„Ihr Lächeln verschwand für immer“
- Dr. Harald Wiesendanger

- vor 5 Tagen
- 18 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 24 Stunden
Der „Welt-Autismus-Tag“ am 2. April gibt Anlass, das Schicksal der McDowell-Drillinge in Erinnerung zu rufen: Im Alter von neun Monaten entwickelten alle drei Geschwister am selben Tag plötzlich schwerste Autismus-Symptome – wenige Stunden nach einem Impftermin. Hersteller, Experten, Mainstream-Medien machen sich mit Bemühungen lächerlich, das herzzerreißende Geschehen als zufällig oder genetisch bedingt abzutun. Sie versuchen von einem haarsträubenden Lehrstück für Eltern abzulenken, die ihre eigene Verantwortung nicht am Eingang zur Arztpraxis abgeben möchten.


Am 25. Juni 2007 bringt Brenda McDowell ihre Drillinge Richie, Robbie und Claire, begleitet von ihrer Nanny, in eine Kinderarztpraxis in Detroit. Für die Geschwister, neun Monate und vier Tage alt, steht um 10 Uhr eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung an. Die Mutter geht davon aus, dass dabei nichts Besorgniserregendes zum Vorschein kommt. Am 26. September 2006 zur Welt gekommen, in der 36. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht von jeweils 2,3 Kilo, gedeihen ihre Kleinen prächtig. Sie sind kerngesund, mehr als altersgemäß entwickelt, glücklich und aufgeweckt. „Jeder einzelne Tag mit ihnen war ein Fest“, schwärmt Brenda. (1)
Alle drei Babies erhalten eine einzige Impfung: „Prevenar 7“ gegen Pneumokokken. (2)
Unmittelbar nach dem vermeintlich harmlosen „Piks“ beginnt Claire gellend zu schreien – und schreit ununterbrochen weiter. Zwei Stunden später, gegen 12 Uhr, hört das Mädchen auf zu reagieren. „Als wäre sie blind und taub und völlig entwicklungsgestört“, so erinnern sich Brenda und der Vater, David, in einem gemeinsamen TV-Interview. „Sie starrte nur noch den Ventilator an der Zimmerdecke an.“
Um 14 Uhr „schaltete auch Richie innerlich komplett ab“. Kein „Mama-Papa“ mehr. Kein Cruising, „Möbelwandern“ mehr: ein entscheidender motorischer Meilenstein in der Entwicklung eines Babys, kurz bevor es die ersten völlig freien Schritte macht – sozusagen das “Bergsteigen für Anfänger” im Wohnzimmer. Nachdem es sich bereits an Gegenständen hochziehen kann, hält es sich beim “Cruising” mit beiden Händen an einem stabilen Möbelstück fest, beispielsweise am Sofa oder am Couchtisch. Sein Gewicht verlagert es von einem Bein auf das andere, macht dabei seitliche Schritte entlang des Möbels, während es sich mit den Händen “sichert”. Schlagartig hörte Richie damit auf.
Und auch mit dem sogenannten “Himbeerblasen” – englisch “blowing raspberries” – war plötzlich Schluss. Gemeint ist damit nicht etwa ein spezieller Umgang mit Obst. Vielmehr bezeichnet es liebevoll ein ganz typisches Baby-Verhalten, bei dem die Kleinen die Lippen zusammenpressen und Luft hindurchpusten, so dass ein vibrierendes, prustendes Geräusch entsteht – fast wie ein „Pupsen“. Auch dies gilt in der Pädiatrie als wichtiger Entwicklungsschritt, meist zwischen dem 4. und 7. Monat. Es zeigt, dass das Kind seine Lippen und die Atmung kontrollieren kann und Freude an sozialer Interaktion hat. Kaum geimpft, hatte Richie es verlernt.
Und Robbie? „Vor Ende des Tages sah er aus, als sei er von einem Bus angefahren worden. Er hatte einen fassungslosen Gesichtsausdruck. Wenn man ihn etwas fragte oder seinen Namen sagte, benahm er sich, als sei er taub.“
Von jenem Tag an blieben die Drillinge wie verwandelt. Was die kleinen Persönlichkeiten ausgemacht hatte, war tot. „Das Kichern und Lachen, das Lallen und Plappern hörten auf. Das Herumlaufen hörte auf. Alle Reflexe verschwanden. Sie hörten auf zu blinzeln, zu gähnen, zu husten, zu niesen. Sie reagierten nicht einmal mehr, wenn sich etwas ihren Augen näherte. Nichts konnte sie mehr aus der Ruhe bringen – auch ihr Schreckreflex war weg. Wenn hinter ihnen ein Handy oder ein Buch zu Boden fiel, reagierten sie nicht. Nie mehr beschäftigten sie sich miteinander. Nie mehr hielten sie Händchen. Sie nahmen keinen Blickkontakt mehr auf. Sie sahen einander nie mehr an. Nie mehr interessierten sie sich für irgendetwas oder irgendjemanden. Von nun an lebte jedes unserer Kinder in seiner eigenen kleinen, abgetrennten Welt.“
Fast fünf Jahre später erfuhren die Eltern von dem National Vaccine Injury Compensation Program (VICP) – einer in den 1980-er Jahren eingerichteten staatlichen Institution, bei welcher Impfopfer einen Antrag auf Entschädigung einreichen können, anstatt eine normale Schadensersatzklage anstrengen zu müssen. Die dreijährige Meldefrist war jedoch bereits verstrichen. “Auch wurde uns gesagt, dass wir niemanden verklagen können – keine Ärzte, keine Impfstoffhersteller. Schließlich hätten wir der Impfung ja zugestimmt.”
“Wir sind der lebende Beweis dafür, dass sie alle lügen”
Was, um Himmels willen, war den Drillingen widerfahren? Von Anfang an bestritten Schulmediziner jeglichen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung.
Stattdessen mussten sich die Eltern über “genetische Faktoren” belehren lassen: Bei Drillingen sei die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass alle drei gewisse neurologische Veranlagungen teilen. Wie Studien angeblich zeigen, beginnen strukturelle Veränderungen im Gehirn, die mit Autismus einhergehen, oft schon vor der Geburt. Im Ernst? Ein von den Eltern konsultierter Genetiker stellte klar, am Erbgut könne es bestimmt nicht liegen: Es sei schlicht unmöglich, dass drei Geschwister am selben Tag genetisch gesteuert plötzlich an Autismus erkranken und sämtliche Fähigkeiten verlieren. “So funktioniert die Genetik nicht.”
Andere Schulmediziner taten die Katastrophe als bedauerlichen “Zufall” ab. Autismus-Symptome, so erklärten sie, zeigen sich oft im Alter bis zu 24 Monaten – genau in dem Zeitraum, in dem viele Routine-Impfungen stattfinden. Aber zeitliche Nähe allein beweise keine Kausalität.
Auch diese Auskunft klingt für die McDowells nach einer lächerlichen Ausrede. Wäre purer Zufall im Spiel, so müssten im Monat vor Impfterminen bei ebensovielen Kindern Autismus-Symptome einsetzen wie im ersten Monat danach. Ob dem so ist, wäre anhand von Krankenakten und Elternbefragungen unschwer feststellbar; doch keine einzige Studie befasste sich bisher damit. Warum wohl? Jeder Wissenschaftler, der dieses heiße Eisen anzufassen wagt, müsste sich Sorgen um seine weitere Karriere machen. Im Internet wimmelt es von Berichten über Kinder, die unmittelbar nach Impfterminen plötzlich autistische Verhaltensweisen entwickelten; hingegen sucht man vergeblich nach Fällen, in denen solche massiven Veränderungen kurz zuvor einsetzten. (Machen Sie die Probe aufs Exempel, indem Sie eine KI wie ChatGPT, Gemini oder Claude danach fahnden lassen.)
Impfbefürworter tun Fälle wie die McDowell-Drillinge als minderwertige, bloß “anekdotische” Evidenz ab. Hingegen gelte in der medizinischen Fachwelt längst ein auf hochwertige kontrollierte Studien gestützter Konsens, dass zwischen Impfungen und Autismus kein ursächlicher Zusammenhang besteht. Bei näherem Hinsehen zeigt sich indes: Besagte Studien sind durchweg von minderer Qualität, der angebliche “Konsens” ist ein widerlegtes, wissenschaftsfernes Gerücht; 18 starke Argumente sprechen vielmehr für die befürchtete Kausalität. Sechs neuere aufwändige, nicht industriefinanzierte Studien, erschienen zwischen 2017 und 2022, kommen unabhängig voneinander zu ein und demselben Ergebnis: Sogenannte „Schutzimpfungen“ schützen die Gesundheit von Kindern mitnichten.
Brenda und David McDowell lassen sich jedenfalls längst nicht mehr beirren: “Wir sind der lebende Beweis dafür, dass sie alle lügen!” Um andere Eltern zu warnen, welch monströse Risiken ihnen impfende Kinderärzte verschweigen, machen sie bei jeder Gelegenheit ihre Familiengeschichte öffentlich – unter anderem in dem erschütternden Dokumentarfilm Vaxxed II: The People s Truth (2019) (3), einem viertelstündigen Interview mit dem VaxXed Stories Channel (2016) sowie im TV-Kanal der von Robert F. Kennedy Jr. gegründeten Gesundheitsschutzorganisation Children´s Health Defense (2023).
Mittlerweile haben die Eltern Hunderttausende von Dollar ausgegeben, damit ihre Kinder wieder gesund werden – vergeblich. Therapieerfolge hielten sich in engen Grenzen. “Die einzige Person, die wir zurückbekommen haben, ist Robbie”: Zumindest dieses Kind ist nicht mehr inkontinent und hat genügend Fortschritte gemacht, um sich in eine Schulklasse integrieren zu lassen. Allerdings leidet es an einer schweren Zwangsstörung.
Richie hingegen ist noch immer nicht ganz trocken, hat starke Schmerzen und knirscht unentwegt mit den Zähnen. Höchstens zwei Wörter kann er sagen.
Und das Mädchen? “Claire ist noch immer völlig nonverbal.” Weiterhin muss sie ständig Windeln tragen.
Lichtblick “Son-Rise”
Als besonders hilfreich empfinden die Eltern die Son-Rise-Therapie. Betroffene Eltern, Barry und Samahria Kaufman, entwickelten dieses Programm in den 1970er Jahren, nachdem bei ihrem Sohn Raun schwerer Autismus diagnostiziert worden war. Anstatt den Jungen zu drängen, sich der Realität anzupassen, beschlossen sie, „in seine Welt einzutauchen“. Im Gegensatz zu herkömmlichen Therapien wie der Applied Behavior Analysis (ABA) ist die Kernphilosophie dieses Ansatzes das „Joining“, Mitmachen. Stereotypien werden keineswegs unterbunden: Wenn ein Kind stundenlang Steine sortiert, mit den Händen flattert (Stimming) oder Geräusche wiederholt, wird es nicht korrigiert. Stattdessen machen die Therapeuten oder Eltern mit. Ziel ist es, dadurch eine Brücke zum Kind zu bauen. Der Son-Rise-Theorie zufolge fühlt sich das Kind sicher und verstanden, wenn man seine Welt akzeptiert, woraufhin es sich freiwillig für die Außenwelt öffnet. Um Ablenkungen zu minimieren, findet die Son-Rise-Therapie oft in einem reizarmen Raum („Playroom“) statt.
Die Kaufmans behaupten, ihr Sohn sei durch die Methode vollständig von Autismus „geheilt“ worden. So viel haben die McDowells bislang allerdings nicht annähernd erreicht.
Herzlich wenig anfangen können Brenda und David McDowell mit dem woken Trend, Autismus nicht länger als Krankheit zu betrachten, sondern als soziokulturell bereichernden Beitrag zur “Neurodiversität” zu verharmlosen. Wie “bereichert” muss man sich wohl Tag für Tag mit inzwischen 20-jährigen Kindern fühlen, die noch immer nicht trocken sind? “Um zwei, drei oder vier Uhr morgens macht Claire ihre Windel voll. Nun, man kann sich vorstellen, wie unangenehm das ist, also ziehen wir sie ziemlich schnell aus, und schon ist alles voll, es ist überall auf dem Bett verteilt, es ist überall auf mir, es ist überall auf ihr. Entnervt schimpfen wir beide mit dem Kind - dabei ist es doch der einzige Unschuldige in dieser Situation.”
Enormer Nutzen bei vernachlässigbarem Risiko?
Selbst ein Zahnarztbesuch kann tödlich enden: wegen Komplikationen durch die Narkose; aufgrund einer allergischen Reaktion auf das Betäubungsmittel, auf verabreichte Antibiotika, auf das Latex der Handschuhe; wegen eines stressbedingten Herzinfarkts oder Schlaganfalls; wegen einer Endokarditis, einer Entzündung des Herzens, ausgelöst durch Bakterien, die aus dem Mund in die Blutbahn gelangen; oder weil der Patient ein kleines Instrument, eine Krone, einen Zahnrest einatmet, was die Atemwege blockiert. Aber würden wir deshalb darauf verzichten, zum Zahnarzt zu gehen? Wir tun es trotzdem, weil das Risiko von tragischen Zwischenfällen extrem gering ist. Für gesunde Patienten liegt es bei 1 zu 1.000.000, womit es ungefähr so wahrscheinlich eintritt, wie im Laufe eines Jahres von einem Blitz getroffen zu werden.
Ist nicht ebenso unwahrscheinlich, was den McDowell-Drillingen widerfuhr? Zu schweren Nebenwirkungen nach Pneumokokken‑Impfungen kommt es sehr selten; für Prevenar‑Impfstoffe liegen die Raten schwerer Ereignisse angeblich im Bereich von wenigen Fällen pro 1.000.000 Dosen. Speziell für “Prevenar 7”, das in die Drillinge hineingespritzt wurde, weist das 1990 eingerichtete US-Frühwarnsystem zur Überwachung der Impfstoffsicherheit VAERS (Vaccine Adverse Event Reporting System) eine Rate von 13,2 Berichten pro 100.000 Dosen aus; der Anteil “schwerer” Nebenwirkungen lag hierbei unter 15 %, einschließlich 117 Todesfälle im Laufe von zwei Jahren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass VAERS gemeldete Verdachtsfälle sammelt, nicht schon überprüfte und bestätigte.
Demnach ist das Risiko, dass einem Kind das Schicksal von Claire, Richie und Robbie ereilt, äußerst gering.
Ist es klein genug, um ihm guten Gewissens das eigene Baby auszusetzen?
“Selbstverständlich!”, bekommen Eltern von beinahe jedem Kinderarzt zu hören. Schließlich sind Pneumokokken imstande, Entzündungen des Mittelohrs, der Bindehaut und der Nasennebenhöhlen auszulösen. Eine Infektion kann aber noch üblere Folgen haben: dann nämlich, wenn die Bakterien “invasiv” werden, ihre angestammte Heimat – die Schleimhäute des Nasenrachenraums – verlassen und in Bereiche des Körpers vordringen, die normalerweise steril, keimfrei sind: in die Lymphbahnen und den Blutkreislauf, in dem sie jedes Organ erreichen können. Schlimmstenfalls führen sie zu einer schweren Lungenentzündung, beschwören eine Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) herauf, mit bleibenden neurologischen Schäden, oder gar eine potenziell tödliche Sepsis (Blutvergiftung). Begünstigt durch Aids, Unterernährung, mangelnde Hygiene und Behandlungsfehler, sterben weltweit jedes Jahr drei Millionen Kinder an “invasiven” Pneumokokken-Infektionen. Eine daraus entstehende Meningitis ist die zweithäufigste bakterielle Hirnhautentzündung.
Wie häufig? Seit 2023 werden in Deutschland pro Jahr zwischen 110 und 170 solcher Fälle registriert. (Während der Coronajahre 2020 bis 2022 sanken diese Zahlen, bedingt durch Kontaktbeschränkungen, vorübergehend auf rund 40 bis 90.) Seit der Jahrtausendwende kam es hierzulande bei unter 16-Jährigen zu schätzungsweise 3500 bis 4500 Fällen von Pneumokokken-Meningitis. 5 bis 10 % sterben daran - 250 bis 400 Kinder waren es seit dem Jahr 2000 -, 15 bis 20 % der Überlebenden leiden unter schweren Langzeitfolgen wie Hörverlust, verzögerte geistige Entwicklung, motorische Störungen und Epilepsie. (4)
Was Ärzte zu verschweigen pflegen: Schwere Verläufe betreffen durchweg immunschwache Kinder, niemals gesunde, und übrigens auch geimpfte – nicht anders als bei Masern.
Derart verängstigt – und eingeschüchtert von ärztlicher Autorität –, trauen sich die meisten Eltern leider nicht mehr, weitere Fragen zu stellen, und verzichten aufs Recherchieren. Der Doktor wird´s schon wissen. Und so entgehen ihnen Informationen, die sie bei der Impfentscheidung unbedingt berücksichtigen sollten.
Ein gesundes Immunsystem schützt besser
Als Grundpfeiler der modernen Medizinethik gilt das Prinzip der informierten Zustimmung. Demnach stellt jeder ärztliche Eingriff, von der einfachen Blutabnahme bis zur Operation oder Impfung, grundsätzlich eine rechtswidrige Körperverletzung dar, sofern der Behandelte - oder bei einem Minderjährigen sein gesetzlicher Vertreter - nicht wirksam eingewilligt hat. Dazu muss sie aufgrund umfassender Aufklärung erfolgt sein. Worin diese besteht, regelt § 630e des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB): Der Behandelnde ist verpflichtet, dem Patienten sämtliche für die Einwilligung wesentlichen Umstände zu erläutern. Dazu gehören Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken des Eingriffs sowie Erläuterungen, ob er notwendig, dringlich und alternativlos ist.
Worüber müsste ein Arzt Eltern infolgedessen vorab in Kenntnis setzen, ehe er ihr Kind gegen Pneumokokken impft?
Vom Pneumokokken-Bakterium, Streptococcus pneumoniae, gibt es rund 100 verschiedene Typen, die sich voneinander durch bestimmte Merkmale ihrer aus Polysacchariden (Mehrfachzuckern) bestehenden Kapsel unterscheiden. So gut wie alle sind unproblematischer Bestandteil des menschlichen Mikrobioms, völlig symptomlos können sie die oberen Atemwege, den Nasen-Rachen-Raum besiedeln. 60 % aller Kinder und 5 bis 10 % der Erwachsenen tragen mindestens einen Typen in der Nase, ohne krank zu werden. Die Anwesenheit dieser Mikroorganismen bringt viel fachen Nutzen mit sich. Das Mikrobiom funktioniert wie ein dicht besetzter Rasen: Wo schon ein friedlicher Bewohner sitzt, kann sich kein Unkraut breitmachen. Wenn harmlose Stämme von Pneumokokken den Nasenrachenraum besiedeln, konkurrieren sie mit anderen Bakterien um Platz und Nährstoffe. Dies verhindert oft, dass sich weitaus aggressivere Erreger - wie z. B. bestimmte Stämme von Staphylococcus aureus - massenhaft vermehren können. Zudem produzieren Pneumokokken biochemische Präzisionswaffen, sogenannte Bakteriozine: kleine Eiweißmoleküle, die das Wachstum anderer Bakterienstämme hemmen oder diese direkt abtöten. Zusätzlich scheiden Pneumokokken Wasserstoffperoxid (H2O2) aus, was für viele andere Bakterienarten giftig ist; so halten sie sich lästige Konkurrenten vom Leib, stabilisieren ihre eigene Nische – und tragen auch auf diese Weise dazu bei, die Billionen von Untermietern, die auf und in unserem Körper leben, im Gleichgewicht zu halten. Ihre ständige Präsenz auf den Schleimhäuten “trainiert” obendrein das Immunsystem.
Eine finnische Studie, die 450 ungeimpfte Kinder von der Geburt bis zum 13. Lebensjahr untersuchte, gibt Aufschlüsse darüber, wie mühelos das Immunsystem mit diesen Bakterien für gewöhnlich klarzukommen lernt, während es “erwachsen” wird. Wie erkennt es sie, wie bekämpft es sie notfalls?
Neugeborene genießen noch “Nestschutz”, dank der Antikörper ihrer Mutter. Das große Immuntraining findet zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr statt: Während die Kleinen in Kitas und Kindergärten ständig mit anderen Kindern in Kontakt kommen, steigen ihre Antikörper-Spiegel massiv an. Jedes Mal, wenn ein Kind eines dieser Bakterien in der Nase hat - auch ohne krank zu werden -, macht sein Immunsystem sozusagen ein „Foto“ vom Erreger und baut Abwehrstoffe auf. Im Alter von 13 Jahren haben fast alle Kinder hohe Mengen an Antikörpern gegen die meisten Bakterienvarianten gebildet. Ihr Immunsystem hat eine riesige „Bibliothek“ an Fahndungsplakaten angelegt. Somit kann es sich sofort wehren, bevor eine schwere Krankheit entsteht. Ein gesundes, gestilltes Kind verfügt über eine robuste körpereigene Abwehr, die mit Pneumokokken im allgemeinen ohne weiteres klarkommt. Das Risiko einer invasiven Erkrankung geht dann eher gegen Null. Während die Impfpolitik Angst mit extrem seltenen Komplikationen wie einer Meningitis schürt, handelt es sich bei den allermeisten Infektionen um harmlose Entzündungen, die das Immunsystem langfristig stärken würden.
Das Besondere: Während herkömmliche Impfungen oft nur gegen die „Zuckerkapsel“ - die Außenhülle - bestimmter Serotypen gerichtet sind, lernt das Immunsystem beim natürlichen Trainingsprozess, die Proteine im Inneren der Bakterien zu erkennen. Da sich diese Proteine bei fast allen Serotypen gleichen, entwickelt das Kind im Laufe der Zeit einen Schutz, der viel umfassender und robuster ist als das, was eine klassische Impfung allein leisten könnte.
Und falls dieser Schutz versagt? Am ehesten gefährdet sind Kinder vor dem dritten Lebensjahr, solange ihr Immunsystem noch unreif ist. Falls ein Pneumokokken-Infekt dann ausufert, besteht indes kein Grund zur Panik. Denn diese Bakterien sprechen auf Penicillin & Co. sehr empfindlich an – es sei denn, verschreibungswütige Ärzte haben zuvor für Resistenzen gesorgt, indem sie bei harmlosen Virus-Infekten Antibiotika verordneten.
Schützen denn Impfungen zuverlässig, lässt sich mit ihnen jedes Risiko ausschließen? In der Zulassungsstudie für „Prevenar 7“ erhielten 37.868 Säuglinge aus Nordkalifornien im Alter von 2, 4, 6, 12 und 15 Monaten Impfungen – die eine Hälfte „Prevenar“, die andere Hälfte zum Vergleich einen Meningokokken-Impfstoff. In der Kontrollgruppe erkrankten 49 Kinder an einer invasiven Pneumokokken-Infektion, in der „Prevenar“-Gruppe hingegen bloß 3 – eine relative Abnahme um 93,9 %. Das macht Eindruck, solange man nicht berücksichtigt, um wieviel denn das absolute Erkrankungsrisiko sank: um gerade mal 0,24 %. In der Kontrollgruppe lag die Inzidenz bei ungefähr 0,002584 oder 0,26 % (49/18.962), in der „Prevenar“-Gruppe bei etwa 0,000158 (3/18.906). Das ist nicht gerade ein imposanter Zugewinn an Sicherheit. Und selbst dieses Mini-Plus schrumpfte bei Folgestudien zu „Prevenar“ ins eher Submikroskopische: bei kanadischen Babies ebenso wie bei australischen.
Impfstoffe zielen im übrigen bloß auf einen kleinen Teil der enormen Pneumokokken-Vielfalt, der als besonders gefährlich gilt. Wie schon der Name verrät, ist „Prevenar 7“, das in die McDowell-Drillinge gespritzt wurde, „7-valent“, d.h. er deckt 7 Typen ab, Konkurrenzprodukte bis zu 23. Aber nicht einmal gegen diesen kleinen Ausschnitt des ganzen Pneumokokken-Spektrums immunisieren sie zuverlässig. Aus der pädiatrischen Intensivabteilung der Uniklinik Lausanne berichten fünf Ärzte (5): „In letzter Zeit sahen wir uns extrewm schweren invasiven Pneumokokken-Erkrankungen gegenüber.“ Dazu zählt der Fall eines zweijährigen Mädchens, das eine durch Blutvergiftung komplizierte Lungenentzündung nur knapp überlebte. Bei einem 7 Monate alten Baby traten eine Hirnhautentzündung und therapieresistente Krämpfe auf – er blieb dauerhaft gelähmt. Bei einem 9 Monate alten Säugling mit Meningitis und septischem Schock kam es zu einem Multiorganversagen, weswegen er an drei Gliedmaßen operiert werden musste. „Diese drei Kinder“, so betonen die Schweizer Ärzte, „waren alle geimpft und hatte mindestens zwei Dosen Prevenar(-13) erhalten.“ Vor ihrer Krise sei jedes der drei Kinder völlig gesund, ohne Immunschwäche. Zwei waren an Pneumokokken-Typen erkrankt, die nicht im Vakzin enthalten waren. Beim dritte Kind hatte der Serotyp 3 zugeschlagen – eben jener, vor dem die Impfung es hätte schützen sollen.
Doch selbst wenn es einem Pneumokokken-Impfstoff gelänge, zumindest jene speziellen Bakterientypen, auf die er abzielt, vollständig zu verdrängen, besiedeln umgehend andere, potenziell aggressivere Typen den freien Platz im Nasen-Rachen-Raum – allen voran Typ 3, der häufig schwere Lungenentzündungen auslöst, und Typ 19A, der zu besonders ausgeprägter Antibiotikaresistenz neigt. (6) Skeptiker fragen: Was nützt es, Typ X zu verhindern, wenn das Kind stattdessen an Typ Y erkrankt, der nicht im Impfstoff ist? Eine spanische Studie, die rund 120.000 Kinder unter fünf Jahren erfasste, stellte fest: Im Laufe von 13 Jahren gingen invasive Pneumokokken-Erkrankungen bei Geimpften um 76 % zurück, bei Ungeimpften sogar um 78 %. Bei Geimpften, die es trotz “Piks” erwischte, kamen Pneumokokken-Typen, die der Impfstoff nicht enthielt, drei Mal häufiger vor.
Ebenso bedenken sollten Eltern ein weiteres enormes Risiko: Womöglich veranlassen Pneumokokken-Vakzine das Immunsystem ihres Kindes dazu, vorsorglich sämtliche im Impfstoff enthaltenen Typen zu attackieren – zu einem Zeitpunkt, wo diese Typen noch keinerlei Schaden anrichten, sondern friedlich in der gewöhnlichen Bakterienflora nisten. Derart ins Mikrobiom einzugreifen, kann Nebenwirkungen mit sich bringen, die kaum ein impfender Kinderarzt mitbedenkt und anspricht. Könnte die körpereigene Abwehr, derart “scharfgemacht”, auf Autoimmunreaktionen umschalten? Wie Kinderärzte vereinzelt beobachteten, lösten Pneumokokken-Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern. So entwickelte ein 14 Monate altes Mädchen innerhalb eines Tages die Kawasaki-Krankheit, bei der sich die Blutgefäße im gesamten Körper entzünden, mit dem Risiko, dass sich in den Herzkranzgefäßen ein Aneurysma ausbeult, das zu einem Infarkt führen kann. (Allerdings wurde das Mädchen gleichzeitig gegen MR und Varizellen geimpft.) Bei VAERS wurden in den ersten zwei Jahren nach Zulassung von “Prevenar 7” bei Kindern 14 Fälle von Immun-Thrombozytopenie gemeldet; dabei hält das Immunsystem die eigenen Blutplättchen für gefährliche Eindringlinge.
Gibt es Umstände, unter denen Eltern trotzdem eher auf Spritzen vertrauen sollten als aufs Immunsystem ihres Sprösslings?
Impfbefürworter erklären: Das höchste Risiko tragen Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren. Ihr „unreifes“ Immunsystem sei noch nicht in der Lage, die spezielle Zuckerkapsel der Pneumokokken effektiv zu erkennen. Da die Bakterien sich unter dieser Kapsel „verstecken“, kann der Körper keine gezielte Abwehr einleiten, bevor sich die Erreger im Blut ausbreiten. Diese Sicherheitslücke gelte es per Impfung zu schließen. Impfskeptiker halten dagegen: Das Immunsystem eines Säuglings ist nicht „schwach“, sondern auf Toleranz programmiert. Ein massives „Anstupsen“ des Immunsystems durch eine Impfung in dieser sensiblen Phase kann die natürliche Entwicklung stören. Langfristig erhöht es das Risiko für Allergien oder Autoimmunerkrankungen.
Geringer Nutzen bei erheblichen Risiken
Weil das Immunsystem unter 2 Jahren die Zuckerkapsel des Bakteriums allein nicht erkennt, müssen Impfstoffhersteller „tricksen“. Die Zucker werden an ein Eiweiß gekoppelt und oft mit Aluminiumsalzen als Wirkverstärker versetzt. „Prevenar 7“ war der erste derartige Konjugat-Impfstoff. Skeptiker äußern große Sorgen über die Langzeitfolgen von Aluminium im Körper eines Säuglings, insbesondere im Hinblick auf die neurologische Entwicklung. 0,5 Milligramm Aluminiumphosphat enthielt eine Standarddosis von Prevenar 7; das entspricht einer Menge von 0,125 mg reinem Aluminium pro Injektion.
Das sei doch vernachlässigbar wenig, geben Pro-Vaxxer zu bedenken: Schließlich nehme ein Säugling in den ersten sechs Monaten über die Muttermilch insgesamt etwa 7 mg Aluminium auf, bei Säuglingsnahrung auf Kuhmilchbasis 38 mg, bei Sojanahrung sogar bis zu 117 mg.
Von solchen Zahlenspielereien sollten sich Eltern nicht für dumm verkaufen lassen. Aluminium ist ein hochgradiges Nervengift, für das die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine tolerable wöchentliche Aufnahme aus Nahrungsmitteln von 1 mg pro Kilo Körpergewicht festgelegt hat. Über die Nahrung aufgenommenes Aluminium resorbiert der Körper nur zu 0,1 bis 1 % (7), während er injiziertes Aluminium aus Impfstoffen vollständig aufnimmt; es wird nicht langsam freigesetzt, sondern gelangt sofort in großen Mengen in den Organismus, was es schwerer macht, es zu verstoffwechseln und auszuscheiden. Demnach müsste der Grenzwert bei Impfungen 0,001 mg betragen; der tatsächliche Aluminiumgehalt in „Prevenar7“ liegt um ein Vielfaches darüber. Hinzu kommen alle übrigen Vakzine: Falls ein Kind den vollständigen Impfplan durchläuft, nimmt es schon im ersten Lebensjahr 3,5 bis 4,5 mg Aluminium auf. (8) Es macht die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger, überwindet sie selber und bleibt über Jahre im Gehirn. Dass es Autoimmunerkrankungen auslösen kann, musste inzwischen auch die Schulmedizin anerkennen; seit 2011 nennt sie dieses Krankheitsbild ASIA (autoimmune/inflammatory syndrome induced by adjuvants). Wie viel Aluminium ausreicht, um es auszulösen, ist individuell verschieden, je nach genetischer Anfälligkeit; schlimmstenfalls genügt eine einzige Impfung dafür. (9)
Allein schon der Umstand, dass solche bedenklichen Zusätze überhaupt nötig sind, sollte Eltern zu denken geben. Ohne künstliche „Wirkverstärker“ würde das verimpfte Material der Bakteerienkapsel nämlich nicht ausreichen, um das kindliche Immunsystem dazu zu veranlassen, ausreichend Antikörper zu veranlassen. Spricht daraus nicht eher die biologische Weisheit unseres Abwehrsystems als seine Mangelhaftigkeit? Offenbar stuft es die Bedrohung als zu gering ein, um Alarm zu schlagen.
Übersteigt der potenzielle Schaden durch bedenkliche Inhaltsstoffe womöglich die Gefahr, die von der eigentlichen Krankheit ausgeht?
Hinzu kommt ein weiteres unterschätztes Risiko, das im McDowell-Fall womöglich den Ausschlag gab: Verunreinigungen. Sieben Jahre nach den fatalen „Vorsorge“-Spritzen fand ein mit den Eltern befreundeter Arzt heraus, dass die betreffende Impfstoffcharge kontaminiert war. „Einige Wochen später rief der Hersteller sie wegen Sterilisationsproblemen zurück“, so berichten Brenda und David, „da sie bereits einen Zweijährigen getötet hatte, aber das wurde vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.“ (10)
Wie häufig bringt eine Pneumokokken-Impfung unerwünschte Nebenwirkungen mit sich, vor allem besonders schwere? Weil Eltern sie ihrem Kind bequemerweise meistens zeitgleich mit der 6-fach-Impfung verabreichen lassen – obwohl sie auf einer Einzelimpfung an einem separaten Termin bestehen könnten -, lässt sich dies schwer abschätzen. Zwischen 2001 und 2014 erfasste das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), quasi Deutschlands „TÜV“ für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, insgesamt 351 Todesfälle nach Impfungen, davon entfielen 48 auf Prevenar. Das sieht nach wenig aus, solange die Dunkelziffer unberücksichtigt bleibt: Die Melderate für Impfkomplikationen liegt, mehreren Studien zufolge, bei 1 bis 10 % der tatsächlich vorkommenden Fälle, nach manchen Schätzungen sogar nur im Promillebereich. Denn die Meldebögen auszufüllen, ist zeitaufwändig und wird nicht vergütet. Weil Ärzten im Studium und ihrer Fortbildung das Mantra eingetrichtert wird, Impfen sei selbstverständlich „wirksam und sicher“, rechnen sie ohnehin eher mit Zufall als Kausalität, wenn dem „Piks“ üble Symptome folgen.
Durch Pneumokkken in der Tat gefährdet sind Kinder, deren Körper schon wegen einer anderen Baustelle gefordert oder geschwächt ist: aufgrund einer chronischen Grunderkrankung wie z.B. einem angeborener Herzfehler, schwerem Asthma oder Mukoviszidose; bei Stoffwechselerkrankungen wie einem schlecht eingestellten Diabetes mellitus; bei Nierenerkrankungen wie dem nephrotischen Syndrom; bei Immundefekten; bei anatomischen Besonderheiten, etwa einer Asplenie, bei welcher die Milz fehlt: Dieses Organ ist die wichtigste „Filterstation“ für Pneumokokken im Blut. Kinder ohne Milz oder mit Sichelzellenanämie – bei der die Milz oft funktionsunfähig ist – sind erheblich gefährdet.
Deshalb tut Differenzierung not: Impfen allenfalls für Risikogruppen, aber nicht für offenkundig Gesunde wie Claire, Richie und Robbie.
Deren Kinderarzt sah das auch nach dem verhängnisvollen 25. Juni 2007 weiterhin anders: Als die Eltern ihm klarmachten, dass sie auf weitere Impftermine verzichten, ernteten sie nicht etwa Verständnis, sondern die schroffe Mitteilung: Künftig sollen sie sich in der Praxis nicht mehr blicken lassen.
Ungeimpfte Kinder sind im allgemeinen gesünder
“Anti-Vaxxern” liefert die McDowell-Tragödie willkommene Munition, um Impfskepsis zu befeuern – zu pauschal. Schließlich sind weltweit Hunderte von Impfstoffen auf dem Markt, mit unterschiedlichen Wirkprinzipien, Zusammensetzungen, Nebenwirkungsprofilen und Erprobungszeiträumen. Wer Nutzen und Risiken vernünftig gegeneinander abwägen will, statt sich voreilig auf ein “Pro” oder “Contra” festzulegen, muss solche Aspekte differenziert bewerten und im einzelnen berücksichtigen, ebenso wie Unterschiede hinsichtlich Ansteckungsrisiko, Verbreitung und Gefährlichkeit der Krankheiten, vor denen Vakzine schützen sollen.
Eines allerdings macht der Forschungsstand, soweit er nicht bloß aus industriefinanzierten Auftragsarbeiten besteht, zu einer wohlbegründeten Verallgemeinerung: Ungeimpfte Kinder sind in der Regel gesünder. (Siehe KLARTEXT “Macht Impfen gesünder?”.) Mit fadenscheinigen Ausflüchten weigern sich Behörden seit eh und je, ihre Impfempfehlungen wissenschaftlich sauber zu begründen. Doch inzwischen belegen hunderte Studien: Geimpfte tragen ein weitaus höheres Risiko für vielerlei chronische Krankheiten. Es wächst, je häufiger, je früher „gepikst“ wird.
Eltern sollte klar sein, was sie ihrem Kind womöglich antun, wenn sie diese Tatsache ignorieren. Nicht nur die Familie McDowell kam dieses Versäumnis teuer zu stehen. Wie bedenkenlos drauflosimpfenden Ärzten, so mangelte es auch ihnen offenkundig an Respekt vor den hochkomplexen, in jahrmillionenlanger Evolution eingespielten, verblüffend wirkungsvollen Abläufen der Selbstheilung. Jeder Eingriff von außen stört und gefährdet das sensible Gleichgewicht innerhalb dieses unfassbar filigranen Systems. Kein Arzt, der sich damit auskennt, wird weiterhin offizielle Impfkalender kritiklos abarbeiten – es sei denn, finanzielle Anreize bedeuten ihm mehr als das Wohlergehen von Rat- und Hilfesuchenden.
Anmerkungen
(1) Zit. nach Vaxxed II: The People s Truth (2019), Transkript bei https://kellythekitchenkop.com/vaccine-injured-michigan-triplets/
(2) In den USA: „Prevnar“. Prevnar 7 (PCV7) wurde von der FDA, der US-amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittelsicherheit, Anfang 2000 zugelassen. Bis 2010 war es der übliche Pneumokokken-Impfstoff für Säuglinge und Kleinkinder in den Vereinigten Staaten. Er richtete sich gegen sieben Serotypen des Bakteriums Streptococcus pneumoniae (4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F und 23F). Hersteller war Wyeth, den der weltgrößte Pharmagigant Pfizer im Jahr 2009 schluckte, zum Preis von 68 Milliarden Dollar.
(3) Die englischsprachige Originalversion ist kostenlos abzurufen bei CHD.TV, eine deutschsprachige bei AppleTV, auf DVD hier zu bestellen: https://www.kopp-verlag.de/a/vaxxed-2-das-ende-des-schweigens-6
(4) Quellen und weiterführende Links: RKI Epidemiologisches Bulletin 33/2025: Aktuelle Fallzahlen und Inzidenzen 2023/2024; RKI Ratgeber Pneumokokken: Klinische Aspekte und Meldepflicht; SurvStat@RKI 2.0: Datenbank für meldepflichtige Krankheiten, https://survstat.rki.de/; Thieme / Kinder- und Jugendmedizin: Studie zu Langzeitfolgen und Serotypen-Verschiebung; ESPED Berichte: Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen.
(5) E. Coux, C.-A. Siegrist, K. Posfay-Barbe: „Invasive Pneumokokken-Erkrankungen: Auswirkungen der konjugierten Impfstoffe und Entwicklung der Serotypen (Maladies pneumococciques invasives: impact des vaccins conjugués et évolution des sérotypes)“, Paediatrica, Vol. 27, Nr. 4, 2016, S. 11–13.
(6) Näheres bei Bert Ehgartner: Was Sie schon immer über das Impfen wissen wollten (2023), S. 332 ff. Erhältlich bei Ihrem örtlichen Buchhändler – er ist auf Ihre Bestellung dringender angewiesen als Jeff Bezos.
(7) Paolo Zatta/Allen C. Alfrey: Aluminium Toxicity in Infants´ Health and Disease (1997), S. 58.
(8) https://www.chop.edu/vaccine-education-center/vaccine-safety/vaccine-ingredients/aluminum, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22001122/
(9) Näheres zum Thema „Aluminium“ in Bert Ehgartner: Dirty Little Secret – Die Akte Aluminium, 2. Aul. 2013. Zu bestellen bei Ihrem örtlichen Buchhändler – er ist auf Sie als Kunde eher angewiesen als Jeff Bezos.
(10) Bei Internetrecherchen konnte ich diese Darstellung allerdings nicht verifizieren. Vielmehr scheinen mehrere verschiedene Vorgänge miteinander vermischt worden zu sein. Tatsächlich taucht in einer offiziellen Liste japanischer Behörden der Fall zweijährigen Jungen auf, der am 28. Februar 2011 eine erste Dosis Prevenar erhielt, zusammen mit einem Vakzin gegen Haemophilus influenzae Typ b. Am Tag danach starb er, laut Autopsiebericht an „respiratory failure due to aspiration“. Wie sich herausstellte, war der Hib-Impfstoff mit einer „polyacrylamid-artigen Substanz plus Glasfaser“ kontaminiert. Ein separater Vorgang betraf tatsächlich Prevnar 13, aber nicht 2014, sondern zwei Jahre zuvor in den USA. Dort wurde am 10. Februar 2012 eine Charge von Prevnar 13 auf Großhandelsebene zurückgerufen, weil sie mit abgelaufenem Serotyp-3-Konjugatmaterial befüllt worden war. Laut FDA habe der Rückruf habe nur einen Großhändler betroffen, die Ware habe Ärzte noch nicht erreicht. Das passt gerade nicht zu der Behauptung, die Charge habe bereits einen Jungen getötet. In einem dritten Fall wurde in den Niederlanden 2009 eine Prevenar-Charge vorübergehend gesperrt, nachdem drei Säuglinge innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung gestorben waren.




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