• Dr. Harald Wiesendanger

Sollte ich mein Zeitungsabo kündigen?

Der ultimative, ziemlich zuverlässige Schnelltest - ein KLARTEXT-Beitrag zur geistigen Hygiene im Land.


In Krisenzeiten gilt es mehr denn je, unnötige Ausgaben zu vermeiden. Gratis bieten wir Ihnen da einen mühelos umsetzbaren Vorschlag, wie Sie 200 bis 800 Euro pro Jahr sparen könnten.


So viel lassen sich Zeitungsleser ihr Abo kosten. Sofern sie dafür kein Propagandaorgan der Globalen Coronistischen Einheitsfront beziehen möchten, sondern ein echtes, unabhängiges, journalistischer Standesethik verpflichtetes Informationsmedium, könnten viele das Geld anderweitig verwenden. Ihr Abo kündigen sollten sie, falls sie seit der Coronakrise eine der folgenden Fragen mit Ja beantworten müssen:


1. Unterscheidet meine Zeitung zwischen Ansteckung und Erkrankung? Klärt sie ihre Leser darüber auf, dass wir alle infiziert sind, vom ersten bis zum letzten Atemzug - mit tausenderlei Arten von Bakterien, Viren, Pilzen und sonstigen Mikroben? Unser Körper beherbergt mehr Bakterien als Körperzellen: rund 40 Billionen. Darüber hinaus bewirten wir zehnmal mehr Viren verschiedenerlei Art. Bei 98 % von uns finden sich Herpesviren im Mund; Papillomaviren finden sich bei 75 % auf der Haut, bei jedem Zweiten in der Nase. (1) Wenn wir vorübergehend grippeartig erkranken, waren daran immer schon Coronaviren beteiligt, oder auch Rhinoviren, RSV-(Respiratory Syncytial)-Viren, Metapneumoviren (HMPV), Influenzaviren – und in jedem zweiten Fall Viren noch unbekannter Art. (Nicholson u.a., study of 291 elderly patients, American Journal of Public Health?) Im Grunde ist unsereins kein Einzelwesen, sondern ein ganzes Ökosystem. Acht Prozent des menschlichen Erbguts sind viralen Ursprungs; das belegt eindrucksvoll, dass es eine lange und fruchtbare Koevolution zwischen Menschen und Viren gegeben haben muss und weiterhin gibt. Solange die Winzlinge uns keine schweren, länger anhaltenden Beschwerden bereiten, die uns bleibend schädigen oder gar Lebensgefahr bedeuten, besteht keinerlei Grund zur Panik.

2. Verbreitet meine Zeitung Infektionszahlen, ohne klarzustellen: (a) Diese Zahlen hängen davon ab, wie viele Tests stattfinden? (b) Die Tests selbst sind unzuverlässig, sie unterscheiden nicht zwischen aktiven Erregern und harmlosen Genomschnipseln. (c) Vielerorts sehen sich Ärzte unter Druck gesetzt, Covid-19-Diagnosen zu stellen, oder es winken ihnen finanzielle Anreize dafür.

3. Informiert meine Zeitung darüber, dass „Covid-19-Fälle“ häufig nach bloßem Augenschein registriert werden – allein aufgrund verdächtiger Symptome, ungeachtet der Tatsache, dass es überhaupt kein typisches Krankheitsbild von Covid-19 gibt? Die Beschwerden gleichen einer starken Erkältung, einem schweren grippalen Infekt oder einer Influenza-Grippe.

4. Bezeichnet meine Zeitung Menschen, die eine Infektion unbeschadet überstanden haben, als „Genesene“? Wer genesen ist, war vorher krank. Acht von zehn SARS-CoV-2-Infizierte leiden aber an keinerlei Krankheitssymptomen, weitere 15 % bloß an milden. Sie waren und blieben gesund.

5. Hat meine Zeitung jemals darauf reflektiert, wie suggestiv allein schon der Name des neuen Coronavirus gewählt ist? Die Bezeichnung „SARS-CoV-2“ – ein Kürzel für „das zweite Coronavirus, das zu einer schweren akuten Atemwegserkrankung (SARS) führen kann“ - bringt den Keim mit einer seltenen Wirkung in Zusammenhang, die bloß bei jedem zwanzigsten Infizierten auftritt. Ebensogut könnte man den Koitus in „Myokarditus“ umtaufen, weil Geschlechtsverkehr bei Angehörigen gewisser Risikogruppen gelegentlich zum Herzinfarkt führt.

6. Meldet meine Zeitung Zahlen über „Corona-Opfer“, ohne klarzustellen, dass man MIT dem SARS-CoV-2-Virus sterben kann, ohne es WEGEN ihm zu tun? Stellt meine Zeitung klar, dass rund 98 % aller sogenannten „Covid-19“-Toten schwere Vorerkrankungen aufwiesen? (Unter mehr als 500 obduzierten Hamburgern waren es so gut wie ALLE.) Dass „Covid-19“, auch wenn es auf dem Totenschein steht, zumeist eher ein Nebenbefund als die hauptsächliche Todesursache ist?

7. Informiert meine Zeitung darüber, dass das Durchschnittsalter der „Corona-Opfer“ der üblichen Lebenserwartung entspricht, ja in manchen Ländern sogar darüber liegt?

8. Meldet meine Zeitung ausschließlich Horrorzahlen, während sie erfreuliche verschweigt: etwa die sinkende Zahl der Arztbesuche wegen schwerer akuter Atemwegserkrankungen – dem Hauptsymptom von Covid-19 -, seltenere Einlieferungen ins Krankenhaus mit dieser Diagnose, der Belegung von Intensivbetten, die Entwicklung der Sterbestatistik?

9. Verbreitet meine Zeitung mit Vorliebe kumulierte Zahlen? „Infektions- und Opferzahlen erreichen neue Rekordwerte“ – das tun sie zwangsläufig, wenn man Tag für die Tag neue Fälle zu alten hinzuaddiert. Oder meldet meine Zeitung auch, was erfreulich rückläufig ist?

10. Beteiligt sich meine Zeitung an der Bangemache mit bloßen Infektionszahlen – mit „Hotspots“, „Wellen“, „Reproduktionsraten“ und sonstigen klinisch bedeutungslosen Werten?


11. Ist der Redaktion aufgefallen, dass die offiziellen Schreckenszahlen, Gefahreneinschätzungen und Warnungen des Robert-Koch-Instituts seit Monaten in krassem Widerspruch zu den eigenen Statistiken stehen, die es in seinen „Wochenberichten“, „Epidemiologischen Bulletins“ und „Covid-19-Situationsberichten“ veröffentlicht?

12. Fand meine Zeitung es erwähnenswert, dass der virologische Halbgott der Nation, Christian Drosten, mit Gruselprognosen schon einmal haarsträubend danebenlag? Interessierte sie, wie Drostens Amtsvorgänger bei der Charité, Prof. Detlev Krüger, die vermeintliche Notlage einschätzt – und was ER der Bundesregierung empfohlen hätte?

13. Forscht meine Zeitung nach, auf wessen Rat sich politisch Verantwortliche verlassen? Hinterfragt sie, aus welchen Quellen Bundes- und Landesregierungen, die sich aus blutigen Medizinlaien zusammensetzen, den eigentlich ihre wissenschaftsfernen Entscheidungsgrundlagen beziehen?

14. Setzt meine Zeitung die Opferzahlen der gegenwärtigen „Pandemie“ ins Verhältnis zu früheren Grippewellen, bei denen doppelt bis dreimal so viele Infizierte starben? Hat sie sich jemals darüber gewundert, weshalb der Bevölkerung heute Maßnahmen aufgezwungen werden, die damals unangebracht schienen?

15. Habe ich aus meiner Zeitung erfahren, dass erste Covid-19-Fälle in Europa bereits im Spätherbst 2019 auftraten? Demnach war das Virus bei uns schon ein Vierteljahr lang unterwegs, unbemerkt infizierte es Millionen. Und was bedeutet DAS? Ohne Tests wäre der angebliche Notstand bis heute wohl niemandem aufgefallen.

16. Hinterfragt meine Zeitung Kompetenz und Unabhängigkeit der Weltgesundheitsorganisation? Erinnert sie ihre Leser daran, dass die WHO schon einmal, bei der „Schweinegrippe“ 2009, Fehlalarm schlug? Weist sie darauf hin, dass in ihren Expertengremien notorisch Interessenkonflikte überwiegen? Informiert sie darüber, wer die WHO überwiegend finanziert?

17. Diffamiert meine Zeitung Teilnehmer an Demonstrationen gegen die Corona-Politik pauschal als verantwortungslose „Covidioten“, Spinner, Rechtsradikale? Verdeutlicht sie, dass sich dort ein ziemlich repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung versammelt, allerdings mit einem höheren Anteil gebildeter, nachdenklicher, kritischer Leute, die ihre Informationen über die Pandemie nicht bloß aus Mainstream-Medien beziehen? Stellt meine Zeitung ihre Sicht der Dinge, ihre Motive und Argumente fair dar? Erwähnt und interviewt sie die Hauptredner dieser Veranstaltungen, darunter Ärzte, Biologen, Juristen, Ökonomen?


18. Hat sich meine Zeitung jemals kritisch mit der Gates-Stiftung auseinandergesetzt – mit ihrem Einfluss auf Regierungen, die WHO, den Forschungsbetrieb, die Medienlandschaft? Mittels Milliarden, die sie durch Beteiligungen an Pharmakonzernen verdient, propagiert sie massenweise Tests und Impfungen, die eben diesen Konzernen Riesenprofite eröffnen.

19. Verwendet meine Zeitung die Phrase, das Virus „wüte“ irgendwo – obwohl sich der gemeinte Sachverhalt darin erschöpft, dass es sich ausbreitet? Ebensogut könnten Wettervorhersager vom „Wüten“ einer leichten Brise sprechen, weil sich daraus ein Sturm entwickeln KÖNNTE.

20. Lässt meine Zeitung auch Ärzte und Wissenschaftler zu Wort kommen, die ganz anderer Meinung sind als das Robert-Koch-Institut und der Chef-Virologe der Charité? Hat sie jemals Querdenker wie Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi, Bodo Schiffmann interviewt? Oder beteiligt sie sich an der Stimmungsmache gegen angebliche „Verschwörungstheoretiker“?

21. Packt meine Zeitung das heiße Eisen „Kollateralschäden“ an? Setzt sie also die offizielle Statistik der angeblichen „Covid-19-Toten“ ins Verhältnis zur Zahl derer, die sterben mussten, weil medizinische Vernunft staatlichem Corona-Hyperaktionismus wich? Die Hygienediktatur könnte mindestens ebensoviele Menschen auf dem Gewissen haben, wie das Virus angeblich dahinraffte, womöglich sogar ein Vielfaches mehr. Die Betroffenen starben, weil in Erwartung einer „Überlastung des Gesundheitswesens“, zu der es niemals auch nur annähernd kam, Operationen abgesagt oder verschoben wurden – etwa Organtransplantationen. Allein deswegen könnten, Expertenschätzungen zufolge, 5.000 bis 125.000 Patienten umgekommen sein. Erforderliche Therapien, etwa bei Krebskranken, fanden nicht oder verzögert statt. Infarktpatienten und andere Notfälle blieben unversorgt. Notwendige Untersuchungen wurden versäumt. Im Corona-Tunnelblick wurden andere Erkrankungen übersehen. Wegen vermehrter Klinikeinweisungen häuften sich „nosokomiale“ Infekte – durch Krankenhauskeime. Riskante und unnötige Medikation fand statt, unter anderem mit Immunsuppressiva, Hydroxychloroquin, Sedativa. Viele Infizierte wurden übereilt auf die Intensivstation, wo sie unnötig intubiert (invasiv künstlich beatmet) wurden. Pflegenotstand, ambulant und in Heimen, ließ Bedürftige vereinsamen, vernachlässigte, verängstigte und entmutigte sie – oftmals mit verheerenden psychosomatischen Folgen. Alkohol- und Drogenkonsum, häusliche Gewalt, Suizide häuften sich. Zwischen der 13. und 16. Kalenderwoche 2020 stiegen in Deutschland die Sterbefallzahlen vorübergehend deutlich an, obwohl in dieser Zeit NICHT vermehrt schwere Atemwegserkrankungen auftraten. Warum wohl? (2)

22. Bewertet meine Zeitung den „Lockdown“ und andere staatliche Infektionsschutzmaßnahmen uneingeschränkt als verhältnismäßig, notwendig und verfassungskonform? Hat sie jemals Sinn und Nutzen von Ausgangssperren, von Maskenpflicht, von Demonstrationsverboten hinterfragt?

23. Lässt meine Zeitung erkennen, dass sie sich kritisch mit „Faktenchecks“ auseinandersetzt und diese ihrerseits checkt, statt sie ungeprüft abzuschreiben? Hat sie hinterfragt, wer Faktenchecker beauftragt und finanziert – und was sie für ihre angemaßte Richterfunktion qualifiziert?

24. Übernimmt meine Zeitung ohne eigene Recherche und kritische Distanz, was ihnen Nachrichtenagenturen liefern?

25. Beteiligt sich meine Zeitung an der pauschalen Hexenjagd auf vermeintliche „Verschwörungstheoretiker“? Lässt sie erkennen, dass ihr der Unterschied zwischen paranoidem, aus der Luft gegriffenen Argwohn und einem naheliegendem, auf beachtenswerte Indizien gestützten Verdacht klar ist?

26. Hat meine Zeitung kommentarlos und unüberprüft weiterverbreitet, an der Massendemo „Tag der Freiheit“ am 1. August in Berlin hätten gerade mal 17.000 Covidioten, Esoteriker und Neonazis teilgenommen?


Aber wenn du auf deine Zeitung nicht vollständig verzichten willst? Dann behalte den Sportteil, den Stellenmarkt, die Kleinanzeigenseiten, den Veranstaltungskalender, die Sonderbeilagen für Hobbygärtner, Heimwerker und Reiselustige – und entsorge den Rest.


Oder lies deine Zeitung ab sofort mit anderen Augen – mit DEINEN, unter Einsatz deiner kritischen Vernunft. „Wenn wir darauf verzichten, eine eigene Meinung zu haben, wird der Tag kommen, an dem wir keine mehr haben dürfen“, mahnt uns der deutsche Satiriker und Kabarettist Rudolf Rolfs. Er starb 2004, dreht sich allerdings seit März 2020 unentwegt im Grabe um, wie aus zuverlässigen Quellen innerhalb der Friedhofsverwaltung verlautet. (3)


P.S.: Nach denselben 25 Kriterien sollten Fernsehzuschauer über TV-Sender hinwegzappen – und Internetsurfer an gewissen Webseiten vorbeiklicken.

Noch ein P.S.: Vorschläge für weitere Kriterien nimmt die KLARTEXT-Redaktion dankend entgegen.

(Harald Wiesendanger)


Anmerkungen

(1) https://www.minimed.at/medizinische-themen/infektion-allergie/gesunde-menschen-tragen-5-viren-in-sich/; https://www.aponet.de/aktuelles/kurioses/20140918-auch-gesunde-menschen-beherbergen-viren.html

(2) https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html; RKI-„Wochenberichte“, „Epidemiologische Bulletins“ und „Covid-19-Situationsberichte“.

(3) Rudolf Rolfs: »Schlag nach bei Rolfs«, 3. Auflage 1976, Röderberg-Verlag

Titelbild: moritz320/Pixabay

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