegen. Der Staat wird die Schaffung von Brutstätten für die öffentliche Gesundheit durch sozial unverantwortliche Verhaltensweisen nicht zulassen.“ Wie Griechenlands Einheit für „Cyberverbrechen“ am 21. August meldete, verfolgt die Staatsanwaltschaft bereits 21 Fälle von „Corona-Leugnung“ in sozialen Netzwerken. Davon betroffen ist unter anderem eine Elterninitiative, die gegen die Maskenpflicht für Schulkinder protestieren wollte. Weitere Straftaten sollen die Urheber von neun Internet-Artikeln und einem Video zum selben Thema begangen haben. Darüber hinaus prüft die Staatsanwaltschaft in Athen zehn Berichte in sozialen Medien und Blogs, die dazu „aufwiegeln“, staatliche Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Pandemie zu missachten. Wie ein Griechenland-Korrespondent des Informationsdiensts heise.de berichtet, werden Verstöße gegen Corona-Regeln landesweit besonders streng verfolgt und geahndet: „Die Polizei stoppt Busse, zum Beispiel in Athen, und kontrolliert jeden Fahrgast. Personen, die ohne Maske erwischt werden, müssen 150 Euro Strafe zahlen. Die Strafe ist auch fällig, wenn jemand einen Supermarkt ohne Maske verlässt. Sich darauf zu berufen, dass im Laden die Maske getragen wurde, ist nicht möglich. Taxifahrer, bei denen die Maske unter der Nase sitzt, zahlen ebenso Strafe wie Fahrgäste der Taxen, wenn sie keine aufgesetzt haben.“ In einer amtlichen „Risikoregion“ sind selbst private Feiern verboten. Versammlungen von mehr als neun Personen in der Öffentlichkeit oder privat „führen zu einem Bußgeld von 150 Euro pro Person. Bei mehr als vier nicht miteinander verwandten Personen an einem Tisch in einem Restaurant sind ebenfalls pro Person 150 Euro fällig.“ Wer „Kontakt“ zu einer „nachweislich infizierten“ Person hatte und seiner Verpflichtung zur „Selbstisolierung“ nicht nachkommt, wird notfalls gewaltsam in eine Quarantäneunterkunft außerhalb seiner eigenen Wohnung geschafft. Der Chef der Corona-Expertenkommission des griechischen Gesundheitsministeriums, Sotiris Tsiodras, empfiehlt der Bevölkerung, dass „sich ALLE (!) gegenüber ihrer Umwelt so verhalten sollen, als seien sie bereits infiziert“. Gibt es europaweit irgendein Volk, dessen Mentalität es wesensfremder ist als der griechischen, ängstlich, übervorsichtig, chronisch besorgt zu sein? Wie beklemmend die Coronakrise das Land trotzdem verändert hat, berichtete mir kürzlich Michail G.: „Ich arbeite normalerweise mit meiner Familie in unserem Tourismusgeschäft auf Kreta. Doch die Corona-Politik hat alles kaputtgemacht, wir haben 70 % weniger Fremdenverkehr als letztes Jahr. Staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld gibt es bei uns nicht. Man steht komplett ohne Versorgung da, wenn man keine Arbeit hat. Anfang Juli bin ich nach Deutschland gekommen. Hier arbeite ich momentan, sozusagen als Gastarbeiter, in meinem ursprünglichen Beruf als Lkw-Fahrer. Ich versuche Rücklagen zu bilden, damit wir im nächsten Jahr in Griechenland alles bezahlen können. Auf Kreta hatten wir keinen einzigen Corona-Fall. Trotzdem riegelte die Regierung in den ersten Monaten die ganze Insel ab und erließ strenge Ausgehverbote. Verstöße bestraft sie mit sehr hohen Bußgeldern. Fast anderthalb Monate lang waren wir eingesperrt. Das Haus verlassen durften wir nur, wenn wir vorher per SMS an eine Behördennummer um Erlaubnis gebeten haben. Die Polizei kontrolliert überall. Das Schlimmste ist, dass man kaum mit jemanden reden kann, Selbst meine engste Familie in Deutschland ist gegen meine Kritik am System und betrachtet mich als Gefahr. Es gibt keine herzlichen Umarmung mehr und kein bisschen Persönlichkeit, es ist einfach nur traurig.“ Worin besteht denn nun der entsetzliche Notstand, der die verfassungswidrige Vorgehensweise angeblich rechtfertigt? Nach Angaben der Johns-Hopkins-University verzeichnet Griechenland, seit am 26. Februar dort die erste SARS-CoV-2-„Infektion“ auffiel, bis jetzt 262 „Corona-Opfer“. Bei einer Gesamtbevölkerung von knapp elf Millionen entspricht dies einer Mortalität von 0,002 % - im Ernst, NULL-KOMMA-NULL-NULL-ZWEI. So „wütet“ ein Killerkeim? Dabei starb von den 262 ein Großteil zwar MIT, aber nicht AN dem Virus. (7) Im gesamten August 2020 wurden 56 „Corona-Tote“ gezählt – im Schnitt zwei pro Tag. Solche Zahlen rechtfertigen es allen Ernstes, das Land in eine Haftanstalt zu verwandeln und die ohnehin gebeutelte Wirtschaft zu sabotieren? Ist es purer Zufall, dass es sich bei Europas gnadenlosestem Hygieneterroristen zugleich um den bemitleidenswertesten Hungertuchnager handelt? Kein anderes EU-Mitglied ist jemals einem Staatsbankrott näher gekommen. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist Griechenland das am höchsten verschuldete Mitgliedsland der Europäischen Union. Nur mit Megakrediten und Aufkäufen von Staatsanleihen im dreistelligen Milliardenbereich verhinderten EU und Internationaler Währungsfonds das Schlimmste. Solche Abhängigkeiten machen anfällig für Erpressung und Korruption. Bedingungslose Almosen bekommt allenfalls der obdachlose Bettler in der Fußgängerzone – aber kein ganzer Staat auf den internationalen Finanzmärkten. Kann bloß ein Covidiot von Bestechung und Nötigung ausgehen? Selbstverständlich würde nur ein Covidiot von „Bestechung“ reden und den abwegigen Vorwurf einer Nötigung konstruieren. Und deshalb verdient wohl keinerlei Beachtung, dass Weißrusslands Präsident Lukaschenko dem IWF eben dies vorwirft: einen Korruptionsversuch. Wie er auf einer Pressekonferenz berichtete, hätte er von der WHO „Hilfen“ in Höhe von 92 Millionen Dollar erhalten können, falls er in seinem Land Corona-Maßnahmen nach dem Muster Italiens durchführt. Das lehnte er ab. Die Weltbank habe ihm das Zehnfache in Aussicht gestellt, 940 Millionen Dollar, sofern er seinem Land einen strengen „Lockdown“ verordne. Auch diesen Deal habe er ausgeschlagen. „Auf keinen Fall werden wir das machen. Um Covid-19 entgegenzutreten, sind die normalen Gesundheitsmaßnahmen, die ohne Ausgangssperre und ohne selbstmörderische Blockade der Wirtschaft ergriffen wurden, ausreichend und weit fortgeschritten.“ (8) „An Arbeitslosigkeit und Hunger sterben mehr Menschen als am Coronavirus.“ (9) Ginge es ausschließlich um milde Gaben in höchster Not, so hätte es für den IWF nahegelegen, am großzügigsten jene Länder zu beschenken, in denen die ärgste Not herrscht. Demnach hätte er die höchsten Beträge auf den Schwarzen Kontinent überweisen müssen. Von Nigeria und Südafrika abgesehen, bewegen sich die Zuwendungen für afrikanische Länder aber im ein- bis dreistelligen Millionenbereich. Ganz und gar covidiotisch wäre selbstverständlich der Verdacht, dass politisch Verantwortliche in Afrika eben leichter zu bestechen und zu erpressen sind als anderswo. Ein paar weitere Länder schlugen die verlockende IWF-Offerte ebenfalls empört aus – zunächst jedenfalls. Am 8. April gab der Präsident von Madagaskar, Andry Rajoelina, im Staatsfernsehen bekannt: Bei der Vorbeugung und Behandlung von Corona-Erkrankungen, wie zuvor schon im Kampf gegen Malaria, habe sich ein Extrakt aus Artemisia annua, dem Einjährigen Beifuß, und anderen einheimischen Kräutern hervorragend bewährt – es heile Covid-19-Patienten innerhalb von zehn Tagen. (10) Mehrere andere afrikanische Länder - darunter Tansania, Guinea-Bissau, Äquatoria-Guinea, Niger, Tschad, Senegal, Liberia, die Komoren und die Demokatische Republik Kongo – importierten das „Covid-Organics“ genannte Mittel daraufhin, manche orderten ganze Flugzeugladungen. (11) Laut einem Bericht der Zeitung „Tanzania Perspective“ vom 14. Mai soll Rajoelina erklärt haben, die WHO habe ihm 20 Millionen Dollar angeboten, wenn er seine Empfehlung von „Covid-Organics“ widerruft – „Bestechungsgeld“ soll er es genannt haben. Alle afrikanischen Nationen rief Madagaskars Präsident dazu auf, aus der WHO auszutreten. Zu Madagaskars Erfahrungen mit der WHO passt das Gerücht, die Gates-Stiftung habe Parlamentariern in Nigeria zehn Millionen Dollar geboten, falls sie dafür sorgen, dass dort ein Corona-Zwangsimpfungsprogramm verabschiedet wird. (12) Eine italienische Abgeordnete forderte im Parlament deswegen, Gates als „Vakzin-Kriminellen“ zu verhaften – dieser philanthropische Spritzenfetischist gehöre vor den Internationalen Strafgerichtshof, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Noch am 6. Mai 2020 hatte der Präsident von Tansania, John Magafuli, für Aufsehen gesorgt, als er bekanntgab, die weltweite PCR-Testerei sei ad absurdum geführt: Das nationale Labor habe im Blindversuch sogar eine Papaya, eine Ziege und eine Wachtel als corona-positiv identifiziert. Auch er verwies die WHO daraufhin des Landes. (13) Anschließend hielt sich das Staatsoberhaupt mit Äußerungen zu Corona-Maßnahmen allerdings seltsam zurück. Am 10. Juni 2020 kam Tansania in den Genuss eines Schuldenerlasses von 14,3 Millionen Dollar. Zur Begründung führte IWF-Direktor Tao Zhang aus: „Die (tansanischen) Behörden haben Eindämmungsmaßnahmen (gegen Covid-19) ergriffen und einen wirtschaftlichen Lockdown vermieden. Sie bleiben wachsam gegenüber dem Risiko einer Infektionsspirale und der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie.“ Kurioser geht es kaum. Denn gerade mal zwei Tage zuvor hatte Präsident Magufuli das gesamte Land für „coronavirus-frei“ erklärt – „dank der Gebete unserer Bürger“. Ob der IWF tatsächlich auch die Einschaltung Gottes als „Eindämmungsmaßnahme“ durchgehen lässt? Nicht einmal Madagaskars Präsident wollte es sich mit dem IWF völlig verscherzen. Nachdem der Fonds seinem Land schon am 3. April eine „Rapid Credit Facility“ von 166 Millionen US-Dollar bewilligt hatte, folgte Ende Juli eine weitere in Höhe von 171,9 Millionen. (14) Zuvor hatte Rajoelina eine sonderbare Kehrtwende vollzogen. Bereits mit einem ersten Lockdown ab Ende März 2020 hatte er für Befremden gesorgt. Wenige Wochen später verhängte er über die Region rund um die Hauptstadt vom 6. bis zum 26. Juli einen zweiten Lockdown; pro Haushalt war es bloß noch einer Person gestattet, die Wohnung zu verlassen – und dies auch nur, um Nahrungsmittel und Medikamente zu besorgen. (15) Wozu eigentlich, wenn „Covid-Organics“ wirklich dem Coronavirus beikommt, wie neben früheren Studien mittlerweile sogar das Max-Planck-Institut bestätigt fand? (16) Immerhin war das Staatsoberhaupt noch Mitte August in den Armenvierteln der Hauptstadt Antananarivo unterwegs, um den Artemisia-Kräutersud zu verteilen, zusammen mit Reis, Öl und Zucker. Und weiterhin lassen sich Madagaskars tägliche „Covid-19-Todesfälle“ an den Fingern einer Hand abzählen. Abgesehen vom 17. Juli starben an KEINEM EINZIGEN Tag zwischen Mitte März, als auf der Insel der erste SARS-CoV-2-Infizierte auffiel, und September 2020 mehr als sieben Madagassen; kumuliert waren es bis dahin 206 (17) – nicht gerade entsetzlich viel, bei einer Einwohnerzahl von über 26 Millionen. Waren die beiden Lockdowns Rajoelinas infektiologisch überflüssige, aber politisch ratsame Gegenleistung für reichlich IWF-Knete? Schließlich zählt Madagaskar nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt; jeder zweite Einwohner verdient weniger als einen Dollar pro Tag. Da schadete es Rajoelinas Popularität gewiss nicht, als er vom IWF im April 166 Millionen US-Dollar annahm, Ende Juli weitere 172 Millionen. Im August bettelte Madagaskar beim IWF um zusätzliche 122 Millionen US-Dollar. Dass sie flossen, war klar; schließlich „erfüllt das Land die Qualifikationskriterien“ für Corona-Nothilfen, wie der IWF lobte. (18) Das heißt, es spurte. Geld gegen Gehorsam – Wie IWF und Weltbank den Planeten an die kurze Leine legen Geld gegen Folgsamkeit: Könnte dieses Junktim auch in weiteren Fällen gegolten haben? die offiziell nicht Teil des IWF-Hilfsprogramms sind? Spanien, in puncto Corona-Wahnsinn europaweit in der Spitzengruppe, durfte sich über eine EU-Konjunkturspritze über 140 Milliarden Euro freuen. Noch großzügiger bedacht wurde der Lockdown-Masochist Italien: 173 Milliarden Pandemie-Euros flossen aus Brüssel nach Rom. Darüber hinaus verteilt auch die IWF-Schwester Weltbank Covid-19-Hilfsgelder – jedoch ebenfalls wohl kaum an dreiste Abweichler von der WHO-Linie, sondern nur im Fall einer „effektiven Krisenantwort“. Bis Mitte August 2020 sponserte die Weltbank bereits 143 „Covid-19-„Preparedness“-, „Response“- und „Education“-Projekte rund um den Globus, darunter 42 in Afrika. Allein im August ließ sie Afghanistan 155 Millionen US-Dollar zukommen; 100 Millionen flossen nach Nigeria, 80 Millionen nach Guinea, 70 Millionen nach Mauretanien. In den Vormonaten überwies die Weltbank eine Dreiviertelmilliarde US-Dollar nach Indien, 550 Millionen nach Indonesien, eine halbe Milliarde auf die Philippinen, 400 Millionen nach Uruguay, 350 Millionen nach Jordanien, 300 Millionen nach Uganda, 250 Millionen nach Äthiopien, 100 Millionen nach Serbien. Hingegen stecken eine Milliarde Dollar für Brasilien damals noch in der „Pipeline“ der Weltbank fest (19) – Bolsonaro musste wohl erst noch etwas kriseneinsichtiger werden. Wie der IWF, so stellt auch die Weltbank allen hungertuchnagenden Nationen in der Coronakrise in Aussicht, angehäufte Schulden zu erlassen, zu reduzieren, zu stunden. Dazu hatte sie, gemeinsam mit den Finanzministern der G20-Staaten, im April eine „Debt Service Suspension Initiative (DSSI)“ gestartet. Wer von DSSI profitieren will, sollte es tunlichst unterlassen, der Krise nach dem Vorbild Schwedens zu begegnen. Wie die Weltbank im Mai 2020 verlauten ließ, hätten ihre Soforthilfemaßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 bereits 100 Entwicklungsländer erreicht, in denen 70 Prozent der Weltbevölkerung leben; sie erhielten Darlehen oder „Hilfszuschüsse“ von insgesamt über 160 Milliarden US-Dollar. Von reichen Industriestaaten abgesehen, scheint es auf diesem coronaverseuchten Planeten demnach kaum einen Flecken Erde mehr zu geben, auf den nicht IWF- und Weltbank-Dollars in Hülle und Fülle herabregnen. Eine Plandemie hat eben ihren Preis. Und was sind schon Covid-Kredite von zusammengerechnet rund hundert Milliarden Dollar, die man mangels Solvenz der Kreditnehmer größtenteils von vornherein abschreiben muss, gemessen an der rosigen Aussicht, mit ihrer Hilfe Billionenmärkte der Zukunft zu sichern? Nepal beispielsweise, eines der ärmsten Länder der Welt, bedachte der IWF am 6. Mai 2020 mit 214 Millionen US-Dollar, im Rahmen seines „COVID-19 Financial Assistance and Debt Service Relief“-Programms. Zusätzliche 18,8 Millionen machte die Weltbank am 20. Mai locker. Zudem greift sie Nepal seit längerem bei vielerlei weiteren Entwicklungsprojekten unter die Arme. Dies dürfte der Regierung in Kathmandu die Entscheidung gewiss nicht erschwert haben, „Quarantäne-Camps“ genannte Konzentrationslager einzurichten. Dort werden angeblich „Infizierte“ mit Verdachtsfällen unter erbärmlichsten Bedingungen zusammengepfercht – und kommen erst frei, wenn sie sich Hygieneauflagen fügen, einsichtig und vollumfänglich. Auch Vietnam richtete solche KZs ein (20) – gefolgt von einem Millionenkredit der Weltbank, im Rahmen einer „Notfalloperation“. Am 30. Juli 2020 unterzeichneten beide Seiten in Hanoi einen Vertrag, der „nicht nur die (vietnamesische) Regierung bei der raschen Überwachung und Reaktion auf COVID-19 unterstützen, sondern auch zum Aufbau eines widerstandsfähigen Gesundheitssystems für künftige gesundheitliche Notfälle beitragen" soll, wie eine Direktorin der Weltbank erklärte. Der Deal lautet: Kohle gegen Beihilfe zur Hygienetyrannei nach WHO-Vorgaben, jetzt und künftig. Besonders leicht erpressen lassen sich Länder, bei denen die Corona-Stütze einen schon bestehenden Berg von Verbindlichkeiten aufstockt. Nach IWF-Schätzungen hat zum Beispiel die Ukraine im Jahr 2019 1,4 Billionen Hriwna Kreditschulden angehäuft – umgerechnet rund 42 Milliarden Euro. Da ziert man sich nicht lange, sobald der Gläubiger Druck macht. Man fügt sich, zumal der Hygieneterror auch die eigene Machtposition im Land stärkt. Fuhren die Wenigen schlecht, die eigenwillig auf den Geldsegen der UN-Banken verzichteten, obwohl auch sie ihn nötig gehabt hätten? Türmen sich bei ihnen seit Monaten Leichenberge von Corona-Positiven? Ein König sorgt für Durchblick Wer Seelenfrieden und geruhsamen Schlaf einer verstörenden Desillusionierung vorzieht, sollte es tunlichst vermeiden, Peter König zu begegnen: einem Schweizer Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischen Analytiker, der rund 30 Jahre lang für die Weltbank tätig war, in Südamerika, im Nahen Osten, in Afrika. Seit 2004, nach seiner Pensionierung, bemüht er sich unermüdlich, die Weltöffentlichkeit über die wahren Ziele, Funktionen und Machenschaften seines früheren Arbeitgebers aufzuklären. Seine Erfahrungen flossen ein in seinen Roman Implosion – ein Wirtschaftskrimi über Krieg, Umweltzerstörung und die Habgier der Konzerne (2008). Dass die von Lobbyisten notorisch unterwanderte Internet-Enzyklopädie Wikipedia Peter König beharrlich ignoriert, lässt ahnen: Dieser Mann verfügt über hochbrisantes Insiderwissen. Auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs errichtet, sollten die beiden Schwesternorganisation IWF und Weltbank, beide in Washington angesiedelt und mit den Vereinten Nationen eng verbunden, eine bessere Welt mitfinanzieren. Mit günstigen Großkrediten sollten sie armen Ländern helfen, Hunger, Massenarbeitslosigkeit und andere Notlagen zu bekämpfen, ihnen bei Zahlungsschwierigkeiten beistehen, langfristige Aufbau- und Entwicklungsprojekte ermöglichen. Doch längst bröckelt die humanitäre Fassade. Ein Dreivierteljahrhundert später agieren sie vornehmlich als Beihelfer eines entfesselten Raubtierkapitalismus, der zielstrebig auf eine neue Weltordnung hinarbeitet. König nimmt kein Blatt vor den Mund: „Weltbank und IWF haben sich zu korrupten Werkzeugen der Finanz-Elite entwickelt. Sie sind Oligarchen-Tools und werden konsequent eingesetzt, um ganze Kontinente auszubeuten und zu versklaven.“ Eine Pandemie eignet sich so vorzüglich dafür, dass spätestens die nächste vorsätzlich herbeigeführt werden könnte. Sie passt zum „Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“, den die kanadische Aktivistin Naomi Klein in ihrem Bestseller The Shock Doctrine 2007 brandmarkte. (21) Erst ein schlimmstmöglicher Schock durch Krieg oder ein verheerendes Unglück, dann der sogenannte Wiederaufbau: Diese perfide, menschenverachtende Strategie zur Marktbereinigung, Konzentration und Profitmaximierung funktioniert seit Jahrzehnten immer nach dem gleichen Muster – und immer spektakulär erfolgreich. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelresorts. Im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne. Existenzen werden vernichtet, es herrscht Wildwest-Kapitalismus der reinsten Sorte. Wo vor der Seuche einheimische Volksmedizin vorherrschte, hat hinterher Big Pharma freie Bahn. Wo vorher eher ein ungezügeltes Durcheinander überwog, sorgt jetzt eiskalte Überwachungstechnik für Ordnung. Der Siegeszug der neoliberalen Ideologie in den letzten Jahrzehnten, so klagt Naomi Klein an, beruht auf hemmungsloser Gewalt, auf Katastrophen und sogar auf Folter, um die ungezügelte Marktwirtschaft rund um die Welt durchzusetzen, von Lateinamerika über Osteuropa bis ins tiefste Afrika und den fernsten Osten. „Economic Hit Men“: Auftragskiller sind weltweit unterwegs Wie legt man Länder rund um den Erdball an die kurze Leine? Eine Schlüsselrolle dabei spielen verdeckte „Economic Hit Men“ (EHM), wie Insider sie martialisch nennen, „ökonomische Auftragskiller“: rhetorisch bestens geschulte, hochbezahlte Manipulationsprofis, welche die Führungseliten ganzer Staaten dazu bringen sollen, enorme Kredite aufzunehmen, in einer Höhe, die ihre Volkswirtschaften nicht verkraften können. Belastet mit einem riesigen Schuldenberg, den sie nie abtragen können, bleibt den Ländern nichts anderes übrig, als sich bei verschiedensten Gelegenheiten den Auflagen der Kreditgeber zu beugen – und deren Agenda zu dienen. Ein solcher „Hit Man“ war John Perkins. Sein Job bestand darin, Dritte-Welt-Staaten zu ruinieren, um sie politisch gefügig zu machen. Wie er dazu vorging, schilderte er 2004 in einem autobiografischen Buch (22), das drei Jahre später verfilmt wurde; sieben Wochen lang belegte es Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. „Vor allem das schlechte Gewissen von der Seele schreiben“ wollte er sich dabei. Dass er 25 Jahre damit wartete, erklärt er mit Feigheit und Bestechung. Als Chefökonom einer Beraterfirma widmete sich Perkins, nach bestandener Sicherheitsüberprüfung durch den US-Geheimdienst NSA, einem billionenschweren Projekt: Im Auftrag von Regierungen, Banken und Unternehmen war es sein Job, politisch Verantwortliche in aller Welt von einem gewaltigen Kreditbedarf zu überzeugen, indem er ihnen überdimensionierte Investitionen schmackhaft machte. Ein Stab von mehreren Dutzend hochkarätigen Finanz- und Wirtschaftsexperten unterstützte ihn dabei. Mit geschönten Statistiken, scheinbar wissenschaftlich fundierten Machbarkeitsstudien und Wirtschaftsprognosen schwatzte er Machthabern von Caracas bis Djakarta riesige Infrastrukturprojekte auf – von Kraftwerken über Häfen und Autobahnen bis zu Kanälen. Letztlich schleusen „Hit Men“ dabei „Geld von der Weltbank und anderen ‚Hilfs‘-Organisationen in die Kassen großer Konzerne und die Taschen einiger reicher Familien. (…) Ihre Werkzeuge schließen gefälschte Bilanzen, gefälschte Wahlen, Provisionen, Erpressung, Sex und Mord ein. Sie spielen ein Spiel, das so alt ist wie der Imperialismus, das jedoch in Zeiten der Globalisierung neue und furchtbare Dimensionen angenommen hat.“ (23) „Natürlich trafen unsere Prognosen nicht zu, so dass die geldleihenden Länder schon bald mit der Rückzahlung ihrer Kreditsumme plus Zinsen in Verzug gerieten. Sie steckten in der Schuldenfalle. Dann verlangen wir wie die Mafia unseren Anteil. Dazu gehören vor allem: die Kontrolle über die Stimmen in der UNO, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Öl oder die Kontrolle über den Panamakanal. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden – und haben uns so wieder ein Land dauerhaft unterworfen.“ Staatschefs, die sich auf solche Deals nicht einlassen wollten, seien von Geheimdiensten aus dem Weg geräumt worden, so enthüllt Perkins. Explizit nennt er die früheren Präsidenten Panamas und Ecuadors, Omar Torrijos und Jaime Roldós; beide kamen 1981 bei rätselhaften Flugzeugabstürzen ums Leben. In diesem Zusammenhang kann es bestimmt nur ein Verschwörungstheoretiker seltsam finden, dass der Präsident von Burundi, Pierre Nkurunziza, im Alter von 55 Jahren, bis dahin kerngesund, am 8. Juni plötzlich einem Herzinfarkt erlag - kurz nachdem er sich dem Corona-Diktat verweigert und die WHO aus dem ostafrikanischen Land geworfen hatte. Seither spekulieren viele Burunder über einen Mord. Nur wenige Wochen später verhängte Nkurunzizas Nachfolger einen Lockdown. Daraufhin erließ der IWF dem Land am 20. Juli Rückzahlungsverpflichtungen von 7,63 Millionen US-Dollar für das darauffolgende Vierteljahr, sowie von 25 Millionen für die kommenden 21 Monate. In noblen „Schuldenerlassen“ für die Dritte Welt sieht Perkins, ebenso wie Peter König, ein Danaergeschenk. Die vorgeschlagenen Bedingungen dafür zwingen die vermeintlich beglückten Länder, die lukrativsten Teile ihrer Infrastruktur letztlich an Privatkonzerne zu verscherbeln – von der Energieversorgung über die Rohstoffförderung, das Kommunikations- und Transportwesen bis zum Gesundheitssystem. (24) „Im Grunde verlässt das meiste Geld die USA nie", sagt Perkins. "Es wird bloß von den Banken in Washington zu den Konzernzentralen in Houston, New York oder San Francisco umgeleitet." Weltbank und IWF fungieren in diesem System bloß als „Werkzeuge der ‚Economic Hit Men‘“, stellt Perkins klar. „Wir haben sie benutzt, um Geld zu den Firmen zu transferieren. Die Leute, die davon am meisten profitiert haben, waren die Besitzer dieser Unternehmen in den USA und Europa und ein paar reiche und korrupte Familien in den Entwicklungsländern.“ Perkins´ Vorwürfe unterstreicht James Garrison, Gründer und Präsident State of the World Forum, eines weltweiten Netzwerks von Führungspersönlichkeiten, die sich dem „Einsatz bei globalen Problemen“ verschrieben haben: „Jeder, der weiß, wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfond arbeiten, könnte bestätigen, dass das, was John Perkins beschreibt, grundsätzlich stimmt. Es gibt einen Grund, warum unsere Entwicklungshilfe und der ganze Einsatz von Weltbank und Währungsfonds die Lage verschlimmert und nicht verbessert: Alles ist so konstruiert, nicht den Ärmsten zu helfen, sondern diese Länder einfach zu benutzen, um westliche Unternehmen weiter zu bereichern. So läuft der Hase.“ (25) So läuft der Corona-Hase Nicht anders hoppelt der Corona-Hase. Zuerst sorgen die Drahtzieher dieser unsäglichen Plandemie für eine weltweite Massenpanik und verleiten Regierungen der führenden Industrienationen zu überzogenen Maßnahmen, die sich ökonomisch verheerend auswirken. In historisch beispiellosem Ausmaß gehen Jobs verloren, werden kleine und mittlere Unternehmen ruiniert, zur Schadenfreude der großen. Davon am ärgsten betroffen sind Zweite und Dritte Welt, wo zuvor schon Armut, Hunger, Massenarbeitslosigkeit herrschten. Ihr Geldbedarf wächst, IWF und Weltbank stillen ihn – vorausgesetzt, die Kreditnehmer folgen brav den Regeln des Plandemie-Spiels. Wer mitmacht, nutzt westlichen Großkonzernen auf vielfache Weise. Er schafft ihnen Märkte: für Arzneimittel und Impfstoffe, für Testverfahren, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung, für Kommunikations- und Überwachungstechnik aller Art. Zudem räumt er lästige Konkurrenz beiseite: Wozu an einer jahrhundertelang bewährten Natur- und Erfahrungsheilkunde festhalten, wo es doch die westliche Schulmedizin gibt, die „evidenzbasiert“ pharmalastig daherkommt? Nebenbei dient der kooperative Kreditnehmer längerfristigen Zielen auf einem Spielfeld, das über das Gesundheitswesen weit hinausreicht: Er hilft mit, Widerstand gegen jenen weltweiten „Great Reset“ entgegenzuwirken, von dem im Weltwirtschaftsforum, bei der Rockefeller Foundation, von Bill Gates seit langem schwadroniert wird. Von Chile über Nigeria bis Myanmar sind IWF- und Weltbankschuldner wohl oder übel dabei, im Namen des Seuchenschutzes soziale Kontrolle zu verschärfen, Propagandabotschaften ungefiltert weiterzuverbreiten, Presse- und Meinungsfreiheit einzuschränken, Kritiker mundtot zu machen, Massenproteste im Keim zu ersticken. Dabei importieren sie Zensurmechanismen, die den Big Playern der Weltwirtschaft fortan auch auf jedem anderen Geschäftsfeld dienlich sein können: seien es Ernährung und Landwirtschaft, Mobilfunk und Geo Engineering, Robotik und Künstliche Intelligenz, Bio- und Nanotechnologie, Eugenik und Gene Editing, Kybernetik und Brain Tech. Warum dagegen ankämpfen? „Ich weiß eines“, so sagt der geläuterte „Hit Man“ Perkins inzwischen: „Ich will auf meinem Totenbett – egal ob morgen oder in 30 Jahren – zurückblicken können und sagen: Ich habe bis zuletzt alles mir Mögliche getan, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.“ Wie freikaufen? 50 Euro könnten reichen. Wenn nicht gar 4,60 Euro. Eine bessere Welt wäre spottbillig zu haben. Auf rund 36 Milliarden Euro schätzte UN-Generalsekretär Antonio Guterres im Frühjahr 2020 „die weltweit für den Kampf gegen die Pandemie benötigten Mittel“. Mittel wofür? „Impfstoffe und wirksame Arzneien gegen das Coronavirus“. Einen garantiert zielführenden Ausweg aus der Corona-Falle hätte die UNO aber schon voll finanziert, wenn jeder ihrer 193 Mitgliedsstaaten 26 Eurocent locker machen würde. Der Kostenvoranschlag hierfür müsste zumindest Friedrich Merz imponieren, weil er auf einen Bierdeckel passt. Gegenüber Guterres´ Schätzung weist er sechs nobelpreiswürdige Vorzüge auf: (1.) Er reduziert die erforderlichen Ausgaben um geschätzte 99,9999999999 %. (2.) Er ist GARANTIERT wirksam, sicher und gut verträglich. (3.) Er ist SCHON HEUTE umsetzbar. (4.) Er führt SOFORT zum Ziel. (5.) Er verhindert künftigen Fehlalarm. (6.) Die chronisch unterfinanzierte WHO kriegt ihn honorarfrei. Pi mal Daumen hätten nämlich ungefähr 50 Euro ausgereicht, um die Coronakrise umgehend zu beenden. So viel kostet im Schnitt die halbe Arbeitsstunde eines gut bezahlten Online-Redakteurs. Mehr Zeit dürfte er nicht benötigen, um auf der UN-Website ein paar Zeilen auszutauschen: nämlich die Definition des Pandemiebegriffs. Neu getextet werden muss sie nicht. Es genügt, per Copy&Paste jene Version wiederherzustellen, die vor Mai 2009 galt. Bis dahin sah die WHO eine wesentliche Bedingung einer Pandemie darin, dass es zu einer „enormen Anzahl von Todesfällen und Erkrankungen“ in mehreren Staaten kommt. Erst seit Mai 2009 kann sie eine Pandemie bereits dann ausrufen, wenn sich ein Erreger schnell und massiv in mindestens zwei der sechs WHO-Regionen AUSBREITET. Die Passage, in der eine „beträchtliche Zahl von Toten“ vorausgesetzt wird, fiel kurzerhand weg – veranlasst von einem pharmalastigen Expertenkomitee. (26) Der entscheidende Unterschied: Die alte Definition lenkte den Blick auf den TATSÄCHLICHEN gesundheitlichen Schaden, den ein Erreger anrichtet – darauf, wie viele Menschen weltweit erkranken und sterben, statt darauf, wie viele ihn bloß mit sich herumtragen, selbst wenn sie dabei putzmunter, topfit und kerngesund bleiben. Bangemache mit klinisch bedeutungslosen Infektionszahlen, bei insgesamt mildem Verlauf, könnte erst gar nicht stattfinden. Noch billiger wäre ein sofortiger Austritt aus der WHO – ein Standardbrief per „Einschreiben international“ von Berlin nach Genf kostet 4,60 Euro. Was spricht dagegen, einer Organisation den Rücken zu kehren, die im Grunde nicht weniger Elend über die Welt gebracht hat als NSDAP, die kommunistischen Parteien der Sowjets und Rotchinesen zusammengenommen? Größeres Unheil hat in der Menschheitsgeschichte wohl nur noch ein zweiter scheinheiliger Weltbeglücker mit Sendungsbewusstsein und Absolutheitsanspruch angerichtet: die römisch-katholische Kirche. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Stand: 19. August 2020; https://www.imf.org/en/Topics/imf-and-covid19/COVID-Lending-Tracker (2) https://www.imf.org/en/About/FAQ/imf-response-to-covid-19#Q1, Abschnitt „What do countries need to do to qualify for emergency assistance?“ (3) „WHO Director-General´s statement on IHR Emergency Committee on Novel Coronavirus (2019-nCoV)“, 30.1.2020, https://www.who.int/dg/speeches/detail/who-director-general-s-statement-on-ihr-emergency-committee-on-novel-coronavirus-(2019-ncov (4) Zit. nach https://www.heise.de/tp/features/Die-Forderungen-des-IWF-Respekt-vor-den-Regeln-der-Marktwirtschaft-erzwingen-4789632.html?seite=all (5) https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-02/world-s-virus-crisis-fighters-can-learn-from-greek-tales-of-woe; https://www.aljazeera.com/news/2020/04/greece-flattened-coronavirus-curve-200407191043404.html (6) Zitiert nach heise.de, 30.8.2020, https://www.heise.de/tp/features/Corona-Leugnung-in-Griechenland-strafbar-4881977.html (7) https://coronavirus.jhu.edu/region/greece, abgerufen am 31.8.2020. (8) Zit. nach https://nichtohneuns-freiburg.de/bezahlten-die-who-oms-fuer-einen-lockdown-in-italien/ (9) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/hier-sind-keine-viren-weissrussland-ignoriert-die-pandemie,RvJ2ZWx (10) https://www.theafricareport.com/26599/coronavirus-the-miracle-remedy-touted-by-madagasars-rajoelina/; https://www.sciencemag.org/news/2020/05/unproven-herbal-remedy-against-covid-19-could-fuel-drug-resistant-malaria-scientists (11) Abdur Rahman Alfa Shaban: „Chad takes delivery of Madagascar virus cure, COVID-Organics“, Africa News, 10. Mai 2020, https://www.africanews.com/2020/05/14/covid-organics-tanzania-comoros-opt-for-madagascar-virus-cure/; Abdur Rahman Alfa Shaban: „Congo receives COVID-Organics donation from Madagascar“, Africa News, 6. Mai 2020, https://www.africanews.com/2020/05/06/congo-orders-covid-organics-the-madagascar-herbal-cure/; https://www.aa.com.tr/en/africa/who-commends-madagascars-fight-against-covid-19/1848550 (12) https://theeagleonline.com.ng/reps-accused-of-receiving-10m-bribe-from-bill-gates-to-pass-bill-speaker-kicks/; https://www.premiumtimesng.com/news/more-news/391573-reps-investigate-10-million-bribery-allegation.html; https://conserer.com/en/2020/05/06/gates-stiftung-10-mio-bestechungsgeld-fuer-impfzwang-in-nigeria/; https://www.naturalnews.com/2020-05-20-bill-gates-10-million-bribe-nigerian-children-coronavirus-vaccine-experiments.html; https://greatgameindia.com/bill-gates-offered-10-million-bribe-for-forced-vaccination-in-nigeria/ (13) https://greatgameindia.com/tanzania-kicks-out-who-after-goat-papaya-samples-came-covid-19-positive/; https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-tanzania-idUSKBN22F0KF; https://deutsch.rt.com/afrika/102207-hier-geht-etwas-vor-sich/ (14) https://www.imf.org/en/Topics/imf-and-covid19/COVID-Lending-Tracker, Abschnitt „Sub-Saharan Africa“. (15) https://africa.cgtn.com/2020/07/23/madagascar-split-after-health-minister-requests-international-help-to-fight-covid-19/; https://www.bbc.com/news/world-africa-53499803; https://www.aa.com.tr/en/africa/madagascar-imposes-lockdown-amid-rise-in-covid-19-cases/1900940; https://www.theafricareport.com/33119/coronavirus-why-madagascar-is-back-under-lockdown/ (16) https://www.anamed-edition.com/de/neuigkeiten-anzeigen/a-3-gegen-corona-pro-und-contra.html, Punkte 5/4, 5/5, 6 und die dort angegebenen Quellen. (17) Stand: 10. September 2020; https://covid19.who.int (18) file:///C:/Users/Besitzer/AppData/Local/Temp/1MDGEA2020004.pdf (19) https://projects.worldbank.org/en/projects-operations/projects-list?searchTerm=covid-19, Seite 7. (20) https://tienphongnews.com/145-hotels-in-vietnam-register-to-serve-as-quarantine-camps-15140.html; https://vovworld.vn/en-US/sunday-show/life-inside-vietnams-armyrun-quarantine-camps-854748.vov; https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-vietnam-quarantine/vietnam-quarantines-tens-of-thousands-in-camps-amid-vigorous-attack-on-coronavirus-idUSKBN21D0ZU (21) The Shock Doctrine: The Rise of Disaster Capitalism (2007); deutsch: Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus (2009) (22) John Perkins: Bekenntnisse eines Economic Hit Man – Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia, München 2005. (23) https://www.deutschlandfunkkultur.de/bekenntnisse-eines-economic-hit-man.950.de.html?dram:article_id=132801; https://www.allmystery.de/themen/pr11877 (24) Zit. nach https://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisse_eines_Economic_Hit_Man (25) Zit. nach Dominique Gradenwitz: „Bekenntnisse eines Wirtschaftskillers“, 3sat/Kulturzeit, 22. März 2005. (26) World Health Organization: „Pandemic preparedness“, 2006; http://web.archive.org/web/20061230201645/www.who.int/csr/disease/influenza/pandemic/en/print.html; https://www.youtube.com/watch?v=1--c2SBYlMY; https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/wp-content/uploads/2020/04/2020-03-25-Wodarg-Die-Schweinegrippe.pdf, S. 13.

  • „Sie wissen nicht, was sie tun“

    Die Nase voll vom Berliner „Infektionsschutz“: Auch Stefan Aust, Welt-Herausgeber und Ex-Chefredakteur des Spiegel, rechnet nun mit dem absurden Krisenmanagement unserer übereifrigen Seuchenschützer ab. Warum erst jetzt? „Sie wissen nicht, was sie tun“: So überschreibt einer der angesehensten Journalisten Deutschlands, der ehemalige Spiegel-Chefredakteur und jetzige Welt-Herausgeber Stefan Aust, einen bemerkenswerten Essay über das Krisenmanagement deutscher Behörden in der Corona-Pandemie. Auch ihm scheinen Angela, Jens Co. im Blindflug unterwegs. Wie gefährlich ist das SARS-CoV-2-Virus tatsächlich? Wie viele Menschen sind denn bislang an Covid-19 gestorben? Wie erfolgreich waren die ergriffenen Maßnahmen? Dies und mehr wollte Aust von jenen drei Institutionen wissen, die hierzulande hauptzuständig für die Seuchenbekämpfung sind. In gleichlautenden Briefen stellte er ihnen neun konkrete Fragen. Was weiß das Bundesministerium für Gesundheit darüber? „Leider“ habe es „keine eigenen Zahlen“, so antwortete es. Aust möge sich doch bitte an das Statistische Bundesamt wenden. Und das Bundesinnenministerium? Jegliche Auskunft blieb es Aust schuldig. Bloß das Robert-Koch-Institut (RKI) ging auf Austs Fragen im einzelnen ein – allerdings auf eher blamable Weise. Wie viele Sterbefälle gab es von Januar bis Juni 2020 in Deutschland? Wie hoch waren die Sterberaten 2016 bis 2019 jeweils im ersten Halbjahr? Was waren die Todesursachen? „Hier kann sicher das Statistische Bundesamt weiterhelfen“, bekam Aust jedesmal zu lesen. Wie sehen die Vergleichszahlen aus anderen Ländern aus? Auch da verwies das RKI auf fremde Quellen wie Eurostat. Wie viele Obduktionen fanden an mutmaßlichen Corona-Opfern statt, und was kam dabei heraus? Hier, so das RKI, „kann vielleicht der Bundesverband der Pathologen weiterhelfen“. Aus der ziemlich unergiebigen Korrespondenz, bei der er „immer nur auf andere Stellen verwiesen wurde“, schließt ein frustrierter Stefan Aust: „Die Annahme, das Robert-Koch-Institut, das Bundesinnenministerium sowie das Bundesministerium für Gesundheit hätten die Vergleichszahlen parat, würden ihre Einschätzungen und Entscheidungen darauf stützen und auch keine Scheu haben, diese Zahlen der Öffentlichkeit mitzuteilen, war offenbar eine Fehlprognose.“ „SEHR AUSGEPRÄGTES NICHTWISSEN(-WOLLEN)“ „Ich bekomme den Eindruck“, so Aust, „dass in den Behörden das Nichtwissen oder auch das Nichtwissen-Wollen sehr ausgeprägt ist.“ Die vergeblich erfragten Zahlen ließ Aust sein Redaktionsteam nun selber recherchieren. Die zusammengestellten Daten legte er einem „höheren Beamten eines Bundesministeriums“ vor, der „seit Jahren mit den betreffenden Themen befasst ist“. Mit dem Vorbehalt, sein Name dürfe keinesfalls genannt werden, fand er gegenüber Stefan Aust deutliche Worte: „Von einer Übersterblichkeit kann keine Rede sein! Das wird von manchen Menschen als Erfolg der Regierungsmaßnahmen gesehen. Die Sterbezahlen wären in Deutschland voraussichtlich auch dann nicht anders ausgefallen, wenn weniger radikale Maßnahmen gegen die Pandemie getroffen worden wären, wie das schwedische Beispiel anschaulich belegt. (…) Es ist eher davon auszugehen, dass durch die Maßnahmen (Lockdown, …) teilweise andere Menschen gestorben sind als in den Vorjahren.“ Letztlich habe die Bundesregierung „also eine Umverteilung der Sterblichkeit vorgenommen“. Nach Austs Einschätzung „ist es noch nicht gelungen, aus dem Panikmodus zur Rationalität zu kommen. Nach einer kurzen Sommerpause werden jetzt wieder die unterschiedlichsten Ansichten und Empfehlungen laut, dabei würde sich doch vor allem ein Blick auf die Zahlen lohnen. (…) Wir müssen sehr aufpassen, dass die Schutzmaßnahmen nicht schlimmere Folgen haben als die eigentliche Ursache.“ „DAS VERSTEHE, WER WILL“ Auch den Maskenzwang hinterfragt Aust. „Auf dem Höhepunkt der Corona-Welle wurden alle Läden außer Lebensmittelgeschäften geschlossen. Doch eine Maskenpflicht gab es dort nicht. (…) Erst mit der Öffnung der Möbelgeschäfte und Autohäuser galt plötzlich die Maskenpflicht auch in Supermärkten. Das verstehe, wer will. Vielleicht hatte Richard Wagner recht, als er sagte, es sei deutsch, ‚die Sache, die man treibt, um ihrer selbst willen‘ zu treiben. Die Maske muss der Maske wegen getragen werden. Als Symbol für Gehorsam den Maßnahmen der Regierenden gegenüber.“ Die Debatte, ob Demonstrationen von „Corona-Leugnern“ gar nicht erst zugelassen werden sollten, empört Aust: „Es geht nicht, dass wir darüber befinden, warum jemand demonstriert – es ist ein Recht an sich, die Inhalte kann man grundfalsch oder richtig finden. Dann also kann es bei Verboten nur um die Gefährdungslage gehen, und hier wäre interessant zu wissen, ob in Berlin die Zahl der Infektionen nun nach oben gegangen ist, weil diese Demo stattfand. Auch hier würde ich gern mehr Rationalität auf allen Seiten sehen.“ „SELBSTMORD AUS ANGST VOR DEM TODE“ „Irgendwann“, so der Welt-Herausgeber, „muss der Blick vom Panik-Modus in den Realitäts-Modus zurückfinden. Die von manchen berühmt gewordenen Virologen vorausgesagten apokalyptischen Zahlen sollten langsam mit den tatsächlichen verglichen werden. Und es muss die Frage erlaubt sein, ob die Maßnahmen noch im angemessenen Verhältnis zu den Ursachen stehen, ob der Kollateralschaden nicht inzwischen höher ist als der Nutzen.“ (War er denn irgendwann niedriger, Herr Aust?) „Es gibt ja auch Selbstmord aus Angst vor dem Tode.“ „VOM HORRORTRIP HERUNTERKOMMEN“ Austs essayistische Ohrfeige für das Berliner Panikorchester endet mit der Mahnung: „Der Blick auf die Realität sollte der Maßstab für Handlungen sein. Nicht die Angst und die Vernebelung der Tatsachen. Und je mehr Horrorszenarien von Wissenschaft und Politik verbreitet werden – umso schwerer wird es, von diesem Trip wieder herunterzukommen.“ Mit Verlaub, auf welchem Trip befand sich Stefan Aust bis Anfang September? Weshalb ließ er sich über ein halbes Jahr Zeit damit, auf Abstand zu einem hyperaktiven, wissenschaftsfernen Hygieneregime zu gehen? Reichlich Anlass dazu, die Vierte Gewalt aus ihrem Pandemie-Koma herausholen zu helfen, hätte der vielfach preisgekrönte Journalist schon seit März gehabt. Dürfen wir davon ausgehen, dass ab sofort zumindest Austs „Welt“ endlich aufhört, ihre Leser täglich aufs Neue mit unseriöser Horror-Arithmetik zu verstören: mit „Infizierten“-Statistik, die nicht ins Verhältnis gesetzt wird zur Anzahl der durchgeführten Tests; mit PCR-Befunden, die zur Krankheitsdiagnostik gar nicht taugen; mit „Genesenen“, die niemals krank waren; mit „Corona-Toten“, bei denen SARS-CoV-2 kaum je die alleinige oder auch nur die ausschlaggebende Ursache war; mit kumulierten Zahlen angeblicher Opfer, die bis in alle Ewigkeit im Abertausenderbereich bleiben werden? Stefan Aust, Jg. 1946, war von 1994 bis 2008 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Seit 2014 ist er Herausgeber der Tageszeitung Die Welt, bis September 2016 war er auch ihr Chefredakteur. Für seine journalistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Adolf-Grimme-Preis (1989), die Goldene Feder (2003) und die „Goldene Kamera“ (2005) sowie den Niedersächsischen Staatspreis (2018). Als Vorsitzender der Jury vergab er den Deutschen Medienpreis, der „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ehrt“, 2009 an Angela Merkel. Ob er sich dazu auch noch 2020 hinreißen ließe? Harald Wiesendanger Porträtfoto Aust: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33317717

  • Herdenimmunität? Womöglich längst erreicht.

    Unsere Infektionsschützer übersehen die „zweite Säule“ unseres Immunsystems. Dem medizinischen Sachverstand seiner Berater – und dem eigenen sowieso - hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz in Berlin am 14. September ungewollt ein weiteres Armutszeugnis ausgestellt. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland 55 bis 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen, so erklärte er dort. "Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel freiwillig erreichen." (1) Das Bundesgesundheitsministerium hat rund 700 Mitarbeiter, das Robert-Koch-Institut 1100; die Charité beschäftigt 4.500 Wissenschaftler und Ärzte. Gibt es dort denn keinen einzigen, der Spahn endlich darüber aufklärt?: Sein Ziel dürfte längst erreicht, ja weit übertroffen sein - ganz ohne Spritze. Darauf weist das Professoren-Ehepaar Sucharit Bhakdi und Karina Reiss in einer soeben nachgereichten Ergänzung seines Bestsellers „Corona-Fehlalarm“ hin. (2) Die erfreuliche Immunität verdanken wir der zweiten Säule unseres körpereigenen Abwehrsystems, über Antikörper hinaus: den T-Helfer- und T-Killerzellen, zwei Arten von Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. (Das „T“ steht für Thymus, einen zentralen Ort des Immunsystems, an den T-Zellen gelangen, nachdem sie im Knochenmark gebildet wurden.) (3) Mittels „Sensoren“, die im ausgelagerten Zellmüll „Antigene“, körperfremde Proteinfragmente aufspüren, erkennen T-Lymphozyten infizierte Zellen, welche sie daraufhin zerstören. Dabei nutzen sie biochemische „Erinnerungen“: Gedächtniszellen „merken“ sich frühere Kontakte mit Coronaviren bei harmlosen Erkältungen. Solche „Kreuzreaktionen“ könnten erklären, warum 85 bis 90 % aller Infizierten nicht schwer erkranken, sondern gar keine oder bloß schwache Symptome entwickeln. Während die T-Zellen das neue Virus abfangen, kommt es zu keiner merklichen Bildung von neuen, spezifischen Antikörpern. Wieso? Weil das Maß an Immunität, das wir alle bereits gegen verschiedene andere Corona-Viren erworben haben, offenbar meistens ausreicht. Mehrere Forschungsergebnisse sprechen inzwischen für dieses segensreiche Phänomen. (4) Eine Studie der Universitätsklinik Tübingen untersuchte Helfer- und Killer-Lymphozyten aus 185 Blutproben, die zwischen 2007 und 2019 entnommen wurden, auf Kreuzerkennung von SARS-CoV-2. Bei Personen, die vorher an Covid-19 erkrankt waren, zeigte sie sich zu 100 % - und bei nicht weniger als 81 % derer, die sich noch nicht angesteckt hatten. (5) Dies bestätigt Berechnungen des britischen Statistikers Karl Friston vom Londoner Imperial College, eines weltweit hochgeachteten Experten für mathematische Modelle von biologischen Systemen mit komplexer Dynamik: Bereits im Mai schloss er aus den bis dahin vorliegenden Fallzahlen, dass vier von fünf Deutschen – und jeder zweite Brite - gegen Covid-19 resistent sind. (6) Ein US-amerikanisches Forscherteam wies bei 20 nie SARS-CoV-2-infizierten Versuchspersonen Lymphozyten nach, die auf das neue Coronavirus kreuzreaktiv ansprachen. (7) Wie eine weitere Untersuchung aus Schweden (8), so belegte auch die US-Studie, dass SARS-CoV-2- Infektionen die zuständigen T-Lymphozyten bemerkenswert stark anregen, auch bei milden und asymptomatischen Verläufen. Warum sind die meisten Menschen in der Lage, auf eine SARS-CoV-2-Infektion hin eine robuste T-Zell-Antwort zu geben, eine Minderheit hingegen nicht? Des Rätsels Lösung könnte schon vor zehn Jahren eine dänische Studie unter der Leitung von Carsten Geisler gefunden haben. (9) Geisler, der an der Universität Kopenhagen die Abteilung für Internationale Gesundheit, Immunologie und Mikrobiologie leitet, stellte fest: "Wenn eine T-Zelle einem fremden Krankheitserreger ausgesetzt wird, streckt sie einen als Vitamin-D-Rezeptor bekannten Signalapparat - eine 'Antenne' - aus, mit dem sie nach Vitamin D sucht". Wenn ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel vorliegt, "werden sie sich nicht einmal ansatzweise mobilisieren". Bei stark Übergewichtigen und Diabetikern, zwei Hauptrisikogruppen, liegt häufig ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel vor. Bei Männern, dem für Covid-19 anfälligeren Geschlecht, ist der Vitamin-D-Spiegel in der Regel niedriger als bei Frauen. (10) Besonders gefährdet sieht das Robert-Koch-Institut darüber hinaus „Menschen, die an chronischen Magen-Darm, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder Medikamente einnehmen, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen (z.B. Antiepileptika oder Zytostatika)“. (11) Ende August legten spanische Forscher der Universität Córdoba spektakuläre Ergebnisse der ersten Doppelblindstudie über Vitamin-D-Gaben bei Covid-19 vor: Die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Versorgung verringerte sich dadurch um 96 %, sie erübrigte sich also fast immer. (12) „Vitamin D könnte als essentieller Modulator des Immunsystems präventiv das preiswerteste und bisher beste Mittel gegen schwere Krankheitsverläufe (bei Covid-19) sein“, heißt es in einer Pressemitteilung des Dr. Jacobs Instituts für komplementärmedizinische Forschung in Heidenheim. (13) Es weist auf eine indonesischen Studie mit 780 SARS-CoV-2-Infizierten hin, in der „das Risiko für einen tödlichen Verlauf bei einem Vitamin-D-Mangel im Vergleich zu normalen Vitamin-D-Spiegeln um das 19-Fache erhöht war“. In einer weiteren Studie mit 212 Covid-19-Patienten zeigte sich sogar ein 23-fach erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Zuspitzung. Ausgerechnet Anthony Fauci, als jahrzehntelanger Berater der Weißen Hauses der wohl einflussreichste Immunologe der Welt und unermüdlicher Werbetrommler für Covid-19-Impfungen, fühlt sich dem Killerkeim keineswegs schutzlos ausgeliefert, solange es kein Vakzin gibt. Wie er bei mehreren Fernsehauftritten bestätigte, nimmt er prophylaktisch täglich 6.000 IU Vitamin D ein. (14) („IU“, die Abkürzung für „International Unit“, ist eine wenig gebräuchliche Maßeinheit für Stoffmengen; sie drückt die biologische Aktivität der fettlöslichen Vitamine A, D und E aus.) Das entspricht 150 Mikrogramm – eine Dosis, die um das Sechs- bis Zehnfache über den Referenzwerten medizinischer Fachgesellschaften in aller Welt liegt. US-Behörden empfehlen offiziell bloß 600 bis 800 IU, das britische Gesundheitsamt sogar nur 400 IU. (15) Eine ganz andere Art von Herdenimmunität liegt seit Pandemiebeginn leider ebenfalls bei über 80 %: So viele Mitbürger sind, wie Umfragen zeigen, nach wie vor resistent gegen jegliche wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ihre Virenpanik dämpfen könnten. Weiterhin gegen 100 % geht diese Immunität offenbar bei politisch Verantwortlichen. Womöglich sind Hirnmasken schuld daran. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-09/corona-impfstoff-forschung-jens-spahn-anja-karliczek-foerderprogramm-pressekonferenz (2) https://www.goldegg-verlag.com/goldegg-verlag/wp-content/uploads/corona-fehlalarm_anhang-immunitaet_2020-08-24.pdf (3) Siehe https://www.lymphozyten-info.de/t-killerzellen-und-t-helferzellen.html (4) Peter Doshi: „Covid-19: Do many people have pre-existing immunity?“, British Medical Journal 2020;370:m3563, https://doi.org/10.1136/bmj.m3563; https://m.apotheke-adhoc.de/nc/nachrichten/detail/coronavirus/t-zellen-sollen-virus-attackieren-neue-impfstoff-strategie/ (5) www.researchsquare.com/article/rs-35331/v1; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115217/T-Zellen-gegen-saisonale-Coronaviren-erkennen-auch-SARS-CoV-2 (6) https://unherd.com/2020/06/karl-friston-up-to-80-not-even-susceptible-to-covid-19/ (7) www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3 (8) www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.06.29.174888v1; doi: 10.1016/j.cell.2020.08.017 (9) https://www.nature.com/articles/ni.1851 (10) https://childrenshealthdefense.org/news/t-cells-are-the-superstars-in-fighting-covid-19-but-why-are-some-people-so-poor-at-making-them/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=c93b0298-63e5-4177-b6cc-ccb6dd3e0f28 (11) https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Vitamin_D/Vitamin_D_FAQ-Liste.html (12) https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764?via%3Dihub (13) https://www.presseportal.de/pm/113214/4643519 (14) Siehe z.B. https://www.insider.com/fauci-takes-recommends-vitamin-d-and-c-supplements-immunity-boost-2020-9; https://www.youtube.com/watch?v=g9rGOLurgmY; https://www.cnbc.com/2020/09/18/dr-fauci-how-to-help-keep-your-immune-system-healthy.html (15) https://childrenshealthdefense.org/news/t-cells-are-the-superstars-in-fighting-covid-19-but-why-are-some-people-so-poor-at-making-them/?utm_source=salsa&eType=EmailBlastContent&eId=c93b0298-63e5-4177-b6cc-ccb6dd3e0f28

  • "Corona-Gedenktag"? Tolle Idee!

    Unser Bundespräsident will uns um die Opfer der Coronakrise trauern lassen – allerdings in merkwürdigen Grenzen. Einen „Corona-Gedenktag“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angeregt. Zumindest aber eine offizielle Trauerveranstaltung halte er für angebracht. Einen entsprechenden Vorschlag werde er mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht besprechen. (1) GANZ TOLL ist, dass Steinmeier ein solches Gedenken den „Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen“ widmen will, die „meist ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben“ sind. „Und auch die Hinterbliebenen hatten keine Möglichkeit, Abschied zu nehmen. Das ist eine Seelenqual, davon haben mir viele Angehörige berichtet. Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.“ WENIGER TOLL ist, dass Steinmeier zu erwähnen vergaß, wer den Alten und Kranken ihr einsames Sterben beschert und die Angehörigen am Abschiednehmen gehindert hat: unverhältnismäßiger, überstürzter, ineffizienter, verfassungswidriger staatlicher Infektionsschutz vor einem „Killerkeim“, der von Anfang an zwischen Anführungszeichen gehörte. Weniger an Covid-19 als an Virusangst, Stress und Vereinsamung starben in Alten- und Pflegeheimen vermutlich Tausende. Als Hinterbliebener, den das Hygieneregime zwang, einen geliebten Menschen in den letzten Stunden seines Lebens allein zu lassen, würde ich Steinmeiers „Gedenken“ eher als blanken Hohn empfinden. EBENSOWENIG TOLL ist, dass unser Staatsoberhaupt bloß den Angehörigen von „Corona-Toten“ die Trauerarbeit erleichtern will. Warum übergeht er dabei viele weitere Betroffene der Pandemiekrise, die unser aller Mitgefühl nicht minder verdienen? Deshalb schlage ich vor, den Steinmeierschen Trauerradius erheblich zu erweitern: - auf geschätzte 5.000 bis zu 125.000 Patienten, die im Frühjahr in Deutschland sterben mussten, weil Operationen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben wurden – in Erwartung einer „Überlastung des Gesundheitswesens“ durch Corona-Infizierte, zu der es nie auch nur annäherungsweise kam. (2) In Deutschland fielen in 12 Frühjahrswochen über 900.000 OPs aus – darunter 52.000 an Tumorpatienten -, weltweit 28,4 Millionen. - auf mehrere tausend weitere Patienten, die hierzulande starben, weil mit derselben Begründung notwendige Untersuchungen und Folgebehandlungen unterblieben, etwa bei Krebs. (3) - auf Abertausende, die in einer lebensbedrohlichen Notlage nicht rechtzeitig versorgt wurden. In den Lockdown-Monaten März und April wurden 31 % weniger Herzinfarkte und 18 % weniger Schlaganfälle behandelt, wie die Bundesregierung einräumt. In Großbritannien sank die Quote sogar um 40 %, in manchen US-Kliniken um bis zu 60 %. - auf alle Opfer von vermehrten nosokomialen Infekten - durch Krankenhauskeime - in gedrängten Aufnahmesituationen; von riskanter und überflüssiger Medikation; von nicht indizierter Intubation, invasiver künstlicher Beatmung. Allein in Großbritannien rechnen Experten inzwischen mit fast 200.000 „Kollateral“-Toten infolge der politisch erzwungenen Unterversorgung im Gesundheitswesen – das übersteigt bei weitem die Zahl der bis heute rund 42.000 britischen „Covid-Opfer“. - auf alle Opfer von vermehrter häuslicher Gewalt, Kindesmissbrauch und Drogenkonsum während des verspäteten, überzogenen, unergiebigen Lockdowns. - auf ungezählte zusätzliche psychisch Kranke, die infolge der allgegenwärtigen Panikmache, im Gefühl der Hilflosigkeit, in erzwungener Distanz zu Mitmenschen Ängste und Depressionen entwickelten. (4) - auf alle Selbstmörder, die an der „neuen Normalität“ verzweifelten – wegen Angst, wegen sozialer Isolation, wegen der Vernichtung ihrer beruflichen Existenz. Australien beispielsweise meldet mehr Suizide als Covid-19-Todesfälle. - auf Abermillionen, die Lockdowns arbeitslos machten. Weltweit sind schon jetzt 400 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, 22 Millionen allein in den USA. (5) - auf alle Betroffenen von Unternehmenspleiten, die weltweit um 35 % zunehmen dürften, in Deutschland um 12 %. (6) Eine Corona-Pleitewelle sehen Experten erst noch auf uns zukommen, vor allem im Einzelhandel, bei Hotels und Gaststätten, im Touristikbereich, bei Veranstaltern und Messebauern. Wer bemitleidet all die ruinierten Existenzen? - auf unzählige Menschen, die aufgrund der Corona-Lockdowns ihr Heim verloren und obdachlos wurden. Allein in den USA könnten es bis zu 28 Millionen sein. - auf 130 Millionen Menschen, wenn nicht gar 225 Millionen weltweit, die infolge unverhältnismäßiger Infektionsschutzpolitik bis zum Jahresende 2020 zusätzlich hungerten und verhungerten. - auf 1,6 Milliarden Menschen, denen nach UN-Schätzungen deswegen der Verlust ihrer Lebensgrundlagen droht. (7) In den reichen Industrienationen verhindern soziale Sicherungssysteme das Allerschlimmste. Zwischen Berlin und Belfast, Lissabon und Wien verhungert niemand. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen arme Länder, die überwiegend auf der Südhalbkugel liegen. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte mit voller Wucht. - auf sieben Mal mehr Lebensjahre, die Lockdowns einer US-Studie zufolge zerstört als gerettet haben. (8) - auf alle Ärzte und Wissenschaftler, denen üble Nachrede bis zum Rufmord widerfuhr, weil sie dem offiziellen Seuchennarrativ zu widersprechen wagten. - auf alle Journalisten, die in China und anderswo verfolgt werden, im Gefängnis sitzen oder spurlos verschwinden, weil sie eigenständig recherchieren, manipulierte Berichterstattung aufdecken, unabhängig Informationen verbreiten. - auf künftige Generationen, denen der Hygienestaat einen noch gigantischeren Schuldenberg und Hyperinflation beschert, indem er die Gelddruckmaschine heißlaufen lässt, um die Bevölkerung mit Corona-Nothilfen ruhigzustellen. Lassen Sie uns all dieser „Corona-Opfer“ mitgedenken, werter Herr Steinmeier! Und was spräche eigentlich dagegen, ins andächtige Rückerinnern die 25.000 Grippetoten 2017/18 einzubeziehen? Als Termin drängt sich der 14. Mai auf. Zumindest fromme Katholiken vergegenwärtigen sich an diesem Datum ohnehin bereits, dass es Corona wirklich gegeben hat: Es ist der Gedenktag der heiligen Corona, einer frühchristlichen Märtyrerin, die im ersten oder zweiten Jahrhundert in Syrien wirkte, womöglich auch in Ägypten. Sie gilt als Patronin des Geldes, der Metzger, der Schatzgräber, vielen Gläubigen darüber hinaus – oh Wunder – als Schutzheilige gegen Seuchen aller Art. Diese erstaunliche Gemengelage von Zuständigkeiten sorgt in AHA-Zeiten für ein echtes Aha-Erlebnis: Beschert die Pandemie 2020 nicht so manchem Schatzgräber eine Geldquelle ohnegleichen, die selbst dann sprudeln würde, wenn man sämtliche zoonotisch veranlagten Fledermäuse längst eingesammelt und zum Metzger geschafft hätte? Im österreichischen Örtchen St. Corona am Schöpfl, wo Gläubige der Märtyrerin in einer barocken Wallfahrtskirche gedenken, erzählt man sich: Ihre Verfolger hätten befohlen, „zwei Palmen gegenseitig niederzubeugen und Corona mit Seilen daran zu binden, je eine Hand und ein Fuß an jedem Baum, und dann die Bäume in die Höhe schnellen lassen. Als dies geschah, wurde ihr Leib zerrissen, ihre Seele aber ging ein in die ewigen Freuden“. So ein jämmerliches Ende wünscht man ja nicht einmal Spahn, Drosten und Wieler, zumal faktengecheckte Geschichtsbücher künftiger Generationen deren Heiligkeit gewiss auch auf andere Weise sicherstellen können. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.rnd.de/politik/bundesprasident-steinmeier-zu-corona-das-virus-wird-uns-die-zukunft-nicht-nehmen-LEUELOI23BGH5FLIOZQNCPUCW4.html; https://www.welt.de/politik/deutschland/article215086918/Frank-Walter-Steinmeier-Der-Corona-Tod-ist-ein-einsamer-Tod.html (2) Nach der internen Lageeinschätzung eines leitenden Mitarbeiters im Bundesinnenministerium, die ihm seinen Job kostete: https://behoerden.blog/wp-content/uploads/2020/05/Bericht-KM4-Corona-1_geschw%C3%A4rzt.pdf; https://www.gefahrgutshop.de/fileadmin/user_upload/Corona-Vorbemerkungen.pdf; dort S. 6 f.; https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-politik-und-ihre-kollateralschaeden-das-sterben-der-anderen-a-00000000-0002-0001-0000-000171426687 (3) https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/krebs/id_87907380/expertin-warnt-corona-angst-koennte-krebswelle-ins-rollen-bringen.html; https://www.dailymail.co.uk/news/article-8593327/Doctors-warn-devastating-toll-non-virus-patients-face-delays-diagnosis-care.html?eType=EmailBlastContent&eId=2011da54-312b-41dc-85d8-8e1d50c86e28; https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/berlin-direkt-clip-3-386.html (4) https://www.presseportal.de/pm/119575/4619293; https://www.abendblatt.de/podcast/die-digitale-sprechstunde/article230100628/Wir-sehen-taeglich-die-Kollateralschaeden-von-Corona.html (5) https://swprs.org/fakten-zu-covid-19/#latest; https://www.deutschlandfunk.de/corona-und-arbeitslosigkeit-in-den-usa-krank-werden-ist.769.de.html?dram:article_id=482575 (6) https://www.merkur.de/wirtschaft/coronavirus-deutschland-wirtschaft-insolvenz-pleite-unternehmen-krise-folgen-zr-13839759.html, Erstmeldung vom 21. Juli. (7) https://www.theguardian.com/world/2020/apr/29/half-of-worlds-workers-at-immediate-risk-of-losing-livelihood-due-to-coronavirus; https://www.handelsblatt.com/politik/international/pandemie-hunger-armut-vernachlaessigte-gesundheitsvorsorge-so-schlimm-sind-die-kollateralschaeden-der-corona-bekaempfung/26196874.html?ticket=ST-522537-1Vb4teFamZA7YJ0NuRDs-ap3 (8) https://www.infowars.com/study-lockdown-will-destroy-at-least-seven-times-more-years-of-human-life-than-it-saves/; https://www.justfacts.com/news_covid-19_anxiety_lockdowns_life_destroyed_saved; https://www.nytimes.com/2020/03/20/opinion/coronavirus-pandemic-social-distancing.html

  • Ärztechef: Daueralarm macht uns krank

    Hamburger Ärztechef warnt vor Virus-Panikmachern, welche „die Gesellschaft krank machen“. Mit Kritik an übereifrigen Seuchenschützern halten sich ärztliche Standesvertretungen weiterhin seltsam zurück. Umso bemerkenswerter ist, mit welch deutlichen Worten jetzt einer ausschert, der offenkundig die Nase voll hat: Walter Plassmann, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH). Die ständigen Hiobsbotschaften von Panikmachern „machen die Menschen krank“, so erklärt Plassmann in einem Gastbeitrag für das Hamburger Abendblatt. (1) Eindringlich ruft er zu „mehr Gelassenheit“ auf. Die Corona-Pandemie müsse endlich realistisch eingeschätzt werden, anstatt sie unentwegt zu dramatisieren. Unverblümt kritisiert Plassmann (65), ehemaliger Journalist und seit sieben Jahren Vorstandsvorsitzender der KVH, alle Virus-Panikmacher dieser Republik. Namentlich erwähnt er dabei Deutschlands Viruspapst Christian Drosten, den sogenannnten Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun, wie auch Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, der soeben erst vor der „großen Gefahr des exponentiellen Sprungs, der Unkontrollierbarkeit des Geschehens“ und einer drohenden „Corona-Schockwelle“ gewarnt hat. „Gewohnt martialisch“ zeige sich da wieder mal ein „Söder´sches Muster“, kommentiert Plassmann. „Unter mehreren Möglichkeiten wird immer die dramatischste genommen“: nämlich ein schlimmstmögliches Zusammentreffen der alljährlichen Grippewelle „mit der x-ten Corona-Welle. Notwendige Relativierungen werden als ‚Verharmlosung‘ verunglimpft und der ‚Schlag auf die Zwölf‘ gilt so lange als probates politisches Mittel, wie die Bevölkerung ihn mit guten Umfragewerten belohnt". Dies, so warnt Plassmann, habe fatale Folgen für die Gesellschaft. „Permanenter Stress, ununterbrochene Aufgeregtheit und Angst schädigen Körper und Seele eines Menschen. (…) Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer höhere Bäume treibt, der macht sie krank." „Bezeichnend“ findet es Plassmann, „dass die Debatte um das Sars-CoV-2-Virus von Medizinern bestimmt wird, die nicht mit dem ganzheitlichen Menschen arbeiten. Virologen sehen nur sehr kleine Teile des Menschen, Epidemiologen nur Zahlenreihen und Statistikmodelle, Anästhesisten sedierte Menschen. Das wirklich wahre Leben kommt im beruflichen Alltag der Drostens, Lauterbachs und Brauns nicht vor." Vielen Ärzten sei "schon im April aufgefallen, dass es eine Diskrepanz gibt zwischen der politisch-medialen Aufgeregtheit und dem, was sie erleben. Es ist ja bezeichnend, dass unter denjenigen, die zur Mäßigung aufrufen, überdurchschnittlich viele Ärzte sind." Tödliche Folgen, wie sie Corona-Infektionen in seltenen Fällen nach sich ziehen, "können bei jeder Krankheit auftreten, selbst bei denen, die wir gerne als ‚harmlos‘ bezeichnen", merkt Plassmann an. Natürlich seien Schutzmaßnahmen sinnvoll. Doch speziell bei Corona sei "die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, sehr gering, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, hoch gering und die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken oder gar zu sterben, äußerst gering. (…) DAS sind die Botschaften, die Politik und Medien aussenden sollten, anstatt die Ausnahme zur Norm zu machen.“ Und so folgert Plassmann: „Es ist kein ,Killervirus', das uns zwingt, im aseptischen ,Panikraum' zu zittern, bis der Spuk vorbei ist." Vielmehr sei „Gelassenheit angebracht und angezeigt. Auch wenn das eine Schockwelle für Söder sein sollte." Seit den achtziger Jahren ist Walter Plassmann im deutschen Gesundheitswesen aktiv, das erste Jahrzehnt davon journalistisch. Anfang der Neunziger spezialisierte er sich auf neue Versorgungsformen und beriet u.a. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen. Von 1999 bis Ende 2004 leitete er den Bereich „Versorgungsmanagement und Qualität“ in der KV Hamburg; Mitte 2004 wurde er zu deren stellvertretendem Hauptgeschäftsführer ernannt. Ab 2005 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVH, seit Juli 2013 ist er ihr Chef. Hoffentlich noch ein Weilchen länger. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.abendblatt.de/meinung/article230410736/corona-walter-plassmann-kassenaerztliche-vereinigung-chef-gelassenheit-pandemie-arztruf-gastbeitrag.html; s. auch https://www.focus.de/regional/hamburg/wegen-dramatisierung-von-corona-hamburger-aerztechef-greift-soeder-und-drosten-an-sie-machen-die-gesellschaft-krank_id_12427921.html Bildausschnitte Plassmann: KVH; Lauterbach: Von Martin Kraft - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=87166942; Söder: Von Mueller /MSC - https://securityconference.org/mediathek/asset/markus-soeder-1930-15-02-2019/, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79298649; Braun: Von Tobias Koch, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68454910.

  • Selbst Methusalems pfeifen auf Corona

    Was lernen wir über Covid-19, wenn sogar Hundertjährige es überleben? So mörderisch „wütet“ der Killerkeim, dass ihm sogar manche Hundertjährige trotzen. Rund um den Globus schafften das viele Dutzend, von Argentinien bis Vietnam, von Indien bis Mexiko. Die nachfolgenden Tabellen listen Fälle auf, die in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen sorgten. Dunkelziffer? Nicht einmal vage Schätzungen liegen hierüber vor. Medien machen daraus „Wunder“, spekulieren über ein „Geheimnis“ – so als wäre es ein geradezu übernatürliches Phänomen, dass selbst Hochbetagte mit einer Virusinfektion klarkommen. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge stehen die Chancen eines über 85-Jährigen, Covid-19 zu überleben, 630 Mal schlechter als die eines jungen Erwachsenen. Trotzdem schaffen es bemerkenswert viele. Allein Mexiko meldete bis Ende Juli mindestens 53 Corona-Überlebende über 100 Jahren – bei 53.000 offiziellen „Corona-Opfern“. Wie kann es sein, dass sich unsere übereifrigen, pharmafixierten Seuchenschützer DAFÜR nicht die Bohne interessieren? Wenn man Covid-19 erst mit durchschittllich 80 Jahren erliegt, vollauf im Rahmen der statistischen Lebenserwartung, und vereinzelt sogar Methusalems mit dieser Pandemie ganz gut klarkommen: Deutet das nicht darauf hin, dass die Menschheit dem neuen Coronavirus keineswegs „schutzlos ausgeliefert“ ist (O-Ton Söder), solange es keinen Impfstoff gibt? Dass wir gegen Infektionen bis ins hohe Alter gewappnet sein können? Kurzum, dass uns Politiker, Leitmedien und sogenannte Experten haarsträubenden Quatsch ins Ohr blasen? Des Rätsels Lösung liegt in unserem Immunsystem: in einer atemberaubend komplexen, hochentwickelten, grandios wirksamen Abwehr, die sich über Jahrtausende entwickelt hat, um uns vor einer Welt zu schützen, in der es von Billionen Krankheitserregern wimmelt. Pflegen wir diesen natürlichen Schutz, so stehen die Chancen verblüffend gut, dass er uns nicht zwangsläufig im Stich lässt, wenn unser Lebensalter dreistellig wird. Dass die Natur uns alle mit so etwas Großartigem beschenkt hat, scheint sich im politischen Berlin noch nicht herumgesprochen zu haben. Wie beharrlich haben Angela, Jens & Co. den Biologieunterricht geschwänzt? In Wahrheit ist das „Geheimnis“ der corona-resistenten Methusalems ebenso uralt wie banal. Wie erreichst du bei guter Gesundheit ein hohes Alter? Iss weniger, iss vollwertig, iss Frisches, mit Chemikalien geringstmöglich Belastetes. Trink gutes Wasser. Finger weg von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Bewege dich viel an frischer Luft. Meide Genussgifte. Greif zu Pharmaprodukten nur notfalls. Gib deinem Leben Sinn. Pflege Sozialkontakte. Suche Gemeinschaft, in der du dich angenommen, geborgen und gebraucht fühlst. Achte auf dein psychisches Gleichgewicht. All diese Tipps bedürfen nicht erst randomisierter, placebokontrollierter Doppelblindstudien, ehe feststeht, dass es das Immunsystem stärkt, sie zu befolgen – hochwirksam, absolut sicher und bestens verträglich. Harald Wiesendanger

  • Ein Kreuz für Drosten

    Drei Dutzend allerbeste Gründe, warum unser virologischer Halbgott das Ding verdient hat. Am 3. Oktober 2020, dem Tag der Deutschen Einheit, verlieh der Bundespräsident der Lichtgestalt des Hygieneregimes die höchste Auszeichnung, die unser Land zu vergeben hat: das Bundesverdienstkreuz. Nur ekelhafte Hater können daran herummeckern. Über „ekelhafte Hater“ klagte Christian Drosten, hochverehrter Chefvirologe der Berliner Charité, unlängst. Diese gemeinen Kerle gönnen ihm womöglich nicht einmal das Verdienstkreuz, das ihm Frank-Walter Steinmeier am 3. Oktober 2020, dem Tag der Deutschen Einheit, im Schloss Bellevue um den Hals hängte. Dabei sprechen doch mindestens drei Dutzend glänzende Argumente glasklar dafür, dass seit Menschengedenken niemand diese Auszeichnung mehr verdient hat als Drosten. 1. Dafür verbürgt sich kein Geringerer als Medizin-Nobelpreisträger Jens Spahn. Er zählt Drosten zu jenen „besten Experten der Welt, auf die Deutschland sich stützen kann“. Na also. 2. Drosten hat das Ding schon einmal gekriegt, vor 15 Jahren. Da wurde es höchste Zeit, seine unvergängliche Ordenswürdigkeit nochmals dick zu unterstreichen. 3. Drosten kriegt es irgendwie hin, ein stattliches Viertel „der“ Wissenschaft zu verkörpern, auf welche Berliner Seuchenschützer ihr hyperaktives Krisenmanagement stützen. Die drei übrigen Viertel steuern der gewiss nicht minder verdienstvolle, zutiefst dauerbesorgte Lothar Wieler, der fliegenhalsige Hyper-Panikologe Karl Lauterbach sowie die notorisch auf Alarm gebürsteten Emergency-Experten der Weltgesundheitsorganisation bei. Der Rest? Verschwörungstheoretiker. 4. Bei Faktenchecks ist Drosten noch nie durchgefallen. Welcher Hater kann das schon von sich behaupten? 5. Er gilt als begnadeter Erklärer. Dank seiner unzähligen öffentlichen Auftritte verstand das Volk von Krisenbeginn an mühelos, dass es nichts zu verstehen braucht, weil es völlig ausreicht, wenn Drosten das tut. Drei Jahrzehnte nach Klaus Brinkmann aus der „Schwarzwaldklinik“ genießt endlich mal wieder ein Medizinprofessor das grenzenlose Vertrauen der gesamten Fernsehnation – jetzt sogar ein echter. 6. Als Vater des PCR-Tests für SARS-CoV-2 gebührt Drosten ein Copyright auf den größten Intelligenztest in der Geschichte der Menschheit: Wie viele durchschauen die Plandemie, die sich somit herbeitesten ließ? Die hocherfreuliche Antwort, demoskopisch gesichert: Jeder Zwanzigste fällt nicht durch. 7. Drosten leistet Pionierarbeit auf dem Gebiet des statistischen Konstruktivismus. Die Positivenrate – der Anteil positiver an der Gesamtzahl durchgeführter Tests – schrumpfte 2020 in der wärmeren Jahreszeit monatelang. Anfang April noch auf einem Höchststand von über 9 %, liegt sie zeitweilig bei 0,8 %. (1) Demnach sanken die Fallzahlen stetig, jedenfalls jene, auf die es ankommt. Bloß nicht für Drosten. Seit Frühsommer sieht er beharrlich eine „zweite Welle“ kommen. „Alle Alarmsensoren“ wollte er uns schon damals „wieder einschalten“ lassen. (2) Für ihn ging "die Pandemie jetzt erst richtig los“ - notfalls mit Test-Exzessen an Kerngesunden, phantasievollen Neudefinitionen ("Infizierte", "Corona-Tote") und kreativer Buchführung. 8. Eine Plandemie hat viele Väter. Aber keiner war potenter als Drosten – er trug zum Zeugungsakt sozusagen den unerlässlichen Zweitkoitus bei. Wie bläst man eine heftige Grippewelle, wie sie seit der Jahrtausendwende schon ein halbes Dutzend Mal um den Globus fegte, zur apokalyptischen Seuche auf? Man muss der Menschheit zu einem virologischen Tunnelblick verhelfen: Zählt nicht bloß Patienten und Leichen. Konzentriert euch auf die Infizierten. Diese Sichtweise durchzusetzen, erforderte zwei Schritte. Der erste war im Frühjahr 2009 getan: Da verhunzte die WHO, irregeleitet durch Pharmalobbyisten in ihren Beratergremien, die Definition der Pandemie derart, dass sie leichter auszurufen ist als je zuvor: nicht erst, wenn weltweit viele Menschen krank werden und sterben, sondern bereits dann, wenn sich viele anstecken. Den zweiten Schritt half der ebenso findige wie flinke Drosten sicherzustellen: Ansteckungen müssen in möglichst vielen Fällen nachgewiesen werden – zumindest aber gilt es den Anschein eines Nachweises zu erwecken, Validierung hin oder her. Was eignet sich dazu besser als ein hyperempfindlicher molekularer Test, der bereits dann anschlägt, wenn er in Abstrichen winzigste Mengen von Erreger-RNA ausfindig macht – wurschtegal, ob die Viruslast überhaupt ausreicht, krank und infektiös zu machen? Ohne die „präzisen Testungen“ mittels PCR, wie eine sogenannte Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen lobend hervorhob, gäbe es keine Coronoia, keine unbefristete „epidemische Lage“ ohne Notlage. 9. Drosten gelang ein Geniestreich, der in der Geschichte medizinischer Diagnostik seinesgleichen sucht: der erste Test, der unvalidiert sein eigener Goldstandard sein darf, weil ja eh bloß Covidioten bezweifeln können, dass er funktioniert. 10. Als einziger Wissenschaftler weltweit verfügt Drosten über spektakuläre außersinnliche Fähigkeiten. Wie sonst hätte er einen Virentest aushecken können, der Teile des Genoms von SARS-CoV-2 erspürte, ehe es offiziell überhaupt sequenziert war? Wie sonst hätte er vor jeglicher Unter­suchung vor Ort definitiv ausschließen können, dass SARS-CoV-2 ein Laborkonstrukt ist? Im Nu „verurteilte“ er „nachdrücklich Verschwörungstheorien, die darauf hindeuten, dass Covid-19 keinen natürlichen Ursprung hat.“ Um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei „Gain-of-Function“-Labors wie in Wuhan, deren biowaffenfähige Spitzenprodukte selbst Ebola, Pest und Spanische Grippe locker toppen würden, hat sich Drosten somit bleibende Verdienste erworben. Wozu forschenden Virologen ihr Lieblingsspielzeug wegnehmen, solange es Wildtiermärkte zu schließen gibt? 11. Weil Psi-Talente eher übermenschlich sind, lassen sie die wahre Herkunft dieses Halbgotts erahnen. Für Kenner der griechischen Mythologie steht außer Frage: Vor 49 Jahren muss sich Athene - Göttin der Weisheit und Wissenschaft, Schutzpatronin aller kämpfenden Helden - für ein kurzes Weilchen ins Emsland gewagt haben, ein irdisches Risikogebiet mit immer schon bedenklicher Infektionsrate, um sich der Fleischeslust hinzugeben. Womöglich tat sie das sogar maskenfrei und ohne Sicherheitsabstand. (3) 12. Auch um die Pflege gedeihlicher Beziehungen zur demnächst führenden Wirtschaftsnation der Welt hat sich Drosten verdient gemacht. Gemeinsam mit 26 Kollegen bekundete er schon Mitte Februar seine uneingeschränkte „Solidarität“ mit „den Wissenschaftlern, Fachleuten des öffentlichen Gesundheitswesens und insbesondere den Medizinern Chinas“. „Fleißig und effektiv“ habe Peking „daran gearbeitet, den Erreger dieses Ausbruchs rasch zu identifizieren, bedeutende Maßnahmen zur Verringerung seiner Auswirkungen zu ergreifen und ihre Ergebnisse auf transparente Weise der globalen Gesundheitsgemeinschaft mitzuteilen.“ Daten seien „rasch, offen und transparent“ ausgetauscht worden. Kein Wort über Sicherheitsmängel, verspätete Reaktionen, Versteckspiele. Kein Wort darüber, dass Peking Informationen zurückhielt, Infektionsverdächtige brutalstmöglich drangsalierte, die Weltgemeinschaft hinters Licht führte, bis heute internationale Untersuchungen vor Ort verhindert. Kein Wort über chinesische Ärzte, Wissenschaftler und Journalisten, die plötzlich verschwanden und nie wieder auftauchten, weil sie der offiziellen Propaganda widersprachen. (4) Pekings Krisenmanagement: „rasch, offen, transparent“? Mit einem solch üblen Aprilscherz bewirbt sich Drosten nachdrücklich um die höchste Auszeichnung, den die KP Chinas an ausländische Experten zu vergeben hat: den „Freundschaftspreis“. 13. Niemand schweigt souveräner als Drosten zu dem Schindluder, das mit seinem PCR-Geniestreich getrieben wird. Da ist das semantische Unding der symptomfreien Krankheit, einer engen Verwandten von eckigen Kreisen und eisiger Hitze, trockenem Wasser und weißem Schwarz. Da ist die Panikmache mit Infektionsraten, welche die bekannte Quote falsch-positiver Testergebnisse sogar noch unterbieten – also im Bereich statistischen Rauschens verharren. Da finden Menschenrechtsverletzungen am Fließband statt aufgrund von Diagnosen, die sich mittels PCR überhaupt nicht stellen lassen - nachzulesen in den Gebrauchsanleitungen, mit Nachdruck betont vom Erfinder, dem Chemie-Nobelpreisträger Kary Mullis. Da werden am Fließband „Fälle“ produziert, von denen bei 90 % aller positiven Tests gar keine Ansteckungsgefahr ausgehen kann, weil die Viruslast dafür viel zu gering ist. (5) All dies hinzunehmen, ohne vor Scham und Zorn rot zu werden, qualifiziert zweifellos für höchste Ehrungen seitens derer, denen Drostens Schweigen vortrefflich in die Karten spielt. 14. Bei Pandemiebeginn schaffte es Drosten, mit seinen smarten Schreckensprognosen deutlich besser zu liegen als die berüchtigt apokalyptisch gestimmten Kaffeesatzleser vom Imperial College in London. Weltweit weissagten sie 40 Millionen Covid-19-Tote, für Deutschland 1,1 Millionen Intensivpatienten. (6) Da lobt man sich die prophetische Zurückhaltung, die Drosten an den Tag legt: Einem Szenario zufolge, das er Mitte März 2020 bei einer Pressekonferenz vortrug, könnten dem neuen Coronavirus bloß 278.000 Deutsche zum Opfer fallen. (7) Das beruhigt ungemein - also dürfte Deutschland bloß noch weitere 268.000 Corona-Tote zu bestatten haben. Ohne PCR-Tests „hätten wir in Deutschland jetzt 50.000 bis 100.000 Tote mehr“, so verbreitete Drosten Mitte Juli 2020. Klingt eine „Stimme der Vernunft“ nicht genau so? 15. Nebenbei erfand Drosten einen bestechend zuverlässigen Demenztest: Wer erkennt die Pandemie 2020 als Schweinegrippe 2.0 wieder? Wem ist noch jener haarsträubende Fehlalarm präsent, den die Weltgesundheitsorganisation vor elf Jahren schlug, und dessen lobbyistische Hintergründe? Wen erinnert „Remdesivir“ irgendwie an „Tamiflu“, die Corona-Vakzine an „Pandemrix“? Wem fällt auf, dass die gewieften Geschäftemacher von damals, die mit einer der mildesten Grippewellen des dritten Jahrtausends dank gutgläubiger Regierungen Milliarden einsackten, auch heute wieder in vorderster Reihe die Hand aufhalten: von Gilead über Roche bis GlaxoSmithKline? Und wer erinnert sich noch an die maßgebliche Rolle, die Drosten bei ausnahmslos jeder Pandemie, einschließlich aller vermeintlichen, seit der Jahrtausendwende spielte? Je mehr „Fälle“, desto schlimmer die Seuche, desto panischer die Angst davor, desto legitimer Grundrechtsverletzungen durch Infektionsschützer, desto größer eine auf Medikamente und Impfstoffe fixierte Heilserwartung. Fälle zuhauf bringt der PCR-Test bei, unübertroffen produktiv. Erstmals einsatzbereit machte Drosten ihn 2003, als SARS, das „schwere akute Atemwegssyndrom“, von Vietnam aus um sich griff. Der verunsicherten, besorgten Weltgemeinschaft bescherte er damit eine „sensitive und effiziente Methode zur Diagnose und Überwachung“, wie ein führendes Fachjournal schon damals lobte. Seither war Drosten stets der Erste, der grassierenden Viren auf den Leib rückte: bei Vogelgrippe (2005) und Schweinegrippe (2009) – den beiden hanebüchensten Fakes der Covid-19-Vorgeschichte -, bei Chikungunya (2009), MERS (2012), Zika (2016) und dem brasilianischen Gelbfieber (2017). Allerdings gab es Zeiten, in denen Drosten selbst noch davor warnte, positive PCR-Testergebnisse überzubewerten. Schon vergessen? Als Gedächtnisstütze sollte ihm und all seinen Fans ein Ausriss aus der Wirtschaftswoche am 16. Mai 2014 überreicht werden, mit einem Interview, das anlässlich der MERS-Epidemie auf der arabischen Halbinsel stattfand. Wörtlich erklärte Drosten darin: „Die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“ Für die Corona-Explosion 2020 gilt das etwa nicht? 16. Spektakulär beweiskräftig verteidigte Drosten die Seuchenschutzmaßnahmen der Bundesregierung. „Mit vergleichsweise milden Maßnahmen“ sei „eine Pandemiewelle gestoppt“ worden, lobte er am 14. Juli 2020. Gerüchten zufolge stand Christian, als er noch ein Dreikäsehoch war, einmal gemeinsam mit Jens und Angela am Nordseestrand, kurz bevor Ebbe einsetzte. Mit vollen Backen pusteten sie Richtung Meer. Kaum begann sich das Wasser zurückzuziehen, da riefen sie begeistert aus: „Ha! Unsere Maßnahme beginnt zu greifen!“ (8) 17. Dank Drostens unwiderstehlicher Aura fällt niemandem auf, dass außer einem Virologen auch Immunologen, Epidemiologen und Rechtsmediziner, Statistiker und Medizinhistoriker, Psychologen und Soziologen mit am Tisch sitzen sollten, wenn es darum geht, eine neue Infektionswelle einzuschätzen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und Kollateralschäden mitzubedenken. 18. Mittelbar machte der PCR-Vater das Land endlich wieder regierungsfähig. In Vor-Coronazeiten drohte die Parteienlandschaft immer unübersichtlicher zu werden; Koalitionen zu bilden, erschwerten schrumpfsüchtige Volksparteien. Sobald es aber „um Leben und Tod geht“, wie Möchtegernkanzler Laschet frühzeitig erkannte, versammelt sich das verängstigte Volk schutzsuchend hinter ihrer politischen Führung. Aus immer neuen Umfragetiefs erhob sich die Merkel-CDU, Corona sei Dank, wie Phönix aus der Asche, schnellte von 25 auf zeitweilig über 40 % empor, ein Spitzenwert wie seit 2017 nicht mehr. Plötzlich waren zwei Drittel der Bevölkerung mit der Arbeit ihrer Regierung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ – mehr als je zuvor. Drosten half mit, das ramponierte Vertrauen des deutschen Volkes in seine politischen Führer wiederherzustellen. Die Seuchenschutzmaßnahmen, die er teils beredt, teils stillschweigend, teils vieldeutig murmelnd mittrug, ernteten geradezu nordkoreanische Zustimmungsquoten. Staatsverdrossenheit war gestern. Seit Sepp Herberger, dem Vater des legendären „Wunders von Bern“, hat sich niemand um die Einheit der Nation verdienter gemacht als Drosten: Das Panikvirus, das er pandemisch verbreiten half, hat die Volksgemeinschaft endlich wieder aufs Innigste zusammengeschweißt. 19. Hätte Drosten nicht das Zeug zum ersten Quereinsteiger, der es von einem Laborstuhl schnurstracks auf den Chefsessel des Bundeskabinetts schafft? „Kann Drosten Kanzler?“ fragten sich sogar schon die Zeit und der WDR, das Handelsblatt und die Hamburger Morgenpost. (9) Bloß der Süddeutschen Zeitung fiel ein noch verlockenderer Karrieresprung ein: als „Sex-Symbol“ und „Posterboy“, nicht nur wegen seiner „sinnlichen Lippen“. Dafür spräche, dass Christian dann zumindest um regelmäßige Sitzungen mit Jens, Andreas und Peter herumkäme. 20. Drostens Preiswürdigkeit haben bereits drei namhafte Medizinkonzerne erkannt. Selbstverständlich ohne die geringsten Hintergedanken verlieh ihm im Jahr 2004 der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline - Umsatz 2019: 33,8 Milliarden US-Dollar - seinen „Förderpreis für Klinische Infektiologie“. Der US-Pharmakonzern Abbott - Umsatz 2019: 32 Milliarden US-Dollar - sponserte den „Diagnostics Award“ der European Society for Clinical Virology, den Drosten im selben Jahr erhielt. Ebenfalls 2004 errang er den „Diagnostics Award“ der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, mit freundlicher Unterstützung von bioMérieux - Umsatz 2017: 2,3 Milliarden Euro -, einem börsennotierten französischen Anbieter von Reagenzien, Geräten, Software und Service für die In-vitro-Diagnostik. Warum sollten bewährte „Public/Private Partnerships“ bei Preisverleihungen enden? 21. Als unbeirrbarer Frontkämpfer für die Freiheit der Wissenschaft lehnt Professor Drosten Drittmittel-Prostitution und sonstige finanzielle Verstrickungen selbstverständlich ab – wobei klitzekleine Ausnahmen die Regel bestätigen dürfen: „Zum Glück werden wir“, die Charité, „neuerdings unterstützt von der Bill und Melinda Gates Foundation.“ (10) 249.550 US-Dollar flossen von dort im März 2020. 22. Die Scientific Community verdankt Drosten ein leuchtendes Vorbild, wie man Einschätzungen flexibel an Erfordernisse politischer Korrektheit anpasst, anstatt das Gebot der Evidenzbasierung halsstarrig überzubewerten. 30. Januar: „Mit der Maske hält man das Virus nicht auf. Die technischen Daten dazu sehen nicht gut aus.“ 23. März: „Es gibt in der Literatur fast keine Evidenz dafür, dass das helfen könnte." 6. April: „Wirklich jeder, jeder, jeder in der Gesellschaft, im öffentlichen Leben muss diese Masken tragen.“ 6. September: „Wir wissen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt des Krankheitsverlauf auch weniger schädlich sein könnte, aber das ist eine reine Spekulation. Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege.“ 27. September: „Wir können damit rechnen, dass wir bis Ende 2021 Masken tragen werden. (…) Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen, wird der größte Teil der Bevölkerung weiter Masken tragen müssen“. 23. Mit seinem Bekenntnis zu AHA-Zumutungen trägt Drosten auf Umwegen hocheffektiv dazu bei, hygienisch bedenkliche Phänomene wie Umarmungen und Küsse, Parties und Demonstrationen, Seitensprünge und Prostitution einzudämmen. 24. Uns allen verhalf Drosten zu wundervollen Einsichten, wie wir unsere lockdown-kollateralgeschädigte Haushaltskasse schonen können: Friseure sind entbehrlich, verwuschelt wie frisch aus dem Bett ist telegen und sexy, wie uns seine regelmäßigen TV-Auftritte vor Augen führen. Abos von Leitmedien können wir uns sparen, denn als es drauf ankam, verwandelten sich drostenisierte Qualitätsjournalisten in Hofberichterstatter, Schleimspuren hinterlassend, die ohne weiteres für Arbeitsplätze beim Zentralorgan der coronistischen Einheitspartei qualifizieren. Und wer braucht noch Lippenstift, Rasierapparat, Zahncreme und Taschentuch, seit man elegant hinter Drosten-gesegneten Schutzmasken verstecken kann, dass das Geld dafür nicht gereicht hat? 25. Dass sich Drosten „besondere Verdienste für das Gemeinwohl“ erworben hat, können Hunderttausende von Heimbewohnern, Reiserückkehrern und Hotspottern bestätigen, die dem PCR-Test die wertvolle neue Lebenserfahrung des verfassungswidrigen Eingesperrtseins verdanken. 26. Drosten trug dazu, reichlich Leben zu retten: Während des PCR-gestützten Lockdowns fanden erheblich weniger Impfungen von Schwangeren und Säuglingen statt. Daraufhin fiel die Zahl der Frühgeburten und plötzlichen Kindstode signifikant. (11) 27. Niemandem mehr als Drosten verdanken wir sozusagen eine auf Wochen und Monate verlängerte Sonntagsruhe. Lasst uns endlich das Positive sämtlicher Lockdowns "light" und "hard" würdigen, zu denen es ohne PCR-Alarmismus nie gekommen wäre: Für eine Weile ersparten sie Millionen eine stressige Erwerbstätigkeit, verschafften ihnen Zeit zur Pflege des Ehe- und Familienlebens, wie auch zur Austragung von unaufgearbeiteten Beziehungskonflikten sowie zu überfälligen Züchtigungen des missratenen Nachwuchses. Sie verhalfen zu mehr Schlaf. Heimwerkern boten sie Gelegenheit zur Verschönerung der eigenen vier Wände, Hobbygärtnern zur Rasen- und Rosenpflege. Wie schwer wiegt demgegenüber schon das kleine bisschen Grundrechtsverletzung? Bewegungsfreiheit und Menschenwürde werden überbewertet. 28. Einen ebenso unschätzbaren Beitrag leistete ein drostenisiertes PCR-Regime zum Umweltschutz. Schlagartig wurde die Luft reiner, die Gewässer ebenfalls. Deutlich weniger Treibhausgase wurden ausgestoßen. Und wann haben wir den Himmel zuletzt so blau gesehen wie in Lockdown-Monaten, als ihn so gut wie keine Flugzeuge mehr mit ihren chemtrailverdächtigen Kondensstreifen milchig-grau einfärben konnten? Für moderne Klimapolitik eröffnen sich da ganz neue Zukunftsperspektiven. Wer vermisst eigentlich noch Greta? 29. Irgendwie hat Drosten sogar seinen Teil dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft einen fulminanten Aufschwung erlebt wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Zwischen Mai und Juni 2020 verzeichnete das Statistische Bundesamt fast ein Drittel mehr Aufträge, für die Autoindustrie sogar zwei Drittel, verglichen mit den zwei düsteren Vormonaten. Die Nachfrage zog um 35,3 Prozent an. Pharmakonzerne fanden Abnehmer für über eine Milliarde Impfdosen, schon Monate vor der Zulassung. Als fabelhafte Konjunkturspritze erweist sich die Pandemie obendrein für Hersteller von Schutzmasken, Schutzanzügen und Schutzbrillen, von Handschuhen und Desinfektionsmitteln, wie auch von Überwachungstechnik aller Art. Zwar dümpelt der Ferntourismus vor sich hin. Aber wer braucht schon Haiti, Bali oder die Malediven, wo es doch den Bodensee, den Harz und die Mecklenburgische Seenplatte gibt? 30. Drosten half mit, städtische Straßenreinigungen zu entlasten, insbesondere in Berlin. Wenn Großdemonstrationen gegen die Hygienediktatur verhindert werden, die er legitimieren hilft, so fällt auf der Straße des 17. Juni und umliegenden Örtlichkeiten erheblich weniger Müll an. 31. Drosten ist „der Habeck der Medizin“, wie selbst das „faktenfaktenfakten“-versessene Nachrichtenmagazin Focus schwärmt. Und die bloße Seinsnähe zu Habeck ist ja an sich schon schwer verdienstordenswürdig. „Alles an ihm stößt auf Wohlgefallen. Das Erscheinungsbild (‚diese süßen schwarzen Locken!‘). Das verschmitzte Lächeln, das ihm etwas Jugendliches gibt.“ Falsch getippt, der Focus-Autor war keine Frau. 32. Drosten half mit, das notorisch dauergestresste Klinikpersonal ein Weilchen zu entlasten, insbesondere auf Intensivstationen. (12) Einer nicht abzuflachenden „Kurve“ harrend, konnten unterbeschäftigte Ärzte und Krankenschwestern eine Neuinszenierung von „Warten auf Godot“ in Angriff nehmen: endlich mal wieder gemeinsam meditieren, singen, Karten spielen, Däumchen drehen und ungestörte Pausenschläfchen einlegen. 33. Dank Drosten erklomm das deutsche Liedgut ein ganz neues Niveau: Er inspirierte eine Berliner Punk-Band dazu, ihm einen fetzigen Song mit verdienstkreuzwürdigem Text zu widmen. Refrain: „Ich habe besseres zu tun / Lasst mich bitte mit dem Scheiß in Ruhe.“ 34. Auch zur anhaltenden Debatte um eine Erhöhung des Renteneintrittsalters hat der Direktor des Instituts für Virologie der Charité aufs Wertvollste beigetragen: Von Herzen wünscht man sich, sein Amtsvorgänger Prof. Detlev Krüger hätte sich nicht schon 2016, mit gerade mal 66 Lenzen, in den Ruhestand verabschieden lassen. Mit einer „zweiten Welle“ Panik zu schüren, wäre mit Krüger nicht zu machen gewesen. „Dass wir auch in Zukunft mit dem neuen Coronavirus leben müssten, wird von Politik und Medien meist wie eine Drohung kolportiert. Aber alle Viren beschäftigen uns ein Leben lang“, stellte Krüger frühzeitig klar. „Vieles wird jetzt plötzlich so dargestellt, als ob das alles Neuland wäre. Natürlich wird das Virus wahrscheinlich nicht mehr aus unserer Umwelt verschwinden. Aber es gibt viele andere gefährliche und sogar noch gefährlichere Viren, mit denen wir auch zu leben gelernt haben oder die wir erfolgreich bekämpfen können. (…) In vieler Hinsicht kann man Corona- und Grippewellen durchaus vergleichen, sowohl bei der Übertragungsweise der Viren als auch bei den Risikogruppen. (…) Man sollte eine Abwägung treffen zwischen den möglichen Schäden durch die Infektion und den möglichen Schäden durch die Maßnahmen, die gerade laufen.“ 35. Gleich nach Bill Gates dürfte Christian Drosten der großherzigste Philanthrop seit Menschengedenken sein. Obwohl ihm das Patent auf einen der größten Verkaufsschlager der Medizingeschichte gebührt – auf einen Virentest, der schon jetzt mehrere hundert Millionen Mal zur Anwendung kam -, will er „daran keinen Cent verdienen. Ich habe nichts davon!“ Davor verneigen wir uns voller Hochachtung, solange uns der Einblick in seine Steuererklärung 2020 verwehrt bleibt. Aber wer profitiert denn nun eigentlich von Drostens Pionierleistung? Auch die Charité hat angeblich nullkommanichts davon, zumal eine „gewinnorientierte Betrachtungsweise im Zusammenhang mit der Pandemie aus unserer Sicht (...) nicht geboten ist“. Angeblich kassiert ausschließlich die Berliner Firma TIB Molbiol, mit dessen Geschäftsführer Olfert Landt der erfinderische Drosten seit sage und schreibe 17 Jahren „aus rein humanitären Gründen“ innigst zusammenarbeitet – bei sämtlichen größeren Infektionswellen seit dem ersten SARS-Ausbruch 2003. (13) TIB Molbiol scheffelt Unsummen, während Drosten leer ausgeht? Wie kann er auf riesige Vermögenswerte verzichten, einfach so? Ginge es bloß darum, Gutes tun: Wieso hat sich Drosten nicht seine Verwertungsrechte gesichert, vermarktet seinen Geniestreich selber und führt die Erlöse einer gemeinnützigen Stiftung zu? Pecunia olet: Einem 101%-igen Humanisten, der am liebsten jede freie Minute dem Dienste an der Menschheit widmet, fehlt vermutlich schlicht die Zeit, obendrein auch noch geschäftstüchtig zu sein. Ob Drosten das nicht in Kürze bereuen wird? Dummerweise ist der Bundesverdienstorden reine Ehrensache, kein Preisgeld fließt. Gerade jetzt könnte Drosten es gut gebrauchen, angesichts einer Sammelklage in Milliardenhöhe, welche momentan eine Gruppe von Anwälten gegen ihn vor US-Gerichten vorbereitet – wegen Betrugs. „PCR-Tests können und dürfen Infektionen nicht feststellen“, so erklärt Initiator RA Dr. Reiner Füllmich. „Ohne PCR-Test keine Pandemie.“ Aber vielleicht leistet TIB Molbiol ja Prozesskostenhilfe? Aus rein humanitären Beweggründen, versteht sich. Gerüchten zufolge weigerten sich Bundespräsident und Chefvirologe, sich prophylaktisch PCR-testen zu lassen und eine zweiwöchige Quarantäne anzutreten, ehe sie Berlin anlässlich ihrer Zusammenrottung mit 14 weiteren zu Bekreuzigenden, reichlich Presse und Ehrengästen womöglich in den nächsten Hotspot verwandeln. Dass Drosten zuvor ein wenig hüstelte und Steinmeier sogar nieste, wie anonyme Informanten aus ihrem Umfeld versichern, wurde angeblich vertuscht. Immerhin soll in Schloss Bellevue mit fremdbelüfteten Vollschutzanzügen samt angeschweißten Stiefeln, ABC-Schutzmasken sowie einer Schleusenkammer mit Chemikaliendusche vorgesorgt worden sein. Eine Sondergenehmigung des Berliner Innensenators erlaubte den Zutritt auch bei einer thermosensorisch ermittelten Körpertemperatur über 37,2 Grad. Im unmittelbaren Anschluss an die Zeremonie wurde ganz Berlin-Tiergarten dekontaminiert. Straßensperren verhinderten unbefugtes Verkrümeln in umliegende Bezirke. Den Tanks von Wasserwerfern wurden Desinfektionsmittel beigemengt. Sicher ist sicher. Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) Robert Koch Institut: „Epidemiologisches Bulletin Nr. 38/2020, Stand 16. September, S. 15: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/38_20.pdf?__blob=publicationFile. (2) https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-06/covid-19-christian-drosten-zweite-infektionswelle-warnung-corona-ausbrueche; https://rp-online.de/panorama/coronavirus/christian-drosten-warnung-vor-zweiter-welle-des-virologen_aid-51816085; https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88109938/drosten-warnt-vor-zweiter-corona-welle-alle-alarmsensoren-anschalten.html (3) Für alle Leser mit blamabler Wissenslücke: Drosten kam am 12. Juni 1972 in Lingen im Emsland zur Welt. (4) https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/warum-die-corona-krise-auch-eine-gefahr-fuer-die-menschenrechte-ist, https://www.inkstonenews.com/politics/chinese-activists-detained-after-posting-censored-covid-19-news-github/article/3081668; https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/coronavirus-whistleblower-li-wenliang-ist-tot-trauer-um-arzt-aus-wuhan-wird-zur-gefahr-fuer-die-regierung/25522914.html; https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/coronavirus-arzt-china-li-wenliang-100.html; https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/china-covid-lockdown-propaganda (5) New York Times: „Your Coronavirus Test Is Positive. Maybe It Shouldn’t Be“, 29.8.2020, https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html (6) taz, 10.8.2020, S. 12. (7) https://www.welt.de/vermischtes/article206479693/Lanz-zu-Coronavirus-Moegliche-Todesfaelle-Kekule-widerspricht-Drosten.html; https://www.bz-berlin.de/deutschland/arzt-haelt-278-000-corona-tote-in-deutschland-fuer-moeglich (8) Siehe „Auswege Infos“ Nr. 66, Mai 2020, https://www.stiftung-auswege.de/images/downloads/auswege-newsl66.pdf, PDF S. 20. (9) https://www.zeit.de/2020/13/coronavirus-wissenschaft-auswirkung-auf-politik-virologen-christian-drosten-alexander-kekule; https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/wdr2-zugabe/audio-drosten-for-kanzler---das-satire-update-100.html; https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-neue-macht-der-virologen/25684390.html?ticket=ST-3232813-GejEOgtJeIy1a2oJWZKE-ap4; https://www.mopo.de/hamburg/er-lebte-auch-schon-in-hamburg-das-ist-super-virologe-drosten-36445408 (10) ndr.de, Coronavirus-Update: Brauchen Abkürzungen bei der Impfstoffzulassung, 18.3.2020 (11) Siehe „Auswege Infos“ Nr. 67, Oktober 2020, https://www.stiftung-auswege.de/infos/newsletter.html, und die dort genannten Quellen. (12) https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/trotz-corona-pandemie-warum-kliniken-jetzt-kurzarbeit-anmelden-a-3dc61bc9-fb12-4298-8022-bb4c2be39d7d; https://www.20min.ch/story/jetzige-kurzarbeit-von-spitaelern-klingt-paradox-519453057614 (13) http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-1/; http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-2/; http://www.corodok.de/drosten-landt-connection-3/

  • „Es gibt kein Zurück zur Normalität“

    Der Nachrichtensender CNN schwört uns auf die schöne neue Welt ein. Man müsse akzeptieren, dass obligatorische Einschränkungen wie das Tragen von Gesichtsmasken "dauerhaft" werden - ein selbstverständlicher „Teil des Lebens". „Wir werden niemals zur ‚Normalität‘ zurückkehren“: Diese Prophezeiung hat CNN, der zweitgrößte Nachrichtensender der Vereinigten Staaten, soeben seinem Millionenpublikum nähergebracht. „Es gibt kein ‚Zurück zur Normalität‘“, überschreibt CNN-Redakteur Nick Paton Walsh, immerhin Emmy-Preisträger, einen am 30. September veröffentlichten Artikel. „Je früher wir das hinnehmen, desto besser.“ Man müsse akzeptieren, dass obligatorische Einschränkungen wie das Tragen von Gesichtsmasken "dauerhaft" werden - ein selbstverständlicher „Teil des Lebens". Wer weiterhin „die Pandemie leugnet“, sei unfähig, „die Realitäten von Covid-19 zu akzeptieren“. Die Welt vor Corona sei jetzt nur noch Nostalgie, sie „kommt nicht zurück“. Damit müsse die Öffentlichkeit sich „abfinden". Dies sei „nicht unbedingt etwas Schlechtes, sagen Psychologen. Die Gefahr besteht eher darin, dass man sich wieder nach Normalität sehnt, als dass man weiter daran arbeitet, mit dem umzugehen, was vor einem liegt. (…) Die menschliche Neigung zu glauben, dass Veränderungen vorübergehend sind und dass die Zukunft wieder der Vergangenheit ähneln wird“, zeuge von einer "Normalitätsverzerrung" – für CNN anscheinend eine gemeingefährliche, dringend therapiebedürftige Form von psychischer Störung. Unter Berufung auf Thomas Davenport, Professor für Informationstechnologie und Management am Babson College in Wellesley, Massachusetts, schreibt CNN: Wer sich weigert, Masken zu tragen, sei blind für die neue Wirklichkeit. Er missverstehe sie als „vorübergehende Modeerscheinung, die er sich nicht zu eigen machen muss“. In dieselbe Kerbe schlug CNN bereits Anfang Juli. In der Überschrift eines längeren Beitrags zitierte der Sender den Präsidenten der britischen Royal Society, Venki Ramakrishnan: „Die Weigerung, Gesichtsmasken zu tragen, sollte genauso tabu sein wie Trunkenheit am Steuer oder Autofahren ohne Sicherheitsgurt.“ (https://edition.cnn.com/2020/07/07/health/mask-wearing-uk-intl-scli-gbr-wellness/index.html) Beides sei früher ganz normal gewesen. Heute jedoch „würde man beides als unsozial betrachten.“ CNN beruft sich auf „viele Gesundheitsbeamte auf der ganzen Welt“, die „sagen, dass wir Masken tragen müssen, wenn wir die Wirtschaft offen halten und Zehntausende von Leben retten wollen“. Unfassbar. Beklemmend. „Mit dem neuen Paradigma der ‚Biosicherheit‘ wird die Weltgesellschaft in einer Weise umgestaltet, von der frühere Faschisten nur träumen konnten“, schreibt der italienische Philosoph Giorgio Agamben, Professor an der Universität Venedig. „Wie beraubt man die Menschen ihrer grundlegenden Rechte und greift in nie dagewesener Weise selbst in ihre intimsten Beziehungen zueinander ein? Wie digitalisiert man den sozialen Kontakt, zerstört Solidarität und atomisiert funktionierende Gesellschaften? Wie schafft man das so, dass sich selbst sonst sehr kritische Kräfte wie Grüne und Linke in dieses totalitäre Umgestaltungsprojekt einbinden lassen?" "Die Lösung liegt darin, eine Bedrohung von ungeahntem Ausmaß zu kreieren, die alle Bürger zu disziplinieren imstande ist — stärker noch als bei angeblicher terroristischer Gefahr. Das Thema Gesundheit aktiviert nicht nur unweigerlich archaische Ängste bei fast allen Menschen, es tarnt die Anpassung an die Diktatur als Altruismus und delegitimiert selbständiges Denken. Die geniale Konstruktion der Architekten dieser neuen Weltordnung lautet: Wir ersetzen das bisherige Recht auf Gesundheit durch eine Gesundheitspflicht.“ Dieser Pflicht überall, jederzeit nachzukommen, gilt als edelste Form von staatsbürgerlicher Teilhabe. So kann es kommen, dass selbst „wie linke Organisationen, traditionell gewohnt, Rechte einzufordern und Verfassungsbrüche anzuprangern, vorbehaltlos Freiheitsbeschränkungen akzeptieren, die durch Regierungsdekrete bar jeder Legalität beschlossen wurden“. Von einer „Covid-Nazifizierung des Gesundheitswesens“ spricht der britische Mediziner Kevin P. Corbett. Geradezu prophetisch vorweggenommen hat diese Entwicklung der französische Historiker und Soziologe Patrick Zylberman in seinem Buch „Tempêtes microbiennes“ von 2013. Darin beschreibt er einen Prozess, durch den Sicherheit in Gesundheitsfragen, die bislang in politischen Kalkülen nur am Rande auftauchte, zu einem wesentlichen Bestandteil staatlicher und internationaler politischer Strategien wird: Gesundheitsterror als Instrument, um ein „worst case szenario“ zu managen. Dazu werden Daten in einer Weise präsentiert, die ein Notstandsregime zu rechtfertigen scheint. So entsteht „eine Art Gemeinsinn der Superlative“, bei dem es als Ausweis von Altruismus gilt, auferlegte Pflichten zu erfüllen. Der Bürger hat nicht bloß ein Recht auf Gesundheit – er wird von Gesetzes wegen zum Gesundheitsschutz verpflichtet. Wie viele Mahnungen davor sind bereits ungehört verhallt? Bereits Anfang April 2020 warnten über 100 Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen davor, dass die Menschheit durch die „Corona-Krise“ in einen Überwachungsstaat schlafwandelt. Hatten vor eben dieser Entwicklung nicht zwölf Kardinäle und Bischöfe schon Anfang Mai gewarnt – wofür sie sich als „Verschwörungstheoretiker“ verhöhnen lassen mussten? In einem aufsehenerregenden „Aufruf für die Kirche und für die Welt“ beklagten sie damals, dass "unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt“ werden. Die öffentliche Gesundheit dürfe "kein Alibi werden, um die Rechte von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu verletzen". Zum "Kampf gegen einen unsichtbaren Feind" riefen sie auf: "Wir lassen nicht zu, dass Jahrhunderte christlicher Zivilisation unter dem Vorwand eines Virus ausgelöscht werden, um eine (…) technokratische Tyrannei zu begründen." (1) Ebenso eindringlich klang der Weckruf, den 13 Nobelpreisträger, 70 internationale Organisationen und über 400 weitere prominente Unterzeichner, unter ihnen knapp 60 frühere Staats- und Regierungschefs, Ende Juni an die Welt richteten. Die Coronavirus-Pandemie sei auch eine politische Krise, welche die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in offenen Brief. „Die von uns wertgeschätzten Freiheiten sind in Gefahr, wir dürfen sie nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen.“ Autoritäre Regime nutzen die Lage, um Kritiker zum Schweigen zu bringen und ihre Macht zu festigen – ja, AUCH MIT EUCH als Handlangern, all ihr anonymen Faktenchecker, die ihr euch ohne demokratisches Mandat anmaßt, in sozialen Medien über Beiträge wie diesen hier den Daumen zu senken und über ihre Autoren einen „Schattenbann“ zu verhängen, der das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen tritt. Schande über euch. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) https://katholisches.info/2020/05/07/die-warnung-der-kardinaele-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/; https://opposition24.com/kardinaele-warnen-es-gibt-maechte-die-corona-fuer-den-griff-nach-der-weltherrschaft-missbrauchen-wollen/

  • Über die Schleimhaut gehuscht

    „Plötzlich enthält die Meldestatistik Kerngesunde. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen erklären“: So warnte Christian Drosten 2014 davor, die Ergebnisse seines PCR-Tests überzubewerten. Lassen wir Herrn Drosten, neuerdings im Besitz eines zweiten Bundesverdienstkreuzes, unkommentiert zu Wort kommen. Da muss kein Covidiot noch seinen Extra-Senf dazugeben. Im Frühjahr 2014 grassierte auf der arabischen Halbinsel eine SARS-ähnliche Atemwegserkrankung, das Middle East Respiratory Syndrome (MERS). Um Infizierte aufzuspüren, kam schon damals Drostens PCR-Test zum Einsatz. In einem Interview mit der Wirtschaftswoche vom 16. Mai 2014 warnte Drosten davor, die PCR-Ergebnisse überzubewerten. Wörtlich sagte er; "... aber die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“ „Dazu kommt, dass die Medien vor Ort die Sache unglaublich hochgekocht haben." Die Wirtschaftswoche hakte nach: „Sie meinen, dass die Medien einen Einfluss auf die Meldezahlen haben?“ Drosten: "In der Region gibt es kaum noch ein anderes Thema in den TV-Nachrichten oder Tageszeitungen. Und auch Ärzte in Krankenhäusern sind Konsumenten dieser Nachrichten. Die überlegen sich dann ebenfalls, dass sie mal ein Auge auf diese bisher auch in Saudi-Arabien sehr seltene Erkrankung werfen müssten. Die Medizin ist nicht frei von Modewellen." Sechs Jahre später gilt all dies nicht mehr, Herr Drosten? Harald Wiesendanger

  • WHO: Schluss mit Lockdowns !

    Kein Covidiot, sondern ein Top-Repräsentant der Weltgesundheitsorganisation warnt nun plötzlich: Lockdowns haben weltweit „zu einer ganz schrecklichen Katastrophe geführt“. Er appelliert, auf „bessere Systeme“ zur Seuchenkontrolle zu setzen. Späte Reue? Ist es zu fassen? Ein führender Vertreter der Weltgesundheitsorganisation stellt soeben fest, dass Lockdowns „weltweit zu einer schrecklichen Katastrophe geführt haben“. Im Namen der WHO appelliert er an „alle führenden Politiker der Welt“, auf „bessere Systeme“ zur Seuchenkontrolle zu vertrauen. Eindringlich warnt er davor, Lockdowns „als primäres Kontrollinstrument“ einzusetzen. So äußerte sich kein Geringerer als David Nabarro, vom WHO-Generalsekretär zu einem von sechs Sonderbeauftragten für die Reaktion auf die Corona-Pandemie ernannt, am 8. Oktober in einem Video-Interview mit dem britischen Wochenmagazin The Spectator. (1) Wörtlich sagte Nabarro: „Wir in der Weltgesundheitsorganisation befürworten keinen Lockdown als primäres Mittel zur Kontrolle dieses Virus.“ "Wir glauben, dass ein Lockdown nur gerechtfertigt ist, um Ihnen“ (d.h. Regierungen in aller Welt) „Zeit zu verschaffen, damit Sie sich neu organisieren, neu gruppieren, Ihre Ressourcen neu ausbalancieren und Ihre Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die erschöpft sind, schützen können. Aber im Großen und Ganzen würden wir das lieber nicht tun.“ „Schauen Sie sich nur an, was zum Beispiel in der Karibik oder im Pazifik mit der Tourismusindustrie passiert ist, weil die Leute ihren Urlaub nicht mehr dort verbringen.“ „Schauen Sie sich an, was mit Kleinbauern auf der ganzen Welt passiert ist, weil ihre Märkte zusammengebrochen sind.“ „Schauen Sie sich an, was mit dem Armutsniveau passiert - es scheint, dass wir bis zum nächsten Jahr eine Verdopplung der weltweiten Armut haben könnten.“ „Es ist gut möglich, dass sich die Unterernährung von Kindern mindestens verdoppelt, weil die Kinder in der Schule keine Mahlzeiten bekommen und ihre Eltern in armen Familien nicht in der Lage sind, sich das zu leisten.“ „ Dies ist eigentlich eine ganz, ganz schreckliche globale Katastrophe.“ „Und deshalb appellieren wir wirklich an alle führenden Politiker der Welt: Hören Sie auf, den Lockdown als Ihr primäres Kontrollinstrument einzusetzen. Entwickeln Sie bessere Systeme, um dies zu erreichen. Arbeiten Sie zusammen und lernen Sie voneinander. Denken Sie daran, dass der Lockdown nur eine Konsequenz hat, die Sie niemals kleinreden dürfen: Er macht arme Menschen um ein Vielfaches ärmer.“ Ehe wir vor Rührung in einem Meer von Tränen versinken, die uns ein solch wunderbarer Akt der Empathie und Fürsorge in die Augen treibt, sollten wir uns letztere verwundert reiben. Wieso schlägt Nabarro solche Töne erst jetzt an? Wieso bedauert er bei dieser Gelegenheit nicht gleich auch die Leichenberge, die Gesundheitssysteme im WHO-Panikmodus auftürmten, indem Abermillionen OPs, Behandlungen und Untersuchungen abgesagt oder verschoben wurden? Warum teilt nicht der WHO-Generalsekretär höchstselbst Navarros Bedauern? Weshalb appelliert die WHO nicht offiziell? Und wäre es nicht angebracht, zerknirscht Reue zu zeigen, sich bei der Weltgemeinschaft zu entschuldigen und Posten zu räumen? Hat der WHO-Generalsekretär nicht von Anfang an Chinas härtestmögliche Reaktion auf den SARS-CoV-2-Ausbruch bei jeder Gelegenheit als vorbildlich gelobt? Pries er „Konsequenz und Effizienz“ des Wuhan/Hubei-Lockdowns nicht als leuchtendes Vorbild für den Rest der Corona-Welt? (2) Haben Internationaler Währungsfonds und Weltbank, zwei Sondereinrichtungen der Vereinten Nationen, Kreditvergaben im Gesamtvolumen von knapp 90 Milliarden US-Dollar an 80 Staaten nicht an die Bedingung geknüpft, dass die Schuldner totalitären Infektionsschutz à la Peking nachahmen? (3) Hat die WHO Schwedens lockdownfreien Sonderweg nicht wiederholt als „unverantwortlich“ angeprangert? Ignoriert die WHO nicht seit Krisenbeginn wissenschaftliche Studien, die Lockdowns für nutzlos erklärt haben? (4) Wo bleibt das Medienecho auf die verblüffende Kehrtwende der WHO? Wo bleiben Stellungnahmen der politisch Verantwortlichen? Warum steuern Regierungen nicht spätestens jetzt um? David Nabarro, ein britischer Mediziner, ist seit 1999 für die Vereinten Nationen in hohen Ämtern tätig. Unter anderem war er Leitender UN-Koordinator von Maßnahmen gegen die Vogelgrippe (2005-2014), für Globale Ernährungssicherheit (2008-2014), für nachhaltige Entwicklung und Klimawandel (2016/17). Bei der Neuwahl des WHO-Generalsekretärs zog er am 23. Mai 2017 gegen den Favoriten Chinas, den Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus, erst im dritten Wahlgang den kürzeren. Ist nicht seit über einem halben Jahr offenkundig, was diesem WHO-Repräsentanten seltsamerweise erst jetzt auffällt? In wohlhabenden Industrienationen verhindern soziale Sicherungssysteme zumindest das Allerschlimmste. Weitaus heftiger trifft die grassierende Coronoia hingegen Entwicklungs- und Schwellenländer. In der Regel gibt es dort kein Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld, keinen Kündigungsschutz, keine Kranken- und Rentenversicherung, keine Subventionen für kleine und mittlere Betriebe, welche die ärgste Not lindern. Von weltweit 3,3 Milliarden Arbeitskräften bewegen sich zwei Milliarden in einer „informellen Ökonomie“ ohne gesetzliche Regelungen; von festen Arbeitsverhältnissen können sie nur träumen. Sie sind Tagelöhner, die ohne Ersparnisse, ohne sozialstaatliche Absicherung von der Hand in den Mund leben; bestenfalls bleibt ihnen die Hoffnung, dass ihre Kinder sie mitversorgen. Mit Almosen ihrer Regierung können sie nicht rechnen. Ohne Einkommen, ohne Rücklagen fehlt ihnen Geld für Essen, für Miete, für öffentliche Verkehrsmittel, für Medikamente. Mittellos hausen sie in Elendsvierteln, mit einem halben Dutzend Verwandter auf ein paar Quadratmetern zusammengepfercht, wo sie einander während wochenlanger Ausgangssperren erst recht infizieren. Die Folgen des Lockdown-Masochismus, dem die Erste Welt frönt, treffen die Zweite und Dritte deshalb mit voller Wucht. Große Teile der Bevölkerung vegetieren dort nun erst recht in bitterster Armut, können ihrem Elend nicht entkommen, sind verzweifelt, hungern und verhungern. Beispiel Peru: Obwohl kein Land einen früheren, längeren und härteren Lockdown verhängte – mit Ausgangssperren ab der ersten Märzhälfte bis Ende Juni -, beklagt der Andenstaat die weltweit höchste Zahl von Corona-Infizierten und -Toten. (5) Bereits am 22. April zitierte die New York Times unter der Schlagzeile „Instead of Coronavirus, the Hunger Will Kill Us“ Expertenschätzungen, denen zufolge die Anzahl der Hungernden bis zum Jahresende weltweit um 130 Millionen ansteigen wird. Gar von 225 Millionen geht eine neuere Studie der Universität Oxford aus. Laut UNO droht coronabedingt weltweit 1,6 Milliarden Menschen akut ein Verlust ihrer Lebensgrund­lagen. Länder wie Indien und Pakistan verzeichnen sprunghaft angestiegene Selbstmord­raten – nachdem Infektionsschutz massenhaft Lebensgrundlagen zerstörte, sehen viele Leidtragende keinen anderen Ausweg mehr, als sich umzubringen. (6) Werden sich die politisch Verantwortlichen dafür jemals vor irdischen Richtern verantworten müssen? Oder bleibt bloß die Hoffnung aufs Jüngste Gericht? Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.youtube.com/watch?v=x8oH7cBxgwE&feature=youtu.be&t=915; Ausschnitt: https://twitter.com/i/status/1314573157827858434) (2) https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-china-who-1.4844104; https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-china-quarantaene-reisebeschraenkung-1.4827927M; https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-who-china-101.html (3) https://www.stiftung-auswege.de/images/downloads/der_gekaufte_planet.pdf; https://kurier.at/politik/ausland/coronavirus-schweden-hat-tragweite-nicht-begriffen/400813571 (4) https://www.nber.org/papers/w27719.pdf; https://www.timesofisrael.com/the-end-of-exponential-growth-the-decline-in-the-spread-of-coronavirus. (5) https://www.welt.de/politik/ausland/plus215424760/Peru-Das-toedlichste-Corona-Land-der-Welt.html; https://web.de/magazine/news/coronavirus/corona-katastrophe-peru-weltweit-hoechste-sterberate-trotz-lockdown-35093490; https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/peru-hat-jetzt-weltweit-die-hoechste-corona-sterberate-16932597.html (6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7212955/; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7274089/; https://www.aa.com.tr/en/asia-pacific/covid-19-financial-crisisindian-family-commits-suicide/1963021 Foto Hausfassade: Free-Photos/Pixabay; Porträt Nabarro: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres - DIALOG Entwicklung, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48456204

  • Die Epidemie, die nie eine war

    Was 2006 in einer Klinik in New Hampshire geschah, hat selbstverständlich rein gar nichts mit der Corona-Welt 2020 ff. zu tun. Eine Seuche herbeitesten? Unmöglich. Ein Hirngespinst von wodargisierten, bhaktifizierten Covidioten. Unmöglich? Fragen wir nach bei der Ärztin Dr. Brooke Herndon, Internistin am Dartmouth-Hitchcock Medical Center in Lebanon, US-Bundesstaat New Hampshire. „Hitchcock“? Der Name passt auf die Ereigniskette, deren erstes Glied sie war. Und das kam folgendermaßen. Mitte April 2006 begann Dr. Herndon, eine Spezialistin für Infektionskrankheiten, zu husten. Sie hustete und hustete unentwegt, zwei Wochen lang. Anschließend tat sie es sporadisch eine weitere Woche lang. Ende April fingen weitere Mitarbeiter der Klinik zu husten an. Schwerer, hartnäckiger Husten ist ein Merkmal von Keuchhusten. Lag er tatsächlich vor, so musste die beginnende Epidemie sofort eingedämmt werden. Denn für Babies im Krankenhaus ist die Krankheit potentiell tödlich. Bei älteren, immunschwachen und vorerkrankten Patienten kann sie zu Lungenentzündung führen. So begann die bizarrste Episode in der 127-jährigen Geschichte des Dartmouth-Hitchcock Center: das vermeintliche Wüten einer Epidemie, die es nie gab. Monatelang waren alle Beteiligten der festen Überzeugung, die Klinik sei Epizentrum eines bedrohlichen Keuchhustenausbruchs, der außer Kontrolle zu geraten droht, mit schlimmen Folgen für die 14.000 Einwohner von Lebanon, für die Bevölkerung in der näheren Umgebung und womöglich weit darüber hinaus. Fast 1000 Mitarbeiter der Klinik mussten sich einem PCR-Test unterziehen. Bis die Ergebnisse vorlagen, wurden sie beurlaubt. 142 Personen, darunter auch Dr. Herndon, erhielten schließlich die Nachricht: Der Test bestätige, dass sie sich tatsächlich Keuchhusten eingefangen haben. 1.445 Beschäftigte erhielten daraufhin Antibiotika, 4.524 einen Impfstoff. Krankenhausbetten wurden außer Betrieb genommen, einige davon auf der Intensivstation. „Hätten wir an diesem Punkt aufgehört, so wären wir uns wohl alle einig gewesen, dass wir hier einen Ausbruch von Keuchhusten hatten - und dass wir ihn unter Kontrolle gebracht haben", sagt Dr. Kathryn Kirkland, eine Infektiologin am Dartmouth-Hitchcock Center. Aber die Geschichte geht noch weiter. „Wir dachten: Warum überprüfen wir die Sache nicht mit serologischen Tests?“, so Dr. Kirkland. „Nach einer Pertussis-Infektion sollte eine Person auf jeden Fall Antikörper gegen das Bakterium entwickeln." Blutproben von 39 mutmaßlich Infizierten sandte die Klinik an die US-Gesundheitsbehörde CDC, die Centers for Disease Control and Prevention. (Alle übrigen positiv PCR-Getesteten hatten bereits den Impfstoff erhalten, der die Bildung von Pertussis-Antikörper auslöst.) Acht weitere Monate vergingen. Dann endlich bekamen die Mitarbeiter Post von der Klinikverwaltung: Oops, ähm, sorry - das Ganze habe sich als Fehlalarm herausgestellt. In keinem einzigen Fall bestätigte sich ein Keuchhustenverdacht, nachdem die eingesammelten Proben daraufhin untersucht wurden, ob sich aus ihnen der vermutete Erreger anzüchten ließ: das Bakterium Bordetella pertussis. Aber was war dann im Frühjahr 2006 mit dem Klinikpersonal los gewesen? Alle angeblich Infizierten hatten sich wohl eine hartnäckige Erkältung oder eine sonstige gewöhnliche Atemwegserkrankung zugezogen. Am 22. Januar 2007 ließ die New York Times Epidemiologen und Infektiologen auf die Pseudo-Pandemie von Lebanon zurückblicken. Die Experten erklärten: Das Problem habe darin bestanden, dass die Verantwortlichen blind auf den schnellen, hochempfindlichen PCR-Test vertrauten. Er führte sie wohin? In die Irre. „Es gibt keine nationalen Daten über Pseudoepidemien, die durch eine übermäßige Abhängigkeit von solchen molekularen Tests verursacht werden“, räumte Dr. Trish M. Perl ein, Epidemiologin an der Johns-Hopkins-University und frühere Präsidentin der Society of Health Care Epidemiologists of America. „Aber Pseudoepidemien kommen immer wieder vor. Der Fall von Dartmouth mag einer der größten gewesen sein, er ist jedoch keineswegs eine Ausnahme.“ Im Herbst 2006 sei nach PCR-Tests eine ähnliche Keuchhusten-Angst im Children's Hospital in Boston aufgekommen. Beteiligt waren damals 36 Erwachsene und 2 Kinder. Bei endgültigen Tests wurde jedoch keine Keuchhustenerkrankung festgestellt. "Es ist ein Problem. Wir wissen, dass es ein Problem ist", sagt Dr. Perl. "Meine Vermutung ist, dass das, was in Dartmouth passiert ist, häufiger vorkommt." „Viele der neuen molekularen Tests sind schnell, aber technisch anspruchsvoll, und jedes Labor kann sie auf seine eigene Weise durchführen“, kommentiert die New York Times. „Gerade ihre Empfindlichkeit macht falsch-positive Ergebnisse wahrscheinlich, und wenn Hunderte oder Tausende von Menschen getestet werden, wie in Dartmouth geschehen, können falsch-positive Ergebnisse den Anschein einer Epidemie erwecken.“ Warum verlässt man sich dann überhaupt auf sie? "Für bare Münze nehmen sollte man sie offenkundig nicht", sagt Dr. Perl. „Aber wenn rasche Antworten benötigt werden und ein Erreger wie das Keuchhustenbakterium schwer in einem Labor zu züchten ist, hat man oft keine großen Möglichkeiten.“ Die Dartmouth-Hitchcock-Episode „verstörend“ zu nennen, sei noch eine Untertreibung, so meint Dr. Elizabeth Talbot, Epidemiologin beim New Hampshire Department of Health and Human Services. Die Vorfälle geben uns „den Hauch einer Ahnung“ davon, wie eine Fake-Seuche in Gang kommen könnte. „Einer der beunruhigendsten Aspekte der Pseudoepidemie von Dartmouth war es, dass alle Entscheidungen damals so vernünftig erschienen.“ Und die Moral von der Geschichte: Es kann nicht schaden, Zeitungsausschnitte aufzubewahren, selbst wenn sie über 13 Jahre alt sind. Man kann ja nie wissen, welche Déjà-vus sie einem irgendwann womöglich noch verschaffen. Harald Wiesendanger Bildausschnitt Dartmouth-Hitchcock Medical Center: By Jared C. Benedict - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=89501025

  • „Nationale Schande“

    In Australien starben vier herzkranke Neugeborene, nachdem Corona-Regeln ihre Operation verhinderten. Von einer "nationalen Schande" spricht die Vorsitzende eines Parlamentsausschusses. Ein Umdenken setzt unter Seuchenschützern Down Under trotzdem nicht ein. Vier herzkranke Neugeborene mussten in Australien im September 2020 sterben, nachdem Corona-Verordnungen eine lebensrettende Operation verhinderten. Weil die Frauen- und Kinderklinik von Adelaide, einer Küstenstadt im Süden Australiens, Kindern keine Herzchirurgie anbieten kann, müssen pro Jahr rund hundert Babies ins über 700 km entfernte Melbourne im benachbarten Bundesstaat Victoria verlegt werden. Doch ein Corona-Lockdown verhinderte den Transport der vier Säuglinge, wie der Nachrichtensender 9News berichtet. (1) „Von der kardiologischen Versorgung in Melbourne hätten diese Babies mit ziemlicher Sicherheit profitiert“, erklärte John Svigos, Professor für Gynökologie und Geburtshilfe an der Universität Adelaide, vor dem Gesundheitsausschuss des südaustralischen Regionalparlaments. Von einer „nationalen Schande“ sprach die Ausschussvorsitzende Connie Bonaros. In sozialen Medien machen viele Australier ihrer Empörung Luft. „Es gibt wirklich kein anderes Wort dafür: BÖSE“, schreibt ein gewisser „Phil“. Ein „Peter Pham“ weist darauf hin: „Es ist nicht nur Australien. Das passiert überall.“ Dan Wootton merkt an: „Das ist wirklich krank und unmenschlich. Australien, was tut ihr euch da an? Ihr seid ein Land. Lasst euch nicht von einem Virus auseinanderreißen." Nach über 100 Tagen im Lockdown, besonders strikt im Großraum Melbourne, beschloss der Bundesstaat Victoria erst Mitte Oktober 2020 eine leichte Lockerung von Corona-Beschränkungen. (2) In Sachen Seuchenschutz verfolgt Australiens Regierung einen besonders drakonischen Kurs – der fünfte Kontinent hat sich in eine Gefängnisinsel verwandelt. Wie überall auf der Welt, schweigen Leitmedien auch dort zu übelsten Exzessen; Betroffene und Zeugen, die darüber in sozialen Medien zu berichten versuchen, sehen sich immer häufiger zensiert. So zeigte schockierendes Videomaterial aus Melbourne eine schwangere Frau, die Anfang September 2020 vor ihren Kindern in ihrem eigenen Haus verhaftet wird, weil sie das "Verbrechen" begangen hat, mittels Facebook in einer vermeintlichen Demokratie einen Anti-Blockade-Protest organisieren. Der Clip belegt, wie die Polizei in das Haus der Frau eindringt, wo sie ihr und ihrem Mann einen Durchsuchungsbefehl vorlegt; dieser autorisiert die Beamten, "alle Computer, alle mobilen Geräte, die Sie haben, zu beschlagnahmen". Bevor der Frau Handschellen angelegt werden, wird ihr mitgeteilt, sie werde wegen "Aufwiegelung" verhaftet. Sie weist darauf hin, dass sie schwanger ist und in einer Stunde einen Termin zur Ultraschall-Untersuchung wahrnehmen muss. Doch die Beamten lässt dies kalt. Die Beschuldigte erklärt, dass sie den Post gerne löschen würde. Doch die Polizei bleibt unerbittlich: "Sie haben die Straftat bereits begangen." Ein anderes Video zeigt die Festnahme eines Mannes, der es wagte, sich im Garten seines Nachbarn aufzuhalten, und sich weigerte, seinen Ausweis vorzuzeigen. In weiteren Filmaufnahmen misshandeln und würgen Polizisten Menschen, die im Freien keine Maske tragen. Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit werden an Kontrollpunkten angehalten und aufgefordert, ihre Papiere vorzuzeigen. Wie die Polizei des Bundesstaats Tasmanien auf ihrer Facebook-Seite drohte, „werden verdeckte und gekennzeichnete Polizeifahrzeuge und Rettungshubschrauber Patrouillen im ganzen Bundesstaat durchführen, so dass Sie, wenn Sie sich von Ihrem Hauptwohnsitz entfernt haben, damit rechnen können, dass die Polizei Sie anhalten und mit Ihnen über Ihre Bewegungen sprechen wird". Ein User kommentierte zustimmend: „Sie werden tun, was Ihnen befohlen wird, auch wenn Sie es bereits im Wald tun. Regelbefolgung ist nicht optional. Der Staat weiß, was das Beste ist, Bürger.“ Um Leute aufzuspüren, die gegen Ausgangssperren verstoßen, indem sie auf entlegenen Campingplätzen zelten, kommen Überwachungshubschrauber zum Einsatz. Ist eine Landung unmöglich, werden Polizisten zu Fuß dorthin geschickt. Ein Einsatzleiter bezeichnete die Camper als "egoistisch", weil sie während der Covid-19-Pandemie Mitbürger gefährden - obwohl sich weit und breit keine weiteren Menschen aufhielten. In Melbourne kommen Überwachungsdrohnen zum Einsatz, um Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufzuspüren und um Autos zu verfolgen, deren Insassen sich weiter als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Darüber hinaus hat die australische Polizei die Befugnis, ohne Durchsuchungsbefehl in Privatwohnungen von einzudringen und stichprobenweise Quarantänekontrollen durchzuführen. Um die Einhaltung von Corona-Regeln zu erzwingen, dürfen Beamte auch Minderjährige, selbst Kleinkinder, aus ihrem Elternhaus zerren und fortschaffen. Die Rechtsgrundlage dafür schuf die australische Regierung im August 2020, indem sie den „Emergency Response Act“ von 2004 drastisch verschärfte. Gemäß Paragraph 25 dieses Gesetzes „kann ein bevollmächtigter Beamter, um die Befolgung einer Anweisung zu gewährleisten, ein Kind von jedem Gelände, Ort, Fahrzeug oder Schiff in ein Krankenhaus oder eine Quarantäneeinrichtung bringen, wie es der bevollmächtigte Beamte für angebracht hält. Dabei kann er die Gewalt anwenden, die vernünftigerweise notwendig ist.“ Staatlicher Infektionsschutz stürzte Australien in seine erste Rezession seit 1991. Im zweiten Quartal 2020 brach seine Wirtschaft stärker ein als je zuvor. Welcher nationale Notstand rechtfertigt die zerstörerische Hygienediktatur? Auch in Australien verängstigen Politiker, Gesundheitsexperten und Leitmedien die Bevölkerung mit „explodierenden“ Infektionszahlen, ermittelt durch eine explodierende Anzahl von PCR-Tests. Wie überall setzen sie „positiv getestet“ mit „infiziert“ gleich, „infiziert“ mit „krank“; und „an Covid-19 erkrankt“ bedeutet für sie „in akuter Lebensgefahr“. Dabei hat Australien bis September 2020 gerade mal 905 „Covid-19-Opfer“ zu beklagen, durchschnittlich drei pro Tag. Ein Großteil von ihnen dürfte zwar MIT SARS-CoV-2 von uns gegangen sein, aber nicht deswegen. Demgegenüber sterben im Schnitt täglich rund hundert Australier an einer der sieben häufigsten Krebsarten, 50 an koronarer Herzkrankheit, 24 an den Folgen von Diabetes. (3) Insgesamt registriert Australien pro Jahr rund 160.000 Todesfälle – der Corona-Anteil liegt unter einem Hundertstel, derzeit bei knapp 0,6 %. Das Risiko für einen Australier, dem vermeintlichen Corona-Killerkeim zu erliegen, betrug im Jahr 2020 bis zum Herbst durchschnittlich 0,0036 %. Weniger als NULL-KOMMA-NULL-NULL-VIER. Längst warnen Gesundheitsexperten, dass sich die weltweite Coronoia medizinisch verheerend auswirkt, weil unzählige Schwerkranke unbehandelt bleiben. Einer durchgesickerten Analyse aus dem Bundesinnenministerium zufolge könnte die Zahl solcher „Kollateral-Toten“ in Deutschland die aller Covid-19-Opfer, tatsächlicher und vermeintlicher, um ein Vielfaches übersteigen. Nach einer US-Studie kosten die Lockdowns sieben Mal mehr Lebensjahre, als sie retten. Peter Nilsson, ein schwedischer Professor für Innere Medizin und Epidemiologie an der Universität Lund, betont: "Es ist überaus wichtig zu verstehen, dass die Zahl der Toten durch Covid-19 weitaus niedriger sein wird als jene, die der gesellschaftliche Lockdown verursacht, wenn die Wirtschaft ruiniert ist.“ Im September 2020 sah sich selbst ein Kabinettskollege von Spahn und Merkel, der deutsche Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller, dazu veranlasst, Alarm zu schlagen: Sperrmaßnahmen auf der ganzen Welt werden am Ende mehr Menschen töten als das Coronavirus selbst. „Allein auf dem afrikanischen Kontinent rechnen wir dieses Jahr mit zusätzlich 400.000 Malaria-Toten und HIV-Opfern sowie eine halbe Million mehr, die an Tuberkulose sterben werden.“ Die Pandemie – genauer gesagt: ihre blindwütige Bekämpfung - habe auch „eine der größten Armuts- und Hungerkrisen ausgelöst. (…) An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus.” (4) Andere Schätzungen liegen erheblich höher: Weltweit dürften 1,4 Millionen Tuberkulose-Kranke sterben, weil Seuchenschutz ihre Behandlung verhindert. Eine britische Studie geht davon aus, dass in Großbritannien allein die Zahl der Krebspatienten, die wegen unterlassener Vorsorgeuntersuchungen, Therapien und Operationen sterben mussten, weitaus höher liegt als die Corona-Sterberate. Datenanalytiker aus Südafrika schätzen, dass wegen des Lockdowns dort 29 Mal mehr Menschen sterben werden als am Coronavirus. Ihr fleißigen Fallzähler von der Johns-Hopkins-Universität: Wie wäre es mit einem zweiten Dashboard, zu Ehren der kollateralen Corona-Opfer? Immerhin ist den vier toten Neugeborenen ein positives PCR-Testergebnis erspart geblieben, und der Großraum Melbourne blieb von vier potenziellen Spreadern verschont – Glückwunsch an alle eifrigen Infektionsschützer Down Under! Weiter so, auf dem Weg zur hygienisch unbedenklichen neuen Normalität! Harald Wiesendanger Anmerkungen (1) https://www.9news.com.au/national/baby-health-cardiac-services-adelaide-push-after-several-deaths/9f16f6cc-35c4-4491-b50b-382b2febbbf3; https://youtu.be/AaSHU1q8ns4 (2) https://www.tagesschau.de/ausland/corona-australien-107.html; https://www.bbc.com/news/world-australia-54592122; https://www.theguardian.com/australia-news/2020/oct/20/australia-covid-19-lockdown-rules-coronavirus-restrictions-by-state-how-far-can-travel-interstate-border-social-distancing-nsw-victoria-vic-queensland-qld-wa-sa-act-how-many-people-over-house (3) https://www.finder.com.au/what-are-the-top-20-causes-of-death-in-australia; https://www.abs.gov.au/statistics/health/causes-death/causes-death-australia/latest-release (4) https://fr.reuters.com/article/afrika-virus-m-ller-idDEKCN26E0MN; https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/coronakrise-entwicklungsminister-mueller-an-den-folgen-der-lockdowns-werden-weit-mehr-menschen-sterben-als-am-virus/26209144.html?ticket=ST-747025-WsRNcAWCsNpnrcRiR0NB-ap4

  • Bahnbrechendes Urteil aus Portugal

    Zum Nachlesen für Karlsruher Verfassungsrichter: Ein Berufungsgericht in Lissabon erklärt PCR-Tests für unzuverlässig, eine damit begründete Quarantäne zur Freiheitsberaubung. Unter Zeugen Coronas für schlaflose Nächte sorgen dürfte ein Urteil aus Portugal – womöglich ein entscheidender juristischer Wendepunkt in der unsäglichen Krise. Ein Berufungsgericht in Lissabon erklärte am 11. November eine Quarantäne, die lediglich auf einem positiven PCR-Testergebnis beruht, zur „Freiheitsberaubung“. Es hob die entsprechende Entscheidung eines Gesundheitsamts als unrechtmäßig auf. Der PCR-Test sei ungeeignet, eine Infektion nachzuweisen. Zu einer medizinischen Diagnose sei im übrigen allein ein Arzt befugt, keine Behörde; er müsse Patienten untersuchen, Symptome feststellen und einordnen. Und kein Arzt, kein Amt, sondern nur ein Gericht dürfe die Freiheit von Bürgern einschränken. (1) Wie die Urteilsbegründung deutlich macht, befassten sich die portugiesischen Richter eingehend mit den wissenschaftlichen Grundlagen des PCR-Tests. Sie zitieren mehrere aktuelle Studien. Ihre deutschen Kollegen hingegen folgen bislang überwiegend – unkritisch, fahrlässig, pflichtvergessen, voreingenommen, vom Panikvirus mitinfiziert – den Einschätzungen von Gesundheitsbehörden, allen voran des Robert-Koch-Instituts. Die Lissaboner Entscheidung lässt hoffen, dass auch deutsche Gerichte den Hygieneterror beenden, sobald sie in den längst überfälligen Hauptverfahren endlich den wissenschaftlichen Erkenntnisstand berücksichtigen und Sachverständige zu Wort kommen lassen, die von Leitmedien seit Krisenbeginn ignoriert und herabgewürdigt werden. Wann beenden die Verfassungsrichter in Karlsruhe ihren skandalösen Tiefschlaf? Ein halbes Jahr ist mehr als genug. Wie nicht anders zu erwarten: Das System schlägt zurück - mit ihrer mutigen Entscheidung handelten sich die beiden Lissabonner Richter prompt Scherereien ein. Wenige Tage später schaltete sich Portugals „Oberster Justizrat“ ein, das Conselho Superior da Magistratura (CSM). Er führt regelmäßige „Inspektionen“ von Gerichten durch. Anschließend stuft er die Richter „ihren Leistungen entsprechend“ ein; dabei vergibt er die Noten sehr gut, gut mit Auszeichnung, gut, ausreichend und mangelhaft. Erhält ein Richter die Note „mangelhaft“, so wird er vom Dienst suspendiert und muss sich einer Überprüfung unterziehen, ob er für seinen Beruf geeignet ist. Diese Demütigung blüht nun den zwei couragierten Richtern des Berufungsgerichts. Gegen sie hat das CSM nämlich ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Sie seien „weiter gegangen, als sie es hätten tun sollen“ – indem sie eine INHALTLICHE Bewertung abgaben. In der offenen wissenschaftlichen Debatte über die Zuverlässigkeit der verwendeten Tests hätten sie „Partei ergriffen“. Das Plenum des CSM wollte sich am 2. Dezember damit befassen. Dieser „Oberste Justizrat“ setzt sich wie zusammen? Von seinen 17 Mitgliedern werden zwei vom Staatspräsidenten ernannt, sieben vom Parlament gewählt. Hier endet auch in Portugal die Unabhängigkeit des Rechtswesens. Applaus dafür spendet das ZDF gebührenfinanziert: Das „Falschurteil“ liefere „eine Steilvorlage für Corona-Verharmloser“. Doch als sich das CSM am 2. Dezember mit dem heißumstrittenen Corona-Urteil befasste, vermochte es bemerkenswerterweise kein „Falschurteil“ festzustellen. Zwar seien die Lissaboner Berufungsrichter in „einige überflüssige Exzesse verfallen“, sie hätten sich zu „unnötigen Übertreibungen“ hinreißen lassen, die "im aktuellen Kontext wahrscheinlich zu Kontroversen führen werden". Doch seien ihnen keine Fehler „von disziplinarischer Relevanz“ unterlaufen, so verlautbarte das CSM in einer Pressemitteilung. Folglich müssen die beiden Richter "keine Konsequenzen" befürchten. Vielmehr mochte das CSM "das Vertrauen ausdrücken, dass die Richter weiterhin unabhängig und in Übereinstimmung mit der Verfassung und dem Gesetz urteilen werden." Ja, weiterhin. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) Näheres hier: https://tkp.at/2020/11/17/portugiesisches-berufungsgericht-haelt-pcr-tests-fuer-unzuverlaessig-und-hebt-quarantaene-auf/ https://www.corodok.de/portugiesisches-berufungsgericht-pcr/ Das Urteil im Original ist hier einsehbar: https://drive.google.com/file/d/1t1b01H0Jd4hsMU7V1vy70yr8s3jlBedr/view, eine ausschnittweise englische Übersetzung durch einen portugiesischen Professor hier: https://lockdownsceptics.org/?s=Portugal. Beim Übersetzen hilft DeepL (https://www.deepl.com/translator).

  • "Schande über euch!"

    Ein entsetzter Arzt kann nicht fassen, was die Hygienediktatur unseren Kindern antut. "Schande über euch!": So deutliche Worte richtet ein sichtlich erschütterter Arzt an die Adresse von Eltern und Lehrern, die in der Coronakrise Kindern psychische Gewalt antun. Während er schildert, was er in seiner Praxis mit verängstigten, traumatisierten Kleinen erlebt, kämpft er mit den Tränen. Unverantwortlich findet es dieser Arzt, „ohne jeden medizinischen Hintergrund“ Kindern Masken aufzuzwingen, ihnen überzogene Angst vor einem schrecklichen Killerkeim einzujagen und ihnen zu suggerieren, ohne Lappen im Gesicht könnten sie Oma umbringen. Sein Appell hier. Unverantwortlich findet es dieser Arzt, „ohne jeden medizinischen Hintergrund“ Kindern Masken aufzuzwingen, ihnen überzogene Angst vor einem schrecklichen Killerkeim einzujagen und ihnen zu suggerieren, ohne Lappen im Gesicht könnten sie Oma umbringen. Ist dieser Arzt ein Covidiot? Immerhin kann er sich auf wissenschaftliche Studien berufen: In Island ergab eine landesweite Studie, die 360.000 Menschen einbezog - 12 % der gesamten Bevölkerung –„KEINEN EINZIGEN Fall, in dem ein Kind unter zehn Jahren seine Eltern angesteckt hat“. Auch gibt es bisher weltweit KEINEN EINZIGEN bestätigten Fall, in dem sich ein Lehrer bei einem Schüler ansteckte, wie der britische Epidemiologe Mark Woolhouse feststellt. Wie steht es mit älteren Schülern? Im Juli 2020 hatte eine südkoreanische Studie Besorgnisse geschürt: Angeblich verbreiten 10- bis 19-Jährige das Coronavirus häufiger als Erwachsene. Doch soeben kommt Entwarnung: Zusätzliche Daten, so mussten die Forscher nun kleinlaut eingestehen, hätten die Frage aufgeworfen, wer wen angesteckt hat. Einige Mitglieder des gleichen Haushalts, in dem infizierte Kinder lebten, waren dem Virus zur selben Zeit ausgesetzt gewesen wie der Nachwuchs. Nun stießen sie bloß auf einen einzigen Fall, bei dem ein 16-jähriges Mädchen vermutlich ihre 14-jährige Schwester angesteckt hatte. Die 40 Infektionen von 40 weiteren Kontaktpersonen älterer Kinder ließen sich allesamt durch eine gemeinsame Virus-Exposition erklären. Insgesamt ist das Erkrankungs- und Übertragungs­risiko bei Kindern minimal. Die Volksgesundheit in Ländern wie Schweden und den Niederlanden, ohne jeglichen Maskenzwang in Schulen oder sonstwo, bietet deutschen Kultuspolitikern keinerlei empirischen Anlass zur Bangemache. Insbesondere für Maskenzwang in Kitas, Kindergärten und Schulen bei unter Zehnjährigen gibt es keinen medizinischen Grund. Vier medizinische Fachgesellschaften warnen in einer gemeinsamen Erklärung eindringlich davor. (1) Der Anteil dieser Altersgruppe an allen positiv Getesteten liegt gerade mal bei 1 bis 2 %. Dass „kleine Kinder das Virus verbreiten und Schulen Covid-Hotspots sind“, erklärte Ende Oktober auch Nature für „unwahrscheinlich“ – immerhin neben Science die weltweit angesehenste Zeitschrift für Naturwissenschaften. Sie verweist auf „weltweit gesammelte Daten. (…) Entgegen aller Befürchtungen stieg die Zahl der Covid-19-Infektionen nicht sprunghaft an, als Schulen und Kindertagesstätten nach dem Abklingen der Pandemie wieder geöffnet wurden. (…) Mehr als 65.000 Schulen in Italien wurden im September 2020 wiedereröffnet, obwohl die Fallzahlen stiegen. Aber nur 1.212 Schulstandorte hatten vier Wochen später Ausbrüche erlebt. In 93 % der Fälle wurde nur eine Infektion gemeldet, und nur an einer höheren Schule gab es einen Cluster von mehr als 10 Infizierten.“ Aus dem australischen Bundesstaat Victoria, wo im Juli 2020 eine zweite Welle von COVID-19-Infektionen auftrat, vermeldete Nature „ebenfalls keine großen Ausbrüche im Zusammenhang mit Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, obwohl die Schulen nur teilweise geöffnet waren. Zwei Drittel der 1.635 COVID-19-Infektionen in Schulen beschränkten sich auf einen einzigen Fall, und 91 % betrafen weniger als 10 Personen.“ „Wissenschaft verlangt: ‚Öffnet die Schulen!‘“: So überschreiben ein Arzt und Senior Fellow der US-Eliteuniversität Stanford, der Arzt Dr. Scott W. Atlas, und der Harvard-Professor Paul E. Peterson einen gemeinsamen Forschungsüberblick im Online-Magazin The Hill. „Um Covid-19 zu stoppen, drohen viele Gouverneure, Bürgermeister und Superintendenten damit, die Schulen geschlossen zu halten, ohne den größeren Schaden zu bedenken, der entsteht, wenn man sich weigert, sie zu öffnen.“ So erklärte der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio: "Wir müssen sicherstellen, dass die Kinder sicher sind.“ - „Die Ironie dabei ist, dass Kinder in der Schule bereits sicher sind“, erwidert das Autorenteam. „Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) geben an, dass von den ersten 68.998 US-Todesfällen durch COVID-19 nur 12 bei Kindern unter 14 Jahren aufgetreten sind - weniger als 0,02 Prozent. Auch tötet das Coronavirus keine Teenager. Bei der letzten Zählung lag die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter 18 Jahren ohne Grunderkrankung bei einem; nur zehn der 16.469 bestätigten Coronavirus-Todesfälle in New York City waren bei Kindern unter 18 Jahren. Das ist vergleichbar mit der Sterblichkeitsrate bei den unter 20-Jährigen in Frankreich, die auf 0,001 Prozent geschätzt wird, und in Spanien.“ „Der Tod auch nur eines Kindes ist natürlich tragisch“, räumen Atlas und Peterson ein. „Dennoch muss man bedenken, dass nach Schätzungen der CDC in den Jahren 2017-18 bis zu 600 Kinder in den USA an der saisonalen Grippe starben, während die Schätzung der CDC für COVID-19-Todesfälle nur 12 beträgt.“ „Leider wird es schnell zur konventionellen Weisheit, dass die Schüler an Halbtagen teilnehmen, Masken tragen, die Pausen auslassen, sich einen halben Meter voneinander entfernen und die Hälfte ihrer Zeit vor dem Computer verbringen sollen - alles im Namen der sozialen Distanzierung. (…) Wie kann man sich sozial und emotional entwickeln, wenn man in der Pause auf Distanz zu seinen Freunden bleiben muss? Wie können Lehrer mit Masken im Gesicht unterrichten? All das grenzt ans Absurde, wo wir doch inzwischen wissen, dass soziale Distanzierung und Gesichtsverhüllung für Kinder völlig unnötig sind. Noch nie wurden Kinder in der Schule einer so ungesunden, unangenehmen und bildungsfeindlichen Umgebung ausgesetzt, und die Wissenschaft kann den Gesamtschaden, der dadurch entsteht, nicht genau definieren. Aber die Wissenschaft sagt uns, dass die Risiken von COVID-19 zu minimal sind, um das erzieherische, soziale, emotionale und körperliche Wohlbefinden - ganz zu schweigen von der Gesundheit - unserer jungen Menschen zu opfern.“ Welcher Propaganda Kinder in Schulen mittlerweile ausgesetzt sind, lässt dieses Video erahnen. Hier schildert ein kleines Mädchen, wie es den coronoiden Schulalltag erlebt. Eine entsetzte Heilpraktikerin, selbst Mutter, kann die „bittere Wahrheit“ nicht fassen: „Auf Kinder, die die rigiden Hygieneregeln an Schulen nicht einhalten können oder wollen, wird massiver Psychoterror ausgeübt“, so schreibt sie in einem Magazinbeitrag über „Behördliche Kindesmisshandlung“. „Isolation von den Mitschülern, Wegsperren in der Wohnung und Besinnungsaufsätze, die ihnen das offizielle Narrativ einimpfen sollen, sind Usus. Dies gilt auch für Kinder, die von ihren Eltern zu Demos für die Grundrechte mitgenommen wurden. Selbst vor Vorschulkindern, für deren noch nicht gefestigte Psyche die Erfahrung des Ausgegrenztseins extrem traumatisierend sein muss, machen die Tugendwächter nicht halt.“ Und kein Verfassungsgericht stoppt sie. Harald Wiesendanger Anmerkung (1) https://www.krankenhaushygiene.de/ccUpload/upload/files/2020_05_19_Stellungnahme_DGKH_Covid-19_Kinder.pdf; https://www.welt.de/politik/deutschland/article208075525/Corona-Kitas-und-Grundschulen-vollstaendig-oeffnen-uneingeschraenkt.html; https://www.springermedizin.de/covid-19/gesundheitspolitik/kitas-und-schulen-zeitnah-oeffnen-/17999084; http://www.zwd.info/vier-medizinische-fachgesellschaften-kitas-und-schulen-sollen-wieder-uneingeschraenkt-oeffnen-1.html; https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-krise-mediziner-fordern-komplette-schul-und-kita-oeffnung-a-4d1a0336-680d-4259-818e-7a263732f811.

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© 2021 by Harald Wiesendanger

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