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Verglüht, verboten, vermisst: Zurück zur Glühbirne?

Autorenbild: Dr. Harald Wiesendanger
Dr. Harald Wiesendanger
vor 3 Tagen
9 Min. Lesezeit

130 Jahre lang spendete sie ein Licht, das der Sonne und dem Feuer näher kam als alles, was nach ihr künstlich leuchtete. Dann erklärte Brüssel die Glühbirne zur Klimasünderin und verbannte sie ab 2009 aus den Regalen; die USA folgten 2022. Unterm Strich spart ein Haushalt dadurch knapp sieben Cent pro Tag. Eingehandelt hat er sich unterschätzte gesundheitliche Probleme. Also weg mit dem Verbot? Zumindest der US-Senat debattiert jetzt darüber.



Nennen wir ihn Erwin. Ende August 2009 schiebt der Elektromeister im Ruhestand, 68 Jahre alt, seinen Einkaufswagen zur Baumarktkasse. Ladung: 240 Glühbirnen, 100 Watt, matt. Die Kassiererin grinst, Erwin verzieht keine Miene. Ein Sonderling? Das ist er in diesem Sommer keineswegs: Hornbach meldet fürs erste Halbjahr ein Plus von 140 Prozent bei 100-Watt-Birnen, bei Praktiker gehen knapp doppelt so viele herkömmliche Birnen über den Ladentisch wie im Jahr zuvor. (1) Von Hamsterkäufen ist die Rede.


Man kann das für Trotz halten oder für Nostalgie. Man kann aber auch prüfen, ob die Hamsterer am Ende schlauer waren als die EU-Kommissare.


Der falsche Erfinder aus Springe und das echte Kartell von Genf


1879 meldete Thomas Edison seine Kohlefadenlampe zum Patent an. Deutschland feierte jahrzehntelang lieber einen Landsmann: Heinrich Göbel aus Springe, der schon 1854 Lampen zum Glühen gebracht haben soll. Schulbücher beteten es nach, bis eine Dissertation die Legende 2007 zerpflückte. (2) Das große Geschäft machte hierzulande ein Dritter, der Berliner Unternehmer Emil Rathenau: Nachdem er sich 1881 die Edison-Lizenz gesichert hatte, gründete er zwei Jahre später jene Gesellschaft, aus der die AEG hervorging. (3)


Was die Birne verdrängte, vergisst man gern: Petroleumlampen verrußten die Stuben, Gaslicht heizte die Räume auf und verbrauchte ihre Luft. Mit der Glühbirne kam Licht zum ersten Mal ohne Flamme ins Haus, und wer nach Sonnenuntergang noch operieren, schreiben oder lesen wollte, musste dafür nichts mehr anzünden.


Umsonst war das nicht. Rund 95 Prozent des Stroms verpuffen als Wärme. (4) Und die Nacht, seit Urzeiten Taktgeber unserer Hormone, wurde endgültig zur Schicht – Nachtarbeit stuft die Krebsagentur der WHO heute als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. (5) Den dritten Makel verordneten die Hersteller selbst: Am Tag vor Heiligabend 1924 schmiedeten Osram, Philips und Konsorten in Genf das Phoebus-Kartell , das die Brenndauer auf 1000 Stunden stutzte. Zuvor hielten Birnen bis zu 2500. Wer haltbarere Lampen auslieferte, zahlte Strafe; lag die durchschnittliche Brenndauer 1926 noch bei 1800 Stunden, waren es im Geschäftsjahr 1933/34 gut 1200. (6) Dass Glühlampen technisch weitaus länger funktionieren können, beweist die sogenannte Centennial Light in einer Feuerwehrwache in Livermore, Kalifornien. Diese kohlefadenbasierte Handarbeit brennt seit 1901 nahezu ununterbrochen - über 120 Jahre -, allerdings bei extrem geringer Wattzahl/Leuchtkraft und ohne häufiges An- und Ausschalten.


Die Kanzlerin sucht auf dem Teppich


Der Einfall, die Birne abzuschaffen, stammt aus Berlin. „Es war die Bundesregierung, die 2007 die Idee hatte“, schreibt die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland, hörbar erleichtert, einmal nicht selber schuld zu sein. (4) Umweltminister Sigmar Gabriel drängelte per Brief. (7) Seine Chefin Angela Merkel gestand derweil auf dem EU-Gipfel, die Sparlampen in ihrer Wohnung seien noch nicht hell genug: Suche sie Heruntergefallenes auf dem Teppich, habe sie ein Problem. (8) An dem Vorhaben änderte das Unbehagen der Kanzlerin nichts. 2009 traf es die 100-Watt-Birne, 2010 die 75er, 2011 die 60er, 2012 den Rest. (9) Die Kommission stellte dafür eine jährliche Stromersparnis von knapp 40 Terawattstunden in Aussicht, etwa so viel, wie ganz Rumänien verbraucht, dazu 15 Millionen Tonnen weniger CO₂. (10)


Rechnen im Halbdunkel


Physikalisch ist gegen das Sparversprechen wenig einzuwenden, die Glühbirne war tatsächlich eher Heizkörper als Lampe. Die Klimarechnung, die Brüssel daraus ableitete, hält einer Prüfung weniger gut stand. Den CO₂-Ausstoß der Kraftwerke deckelte längst der Emissionshandel: Was Haushalte einsparten, durften andere in die Luft blasen. Die Ökonomen Manuel Frondel und Steffen Lohmann kamen 2011 im Fachblatt Energy Policy zu dem Schluss, das Verbot erspare dem Klima deshalb keine einzige zusätzliche Tonne. (11) Immerhin sank der Stromverbrauch fürs Haushaltslicht europaweit um ein Viertel. Umgerechnet auf den einzelnen Haushalt sind das laut EU-Kommission 25 Euro im Jahr, knapp sieben Cent am Tag. (4) Und wo Licht fast nichts mehr kostet, knipst die Menschheit mehr davon an: Zwischen 2012 und 2016 wuchs die nachts beleuchtete Erdoberfläche um 2,2 Prozent pro Jahr. (12)


Davon abgesehen: Sollte gesundheitliche Lichtqualität nicht schwerer wiegen als Energieeffizienz? Ärzte wie Dr. Alexander Wunsch und Dr. Joachim Mutter protestierten heftig gegen das Glühbirnenverbot. Eine Petition “Wahlfreiheit für gesundes Licht!” fand 48.633 Unterzeichner, eine weitere 25.126. Die Kommission Umweltmedizin am Robert Koch-Institut verlangte 2014, zunächst mögliche gesundheitliche Folgen zu klären – vergeblich.


Bis zu fünf Milligramm Nervengift


Als Ersatz priesen Politik und Hersteller die „Energiesparlampe“. In ihr steckt Quecksilber. Dasselbe Metall hatte die EU erst im April 2009 aus Fieberthermometern verbannt; fünf Monate später machte sie den Lampen, die es enthalten, den Markt frei. (13) Zerbricht eine, kann die Belastung der Raumluft bis aufs Zwanzigfache des Richtwerts schnellen, ergaben Worst-Case-Tests des Umweltbundesamts an zwei Markenlampen mit zwei und fünf Milligramm davon; noch fünf Stunden später maß die Behörde Werte, die Schwangeren und kleinen Kindern schaden können. Lüften hilft, betont sie. (14) Bei bis zu 250.000 lichtempfindlichen EU-Bürgern, warnte Brüssels eigener Wissenschaftsausschuss, könnten UV- und Blauanteile die Symptome verschlimmern. (15) Seit September 2021 darf die einstige Hoffnungsträgerin in der EU selbst nicht mehr neu in den Handel kommen. (16)


Was im Licht der LED fehlt


Abgelöst hat beide inzwischen die LED. Sie braucht wenig Strom, hält lange und kommt ohne Quecksilber aus, was ihr den Ruf einer Lampe ohne Nachteile eingetragen hat. Verdient ist er nur zum Teil. Ihr Weiß entsteht aus blauem Licht. Frankreichs Gesundheitsbehörde ANSES bestätigte 2019: Blaureiches Licht kann die Netzhaut schädigen, jahrelange Belastung womöglich das Risiko einer Makuladegeneration erhöhen; schon schwache Dosen am Abend bremsen das Schlafhormon Melatonin, bei Kindern besonders. Manche LED flimmert obendrein so schnell, dass niemand es bewusst wahrnimmt; Kopfschmerzen, Migräne und ermüdete Augen hält die Behörde trotzdem für mögliche Folgen. Für daheim rät sie zu warmweißen Lampen. (17) Das EU-Gutachtergremium SCHEER fand 2018 „keine Belege“ für direkte Schäden bei normalem Gebrauch durch Gesunde. Flimmern und verstellte innere Uhren räumte es dennoch ein. (18)


“Keine Belege”? Im Jahr 2023 stellten 248 Wissenschaftler, die gemeinsam 2.697 Fachartikel über Licht und die biologische innere Uhr veröffentlicht hatten, übereinstimmend fest:  Die blauangereicherten LEDs, die unsere älteren Glühbirnen verdrängten, bringen den 24-Stunden-Rhythmus physiologischer Prozesse durcheinander; diese Störung erhöht das Risiko für Brustkrebs, Fettleibigkeit, Diabetes und Schlafstörungen. Deshalb sollten LED-Lampen mit hohem Blauanteil einen Warnhinweis erhalten, dass sie „bei nächtlicher Nutzung gesundheitsschädlich sein können“. Wie eine kürzlich durchgeführte Messung an 52 Haushaltslampen ergab, unterdrücken kaltweiße LEDs und Kompaktleuchtstofflampen die Melatoninproduktion jeweils um etwa 12 %, warmweiße LEDs um 3,6 %, Glühlampen hingegen bloß um 1,5 %. In Haushalten mit energieeffizienten Leuchtmitteln ist abends fast doppelt so viel zirkadian-aktives Licht vorhanden wie in solchen, die noch Glühlampen verwenden; in fast jedem zweiten  Haushalte war es hell genug, um die Melatoninproduktion um 50 % zu unterdrücken.


Am anderen, roten Ende des Spektrums liefert die LED dafür so gut wie nichts. Hingegen strahlte die Glühbirne strahlte reichlich Infrarot ab, wie Sonne und Lagerfeuer. Der Mangel hat erhebliche Folgen. Ein Team um den Neurowissenschaftler Glen Jeffery vom University College London hat in jahrelanger Forschungsarbeitnachgewiesen, dass tiefrotes und infrarotes Licht (670–900 nm) die Energieproduktion in den Mitochondrien steigert, während das bei LEDs vorherrschende blaue Licht im Bereich von 420–450 nm diese unterdrückt. Im Jahr 2024 zeigten sie, dass sich der Blutzuckeranstieg bei Probanden nach einem Glukosegetränk um etwa 27 % verringert, wenn ihr Rücken anschließend eine Viertelstunde lang mit rotem Licht bei 670 nm bestahlt wird.


Im Jahr 2026 experimentierte Jefferys Team In einem Londoner Bürogebäude, das vollständig mit LEDs beleuchtet war; sämtliche Fenster waren so beschichtet, dass sie Infrarotstrahlung reflektierten. Hier stellten die Wissenschaftler zwei Wochen lang Schreibtischlampen mit gewöhnlichen 60-Watt-Glühbirnen um die Arbeitsplätze von 11 Mitarbeitern auf; 11 weitere Angestellte dienten als Kontrollgruppe. Das Farbkontrastsehen jedes Mitarbeiters in der Nähe der Lampen verbesserte sich um etwa 25 %; bei der Kontrollgruppe änderte sich hingegen nichts. Noch zwei Monate nach Entfernen der Lampen hielt die Verbesserung an. (19) Elf Probanden und elf Kontrollpersonen sind wenig; dass größere Studien nötig sind, schreibt Jeffery selbst.


Man wüsste nur gern, wer nach solchen Wirkungen überhaupt gefragt hat, bevor 500 Millionen Europäer zum Umrüsten gezwungen wurden.


Bis heute eint die Anti-Glühbirnen-Front eine immense Sorge um den Energieverbrauch. Sollte sich diese nicht eher auf die monströsen Rechenzentren der Tech-Giganten richten?


Beginnt Amerika umzudenken?


Zumindest in den USA, wo 2022 ein Verbot aller Allzweckglühlampen in Kraft getreten war, scheint allmählich ein Umdenken einzusetzen.  Im vergangenen Jahr brachte der republikanische Senator Mike Lee aus Utah, Vorsitzender des Senatsausschusses für Energie und natürliche Ressourcen, den LIT Act ein, um das Verbot rückgängig zu machen. Seinen Vorstoß begründete Lee nicht nur mit Kostenargumenten, sondern auch mit der Wahlfreiheit der Verbraucher: „Diese Regelungen haben nichts mit dem Schutz des Planeten zu tun – es geht darum, die Menschen zu kontrollieren.“ Am 17. September 2026 fand hierzu im Senat eine Anhörung statt.


Eine LED, die Glühbirne spielt


Anstatt das Rad zurückzudrehen, bieten sich als Kompromiss LEDs an, die das Spektrum der Glühbirne weitgehend nachbilden und um Nahinfrarot ergänzen. (20) Verschiedene Lichtfarben lassen sich dabei schalten oder dimmen. Auf der 4500-K-Stufe kommt die Lichtfarbe, bei stärker vertretenem blauen Anteil,  dem Tageslicht am nächsten; bei 2700 K überwiegen Rot und warme Farbtöne. (“K” steht für Kelvin, den Farbton des Lichts.) Als besonders hochwertig gelten die “BaseLine E27”-Lampen, die ein tschechischer Online-Shop zu Preisen zwischen 36,80 € und 40,80 € vertreibt, zuzüglich Versand, siehe  hier », hier » und hier » Vergleichbare Qualität verspricht die “helioLumen vario S” von Gradehand, eines auf baubiologische Elektrotrechnik spezialisierten Anbieters, für 42,90 €, plus 7,49 € für eine Lieferung innerhalb Deutschlands.


Der gesundheitliche Nutzen hängt an Wellenlängen, Dosis und Dauer; gegen Flimmern und Blendung hilft Infrarot nicht. In einer neuen Studie mit 55 gesunden Erwachsenen sank der Fehlerwert in einem Farbsehtest binnen einer Woche um rund 23 Prozent, wenn die LED-Schreibtischlampe zusätzlich 850-Nanometer-Infrarot abgab; ohne den Zusatz stieg er. (21) Die Studie war allerdings klein, kurz und ohne verblindete Prüfer; mit Glühbirnen verglich sie nichts. In einem doppelblinden Versuch mit 151 Studierenden besserten zusätzliches Nahinfrarot und Tiefrot die Herzfrequenzvariabilität und das Befinden, verschlechterten aber die Leistung bei einer Suchaufgabe. (22) Dass solche Lampen sämtliche Vorzüge der Glühbirne zurückbringen, hat bisher niemand belegt. Für den Schlaf bleibt es beim Rat der Internationalen Beleuchtungskommission: tagsüber viel Licht, in den drei Stunden vor dem Schlafen deutlich weniger, nachts Dunkelheit. (23)


Erwin ist heute 85. Im Keller liegen noch 31 Birnen; eine brennt, wenn er den Urenkeln vorliest. Den Ausstieg hatte 2007 übrigens auch der Verband der Lampenhersteller vorgeschlagen. Zu seinen Mitgliedern zählten Osram und Philips (24), zwei Firmen, die schon 1924 in Genf mit am Tisch gesessen hatten.


Wie lange Erwins Vorrat noch reicht, lässt sich ausrechnen: Jede Birne hält tausend Stunden, so wie es die Hersteller vor hundert Jahren festgelegt haben.

Quellen

(1) Jan Oberländer: „Glühbirnenverbot: Matt und 100 Watt sind fast Geschichte“, Der Tagesspiegel, 1.9.2009, https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gluehbirnenverbot-matt-und-100-watt-sind-fast-geschichte/1592294.html

(2) Hans-Christian Rohde: Die Göbel-Legende. Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe, zu Klampen Verlag, Springe 2007.

(3) Rosmarie Beier-de Haan: „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft Berlin“, Deutsches Historisches Museum, Lebendiges Museum Online (LeMO), 11.11.2015, https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/industrie-und-wirtschaft/aeg

(4) Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland: „Mythos: ‚Die EU hat uns die gute alte Glühbirne weggenommen‘“, 24.4.2019, https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/mythos-die-eu-hat-uns-die-gute-alte-gluhbirne-weggenommen-2019-04-24_de

(5) IARC Monographs Vol 124 Group: „Carcinogenicity of night shift work“, The Lancet Oncology 20 (8) 2019, S. 1058–1059, DOI: 10.1016/S1470-2045(19)30455-3

(6) Markus Krajewski: „The Great Lightbulb Conspiracy“, IEEE Spectrum, 24.9.2014, https://spectrum.ieee.org/the-great-lightbulb-conspiracy

(7) Andreas Oswald: „SPD im Wahlkampf: Peer Steinbrück wettert gegen EU-Glühbirnenverbot – dabei war Gabriel schuld“, Der Tagesspiegel, 10.7.2013, https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/spd-im-wahlkampf-peer-steinbrueck-wettert-gegen-eu-gluehbirnenverbot-dabei-war-gabriel-schuld/8479610.html

(8) Ian Johnston: „Two years to change EU light bulbs“, The Scotsman, 11.3.2007; zitiert nach dem Archiv der Mailingliste „Link“ der Australian National University, https://mailman.anu.edu.au/pipermail/link/2007-March/005019.html

(9) Verordnung (EG) Nr. 244/2009 der Kommission vom 18. März 2009 zur Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht, Amtsblatt der Europäischen Union L 76 vom 24.3.2009, S. 3 ff.

(10) Europäische Kommission: „Member States approve the phasing-out of incandescent bulbs by 2012“, Pressemitteilung IP/08/1909, Brüssel, 8.12.2008, https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_08_1909

(11) Manuel Frondel/Steffen Lohmann: „The European Commission's light bulb decree: Another costly regulation?“, Energy Policy 39 (6) 2011, S. 3177–3181, DOI: 10.1016/j.enpol.2011.02.072

(12) Christopher C. M. Kyba u.a.: „Artificially lit surface of Earth at night increasing in radiance and extent“, Science Advances 3 (11) 2017, e1701528, DOI: 10.1126/sciadv.1701528

(13) Richtlinie 2007/51/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. September 2007 zur Änderung der Richtlinie 76/769/EWG des Rates hinsichtlich der Beschränkung des Inverkehrbringens bestimmter quecksilberhaltiger Messinstrumente; anzuwenden seit 3. April 2009.

(14) Umweltbundesamt: „Quecksilber aus zerbrochenen Energiesparlampen“, Presseinformation Nr. 58/2010, 2.12.2010, https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/quecksilber-aus-zerbrochenen-energiesparlampen

(15) Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR): „Scientific opinion on light sensitivity“, Europäische Kommission, 23.9.2008, https://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/04_scenihr/docs/scenihr_o_019.pdf

(16) Verordnung (EU) 2019/2020 der Kommission vom 1. Oktober 2019 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen und separate Betriebsgeräte, anzuwenden seit 1.9.2021; dazu Lightcycle: „Ab September 2021: Fortsetzung der Ausphasung von Lichtquellen“, Pressemitteilung, 2021, https://www.lightcycle.de/presse/pressemitteilungen/2021/ab-september-2021-fortsetzung-der-ausphasung-von-lichtquellen

(17) Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail (ANSES): „Effets sur la santé humaine et sur l’environnement des systèmes utilisant des LED“, Dossier de presse, 14.5.2019, https://www.anses.fr/fr/system/files/PRES2019DPA01.pdf

(18) Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SCHEER): „Opinion on potential risks to human health of Light Emitting Diodes (LEDs)“, Europäische Kommission, 6.6.2018, https://health.ec.europa.eu/publications/potential-risks-human-health-light-emitting-diodes-leds_en

(19) Edward M. Barrett/Glen Jeffery: „LED lighting (350-650nm) undermines human visual performance unless supplemented by wider spectra (400-1500nm+) like daylight“, Scientific Reports 16, 3061 (2026), DOI: 10.1038/s41598-026-35389-6

(20) Alexander Wunsch: „The Next Generation of Human-Centric Lighting: ‚Incandescent LEDs‘ and Their Hidden Health Power“, LED professional Review (LpR) Nr. 111, September/Oktober 2025, S. 42 ff., https://www.researchgate.net/publication/397833471_The_Next_Generation_of_Human-Centric_Lighting_Incandescent_LEDs_and_Their_Hidden_Health_Power

(21) „Infrared exposure improves human colour vision undermined by LED light“, PLOS One, 25.9.2026, DOI: 10.1371/journal.pone.0345340

(22) Charlotte M. Roddick u.a.: „Effects of near-infrared radiation in ambient lighting on cognitive performance, emotion, and heart rate variability“, Journal of Environmental Psychology 100 (2024), 102484, DOI: 10.1016/j.jenvp.2024.102484

(23) Internationale Beleuchtungskommission (CIE): „CIE Position Statement on Integrative Lighting – Recommending Proper Light at the Proper Time“, 3. Ausgabe, 2024, https://cie.co.at/publications/cie-position-statement-integrative-lighting-recommending-proper-light-proper-time-3rd

(24) „European Lamp Industry Calls for Cut in Annual CO2 Emissions from Domestic Lighting by More Than 60% by 2015“, EE Power, 10.6.2007, https://eepower.com/news/european-lamp-industry-calls-for-cut-in-annual-co2-emissions-from-domestic-lighting-by-more-than-60-by-2015/; siehe auch P. Stegmaier/S. Kuhlmann/V. R. Visser: „The incandescent light bulb phase-out: exploring patterns of framing the governance of discontinuing a socio-technical regime“, Energy, Sustainability and Society 11 (2021), DOI: 10.1186/s13705-021-00287-4

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