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Tang statt Tabletten

Autorenbild: Dr. Harald Wiesendanger
Dr. Harald Wiesendanger
20. Aug.
14 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Minuten

Jodsalz sollte das Problem erledigen. Doch weltweit nehmen 1,9 Milliarden Menschen zuwenig Jod auf, in Deutschland fast jeder dritte Erwachsene. Das schwächt Schilddrüse und Fruchtbarkeit, bei Ungeborenen kann es die Hirnentwicklung stören. Helfen könnte ausgerechnet der Seetang, der hierzulande meist als Sushi-Hülle endet: Er liefert Jod, obendrein Eisen, Eiweiß und sogar Vitamin B12. Dafür braucht es keinen Acker. Nur sollte man zur richtigen Sorte greifen. Sonst kippt der Mangel in die Überdosis.



Jana ist erfunden, ihr Problem nicht. Sie ist 36 und Grafikerin, isst seit Jahren kein Fleisch, trinkt Hafermilch und salzt mit rosa Himalayasalz aus der Mühle. Seit vierzehn Monaten versucht sie, schwanger zu werden.


Was fehlt ihr? Eisen und Folsäure hat ihre Frauenärztin überprüft, alles im grünen Bereich.


Nach Jod hat bisher niemand gefragt.


Klingt nach einem Problem, das Jodsalz längst erledigt hat. Zumindest versichern uns dies etliche selbsternannte Gesundheitsexperten. Tatsächlich nehmen rund 1,9 Milliarden Menschen weiterhin zuwenig Jod auf, 31 Prozent der Weltbevölkerung (1). Die Zahl der Mangelfälle stieg von 1990 bis 2021 um etwa 23 Prozent – pro Kopf sank die Quote zwar, doch die Menschheit wuchs schneller (2). In Deutschland erreichen 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder nicht einmal den durchschnittlichen Bedarf; bei Frauen lag der Median der Jodausscheidung zuletzt bei 54 Mikrogramm (µg) pro Liter, die WHO verlangt 100 (3). Auf das Salz ist wenig Verlass. Eine US-Studie fand 12,7 bis 129 mg Jod pro Kilo statt der aufgedruckten 45 (4). Und naturbelassene Salze wie Janas Himalayasalz liefern kaum Jod (5).


Zusammengetragen hat die Studienlage ein US-Arzt, der sich als „A Midwestern Doctor“ tarnt, um seiner laufenden Praxis Scherereien zu ersparen. Von Kapseln hält er wenig; Mineralstoffe, findet er, gehören auf den Teller – und eine Lebensmittelgruppe umgeht das Problem ausgelaugter Böden vollständig.


Sie wächst im Meer, in jedem Asia-Laden liegt sie im Regal.


Gemüse ohne Acker, Arznei ohne Apotheke


Algen gleichen Schwämmen. Ohne echte Wurzeln ziehen Kombu, Wakame, Nori, Dulse und Co. alles aus dem Meerwasser, was ihr Stoffwechsel braucht. Dabei horten sie Mineralstoffe weit über das Maß jeder Landpflanze. Küstenkulturen wussten das seit jeher: Im chilenischen Monte Verde fanden Archäologen in einer 14.000 Jahre alten Siedlung Tang neben Heilpflanzen (6), chinesische Medizintexte empfahlen Sargassum-Tang schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus gegen den Kropf (7). Darmbakterien von Japanern tragen sogar Gene zur Verdauung der Nori-Zucker, die Nordamerikanern fehlen; die Mikroben übernahmen sie von Meeresbakterien, die auf den Algen leben (8). Genschmuggel via Esstisch, wenn man so will. Zudem wächst Tang wie Unkraut: Nori ist 30 bis 90 Tage nach der Aussaat erntereif, anschließend alle 10 bis 20 Tage – in Küstengewässern, in denen sonst niemand etwas anbaut (9).


In Algen stecken die Vitamine A und C, mehrere B-Vitamine und in manchen Arten sogar B12, das kaum eine Pflanze liefert: Schon fünf Gramm Nori täglich verbesserten in einer Studie von 2024 den B12-Status von Vegetariern binnen vier Wochen deutlich (10). Dazu Eiweiß – 10 bis über 40 Prozent der Trockenmasse – und vor allem Mineralstoffe, pro Gramm bis zu hundertmal mehr als in Landgemüse (11). Nori liefert dreimal so viel bioverfügbares Eisen wie Spinat, Meersalat sogar fünfmal so viel, was Popeyes Dosenspinat nachträglich ziemlich alt aussehen lässt (12). Landgemüse dagegen enthält heute weniger Kalzium und Eisen als 1950 (13).


Nur saugt ein Schwamm eben alles auf. In verschmutztem Wasser speichert Tang auch Schadstoffe. Deshalb sollte er nur aus sauberen Quellen stammen, in Maßen. Meiden sollte man Hijiki, das viel giftiges anorganisches Arsen enthält; bei anderen Algen senken Einweichen und Kochen den Arsengehalt deutlich (14).


Fluor, Brom, Hafermilch: Wie uns das Jod abhanden kam


Dass trotz Jodsalz so vielen Menschen Jod fehlt, könnte auch an der Chemie liegen. Fluor und Brom konkurrieren als Halogene mit Jod; viele Autoren machen Fluorid, Perchlorat und Bromat im Brot für funktionellen Jodmangel verantwortlich (15). In den USA halbierte sich die Jodzufuhr, nachdem die Bäcker 1980 Jodat durch Bromid ersetzten (16).


Milch ist mit rund 85 µg pro Tasse die wichtigste Jodquelle westlicher Ernährung (17), die meisten Pflanzendrinks enthalten nur etwa 2 Prozent davon (18). Janas Hafermilch liefert demnach kaum Jod, es sei denn, der Hersteller hat welches zugesetzt; ein Blick auf die Zutatenliste lohnt.


16, 42, 2350: Die Jod-Lotterie


Vorsicht ist geboten. Wenige Gramm Tang decken den Tagesbedarf – wie viele, hängt allerdings von der Sorte ab. Getrocknetes Nori enthält im Schnitt etwa 16 µg Jod pro Gramm, Wakame 42, Kombu rund 2.350 (19). Für die empfohlenen 150 µg genügen 9 Gramm Nori – oder weniger als ein Zehntelgramm Kombu; ein Gramm Kombu liefert das Doppelte der US-Obergrenze. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält getrocknete Algen ab 20 mg Jod pro Kilo für nicht verkehrsfähig (20). Im Marktcheck der Verbraucherzentralen trugen die meisten jodreichen Produkte keine vollständigen Warnhinweise (21).


Gegen den Kropf scheint Tang tatsächlich zu schützen: Japans Kropfrate lag zeitweise bei einem Fall pro Million Einwohner, in den USA haben heute 1,3 bis 2,5 Prozent der Erwachsenen einen Kropf (22). Allerdings gibt es auch ein Zuviel: In Regionen mit reichlich Algenverzehr sind Unterfunktionen häufiger (23). Wo traditionell viel Tang gegessen wird, kocht man ihn deshalb häufig aus: 15 Minuten Kochen entfernen bis zu 99 Prozent des Kombu-Jods (24).


Ganze Algen mit bis zu 1.320 µg Jod täglich lösten in Studien über acht Wochen keine Schilddrüsenstörungen aus (25); bei 49 norwegischen Algenfans mit im Median 658 µg sank der TSH-Wert allerdings, sobald sie sechs Wochen pausierten (26). Isoliertes Jodid ist heikler: Bei 2.000 µg täglich entwickelten unter gesunden Probanden 47 Prozent binnen vier Wochen eine subklinische Unterfunktion (27). Wer schilddrüsenkrank ist, sollte bei jodarmen Sorten wie Nori und Meersalat bleiben.


Brust, Eierstock, Plazenta: Wo das Jod gebraucht wird


Dass die Schilddrüse Jod braucht, ist fast schon Allgemeinwissen. Aber auch Brüste, Eierstöcke, Plazenta und Prostata reißen Jod an sich (28). Bittere Lektionen erteilte die Tschernobyl-Katastrophe: Weil die Schilddrüse strahlendes nicht von harmlosem Jod unterscheidet, stieg der Schilddrüsenkrebs bei Kindern in Weißrussland auf etwa das 45-Fache – deshalb werden bei Atomunfällen Kaliumiodid-Tabletten ausgegeben (29, 30).


Frauen trifft der Mangel am härtesten, zumal Östrogen die Jodaufnahme hemmt (31). Besonders gut untersucht ist der Zusammenhang beim Kinderwunsch: Schon leichter Mangel senkt die Chance pro Zyklus um 19,4 Prozent (32); in einer NIH-Studie hatten 44 Prozent von 467 Frauen mit Kinderwunsch mäßigen bis schweren Mangel – und eine um 46 Prozent geringere Chance (33). Jana dürfte das interessieren.


In der Schwangerschaft hängt das Gehirn des Kindes ganz am Jod der Mutter. Zwei Metaanalysen fanden in Jodmangelgebieten einen um 12 bis 13,5 Punkte niedrigeren Durchschnitts-IQ (34); selbst Kinder leicht unterversorgter Britinnen lagen mit acht Jahren beim Lesen zurück (35). Ob Tabletten leichten Mangel ausgleichen, ist allerdings offen: In einer Studie in Indien und Thailand brachten sie keinen messbaren Vorteil (36). Die DGE rät Schwangeren dennoch zu 100 bis 150 µg täglich (37).


Der Kropf in der Brust


Was die Schilddrüse als Kropf aufweist, zeigt die Brust als fibrozystische Veränderung, darauf hat der Arzt David Brownstein hingewiesen. In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 111 Frauen linderten 3 bis 6 mg Jod täglich binnen sechs Monaten Schmerz, Empfindlichkeit und Knoten signifikant (38). Japanerinnen erkranken rund 66 Prozent seltener an Brustkrebs als Amerikanerinnen (39); daraus erwuchs die Hypothese, Jodmangel begünstige auch manche Tumoren (16).


Allerdings gibt es gewichtige Einwände: Die meisten fibrozystischen Befunde sind keine Krebsvorstufe (40), und in Japan hat sich die Brustkrebsrate von 1975 bis 2005 mehr als verdoppelt (41). Brownsteins spektakuläre Praxisberichte – geheilte Zysten, schrumpfende Tumoren, späte Schwangerschaften – hat nie jemand kontrolliert geprüft, und sein Jod-Belastungstest steht methodisch in der Kritik (42).


Der salzige Blutdrucksenker


Bleibt das Salz, das im Tang steckt. Die meisten Studien sprechen dafür, dass Salzsparen den Blutdruck senkt, laut einer Cochrane-Metaanalyse bei Hypertonikern um gut 5 mmHg (43); der Midwestern Doctor hält den Zusammenhang dagegen für meist nicht gegeben (5). Für den Tang ist das zweitrangig: Peptide aus Dulse, Nori und Wakame hemmen das Renin-Angiotensin-System wie ACE-Hemmer (44), und in einer Doppelblindstudie senkten 6 Gramm Wakame täglich den oberen Wert um 10,5 mmHg – ein Esslöffel, so viel wie in einer Schüssel Misosuppe (45). Auch Blutzucker und HbA1c verbessern Braunalgen, so eine Metaanalyse von 2023 (46).


Einzelne Wirkstoffe taugen sogar als Arznei: Das Alginat der Braunalgen legt sich als Gel-Floß über den Mageninhalt und hält Säure von der Speiseröhre fern (47), eine Metaanalyse bestätigt den Nutzen bei Reflux (48); eine Fucoidan-Kapsel aus Kombu ist in China seit 2003 gegen chronisches Nierenversagen zugelassen (49).


Hungerkost, Liebestrank, Wellness-Glibber


Die steilste Karriere hat das Seemoos hingelegt: einst Hungerkost irischer Küstengemeinden (50), in der Karibik ein Trank für Vitalität und Libido, heute als Wellness-Gel vermarktet (51). Es liefert Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren (52). Ihre Polysaccharide wirken wie Ballaststoffe und fördern die Darmgesundheit, indem sie nützlichen Darmbakterien als präbiotische Nahrungsquelle dienen.


Algensnacks gelten als gesunde Alternative zu Kartoffelchips (53). Nur sind die meisten Marken mit ungesunden Ölen versetzt.


Strahlenfänger und Fettbremse


Alginat, der Schleimstoff der Braunalgen, bindet im Darm nicht nur Magensäure (47, 48), sondern auch radioaktives Strontium: 1,5 Gramm zur Mahlzeit halbierten in einer Humanstudie dessen Aufnahme, ohne den Kalziumhaushalt zu stören (54). Weil es im Magen aufquillt, dämpft es zudem den Appetit (55, 56). Fucoxanthin, der braune Farbstoff von Wakame und Kombu, greift in den Fettstoffwechsel ein und senkte vor allem im Tierversuch Leberfett und Triglyceride (57, 58). Phlorotannine wirken wie Antioxidantien (59). Lösliche Algen-Ballaststoffe binden Gallensäuren und damit Cholesterin (60).


Jana hat inzwischen Nori und Wakame im Küchenschrank. Die Hafermilch darf bleiben, das Himalayasalz ebenfalls. Den Kombu-Streifen kocht sie fünfzehn Minuten aus, wie man es in Japan tut. Ob es nun mit dem Wunschkind klappt, steht freilich auf keinem Algenblatt der Welt.


Beim nächsten Termin will sie ihre Frauenärztin fragen, ob man nicht einfach mal den Jodwert messen sollte.


Und falls Schulmediziner bei Jana mit ihrem Latein am Ende sind? Um ihren Kinderwunsch doch noch zu erfüllen,  könnte Geistiges Heilen einen Versuch wert sein. Selbst wenn es nichts nützt, richtet es zumindest keinen Schaden an. (61)


Quellen

 

(1)  Machamba, A. A. L.; Azevedo, F. M.; Candido, A. C.; Macedo, M. S.; Priore, S. E.; Franceschini, S. C. C.: „Assessment of the Impact of Salt Iodisation Programmes on Urinary Iodine Concentrations and Goitre Rates: A Systematic Review“. Journal of Nutrition and Metabolism, Bd. 2021 (2021), Artikel-Nr. 9971092, S. 1–12. doi:10.1155/2021/9971092. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8192202/

(2)  Liang, D.; Wang, L.; Zhong, P.; Lin, J.; Chen, L.; Chen, Q. u. a.: „Perspective: Global Burden of Iodine Deficiency: Insights and Projections to 2050 Using XGBoost and SHAP“. Advances in Nutrition, Bd. 16 (2025), Artikel-Nr. 100384. doi:10.1016/j.advnut.2025.100384. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11909719

(3)  Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): „Jodversorgung in Deutschland: Ergebnisse des Jodmonitorings bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“. Grundlage sind die Studien DEGS1 (2008–2011) und KiGGS Welle 2 (2014–2017) des Robert Koch-Instituts. Abgerufen am 30. September 2026. https://www.bmleh.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/degs-jod-studie.html

(4)  Dasgupta, P. K.; Liu, Y.; Dyke, J. V.: „Iodine Nutrition: Iodine Content of Iodized Salt in the United States“. Environmental Science & Technology, Bd. 42 (2008), Nr. 4, S. 1315–1323. doi:10.1021/es0719071. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18351111/

(5)  A Midwestern Doctor: „The Hidden Secrets of Salt“. The Forgotten Side of Medicine (Substack), 22. August 2026. https://www.midwesterndoctor.com/p/the-hidden-secrets-of-salt

(6)  Dillehay, T. D.; Ramírez, C.; Pino, M.; Collins, M. B.; Rossen, J.; Pino-Navarro, J. D.: „Monte Verde: Seaweed, Food, Medicine, and the Peopling of South America“. Science, Bd. 320 (2008), Nr. 5877, S. 784–786. doi:10.1126/science.1156533. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18467586/

(7)  Liu, L.; Heinrich, M.; Myers, S.; Dworjanyn, S. A.: „Towards a better understanding of medicinal uses of the brown seaweed Sargassum in Traditional Chinese Medicine: A phytochemical and pharmacological review“. Journal of Ethnopharmacology, Bd. 142 (2012), Nr. 3, S. 591–619. doi:10.1016/j.jep.2012.05.046. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378874112003686?via%3Dihub

(8)  Hehemann, J.-H.; Correc, G.; Barbeyron, T.; Helbert, W.; Czjzek, M.; Michel, G.: „Transfer of carbohydrate-active enzymes from marine bacteria to Japanese gut microbiota“. Nature, Bd. 464 (2010), Nr. 7290, S. 908–912. doi:10.1038/nature08937. https://doi.org/10.1038/nature08937

(9)  Klerk, E.: „Seaweed: Kelp is on the way“. Standard Chartered Global Research, Standard Chartered Bank, 2023 (Sonderbericht zu Nachhaltigkeit und ESG). https://www.sc.com/EN/uploads/sites/66/content/docs/Kelp-is-on-the-way_web-upload_191223.pdf

(10)  Huang, Q.-N.; Watanabe, F.; Koseki, K.; He, R.-E.; Lee, H.-L.; Chiu, T. H. T.: „Effect of roasted purple laver (nori) on vitamin B12 nutritional status of vegetarians: a dose-response trial“. European Journal of Nutrition, Bd. 63 (2024), Nr. 8, S. 3269–3279. doi:10.1007/s00394-024-03505-9. https://link.springer.com/article/10.1007/s00394-024-03505-9

(11)  Matos, J.; Cardoso, C.; Serralheiro, M. L.; Bandarra, N. M.; Afonso, C.: „Seaweed bioactives potential as nutraceuticals and functional ingredients: A review“. Journal of Food Composition and Analysis, Bd. 133 (2024), Artikel-Nr. 106453. doi:10.1016/j.jfca.2024.106453. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889157524004873

(12)  Flores, S. R. L.; Dobbs, J.; Dunn, M. A.: „Mineral nutrient content and iron bioavailability in common and Hawaiian seaweeds assessed by an in vitro digestion/Caco-2 cell model“. Journal of Food Composition and Analysis, Bd. 43 (2015), S. 185–193. doi:10.1016/j.jfca.2015.06.008. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0889157515001507

(13)  Davis, D. R.; Epp, M. D.; Riordan, H. D.: „Changes in USDA Food Composition Data for 43 Garden Crops, 1950 to 1999“. Journal of the American College of Nutrition, Bd. 23 (2004), Nr. 6, S. 669–682. doi:10.1080/07315724.2004.10719409. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/07315724.2004.10719409

(14)  Cherry, P.; O’Hara, C.; Magee, P. J.; McSorley, E. M.; Allsopp, P. J.: „Risks and benefits of consuming edible seaweeds“. Nutrition Reviews, Bd. 77 (2019), Nr. 5, S. 307–329. doi:10.1093/nutrit/nuy066. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6551690/

(15)  Brownstein, D.: „Iodine: Why You Need It, Why You Can’t Live Without It“. Medical Alternatives Press, West Bloomfield (Michigan). https://www.amazon.com/Iodine-Need-Cant-Live-Without/dp/B01AU40LIQ/

(16)  Miller, D. W. jr.: „Iodine: High-dose intake cuts breast cancer and hypothyroid-related illnesses“. Caduceus, Heft 75 (2006); Vortragsfassung, 24. Jahrestagung der Doctors for Disaster Preparedness, Portland (Oregon), 6. August 2006. https://www.clinicaleducation.org/wp-content/uploads/miller.pdf

(17)  National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements (ODS): „Iodine – Fact Sheet for Health Professionals“. Abgerufen am 30. September 2026. https://ods.od.nih.gov/factsheets/Iodine-HealthProfessional/

(18)  Bath, S. C.; Hill, S.; Infante, H. G.; Elghul, S.; Nezianya, C. J.; Rayman, M. P.: „Iodine concentration of milk-alternative drinks available in the UK in comparison with cows’ milk“. British Journal of Nutrition, Bd. 118 (2017), Nr. 7, S. 525–532. https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/iodine-concentration-of-milkalternative-drinks-available-in-the-uk-in-comparison-with-cows-milk/C0EB7183E42B81548331405F83332258

(19)  Teas, J.; Pino, S.; Critchley, A.; Braverman, L. E.: „Variability of Iodine Content in Common Commercially Available Edible Seaweeds“. Thyroid, Bd. 14 (2004), Nr. 10, S. 836–841. doi:10.1089/thy.2004.14.836. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15588380/

(20)  Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): „Gesundheitliche Risiken durch zu hohen Jodgehalt in getrockneten Algen“. Stellungnahme Nr. 026/2007 vom 22. Juni 2004, aktualisiert am 12. Juni 2007. https://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche_risiken_durch_zu_hohen_jodgehalt_in_getrockneten_algen.pdf

(21)  Verbraucherzentrale: „Marktcheck essbare Algen: Nährstoffquelle mit potenziellem Gesundheitsrisiko“. Untersucht wurden 142 Algenprodukte. Abgerufen am 30. September 2026. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/marktcheck-essbare-algen-naehrstoffquelle-mit-potenziellem-gesundheitsrisiko-102668

(22)  Tobias, J.; Krongold, J.; Kaylan, K.; Abou Azar, S.; Michelakos, T.; Memeh, K.; Keutgen, X. M.; Angelos, P.; Applewhite, M. K.: „Prevalence and Distribution of Goiter Among Commercially Insured, Working-Age Adults in the United States“. Thyroid, Bd. 36 (2026), Nr. 9, S. 1026–1030. doi:10.1177/10507256261470301. https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/10507256261470301

(23)  Trigo, J. P.; Palmnäs-Bédard, M.; Vall-Llosera Juanola, M.; Undeland, I.: „Effects of whole seaweed consumption on humans: current evidence from randomized-controlled intervention trials, knowledge gaps, and limitations“. Frontiers in Nutrition, Bd. 10 (2023), Artikel-Nr. 1226168. doi:10.3389/fnut.2023.1226168. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10399747

(24)  Zava, T. T.; Zava, D. T.: „Assessment of Japanese iodine intake based on seaweed consumption in Japan: A literature-based analysis“. Thyroid Research, Bd. 4 (2011), Artikel-Nr. 14. doi:10.1186/1756-6614-4-14. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3204293/

(25)  Smyth, P. P. A.: „Iodine, Seaweed, and the Thyroid“. European Thyroid Journal, Bd. 10 (2021), Nr. 2, S. 101–108. doi:10.1159/000512971. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8077470/

(26)  Aakre, I.; Vogt, E. C.; Myrmel, L. S.; Lundebye, A.-K.; Helland, O. B.; Henjum, S.; Dahl, L.; Markhus, M. W.; Sleire, S. N.; Løkken, S. J.; Rosendahl-Riise, H.: „Impact of habitual seaweed consumption on iodine nutrition and thyroid function: a non-randomized pre-post clinical study“. European Journal of Nutrition, Online-Vorabveröffentlichung vom 16. Januar 2026. doi:10.1007/s00394-025-03813-8. https://link.springer.com/article/10.1007/s00394-025-03813-8

(27)  Sang, Z.; Wang, P. P.; Yao, Z.; Shen, J.; Halfyard, B.; Tan, L.; Zhao, N.; Wu, Y.; Gao, S.; Tan, J.; Liu, J.; Chen, Z.; Zhang, W.: „Exploration of the safe upper level of iodine intake in euthyroid Chinese adults: a randomized double-blind trial“. The American Journal of Clinical Nutrition, Bd. 95 (2012), Nr. 2, S. 367–373. doi:10.3945/ajcn.111.028001. https://ajcn.nutrition.org/article/S0002-9165(23)02673-4/fulltext

(28)  Mathews, D. M.; Johnson, N. P.; Sim, R. G.; O’Sullivan, S.; Peart, J. M.; Hofman, P. L.: „Iodine and fertility: do we know enough?“. Human Reproduction, Bd. 36 (2021), Nr. 2, S. 265–274. doi:10.1093/humrep/deaa312. https://academic.oup.com/humrep/article/36/2/265/6025913

(29)  ThyCa: Thyroid Cancer Survivors’ Association: „Chernobyl 30th Anniversary and the Thyroid Cancer Connection“. Abgerufen am 30. September 2026. https://thyca.org/news/chernobyl-30th-anniversary-and-the-thyroid-cancer-connection/

(30)  Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Use of potassium iodide for thyroid protection during nuclear or radiological emergencies“ (Fragen und Antworten). Abgerufen am 30. September 2026. https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/use-of-potassium-iodine-for-thyroid-protection-during-nuclear-or-radiological-emergencies

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(32)  Xing, M.; Gu, S.; Wang, X.; Mao, G.; Mo, Z.; Lou, X.; Li, X.; Huang, X.; Wang, Y.; Wang, Z.: „Low Iodine Intake May Decrease Women’s Fecundity: A Population-Based Cross-Sectional Study“. Nutrients, Bd. 13 (2021), Nr. 9, Artikel-Nr. 3056. doi:10.3390/nu13093056. https://www.mdpi.com/2072-6643/13/9/3056

(33)  Mills, J. L. u. a.: „Delayed conception in women with low-urinary iodine concentrations: a population-based prospective cohort study“. Human Reproduction, Bd. 33 (2018), Nr. 3, S. 426–433; Kurzreferat in JAMA (Online-Ausgabe), auf das der Beitrag verweist. https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2673527

(34)  Zimmermann, M. B.: „The Effects of Iodine Deficiency in Pregnancy and Infancy“. Paediatric and Perinatal Epidemiology, Bd. 26 (2012), Supplement 1, S. 108–117. doi:10.1111/j.1365-3016.2012.01275.x. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-3016.2012.01275.x

(35)  Bath, S. C.; Steer, C. D.; Golding, J.; Emmett, P.; Rayman, M. P.: „Effect of inadequate iodine status in UK pregnant women on cognitive outcomes in their children: results from the Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC)“. The Lancet, Bd. 382 (2013), Nr. 9889, S. 331–337. doi:10.1016/S0140-6736(13)60436-5. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140673613604365

(36)  Gowachirapant, S.; Jaiswal, N.; Melse-Boonstra, A.; Galetti, V.; Stinca, S.; Mackenzie, I.; Thomas, S.; Thomas, T.; Winichagoon, P.; Srinivasan, K.; Zimmermann, M. B.: „Effect of iodine supplementation in pregnant women on child neurodevelopment: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial“. The Lancet Diabetes & Endocrinology, Bd. 5 (2017), Nr. 11, S. 853–863. doi:10.1016/S2213-8587(17)30332-7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29030199/

(37)  Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): „Neue Referenzwerte für die Jodzufuhr – Jod wichtiger denn je!“. Presseinformation, 2025. Abgerufen am 30. September 2026. https://www.dge.de/presse/meldungen/2025/neue-referenzwerte-fuer-die-jodzufuhr/

(38)  Kessler, J. H.: „The Effect of Supraphysiologic Levels of Iodine on Patients with Cyclic Mastalgia“. The Breast Journal, Bd. 10 (2004), Nr. 4, S. 328–336. doi:10.1111/j.1075-122X.2004.21341.x. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15239792/

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(60) Massa, M.; Compari, C.; Fisicaro, E.: „On the mechanism of the cholesterol lowering ability of soluble dietary fibers: Interaction of some bile salts with pectin, alginate, and chitosan studied by isothermal titration calorimetry". Frontiers in Nutrition, Bd. 9 (2022), Artikel-Nr. 968847. doi:10.3389/fnut.2022.968847 – Laborstudie zum Bindungsmechanismus, keine klinische Studie.

(61) Auswege Infos Nr. 131 / 16. April 2026: „Esoterischer Quatsch? Mit Geistheilung zum Wunschkind“; Nr. 127 / 20. November 2025: „Im Test: Mit Geistheilung zum Wunschkind?“

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