• Dr. Harald Wiesendanger

Zum Selbstschutz für „psychisch Gestörte“

Aktualisiert: Sept 19

Wer meint, an einer „psychischen Störung“ zu leiden, neigt dazu, sich einer Medizin auszuliefern, die ihn synthetische Chemikalien schlucken lässt – mit fraglichem Nutzen und unterschätzten Nebenwirkungen. Darauf einlassen sollten Sie sich nur, falls Ihnen Ihr Arzt vorweg die nachfolgende Unbedenklichkeitsbescheinigung unterschreibt.



Sie leiden an einer seelischen/geistigen Belastung, mit der Sie nicht alleine fertig zu werden glauben?


Falls Sie Rat und Hilfe bei einem Psychiater suchen, wird er Ihnen mit einer gefühlten Wahrscheinlichkeit von 101 Prozent eine synthetische Droge verschreiben: ein Psychopharmakon.


Dieses, so wird er Ihnen voraussichtlich versichern, sei nämlich „wirksam, sicher und gut verträglich“ – und jeder anderen Behandlungsweise überlegen.


Aber auch viele Ärzte anderer Fachrichtungen – Allgemeinmediziner, Internisten – dürften mit Ihnen genauso verfahren.


Wenn sie recht hätten, dann müsste es ihnen leicht fallen, die nachfolgende Erklärung zu unterzeichnen.


Falls Ihnen Ihr Arzt ein Psychopharmakon verordnen will: Sichern Sie sich ab. Überreichen Sie ihm einen Ausdruck des nachfolgenden Texts. (Als A4-Faltblatt können Sie ihn hier gratis bestellen.) Nehmen Sie das Medikament erst ein, nachdem er Ihnen die Bescheinigung unterschrieben ausgehändigt hat.


Warum sollten Sie darauf bestehen? Das erläutere ich in mehreren Sachbüchern: Teufelszeug (2017), Unheilkunde (2017) sowie in den Bänden 2, 3 und 10 meiner Schriftenreihe Psycholügen (2017).



Unbedenklichkeitsbescheinigung Ärztliche Erklärung zur verordneten Pharmakotherapie


Hiermit erkläre ich, der unterzeichnende Arzt, verbindlich,

dass ich das Psychopharmakon ………………………...............................................……..

mit dem Wirkstoff ……………………...............................................………………............…..

des Herstellers ………………………………...............................................…………...........…...

in folgender Dosierung ................................................................................................

zur Behandlung/Prävention/Rückfallprophylaxe folgender Erkrankung(en)


……………………………………............................................................………………………………….

heute verschrieben habe für:

Vorname, Name des Patienten …………………………………………................…………………

PLZ, Wohnort ……………………………………………………………………….............................…….

Geburtsdatum ………………………

Zum Zeitpunkt meiner Verordnung bestand/en bei diesem Patienten darüber hinaus folgende Erkrankung/en …………………………………….....................................……………..….

mit folgenden Symptomen

- körperlicher Art: ……………………………………………………...................................................……….

- psychischer Art: ……………………………………………...................................................………………..


Ich habe mich davon überzeugt, dass bei dem Patienten ansonsten gegenwärtig keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.


An der Diagnose bestehen keinerlei begründete Zweifel, auch nicht im Hinblick auf die Interessenkonflikte fast aller Sachverständigen, die das zugrundegelegte Diagnose-Handbuch zusammenstellten.


Dass der verordnete Wirkstoff sicher, wirksam und gut verträglich ist, belegen wissenschaftliche Studien, die durchgeführt wurden

- vom Hersteller selbst bzw. einem von ihm bezahlten Institut

- von einer industrieunabhängigen Einrichtung, nämlich …………………….....................………………..


Ich versichere, dass ich diese Studien sorgfältig geprüft und vorgebrachte Kritik daran mitbedacht habe.


Ich habe den Patienten darüber aufgeklärt, dass die für die Zulassung des betreffenden Medikaments durchgeführten Studien nur wenige Wochen oder Monate dauerten, so dass sie über die Folgen eines längerfristigen Einsatzes keine Aufschlüsse geben können.


Bei der Behandlung orientiere ich mich an den Leitlinien von

……………..............................………………. , ­

deren/dessen Unabhängigkeit von der pharmazeutischen Industrie außer Frage steht.

Ich versichere, dass der eingesetzte Wirkstoff die Symptomatik beseitigen, zumindest aber ­deutlich lindern wird, voraussichtlich innerhalb von …… Monaten/Jahren.


Ich versichere, dass der verabreichte Wirkstoff keine bleibenden direkten oder indirekten Schäden oder Folgeerkrankungen verursachen wird, wie beispielsweise Gehirnschwund, Akathisie (unbeherrschbarer Bewegungsdrang), Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, irreversible Störungen der Motorik (Spätdyskinesien), schwere Herz-/ Kreislauferkrankungen, chronische Müdigkeit, geistige Beeinträchtigungen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, emotionale Abstumpfung, soziales Desinteresse, Verlust der Sexualität, erhöhte Suizidneigung, Hyperaggressivität, tiefgreifende Persönlichkeitsveränderungen.


Die Einnahme des Wirkstoffs wird sein Sterberisiko nicht erhöhen.


Über die Schwierigkeiten, das verordnete Präparat wieder abzusetzen (Entzugserscheinungen, Absetzpsychose, Rebound-Effekte), habe ich den Patienten eingehend aufgeklärt.


Soweit der Patient weitere Medikamente einnimmt, sind schädliche Wechselwirkungen mit dem von mir verordneten Wirkstoff ausgeschlossen.


Ich versichere, dass die verordnete Pharmakotherapie im vorliegenden Fall die bestmögliche Behandlung darstellt. Jegliche Alternativen, wie z. B. eine Psychotherapie, sind weniger aussichtsreich, wie ich nach eingehender Prüfung, unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstands, hiermit bestätige.


Ich habe den Patienten auf psychiatrische Praxen und Kliniken hingewiesen, die bei seiner Diagnose auf den Einsatz von Psychopharmaka weitgehend bis vollständig verzichten – und damit nach eigenen Angaben gute Erfahrungen machen.


Ich habe den Patienten über wissenschaftliche Studien in Kenntnis gesetzt, denen zufolge selbst schwere psychische Störungen unbehandelt eher abklingen als unter Psychopharmaka; dass Psychopharmaka die Symptome, gegen die sie eingesetzt werden, häufig hervorrufen, verstetigen und verstärken; dass Rückfälle bei Psychopharmaka-Behandelten häufiger vor­kommen als nach einer Psychotherapie.


Ich versichere, dass ich den Patienten bzw. seine Angehörigen ausführlich über sämtliche mittlerweile bekannten Risiken und Nebenwirkungen des verordneten Präparats aufgeklärt habe. Insbesondere bin ich mit ihm die entsprechenden Warnhinweise im Beipackzettel Punkt für Punkt durchgegangen. Dabei habe ich ihn darauf hingewiesen, dass sich Art, Häufigkeit und Schwere vieler Nebenwirkungen eines Präparats oft erst Jahre und Jahrzehnte nach dessen Markteinführung zeigen.


Ich versichere, dass das von mir verschriebene Medikament nachweislich wirksamer und/oder unbedenklicher ist als Präparate, die schon länger auf dem Markt sind, sowie preiswertere Generika mit demselben Wirkstoff.


Der Hersteller wurde noch niemals straf- oder zivilrechtlich belangt bzw. verurteilt – etwa wegen Verschweigen oder Verfälschen von Studienergebnissen, wegen ungesetzlicher Marketingpraktiken, wegen Korruption von Ärzten und Forschern -, so dass seine Seriosität, und insbesondere die Verlässlichkeit seiner Angaben über Nutzen und Gefahren des Wirkstoffs, außer Frage stehen.


Ich erhalte vom betreffenden Hersteller keinerlei finanzielle Zuwendungen, etwa in Form von Vortrags-, Berater- und Autorenhonoraren, für die Durchführung von Studien, für die Teilnahme an „Anwendungsbeobachtungen“ und sonstigen umstrittenen Forschungsaktivitäten.


Falls die von mir veranlasste Pharmakotherapie nicht innerhalb von …….. Monaten/Jahren zu einer deutlichen Besserung führt oder den Patienten physisch oder psychisch dauerhaft versehrt, verpflichte ich mich hiermit, dafür dem Opfer bzw. seinen Angehörigen unverzüglich und ohne ­Anrufung eines Gerichts vollumfänglich Schadensersatz zu leisten.


Im Fall eines Wechsels der Medikation, einer Dosiserhöhung oder einer Kombination mit einem weiteren Psychopharmakon bin ich bereit, die vorliegende Bescheinigung erneut auszustellen.


Läge bei meinem Kind, meinem Lebenspartner oder einem sonstigen mir nahestehenden Menschen die gleiche psychische Störung vor, würde ich es/ihn auf dieselbe Weise behandeln (lassen).


………………………… ………………..............................................………

Ort, Datum rechtsverbindliche Unterschrift des Arztes Stempel

(Harald Wiesendanger)

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