• Dr. Harald Wiesendanger

Zuviel versprochen.

Hat dieser Professor „zweifelsfrei“ bewiesen, dass der Covid-19-Erreger unmöglich ein Kunstprodukt kann? Voreilig jubelten ihn Mainstream-Medien zum finalen Zerstörer der Laborhypothese hoch.



1 und 1 ist und bleibt 2, so viel steht fest. Ist genauso gewiss, dass der Covid-19-Erreger auf natür­liche Weise entstand? Das versuchen uns „Faktenchecker“ weiszu­machen: Jegliche Verschwö­rungs­theo­rien, die im neu­artigen Coronavirus ein Labor­produkt sehen, widerlegt angeblich eine neue wissen­schaftliche Studie. Ein für alle mal.


„Studie“ – das klingt nach etwas empirisch Fundiertem, nach sauber erhobenen und ausgewerteten Daten, die Fachkollegen vor Veröffentlichung bewertet und gutge­heißen haben. Genau so brachten Massenmedien sie unters Volk. Damit betrieben sie Etikettenschwindel. Womit die Autoren für Schlagzeilen sorgen durften, war nicht etwa eine wissenschaftliche Originalpublikation – es handelte sich um einen sogenannten „Letter to the Editor“, der persönliche Ansichten darlegte.


Am 17. März erschien dieses Glaubensbekenntnis im Fach­magazin Nature Medicine. (1) Ein fünfköpfiges For­scher­team aus den USA, Kanada und Großbritannien unter Leitung von Kristian Andersen, Professor für Immunologie und Mikrobiologie am Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, verkündet darin, es habe törichten Spekulationen endgültig jegliche Grundlage entziehen können: „Unsere Analysen zeigen ZWEIFELS­FREI, dass SARS-CoV-2 kein Laborprodukt und kein gezielt manipuliertes Virus ist.“ Zweifelsfrei!


Wissenschaft ist eine grundsätzlich fehlbare Angele­genheit. Niemals liefert sie finale Gewissheiten. Besten­falls bringt sie empirisch gut bestätigte Hypothesen hervor, die sich vorläufig bewähren, aber jederzeit an weiterer Erfahrung scheitern können. Allein schon die Versicherung, ein „zweifelsfreier“ Beweis sei gelungen, macht daher stutzig, sie wirkt unseriös. (2) Wie argumen­tiert die Studie?


Wie von einem Virus, das eine globale Pandemie auslösen kann, nicht anders zu erwarten, gelingt es SARS-CoV-2 hervorragend, unsereins zu infizieren. Es weist eine „hohe Affinität“ auf, wie Virologen sagen – das heißt, es „bindet stark“. Wie kriegt es das hin? Es koppelt sich an ein bestimmtes Element der Membran­oberfläche menschlicher Zellen: an einen Rezeptor na­mens ACE2, eine Abkürzung für „Angiotensin-konver­tierendes Enzym“. ACE2 kommt in unseren Bronchien und Lungen vor, aber auch in Blutgefäßen, im Herz, dem Darm und Nieren.



Zum Andocken setzt SARS-CoV-2 seine „Spikes“ ein: jene typischen nach außen ragenden Proteinstrukturen, mit denen die Hülle von Corona-Viren an eine gezackte Krone erinnert – daher ihr Name. Genauer gesagt: Darüber, ob und wie gut das Andockmanöver gelingt, entscheidet die sogenannte „Rezeptorbindende Domäne“ (RBD) dieser Spikes: So heißt der Bereich eines Proteins, der mit einem biochemisch passenden Rezeptor eine Bindung eingeht.


Diese RBD muss eine ganz bestimmte Abfolge von Aminosäuren aufweisen, außerdem eine spezifische Faltung. Die Andersen-Gruppe behauptet nun: Die Wechselwirkung zwischen dem neuartigen Coronavirus und dem menschlichen ACE2-Rezeptor sei "nicht ideal" - dies hätten Computersimulationen ergeben. Die Spike-RBD von SARS-CoV-2 weiche von derjenigen ab, die für die Rezeptorbindung am besten geeignet wäre.


Das ist harter Tobak. Das Andersen-Team behauptet also allen Ernstes: Allein durch Rechnermodelle, ohne ein einziges Experiment, habe es die "perfekte" Amino­säuresequenz der Spike-RBD für die Bindung an den ACE2-Rezeptor ermitteln können. Daraus folgert es: Würde jemand SARS-CoV genetisch optimieren, dann müsste er dazu die per Computersimulation vorher­gesagte RBD-Aminosäuresequenz verwenden. SARS-CoV-2 weiche davon jedoch ab. Somit stehe fest, dass keine Gentechnik im Spiel war: "Dies ist ein starker Beweis dafür, dass SARS-CoV-2 nicht das Produkt einer gezielten Manipulation ist.“


Kurz zusammengefasst argumentieren die Autoren also: SARS-CoV-2 wurde nicht absichtlich verändert. Denn hätte jemand dies versucht, so hätte er es anders kon­struiert – nämlich so, dass es das „ideale“ Design dafür aufweist, infektiös zu sein.


Außerdem, so Andersen, hätte jemand, der SARS-CoV-2 absichtlich erzeugen will, von vornherein das Grund­gerüst (“backbone“) eines Corona-Verwandten verwen­det, der bekanntermaßen Menschen krank macht, bei­spiels­weise von MERS. Ein solches „Rückgrat“ fehle dem neuartigen Coronavirus aber. SARS-CoV-2 ähnle vielmehr sehr stark einem Wildtier-Virus, das bislang für Menschen harmlos war: einem Fledermaus-Coronavirus namens RaTG13. Die beiden seien zu über 96 % iden­tisch über die gesamte Sequenz des viralen Genoms. Da RaTG13 natürlich ist, stammt SARS-CoV-2 höchst­wahrscheinlich ebenfalls aus der Natur; beide müssen einen gemeinsamen Vorfahren aus jüngster Zeit haben. Somit, so Andersen, „zeigen genetische Daten unwiderlegbar (irrefutably), dass SARS-CoV-2 nicht von einem zuvor verwendeten Virus-Rückgrat abgeleitet ist“. (Anmerkung: Ob es sich bei RaTG13 wirklich um ein Natur­produkt handelt, darf bezweifelt werden – dazu mehr im Artikel „Über Wuhan kreist ein Falke“, Folge 9 dieser Serie.)


Wie kann ein Forscher, ohne rot zu werden, allen Ernstes vorgeben, er sei zu „unwiderlegbaren“ Erkenntnissen ge­langt? Nicht nur Fachkollegen, auch Journalisten müsste solch apodiktisches Papsttum, der Gipfel unseriösen Gebarens und unter empirischen Wissenschaftlern ein absolutes Unding, sofort stutzig machen.


Doch kein einziges Leitmedium störte sich daran. Jedes schrieb stattdessen Andersens Schlüsse blindlings ab, um sie als „wissenschaftliche Tatsachen“ unters Volk zu bringen. (3) „Eindeutig falsch“ und „widerlegt“ seien Verschwörungstheorien nunmehr, so verbreitet Focus. (4) Auch ein Herausgeber von Forbes, einem der ein­fluss­reichsten Wirtschaftsmagazine weltweit, sah jeglichen Laborleck-Verdacht aufgrund der Andersen-Studie als irrational „entlarvt“ an und spottete: „Es ist viel ein­facher, eine Luftblase durch den Hintern entweichen zu lassen als ein Virus aus einer BSL-4-Einrichtung.“ (5) CNN höhnte: Setzte etwa ein Unfall das Virus aus einem Labor frei „wie einen Geist aus der Flasche“? (6)

Ist es nicht sonderbar, dass anscheinend keinem einzigen Andersen-Fan ein rätselhaftes Versäumnis auffiel? 30 Quel­len listet der Anhang des Studienberichts auf – eine jedoch, die entscheidendste, unterschlägt er: ausgerechnet jenen aufsehenerregenden Artikel von 2015, in dem Wuhans „Batwoman“ Shi Zhengli selbst ausführlich Gen­manipulationen an Fledermaus-Coronaviren zugibt, wie Andersen sie „zweifelsfrei“ ausschließt. (Ander­sen kennt Shis Arbeit übrigens durchaus; er zitiert einen anderen Artikel von ihr aus dem Jahre 2019, in dem sie SARS und MERS miteinander vergleicht. (7) Wie kann das sein? Dass eine Koryphäe wie Andersen Shis Publikation von 2015 nicht kennt, ist ungefähr so wahr­scheinlich wie die Wissenslücke eines Vogelkundlers, der noch nie von einer Amsel gehört hat. Also unter­schlägt Andersen diese Quellenangabe vorsätzlich. Wieso? Und musste sein Text nicht einen „Peer Review“ durchlaufen – eine eingehende Begutachtung durch ande­re Experten seines Fachgebiets -, ehe er veröffentlicht wurde? Kein einziger „Peer“ mo­nier­te die Auslassung? Gilt hier die ornithologische Sicht­schutzregel: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus?


Andersen punktet mit dem Image seines Arbeitgebers: Das „Scripps Research Institute“ beschäftigt 2400 Wissen­schaftler – darunter vier Nobelpreisträger -, Tech­ni­ker, graduierte Studenten und weiteres Personal in über 200 Laboratorien; damit ist es die bedeutendste private Forschungseinrichtung für Biomedizin in den Vereinig­ten Staaten und eine der größten der Welt. Es hält fast 1100 Patente. (8) Nicht unerwähnt bleiben sollte aber, dass zu Scripps´ größten Geldgebern die „National Institutes of Mental Health“ (NIH) und deren „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zählen – dieselbe Gesundheitsbehörde, die mit über sieben Mil­lio­nen Dollar die Gen-Basteleien des Wuhan-Instituts mitfinanziert hat. Würde SARS-CoV-2 aus dem dortigen Labor stammen, so träfe die NIH eine Mit­schuld, wenn nicht rechtlich, so zumindest moralisch. Eine „zweifels­freie“ Wider­legung dieses Verdachts kommt ihr deshalb bestimmt nicht ungelegen.


Auf Scripps´ Sponsorenliste taucht ferner die Bill & Melinda Gates-Stiftung auf, das philanthropische Spiel­zeug des reichsten Impffetischisten der Welt. Natürlich liegt ihm daran, Vakzinforschung mit genetisch veränder­ten Erregern aus der Schusslinie zu nehmen. (9)


Dieses Interesse teilt Andersens Arbeitgeber: Scripps Re­search ist gerade dabei, ein Biolabor der zweithöchsten Sicherheitsstufe BSL-3 einzurichten (10); es soll seinen über­aus einträglichen Arbeitsbereich Arzneimittel­ent­wick­­lung ergänzen – Scripps hat aktuell 25 Pharma-Neuheiten in der Pipeline, neun bereits zugelassene Medi­kamente „kommen Millionen Menschen in der ganzen Welt zugute“. (11) Wie könnten wir von der Belegschaft einer solchen Einrichtung auch nur die leiseste Andeutung eines Verdachts erwarten, ein Pan­demieauslöser sei womöglich einem Labor entsprungen? Es könnte ein Bumerang sein, der Scripps´ BSL-3-Pro­jekt zertrümmert, noch ehe die erste Wand gemauert ist. Grünes Licht für solche Wurfgeschosse sieht Andersens Arbeitsvertrag gewiss nicht vor.


Wieso fand es kein Journalist der Recherche wert, dass einer der Autoren des Nature Medicine-Artikels Robert F. Garry heißt? Dieses Multitasking-Talent zählt zu den Mitbegründern von „Zalgen Labs“, einem 2011 gegrün­de­ten Biotechnologieunternehmen, das „Strategien gegen neu auftretende Viren entwickelt", wie er im obligatori­schen Artikelanhang zu „Conflicts of Interest“ angibt. (12) Was könnte den Geschäftsinteressen von Zalgen Labs schmerzlicher zuwiderlaufen als eine drastische Ver­schär­fung der Sicherheitsauflagen für Gentechnik und Virenforschung im Labor?


Ist es nicht merkwürdig und mit journalistischer Standes­ethik unvereinbar, dass keine einzige Redaktion es für nötig hielt, abweichenden Expertenmeinungen nachzu­gehen, anstatt Andersens Schlüsse unverdaut weiter­zureichen?



Hätte sich irgendein sogenanntes „Qualitätsmedium“ darum bemüht, so wäre es früher oder später auf Dr. Michael Antoniou gestoßen: einen angesehenen Bio­chemiker und Molekulargenetiker, der am altehrwürdi­gen King´s College in London die „Gene Expression & Therapy Group“ leitet. (13) Er erhebt Einspruch: Andersens Beweisführung berücksichtigt nämlich nicht, dass man­che ausgefeilten Laborsysteme imstande sind, auf der Suche nach möglichst hochaffinen RBD-Varianten einen zusätzlichen, ganz entscheidenden Faktor zu berück­sichtigen: nämlich die komplexe Umgebung, die dem Virus ein lebender Organismus bietet, mit einer unge­heuren Vielzahl von Einflussgrößen, die auf unberechen­bare Weise zusammenspielen. Anders als im Reagenz­glas sind die Zellen, die ein Virus in unserem Organis­mus antrifft, ja nicht isoliert, sondern eingebettet in ein bestimmtes äußeres Milieu. Zu diesem trägt die extra­zelluläre Flüssigkeit bei. Dazu zählt das Blutplasma, das zu 90 % aus Wasser besteht; es enthält Proteine, Elektro­lyte, Enzyme, Fette, Aminosäuren, Gerinnungsstoffe, Abbauprodukte des Stoffwechsels und weitere Substan­zen. Hinzu kommt die Lymphe, die weitgehend die glei­chen Bestandteile wie das Blutplasma aufweist, aller­dings in anderen Mengenverhältnissen. (Sie ist ärmer an gelösten Proteinen, aber reicher an Harnstoff und Lipi­den.) Dieses äußere Zellmilieu unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, und je nach Situation und gesund­heitlicher Verfassung, in vielerlei Hinsicht: etwa was Sauer­stoffgehalt, weitere Gase wie Stickstoff und Koh­len­­dioxid, enthaltene Nährstoffe, tausenderlei Enzy­me und sonstige biochemische Stoffe betrifft. Auch muss sich ein Virus in vitro nicht damit auseinandersetzen, wie unser Immunsystem ihm begegnet: etwa mit B-Zellen (Lymphozyten), mit T-Helfer- und –Killerzellen, mit Fress­zellen (Makrophagen), mit Antikörpern, mit dem körpereigenen Botenstoff Interferon.

Wie diese Umgebung beschaffen ist, wirkt sich selbst­verständlich darauf aus, ob und wie gut das Spike-Protein den ACE2-Rezeptor menschlicher Zellen findet und an ihn bindet. Eine RBD, die mit Hilfe solcher realisti­scherer experimenteller Systeme ermittelt wird, wäre für die ACE2-Bindung genauso "ideal" oder sogar noch bes­ser als jede RBD, die ein bloßes Computermodell vorher­sagen könnte. Der entscheidende Punkt: Diese RBD würde höchstwahrscheinlich eine andere Amino­säure­sequenz aufweisen als abstrakt errechnet. Die Tat­sache, dass SARS-CoV-2 nicht die gleiche RBD-Struktur aufweist wie jene, die Andersens Computerprogramm prognostizierte, schließt also mitnichten aus, dass gen­technisch daran herumgeschraubt wurde.


Aber könnte man in Computermodelle nicht auch Umgebungsfaktoren einbeziehen? Erstens: Fakt ist, dass Andersen dies erst gar nicht versuchte, nicht einmal ansatzweise. Zweitens: Hätte er sich darum bemüht, so wäre er rasch an grundsätzliche Grenzen gestoßen. Denn „es gibt einfach zu viele Variablen, die man in die Gleichung einbeziehen müsste“, erklärt Dr. Antoniou. Es gibt keine freischwebende „optimale Bindung“, unab­hängig von den jeweils besonderen äußeren Umstän­den, die ein Virus vorfindet und mit denen er zurecht­kommen muss. "Man darf durchaus Vertrauen in Compu­ter­programme setzen, aber sie sind bloß ein Anfang. Ob richtig ist, was sie vorhersagen, muss sich anschließend durch direktes Experimentieren in einem lebenden Orga­nismus erweisen. Dies ist bei Andersens Hypothese unterlassen worden. Somit bleibt sie unbewiesen.“ Anto­niou hält es für durchaus möglich, dass SARS-CoV-2 mit Hilfe eines Modells für lebende Organismen optimiert wurde, das es infektiöser macht, als jede Computer­simulation vorhersagen könnte.


Kein Programm für Computermodelle ist besser als die Daten, mit denen Menschen es füttern. Sind die Daten unvollständig, so weiß keine Software von alleine, wie ein „ideales“ Virus unter realen Bedingungen beschaffen wäre.


GMWatch - eine private US-Initiative, die gegen das Geschäft mit genmodifizierten Organismen ankämpft - vergleicht Andersens Analyse der Ursprünge von SARS-CoV-2 mit der polizeilichen Untersuchung eines frag­würdigen Todesfalls. War es Mord oder ein natürliches Ableben? Wäre Andersen ein Kriminalbeamter, so hätte er die Leiche in Augenschein genommen, dann am Com­pu­ter das Profil eines möglichen Mörders erstellt. Anschließend hätte er den Hauptverdächtigen entlassen, weil dieser nicht in dieses Profil passt, und wäre zu dem Schluss gelangt, dass der Tod auf natürliche Weise eintrat. (14)


Im übrigen vermitteln die Autoren des Nature Medicine-Artikels den Eindruck, es gebe bloß EINE einzige Möglichkeit, am Genom herumzuwerkeln: Man nimmt ein bereits bekanntes Virus und verändert es dann so, dass es die gewünschten neuen Eigenschaften auf­weist. Einen solchen „alten Bekannten“ konnte die Andersen-Gruppe aber nicht ausfindig machen. Dagegen wendet Dr. Antoniou ein, wie auch der US-Mediziner Dr. Meryl Nass, ein Internist und Biowaffenexperte: (15) SARS-CoV-2 gentechnisch aus einem zuvor verwendeten Rückgrat eines anderen Virus zu erzeugen, ist keineswegs die einzige Möglichkeit, es im Labor zu erzeugen und infektiöser zu machen. Es gibt viele weitere Mittel und Wege, die keinerlei Spuren hinterlassen. Vor den siebziger Jahren, als sich Gentechnik immer weiter ver­breitete, „setzte man 'primitivere' Mittel ein, um Muta­tionen herbeizuführen“, so erläutert Dr. Nass. „Sie führ­ten zu biologischen Waffen, die getestet, gut beschrieben und in einigen Fällen auch eingesetzt wurden. Diese Methoden können zu Ergebnissen führen, denen die identifizierbare Signatur eines mikrobiellen Agens fehlt. Tatsächlich wäre es sogar wünschenswert, solche Agen­zien herzustellen – das erschwert den Nachweis, dass sie absichtlich in einem Labor entstanden.“


Um solche Verfahren, die keine verräterischen „Finger­abdrücke“ im genetischen Code hinterlassen, geht es im nächsten Kapitel. Wer von derartigen Methoden noch nie gehört hat, gibt die Suche nach den Verantwortlichen für die Pandemie 2020 voreilig auf – und lässt sich von Politikern, Journalisten und deren Lieblingsexperten weiter­hin ein X für ein U vormachen.

(Harald Wiesendanger)


Dieser Artikel erschien am 2. Juni 2020 bei Facebook, als Teil 7 einer Serie über die Ursprünge der Corona-Pandemie. Darin begründete ich den Verdacht: SARS-CoV-2 ist nicht natürlich entstanden, es stammt aus einem Labor. Mächtige Interessengruppen versuchen uns darüber hinwegzutäuschen.

Daraufhin schlug Facebooks Zensur zu: Angeblich verstieß die Serie gegen "Gemeinschaftsstandards". Wie von Geisterhand verschwanden einzelne Folgen aus fast allen Gruppen, deren Admins sie bereits angenommen hatten. Die Reichweite meiner Beiträge wurde um 90 % abgesenkt, selbst meine Abonnenten erreichte ich kaum noch.

Also habe ich daraus ein Buch gemacht, mit dem Titel Corona-Rätsel. Infos/Bestellung hier.


Anmerkungen

1 https://www.nature.com/articles/s41591-020-0820-9

2 https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/china-und-iran-streuen-das-coronavirus-sei-eine-biowaffe-aus-einem-militaerlabor-eine-wissenschaftliche-studie-widerlegt-diese-verschwoerungstheorie/

3 Siehe z.B. https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/coronawatch/faktencheck-corona-labor-zuechtung-100.html; https://www.welt.de/wissenschaft/article207263819/Coronavirus-aus-dem-Labor-US-Militaer-will-das-nicht-ausschliessen.html; https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5800255/Ein-Faktencheck_Kam-Coronavirus-aus-dem-Labor-Warum-das-nicht; https://www.msn.com/de-de/nachrichten/coronavirus/coronavirus-im-labor-gez%C3%BCchtet-warum-das-nicht-plausibel-ist/ar-BB12Cuj9

4 https://www.focus.de/gesundheit/news/verschwoerungstheorie-endgueltig-widerlegt-nicht-aus-dem-labor-forscher-beweisen-dass-sars-cov-2-natuerlich-entstanden-ist_id_11801624.html; https://www.focus.de/finanzen/boerse/wirtschaftsticker/virus-coronavirus-aus-dem-labor-warum-das-nicht-plausibel-ist_id_11881677.html

5 Bruce Y. Lee: „No, COVID-19 Coronavirus Was Not Bioengineered. Here’s The Research That Debunks That Idea“, https://www.forbes.com/sites/brucelee/2020/03/17/covid-19-coronavirus-did-not-come-from-a-lab-study-shows-natural-origins/#7bd72b7f3728, abgerufen am 18.5.2020.

6 Zit. nach https://www.independentsciencenews.org/health/the-long-history-of-accidental-laboratory-releases-of-potential-pandemic-pathogens/

7 „Origin and evolution of pathogenic coronaviruses“, DOI: 10.1038/s41579-018-0118-9, https://www.nature.com/articles/s41579-018-0118-9

8 https://www.scripps.edu/about/index.html#employees

9 https://en.wikipedia.org/wiki/Scripps_Research#cite_note-ReferenceA-2

10 https://www.the-scientist.com/the-marketplace/biosero-collaborates-with-scripps-research-institute-to-automate-labscreening-for-covid-19-drug-therapy-candidates-67466

11 https://www.scripps.edu/about/facts-at-a-glance/

12 https://www.zalgen.com/

13 https://www.chelseagreen.com/writer/michael-antoniou/; https://www.kcl.ac.uk/lsm/research/divisions/gmm/departments/mmg/researchgroups/antonioulab/index

14 https://www.gmwatch.org/en/news/latest-news/19403

15 https://anthraxvaccine.blogspot.com/2020/04/why-are-some-of-us-top-scientists.html; https://everipedia.org/wiki/lang_en/meryl-nass-md; https://ahrp.org/meryl-nass-m-d/


Foto Andersen im Titelbild: https://twitter.com/k_g_andersen?lang=fr

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