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Sinkt so das Krebsrisiko um 99 Prozent?

  • Autorenbild: Dr. Harald Wiesendanger
    Dr. Harald Wiesendanger
  • 4. Feb.
  • 8 Min. Lesezeit

Ein Mix von sechs natürlichen, preiswerten, rezeptfreien Wirkstoffen verringert die Wahrscheinlichkeit, irgendwann an Krebs zu erkranken, um 90 %. Vier zusätzliche Substanzen senken es noch weiter. Diese frohe Botschaft belegt ein amerikanischer Arzt mit einem umfassenden Forschungsüberblick – zum Verdruss der Pharmaindustrie, die mit Onkologika jährlich 350 Milliarden Euro umsetzt.  



Einen „Dr. Justus R. Hope“ gibt es nicht wirklich. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich ein US-amerikanischer Arzt, der seit Jahren in einem eigenen Blog weiterdenkt, wo die Schulmedizin an Grenzen stößt. Mit dem Thema Krebs befasst er sich eingehend, seit ihn das Schicksal damit grausam konfrontierte: Sein Vater starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs, ein enger Freund erlag einem Hirntumor. „Diese Erfahrungen“, so sagt er, „haben mein Engagement geprägt, Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl maximal wirksam als auch realistisch umsetzbar sind.“


Was er daraufhin im Laufe der Zeit entwickelte – teilweise gemeinsam mit dem namhaften Intensivmediziner Paul E. Marik (1) – präsentiert Dr. Hope in acht ausführlichen Beiträgen (2): ein ausgeklügeltes Konzept namens „ROOT“. Anscheinend sorgt es für eine verblüffend wirkungsvolle Krebsprävention mittels eines täglichen Cocktails von Nahrungsergänzungsmitteln – evidenzbasiert, gestützt auf eine Vielzahl aktueller, hochwertiger Studien aus aller Welt. Und erprobt im Selbstversuch: Hope persönlich folgt seinen eigenen Vorgaben seit langem.


So isst man Krebs herbei


Im Jahr 2025 erkrankten weltweit über 21 Millionen Menschen neu an Krebs, rund 10 Millionen starben daran. Bis 2050 wird sich die Zahl der neuen Fälle voraussichtlich verdoppeln, zur Begeisterung von Arzneimittelherstellern, ihrer Investoren und Aktionäre. In westlichen Industrieländern liegt das Risiko, irgendwann an Krebs zu erkranken, im Bevölkerungsdurchschnitt momentan bei rund 40 % - demnach sind früher oder später zwei von fünf Menschen betroffen.


“Moderne” westliche Ernährungsgewohnheiten erhöhen die Gefahr beträchtlich. Nicht nur die berüchtigte “Schnitzel-Burger-und-Pommes-Diät”, mit viel rotem Fleisch und Transfetten, auch Wurst und andere hochverarbeitete Produkte liefern üble Karzinogene. Der Dosis-Wirkungs-Zusammenhang ist eindeutig und alarmierend: Jede tägliche Portion von 50 g – das entspricht zwei Scheiben Salami -  erhöht auf Dauer das Darmkrebsrisiko um 18 %. Drei solche Portionen sorgen für einen Anstieg um 54 bis 100 %. “Ein Salami-Sandwich zu verzehren, ist biochemisch betrachtet gleichbedeutend mit dem Rauchen von Zigaretten; es löst systematisch die molekularen Kaskaden aus, die normale Zellen in bösartige Tumore verwandeln”, warnt Dr. Hope.


Auch zuckerhaltige Getränke sind Krebsbeschleuniger. Sie “schaffen ein Stoffwechselumfeld, das systematisch das Krebswachstum in mehreren Organsystemen fördert”. Bei drei Cola-Getränken pro Tag, die 120–140 g zugesetzten Zucker und Maissirup mit hohem Fruktosegehalt liefern, nimmt das Risiko für Brustkrebs um 30 bis 40 % zu, für Darmkrebs um 17 %. 


Schon bei mäßigem Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln steigt das Krebsrisiko auf 50 bis 55 %. “Big-Mac”-Ernährung dreimal täglich erhöht es auf 60 bis 70 %, eine “Salami-Sandwich”-Kost zu jeder Mahlzeit auf 70 bis 75 %. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, liegt dann bei fast 3 zu 4. “Die Wahl zwischen diesen Ernährungsweisen ist klinisch irrelevant”, stellt Hope klar. “Beide erhöhen das Krebsrisiko insgesamt um das 2- bis 3-fache und haben verheerende langfristige Folgen für die Gesundheit. Die Wahl des ‘geringeren Übels’ ist vergleichbar mit der Debatte, ob das Rauchen von 1,5 Packungen pro Tag wesentlich sicherer ist als das Rauchen von 2 Packungen pro Tag – beides ist katastrophal.”


Cocktail natürlicher Wirkstoffe


Aber selbst wenn man die schädliche Ernährung beibehält, könnte man einer Krebserkrankung mit Supplementen erstaunlich effektiv vorbeugen. Obwohl das Risiko deutlich erhöht bleibt, bieten die richtigen Nahrungsergänzungsmittel zumindest ein teilweises Sicherheitsnetz. Hope empfiehlt – mit ausführlichen Begründungen, die in seinen oben zitierten Originalarbeiten nachzulesen sind -

1. EGCG

EGCG steht für Epigallocatechingallat, den Hauptwirkstoff im grünen Tee. Er schützt Zellen vor freien Radikalen, die durch oxidativen Stress DNA-Schäden verursachen und so Krebs auslösen können. Er hemmt Entzündungen, stoppt die Bildung neuer Blutgefäße für Tumore und kann Krebszellen gezielt zum Absterben bringen, ohne gesunde Zellen anzugreifen. Studien deuten auf ein geringeres Risiko für Brust-, Mund- oder Darmkrebs hin.

Hopes Empfehlung: 400–800 mg täglich, entspricht 8–12 Tassen grünem Tee. „Bewährt sicher durch Teekonsum.“

2. Curcumin

Curcumin, der gelbe Farbstoff aus Kurkuma, wirkt stark entzündungshemmend und antioxidativ – beides sind Prozesse, die an der Entstehung vieler Krebsarten beteiligt sind. In Labor- und Tierstudien bremst Curcumin das Wachstum von Tumorzellen, stört Signale für unkontrolliertes Zellwachstum und fördert das programmierte Absterben „defekter“ Zellen. Erste kleinere Studien am Menschen deuten darauf hin, dass Curcumin Krebsvorstufen beeinflussen kann, etwa Veränderungen in der Darmschleimhaut bei Risikopersone.

 Hopes Empfehlung: 500–1000 mg Curcumin täglich mit Piperin, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern. „Gut verträglich bis zu 8000 mg.“

3. Vitamin D3

Vitamin D3 hilft bei der Krebsprävention, indem es das Wachstum und die Teilung von Zellen reguliert – wie ein innerer Wächter, der verhindert, dass Zellen außer Kontrolle geraten und bösartige Geschwulste bilden. Es reduziert Entzündungen und oxidativen Stress im Körper, was DNA-Schäden mindert. Um bis zu 12 % senkt es, Studien zufolge, die Krebssterblichkeit bei täglicher Einnahme niedriger Dosen.

Hopes Empfehlung: 1000–2000 IE täglich. „Sicher bis zu 4000 IE“, d.h. 0,1 Milligramm. Eine vorübergehend höhere Dosis bis zu 10.000 Einheiten pro Tag und mehr scheinen ihm angebracht, wenn Labortests einen niedrigen Spiegel zeigen.

Diese drei Mittel erklärt Hope für „grundlegend und unerlässlich. Sie sind alle preisgünstig, für jedermann leicht erhältlich und äußerst sicher, solange man die in unseren Behandlungsprotokollen aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen befolgt.“


4. Omega 3


Omega-3-Fettsäuren wirken wie ein natürlicher Entzündungshemmer im Körper: Sie dämpfen chronische Entzündungen, die Zellen schädigen und Krebs begünstigen, ähnlich wie ein Feuerlöscher bei glimmenden Brandherden. Zudem blockieren sie die Bildung neuer Blutgefäße für Tumore und fördern den Zelltod bei Krebszellen, während sie gesunde Zellen schonen – Studien zeigen ein um bis zu 30% gesenktes Krebsrisiko, besonders bei Darm- oder Brustkrebs. In Kombination mit Vitamin D und Bewegung verstärkt sich der Effekt sogar auf 61%.


Hopes Empfehlung: 1000 – 2000 mg täglich.


5. AGE


„AGE“ steht für Aged Garlic Extract, „Gealterter Knoblauchextrakt“: ein standardisiertes Knoblauchpräparat, das entsteht, wenn Knoblauch über viele Monate in einem Wasser-Ethanol-Verfahren „reifen“ darf, statt frisch verarbeitet zu werden. Dann entsteht ein geruchsärmerer, magenfreundlicherer Extrakt. AGE schützt vor Krebs, indem seine Inhaltsstoffe wie S-Allylcystein freie Radikale abfangen und oxidativen Stress mindern – wie ein unsichtbarer Schutzschild für die DNA. Auch AGE hemmt das Wachstum von Krebszellen, etwa bei Magen-, Darm- oder Brustkrebs, reduziert Entzündungen und stärkt das Immunsystem, indem es natürliche Killerzellen aktiviert. Studien deuten auf ein niedrigeres Risiko für Magen- und Darmkrebs hin, besonders bei regelmäßigem Verzehr.


Hopes Empfehlung: 2,4 ml täglich.


Kombiniert lassen die genannten fünf Wirkstoffe das lebenslange Gesamtkrebsrisiko von 65–75 % auf 32–39 % schrumpfen, so erklärt Dr. Hope. „Alle können einmal täglich mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Hervorragende Sicherheit: keine nennenswerten Wechselwirkungen, minimale Nebenwirkungen.“


6. Sulforaphan


Sulforaphan, das vor allem in Brokkoli steckt, aktiviert den körpereigenen „Schutzschalter“ Nrf2, der Antioxidantien hochfährt und Zellen vor schädlichen freien Radikalen bewahrt – wie ein innerer Reinigungsroboter, der DNA-Schäden verhindert, die Krebs auslösen können. Es hemmt das Wachstum von Krebszellen, indem es deren Teilung blockiert, den Zelltod fördert und neue Blutgefäße für Tumore verhindert, besonders wirksam bei Brust-, Darm- und Prostatakrebs.


Hopes Empfehlung: etwa 20 bis

50 mg täglich. Ab höheren Dosen können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Erbrechen oder Völlegefühl auftreten. Personen mit Schilddrüsenproblemen oder Jodmangel sollten vorsichtig sein, da sehr hohe Mengen – über 100 mg/Tag – die Jodaufnahme beeinträchtigen könnten.


7. Berberin


Berberin, ein gelber Pflanzenstoff aus Berberitze oder Goldthread  –  auch chinesischer Goldfaden genannt, eine Heilpflanze aus der Traditionellen Chinesischen Medizin – bremst entzündliche Prozesse und oxidativen Stress im Körper, die Zellen schädigen und Krebs begünstigen. Es stört das Wachstum von bösartigen Geschwulsten, indem es deren Zellteilung blockiert, den programmierten Zelltod auslöst und die Bildung neuer Blutgefäße für Tumore verhindert, besonders wirksam in Studien bei Brust-, Darm- oder Prostatakrebs. Vorläufige Forschung deutet auf ein geringeres Krebsrisiko hin, vor allem durch entzündungshemmende und immunstärkende Effekte.


Nebenwirkungen: Durchfall/Verstopfung bei 20-30 % der Anwender; Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. zur Vorsicht rät Dr. Hope insbesondere bei Statinen und Antidepressiva; bei höheren Dosierungen droht Vitamin B12-Mangel. Schwangere sollten Berberin meiden, weil es das Gehirn des ungeborenen Kindes schädigen kann.


Hopes Empfehlung: 500 mg 2–3-mal täglich, insgesamt 1000–1500 mg/Tag.


Ganz auf Pharmazie verzichten will Justus Hope durchaus nicht. Er schwört auf drei zusätzliche, seit langem bewährte Wirkstoffe.

Krebs bekämpfen, bevor er entsteht - Hopes drei Pharma-Favoriten:


8. Celecoxib


Celecoxib (Celebrex), ein selektiver COX-2-Hemmer (3), eignet sich zur Krebsprävention, weil es Entzündungen dämpft, die chronisch Zellen schädigen und Tumore fördern – wie ein Feuerlöscher gegen entzündliche Glutnester im Körper. Es blockiert die Produktion schädlicher Prostaglandine - hormonähnlicher Lipidverbindungen; es hemmt das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen – insbesondere bei Darm-, Brust- oder Prostatakrebs; es fördert deren Absterben und verhindert neue Blutgefäße für Tumore. Klinisch zugelassen zur Reduktion von Darmpolypen bei Hochrisikopatienten, senkt es in Studien das Krebsrisiko. Bei Überdosierung macht es allerdings Herzinfarkte oder Schlaganfälle wahrscheinlicher, weil es die Bildung von Thrombosen begünstigt.


Hopes Empfehlung: 200 mg täglich, schrittweise zu steigern bis maximal 400 mg/Tag nur bei Bedarf, nach sorgfältiger Risikoabwägung.


9. Ivermectin


In Labor- und Tierversuchen stört das altbewährte Antiparasitikum Signalwege wie PAK1 oder WNT in Krebszellen, hemmt deren Wachstum, löst Autophagie aus und fördert den Zelltod. Befürworter wie Justus Hope schätzen es als billiges zugelassenes Mittel mit breiter Wirkung auf vielerlei Krebsarten - z. B. Lungen-, Brustkrebs -, das Entzündungen mindert und das Immunsystem stärkt.


Hopes Empfehlung: 12 mg dreimal pro Woche.


10. Mebendazol


Mebendazol, ein langerprobtes Wurmmittel, blockiert in Labor- und Tierversuchen die Bildung von Mikrotubuli in Krebszellen – wie ein Saboteur, der die „Schienen“ für die Zellteilung unterbricht und so unkontrolliertes Tumorwachstum verhindert. Es durchdringt leicht die Blut-Hirn-Schranke, hemmt Krebszellen bei Gliomen oder Meningeomen, fördert Apoptose (Zelltod) und reduziert Gefäßneubildung in Geschwulsten. Klinische Phase-I-Studien laufen, sie deuten auf gute Verträglichkeit hin.


Hopes Empfehlung: „100 mg zweimal täglich zweimal pro Woche: Zwei Wochen Einnahme, zwei Wochen Pause.“


Dieser Cocktail aus zehn Zutaten “senkt das allgemeine Krebsrisiko um 93 %”, erklärt Hope. Darüber hinaus steigt die Blockierung des gesamten Signalwegs von Tumorstammzellen (…) durch die Zugabe dieser Wirkstoffe auf 97 bis 99 %.“ (4) Krebs „wird bekämpft, bevor er entsteht“.


Aber gelten nicht 5 bis 10 % aller Krebserkrankungen als genetisch bedingt? Daraus folgt keineswegs, dass das Erbgut ihren Ausbruch unabwendbar erzwingt. Vererbt wird eine Prädisposition, aufgrund gewisser Genveränderungen. Ob sie sich jemals manifestiert, hängt von vielen Faktoren ab – eine gesunde Lebensweise, unterstützt durch Nahrungsergänzungsmittel, könnte diese Faktoren weitgehend in Schach halten.


Hopes „Haftungsausschluss“ sollten Leser vorsichtshalber allerdings unbedingt beachten: Sein ROOT-Konzept ist „kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Konsultieren Sie vor der Anwendung einen Arzt, insbesondere wenn Sie schwanger sind, immungeschwächt sind oder Blutverdünner einnehmen. Brechen Sie die Anwendung ab, wenn Nebenwirkungen auftreten.“


Und über Supplemente hinaus?


Wer sich von krebserregenden Ernährungsgewohnheiten verabschiedet und zu mediterraner Kost übergeht, verringert auch ohne all diese Supplemente sein Krebsrisiko um 50 bis 66 %, wie Dr. Hope betont: “Dies stellt eine der wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin dar – sie rivalisiert mit den Vorteilen vieler pharmazeutischer Maßnahmen oder übertrifft diese sogar, und das allein durch eine Umstellung der Ernährung.”


Noch mehr Krebsschutz gefällig? Dann “möchte Sie höflich bitten, zwei oder drei Tage pro Woche 16 Stunden über Nacht zu fasten” und “zu Hause regelmäßig ein einfaches Krafttraining zu absolvieren”.


Und alles zusammengenommen? Bewahrt nicht garantiert vor Krebs, macht ihn aber wenig wahrscheinlich.


Falls sich das “ROOT”-Konzept herumspricht: Was würde das für die Umsatzperspektiven des onkologischen Zweigs der Medizinindustrie bedeuten? Nichts Gutes, zur Schadenfreude von Gesundheitsbewussten.

 

Anmerkungen

Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss von KLARTEXT bei Gesundheitsthemen wie diesem.

(1)  Paul E. Marik, langjähriger Professor an der Eastern Virginia Medical School, war Mitgründer und führende Stimme der Front Line COVID-19 Critical Care Alliance (FLCCC) – kürzlich umbenannt in Independent Medical Alliance (IMA) -, einer Initiative von Medizinern, die unkonventionelle Vorsorge- und Behandlungsprotokolle für Covid-19 propagierte und dabei auch Ivermectin befürwortete.

(3)  Selektive COX-2-Hemmer sind entzündungshemmende Medikamente (NSAR), die gezielt das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) blockieren, das bei Entzündungen vermehrt aktiv ist und schmerzhafte Prostaglandine produziert – wie ein gezielter Pfeil, der nur den „Feuerstifter“ trifft, ohne den „Hausmeister“ COX-1 zu stören. COX-1 schützt hingegen Magen und Nieren, weshalb diese Wirkstoffe (z. B. Celecoxib) weniger Magengeschwüre verursachen als klassische NSAR. Nachteil:Sie erhöhen das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle, da sie die Thrombosenbildung indirekt begünstigen.

(4)  Gemeint sind zentrale Signalwege in Krebsstammzellen (Cancer Stem Cells, CSCs), die für deren Selbsterneuerung, Therapieresistenz und Tumorwachstum sorgen – wie ein „Kommandozentrum“ für die widerstandsfähigsten Krebszellen. Laien stellen sich einen Tumor oft als „Klumpen gleicher Zellen“ vor – aber eher gleicht er einer Stadt mit sehr unterschiedlichen Bewohnern. In dieser Stadt gibt es eine kleine Gruppe von „Spezialisten“, die besonders unangenehm sind. Wie Königinnen im Ameisenstaat: Nicht die Masse der Arbeiterinnen entscheidet über das Überleben der Kolonie, sondern die wenigen, die immer wieder Nachschub produzieren können. Wie ein Master-Key im Hotel: Wer ihn hat, kommt in viele Türen. Dies sind Cancer Stem Cells (CSCs). „Stem“ heißt hier: Sie können sich selbst erneuern, unter Stress anpassen und wieder viele unterschiedliche Tumorzellen „nachproduzieren“. Häufig werden sie mit Rückfällen und Therapieresistenz in Verbindung gebracht.

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