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  • Dr. Harald Wiesendanger

Zwangsimpfung über die Luft?

Aktualisiert: 20. Okt. 2023

„Air Vax“: US-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mRNA-Vakzine aus der Luft tief in die Lunge einatmen lassen. So werden rasche Impfungen der gesamten Bevölkerung möglich, auch ohne deren Wissen und Zustimmung. Sobald die WHO anlässlich der nächsten Pandemie einen „Gesundheitsnotstand“ ausruft, könnte sie solche Maßnahmen völkerrechtlich verbindlich anordnen, falls ihre Mitgliedsstaaten sie demnächst dazu ermächtigen. Erste Berufsethiker erteilen hierfür vorweg schon mal den moralischen Segen.



Bald ist Schluss mit „Piksen“ – zumindest wenn es nach William Mark Saltzman geht. Soeben stellte der amerikanische Zell- und Molekularphysiologe von der Yale University in New Haven, Connecticut, mit zwölf Kollegen im Fachjournal Science Translational Medicine vor, was sie gemeinsam entwickelt und erprobt haben: ein neuartiges Impfverfahren, das mRNA einatmen lässt. Zumindest bei Labormäusen funktioniert es prächtig – sie schienen daraufhin immunisiert gegen Covid-19. In naher Zukunft soll sich die Tür für Tests am Menschen öffnen.



Damit die mRNA in die Zellen gelangt, verwendet das Saltzman-Team „einen Nanopartikel aus Poly(amin-co-ester)-Polyplexen oder PACE, einem biokompatiblen und hochgradig anpassbaren Polymer", wie es in einer Pressemitteilung der Yale University heißt. (1) „Diese Polyplexe“, so schreiben die Forscher, „erreichten eine hohe Transfektion (2) von mRNA in der gesamten Lunge, insbesondere in Epithel- und Antigen-präsentierenden Zellen.Wir wendeten diese Technologie an, um einen Schleimhautimpfstoff gegen das Coronavirus 2 des schweren akuten respiratorischen Syndroms zu entwickeln, und stellten fest, dass die intranasale Impfung mit Spike-Protein-kodierenden mRNA-Polyplexen eine starke zelluläre und humorale adaptive Immunität auslöste und empfängliche Mäuse vor einer tödlichen viralen Herausforderung schützte. Diese Ergebnisse zeigen das Potenzial von PACE-Polyplexen für die therapeutische Verabreichung von mRNA in der Lunge."



In einer früheren Studie hatte Saltzman ein "Prime-and-Spike"-System ausprobiert, um mRNA gegen Covid-19 zu verabreichen: Dabei spritzte er sie in einen Muskel und sprühte dann Spike-Proteine in die Nase. Die Injektion erwies sich als überflüssig, weil die intranasale Verabreichung nicht minder effektiv war. Nun setzt Saltzman große Hoffnungen in diese Methode, weit über Vakzine hinaus:


"In der neuen Studie fand keine intramuskuläre Injektion statt. Wir haben einfach zwei Dosen intranasal verabreicht, eine Grund- und eine Auffrischungsimpfung, und wir haben eine hochgradig schützende Immunantwort erhalten. Aber wir haben auch gezeigt, dass man generell verschiedene Arten von mRNA verabreichen kann. Sie eignet sich also nicht nur für einen Impfstoff, sondern möglicherweise auch für die Genersatztherapie bei Krankheiten wie Mukoviszidose und Gen-Editing. Wir haben am Beispiel eines Impfstoffs gezeigt, dass es funktioniert, aber es öffnet die Tür für all diese anderen Arten von Interventionen."



Air Vax könnte das Impfen „radikal verändern“


Saltzman erwartet, dass diese "neue Verabreichungsmethode die Art und Weise, wie geimpft wird, radikal verändern könnte" – etwa bei Menschen, die Angst vor Nadeln haben, aber auch bei Bewohnern von abgelegenen Gebieten. Vor allem aber lassen sich Vakzine, die in der Luft freigesetzt werden, weitaus einfacher und schneller in der Bevölkerung verbreiten. Es muss nicht jede Person einzeln geimpft werden - was nicht nur zeitaufwändig, sondern auch schwierig ist, wenn sich jemand gegen die Impfung sträubt.


Vorzüglich ökonomisch - wie bei Garnelen


Eine ähnliche Strategie kommt neuerdings in der Garnelenzucht zum Einsatz. Die Krebstierchen sind zu klein und zu zahlreich, um ihnen einzeln mRNA-Injektionen zu verabreichen. Um zu verhundern, dass sich ein bestimmtes Virus unter ihnen verbreitet, wurde stattdessen „Nano-Impfstoff“ entwickelt, den die Tiere oral aufnehmen. Shai Ufaz, Geschäftsführer von ViAqua, das die Technologie entwickelt hat, erklärte:


"Die orale Verabreichung ist der heilige Gral der Gesundheitsentwicklung in der Aquakultur, weil es unmöglich ist, einzelne Garnelen zu impfen, und weil sie die Betriebskosten für das Krankheitsmanagement erheblich senken und gleichzeitig die Ergebnisse verbessern kann."


Mit ihrem mRNA-Produkt, auch wenn es über die Nase in den Organismus eingeschleust wird, verfolgen die Yale-Wissenschaftler ein ähnliches Ziel: möglichst viele mit möglichst geringem Aufwand zu impfen.


Das Prinzip der „informierten Zustimmung“ ist bedroht


Wie für die Garnele das Wasser, in dem sie schwimmt, so ist unsere Atemluft eine Umgebung, der wir uns unmöglich entziehen können – wir müssen uns ihr lebensnotwendig aussetzen. Enthält sie Vakzine, dann kommen wir nicht umhin, sie in uns aufzunehmen. Notfalls könnten wir ihnen sogar ohne unser Wissen und Einverständnis ausgesetzt werden. Damit ist ein Grundsatz medizinischer Ethik bedroht: „informierte Zustimmung“ als unabdingbare Voraussetzung dafür, dass ein Eingriff erfolgen darf.


Spätestens bei der nächsten Pandemie könnte dieses Prinzip vermeintlichen Schutzerfordernissen zum Opfer fallen. Die Staatengemeinschaft ist dabei, die WHO mit geradezu diktatorischen Befugnissen auszustatten, sobald sie einen internationalen „Gesundheitsnotstand“ ausruft. Dann könnte sie allen Mitgliedsstaaten, nachdem sie den bis 2024 unterschriftsreifen „Pandemievertrag“ abgesegnet haben, völkerrechtlich verbindliche Maßnahmen vorschreiben: von obligatorischen Tests und Überwachungsregimes über umfassende Zensur und neue Lockdowns bis hin zu zügigen, wegen Zeitdruck unzulänglich geprüften Impfungen der gesamten Bevölkerung.


Um anstrengenden Konflikten mit Widerspenstigen vorzubeugen und öffentliche Kritik erst gar nicht aufkommen zu lassen, könnte die WHO sogar so weit gehen, Massenimpfungen verdeckt durchführen zu lassen - Luftimpfstoffe eignen sich vorzüglich dazu, heimlich auf die Bevölkerung losgelassen zu werden.

Würden zumindest westliche Demokratien hierbei keinesfalls mitspielen? Selbst dort ist bei inkompetenten, lobbygesteuerten Regierungen die Hemmschwelle dafür, Grundrechte mit Füßen zu treten, beängstigend niedrig, wie sich in drei traumatischen Corona-Jahren zur Genüge erwiesen hat.


Solcher Verfassungsbruch hätte schändliche Tradition. Inzwischen kam zum Vorschein, dass die US-Regierung in der Vergangenheit geheime Biowaffensimulationen an ihren ahnungslosen Bürgern durchgeführt hat. Ab dem 26. September 1950 versprühte die Besatzung eines Minenräumschiffs der US-Marine rund zwei Meilen vor der nordkalifornischen Küste sechs Tage lang Serratia marcescens-Bakterien in die Luft. Bei dieser sogenannten "Operation Sea Spray" sollte herausgefunden werden, wie anfällig eine Großstadt wie San Francisco für einen Biowaffenangriff durch Terroristen war. Weil Serratia marcescens leuchtend rote Pigmente produziert, lässt sich leicht feststellen, wo sie ist.


In den darauffolgenden Tagen nahm das Militär an 43 Stellen Proben, um die Ausbreitung des Bakteriums zu verfolgen. Es zeigte sich, dass es nicht nur die Stadt, sondern auch die umliegenden Vororte schnell befallen hatte. Während des Tests hätten die Bewohner dieser Gebiete Millionen von Bakteriensporen eingeatmet. Das Experiment bewies, dass San Francisco und Städte mit ähnlicher Größe und Topografie von bakterieller Kriegsführung bedroht sein könnten.


Aber es gab einen Haken. Zunächst war das US-Militär davon ausgegangen, dass Serratia marcescens für Menschen unschädlich ist. Der Erreger war vor allem für die roten Flecken bekannt, die er auf befallenen Lebensmitteln hervorrief; mit klinischen Erkrankungen war er nicht in Verbindung gebracht worden. Das änderte sich, als eine Woche nach dem Test elf Anwohner ein Krankenhaus der Stanford University aufsuchten und über Harnwegsinfektionen klagten – sie hatten sich mit Serratia infiziert. Ein 75-jähriger Patient namens Edward Nevin, der sich gerade von einer Prostataoperation erholte, verstarb daraufhin, "und einige vermuten, dass die Freisetzung die mikrobielle Ökologie der Region für immer verändert hat", wie das Smithsonian Magazine berichtet. Erst 1976 erfuhr die Öffentlichkeit von dem skandalösen Experiment.


Ein Einzelfall? Keineswegs. In den darauffolgenden zwei Jahrzehnten führte die US-Regierung ähnliche Versuche in anderen Städten durch - anscheinend unbelastet von Skrupeln.


Verdeckt impfen, falls „wirksam und sicher“?


Wären geheime Massenimpfungen zu verantworten, wenn von vornherein feststünde, dass sie „wirksam und sicher“ sind? Die nasale mRNA-Impfung gegen SARS-CoV-2 habe bei den Mäusen „eine starke Immunität ausgelöst“ und sie zuverlässig „vor einer tödlichen viralen Herausforderung geschützt“, so versichern die Yale-Wissenschaftler. Diesem Urteil schließt sich Courtney Malo an, Redakteurin bei Science Translational Medicine: Die Luftimpfung habe „eine robuste Immunreaktion ausgelöst, die einen Schutz gegen eine nachfolgende Virusinfektion gewährleistete“, bei „nur geringen Anzeichen von Toxizität“. Die als mRNA-Vehikel konstruierten Nanopartikel seien „biologisch abbaubar“, „milder und besser verträglich“ als die berüchtigten Lipid-Winzlinge, die zum selben Zweck in den Covid-Pseudovakzinen von Pfizer/Biontech und Moderna zum Einsatz kommen.


Hat die Corona-Pandemie nicht soeben erst gezeigt, inwieweit auf solche Werbesprüche Verlass ist? Blindes Vertrauen auf Experten, die sich ins Marketing für mRNA-Spritzen einspannen ließen, haben der Welt soeben die mit Abstand gefährlichste und tödlichste Impfkampagne aller Zeiten beschwert. (Siehe KLARTEXT: „Zu Tode gepikst“.)


Sind erhebliche Kollateralschäden akzeptabel, falls eine monströse Bedrohung abgewehrt wird? Mit der hanebüchenen Begründung, sie habe „Millionen Menschenleben gerettet“, wurde dem mRNA-Impfen soeben ein Nobelpreis gewidmet. Dass diese Statistiklüge mittels hypothetischer „Szenarien“ und völlig unrealistischer Prognosemodelle zurechtgestrickt wurde – seitens der WHO und namentlich durch einen zwielichtigen Zahlenjongleur namens Neil Ferguson vom gatesgesponserten Imperial College in London (s. KLARTEXT: "'Professor Lockdown' schlug zu") -, lässt die abermillionenfach Totgepieksten leider nicht wiederauferstehen.


„Bioenhancement“ – Heiligt der Zweck jedes Mittel?


Schon verschaffen sich in der akademischen Welt erste Stimmen Gehör, die selbst verdeckte Zwangsimpfungen als ethisch vertretbar absegnen. Ein gewisser Parker Crutchfield, Professor in der Abteilung für Medizinische Ethik an der Western Michigan University, befasst sich im Fachjournal Bioethics mit „moralischem Bioenhancement“, d.h. dem Einsatz biomedizinischer Mittel und Maßnahmen, um „moralische Verbesserungen“ zu erzielen. Als Beispiele hierfür nennt Crutchfield medikamentöse Behandlungen, einschließlich Impfstoffe, und gentechnische Eingriffe. Weiter führt er aus:


"Es ist notwendig, die Bevölkerung moralisch zu verbessern, um endgültigen Schaden zu verhindern. Moralisches Bioenhancement ist die mögliche Beeinflussung des moralischen Verhaltens einer Person durch einen biologischen Eingriff in ihre moralischen Einstellungen, Motivationen oder Dispositionen.“


Nichts Verwerfliches findet der professionelle „Ethiker“ an einer möglichen „Infusion von Medikamenten in die Wasserversorgung, die Empathie oder Altruismus verstärken, oder andere Eingriffe in die Emotionen oder Motivationen einer Person, um ihr moralisches Verhalten zu beeinflussen."


Zum Wohle der Allgemeinheit sollten „moralische Bioverbesserungen“ nicht nur obligatorisch sein – es sei „moralisch vorzuziehen“, dass sie „eher verdeckt als offen“ stattfinden.


Crutchfield geht sogar so weit zu behaupten, dass "ein verdecktes Zwangsprogramm Werte wie Freiheit, Nützlichkeit, Gleichheit und Autonomie besser fördert als ein offenes Programm."


Fühlt sich der verblüffte Zeitzeuge solcher Absonderungen in Orwell´schem Neusprech nicht unwillkürlich erinnert an Verlautbarungen des sogenannten „Ethikrats“ auf dem Höhepunkt bundesdeutscher Coronoia? Im November 2021 empfahl das Gremium zaudernden Entscheidungsträgern, eine Impfpflicht gegen Covid-19 zu „prüfen“.


„Und bist du nicht willig …“


Ist die nächste „Killerkeim“-Panik erst einmal voll entfacht, werden Politik und Gesellschaft indes nicht erst schöngeistige Professorengutachten abwarten, um gegen eine Minderheit von Impfverweigerern abermals, wie schon 2021/22, hemmungslos zu hetzen und massiven Zwang auf sie auszuüben, weil sie einer vermeintlichen „moralischen Pflicht“ zur Solidarität nicht nachzukommen gedenken. Scharfmacher, Spalter und Aufwiegler werden auch bei künftigen Pandemien, echten wie vorgeblichen, das soziale Klima prägen. Erneut werden sich „Ethiker“ auf Lehrstühlen finden, die „Sanktionsmechanismen über bewusste Diskriminierungen für Ungeimpfte aus einer ethischen Sicht gerechtfertigt“ finden. Warum nicht „asoziale Trittbrettfahrer“, „gefährliche Sozialschädlinge“, „Bekloppte“ kurzerhand in Zugangsschleusen mit mRNA-haltigen Aerosolen einsprühen, ehe sie Geschäfte, Ämter, Bahnhöfe, Gaststätten, Stadien und sonstige öffentliche Orte betreten dürfen? Frei nach Goethes Erlkönig: „Und bist du nicht willig, so brauch´ich Gewalt.“


Aber wie erreicht man sture Einatmungsverweigerer? Die könnten Vakzine auf den Teller kriegen – eine Vision, welche die wahrlich prophetische Science-Fiction-Serie Utopia schon 2013/14 mit britischem Galgenhumor in Szene setzte. Gefördert von der National Science Foundation mit 500.000 US-Dollar, arbeiten Wissenschaftler der University of California in Riverside tatsächlich daran, Salat zu züchten, der mRNA-Impfstoffe produziert. Schon im Jahre 2013 beschrieb ein Fachartikel transgene essbare Impfstoffe, die „durch die Einführung ausgewählter gewünschter Gene in Pflanzen hergestellt werden und diese gentechnisch veränderten Pflanzen dazu veranlassen, die kodierten Proteine zu produzieren". Grundsätzlich seien Pflanzen „imstande, genügend mRNA hervorzubringen, um es mit einem herkömmlichen Jab aufzunehmen“. Solche Impfstoffe bieten laut der Veröffentlichung "mehrere potenzielle Vorteile" gegenüber konventionellen Verfahren zur Impfstoffherstellung, unter anderem niedrigere Produktionskosten und der Lagerbarkeit bei Zimmertemperatur.


Ähnliche Experimente zu diesem Ziel fanden ab 2016 fünf Jahre lang mit Alfalfa-Pflanzen an der Fort Valley State University in Georgia statt. Gesponsert vom National Institute of Food and Agriculture, endete das Projekt mit einem zuversichtlichen Forschungsbericht im Fachjournal Plants. (3)


Na denn, wohl bekomm´s. Wie wäre es mit „moralischem Bioenhancement“ eines solchen Wissenschaftsbetriebs?


Anmerkungen

1 Ein „Polyplex“ ist ein Komplex aus einem positiv geladenen Polymer – wie Polyamin-co-ester – und negativ geladenen Nukleinsäuren wie DNA oder RNA. Gentechniker setzen sie ein, um genetisches Material in Zellen einzuschleusen.

2 Als "Transfektion" bezeichnen Biologen das Einbringen von zellfremdem genetischen Material - DNA oder RNA - in Zellen.

3 Näheres hier

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