• Dr. Harald Wiesendanger

Dieser Lockdown ist eine sinnlose Zumutung

Aktualisiert: Aug 28

Ab 21. März 2020 beschlossen Bund und Länder in der Corona-Krise umfangreiche Infektionsschutzmaßnahmen: Schließung von Geschäften aller Art, einschließlich Cafés und Restaurants; Mindestabstände von 1,50 Meter im öffentlichen Raum; Verbot von Aufenthalten mit mehreren Personen, die nicht zur Familie gehören; strenge Hygienevorschriften in allen Betrieben; Verbot privater Feiern; mancherorts zusätzlich Maskenpflicht und Ausgangssperre. All dies brachte: NULLKOMMANICHTS.



Und das Allerpeinlichste: Diese Nullnummer entlarven ausgerechnet Zahlen aus dem Robert-Koch-Institut – allerdings solche, die RKI-Präsident Lothar Wieler bei seinen täglichen Pressekonferenzen lieber für sich behält. Jedoch finden sie sich schwarz auf weiß in den „Wochenberichten“ und „Epidemiologischen Bulletins“ des RKI, im Internet abrufbar für jeden, der sehen will, lesen und denken kann.







Lange VOR der staatlichen Verbotsorgie waren demnach deutlich rückläufig: die Zahl der Arztbesuche wegen Atembeschwerden; die Anzahl ärztlicher Diagnosen von akuten Atemwegserkrankungen mit und ohne Fieber, dem Hauptmerkmal von Covid-19; die effektive Reproduktionsrate, d.h. die Anzahl der Menschen, die ein Infizierter ansteckt. Schon VOR Kontaktverbot und Ausgangssperre war diese Kennzahl UNTER 1 GEFALLEN – und ist seither im großen und ganzen KONSTANT geblieben.


Und das bedeutet? Bereits in der ersten Märzhälfte hatte das neuartige Coronavirus die deutsche Bevölkerung offenbar derart durchseucht, dass Herdenimmunität einzusetzen begann. Um die Krise zügig zu beenden, hätte daraufhin Dreierlei ausgereicht: der Natur weiterhin ihren Lauf lassen; auf Alte und Vorerkrankte besondere Rücksicht nehmen, wie in jedem Grippewinter – und alle Alarmisten isolieren.


Dass die Maßnahmen der Regierung gegen das Corona-Virus gewirkt haben, bezweifelt inzwischen auch ein ehemaliger Berater des Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Homburg. Die Reproduktionszahl 1, von Merkel & Co. als Erfolg des Lockdown präsentiert, war schon mehrere Tage vor den Maßnahmen des 23. März erreicht, wie auch Prof. Homburg auffiel. „Der Lockdown hat überhaupt keine Auswirkungen auf die Verbreitung des Virus.“ Im übrigen sei die Pandemie in Europa so gut wie vorbei, wie die jüngsten Todesfallstatistiken aus zwei Dutzend Ländern belegen.


Bekamen Merkel, Spahn, Söder & Co. die entlarvenden Befunde und Statistiken des RKI nie zu Gesicht? Fragten sie nie danach? Begreifen sie die Tragweite nicht? Oder setzen sie die offizielle Panikmache, die Verletzung elementarster Grundrechte, die Zerstörung der Wirtschaft wider besseres Wissen fort? Auf wessen Einflüsterungen hin? Mit welchem Kalkül? So oder so: Längst wären Rücktritte fällig.

(Harald Wiesendanger)


Zu den RKI-Wochenberichten: https://influenza.rki.de/wochenberichte.aspx

Zu den „Epidemiologischen Bulletins“ des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/AktuelleAusgaben/aktuelleAusgaben_table.html

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